Ausgabe 
4.2.1902 Erstes Blatt
 
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erklären, daß sie

Wnen" 'der «nbe £fW » ben Büchern ^rs-rpzigre -ch

hierauf wurden die qeuqen bis zum Mittwoch entlassen, da nicht um zweifelhafte Worte. Exner hat gesagt, ihm &b« «SÄten ungefähr zwei Lge in könne nichts Passieren sein Engagement- Me nur 7 -Anspruch nehmen dürfte. Aus den Personalakten der An- r Präs.: Sagte Schmidt nicht, er wolle rerne Buch.r, aeklaaten sei hcrvoroehoben, daß sie sämtlich unbestraft die Zedern vorgelegt werden konnten. WJ-

untre feinen Umständen auf weitere Zoll. Vernehmung des Aimichlsratsvomtzeuden Serm. Sumps unter feinen umstanüm ouT n*» * ihn, wie er mit Schmidt bekannt geworden fet

t das der tfall, dann haveu i n >. > Schmidt zu mir.

** Mahlzeit. Man gewöhne sich an regelmäßige Mahl­zeiten zur genauen Stunde. Man esse nie ohne Appetit und lieber zu wenig als zu viel. Wenn es am besten schmeckt, höre man auf. Es hat noch Niemand gereut, wenig gegessen zu haben, wohl aber sehr oft das Zuviel. Leute, die nicht anstrengende körperliche Arbeit haben und besonders die mit sitzender Lebensweise mögen sich mit drei Mahlzeiten des Tages begnügen. Man esse nie soviel und so schwere Speisen, daß man sich nach der Mahlzeit müde und abgespannt fühlt.

geklagten sei hcrvorgcbobeu, daß sic sämtlich unbestraft sind, mit Ausnahme des Kaufmanns Schlegel, der im Jahre 4873 drei Jahre Gefängnis wegen Diebstahls und lutter- schlagungen erhielt. Der Vorsitzende begann hierauf die

und Sonntag hatten die hiesigen Holzhauer genug zu thun, die Straßen nach Geilshausen und Allertshausen von den auf dieselben geworfenen Bäumen frei zu machen. Nicht minder böse hat der Sturm den Telegraphenstangen mck-

betraf auch wieder die Leipziger Bank. D^ese stand da­mals wohl in Unterhandlung mit der Deutschen Bank wegen eines ftarteirbertragr?. Es sollte demnach darauf hin-

(Der Abdruckderunter dieser Rubrik befindlichen Original-Nachrichten ist nur unter genauer Quellenangabe:Gieß. Anz."gestattet) Gießen, 4. Februar 1902.

Kinder, bei denen der Stoffwechsel lebhafter vor sich geht, müssen öfterer essen, aber hauptsächlich reizlosere und leicht verdaulichere Kost genießen. Viele Leckereien sind zu ver- meiden. Kindern gehört überhaupt nicht Alles, was die Er­wachsenen genießen. Man zwinge ihnen nie eine Speise auf. Gut gekaut, ist halb verdaut! Durch gutes Kauen wird die Nahrung besser eingespeichelt und dem Magen die halbe Arbeit genommen, auch der Speichel im Munde reichlicher abgesondert. Man esse und trinke nie ganz heiß, aber auch nicht eiskalt. Gut ist es, möglichst viel Abwechselung m den Speisen und mehr feste Speisen als dünnflüssige zu genießen. Ganz zu vermeiden sind schweroerdauliche Speisen wie frisch­gebackenes Brod, warmer Kuchen, altes Pökelfleisch, sehr braune Butter u. dergl. Man meide starke Gewürze,. zu scharf gesalzene Sachen, Pfeffer, Paprika. Kurz n.ach Tische, während der stärksten Verdauung, unterlasse man starke Be­wegungen und geistige Anstrengung. Auch Gemütsaufreg­ungen, Aerger, Gram re. wirken nachteilich auf' die Verdauung. Man ißt, um zu leben, und zum Leben braucht man nur wenig, nur der Appetit braucht viel. Die Verdauungszeiten einiger Speisen, welche natürlich nur für einen gesunden Magen im normalen Zustande Geltung haben können, sind folgende: Reis verdaut in einer Stunde, Fleischbrühe in 1 Stunde 30 Min., frischer Fisch, gebackenes Hirn braucht 1,16; ein Huhn, gebackenes Kalbfleisch 2 Std.; Hammel­fleisch 2,30; Ochsenfleisch 2,45; gesottenes Rindfleisch 3; ge­backene und geröstete Kartoffeln, Spiegeleier, Eierkuchen 2,30; Blutwurst 3; gelbe Rüben 3,15; harte Eier und Käse 3,30; frische Butter 4; gebratene Ente, Schweinefleisch und ge­räuchertes Fleisch 4,15, Kohl 4 Std. 30 Min. u. s. w.

** Jagdverpachtuug. Von dem früheren Pächter der Leihgesterner Jagd geht uns zu unserer gestrigen Notiz Jagdverpachtung" folgende Bemerkung zu: Es ist das un-

gespielt.

Offenbach a. M., 31. Jan. Die gestrige Stadtver­ordnetenversammlung, in deren Verlauf es zu so stürmischen Szenen zwischen Mitgliedern der bürgerlichen Partei und der sozialdemokratischen Partei ^kam, daß der Oberbürgermeister sich veranlaßt sah, einige Stadtverordnete zu ersuchen, einen anderen Ton anzuschlagen, bewilligte zur Beschäftigung von Arbeitslosen weitere 20 000 Mk., da die bereits früher genehmigten 60 000 Mk. nicht ausreichen. Dabei wurde festgestellt, daß die Stadt gegenwärtig 177 Arbeitslose beschäftigt. Außerdeni wurden der Voranschlag [für das Armenwesen, sowie der Voranschlag der Jnoaliden- ! und Pfründnerstiftung pro 1902 genehmigt.

Mainz, 1. Febr. Die Gutenberg-Gesettschaft hat einen Stamm von Mitgliedern in allen Ländern ge­wonnen, sodaß die Durchführung ihrer wissenschaftlichen Auf­gaben gesichert ist und em Plan für ihre Veröffentlichungen festgestellt werden kann. Die Reihe ihrer Schriften wird er- I öffnet werden mit dem von G. Zedler in der Landesbibliotek I-u Wiesbaden aufgefundenen Kalender für das Jahr 14 48, dem ältesten datierbaren Driick, worüber auch wir schon kurz berichteten. Diese Veröffentlichung wird die Facft- mile-Wiedergabe deS wichtigen Fundes, sowie der verwandten I Frühdrucke mit erläuterndem Text bringen und die Dereins-

gewiesen werden, daß Exner gemäß seinen Erklärungen offene Einsicht in die Bücher geben könnte- Daß Exner so handelte, ist erklärlich, ob es richtig war, ist eine andere ^raqc- Präs.: Haben Sie noch etwas aus die Anklage zu erklären? Ängekt.: Nur, daß ich unschuldig hin.

Bei Beginn der Nachmittagssitzung richtet der Vor­sitzende an die Verteidigung das Ersuchen um ausdrück­liche Erklärung, ob sie auf dem Zeugnis des Adolf Schmidt bestehen bleiben wolle, oder ob sie, falls die Vernehmung nicht erfolgen könne, auf die Vernehmung verzichten wurde- Justizrat Harnier, Verteidiger von Hermann Sumpf, glaubt verzichten zu können. Justizrat Dr. v. Gordon (Berlin): Wir haben uns nur erst flüchtig sprechen können. Wir übrigen Verteidiger sind leidw noch nicht in der Lage, uns zu äußern. Wir halten die Vernehmung Schmidts für den objektiven Thatbestand für wichtig. Es ist möglich, daß wir nach dem Verhör der anderen Angeklagten auch werden ver­zichten können. Präs.: Dann soll in dem Sinne nach Berlin telegraphiert werden. Es ist zu hoffen, daß es möglich sein wird, Schmidt her b e tzusch a s f en- Es soll alles versucht werden.

(Fortsetzung im 2. Blatt.)

erhöhungen eingehen werde.

der Bund der Landwirte kein erhebliches In­teresse mehr an der Weiterberatung des Tarifs. ^Das sei ja dann die reine Zeitverschwendung. DieDtsch. -rgsztg."

Sikunaen des Aufsichtsrats fanden stets Waldtriebe im Leihgesterner Wald kennt und die Anzahl der Ergebnisse erzielte. ^Früyer Qoerleutnanr o. bai eine an den Jagden teilnehmenden Schützen - durchschnittlich 6,

2. Gaude-lllan-nregEnfttrat der kühne, FralnA,« EUnwatt ^es^or^ herbeiführen? - Angekl.: Jetztß,;. c°. 6 Treibern - berücksichtigt, wird, vorausgesetzt, daß meine ich es auch. Wenn ich noch emmal in bic Ver-I etn)Q§ oon Jagd versteht, a priori zugeben müssen, daß legenheit kommen sollte, werde ich es anders machen. - b^rem Modus an ein Ausschießen der Teile nicht ge- (Heiterkeit-) In einem Jahre betrug meine Tan- werden kann; damit stimmt auch das schließliche Re- tisme 100000, in anderen Jahren 80 000, 60 000 Mar^ ) letzten Jagen, Ende Dezember - 2 Schützen,

w-ige. Als Iahreseink = ^m ^es nur wenige Telle genommen

^aeTJ^.Tin Hn^schäftsbeichten g^ wurden, kamen ca. 12 Rehe unbeschossen durch Bei der schildert? Angekl.: Die Berichte waren sehr günstig, letzten Feldjagd, an der 4 Schutzen tellnahmen, tarnen über Aber meines Wissens kam alles Ungünstige, was zu unserer 30 Hasen vor, 4 wurden erlegt. Aus Vorstel)endem erhellt, Kenntnis gekommen war, darin vor. Die Tochtergefell- ba$ üon einem völligen Ausgeschossensem der Jagd mcht die schäften wurden eingestellt als pari, lieber das Bergmann- |^ebe fein kann.

~ * ------ M 1Qnn Vnrt mir 11,1 -e. Beuern, 3. Febr. Der Sturm in der Zeck vom

SAvn ftlinp« Anfänglich führte der Erfinder das Verfahren nur in seiner " mhtnUflc in Neheim »or. Später kam auch »ne Anl^e 'N schäften haben "Sie damals noch nicht gegründet? Angekl^:

V sdgte. Bors.: Wie IBer geistiger Arbeit ist leicht verdauliche Kost vortellhafter.

doch waren die Lizenzen bemessen? Angekl.: Je nach her Spnrn hpr Staümecksel lebharter vor um aeht,

Größe der Anlagen. Bestimmte Beträge haben wir hier­für niemals festgesetzt. Vors.: Ließen Sw dw Lizenzen bar bezahlen? Angekl.: Tid Lizenzen wurden bei den Aktten- acsellschaften in Aktien gegeben, wahrend tue Maschinen bar bezahlt wurden. Vors.: War denn das Geld überhaupt bar eingezahlt? Angekl.: Ja, ich habe die feste Ueber- zeuauna, daß das Geld bar eingezahlt war. Tw Anlagen mußten doch gebaut werden, ebenso wurden tue Maschinen bezahlt, nur in einzelnen Fällen wurde das letzte Trubel gestundet, da die Ausführungen der Anlagen oft den Bor-! anschlag überschritten. Vors.: Welche Garantw bot die Trebergesellschast? Angett.: Sie garantierte das Mwe Funktionieren der Apparate. Vors.: Wurden von der Treber- [ qesellschaft Aktien der Tochtergesellschaft gezeichnet? An- qekl ' Nein. Vors.: Von Schmidt? Sumpf: e>o viel ich weiß, nein Vors.: Wurde von Ihnen oder von anderen Aufsichts­ratsmitgliedern ern Betrag der Aktien übemommen? Aw gekl.: Mein Bruder übernahm emmal 20 000 Mk. Es han- I beite sich, wenn ich nicht irre, uni die Norddeutsche in

sche Patent lauteten die Berichte bis 1900, wo wir^zu -e Beuern, 3. Febr. Der Sturm in der Zeit vom einem anderen Verfahren übergingen, günstig. -Ow cyanuar 2. Februar hat in den hiesigen Waldungen weiteren Verlauf seiner Vernehmung ^r^rt d« Verwüstungen angerichtet. Die Zahl der von ihm

Xin un?Ät 5ÄK umge'morienen Bäumkg°ht in dw Hundert-. Am Samstag Ädern er lli deren Aufsichtsrat gesessen habe. Vom Werkhie hteftoen Santa Maria in Italien kamen gute Berichte. Mem Bruder war im Aussichtsrat. Das Unternehmen in Nantes wurde stets als Musteranlage von Schmidt bezeichnet und von! uns gehalten. Die Schweinfurter Anlagen galten als glänzend, ebenso wie die Prager, ob wahr das will ach dahing-st-llt fein taffen (Lachen). - Wf: fpaien Sie nicht f-lbst ungünstig über die Tochtergesellschaften sich ausgelassen? - Angekl.: Richt damals, erst beim Verhör. Ich habe die Mcher niemals gesehen. Hermann Sumps aiebt ferner an, daß er an einer Reihe Tochtergesellschaften mit Aktienbesitz interessiert war. Die Leip;iger Bant woltte

,, . , alle Geschäfte für sich allein machen, das war für uns mcht

Der Kasseler Treberprozeß. günstig. Schmidt stützte sich auch immer aus unsere Santen,

I, I das belgische SanKonfortium, die Bayerijche Bank, v. d.

»ptssps Vor der Strafkammer des hiesigen! Heydt (Berlin). Der Geldbedarf stieg riesig, da dw An-

Landgerichts' begann heute die ^Handlung gegen die $er» tagen riesiges waltung der Treber trocknungsgesell schäft. Ev gwor an, o^ er tue uvoetnu ; aeaeben

firrh pfma 99 Qeuacii erickienen. 30 weitere Zeugen werden Schmidt Wechsel von 600 000 und aw uuu .jearr gegeoen £ Ä 3rWfteT!SS?^rnom«ten werden, darunter habe, die von der Reichsbauk diskontiert wurden.- Präs : Direktor Erner von der Leipziger Bank und wahrscheinliche Aeußerte denn nicht Schmidt der den M nipul twne mit auch Direktor Sckmidl, über dessen Vernehmung bereits der Leipziger Bank, ev sollten dw zweifelhaften ".rte Verhandlungen mit Paris eingeleitet mürben, und dessen aus den Buchern gebracht werden. g^nbette '

Angekl.: Im Jahre 1888 oder 1889 kam Schmidt zu mir. Er stand mit einer Brauerei schon seit längerer Zeit in Mr- bindung, da er in Wehlheiden eine Trockenanlage^ für . . Treber besaß. Das offene freie Wesen Schmidt's, die Klar-,

verlangt von der Regierung bündige, bestimmte Erklärungen,eit ^iner Ausführungen, sowie die Sicherheit seines Aus- aXaubt aber doch dem Reichstage zu einem Abbruch der Ver- tretens nahmen uns sofort für Schmidt ein. Zuerst Han-1 Handlungen über den Zolltarif nicht roten zu sollen. J beite fi«^lte Äie

pie T-deSsahrt Ö?5 Kauptmanns v. Sigsftld Ottohche Dortmund mit ^wabrak mad

Einer unserer hervorragendsten^ Jronauten ?QULrbem uns hätte große Konkurrenz machen können,

mann v. Sigsseld vom Berliner Luftfchifserbataillon, hat, ßjrünbutw der Gesellschaft erfolgte durch meinen Vater, Wie schon gemeldet, am Samstag nachmittag ver einer Bruder, mich, sowie Adolf Schmidt. Das Kapital

Fahrt mit dem neuen Ballon Bessow einen enNetz-l ancüngIid) auf 3.50 000 Mk. beschränkt. Die Gesell-

'lichen Tod gesunden. Ueber dw ^odessahrt und dw Lor- Uärtigte sich nur mit den Trebergeschaften und dem

gütige, die zur Katastrophe führten, werden folgende Einzel- Trockenapparaten. Sumps stellt alsdann dw

Heiken gemeldet: m weitere Kapitalserhöhung bis zum Jahre 1894 dar, wo die

Hauptmann v. Sigsseld und fein Begleiter, der Meteo- wew^ P^^ eine Million Kapital verfügte, rologe Dr. Lincke vom Potsdamer Observatorium hatten . . welchem Zweck nahmen Sie die Kapitals-

Qm Vormittag um halb 10 Uhr Mit dem BallonBerson Erhöhung'vo^? Angekl.: Das Geschäft wuchs sehr schnell von dem Gelände der Lufthchifferabteilung aus tfyie ^rt Prwrderte aröuere Geldmittel, außerdem waren bet! an getreten. Die beiden Luftschiffer wollten etne Hohen- Treberlieferunaen größere Kredite zu gewähren. Vors.: -fahrt zur Messung der Elektrizitar in der Luft machen und wurden^Sie mit dem Patent Bergmann bekannt

hatten sich daher auch, reichlich mit fauerftoft Tur bie : 3m 1894 aber 189a. Vors.-.Worin

Atmung in großen Hohen versehen, sofort nach bem Au^ gern 9 ängekt.: Es handelte sich um dw

stieg warfen sie Ballaft. DerBerfon stwg außerordentlich ^bndestillation von weichen Hölzern, während man vor­rasch und überholte bald den kurz vorher aurgela)]eneii, Destillation für feste' Hölzer ausgesührt hatte,

mit den Oberleutnants Haring und ^otff bemannten Mili- 9° a(§bann einige Einzelheiten des Verfahrens

tar-BallonFalke", der in derselben Rrchtung.segelte^Schon mp^ 9^^.^ &ef(innt ^nd, und spricht sich über die Ver-

nach kurzer Zeit verlor er denFalke aus dem Gestcht- ' , b Destillationsprodukte aus. Im wetteren Ver- Nachdem die Elektrizitatsmestungen vorgenommen waren, ^ung verschiedenen Gründungen zu sprechen,

'stiegen Hauptmann v. Sigsseld und Dr. Lincke bis auf 6501, r..z <y>av?z.wir in ipinpr

Meter herab und sahen, daß die Schelde bei dem klc^.i. i - w^beim vor.

.Städtchen Zwyndrecht bei Antwerpen vor ihnen lag Um Anlage Magdeburg in Betrieb,

nicht durchs den heftigen Wtnd auf das o.fene Meer ge- ^maan oei jjiuyu -trieben zu werden, zogen sie die Reißleine. Diese muß iwohl nicht genügend sniiktioniert haben. Der Ballon sank zwar, aber da nicht Gas genug entwich, so stieg er Dald wieder. Die Luftschisfer entschlossen sich nun zum -Absprung. Dr. Lincke gelang es, Hauptmann v. Sigs- »felb jedoch, der nach, ihm sprang, verwickelte sich in das Schlepptau , schlug hintenüber mit dem Kopfe auf die Erde aaif und wurde mit gebrochen em Genick noch ein Stück Weges geschleift. Dr. Lincke erlitt Quetschungen am Kopf, an den Beinen und an den Armen. Die Leiche- des Haupt-, rnanns v. Sigsseld wurde in Zwhndrecht bei Antwerpen in einer Blutlache ausgesunden. Sie war infolge der ent­setzlichen Verstümmelungen fast unkenntlich

Der verunglückte Dr. Lincke begab sich sofort zum deut­schen K'onsulat in Antwerpen. Lincke beklagte stch bitter über die belgischen Gendarmen, die ihn nach der Landung aus die Polizeiwache brachten, wo er drei Stunden bleiben mußte, obgleich er seine Papiere vorgezeigt hatte. Man verweigerte ihm sogar Essen, trotzdem er seit früh­morgens nichts gegessen hatte. Man erlaubte ihm nicht einmal, an die Familie des Verunglückten ein Telegramm ab zusenden, und ließ auch keinen Arzt kommen. Erst nach Dem bet deutsche Generalkonsul Pritfch und der Vi-ekonsul, u--. Tiebergefellschaft Einfluß auf

v. tzaesten erschienen waren, würbe ihm erlaubt, einen W Unternehmens» Angell,- Einfluß wohl zu «U konsultieren. Der Ballon ist ziemlich unversehrt unb den Gang des unternehmen g

befindet .sich der Landungsstelle Zwynbrechft mit >Et- wenig B ß. Mi ß- ° T ^'^anfchläge Über-

lrchen wrffenfchaftlrchen Jnstrumenwn.h hie leNte Rate nicht sofort gezahlt wurde,

Hauptmann v. Sigsseld, der im Alter von 41 Jahren ^^ten'inbbw letzte lUaw nr^i ?o^o r ) ^rs.:

stand, war ein stets liebenswürdiger Kamerad und heiterer I . dei^Tochtergesellschasten Dividenden garantiert?

Säg.

schifsahrt hoch verdient gemacht. Mit den Herren Medmge:sellschaften Segenuver^ auf bie Einführung der

. ckus Augsburg und .Hauptmann Parseval aus ^^nchen kon-I Berliner Börse ein und fragt den Ange-

strnicrte und erbaute er den --vvachenballon. Se^t Emern Bedenken gehabt habe, daß die Zu-

Jahre arbeitete er an der Herstellung eines besonders klagten, ob Jicl) r Wilfionen abaeUht nmrbe. Der großen Ballons, mit dem er sich mehrere Sage in her Luft aftuug ber z ^[^ng^ eine Folge

Balten zu können hoffte. Auch an der Entwickelung der Angekl. erwidert, oatz^er jeae ad j ti -r aber!Jagdverpachtung" foigenoe ^emeriung zu. vs.» m* uu=> uu-

Zeppelinschen GeLanken nahm er teil. Hauptmann v. Sigs- der. ^twahrenderb t eines jeden Jagdbesitzers, gegen Ende der

selb ist es auch zum größten Teil zu verdanken, daß man mit drese Angriffe auf Schmidts Berfi^rung 9 n T I P^zeit abzuschießen. Wer die Ausdehnung ber einzelnen

der Funkentelegraphie zwischen Berlin unb Jüterbog sehr gehalten habe ' < - - - - * 1 --

aünftige Ergebnisse erzielte. Früher Oberleutnant der Re-i praß, ^te serve im 2. GardEanenregiment, trat der kühne, praktischIin Gegenwarr oes und wissenschaftliche gleich! tüchtige Aeronaut im Jahre 1895 Verschiebung der, Stellung^ ÄUt Militär-Lustschifferab teilung, dem fetzigen Luftschiffer-

' bataillon, über, in der er seit 1896 zweiter Lehrer war. Nachdem er am vergangenen Mittwoch mit einem Herrn unb einer Dame ausgestiegen und bei Landsberg a. W. ge­landet war, trat Hauptmann v. Sigsseld am Samstag feine 87. Fahrt an, die seine Todesfahrt werden sollte.

Von fachmännischer Sette wird mitgeteilt, daß das Un­glück offenbar auf das Zusammentreffen mehrerer ungün- ftiger Momente zurückzuführen ist, deren jeder für sich schon genügt hätte, die Landung zu einem äußerst gefährlichen Wagnis zu machen. Zunächst der scharfe Wind, dann die verhältnismäßig glatte Landungsfläche, die dem Sckflepptau keinen Halt bieten konnte, das zu langsame Entströmen des Gases und schließlich das Hängenbleiben der Verunglückten | in der Takelage.

Antwerpen, 3. Febr. Der Bruder des verunglückten Hauptmanns Sigsseld, Oberstleutnant Si g s f e ld, ist heute morgen hier eingetrossen. Er traf alle Vorbereitungen zur llebersührung der Leiche nach Berlin, die am 4. d. Mts. halb 7 Uhr früh erfolgen soll. Die Leiche ist in einem leerstehenden Hause des Vororts Saint Anne aufgebahrt und wird auf einem Fährboot über die Schelde nach, Ant­werpen gebracht. Sämtliche deutsche Vereine werden bei der Ueberfühmng zum Zentralbahnhof zugegen sein, auch werden der Leiche militärische Ehren erwiesen werden. 5-eute vormittag sand an der Unglücksstelle eine Lokalbesichtigung durch bie Staatsanwaltschaft statt.