Erstes Blatt
Mittwoch 5* Februar 1902
Das G
die Borladung des früheren
15S. Jahrgang
Nr. 30
Erscheint täglich außer Sonntags.
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Freunde vereinigten sich zu einem in der StoLttkirche zu Darmstadt veranstalteten Festgottesdienst und die gesamte Geistlichkeit des Landes, Freunde und Gönner, sowie verschiedene Kirchenfonds stifteten eine namhafte Summe, die, dem Sinne der Geber entsprechend, Prälat D. Habicht mit der bestehenden Prälat Dr. Köhler-Schmitt-Stiftung, deren Erträge bedürftigen Dfarrwaisen zugute kommen, vereinigte, und die nun den erweiterten Namen Prälat Dr. Köhler-Schmitt-HaLicht-Stiftnng führt. Sein 25jähr. Superintendenten-Jubiläum konnte D. Habicht gelegentlich der oberhessischcn Provinzialkonserenz, umgeben von vielen Freunden und Verehrern, im Jahre 1900 hier in Sterns Garten festlich begeben, worüber wir seiner Zeit ausführlich berichtet haben.
In seinem 77. Lebensjahre folgte Prälat D. Habicht der auch an das hessische Kirchenregiment ergangenen Einladung des deutschen Kaisers zur Teilnahme an der Einweihung der Erlöserkirche, und wurde als ältester Vertreter einer deutschen Landeskirche den Majestäten in Jerusalem vorgestern. Deine Eindrücke, die er da empfangen, hat er durch mehrere Reden, dis er in verschiedenen Städten des Landes hielt, unter großem Beifall weiteren Kreisen mitgeteilt.
Außer seinen kirchlichen Aemtern, die D. Habicht als Oberkonsistorialrat, Superintendent und Prälat zu versehen hat, widmet er sich trotz seines außerordentlich hohen Alters auch noch der freien Bereinsthätigkeit. Schon seit vielen Jahren ist er Vorsitzender des hessischen Pfarrwarsen- vereins, der unter seiner Leitung erst recht emporgeblüht ist und in dieser Zeit unter den bedürftigen Waisen des Pfarrstandes in reichstem Segen gewirkt hat. Ganz besonders aber ist es der Gustav-Adols-Verein, dem D. Habicht seine Liebe zugewandt . Er ist noch der einzige lebende; Mitbegründer des über 50 Jahre bestehenden hessischen Hauptvereins der Guftav-Adolf-Stiftung, dessen Führung er gleichfalls vor einer langen Reihe von Jahren übernahm. Es ist wohl kaum ein größeres Gustav-Adolf-Fest in Hessen oder in Deutschland gefeiert worden, an dem nicht Prälat Habicht als Vertreter teilgenommen hätte.
Auch in litterarischer Beziehung ist D. Habicht thätig gewesen. Im Jahre 1878 erschien in Gießer: sein „Hilfsbuch zum Verständnis der Bibel", Oktavformat, 136 Seiten. Das von D. Linß erstmals herausgegebene „Handbuch für die evangelische Kirche des Großherzogtums Hessen", das den Personalbestand und die wichtigsten GeseA und Verordnungen der Landeskirche enthält, ist, von Prälat Habicht weitergeführt und erweitert, im Jahre 1898 in Darmstadt in vierter Auflage erschienen. Das mit der Verlagsbuchf- handlung vereinbarte Honorar wurde jedesmal dem Psarr- waisenverein und der Prälat Dr. Köhler-Schmitt-Habicht- Stiftung überwiesen. Das Buch ist zum ünentbehelichen Ratgeber der Geistlichen des Landes geworden.
An der inneren Entwickelung der hessischen Landeskirche während der letzten 25 Jahre und an ihrer Gesetzgebung hat Prälat D. Habicht vermöge seiner hohen Stellung den thätigsten Anteil genommen. Die evangelische Kirche Hessens ist die erste im Deutschen Reiche gewesen, die mit dem alten Pfründensystem gebrochen und durch Errichtung eines evangelischen Zentralkirchenfonds eine gleichmäßige Besoldung der Landesgeistlichen herbeigesührt hat. Auch in der ersten Ständekammer und der Landessynode hat
Prälat Habicht stets die Interessen der Kirche in würdiger Weise zu wahren verstanden. Zu den Eisenacher Koufe- renzen der deutschen unb österreichischen evang. Kirchenregimenter wurde er stets als Vertreter der hessisck^en Kirchenregierung entsandt, und dein vor einigen Jahren von genannter Konferenz hcrausgegebenen Pcrikopenbuch hat er seine Miwirtkung nicht versagt.
So steht denn Prälat T. Habicht am Wend seines Lebens und kann, gebührend ausgezeichnet und hoäigeehrt. auf eine segensreiche Laufbahn zurückblickcn. Seine körperliche Rüstigkeit gestattet ihm noch manches Jahr kirchlicher Arbeit.
Hierauf wird der Geschäftsbericht für 1896/97 verlesen. Der Vorsitzende richtet darauf einige Fraam an den Angeklagten Hermann Sumpf. Bors.: Welche Erfahrungen haben Sie damals mit dem Bergmann-Patent gemacht? — Angekl.: Wir erhielten aus Schlesien sehr günstige Berichte. — Bors.: Wie lange war damals die dortige Fabrik in Betrieb? Angetl.: Einige Monate. Bors.: Ist es nicht eine sehr weitgehende Behauptung, zu sagen, daß die Ergebnisse der Fabriken die darauf gerichteten Hoffnungen rechtfertigten? Angell.: Ich hielt sie nicht dafür. Bors.: Waren die Patente gegen Barzahlung verkauft? Angekl.: Ich kann mich dessen nicht genau entsinnen. Es steht ja im Bericht, id) glaube in Aktien, Bors.: Aber es steht im Bericht, daß sie gegen bar verkauft wurden. Vielleicht waren damals schon schlesische Aktien verkäuflich? Angekl.: Es fanden fick) zahlreiche Interessenten für die Bergmann-Werte. Bors.: Hatte die Treber-Gesellschaft eine bestimmte Ausbeute-Ziffer garantiert? Angett.: Ja. Bors.: Ist das im Geschäftsbericht zum Ausdruck gekommen. Angekl.: Nein. Bors.: War eine Dividende garantiert? Angekl.: Nein. Bors.: Glauben Sie, daß das Effektcnkonto von 4 Millionen ein reines Aktivum war? Angekl.: Ja. Bors.: War bad' Guthaben bei den Banken thatsächlich vorhanden? Angekl.: Ich habe das wenigstens angenommen. Bors.: War damals der Wechfelvertehr zwischen der Gesellschaft und den Mitgliedern des Aufsichtsrats schon groß? Angekl.: Nein-
Nach dem ebenfalls verlesenen Geschäftsbericht für 1897/98 macht Herm- Sumpf darauf aufmertsam, daß in diesem bereits erwähnt war, daß in den Fabriken Störungen vorkamen. Bors.:' Aber Sie erwähnten doch ausdrücklich, daß damals teilweise bereits gute Resultate erzielt wurden- Auf welche Fabriken bezog fick) das- Angekl.: Jedenfalls war Bosnien schon dabei, ferner Hamburg. Schmidt hat uns wenigstens die Belege für diese Behauptung beigebracht. Bors.: Sie haben damals schon
Prälat D. Wktor Kaöicht.
(Originalbericht des „Gieß. Anz.")
Am heutigen 5. Februar vollendet der oberste Geistliche der evang. Landeskirche des Großherzogtums Hessen, der Superintendent der Superintendantur Gießen, Prälat D. Viktor Habicht, in vollster Rüstigkeit und inmitten seines hohen Aintes stehend, sein 80. Lebensjahr.
Zu diesem Tage haben sich die Dekane und Dekane Stellvertreter der drei Provinzen nach Darmstadt begeben, um dem Jubilar die Glückwünsche der gesamten Gerftlich- keit des Landes darzubringen. Der Kreis ist noch vergrößert durch die vielen Freunde und Verehrer, die D. Habicht durch seine Thätigkeit in den verschiedensten Aemtern der hessischen Landeskirche gefunden hat, in deren Geschichte es nun zum ersten Male zu verzeichnen ist, daß einem Manne in solcher Stellung ein so hohes Alter und eine so lange Reihe von Jahren ausgezeichneter Thätig- keit beschieden ist.
Prälat Habicht wurde geboren am 5. Februar 1822 Ku Engelthal bei Höchst a .d. Nidder im Kreise Büdingen, einem früheren Nonnenkloster des Cysterzienferordens. Er besuchte das Gymnasium der Kreisstadt und vollendete seine theologischen Studien aus der Landes Universität zu Gießen und dem theologischen Predigerseminar zu F r i e d- berg. Seine Ordination und Einführung in das kirchliche Amt fand am 27. April 1845 zu Echzell in der Wetterau statt, wo er die Pfarrstelle als Vikar versah, bis ihm durch die Präsentation des Grafen v. Solms-Laubach am 1. Januar 1852 die evangelische Pfarrstelle zu Lardenbach, im Dekanate Grünberg, definitiv übertragen wurde, die er aber bereits im Jahre 1859 mit der ersten Pfarrei Grünberg vertauschte. Wenige Jahre danach wurde er zum Dekan des Dekanats Grünberg gewählt. Er war damals der jüngste Dekan des gänzen Landes. Im Jahre 1870 sehen wir D. .Habicht als Pfarrer in Rüsselsheim am Main und and) in diesem Dekanat ist er schon nach zwei Jahren Dekan, bis er im Jahre 1875 durch die Gnade des!Landesfürsten zum Oberkonsistorialrat und Superintendenten der durch die Pensionierung des Sup. Dr. Simon erledigten Superintendentur Gießen ernannt wurde. Seit dem 1. Juli 1885, an welchem Tage Prälat D. Schmitt in den Ruhestand trat, ist D. Habicht Prälat der Landeskirche und als solche lebenslängliches Mitglied der Ersten Kammer der Stände, wie auch stündiges Mitglied der evang. üandes- synode. Damit war ihm das höchste^kirchliche Amt übertragen.
Hervorragende Auszeichnungen und Beweise tiefer Verehrung sind dem Jubilare aus den verschiedensten Anlässen zu teil geworden. Die theologische Fakultät der Landesuniversität ernannte chn wegen seiner besonderen Verdienste um die Landeskirche, hauptsächlich auf dem Gebiete der Verwaltung, zu ihrem Ehrendoktor, und am 27. April 1895, dem Tage der 50. Wiederkehr seines Amtsantritts, wurde ihm dur ch den Großherzog der höchste hessische Orden, das Co mtbur kreuz erster Klasse des Verdien st or dens Pyilipps des Großmütigen, verliehen. Bon feiten der Geistlichen Oberhessens wurde ihm ein prachtvolles Album, sämtliche Photographien der ober- hessischen Pfarrer enthaltend, überreicht. Die näheren
beschließt auf Wunsch der Bertcidigung S früheren Leiters Der chemischen Fabrik Glückstadt, P a r r a n, und verzichtet auf die Vernehmung des Zeugen Dr. Zeddler. Angekl. Scl)legel erklärt, daß er bis-1896 in seiner Fabrik zu Cuxhaven gewöhnt habe und nur gelegentlich und vorübergehend nad) Kassel gekommen sei.
r Kasseler Hreöerprozeß.
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Kassel, 4. Febr.
O ä Bezugspreis:
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GletzenerAnzeiaer 8
w General-Anzeiger °
Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen WZ
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Gießener Stadtthealer.
Alexandra.
Drama in 4 Aufzügen von Rich. Voß.
Ein an Sensationen überreicher Theaterabend ist uns durch das Benefiz des Frl. Helene Hohenfels bereitet worden. Für die Hauptprobe ihres Könnens hatte Frl. H. „Alexandra" gewählt, eine Rolle, die s. Z. Franziska Ellmen- reich trtirte und die später von Dieta Illing aus Berlin und Adele Sandrock aus Wien über eine Reihe deutscher Bühnen getragen wurde, denen sie heute freilich ganz und gar entfremdet ist. Und zwar mit Recht. Es läßt sich durch die beste Darstellung nicht der Eindruck abwehren, daß, wie so manches andere Drama des vortrefflichen Romanschriftstellers, der in seinem neuesten Buche „Südliches Blut" (Verlag von Karl Krabbe in Stuttgart) mit ein paar recht hübschen Novellen fein Lesepublckum beschenkte, auch diese Tragödie ein gequältes und gezwungenes Gebilde ist, das einem geläuterten Kunstgeschmack schroff widerspricht. Voß folgt hier dem viel- beliebteu Zuge unserer Zeil, vom Einzelnen die Verantwortlichkeit für strafbare Handlungen, die leidensvolle Schuld hinüber zu wälzen auf soziale Verhältnisse. Er beabsichtigt einen Beitrag zur Frauenfrage zu liefern, Mitleid zu wecken für die armen unglücklichen Wesen, die, als junge Dinger mißbraucht, am Wege liegen bleiben, mit einem Teile der Schuld von Fausts Gretchen in den Kerker gelangen, ewig Ausgestoßene bleiben und dem gewaltsamen Tode verfallen sind. Voß erhebt, wie Brieux in seiner „Roten Robe" und mehr noch wie Tolstoi in seinem Roman „Auferstehung", bittere Anklagen gegen Gesellschaft und Recht. Während aber der Franzose wenigstens mit unerbittlicher Logik sein unkünstlerisches Schaustück auf- und ausgebaut hat, während der russische Dichter ein im tiefsten erschütterndes Werk von gewaltiger poetischer Kraft, eine echte Menschheitstragödie geschaffen hat, arbeitete Richard Voß, 15 Jahre vor Brieux und Tolstoi mit allen Mitteln falscher Sentimentalität, mit einer grellen, auf das entschiedenste ab^u lehnend en spitzfindigen Kasuistik. Er wirbelt
mehrere Probleme durcheinander und bringt keines zur Lösung. Alles ist unecht, unwahr, die gesamten Voraussetzungen mühsam erklügelt, alle Bühnenoorgänge geschraubt unnatürlich, und durch ein unleidliches Bruchdeutsch geradezu von abstoßender Wirkung. Manche Szene mutet uns fast so an, als stamme sie aus einem Spukdrama des 18. Jahrhunderts, von Möllner ober gar von Houwcild oder Jfftand. Alles ist so schaurig und grausig und dabei trotz aller scheinbaren echten Moral und Religiosität so herzenskalt, so rein oratorisch äußerlich. Blauen Himmel, der seine Sonne auch einmal in die düstersten Ecken leuchten läßt, verschmäht hier Voß gänzlich. Das kraß tendenziöse Stück wirkt wohl auf unsere Nerven, nicht aber auf unser Gemüt.
Alexandra ist die schöne Tochter umherziehender armer Gaukler. Sechzehnjährig wird sie die Geliebte des Kavaliers Erwin v. Eberti, der sie aber bald verläßt. In einem Momente der Verzweiflung und des Unbewußten ftirbt unter ihren erdrückenden Liebkosungen das Kind an ihrer Brust; sie wird des Kindesmordes angeklagt und verurteilt. Sie fitzt 7 Jahre im Zuchthause, und während dieser Zeit wird Andrea, ihr Vetteidiger, der von ihrer Schuldlosigkeit an dem Tode ihres Kindes fest überzeugt ist, em treuer, wahrer Freund, ja er bietet ihr, als sie der Freiheit zurückgegeben wird, seine Hand.
Hier setzt mm der erste Akt ein, der uns vor das Problem führt, ob und wie es möglich ist, einen Menschen, der, schuldig ober nicht, eine längere Freiheitsstrafe erlitten hat, in ben Augen ber Gesellschaft wieder zu rehabilitieren, eine Frage, die Voß auf das entschiedenste verneint. Die dem Kerker entronnene Alexandra ist jetzt nur von dem Gedanken beherrscht, sich an Erwin, dem Anstifter alles ihres Unglücks, zu rächen. Sie weist Andrea zurück. Erwin, der von ihrer Schönheit immer noch berückt ist und, obwohl er sich Jahre lang nicht um sie gekümmett hat, von Liebe für sie glüht (1), führt sie in das adelstolze Haus seiner ehrwürdigen Mutter ein. Die alle Dame sucht die Schuld ihres Sohnes an Alexandra, die in diesem Hause ihre lange Kerkerstrafe verschweigt, durch herzliche Mllde und Güte zu söhnen. Und Alexandra, die dieses Haus nur betrat, um sich Erwin aufs neue zu unterjochen
und am Tage nach ber Hochzett ihn burch baS triumphierende Geständnis, baß sie im Zuchthause gesessen hat, zeitlebens unglücklich zu machen, vergißt über diesem ihrem Racheplan ihr fühlendes Herz. Ihre Liebe zu Erwin erwacht aufs neue, sie wird feine Braut und alles drängt einer glücklichen Lösung zu. Voß aber hat es anders im bösen Sinn. Ein anderer, verschmähter Liebhaber von ihr, der zufällig gerade der Förster des Herrn v. Eberti ist und zufällig Alexandras ganze Vergangenheit kennt — in seinem Hause erlag sie einst den Liebesbeteuerungen Erwins — verrät aus eifersüchtiger Rache ihr Geheimnis. Darüber kommen Mutter und Sohn, die beide sonst so groß denken, nicht hinweg! Zwar wird sie in einem gerichtlichen Wiederaufnahmeverfahren unschuldig befunden und nachträglich fteigesprochen, aber der Geliebte und dessen als so durchaus rechtlich denkende Frau geschilderte Mutter verstoßen sie jetzt! Ihr bleibt nur ber freiwillige Tob übrig....
Man hätte wohl erwartet, bie beiben einsamen Schloß- oewohner, Mutter und Sohn, würben ob ber schweren Strafe, bie Alexanbra erlitten, ihr mit um so größerer Herzlichkeit unb Reue begeßnenb sie um so fester in ihre Arme schließen. Nein, Voß meint, bieses Mädchen, bas wohl bie Absicht hatte, ihr Kinb zu töten, um es vor einem entsetzlichen, kummervollen Leben zu bewahren, diesen Gedanken abet gar nicht einmal ausgeführt hat, ist, weil es im Zuchthaus gesessen, unb well es jene mörderische Absicht hatte, unbedingt, ohne jede Frage in den Augen ber Welt bem Tobe verfallen! Nun, das ist eine Banausenanschauung, um bie ich niemanden beneide.
Tas Stück ist vollgepfropft von Unwahrscheinlichkeiten, und die ganze theatralische Mache ist äußerst ungeschickt. Ein ewig unmotiviertes Kommen und Gehen, langweilige, gräßlich unwahre Monologe machen das Stück zu einem bitterbösen Theaterschmarrn. Kerne einzige Person des Stückes ist aus bem Leben gegriffen, alle sinb sie konstruierte Figuren.
Die Vielseittgkeit, ber Umfang ber Aufgabe, bie bie Titelrolle stellt, gestattet ttotzbem einen wetten Spielraum für bie Bethätigung künstlerischer Fertigkeiten. Frl. Hohenfels fanb an ihrem Ehrenabenb natürlich besonders reichen Beifall unb erntete eine stattliche Zahl schöner Blumen- unb Kranz-


