Tas Reichsgericht ging hierbei von der Ansicht
werden.
46575
12548
37095
liste: Es fielen Gewinne zu je
5000 Mk. auf Nr. 6537 38139,
3000 Mk. auf Nr. 5741 8194 37186 39949,
2000 Mk. auf Nr. 7232 20539 27132 40483 47869 48429,
1000 Mk. auf Nr. 1332 2848 3187 3421 9743 18736 27381 28952 32668 33762 35476 36984
37373 38053 39094 39408 43472 44797 45465 48438. Ohne Gewähr.
** Gießener Volksbad. Im August wurden 9132 Bäder verabreicht gegen 10859 im Juli 1902 und 10026 im August 1901 oder im Durchschnitt auf den ganzen Badetag 326 Bäder gegen 374 im Juli 1902 und 371 im August 1901. Der Besuch hat sich wie folgt verteilt:
Schwimmbad 4275 Männer, darunter 968 zu 10 Pfg., „ 1192 Frauen, „ 242 „ 10 „
Wannenbäder 1. Klasse 247 Männer, 136 Frauen,
Odenwald llubs, des verstorbenen Grüsl. Forstmeisters Ihrig zu Erbach, führt, ist in Kiefern- und Tannenholz erfolgt. Die üußcre Form des Neubaues glt
15 Meter im wesentlichen der früheren Anlage '<
Aus Stadt und Land.
Gießen, 2. September 1902.
Mitteilungen aus dem Publikum werden gern entgegengenommen und angemessen honoriert.
•• Hofnachrichten. Wie uns telegraphisch aus Darmstadt gemeldet wird, ist der Großherzog heute morgen 8 Uhr von seiner Reise nach Darmstadt zurückgekehrt.
- Das Großh. Regierungsblatt Nr. 60, ausgegeben am 30. August d. I., enthält: Verordnung, den Bau und Betrieb elektrischer Nebenbahnen von Mainz nach Wiesbaden und von Mainz nach Schierstein betreffend.
" 5. Hessische Landeslotterie. 6. Masse. Aus Darmstadt erhalten wir telegraphisch folgende Gewinn-
WiederhersteNung allein schon einen sehr großen Aufwand künstlerischer Arbeit erfordern. Tie häßlichen Anbauten, die an den südöstlichen Flügel des Schlosses angerlebt waren, und die den Anblick der herrlichen Erkersctte raut ganz verhüllten, sind bereits zum größten Tert verschwunden. An deren Stelle ist eine große Brettcrumzäunung getreten^ hinter welcher, den Bucken der Passanten entzogen, bte Arbeiten vorgenommen werden. Für die gesamten Restaw- rierungöarbeiten ist ein -Betrag von 1200000 Mark vor- q es eh en, von welcher Summe bekanntlich das neuliche Reich, der hessische Staat und die Stadt Mainz je ein Drittel über
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Dampf- und Heißlustbäder, sowie Massage zusammen 136 Männer, 38 Frauen. Brausebäder 1513 Männer, 383 Frauen. Die Perfonenwage wurde von 260 Personen benutzt. Das Bad von 30' Personen besichtigt.
** Der erste Preis der Her'bstpferdemarkt- Ver losung, ein eleganter, von Sattlermeister Kühne gebauter Wagen, ist ber genanntem Meister ausgestellt und tann dort besichtigt werden. ,
** Ter Cirkus Maximiilran wird heute abend mit seinen Vorstellungen auf Oswalds Garten beginnen. Wie wir aus den Kasseler und Hannoveraner Blättern ersehen, ist der Cirkus Maximilian ein Institut ersten Ranges. In Hannover hat der Zirkus Maximilian, trotzdem Albert Schumann zwei Monate hintereinander dort gastierte, unmittelbar nachher glänzende Erfolge erzielt. Der Besuch kann allen Freunden circensrscher Künste nur warm enrpfohlen werden.
rw. Landtags wählen- Aus Geilshausen wird uns von unserem dortigen Berichterstatter über die, dort am Sonntag abgehaltene antisemitische Wähler- Versammlung noch geschrieben: Bald nach Beginn der Versammlung stellte sich heraus, daß diese Versammlung eine Vertrauenümannerversammlung des Wahlkreises Grimberg sein sollte und durch den Uebereifer des hiesigen Vertrauensmannes zu einer allgemeinen Wählerversammlung gestempelt wurde. Man war so nobel und ließ andersgesinnte Wähler an jber Versammlung tcilnehmen, mit der Bitte, keine un- oder mißgünstigen Berichte an die Presse anderer Parteien ein- s en den zu wollen. Redakteur Hirsch el hielt dann! eine kurze Rede, in der er das Beamtengesetz geißelte und die Errichtung der Notariate verwarf, vor allem aber die Kusin o ab geordneten einer Kritik unterzog, und empfahl, ja keinen abhängigen Regierungsbeamten in den Landtag zu schicken. Alsdann wurde Herr Hirschel von den anwesenden Vertrauensmännern der Partei emstimmig zum Kandidaten proklamiert. Nun soll mit aller Kraft in die Agitation eingetreten werden. Scheinbar aus Ar- beiterkreifcn wurde in der Versammlung eine Frage an den Redner gerichtet, nämlich: Woher es komme, daß minorenne Arbeitersöhnc Einkommensteuer bezahlen, minorenne Bauernsöhne, die in Arbeit bei ihren Eltern stehen,
Universitäts-Nachrichten.
Berlin, 2. Sept. Tie Besserung un Befinden VirchowS hält an. Auch den heutigen Tag über war der Zustand deS Patienten b e f r i e d i a e n d. — Bon zuverlässiger Seite erfahr: bte Mat.-Ztg.", daß die Meldung, die Reichsremerung habe m der Frage der Errichtung einer katholischen Fakultät an der Universität Straßburg nachgegeben und die oaupt- bedinqung des Vatikans, wonach dem jeweiligen Bischof von Straßburg ein Vorschlags- und Bchätigungsreckt dieser Professoren zu- slehen soll, angenommen, völlig unbegründet ist.
Gerichtssaal.
Mainz, 2. Sept. Der 22jähr. Kaufmann Wilhelm Haiger aus Worms hatte in seiner Eigenschaft als Kasiengehilfe der dortigen Stadlkasie innerhalb dreiviertel Jahren nicht weniger als 2768 Mk. unterschlagen und die Quittungsbelege gefälscht. Tas Geld will er zur Zahlung von Schulden, bie er ber fernem geringen Gehalt gemacht, verwendet haben. Tie ^erienstraskammer verurteilte ihn zu z e h n M o n a t e n G e f ä n^n rs.
Düsseldorf, 2. Sept. Vor der z,selten Strafkammer wurde heute über das Eisen bahn-Unglück in Neuß, das sich am Abend des zweiten Psingflieiertaaes zutrug, verhandelt. Rach vierstündiger Sitzung wurden der W e t ch e n ft c 1l e r Jt o | c n - bauin - Reuß und der L o k o m o t i v f ü h r e r A v er b r o e ck- Barmen fre,gesprochen, während der Zugsuhrer puVfen- Barmen zu der gerrngslen zulässigen Strafe von einem Atonal Gefängnis verurteilt wurde. . „
Wann ist eine Verhaftung durch die Polizei statthaft? I Für die Entscheidung dieser vielumftrittenen ^rage ist ein^^pruch der Strafkammer in Essen von Interesse. Tas L>chofsen- gcricht in Gelsenkirchen verurteilte einen Geschäftsreisenden roegen Widerstands gegen die Staatsgewalt^ zu 6 lUf. Geldstrafe. Diese au und für sich ganz unbedeutende <^ache erhielt cru dadurch eine Bedeutung, weil in der Berufungsinstanz die ,^rage ausgewogen wurde, ob zur Erlangung eines rein zivilrechtlichen Anspruch« einer Behörde das Einschreiten der Polizeibehörde statthaft ist. Ter Reisende war nämlich in Differenzen mit dem Danner Eisen- bahnsiskus gekommen wegen Zahlung eines ,;ahrgeldbetrages, den der Reisende nicht gutwillig zahlen wollte, weil er der Ansicht war, der Betrag würde zu Unrecht von ihm gcwrdert. Der dienst- thuende Slationsbeamle sorderte nun nach vergeblicher Auf- iorderung an den Reisenden, den Betrag zu zahlen, zwei Polrzei- beemte am, den Reisenden zu verhaften. Als dieser sich weigerte, den Beamten zu folgen, nnu.be er mit Gewalt iortgeführt und erst am nächsten Morgen nach Feststellung feiner Personalien wieder entlassen. Tie Beamten strengten nun gegen den Reisenden ^das erfahren wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt an. -töS Bericht tarn aber zu der Ausfassung, die Forderung des Eisenbahn- '-skus' sei zivilrechtlicher Ramr gewesen. Weigerte sich der An-
aber nicht.
bn. Im Interesse der Allgemeinheit. Im Sommer wurde in der Wetterau ein großes Fest gefeiert. Da die Feier verregnete, mußte eine Nachfeier slattsindeii und deshalb der Tanzboden acht Tage länger stehen bleiben. Man lieft also den Zimmermeister kommen und sprach zu ihm: „Philipp, laß den Tanzboden über den Sonntag stehen, im Interesse der Allgemeinheit für eine Entschädigung von 50 Mark." Philipp rief: „Ich weiß auch, was ich der Allgemeinheit schuldig bin, ich stelle später meine Rechnung." Da kam auch später die Rechnung unb betrug — 178 Mark — im Interesse der Alligern einh eit!
•* Touristen und Freunden des Odenwald es wird die Nachricht von Interesse sein, daß der im Frühjahr begonnene Erfatzbau des IhrigturmS auf dem Lärm feuer bei Ober-Mossau inzwischen fertiggestcllt ist. Tie Ausführung Lues Turmes, der seinen Namen zu Ehren des verdieustvollen Vorsitzenden unb Mitbegründers des
? nommen haben. . _
u- Frankfurt a. M., 2. Sept. Die Stabrverord- sehr n et en nahmen den Antrag an, den Magistrat zu ersuchen, sich mit der Einsetzung einer gemischten Kommis|_ion entgangenen Donnerstag verstanden ml erklären, die den Ällifttag erhallen sol^ den wer Handwerksmeister städtischen Behörden diejenigen Schritte bet ber Reichs- und " ' Staalsregierung vorzuschlagen, dte notwendia erscheinen,
dem Mangel an Schlachtvieh und der allge-
geeignct erachtet.
Nach endlosen Verhandlungen und sehr umfangreichen Vorarbeiten hat man nun jetzt that'ächlich mit der schon vor Jahren beschlossenen Restaurierung des kurfürstlichen Schlosses den Anfang gemacht. Man hat an dem dem Großherzoglicheu Palais zunächst gelegenen südöstlichen Flügel des Zchlosses begonnen, der in allen 15 Meter un roc|ciitlia)cn oer sruyeren ruuage. wne De-i setnen Teilen dt^. größten Beschaotgungen aujivcist und besten steigung des Turmes eröffnet eine äußerst lohnende Rund- > nach beiden Seiten angebrachte prachtvolle Erker zu ihrer
rechtigten Wünschen ^JtalieiE entsegenzukomm^t. .. Anzeigen deutlich schreiben. Nach einer
MZMLWWWM-
in die serbische Armee ausgenommen zu werden, deutlich geschrieben fern nmsten. eL5ttrb eitei>
Lj“'. i . IW “Jnb Me »er.inS IB im ht« d-r «rnbrniche»
Komllees stehe nunmehr bevor.
Tanger, 2. Sept. Aus Meauinez wird gemeldet, daß Berber ft ämme jener Gegend die Stadt angegriffen hätten und nur dadurch davon abgehalten worden seien, in der Stadt selbst Beute zu machen, daß der Gouverneur sie zu beschwichtigen verstanden habe. Das Judenvier- tel ist geschlossen und mit Barrikaden versehen worden. Tie Bewohner desselben sind in großer Angst um ihr Leben. Die äußere llmwallung ist von dem Fernde bes^d Fn den eingeborenen Vierteln geht das Gerücht, die Be- Vegung sei zu Gunsten des Bruders des Sultans Mahamed erfolgt.
reich in ... , gefälligen ^Einbruch
Linden st ruth, 1. Sept. Verj
b^ WiErod ciils dem Wasser ^getrieben, die Leiche des " Kleine MitteUungen aus Hesen und-den Handwerksmeisters Ob ein Selbstmord oder ein Unfall Nachbarstaaten infolge Schlaganfalles verschied rn vorlieat konnte bis jetzt noch nicht festgestellt werden. hrantfurta. M. im Alter von 60 Jahren Heinrich Gustav
e^Bad Nauheim 2. Sept- Unter den Kurgästen, Herz, früherer Mitinhaber der -Lchuhfabrtt tttto Herz L die in den letzten Tagen hier angekommen sind, befindet Co., seit Umwandlung des Geschäfts m eine Akttengesell- fte die H erzog i n von A nhalt mit Gefolge uxüA ^aft, ^Or^iBen^^r ^)e^ ^xvid^Tal^. - Sie SanMrbeü8- Tienerschasl. Zum Besuche der hier, wie alljährlich, zur tehrertn Marie Dienst, 44 Jahre att, v e rgi s t e t e sich ut I ^nr weilenden Prinzessin Christian von Schles- Fr ankfurt in ihrer Wohnung. ^?ch^^bend wurde sie w^a^Holstein weilten gestern hier: die Prinzessin in das Bürgerhospital gefchafst, wo sie bald nach ^r Em- Ludwig von Battenberg mit Prinzessinnen-Töchter, lieferung verschied — >-eit Mitte vorrgen ^vnars> ist rn der Großherzog von M e ck l e n b u r g - St r e l i tz und | 3 r a 1111 u r t der>NiMinalschutzmann Mahl verschollen, der Herzog von Cambridge; die ebenfalls hier ■ r „ -|-i .
weilende Lady Grev ille vereinigte die Herrschaften zu WrMl>U)ieS.
einem Souper auf der Terrasse des Kurhauses. - Kiel, 2. Sept. Heute nachmittag stieß die Tjall
Friedberg. Am 27. August fand dahier m der Dorothea" mit dem Torpedoboot ,8 105* zusammen, Burgkirche die diesjährige L, y n 0 d e des ^eka nats j^rieb = I oßc- öie ^;Q(f j0 schwer beschädigt wurde, daß sie von berg statt. Pfarrer Wissig-Nauheim sprach über: Dampfern auf den Strand gesetzt werden mußte. Auch der
Mitwirkung der kirchlichen Organe bei Ausführung der Für- Torpedobootes ist stark verbogen. Der Zusammen-
sorge- und ZwangSerziehungs-Gesetze". Nach emer Be- ^ß folgte auf der Höhe von Kitzeberg.
I sprechung des Themas, an der sich viele Mitglieder beteiligten, * Koblenz, 2. Sept. Auf der Mojelstation 2Bu> beschloß man: „Die Synode erachtet es für dringend ^EN wurden mehrere Ei s e n p l a t t e n ü b e r d as Ge - wünschenswert, gesetzliche Maßregel dahin zu treffen, daß bte 11 e i f e gelegt gefunden, aber recht^eittg entfernt.
Mitwirkung der Vertreter vonKirche undSchule . London, 2. Sept. In der Nähe von Leatherhead bei Verhängung der Zwangserziehung nicht nur, fielen zwei Personen, welche bei dem Aufstieg eines wie seither, auf das Recht der Antrags'tellung und gutacht- Luftballons nicht rechtzeitig die Seile losgelaffen hatten, licher Aeußerung beschränkt bleibe, sondern auf Beteiligung beträchtlicher Höhe auf die Erde. Der Eine war fo- jener Faktoren am entscheidenden Gerichtsbeschluß selbst inLort tot, der Andere blieb schwer verletzt liegen.
geeigneter Form ausgedehnt werde." In Bezug auf die von • Vergiftet. Nach einem Telegramm der ,Fr. Ztg."
dem Referenten gemachten Vorschläge über die Organisation Zürich wurde der Appreteur Mathis mit feiner Frau
von Dekanatserziehungsvereinen gelangte man zu keiner unb drei Kindern in seiner Wohnung an Kohlenoxid vergiftet Einigung. Man konnte diese Frage auch um so eher auf tot aufgefunden. Es liegt anscheinend Selbstmord infolge sich beruhen lassen, als die im Kreis Friedberg bestehende Nahrungssorgen vor.
Mathildenstiftung (Erziehungsverein) schon längst (feit 1865) ♦ Der letzte Kurfürst von Hessen, dessen 100-
mit bestem Erfolg ausübt und besorgt, was die Dekanats- jähriger Geburtstag am 20. v. M. zu einer Gebenkfer« erziehungsvereine erst seit einigen Jahren in Angriff genom- auf seinem Grabe in Cassel Anlaß gab, war^bekanntlich n n haben. Nach beendigtem, gemeinsamen Mittageffen im ein sehr selbstherrlicher Fürst Man kann ihn Wohles Hotel Trapp refeSerte be^eiftli^e Kbgeorbnde zur Landes. den ^t- *<*
fynode, Dlrektor v. Weiss end ach, über feine I außlrhalb seines Landes damit oft recht übel erging. S5)a5
und erwarb sich dadurch erneut den Dank und für sein sehr ^schan auch einmal in der damals freien Reichsstadt ersprießliches Wirken in der Landessynode und im SanbeS- ~ranffurt a M. Dort stand auf dem Bahnhof ein synodalausschuß die volle Anerkennung der Versammlung. k>ug ,ur Msahrt nach Cassel bereit. Die Reisenden waren
W. Nidda, 1. Sept. Infolge der glücklich vollendeten eingestiegen und die Abtelle meist schon geschlossen. Nur Getreideernte war unser am 31. August und 1. September zwei Herren wanderten noch vor einem Abteil 1. Klasse zugleich mit der Kirchweihe abgehaltene Herbstmarkt im eifrigen Gespräch auf und ab. Höflich grüßend trat n°m°Mch »on ber SÄßtaÄ
SSTÄ «tÄg Ä SS58-881 S.WS
Arn Vormittag fand Prämnerung des schönsten ausgetnebenen QUgC werden ungeduldig, und zum dritten Male trttt
Rindviehs mit Preisen von 20—5 Mk. statt, am Nachmittag Zugführer zu den Herren und sagt: ,^Jch muß dringend
eine Verlosung von Vieh, landwittschaftlichen Geräten imb 6itten, einzusteigen, da die Zeit zur Abfahrt schon üder- Gebrauchsgegenständen. Von den 240 Treffern (bei 8000 schritten ist." — „Wollen Sie mich wohl in Ruhe lassen, ! Losen) bestanden die 12 ersten in Rindvieh, das am Morgen Sie . . . schrie da einer ber Herren den Beamten Mu, auf dem Markte angekauft worden war. ErftischungSzelte „Wissen Sie nicht, wer ich bin? Ich bin ber Kurfürst von in den drei größten Lokalen der Stadt gut besuchte T ng I ^ne8n ^agen, und zwei verdutzte Gesichter sahen dem vergnügen statt. fort brausenden Zuge nach.
Mainz, 2. Sept. Oberbürgermeister Dr. Gaßner wird in morgiger Stadtverordneten - Versammlung nachstehenden, von dem Finanzausschuß und der Deputation für sozialpolitische Angelegenheiten einstimmig gutgeheißenen Antrag einbringen: Ich stelle den Antrag, es möge der Stadt- verordneten-Versammlung gefallen, den nachstehenden Beschluß zu faffen: In Envägung, daß die Fleischpreise in der letzten Zeit eine ganz außergewöhnliche Höhe erreicht haben und für viele Familien geradezu unerschwinglich geworden sind, daß dadurch die Lebenshaltung weiter Kreise der Bevölkenmg zumal bei den gegenwärtigen schwierigen Erwerbsverhaltnissen in der allerempfindlichsten Weise beeinträchtigt und eine ernste Schädigung des gesamten wirtschaftlichen Lebens herbeigeführt wud, in Erwägung, daß diese schweren Mißstände in erster! Iofnie durch das Unvermögen der heimischen Landwirtschaft zu ausreichender Viehproduktion hervorgerufen sind, die dringend notwendige Abhilfe aber nur dadurch erreicht werden kann, daß das Verbot einerseits und anderer- seits die kostspielige Beschränkung der Einfuhr lebenden ausländischen Viehes unverzüglich aufgehoben oder wenigstens erheblich gemildert wird, richtet die Stadtverordneten-Ver- sammlung an die Bürgermeisterei das Ersuchen:
Zur Linderung der bestehenden Notlage bei der Hessischen Regierung und dem Bundesräte bahiu vorstellig zu werben, baß die ausreichenbe unb bauernbe Versorgung | der beittschen Dlärkte mit Schlachtvieh mll allen Mitteln gesichert wirb, wozu man bte Beseitigung ber Einfuhrbeschränkungen unb bic Oesfnung der Grenzen für allein


