Ausgabe 
11.3.1902 Zweites Blatt
 
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Dienstag 11. März 1903

ISS. Jahrgang

Zweites Blatt.

BezngsPretS: monatlich 75 Pf., viertel«, jährlich Mk. 2.20; durchs Avhole- u. Zweigstellen; monatlich 65 Pf.; durch, diePost Mk.2. viertel^ jährt, ausscht. BesteÜgU Annahme von Anzeige«, für die Tagesnummerj bis vormittags 10 Uhr.! Zeilenpreis: lokal 12 Pf*' auswärts 20 Pfg.

Verantwortlich: für den polit. u. allgem.; Teil: P. Wittko; fuci ,Stadt und Land" una ^Gerichtssaal":R.Ditt>i mann; für den An­zeigenteil: Hans Beck.

Nr. SS

Erscheint täglich außer Sonntags.

Dem Gießener Anzeiger werden im Wechsel mit dem hessischen Landwirt die Eichener Kannüen- blälter viermal in der Woche beigelegt.

Rotationsdruck u. Ver­lag der Brühl'schen Univerf.-Buch- u.Stein- druckerei (Pietsch Erben) Redaktion, Erpedition und Druckerei:

Schalstraße 7.

Adresie für Depeschen: Anzeiger Gießen.

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GietzenerAnzeiger

** General-Anzeiger v 1<v

Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen

Ale heutige Kummer umfaßt 10 Seiten.

Grotzherzog und Sozialdemokrat.

-o Gießen, 11. März.

Wie im Vorjahre, hat es' weit über die Grenzen unseres Großherzogtnms Aufsehen erregt, daß unser Landesherr auch auf dem letzten parlamentarischen Abend am 6. d. Mts., über den wir in unserer Nummer 56, 2. Blatt, des Genaueren berichteten, keinen Anstand genommen hat, wie mit Vertretern anderen Parteien, auch mit Sozialdemokraten sich ungezwungen zu unterhalten, ja an deren Tische unbe­fangen Platz zu nehmen. Vor Jahresfrist ereiferten sich in geschmacklos deplazierter Erregung Blätter, wie dieBerl. Neuesten Nachr." und die »Post" und selbst ein Teil der hessischen Presse, aus verwunderlich schiefer Auffassung der Situation und des Charakters unseres Großherzogs, über diese schöne Unparteilichkeit, über dieses, wie in manchen anderen Dingen, so auch in PoliticiS musterhafte Hinausragen Ernst Ludwigs über den durch zahllose unangebrachte tradi­tionelle Einseitigkeiten eingezwängten unobjektiven Standpunkt anderer Monarchen. Man erlaubte sich sogar von Berlin aus »gute" Lehren zu geben über die eng zu begrenzende Höflichkeit der Fürsten und blamierte sich damit in Darm­stadt glänzend. Der Redakteur eines hinterwälderischen Blättchens ging in seinen Ungezogenheiten, nach alter Gewohn­heit, noch weiter und erhob gegen den hessischen Landes­herrn sogar in großer Versamm hing so etwas wie öffentliche Anklage. Es giebt eben allenthalben Leute, die ein für jeden bester Erzogenen unverständliches Vergnügen daran finden, aus nichtssagendem und selbst aus gar keinem Anlaß, voller schlecht gespielter sittlicher Entrüstung sich auf ein flittergoldig strahlendes Thrönlein scheinbar befferer und durch hohe Ethik diktierter Einsicht mit Applomb zu setzen und von diesem vermeintlich überragenden Standpunkte aus, vorgeblich ad majorein dei gloriam, eine Thorenmoral zu predigen. Es ist immer heilsam, und wir werden in dieser Praxis auch fortfahren, db^rsen Leuten, die, wären sie nur um ein Gran einsichtsvoller, sich an ihren eigenen strahlenden Giebel fasten würden, von Zeit zu Zeit für kindische und durch ungeschickte Verdrehungen der Sachlage zu Wege ge­brachte sog. Beweisführungen einen nachdrücklichen Nasen­stüber zu applizieren.

Die Wirkung ist, daß Heuer dieses oder jenes Blatt da­durch schon zu befferer Einsicht gelangt ist. Während im Vorjahre viel Unnötiges darüber geredet wurde, was wohl weiser gewesen wäre, die Einladung der Sozialdemokraten oder die Unterlastung dieser Einladung zum parlamentarischen Abend, begnügt sich diesmal, soweit wir das beobachten können, die gekennzeichnete Presse damit, ohne jede Rand- gloste diese Thatsache zu vermelden.

Die liberale »Voss. Ztg." nimmt Veranlassung, hierüber zu leüartikeln. Sie schreibt u. a.:

Ter Grobherzog von Hessen erfreut sich in seinem Lande großer Volkstümlichkeit, die er allem Anschein nach auch verdient. Er ist vor­urteilsfrei in religiöser wie in politischer Hinsicht. Er Lächelt über die Eiferer/ die ihm einreden möchten, daß jeder Freigeist, jeder Freisinnige eine Gefahr für Thron und Altar fei und jeder Sozialdemokrat ein Vatertandsverräter und Revolutionär. Und er fürchtet nicht, wenn er inmitten der9ioten" Platz nimmt, daß ein Fanatiker einen Anschlag auf ihn versuchen oder auch nur eine Ungezogenheit gegen ihn verüben könne. Sein Vertrauen har ihn nicht getäuscht. Ter Grotzherzog sinder offenbar Gefallen an dem Freimut, womit ihn die sozial­demokratischen Abgeordneten bedienen, und er sieht, daß sich mit ihnen reden läßt, vielleicht ebenso gut, wie mit ihrem Widersacher, dem Freiherrn v. heyl. lieber die sozialistischen Pläne wird dabei der Großherzog seine eigenen Ansichten Haden. Ader wie viele Sozialdemokraten glauben an die Durchführung oder Durchführbarkeit des sozialistischen Teils chres Parteiprogramms? Das ist nur ein kleiner TeU derZielbewußten"; selbst unter den Ab- oeordneten der Partei giebt es nicht wenige, die im Ge­heimen Zweifler oder Ketzer sind und die Verweisung auf Die Besserung im Zukunstsstaat für gleichbedeutend mit der Vertröstung aus das bessere Jenseits halten.

Ten Anhängern bet Lehre von der Revolution die im sozialdemokratischen Lager sitzen, muß die Unterredung des Großherzogs mit Herrn Ulrich ebenso unbequem fein, wie den gewerbsmäßigen Umsturzschveiern, die von fürchterlichen Gefahren für die Monarchie fabeln und sich selbst als die berufenen Reiber empfehlen. Frau Rosa Luxemburg wird in den hessischen Sozialdemokraten sicher­lich Abtrünnige und Ueberläuser sehen. Ihr und ihren Gefinnungsgenosschi erscheint es ungeheuerlich, daß So­zialdemokraten für das Budget in einem Bundesstaat stimmen, Stellen in Verwaltungsgerichten annehmen, bei Mahlen mit bürgerlichen Parteien zuscrmmengehen, statt sie alseine reaktionäre Masse" zu behandeln, und daß sie nicht einmal in jedem gekrönten Haupt einen Feind der Freiheit und Schirmherrn der Ausbeuter sehen. In der That, unter der Herrschaft des Ausnahmegesetzes wären die Ulrich, David, Votlmar in der Parte: kaum geduldet worden. Auch derKanonen-Heine" wärehin­ausgeflogen". heute aber findet derVorw." kein Wort des Tadels für seine hessischen Freunde, und am Ende betrachtet er es nicht einmal mehr als Verrat an den heiligsten Ueberlieserungen der Sozialdemokratie, wenn Herr Ulrich, wie er mit dem Großherzog plaudert, auch

bei dem hoch auf ihn sich erhebt und in den huldigenden Ruf einstimmt.

Es giebt hier zu Lande einflußreiche Personen, die das Ohr des Kaisers zu gewinnen suchen, unablässig den Kampf gegen deninneren Feind" predigen und Den Glauben zu erwecken suchen, als müsse man mit Umsturz und Revolution rechnen. Vielleicht erkundigt sich der Kaiser einmal bei dem Großherzog von Hessen über die Gefährlichkeit seiner Sozialdemokraten. Was dem Kaiser infolge der Politik seiner Ratgeber bisher nicht gelungen ist, scheint dem Gro ßher zo g gelingen zu sollen: mit der Sozialdemokratie wird er voraussicht­lichfertig, durch geschicktes Entgegenkom­men und offene Aussprache über ihre Wünsche und Beschwerden.

Zur Lebensmirteizoklfrage.

D. B. Hd. meldet aus Berlin: Dem preußischen Abge­ordnetenhause ist jetzt der konservative Antrag zugegangen, die Staatsregierung möge im Bnndesrat für höhere Lebensmittel-Zölle eintreten, als sie der Zolltarif vorsehe.

Da? wird eine interessante und bewegte Sitzung werden, wenn dieser Antrag auf der Tagesordnung steht. Er ist außer von den Konservativen von der Mehrheit des Zentrums unterzeichnet worden; die Nationalliberalen haben geschloffen die Beteiligung an der Aktion abgelehnt. Die Freikonser­vativen sind noch nicht einig über ihre Stellungnahme; vorläufig ist von dieser Seite keine Unterschrift beigesteuert worden. Nicht, daß die Freikonservatioen nicht ebenfalls höhere Agrarzälle wünschen. Aber die Meinung ihrer Führer geht dahm, daß der Antrag ein Schlag ins Waffer sei, daß es zwecklos fei, nach den wiederholten bestimmten Erklärungen der Regierungen, nicht mehr bewilligen zu wollen, von der preußischen Regierung einen Gesinnungswechsel zu erlangen. Die Antwort wird offenbar nicht anders tauten, als daß die preußische Regierung nicht in ber Lage ist, dem Ersuchen zu entsprechen. Ob Graf Bülow, der nach derNordd. Allgem. Ztg." wegen eines leichten Influenza-Anfalls das Zimmer hüten muß, bis dahin im Abgeordnetenhause er» scheinen kann, um persönlich die betreffende Erklärung abzu­geben, steht vorläufig noch dahin. Geschieht das nicht, so wird vielleicht wieder gesagt:ber Reichskanzler hat noch nicht sein letztes Wort gesprochen folglich braucht man noch nicht alle Hoffnung aufzugeben." Und das Spiel kann mit Variationen von neuem beginnen.

Politische Tagesschau.

Verfrühte Freude.

Man schreibt uns aus Berlin, 10. März:

Tie Freude über die Gewährung einer Entschädigung für die Mitglieder der Zolltarifkommission während der Vertagung des Reichstags dürfte verftüiht sein. Für das von der Regierung in Aussicht genommene Pauschquantum bedarf es eines besonderen Gesetzes. Tas Gesetz zu ver­fassen und vorzule gen ist ein fad). Aber schwer, es hn Reichstag zur Verabschiedung zu bringen bei den immer trostloser sich gestaltenden Präseuzverhältnisseu. Es wäre etwas anderes, wenn die Gesamtheit der Reichstagsmit­glieder endlich die langersehnten Auweseuheitsgelder be­schert bekäme; dann würde vermutlich das Parquett brillant besucht sein. So aber sind schließlich nur die Mitglieder der Tarifkommission unmittelbare Interessen­ten, und nicht einmal diese vollzählig. Unter den Gegnern des Zolltarifs, der freisinnigen Volkspartei und der äußer­sten Linken, wird lebhaft der Plan erwogen, mit allen Mitteln der Geschäftsordnung diese Spezial-Diätenvorlage zu Fall zu bringen, um auch auf diese Weise die ohne­hin recht spärliche Neigung zur Fortsetzung der Tarif­beratungen zu verringern.Alles ober nichts", diese berühmte Parole wird zur Abwechslung von der Opposition acceptiert; nur, wenn die verbündeten Regierungen für den ganzen Reichstag Anwesenheitsgelder bewilligen, läßt sich über die Sache reden. Aber damit ist es nichts; selbst Graf Bülow vermochte die Forderung bisher nicht durch­zusetzen. Jetzt, nahe den Osterferien, ist der Besuch im Reichstag schon kümmerlich, und nach den Osterferien ist es erst recht ein Kunststück, ein beschlußfähiges Haus zu- sammeuzub ringen. So wird wohl der schwarze Plan, den Herren von der Zolltarifkommission das Pauschquantum zu entreißen, unschwer gelingen.Zwischen Lrpp' und Kelchesrand. .

Miuz Keiunch in Amerika.

N ew y o r k, 10. Mürz. Prinz Heinrich hat gestern noch Vorträge des deutschen GesangvereinsArion" von Brook­lyn angehört und bann war er Gast bei Frau Grace Van­derb rlt, die ein Diner mit unbeschreiblicl)er Pracht hatte arrangieren lassen. Dieses Mahl im Hause Cornelius Van- derbilts war das größte Ereignis unter den vom Prinzen besuchten gesellschaftlichen Veranstaltungen in Privat- Häusern. Es hatten sich 52 Gäste eingefunden. Sodann veranstaltete der Newyorker Yachtllub zu Ehven des Prinzen einen Empfang. Hier erklärte Pierpont Morgan, dieCo­lumbia", die Verteidigerin des American Cup, würde aus­gesandt werden, um den Kamps gegen alles aufzunehmen, was auf dem Wasser schwimme. Die Ankündigung wurde mit lauten Hochrufen begrüßt.

Heute vormittag begab sich Prinz Heinrich znm Be­suche der Cramp'schen Schiffswerften nach Philadel­phia, wo er auch an einem vom Union Leaguc-Club ge­

gebenen Frühstück teilnahm. Gegen dreiviertel 6 Uhr kehrte er nach Kersey City zurück und ging sogleich in Hobokerv- an Bord derDeutschlauauf der er seinen Reisebegleitern ein Diner gab.

Bei dem Pier an der 34. Straße findet dieDeutsch­land" nicht genug Wasser, weshalb sie regelmäßig von- Hoboken abfahrt. DieHohenzollern" fährt, wie imoer- bindlich verlautet, heute (Dienstag) nachmittag um 3 Uhr, 20 Minuten von Newyork ab und läuft zunächst die Ber- mudainseln an.

Wie das Pariser BlattPatrie" zu berichten weiß,, machte der französische Pilot Despez, der den Dampfer' Kronprinz Wilhelm" von Southampton nach Elfer bourg. leitete, folgende noch unbekannte Mitteilungen über ein Gespräch, in das er vom Prinzen Heinrich gezogen wurde. Ter Pilot befand sich auf der Kommandobrücke, als ihm Prin zj Heinrich auf deutsch anredete. Ter Pilot, der, deutschen Sprache nicht mächtig, antwortete, er sei Fran- zofe, und bedauere, nicht deutsch zu verstehen. Hieraus- reichte ihm Prinz Heinrich die Hand mit den Worten:Sie sind Franzose? Um s v b e s ser! Ich bin glücklich, mit einem Franzosen sprechen zu können." Hierauf entwickelte sich ein längeres Ge­spräch, wobei der Prinz erklärte, er solle in CherbourF mitteilen, welches gutes Andenken er, der Prinz, von Cherbourg, das er anläßlich des Todes seiner Großmutter betreten, erhalten habe. Tann sprach der Prinz über Schiffahrt und sagte, er sei nie glücklicher, als wenn er auf der Kommandobrücke stehe.

* . *

Die heutige letzte amerckanffche Meldung lautet:

Philadelphia, 10. März. Dem Prinzen Heinrich wurde- im Ralhause das Ehrengastrecht der Stadt verliehen. Auf der Cramp'schen Schiffswerft ging er an Bord des gerade, fertiggestellten russischen Kreuzers Retzioan. Beim Frühstück' im Union Lague-Klub, das hundert hervorragende Bürger veranstalteten, spielte fich der Verkehr in ungezwungenen Formen ab, da Prinz Heinrich den Wunsch ausgesprochen hatte, keine weiteren Reden zu hören. In der Stadt roar allgemein Feiertag.

rLZom Bureukriez.

In unserem heutigen Morgcnblatte fanden unfert, Leser bereits eine Anzahl von Drahtnachrichten über einen neuen großenSiegDelareys. Der englische Kriegs­minister gab gestern dem Londoner Parlament folgende Depesche Mtcheners bekannt:

Pretoria, 8. März. Ich bedaure sehr, eine trau­rige Nachricht über Methuen melden zu müssen. Er war mit 900 Berittenen unter Major Paris, 300 Manu Infanterie, 4 Geschützen und einem Pompom auf dem Marsche von W y n b u r g nacb Lichtenburg und bedb* sichtigte am 8. März mit Grenfell, der 1300 Beritteire unter Befehl hatte, bei Rovirainerfontein zufammenzustoßen. 500 Mann berittener Truppen sind in Maribogv und Kraai- pan eingetrofsen. Sie wurden von den Buren noch vier Meilen verfolgt. Sie berichten, Methuensi Geschütze, Bagage rc. seien von den Buren ge­nommen. Als sie Mety uen zuletzt gesehen, war er Gefangener. Ich habe keine näheren Nachrichten über Verluste oder sonstige Meldungen. Gestern früh wurde Methuen zwischen Twebosch und Palmietknill von Telareys' Truppe angegriffen. Tie Buren griffen von drei Seiten an. Ich hatte bereits Dispositionen getroffen,- um Truppen in diesen Distrikt zu entsenden. Ich denke, dies plötzliche Wiederaufleben der Thätigkeit der Buren bezweckte, die Dewet bedrängen­den Truppen ab zu lenken.

Weitere Depeschen Kitcheners melden:

Pretoria, 9. März Major Paris mit dem Rest der Mannschaft ist in Kraaipau eingetroffen. Er berichtet: Tie Abteilung marschierte in zwei Kolonnen und verließ um 3 Uhr früh Twebosch. Eine Stunde später, kurz nach Tagesanbruch, griffen die Buren an. Ehe Verstärkungen eintreffen konnten, war die Nachhut durchbrochen.. Inzwischen galoppierten die Buren in großer Zahl gegen beide Flanken; dieser Angriff wurde anfangs von den Flantenabteilungen abgewiesen. Aber eine Panik war einaerissen. Alle mit Maultieren be­spannte Wagen und berittene Mannschaften stürmten, wild durcheinandergeworfen, da­hin, ihnen folgten die mit Ochsen bespannten Wagen. Alle Bemühungen, sie zum Stehen zu bringen, waren erfolglos. Paris sammelte 40 Mann, besetzte eine Stellung und brachte die Ochsenfuhr- werke zum Stehen. Nach mutiger, nutzloser Verteidigung drang der Feind in die Wagenreihe ein. Me­thuen wurde am Oberschenkel verwundet. Paris, wurde umzingeltund ergab sich um 10 Uhr früh. Methuen befindet f idj noch im Buren lager. Tie Wagen Lord Methuens, die von Ochsen gezogen wurden, brocken eine Stunde vor denen auf, die von Maultieren fortoemegt wurden. Mit Tagesanbruch griff der Feind plötzlich imRücken an. Die erste Verwirrung wurde durch die Eingeborenen hervorgerufen, die mit ihren Pferden durchdenMaultierkonvoi hin durch galoppierten, als dieser sich an den Ochsenkonvoi anschließen wollte. Tie Verwirruug griff sofort auf die berittenen Truppen über. Die Buren, in Khaki-Uniform, vereitelten alle Be­mühungen der Offiziere, die Truppen zu fam< mein. Es brach vielmehr die größte Unordnung aus. Tie Maultiere liefen mit den Wagen davon, bis sie drei Meilen über bei Ochfcnkonvoi hinaus von den Buren ein geh olt und abgeschnitten wurden. Die Ar-.