Ausgabe 
11.8.1902 Erstes Blatt
 
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lt ntrineqne uuis unserer Landes« aus Worms auf llmserklarungen m >ilatsumma cum sberichtm unb btt nckt ersichtlich, hat

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tagte, beschäftigte sich zuerst mit der Neuwahl deJ Vor- inerten 5fe Bewohner jenes Gäßchens wiederholt bei der staudes, die folgendes Resultat zeitigte: L Vorsitzender StadtvermLuttenttersammbung und baten, man möge den

geschrieben, zeigt.

** Englischer Krönuugsschwiudel. Das Opfer einer großartig angelegten Schwindelei sind zahlreiche deutsche Zeitungsgeschäftsstellen und im weiteren jedenfalls auch un­zählige Ansichtspostkartensammler geworden. In der Nummer vorn 3. August unzähliger großen, mittleren und kleinen Zeitungen wir bemerkten darunter fast die gesamte Frank- urter Presse mitsamt derFrkf. Ztg." und fast alle kleineren und größeren Nachbarblätter, dann aber auch Dresdener und Leipziger und Thüringer Blätter rc. rc. befand sich eine auffallend große Anzeige (sie wurde mehrere Male wieder­holt), durch dieprachtvolle Krönungspostkarten" aus Anlaß der Krönung König Eduards VII. angeboten wurden, die am Krönungstage an die derContinental Publishing Com­pany" aufgegebenen Adressen gegen vorherige Einsendung des Betrages (!) versandt werden sollten. Dem Jnsertionsauftrage war zugleich ein Check in der Höhe der Einrückungsgebühr auf dieBritish Royal Bank" beigefügt. Auch derGieß. Anz." wurde mit einem solchen von 80 Mk. beglückt, unsere Expedition hat ihn jedoch mit skeptischem Lächeln alsbald wieder fein säuberlich eingepackt und mit Dank an den Einsender zurückgeschickt mit der freundlich- ühlen Bemerkung, daß sie von ihm keinen Gebrauch machen könne. Und sie that sehr recht daran: denn jetzt hat es sich zum Leidwesen Zahlreicher herausgestellt, daß es in London eine Bank mit dem genannten Namen gar nicht giebt! Der Check war also, wie unsere Expedition richtig vermutete, ein wertloses Stück Papier und von einer Londoner Gauner­bande hergestellt, um dem braven Bruder Michel das Geld aus der Tasche zu locken. Der Gieß. Anz. hat also manchen seiner Ansichtspostkarten sammelnden Leser dadurch »vor einer kleinen Enttäuschung bewahrt.

** Die Familien blätter des Gieß. Anz. enthalten in chrer heutigen Nummer außer mehreren kleineren Artikeln einen Modebericht über Sport-Kostüme.

? Lich, 10. Aug. Vorgestern fand die Eröffnung der erstenLokalgeflügelausstellung für Lichund Umgegeird statt, der sich auch die beiden Nachbarvereine Grünberg und Hungen angeschlossen hatten. Der Fürst von So lms-Ho h enso lm s-Lich, welcher in freund­licher Weise das Protektorat übernommen hatte, traf pünkt­lich um 3 Uhr mit seiner Gemahlin ein und wurde am Eingänge von dem Ausstellungskomitee empfangen. Bür­germeister Heller hielt eine Begrüßungsansprache, auf welche der Fürst antwortete und die Ausstellung eröffnete. Ist diese auch nur eine Lokalausstellung, so wird man doch angenehm enttäuscht, wenn man die Halle in Steins Garten betritt. Ueberrascht ist man auch von der großen Anzahl der freiwillig aesttsteten Ehrenpreise. Es ist viel und gut ausgestellt. Vom schwersten Fleischhuhn bis zu den verschiedenen fleißigen Italienern unb zu den kleinen Zwerghühnchen ist fast alles vertreten. Sehr stark ist die Ausstellung auch mit Tauben und Wassergeflügel beschickt. Sogar ein zahmer Storch blickt würdevoll auf seine Um­gebung hernieder. Es herrscht überhaupt ein munteres Leben. Das Gezwitscher der Kanarien, das Pleggem des Papageien, das Krähen in allen möglichen Stimmlagen und Tonarten bringt Leben in die Bude. Gut ist, daß die ein­zelnen Käsige durch dichten Drcht von einander getrennt int), sonst würden überall zwischen den Hähnen Kämpfe entbrennen, so zornig blicken sie sich! an, und versuchen durch das Gitter zu beißen. Am Abend vereinigte ein Essen die Aussteller, welchem daun ein gut besuchtes Freikonzert folgte. Heute, Montag, siudet dann die Ver­losung statt.

? Butzbach, 10. Aug. Gestern abend machte der in dem Küchel'schen Russensteinbetrieb hier beschäftigte Arbeiter B. die überraschende Entdeckung, daß sein in dem mit Anderen ge­meinsamen Wohnraum befindlicher Koffer erbrochen und die darin befindlichen Ersparniffe mit 93 All. geraubt worden waren. Der Verdacht lenkte sich auf den 26jährigen Kollegen R..... aus Rödelheim, welcher am Schluß des Tagewerks allein die Arbettsstelle verließ und seitdem nicht mehr hier gesehen wurde. Die Gendarmerie leitete bereits Recherchen nach dem Dieb ein. Ende dieses Frühjahrs wurden aus dem etwa 1 Stunde von hier im Walde gelegenen, dem Herrn de Neufville zu Frankfurt a. M. gehörigen Jagdhause mittelst Einsteigens verschiedene Luxusgegenstände, Vorräte, Kleidungs- und Wäschestücke sowie sonstige Gegenstände, im Werte von etwa 200 Mk. gestohlen, ohne daß die Thäter ermittelt werden konnten. Letzte Nachwoche geriet nun der Schreinergeselle Schäfer in Verdacht, welcher unlängst Sachen verkauft haben soll, die mit den gestohlenen Gegenständen übereinstimmen. Schäfer wurde am Bahnhof zu Friedberg verhaftet und am abend in das Haftlokal zu Butzbach ge­bracht.

Mainz, 10. Aug. Für den Kaiserbesuch werden sehr umfassende polizeiliche Sicherheitsmaßregeln ge­troffen. Auch von Wiesbaden kommen mehrere Kriminal­beamte hierher, um Anarchisten zu überwachen. Daß der Kaiser, wie einige Blätter meldeten, ün Schlöffe zu Wiesbaden Wohnung nehmen wird, kann selbstverständlich nicht in den Kreis der Möglichkett gezogen werden. Auch, daß em Teil des kaiserlichen Marstalles im dortigen Schlöffe untergebracht nurd, ist unwahrscheinlich, da der Kaiser doch in Mainz Gast des Großherzogs von Hessen ist und als solcher wohl dessen Gefährte benützt.

-k- Mainz, 10. Ang. In dem Strecke der Mainzer Viehhändler mit den hiesigen Nletzgern, der nunmehr schon 14 Tage anhält und dessen Ausgang noch gar nicht abzu- i sehen ist, hat das fleischkonsumierende Mainzer Publikum die 1 Kosten zu tragen. In allen Qualitäten Ochsenfleisch ist ver- flossene Woche eine merkliche Preissteigerung eingetreten, der von den Metzgern einfach damit begründet wird, daß fte eben - das Vieh auswärts kaufen müßten, was den Einkauf selbst-

Nameu der Gasse obänderry well sich Studenten unb andere junge Leute an diesem Namen stoßen. Bei jener Gelegen­heit wurde vom Stadtverordneten Schäfer mitgeteilt, daß vor Großvaters Zeiten einmal ein Regierungsrat Teufel in jener Gegend ein Häuschen besessen habe, welches er mit einem für die damalige Zeit prächtig angelegten Garten umgeben ließ Dieser Umstand war Veranlassung, die Be- zeichnung Teufels-Lustgärtchen entstehen zu lassen. In histo­rischer Treue weist aiufx das Straßenschild an der Ecke der Löwengasse den Namen des Teusels-Lustgärtchen, in zwei Worten geschrieben, auf, während an dem entgegengesetzten Ende der Straße nach dem Seltersweg hin das Straßen- child höchst unhistorisch Teufelslustgärtchen, in einem Wort

Beckmann, 2. Vorsitzender Karl Orbig, Schriftführer Volz, Rechner Bock, sämtlich von Gießen, Beisitzender Stein- müller-Heuchelbeim, Karl Dech-Wieseck unb Becker-Alten­buseck. Es wurde dann über die am 7. September in Worms statt findende Landes-Konferenz verhandelt. Orbig teilte mit, daß in Aussicht genommen sei in sämtlichen hessi­schen Landtagswahllreisen eigene Parteikandidaten aufou= stellen. Bisher sind aus dem Gießener Wahlkreise zur Teilnahme an der Landeskonferenz neun Ortschaften mit 23 Delegierte angemeldet. Ms Vertreter für den Partei­tag in München für den Wahllreis Gießen-Grünberg-Nidda wurde Redakteur Vetters-Gießen und als Ersatzmann, falls dieser behindert ist, Stadtverordneter Krumm gewählt, lieber die nächste Reichstagswahl referierte Redakteur Vetters. Er prüfte u. a den von einem Parteigenossen gemachten Vorschlag eines Kartells der Sozialisten mit den links­stehenden bürgerlichen Parteien und erklärte unter Zu­stimmung der Versammlung, man könne beim besten Willen nicht bar an benken, bei einer Reichstags-Hauptwahl mit ben Freisinnigen ober mit ben Demokraten zusammen zu gehen, anders sei es bei Stichwahlen zum Reichstage, bei Landtagswahlen ober bei Wahlen zur Stabtverorbneten- versammllmg ober zum Gemeinderat. Redner erörtert an Hand der Statistik die Aussichten seiner Partei bei der nächsten Reichstagswahl im ersten oberhessischen Reichs­tagswahlkreise. Es sei sehr wahrscheinlich, daß man das nächste Mal gegen Köhler siegen werde. Jedenfalls feien die Aussichten ick) er aus gute für die Sozialdemokraten. Da Redakteur Scheibemann erklärt hat, baß er wegen seiner aussichtsreichen Solinger Kandidatur für ben Reichstag im Wahlkreise Gießen-Grünberg-Nibba nicht mehr kan­dieren könne, wirb von ber Kreiskonferenz einstimmig

Stabtverorbneter Eb. Krumm zum Kanbidäten für bie 1 nächste Reichstagswahl nominiert

** Das Wohlthätigkeitskonzert am Sams­tag zum Besten Unterstützungsbedürftiger der Primus- Katastrophe war leider nicht so besucht, wie man in An­betracht des guten Zwecks hätte erwarten sollen. Die Erschienenen werden aber sicherlich nicht unbefriedigt nach Hause gegangen fein. Bot doch der Abend durch die Zllher- chöre mit Verweisung von Mandolinen etwas ganz Neues, man kann sagen. Originelles. Von den Gesangspieyeu war ioo^j in jeder Beziehung der von ca. 70 Sun gern vor­getrageneSchottische Bardenchor" die hervorragendste. Auch die beiden MännerchöreHarmonie" undMaschinen­bauer-Gesangverein", bewiesen, daß sie es mit chrer Sache ernst nehmen; besondere Erwähnung verdienenMatrosen- tfyor" des ersteren undUntreue" des letzteren Vereins. Die erfreulichste Erscheinung des ganzen Abends jedoch Ivar, daß wir wieder einmal mit einem Zusammen­schluß von Vereinen bekannt gemacht worden sind, der ben Vorteil einheitlicher Leitung unb Schulung genießt 3n unserer Zeit ber Dezentralisierung ist bies jedenfalls um so freudiger zu begrüßen. Möge bas künst­lerische Ergebnis ben beteiligten Vereinen unb ihrem Di­rigenten, Geruh arb t, als Entschäbigung für die finan­zielle Enttäuschung gelten unb aufmuntern zu weiterem gemeinschaftlichen Arbeiten und Streben.

** Wetterwendische Sonntage sind es> bie den Sommer 1902 auszeichnen. Sowohl ber am Tage vorher Ivie am Sonntag vormittag stark beguckte Barometer in ier Südanlage, der über jebe Katerftimmung erhabene Laubfrosch unseres Sonntagsberichterstatters thaten zwar ihr möglichstes, ber Welt, bie sich nicht gern langweilt, ^lusflugswetter zu verkünbigen, aber zwischen Versprechen mnb Halten ist immer ein Unterschieb, ben durch einen un­durchlöcherten Regenschirm auszugleichen bie Mutter aller 'Weisheit energisch gebietet. Sowohl bie hinter uns lieaenben Wochen mit ihren bis zur Ermübung brängenben Festlichkeiten, wie bie Aussicht auf bas in bie Mitte biefer Woche fallende Jugendfest für das wir im Namen von -31/2 Tausend Schulkindern unb etwa breimal so viel Herren Eltern, Geschwistern, Onkeln, Tanten, Groß- unb Schwieger­müttern sowohl den alten Wettermacher, wie die zudring­lich« junge Männerwelt um möglichste Zurückhaltung bitten waren wohl die Veranlassung, daß gestern in Gießen und Umgegend wenig los war. Philosoph ehr Wald, Windhof, Schisfenberg, Jagdschlößchen, bas Mühlchen", Annerod, Kruse in Heuchelheim und vie die Bierquellen alle heißen, nahmen auch gestern wieder ille bie auf, bie einen Strichregen nicht furchietenl bezw. 1 unter keinen Umständen daheim bleiben wollten. Gäste jind da immer willkommen, gerade wie beim Bauer scheu Gesangverein, der sich gestern im Walde (erste Schneise rechts) angesiedett hatte. Die sehr zahlreiche Gästeschar kam auf ihre Rechnung, sogar mit dem ebled Bichlerbräu zapfen­den Wirt aus dem Gambriuus; bie stattliche Sänger schar tot das Beste, was ihrSüffertdje" enthielt, in ihren Weisen kam das Lob des edlen Waidwerks, des leider gut 20 Wegstunden von der Licherstraße entfernten Vater Rheins unö sonstige Perlen deutscher Sangeskunst trefflich zu Ge- bör, und zum Schluß stieg sogar der Tag des Herrn Schluß: Lampionzug mit Musik- unb Regenschirmbegleitung; Ab­schluß: im Postkeller. In bem bekanntlich gegen alle Unbilden ber Witterung geschützten und deshalb jede Pro­grammänderung von vornherein ausschließenden Steins Karten hiett der Liederkranz fein Sommerfest Zwi­schen fchpnen Aiufikvorträgen bot der Verein Hervorragen­des im Gesang, vorwiegend Männerchöre, wie: Wer hat dich, du schöner Wald, Die Königskinder, Silbern Bächlein, Wschied, S'Sträußle, Mei Diandle is sauber. Die Lieber- kränzlern anberaumten Liederabends ben Mitgliedern für morgen Dienstag in Gemeinschaft mit den Sänger» kränzlern anberaumte Liederabend ben Mitgliedern beider Vereine zu empfehlen ist Der Gießener King- und Stemmklub bereinigte auf der Liebigs- höhe alle, die Ergötzen am Spiel menschlicher Muskelkraft and Gewandtheit suchen. Wer dort eine Herausforderung annahm, konnte von vornherein damit rechnen, nicht mit Glaceehandschuhen angefaßt zu werden. Hier fiel alles schwer ins Gewicht, unb bie 100 Kilo-Steine, mit beiten gespielt würbe, waren nicht von Pappe. Kraft Hell!

Heber das Koschat-Quintett, das hier am Sonntag den 17. August in Steins Saalbau konzertieren wirb, ichrieb man unlängst in Berlin:

Am Sonntag begann bas bekannte unb beliebte Wiener Quintett unter Leitung von Thomas Kofchat im Belle-Allianee- Lheater sein Gastspiel mit ben gemütvollen österrerchsichen Volks­lebern. Diese Wiener Hofopernsänger sind nicht etnfeüig. Sie verstehen sich ebenso gut barauf, schlichte Volkslieber in herzergrei-- ienber Weise zum Äusbruck zu bringen, wie ben humoristischen Znhall brolliger Lieber nach jeber Richtung m erschopsen. Die Sehnsucht nach der Heimat m bem QuartettIn ber yremb" unb n bem anberenGrüße an die Heimat" fanb begeisterten Beifall. Die meisten ber vorgetragenen Lieber hat Herr Koschat selbst ge- -ichtet unb komponiert.

r! Teufels-Lustgärtcheu. Vor Jahren vettttv-

rebenb verteuere. Da bas Mchtbefuchcn des Mainzer Vieh»' Hofes durch die hiesigen Viehhändler aber der Stadt auch einen ganz dcketten Schaben an Ausfall von Gebühren zu- fügt, werben gegenwärtig burch bie Bürgermeisterei Versuche gemacht, bie Viehhänbler anberen Sinnes zu stimmen, was indes dis jetzt noch nicht gelungen ist, indem die Viehhändler erklären, daß sie nur ohne Gesundheitsgarantie ihr Vteh unter den gegenwärtigen Bedingungen verkaufen könnten, sonst sie großen Schaben erleiben würben.

Frankfurt, 10. August Der König von Italien, wirb voraussichtlich am 26. August, vormittags, hier ein», treffen unb sich vor feiner Weiterreise nach Berlin die Dffi» ziere des 13. Husaren-Regiments im Hauptbahnhof vorslellerr lassen. Der betr. Teil des Bahnhofs wird abgesperrt. Der österr. Finanzminister v. Kallay kam heute früh von Wildungen nach Frankfurt, besah die Stadt und reifte nach Wien weiter.

Soden i. T., 10. Aug. Heute Vormittag wurde hiev eine vom Kurverein und auswärtigen Kunstfreunden zur Er­innerung an die Anwesenheck Richard Wagners im Sommer 1860 gestiftete Gedenktafel mit einer fchllchteu Feier enthüllt. Die Festtede hielt Or. meä. Hughes._______

HandelU Verkehr UolkswüMast.

Grünberg, 9. August. Fruchtmarkt. (Durchschnitts­preis pro 100 Kilo.) Weizen 17.00 bis 00.00 Mk., Korn 15.50 bis 00.00 M, Gerste 00.00 bis 00.00 M., Hafer 17.48 bis 18.00 Mst Erbsen 21.00-00 Mk., Linsen 00.00 All, Lein 00.00 Mk., Wicken00ÜX) Mark, Samen 22.0000.00 Mk Kartoffeln 3.00 bis 0.00 Mk.

ko. Frankfurt a. M., 11. Aug. (Telegr. Orim-Bericht des Gieß. Anz."). Amtliche Notierungen ber heutigen Biehmarkt-j preise. Zum Verkaufe stauben 432 Ochsen, darunter 167 aus- Oesterreich, 58 Bullen, barunter 4 aus Oesterreich, 87 Kühe, Fersen,, Stiere und Rinder, 0 Kuh aus Oesterreich, 214 Kalber, 127 Schafe unir Hammel, 823 Schweine, 0Ziegen, 140 Ziegen-, 0 Schaflämmer. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht: Ochsen UQualttät 7072Mtt, 2. Qual. 6668 Mk., 3. Quall 6062 Mk.; Bullen l.Qual. 58 bis 60 Mk., 2. Qual. 5456 Mk.; Kühe 1. Qual. 6668 Mk., 2. Qual. 6163 Mst 3. Qual. 5254 Mk, 4. Qual. 4344 Mk., 5. Qual. 0000 All. Kälber: 1. Qualität8082PfgLebendgewicht 7880 Pst, 2 Qual. 7778 Psg., Lebendgewicht 6366 Pfg., Schlacht­gewicht 0000 Pfg., Schafe: 1. Qual. Schlachtgewicht 6466 Pfgv, 2. Qual. 6062 Pfg., 3. Qual. 0000 Pfg.; Schweine 1. DÄuaL 6900 Pfg., Lebendgewicht 55 Pfg., 2. Qual. 68 Pfg., Lebendgewicht 6700 Pfg., 3. Qual. 5860 Psg., Lebendgewicht 0000 Pfg. Geschäft: bei Hornvieh gut, bei Kleinvieh gut, Ueberftanb gering, Schweine konnte Bedarf nicht gedeckt werden.

fc. Frankfurt a. M.» 11. Aug. (Orig.-Telegr. desGießen. Anz.") Amlliche Notierungen der heutigen Fruchtmarktpreise. Weizen Alk. 16.0016.50, Kurhessischer Alk. 00.0000.00, La Plata Mk. 16.7517.75, Kansas Alk. 16.7517.75, Roggen (hiesiger> Mark 14.2514.75, Gerste (Wetterauer) Mk. 00.0000.00, Franken- felder Mk. 00,0000,00, Hafer Mk. 17.5018.50, Mais Alk. 12.2500.00, Weizenmehl 0 Mk. 25.0025.50, 2. Qualität Mk. 23.00

bis Mk. 23.50, 3. Qualität Alk. 21.0021.50, Roggenmehl 0 Mk. 24.0000.00, 1. Qualität Mk. 22.5000.00, Weizenkleie Alt. 8.75 bis Alk. 0.00, Roggentlere Mk. 9.500.00, Maiskeime Mk. 10.00 bis Mk. 00.00, Framen, Pfälzer, Ried Mk. 00.0000.00. Alles per 100 Kg. ab hier.

Krieskasten der Redaktion.

(Anonyme Anfragen bleiben unberückstchtiift.)

C.B. Nach Mitteilung Sr. Magnifizenz an uns liegt hier ein böses Mißverständnis Ihrerseits vor. Es wird uns versichert, daß jene Bemerkung des Herrn Prof. Dr. D. ganz allgemein gehatten und gemeint war, so daß jede Verknüpfung mit demGieß. Anz." sich als durchaus nnpaffend erweist

Neueste Meldungen.

Originaldrahtmeldungen des Gießener Anzeigers.

Swinemünb e, 11. Aug. Der Kaiser wohnte heute- vormittag den Schießübungen der hiesigen Batterie bei.

München, 11. Aug. Der Priuzregent hat, wie jetzt amt­lich bekannt gemacht wird, dem Staatsrat und Staatsmiuister Dr. Robert Ritter v. Landmanu unter Anerkennung seiner

Dienste die uachgesuchte Entlassung erteilt und den Ge* sandten am k. k. österr.-ungarischen Hof zu Wien, Glemenfr, Freiherrn v. Podewils - Durniz, zum Staatsmmister des Innern, für Kirchen- und Schulangelegenhetten ernannt. Das Staatsministerium hat in feiner Sitzung vom 9. d. M. die in der Rechtfertignngsschrift des Senates der Universität Würzburg ausgesprochene Protesterhebung für ungehörig erklärt und ebenso deren Veröffeuttichung, wofür der Senat allein die Verantwortung trägt nach deffen eigener Erklärung. Das Enthebungsgesuch des ^Senats vom Amte hat das Ministerium zur Vorlegung an Merhöchster Stelle nicht geeignet befunden.

München, 11. Aug- (SS wird sehr bemerkt, daß dem Minister von Land mann, der ,chis auf Wei­teres" in den Ruhestand versetzt worden ist, nicht die Verleihung eines Ordens zuteil geworden ist. Baron Würtzburg sttebt den Gesandtschaftsposteu in Wien alK Nachfolger des Frhrn. von Podewils an- Der Spen- d er der 100000 Mark, die von der klerikalen Mehrhell der Abgeordnetenkammer gesttichM worden waren, ist Reichs­rat von Cramer-Klett. (Vgb unsere heutigePoli- tische W o ch e n s ch a u".) .

Telephonischer Kursbericht«

Frankfurt «,. M., 10. August 1902.

372% Reichsanleihe . . 102.70 3% do. ... 93.00 3V,% Konsole .... 102.80 3% do. ..... 99.80 372% Hessen .... 100.50 Zl/z-6 Oberhessen . . . 99.50 456 Oesterr. Goldretne . . 103.70 472 % Oesterr. Silberrente 102.30 456 Ungar. Goldrente . . 102.35 4% Italien. Rente . . . 102.80 4%56 Portugiesen . 47.20 3°/ Portugiesen. .... 29.30 156 C. Türken .... 28.40 Türkenlose......113.40

4% Griech. Monopol.-Anl. 43.40 47,56 äussere Argentiner.

3% Mexikaner .... 26.50 47z-/b Chinesen .... 91.80 Electric. Bohuckert ... 89.70 Nordd. Lloyd . . . . 105.45

Kreditaktien.....215.70

Diskonto-Kommandit. . , 182.70 Darmstädter Bank . . . 134.00 Dresdener Bank .... 142.50 Berliner Handelsgee. . . 153L0 Oesterr. Staatsbahn , . . 152.80 Lombarden ..... 18.00 Gotthardbahn.....170.30

Laurahütte ...... 191.00 Bochum . ...... 179.25 Harpener ...... 16L8O- Tendenz: schwach.

Jugendfest.

Die Herren, welche als Zugführer und Spiel­ordner bei dem Jugendfeste thätig find, werden zn einer Besprechung auf

Sienötafl Den 12. Anglist, itais 7% Uhr, in die Leib'sche Wirtschaft im Philofophenwalde hier­durch freundlichst eingeladen.

Gießen, den 11. August 1902.

.0699 D»e Festleituug.