TonT erfÖTTt Mr geloben Errrer Majestät nnerrtwegte Treue und bitten zu Gott, er möge Eure Majestät segnen und 'schützen inrmerdar."
politische Tagesschau.
Zar kritischen Lage im Reichstag.
Die auch in Kreisen von Reichstags-Abgeordneten viel- -fach verbreitete Meinung, der Zolltarif werde nach Ber- abschiedrmg durch den Reichstag alsbald in Straft treten, soll nicht den Auffassungen der verbündeten Regierung entsprechen. Dagegen werde voraussichtlich der Zolltarif- Gesetzentwurf mit Schluß des nächsten Jahres Gesetzeskraft erlangen. — Aus dem Reichstage verlautet weiter, die Regierung habe den Führern der Mehrheitsparteien mitgeteilt, daß das Zolltarifgesetz nebst Zolltarif unter allen Umständen noch vor Weihnachten in dritter Lesung verabschiedet sein müsse. Daraus lasse sich mit Sicherheit schließen, daß zu Reuiahr eine Kündigung der Handelsverträge zu erwarten steht. Diese Kündigung werde jedoch nicht von der deutschen Regierung, sondern von einigen Vertragsländern, in erster Linie von Oesterreich-Ungarn und Italien ausgehen. Unbegründet sei dagegen das im Reichstage verbreitete Gerücht, daß zwischen Deutschland und Rußland bereits ein Einverständnis über einen neuen Handelsvertrag erzielt sei und daß der Vertrags-Entwurf dem Reichstage noch in dieser Session zu- gehcn werde.
Die Mehrheitsparteien des Reichstags haben, wie schon in der gestrigen Rümmer durch ein Telegramm aus Berlin mitgeteilt, folgenden Antrag cin- gebracht: Ter Reichstag wolle beschließen, den ersten Satz des § 44 der Geschäftsordnung durch folgende Bestimmung zu ersetzen: „Das Wort zur Geschäftsordnung wird nur nach freiem Ermessen des Präsidenten erteilt. «Eine von demselben zugclassene Bemerkung zur Geschäfts- Mrdnung darf die Dauer von 5 Minuten nicht übersteigen." — Bisher lautete der betreffende Passus wie folgt: Sofortige Zulassung zum Wort können nur diejenigen Mitglieder verlangen, welche über die Verweisung zur Ge- jchüftsordnung reden wollen. —
Soweit die rechtsstehenden Blätter den Antrag bereits besprechen, billigen sie ihn vollständig. Dagegen be- tämpfen die freisinnigen Blätter den Antrag auf das hefttgste. Die „Voss. Ztg." bezeichnet die vorgcschlagene Aenderung als „eine Ungeheuerlichkeit ohne Weichen".
Zur Reform de8 Strafprozesse».
Ter „Reichsanzeiger" schreibt bezüglich der demnächst mit Genehmigung des Kaisers im Reichsjusti^amte zu- sanrmentretenden Kommission, die sich mit der Reform des Strafprozesses befassen soll: In diese Kommission seien in der Praxis bewährte Juristen nebst einigen Vertretern der juristischen Wissenschaft und mehrere dem juristischen Berufe angehörende Mitglieder des Reichstages berufen worden. Tie Kommission bestehe aus 21 Mitgliedern, darunter sechs Mitgliedern des Reichstages. Tie Kommisssion sei nicht zusammengesetzt, daß darin die Anschauungen der Regierung zum Ausdruck gelangen. Tie Mitglieder seien berufen worden, ohne irgend welche sachliche Direktive zu erhalten, lediglich mit dem Auftrage, dasjenige zur Geltung zu bringen, was nach ihrer wissenschaftlichen Ueberzeugung ihren persönlichen Wahrnehmungen und Erfahrungen in der Rechtsprechung dem Strafprozesse not thut. Tie Verhandlungen sollen deshalb auch keiner amtlichen Einwirkung unterliegen. Auf Grund des Ergebnisses der Kommifsionsverhandlungen erst wird die Regierung erwägen, welche gesetzgeberischen Vorschläge dem Reichstage gemacht werden sollen. Tie Kommission wird nicht zu einer einmaligen längeren Tagung, sondern nach Bestimmung des Vorsitzenden in angemessenen Zwischenräumen wiederholt zusammentreten. Ter Vorsitz ist dem ReichSgerichtsrat Kaufmann übertragen worden. Ter „Reichs anzeig er" fügt dann die Ramen der Mitglieder und das der Kommission vorgelegte Programm hinzu.
Besserstellung der russischen Arbeiter.
Aus Petersburg wird offiziös gemeldet: Mit Wissen der Behörden tagte im hiesigen Volksrestaurant am 23. November eine Versammlung von Arbeitern, die über die Frage der Verbesserung der Lage durch Entwicklung ihrer beruflichen Selbständigkeit und gegenseitiger Unterstützung berieten. Nach einer an die Stadthauptmannschcrft gerichteten und von dieser sehr wohlwollend beschi ebenen Eingabe fand am 30. November die erste offizielle behördlich genehmigte Arbeiterversammlung statt. Gestern empfing der Minister des« Innern eine Llbordnimg der Arbeiter, die ihm den Tank für die Genehmigung der kameradschaftlichen Versammlungen aussprachen. Ter Minister gab der Absicht Ausdruck, daß er einem derartigen Vorgehen der Arbeiter seine Unterstützung angedeihen Waffen wolle.
Aus ^tüht und Land.
Gießen, den 6. Dezember 1902.
Gedenket der hungernden Vögel!
Gedenktage. Am 6. Dezember 1881 wurde in Dien Millöckers populärste, seinen Ruhm begründende Operette, -Der Bettclstudent", zum erftcn Male aufgeführt. In Wien hat Millöcker mehr als 70 Operetten komponiert, die er als Theaterkapellmeister zur Aufführung brachte. Millöcker war ein Wiener Kind, denn er rourbc vor 60 Jahren daselbst geboren und erhielt seine erste musikalische Ausbildung
Am 7. Dezember 1816 wurde der französische Marschall, Herzog von Elchingen und Fürst von der Moskwa Michel Rcy standrechtlich erschoßen. Als Sohn eines Böttchers au8 Saarloms war er 1769 geboren. Bei Eröffnung des Feld- zuges 1815 übernahm er den Befehl über 38 000 Mann. In der Schlacht bei Waterloo leitete Ney die großen Attacken auf das englische Zentrum und führte dann persönlich die alten Garden zum Angriff vor, der jedoch scheiterte. Nach der Kapitulation von Paris üeritrteiltc ihn die PairSkammer als Hochverräter am 6. Dezember 1815 zum Tode.
- Hofnachrichten. AuS Darmstadt wird gemeldet: Gestern abend fand tm Neuen Palais Tanzgesellschaft statt, der S. K. H. der Großherzog, I. GH. die Prin- zeffin Ludwig von Battenberg nebst Prinzeffin-Tochter Alice, S. D. der Prinz und I. H. die Prinzesim Franz Joseph von Battenberg, I. H. die Prinzession Xenia von Montenegro, Gräfin Edda zu Erbach-Schönberg, die Angehörigen mehrerer
stondeSherrlrcher Häuser, das diplomatische CorpS, die Spitzen der Zivil- und Militärbehörden anwohnten. Im ganzen waren etwa 160 Personen anwesend. Tie Musik stellte die Kapelle des 1. Großh. Jnfanterie-(Leibgarde)-Regt§. Nr. 115. Es waren Buffets mit Erfrischungen für die Teilnehmer auf- gestellt. DaS Fest, das gegen 1/i2 Uhr endete, verlief sehr animiert
** Der Provinzial-Ausschuß der Provinz Oberhessen beschäftixste sich in seiner Sitzung vom 3. l. Mts. mit der Klage des Ortsarmenverbandes Frankenhausen gegen den Ortsarmenverband Nieder-Mörlen wegen Unterstützung des Hilfsbedürftigen V. A. H. Brauns aus Ratzeburg. Tie Klage wurde aus formellen Gründen abgewiesen. Tie Kvsten des Verfahrens hat die Klägerin zu tragen und eine Verhandlungsgebühr von 10 Mk. an die Provinzialkasse zu zahlen. — Das Gesuch des Philipp Müller zu Mainzlar um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft wurde wegen mangelnden Bedürfnisses abgewiesen. — In Sachen Errichtung einer Fabrik zur Beseitigung von Tierkadavern durch den Kreis Büdingen bei Stockheim betr., beschloß der Pvovinzialausschirß Augenscheinseinnahme des betreffenden Grundstückes am Mittwoch den 10. I. Mts. Hierauf wurde die öffentliche Sitzung geschlossen.
•* AuS dem StaatSbu dget 19 03/04. Die Lande? - Universität erfordett einen Zuschuß von 832 100 Mk., indem die Ausgaben derselben zu 1 166 400Mk., die Einnahmen zu 334 300 Mk. veranschlagt sind.
Die Ausgaben zerfallen in
1) Persönliche Ausgaben: Mk.
a. Professoren und Lehrer 357 065
b. Beamte und Bedienstete 67 422
e. Dispositionsfonds 18 900
2) Sachliche Ausgaben 723 013
Zusammen 1 166 400
Der unter l)a. aufgeführte Betrag verteilt sich auf die
Fakultäten wie folgt: Mk.
Evangelisch-theologische Fakultät 30 050
Juristische Fakultät' 29 700
Medizinische Fakultät, und zwar Mk.
Anatomie 8 500
Physiologie 7 500
Pathologische Anatomie 9 100
Innere Medizin 10 300
Pharmakologie 5 700
Chirurgie 9 600
Gynäkologie 9100
Psychiatrie 9 400
Augenheilkunde 7 700
Ohrenheilkunde 3 700
Hygiene 9 600
Tierheilkunde 23 215 113 415
Philosophische Fakultät, unb zwar Philosophie und Pädagogik Philologie
Geschichte und Geographie
Nationalökonomie u. Staats* Wissenschaften
Landwirtschaft Forstwissenschaft Kunstwiffenschast
Reine und angewandte Mathematik
Chemie
Physik i Zoologie Botanik Mineralogie
Mk.
11 000
36 100
16 300
4 900
6 700
13 400
4 500
14 700
19 900
11 300
9 900
6 500
6 900
161 100
Bibliothek u. s. w.
22 800
Zusammen
357 056
Unter den sachlichen Ausgaben fallen am meisten ins Gewicht die Kosten der Kliniken. Es sind eingestellt:
Medizinische und Frauenklinik
Mk.
Mk.
a. Allgemeine Kosten. .
66156
b. Medizinische Klinik
72 550
. 203189
c, Frauenklinik.... Chirurgische und ophthalmolo- gische Klinik
64 483
a. Allgemeine Kosten . .
34 930
b. Chirurgische Klinik .
110 300
196 548
c. Ophthamolog. Klinik
61319
Psychiatrische Klinik ........ 119497
Klinische Apotheke ...... . 13 500
Zusammen 532 734
Diesen Ausgaben stehen an Einnahmen gegenüber: Mk.
Pstcgegelder aus der medizinischen Klinik. . 41000
, , , chirurgischen Klinik . . 72000
„ , , ophthalinolog. Klinik ♦ 27 000
, , , Frauenklinik .... 32 000
„ r , psychiatrischen Klinik . 58 000
Sonstige Einnahmen ......... 22130
Zusammen 252130
**HanbelSkammerwahl. Bei der gestrigen Wahl Handelskammer Gießen beteiligten sich von 490 Wahlberechtigten 159 Wähler. Von dem durch das neue Handelskammer-Gesetz gewährtem Recht der Vollmachterteilung machten 21 Firmen-Jnhaber Gebrauch. Gewählt wurden die seitherigen Mitglieder der Kämmer und zwar Kommerzienrat S. Heichelheim f!19 Stimmend Kommerzienrat F. E. D. Koch (117 StimmenV Fabrikant Emil Schmoll (112 Stimmend, Fabrikant H. Schirmer (110 Stimmen), Getreidehändler A. Katz (109 Stimmens Kolonialwaren-Großhändler E. D. Nowack (107 Stimmens Fabrikant W. Zurbuch (106 Stimmen), Ausstattungs- und Wäschehändler C. Röhr (102 Stimmen) und Papierwaren- händler Ernst D a l s e r (100 Stimmen). Ter Bankier Jakob Grünewald blieb mit 62 Sttmmen in der Minderheit. Außerdem waren noch vereinzelt Stimmen abgegeben.
m. Lich, 4. Tez. Heute nachmittag wurde bei der Handelskammerwahl das seitherige Mitglied für den Bezirk Lich. Brauereibesitzcr Hch. Jhring zu Lich, einstimmig wiedergewählt
m. Grün berg, 5. Dez. Bei der heute nachmittag hier stattgefundenen Dahl zur Handelskammer wurde das seitherige Mitglied für den Bezirk Grünberg, Kaufmann M o I I in Grünberg, einstimmig wiedergewählt
o. Rod heim, 5. De-. Zum Beigeordneten für Rod-
henn wurde nicht, wie uns irrtümlich gemeldet wurde, fcr Rechner Hofmann, sondern der Land- und Gastwirt Otto Kröll I. gewählt.
r. Ober-Ohmen, 5 Tez. Seit Dienstagabend wurde der hiesige Trehorgelspieler Becht, der im Ge. meindehause wohnte, vermißt. Er hatte den Weg nach Zeilbach eingcschlagen und war nicht wieder zurückgekehn. Gestern gewahrte ein Gendarm auf einem Patrouillenqana in der Nahe eines Steinbruches am Wege nach Zeilbach einen Lut. Beim Nähertreten sah er den Vermißten in einer Dasserpfütze des Steindruckes tot liegen. Ter alte Mann, der schlecht sah, hat sicher in der Nacht den Weg verfehlt, ist abgestürzt und im Wasser erfroren und ertrunken.
a. Marburg, 5. Tez. Ter Arbeiter Otto aus GvL. felden, der von seiner Familie getrennt lebt, ist vorige Nacht der herrschenden Kälte zum Ovser gefallen. Er wurde heute morgen in einem Neubau im Südviertel in erstarrtem Zustande aufgefunden Eiu"m sofort herbeigeholten Arzte gelang es nicht, ihn ins Lehen zurückrurufen.
Gericktslaal.
Gießen, 4. Tei. Die Verordnung des Bundesrates M Deutschen Reiches über die Ruhezeit der Gastwirtegebillen bestimmt, daß den K e I (n e r n von den Wirten Ruhepausen .zu ae- währen" seien. Tas DreSlauer Oberlandesgerickt bat seht, wie wir mehrfach lesen, in einem in dntter Instanz entschiedenen Tro zelle dieser Bestimm,mg die Auslegung gegeben, der Welche brr habe den Arbeitsgeber nur zwingen wollen, den Ofebilfen über 16 Jahren die Ruhepausen zu gewähren. Ob die Angestellten davon Gebrauch machen wollen, liege in ihrem Belieben, im Gegen- satz zu den jugendlichen Angestellten, bei denen die Rübe,eit mindestens neun Stunden betragen „muf/. Es genüge allo, wenn der Arbeitgeber die Ruhezeit „gewähre". Tie Angestellten lelbft aber konnten bestimmen, wie weit sie davon Gebrauch machen wollten und müßten.
p. R Darmstadt, 5. Dez. Der heute von dem Schwurgericht behandelte Fall der Kindestötung, Totschlags und Anstiftung hierzu, sand unter Ausschluß der Ocffentlichkeit statt. Angeklaar ist die 20sährige Elisabeth Gockel aus Zeilhard, sie habe ihr außerehelich geborenes Kind gleich nach der Geburt getötet. Ihre Mutter habe mit ihr gemeinschaftlich hierbei gebandelt unb ihr Vater soll die beiden angestistet haben. DaS Urteil war bis zum späten Nachmittag noch nicht gesprochen.
Vermischtes.
•(Ein lustiges Reiseerlebnis erzählt die ,Elb. Ztg.": Ein Danziger Großkaufmann hatte neulich eine Reife nach Königsberg unternommen, wo er „schlackiges* Wetter und dementsprechende Straßen vorfand. Da die Gummi- schuhe nicht mit auf die Reise genommen waren, mußte ber Danziger Herr zum Schutz gegen kalte Füße wohl ober Übel ein Paar neue Gummischuhe in Königsberg erstehen. Das geschah denn auch. Dann ging? zur Bahn. Der Danziger Herr hatte es sich in den Polstern bequem gemacht und war eingenickt. Da erwachte er. Der eine Fuß war ihm unangenehm kalt. Als er genauer zusah, entdeckte er das Fehlen eines Gummischuhes, den er irgendwo vergeßen haben mußte. Was sollte er nun mit dem anderen Gummischuh? Er öffnete daS Fenster und warf ihn hinaus. Am nächsten Tage klingelte eS zu Hause in Danzig. Der Postbote überbrachte ein Paket mit dem — zweiten Gummischuh.
♦ Ein „Verein der Lebensretter hat sich — als neueste Erscheinung im Vereinsleben der Reichshaupt- stadt — am 29. November konstituiert. Zweck des Vereins ist, im Interesse des Allgemeinwohles gegenseitige Aussprache über die beim Retten gefährdeter Menschen «- machten Erfahrungen und Beobachtungen. Jeder Uiwe* scholtene, Dame wie Herr, der nachweislich einem gefährdeten Menschen das Leben gerettet, kann Mitglied werden. Polittsche und religiöse Tendenzen, heißt es, sind streng ausgeschlossen.
Aiisjug ans örn ßirrfjrnbndjrrH~brr Staht Kikßl»?
Evangelische Gemeinde.
Getaufte. Matthäusaemeinde. Den 80. November. Dem Spenqlermeister Rudolf Rödiger ein Sohn, Wilhelm, aeb. den 30. August. Dem Taglöbner Otto Rausch ein Cobn, Otto, geb. den 6. Sept. Dem Schreiner Heinrich Wilhelm Louis Vetter ein Sohn, Alwin Wilhelm, geb. den 1. November. Markus- gemeinde. Ten 30. November. Dem Metzger Robert Armcmn eine Tochter, Bertha Anna Olga, geb. den 15. Nov. Den 3. Dezember. Dem Metzger Ernst Fleck ein Sohn, Hermann, geb. ben 1. November. Lukasgemeinde. Den 30. November. Tfm Hüllsbremser Johannes Heinbuch eine Tochter, Karoliue Elite Ra- tharine Margarete, geb. den 31. Oktober. Dem Schlößer M>belm Otto ein Sohn. Wilhelm August Karl Ludwig, geb. den 19. Chbr. Dem Kaufmann Johann Georg Adami eine Tochter, Betty Tiare Johanna Karola Anna, geb. den 10. Oktober. Jobannesge- m e i n d e. Den 30. November. Dem Bäcker Heinrich Friedrich Müller ein Sohn, Karl Wilhelm, aeb. den 13. Oktober. Tem Lackierer Karl Käs eine Tochter, Frieda, geb. den 2. November. Ten 4. Dezember. Tem Taglöhner Karl Schneider ein Cohn, Ludwig, geb. den 22. August.
Getränte. Matthä uSgemeinde. Ten 29. November. Heinrich Hansel Taglöhner zu Gießen unb Raroline Jungk, Tetbter des Maurers Justus Jungk zu Angerod. Ten. 30. Nov. Wilhelm Mahr, Spengler zu Gießen und Mathilde Johanna Marie Helene Jessing, Tochter deS Eisenbahnschaffners Theodor Iesiing in Vina'r bei Ralf. LukaLgemeinde. Den 29. November. Johannes Becker, Straßenwarter zu Gießen unb Susanne Triller, Tocktter bc§ verstorbenen Taglöhners Franz Triller zu Wetzlar. 3 o* hannesgemeinbe. Heinrich Menges, Postasiistent zu Gießen und Rarohne Wilhelmine Lulle Wißner, Tochter be5 verstorbenen Zieglers Jakob Wlßner zu Gießen.
Beerdigte. Johanne? gemeinde. Den 2 Dezember. Friedrich Christian Görlach, Lehrer i. P. 65 Jahre alt, starb der 28. November.
llrnrllc ItirliHinimi.
Originaldrahtrncldungen des Gießener Anzeiger-
Berlin, 6. Dez. DaS ,B. 1.e meldet auö Essen: Auf den Thyffen'schen Werken wurde ein Arbeiter durch einen herabstürzenden, 3000 Kg. schweren Eisenblock zermalmt. — Ein Arbeiter erschlug im Streit einen anderen Arbeiter mit einem Eisenstück.
M aroS-Vasarhely (Siebenbürgen), 6. Dez. TaS Schwurgericht verutteilte den Professor be5 lutherischen GmnnasiumS zu Kronstadt Eugen Lasse! wegen öffentlicher Verleumdung deS Statistischen Amtes zu 2 Monaten Gefängnis und 300 Kronen Geldstrafe. Der Vec- teibiger LaffclS legte, weil milbembc Umstande versagt waren, Beschwerde gegen daS Urteil ein.
Fiume, 6. Dez. Sier wütete eine schreckliche Dora; viele Gebäude sind beschädigt.
Triest, 6. Dez. T,c Bora hat zahlreiche Unfälle zur Folge gehabt; viele Personen sind schwer vorletzt.
Rew-Pork, 6. Dez. An den Küsten der Oltstaaten herrscht ein furchtbarer Sturm. Em Küstcnschooner ist geschertert.


