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Erstes Blatt.
152. Jahrgang
Freitag 7. März 1003
GietzeimAnzeiger
General-Anzeiger "
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen
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Auflage 7900.
be-
Hessischer Landtag.
Zweite hessische Ständekammer.
müsse jetzt nachgeholt werden, ein Scheitern an der Finanz- kalamität wäre in der Dhat beschäinend. In Zentrumskreisen herrsche ein gewisser Widerstand gegen das Seminar; diese Herren wünschten überhaupt nicht Simultananstalten, unter der Aegide des Staates, sondern nur konfessionelle Anstalten. Mainz, das stiefmütterlich mit Bildungsanstalten bedroht sei, sei geeigneter als Darmstadt, und er habe auch beabsichtigt,einen entsprechenden Antrag einzubringen. Er stehe aber aus finanziellen Gründen und um die Vorlage nicht zu Fall zu bringen, davon ab un-d bitte dringend, diese Lücke des hessischen Volksschulwesens auszufüllen.
Wg. Schlenger (Zentr.): Daß ein Bedürfnis für das Institut vorhanden sei, sei allen klar; eine andere Frage seh wo es zu errichten sei. Mainz habe Hoffnung, daß die Anstall dorthin gelegt werde, nicht aus konfessionellen Rücksichten, sondern weil eine große Anzahl Lehrerinnen aus Mainz und Umgebung stamme. Ellr fünfjähriger Kursus gebe im Hinblick auf die nicht günstige finanzielle Lage der meisten Aspirantinnen zu Bedenken Anlaß. Man solle es hier machen wie seinerzell bei den Lehrern und es einmal mit einem dreijährigen Kursus von 16—19 Jahren probieren. Er sei dafür, die Sache vorderhand auf 2—3 Jahre aufzuschieben. Sei die Sache nun einmal 28 Jahre alt geworden, so könne sie auch 30 Jahre alt werden.
Ministerialrat E i s e n h u t h: Wenn mit der Errichtung des Instituts gewartet werde, wofür er keinen Grund erkennen könne, so werde man mindestens vier Jahre warten müssen, und die Sache werde dann viel mehr Geld kosten et Erkenne bie Vorzüge von Mainz an, aber Daqnrstadt ser ui dieser Beziehung doch viel geeigneter. Schlenger habe sich im wesentlichen nur gegen die. Errichtung des Seminars gewandt. Wer die Mädchen müßten doch dieselbe Bor- blldung haben, wie die Lehrer; unter fünf Jahre herunterzugehen, halte er nicht für möglich, schon imxHinblick darauf, daß «die Ausbildungszeit der Lehrer wahrscheinliche erhöht werde. Die Lehrerinnen stammten zum großen Teil aus denselben Kreisen, wie die Lehrer, und würden die Kosten für ihre Ausbildung aufbringen können.
Abg. Weidner (fr. w. V.): Der Ausschuß sei überzeugt gewesen, die Vorlage aus Sparsamkeitsrücksichten ab- lehnen zu müssen. Ministerialrat Eisenhuth habe die Logik des Berichtes bemängelt; die Logik sei aber eine solche, daß sie nicht verkannt worden sei. Der Bericht sei zwau kurz und bündig, aber man könne zwischen den Zeilen lesen. Der Ausschuß sei von der Erwägung ausgegangen, daß, wenn es einigermaßen möglich sei, die Anstalt in em Landständchen verlegt werden müsse. Andernfalls sei es nur den Beamtentöchtern ermöglicht, das Institut zu besuchen, und man müsse auf dem Lande seine Töchter in die Hände solcher Lehrerinnen zu geben, die sich für den Lehrerinnenberus aus dem Lande nicht eigneten. Abgeord- neter Backes wolle alle Seminare in die Großstadt verlegt haben; das sei wohl für ihn angenehm, begünstige jedoch die wertere Entvölkerung des Landes. Besser hätte man sich bm Landstädtchen entschieden. Dem Ausschuß habe dre Schulbehörde ferner in Aussicht gestelll, daß infolge des Lehrermangels die Errichtung eines Weiteren Lehrerseminars ins Auge gefaßt werden müsse. Deshalb sei der gefaßte Entschluß dem Ausschuß nicht zu verdenken, und das Haus habe allen Grund, diese Frage für ein Jahr
(Fortsetzung aus dem Parlamentsblatt.)
Wg. David (Soz.): Aba. Jöckel habe mit Recht tont, daß es sich um eine proouktive Ausgabe handle; hier drehe es sich um eine Frage der Volksbildung. An höheren Schulen gebe es bereits Lehrerinnenseminare; aber es fehle auch an einem Institut für die ärmeren Klassen. In dieser Beziehung seien uns andere Staaten weit voraus. Das
unentschieden zu lassen. Es gebe Kleinstädtchen im Lande, wo Pensionsverhältnisse leicht beschafft werden könnten und der katholische Religionsunterricht gepflegt werde; Uebungs- unterricht sei auch an einklassigen Schulen möglich Alle diese vorgevrachten Gründe könne er nicht anerkennen. Diese Zentralisation in den Städten trage zur Entvölkerung des Landes bei. Er werde für den Antrag der Majorität des Ausschusses stimmen.
Hierauf wird ab gestimmt. Der Ausschu ßantrag, der Errichtung des Lehrerinnenseminars nicht zuzustimmen, wird abgelehnt und die Regierungsvorlage gegen die Stimmen des Zentrums und der freien wirtschaftlichen Vereinigung angenommen.
Es folgt Kapitel 41: Volksschulen.
Der Ausschuß beantragt, 1973 600 Mk. zu bewilligen. Hierbei wird gleichzeitig mitberaten der Antrag Weidner: Die Remunerierung der Volksschullehrer, -Verwalter und Aspiranten an besonders ungünstig gelegenen Orten betreffend, sowie der Antrag Häusel:
Die Unterstützung armer Gemeinden aus Staatsmitteln zu Schulhnusbauten betreffend.
Der Ausschuß beantragt, den Antrag Weidner vorerst für erledigt zu erklären, und ferner, den Antrag der Wgg. Häusel und Genossen zurzell für erledigt zu erklären.
Abg. Ulrich (Soz.): Bei dieser Gelegenheit wolle er eine brennende Frage anschneiden, die Frage der Zusammensetzung der Schulvorstande. Nach den Bestimmungen des Schulgesetzes von 1874 seien die Geistlichen ohne weiteres Mitglieder. Auch die Geistlichen der freireligiösen Gemeinden in Offenbach und Mainz gehörten dem Vorsrand an. Nun fei plötzlich in Mainz eine Aenderung dieser Praxis seitens der Regierung beliebt worden unter Hinweis auf eine Verordnung aus dem Iahte 1850. Diese Auffassung der Regierung sei falsch und lasse sich nicht hallen. Auf die erfolgte Beschwerde habe die Regierung geantwortet, daß sie in dieser Beziehung eine Gesetzesvorlage einb rin gen iverde. Das sei auch geschehen, aber sie liege schon seit einem Jahre bei dem zweiten Ausschuß begraben.
Staatsminister Rothe: Die Regierung habe die Gesetzgebung für lückenhaft gehalten und es für zweckmäßig gefunden, eine besondere Vorlage zu machen. Es sei nicht Schuld der Regierung, wenn diese noch nicht zur Beratung gekommen fei.
Abg. Backes (nl.) wlll die Visitationen der Kreisschulkommissionen eingeschränkt wissen. Die Anträge Weidner und Häusel seien ihm sympathisch.
Wg. Wolf (fr. w. V.): Dem Antrag Weidner könne er nicht zustimmen. Die Lehrer aus dem Vogelsberg solllen doch mehr Heimatsliebe besitzen. Die Gemeinden sollten keine Luxusbauten hinstellen.
Wg. Schönberger (nl.) wünscht eine Verstaatlichung der Volksschulen zur Herbeiführung einer gleichmäßigen Verteilung der Lasten, die nicht auf die Kommunalsteuem, sondern auf die Staatssteuern zu basieren sei. Die Gemeinden empfänden dies als Unricht gegenüber der Tregung der Hochschullasten durch, das Land.
Staatsminister Rothe erklärt, daß man mit Erhebungen über die Verteilung der Lasten begonnen habe.
Abg. David (Soz.) hält die Zusammensetzung des Schulvorstandes durch die Bestimmungen des Schulgesetzes von 1874 für klipp und klar, damit fei die Vorlage eines neuen Gesetzes seitens der Regierung unnötig. Ihr prinzipieller Standpunkt sei, daß die Geistlichen überhaupt nicht in den Schulvorstand gehören. Für die Hebung des Lehrerstandes sei es sehr förderlich, wenn ihnen, wie in Sachsen, Gelegenheit geboten werde zum Studium auf der Universität und zur Ablegung von Examina. In Sachsen gingen hieraus Lehrkräfte für Seminarien und Mittelschulen hervor; diese Einrichsiung müsse auch in Hessen getroffen werden. Hinsichtlich der Frage der Verstaatlichung der Volksschulen warte man nur noch auf die versprochenen Zahlen der Regierung. Die Verstaatlichung beruhe auf dem Prinzip der ausgleichenden Gerechtigkeit. Damit werde auch die Zwitterstellung der
Lehrer beseitigt, die weder Staats- noch Gemeindebeamten; seien; wenigstens müsse dies in Bezug auf die finanziellen Verhältnisse erfolgen.
Wg. Schlenger (Zentr.) wünscht eine Pensionsberechtigung der Volksschullehrer nach fünfjähriger Thätigkeit.
Ministerialrat Eisen Huth: Bezüglich des Antrags Weidner stimme er mit den Ansichten des Abg. Wolf überein; er erwarte von den Lehrern eine größere Anhänglichkeit an die Heimat. Die Schulbehörde habe mit dem Wandertrieb der Lehrer viel zu kämpfen, und sie habe jungen Leuten oft sagen müssen, daß die Stelle nicht für fte da fei, sondern sie für die Stelle. Wünsche ein älterer Lehrer eine Ver-- setzung nach einer Stelle, wo die Kinder bessere Schulen besuchen könnten, so werde dies von der Regierung bereitwilligst gewährt. Die Regierung werde in dieser Beziehung eine abwartende Haltung einnehmen. Bezüglich des Antrags Häusel erftäre er, daß bie Regierung zwar geräumige und hygienische Schulhausbauten, aber keine Luxusbauten wünsche. Demnächst werde eine Veröffentlichung von Muster- p tönen und Kosten Voranschlägen, wobei man auch den Verhältnissen der Gegenden in Bezug aus das Material Rechnung tragen werde, seitens der Bauabteilung erfolgen. Dem von dem Abg. David angeregten Univerfitätsstudium der Lehrer stehe er sympathisch gegenüber. Die Anregung Schlengers, den Lehrern nach fünfjähriger Thätigkeit Pen- sionsberchtigung zuzugestehen, fet nicht angängig im Hinblick auf die anderen Beamten.
Abg. Weidner (fr. w. V.): Die Ausführungen des Vorredners seien für ihn nicht sehr ermutigend gewesen, er hoffe aber doch, daß die Regierung der Sache näher treten werde. Mit seinem Antrag wolle er die sog. Striafftellen, die nicht von Vorteil für bie Gemeinden feien, aus der Welt zu schaffen. Bezüglich der Schulhausbauten wünsche er keine Verschwendung.
Abg. Häusel (nl.): Mit Rücksicht auf die ungünstige Finanzlage habe der Ausschuß beantragt, seinen Antrag für erledigt zu erklären. Er werde aber den Antrag nächstes Jahr wiederholen.
Wg. Heidenreich (nl.): Er habe den Antrag Weidner freudig begrüßt und werde ihn warm unterstützen. Auch mit der Tendenz des Antrags Häusel fei er einverstanden. Was bie Verstaatlichung der Volksschulen anlange, so wünsche er auch seinerseits, daß die angekündigten Erhebungen der Regierung gefördert werden. Hier habe ec nur die persönlichen Kosten im Auge, nicht aber die von den Sozialdemokraten gewünschten sachlichen Kosten.
Wg. Weidner (fr. w. V.) befürwortet die Aufhebung der dreijährig wiederkehrenden Schulprüfungen, sonst werde nur baä Resultat des Drills vorgefülM.
Sodann wird zur Abstimmung geschritten.
Der, Ausschußantrag zu Kapitel 41 (s. o.) wird angenommen, die Anträge Weidner und Häusel werden gemäß den Ausschußanträgen für erledigt erklärt.
Schluß 1 Uhr. Mchste Sitzung Freitag 10 Uhr.
Sitzung -er Htadiverorünelen.
Gießen, 6. März 1902.
Anwefend: Bürgermeister Mecum, die Beigeordneten Georgi, Grüneberg und Wolff, die Stadtverordneten Brück, Emmelius, Euler, Faber, Flett, Dr. Gaffky, Hanau, Haubach, Heichelheim, Helfrich, Heyligenstaedt, Huhn, Jann, Jughardt, Keller, Kirch, Krumm, Leib, ßöber, Loos, Orbig, Petri, Pirr, Dr. Schäfer, Schiele, Schmal! und W allenfels.
Entschuldigt: Die Stadtverordneten Dr. Fuhr, Dr. Gutfleisch und Schaffstaedt.
Beigeordneter Wolff teilt mit, daß die Gr. Handelskammer gegen den Beschluß der Stadtverordneten-Versamm- lnng, wonach die Krautenversicherungspflicht auf Handlungsgehilfen ausgedehnt werden soll, bei Gr. Kreisamt Beschwerde erhoben; in der Beschwerde wird u. a. geltend gemacht, daß
Gastspiel Jürgensen.
p. W. Gießen, 7. März 1902.
Wir gehen dem Frühling entgegen, und es fällt selbst für unseren Theaterverein nicht mehr ganz leicht, das Interesse wie in der guten, der winterlichen Theaterzeit auf sich zu lenken. Nur noch ein gewähltes klassisches Repertoire vermag zu ziehen. Es ist nicht jedermanns Sache, an dem Abend eines so herrlichen Tages, wie es der gestrige war, der wett hinauslockt ins Freie, von erquickender Wanderung abgespannt noch nach der Wallthorstraße zu wallen, um seiner Theaterfreundespflicht zu genügen. Die Theaterfreudigkeit ift vorbei, aber für die Stücke, die gestern neu einstudiert waren, ist die Zeit noch immer nicht ganz vorüber. Wenn die Jungen abgewirtschaftet haben, müssen die Alten heran. So ist es im Leben, so ist's in der Kunst. Unser Theater muß, angesichts der fortwährenden halben oder Miß-Erfolge der Leute von heute, immer wieder im Buche der Vergangenheit blättern, will es uns echte künstlerische Genüsse bereiten.
„Hier ist nun die Komödie, die so viel Lärm verursacht hat imb so lange verfolgt worden ist. Die Leute, die sie verspottet haben deulllch gezeigt, daß sie mächtiger in Frankreich sind als alle andere, die ich bisher verspottete. Die Marquis, die Prezieusen die betrogenen Ehemänner und die Aerzte haben schweigend erduldet, daß man sie auf die Bretter brachte . . . aber die Nlucker haben keinen Spaß verstanden; sie sind wütend geworden und haben es nicht begreifen wollen, daß ich die Kühnhett besaß, ihre Gnmassen zu verspotten und eine Klasse ins Lächerliche zu ziehen
der auch so mancher Ehrenmann angehört. Dieses Verbrechen können sie mir nicht verzechen und mit schrecklicher Wut haben sie gegen meine Komödie den Schild erhoben .... Wenn es die Aufgabe der Bühne ist, die Laster der Menschen zu züchtigen, so sehe ich nicht ein, weshalb es privilegierte Ausnahmen davon geben soll. Ein solches Privilegium hat im Staat gefährlichere Konse- auemen, als jedes andere, und doch chat die Bühne einen großen Einfluß auf die Verbesserung der Sttten. Die schönsten Darstellungen einer ernsten Moral sind oft nicht so wirksam, als die Geißelhiebe der Satire, und nichts korrigiert die Menschen besser, als das Gemälde ihrer Fehler. Die Laster dem Gelächter der Menschen bloßstellen, heißt sie am Wirksamsten angreifen. Man nimmt einen Tadel ruhig bin, aber den Spott verträgt man nicht. Man läßt es sich gefallen, für boshaft zu passieren, aber man will nicht lächerlich fein."
So schreibt Mokiere in der Vorrede zu der Buchausgabe seines „Tartüff", die erst 1669, zwei Jahre nach der ersten Aufführung seiner klassischen Komödie, erscheinen konnte. Die „Stillen" im Lande hatten alles aufgeboten, um dieses Werk, das sie ins innerste Mark traf, tot zu machen. Ein Stück wie „Scaramouche als Eremit" konnte ungehindert spielen, aber den „Tartüff" und seinen Autor verfolgten sie mit unauslöschlichem Haß, denn, so sagte der große Conde zu Ludwig XIV, „Scaramouche verspottet den Himmel und die Religion, und das läßt die Herren falt, aber das Stück Moliöre's verspottet sie in höchst eigener Person und das können sie nicht verzeihen". Sie hatten von ihrem Standpunkt aus alle Ursache bagu; denn niemals zuvor hatte jemand gewagt, ihr ganzes Gebahren so unverblümt zu schttdern und zu geißeln wie der im Banne der
Kirche stehende Komödiant, der in jenem „verlogensten aller Jahrhunderte französischer Litteratur" der Mann der Wahrheit, der einzige Dichter der Wahrhafttgkeit war. Er ist, wie Dr. Ernst Dannheisser in seiner sehr hübschen kleinen „Entwicklungsgeschichte der französischen Litteratur" (Zweibrücken 1901, Verlag von Fritz Lehmann, Preis 80 Pfg.) treffend ausführt, „der Feind jeder Unnatur, Unwahrheit, Unehrlichkeit, der Spottvogel einer Zett, der die Perrücken feinet vorkamen als das Kopfhaar, der die Wahrheit zu hösischer Schmeichelei wurde, die Ehrlichkeit zur Stteberei." Aus diesem Geiste heraus schrieb Moliöre seine Charakterkomödien. Es war aber auch, wie die letzten oben zitierten Sätze beweisen, derselbe Geist, der ein Jahrhundert später einen Schiller das Wort von der „Schaubühne als moralische Anstalt" finken läßt und den die heutige Aesthetik mit Recht verwirft; denn die Kunst an sich leidet unter jeder Tendenz, die unwillkürlich zu geschmacklosen Ueberireibungen führen muß. Und vollständig konnte Molierc auch nicht bei der Wahrheit bleiben; auf der Bühne leiden und sterben durften in seiner Zeit nur die Könige, er aber wollte das Leben des Bürgertums behandeln unb mußte, in Wahrheit ein grübelnder, durch Schicksalsschläge niedergedrückter Mann, Komödien schreiben, ob es ihn gleich zur Tragödie trieb; das ist das Tragische in seiner Thätigkeit.
„So konnte es nicht ausbleiben", sagt E. Engel sehr richtig, daß Moliüres beste Stücke etwas Unabgeschlossenes haben. Er sagt sein letztes Wort nicht, denn wollte er es jagen, so wäre es mtt der


