Ausgabe 
2.7.1902 Zweites Blatt
 
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dieses setzte die Kleider der Wert in Helle Flammen; lichterloh brertneiib, stürzte das Mädchen in den Hof. Durch den beim schnellen Laus verursachten Lustzug waren die Flammen natürlich nur noch mehr angefacht worden. Der Wirt und die Gäste waren, durch den Lärm aufmerksam gemacht, inzwischen auch auf den Hof geeilt. Nach ver­zweifelten Versuchen gelang es endlich durch Ueberwersen mit Säcken des Feuers Herr, zu werden. Die Albert selbst ist sehr schwer verletzt worden, der ganze Körper ist mit Brandwunden bedeckt. Man brachte die Unglückliche nach, dem Heiliggeisthospital.

Plötzlich in den Wandelgängen der D ep utier t en-Kami mer infolge eines Schlaganfalles tot zusammen. Die Gerichtsbehörden in Lyon verhafteten gestern den 24- jährigen Sohn des Rechtsanwalts Parmentier. Derselbe i lft beschuldigt, einen Pack mit über 150 Dokumenten, die sich auf die Machenschaften der Familie Humbert be­ziehen, bei feite gebracht zu haben. Eine Haussuchung bei dem Verhafteten führte zur Entdeckung. Es wurden eine große Anzahl Schriftstücke beschlagnahmt und man hofft, aus ihnen vieles Material in der Sache gegen die Familie Humbert gewinnen zu können.

* Konstantinopel, 1. Juli. Von den, wie gestern festgestellt, an der P e st erkrankten Personen ist heute ein achtjähriges Mädchen gestorben. Der Sanitätsrat ordnete an, daß alle von hier abreisenden Personen, ausgenommen die Reisenden der Orient-Expreßzüge, einer ärztlichen Un­tersuchung zu unterwerfen und die Gepäckstücke zu desinfi­zieren sind.

^Feuersbrunst. DieFrkf. Ztg." meldet aus'Kon­stantinopel: Die an der anatolischen Bahn gelegene Ort- jchast Tuzla ist ein Raub der Flammen geworden. 278 Häuser und drei Kirchen sind niedergebrannt, 1100 Personen obdachlos.

Das angebliche Duell des zur deutschen Ge­sandtschaft in Mexiko kommandierten Lts. Bartels! schrumpft , zu einem Unfall zusammen. Lt. Bartels war im Begriff, mit dem Kommandanten von Acapulco, Oberst v. Glümer (nicht o. Gilmer), nach der Hauptstadt Mexiko zu reisen. Auf dem Wege durch das Gebirge ist er.mit seinem Maultier gestürzt und im Falle entlud sich seine Pistole, die ihn nicht unerheblich verwundete. Herr v. Glümer selbst hat das Auswärtige Amt in Mexiko von dem Unfälle benachrichtigt, weil Herr Bartels infolge seiner Verwundung nicht fähig war, zu schreiben.

drs Dienstag über Gießen fortzog, hat nun doch einen erheblichen Witterungsumschlag zur Folge gehabt. Schon am Montag Nachmittag zeigte dec Barometer einen konkaven Quecksilberspiegel, den untrüglichen Beweis für eine, wenigstens momentane Aenderung des Wetters. Und die drückende Schwüle, die besonders in den Spätnachmittag- und Abendstunden des Montag über Gießen lagerte, ließ auf ein Gewitter schließen. Zunächst fteilich schien es, als ob die Wolkenwand, die am Abend den Horizont bedeckte, nicht bis zu uns durchdringen würde, bis bann in der Nacht der erste Donner, allerdings aus weiter Ferne, herüberklang. Das Wetter kam dann näher und näher, wurde aber auch gleich­zeitig immer matter, sodaß es eigentlich nur ein ganz kleines Gewittercheri" war, das Gießen berührte. Eine ziemlich starke Abkühlung brachte es aber doch mit sich, und als sich gestern mittag zum zweiten Male die angesammelten Elek-

Krofdorf, L Juli. (Don unserem ««-Korrespondenten.) In der Nacht vom Montag auf Dienstag zwischen 123 Uhr ging ein schweres Gewitter über die hiesige Gegend nieder. Zwar war es von kurzer Dauer und nur von einem heftigen Regenguß be­gleitet, aber dennoch hat es hier verschiedentlich Schaden ange-

z" Muschenh e im, 1. Juli. Am 29. v. M. feierte 'ber hiesige Gesangverein fein 25jähriges Stiftungs­fest- Das ganze Dorf hatte sich festlich gekleidet. Schier endlos schien die aus Radfahrern, Schulklassen, Fest­damen, Ortsvorstand, sowie aus 35 von auswärts erschie­nenen Vereinen bestehende Festzug, der sich um 2 Uhr durch das Dorf nach dem Festplatze bewegte. Dort begrüßte zu­nächst Präsident Weil mit kurzen Worten die Gäste. Pfarrer Köhler feierte in schwungvollen Worten das deutsche Lied sowie die Sangeslust der Deutschen. Seine Rede klang aus in ein Hoch auf Kaiser und Großherzog. Hierauf über­reichte Fräulein Weisel eine von Frauen und Jungfrauen gestiftete Fahnenschleife. Nachdem sodann noch dem Gründer des Vereins, Lehrer Hotz-Nidda, ein Ehrendiplom überreichst .... , worden war, folgten die Liedervorträge der erschienenen

10 Gewinne Vereine.

- Hessische Landeslotterie. Wie uns tele­graphisch aus Darmstadt gemeldet wird, sind heute vor­mittag folgende Gewinne gezogen worden: Die Prämie von 55000 Mk. fiel mit dem Hauptgewinn von 2 00 00 Mk. auf Nr. 33 284 in die Kollekte von Jos. Stern-Gießen. Ferner sielen ein Gewinn von 10000 Mk. auf Nr. 27 990 in die Kollekte von Kaufmann-Mainz, ein Gewinn von 5 000 Mk. auf Nr. 42 605 in die Kollekte von

Heer und Flotte.

Der Generalleutnant und Generalinspeeteur der Fuß- arttllerie, von Perbandt, hat einen ihm vom Kaiser b:s zum 15. d. M. bewilligten Urlaub nach Darmstadt anae- tresten.

Die Rekruten einst ellung soll, sowett deren Fest­setzung noch vorbehalten ist, nach näherer Festsetzung der Ge- nerallommandos dieses Jahr in der Zeit vom 21. bis 23. Oktober erfolgen.

Vermischtes.

* Hamburg, 1. Juli. Im Vororte Barmbeck er­hängte ein Wurstwarenhändler im Delirium feinen neun­jährigen Sohn und sich selb ft.

* Karlsbad, 1. Juli. Der Besitzer des Kaffeehauses Regensburg", Wert Hönisch, wurde nachts von zwei frem­den Männern e r m o r de t und feine Frau tätlich ver­wundet. Die Mörder sind noch nicht ermittelt.

* Saur ti ijt (9lortoegen), 2. Juli. Die am Nachmittag ausgebrochene Feuersbrunst dauerte um Mitternacht fort. Ein Fünftel der Stadt ist bisher niedergebrannt.

Paris, L Juli. Der Senator Ab eilte sank gestern

Gisentkuhn-Zeitung.

Der Schnellzug Nr. 581 ab Gießen 10.04 morgens nach Köln und Hagen ist für wette Entfernun­gen recht ungünstig zu nennen. Es lväre vielleichst zweck­mäßiger, wenn an Stelle des Arbetterzuges 4.58 ab Wetzlar ein Personenzug, anschließend an den Schnellzug von Kassel 5.44 ab Gießen abgelassen und bis Betzdorf durchgeführt würde, um dort den Anschluß an den Schuellzug S 83 7.03 Uhr nach Köln und Personenzug 7 Uhr nach Hagen zu erreichen. Dieser Zug könnte zugleich von Wetzlar biA Herborn als Arbeiterzug dienen, in Herborn oder Tttlenburg die nicht mehr nötigen Wagen 4. Klasse zurücklassen, um schneller nach Betzdorf fahren zu können. Eventuell könnte der Schnellzug von Betzdorf nach Köln, sowie Personenzug nach Hagen etwas später fahren. Der Schnellzug nach Köln kommt 8.30 in Köln an, die Anschtuß-^Schinellzüge nach Aachen, Barmen und Essen gehen nach 9 Uhr ab. Der Personenzug nach Hagen hat in Siegen, Altenhunden und Finnentrop über zehn Minuten Aufenthalt, sodaß auch derselbe noch etwas später äbsahren könnte. Als Gegenzug würde sich ein Personenzug nach dem Schnellzug S 82 ab Betzdorf em­pfehlen.

Aus Stadt und Kand.

Gießen, den 2. Juli 1902.

ein Portefeuille, blieb aber nie lange aktiver Minister. Aus Anlaß seines heuttgen Jubiläums ftnd demselben von vrelen Setten zahlreiche Glückwünsche zugegangen.

Karthäuserorden hat nunmehr endgültig beschloß i en, aus Frankreich aus zu w an d e rn. Sie werden

Schneider-Darmstadt, von 2 000 Mk. auf 44 975, 2 0 0 0 Mk. auf Nr. 1858, 2000 Mk. auf Nr. 39 234, 2000 Mk. auf Nr» 52 438, 4 Gewinne ä 1000 Mk. auf Nr. 5797, 23 775, 29 296, 52 766; 7 Gewinne L 400 Mk. auf Nr. 4127, 9578, 26 523 Mk., 27 481, 30 709, 30 995, 35 501; 15 Suuuuie ä 300 Mk. auf Nr. 4763, 6027, 18 715, 15216, 20 487,1 - Hunqen, 1. Juli. Wie gestern schon telearavbisch

27 436, 31668, 37190, 45 968, 48 892. Die Prämie gemeldet, ist der Arbeiter Louis Str eb aus Steinheim und der Hauptgewinn im Gesamtbetrag von 75 000Mk. sind,Iden Verletzungen, die er bei der Brandkatastrophe auf der wie schon oben erwähnt, in die Kollekte von I. Stern hier Friedrichsgrube erhielt, erlegen. Wie die H.L. meldet, gefallen. Zu den glücklichen Gewinnern gehört auch ein hinterläßt Streb eine Frau und zwei Kinder.

Setzer aus der Druckerei desGieß. Anzeigers", der mit zwei ** Ba d Nauheim, 1. Juli. Kardinal Vaughan Verwandten, einem Schutzmann und einem Schuhmacher, ein ÖOn Westminster ist heute zum Kurgebrauch hier eingetroffen Achtel des Loses spielle. und hat imKaiserhof" Wohnung genommen.

trizitätsmengen entluden, und ein kurzer, aber ausgiebiger Regen einsetzte, war es mit der anormalen Hitze vorbei. Der Regen war von starken Winden begleitet, doch ist ein großer Schaden auf den Feldern nicht zu verzeichnen. Wenn heute auch der Himmel bedeckt ist, so verträgt man dies und die damit verbundene kühlere Temperatur doch um so lieber, als ber letzten Tage Qual" recht groß war.

lieber mehr ober weniger starke Gewitter in ber Nacht vom Montag zum Dienstag liegen uns ferner folgenbe Mel­dungen vor:

Gerichtssaat.

M. Gießen, 1. Juli. Strafkammer. Den Vorsitz führte Landgerichtsdirektor Dr. Güngerich, bie Anklagebehörbe vertrat Staatsanwalt Reuß. Der Wirt Jakob Berg von Trais- Horloff war vom Schöffengericht Hungen wegen Körperverletzung zu einer Gelbstrafe von 40 Mk. verurteilt worben. Am Abend bes 6. März b. I. hatte der Angeklagte eine Anzahl fkandalierender polnischer und russischer Arbeiter aus feiner Wirtschaft hinaus- gerviesen. Kaum hatten sie sich von ber Wirtschaft entfernt, als sie, aus Aerger, baß nur ihnen Feierabend geboten worben war, ge­meinschaftlich zurückkehrten, Einlaß in die Wirtschaft verlangten und als derselbe ihnen verweigert und die Thüre von innen zu- gehalten wurde, schrieen und lärmten, die Thüre gewaltsam zu öffnen versuchten und hierbei die untere Thürsüllung emstießen. Der Angeklagte griff, da Warnungen vergeblich waren, zu seinem Jagd­gewehr und gab zwei S ch r o t s ch ü j s e auf die draußen befind­lichen ab, die einen der Arbeiter erheblich verletzten. Das Schöffen­gericht nahm an, daß ber Angeklagte Schreckschüsse habe abgeben wollen, babei jedoch mit nicht hinreichender Vorsicht verfahren sei und dadurch fahrlässigerweise den Arbeiter verletzt habe. Das Be­rufungsgericht schloß sich diesen Ausführungen an und verwarf die Berufung k o st e n f ä l l i g als unbegründet. Der Land­wirt Heinrich Hornberger von Kloppenheim war vom Schöffengericht Vilbel wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt er hatte gegen einen Polizeiüiener drohend den Arm zum Schlag erhoben und öffentlicher Beamtenbeleidigung zu Geldstrafen von 20 und 30 Alk. oerurteilt worden. Die Berufung des An­geklagten gegen das Urteil wird verworfen. Der Schreib- gehilse Friedrich Ide von Alsfeld war vom dortigen Schöffen­gericht wegen Diebstahls und Betrugs zu einer Gesamtgefängnis- Itrafe von 4 Wochen und 14 Tagen verurteilt worden. Gegen das Urteil hat der Angeklagte und wegen der Freisprechung bezüg­lich eines roeiteren Betrugsfalls die Staatsanwaltschaft Berufung eingelegt. Die Berufung des A n g^k l a g t e n wird als unbe­gründet verworfen, Derjenigen ber Staatsanwaltschaft dagegen stattgegeben, da sestgestellt wurde, daß der Angeklagte in einer Alsfelder WirtschaftunterVerschweigenseinerMittellosigkeitundinderoffenbaren Absicht, den Wirt um das Geld zu bringen, sich ein Schinkenbrot) ver­abreichen ließ und ohne Bezahlung sich entfernte. Er gab sich zu­dem in allen ihm zur Last gelegten Betrugsfällen, obwohl er längst entlassen war, als Schreibgehilfe des Amtsanwalts in Alsfeld aus, um auf diese Weise das Vertrauen der ihm Kreditierenden zu er­werben. Ter Anaeklagte erhält insgesamt eine Gefängni s- strafe von 4 Monaten und 3 Wochen. Der Fuhrmann Johann Philipp Schick von Altenbuseck ist des Diebstahls von Heu im Werte von 25 Mk. beschuldigt. Das Schöffengericht Gießen hatte ihn dieserhalb zn einer einwöchigen Gefängnisstrafe verurteilt. Seine gegen dies Urteil eingelegte Berufung wird als unbe­gründet kostenpflichtig verworfen. Der Maurergeselle Fried­rich B o b n e r von Arnsheim wird wegen Verbrechens i. S. des § 176 Abs. 3 des St.-G.-B. in zwei Fällen zu einer Gesamt- gefängnis strafe von 9 Monaten, unter Aufrechnung von zwei Wochen der erlittenen Untersuchungshaft verurteilt. Der Landwirt Karl Eurich von Ilbeshausen war vom Schöffen­gericht Herbstein wegen Unterschlagung von Brettern und dergleichen Gegenständen zu 5 Tagen Gefängnis verurteilt worden. In der heutigen Hauptverhandlung ergab sich fein Anhaltspunkt dafür, daß der Angeklagte sich bewußt an fremdem Eigentum vergriffen habe. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft gemäß, welche die gegen den Angeklagten erhobene Anzeige als einen Racheakt des Schwieger- ohnes desselben bezeichnete, wurde der Angeklagte unter Aushebung des erstinstanzlichen Urteils freigesprochen. Der Schuh­macher Paul Hoheisel von Deutsch-Krone war wegen Land- treicherei vom Schöffengericht Gießen zu einer 14tägigen Haftstrafe und zur Ueberweisung an bie Landespolizeibehörbe verurteilt worden. Auf seme Berufung hm wird er s r e i g e s p r o ch e n und der gegen ihn erlassene Haftbefehl aufgehoben, da ein geschäfts- uub arbeits­loses Umherziehen nicht nachgewiefen werden fonnte.

Gießen, 1. Juli. Gewerbegericht. Den Vorsitz sühtt Stadtverordneter Haubach. Als Beisitzer fungieren Bauunternehmer H. Winn und Zigarrenmacher Johannes Rudolph. Heber die Klagefache des Knechts Friedrich Kohler hier gegen die Fuhr­unternehmer Wilhelm und Otto Schneider hier haben wir be­reits berichtet. Ter Kläger erklärte zunächst, daß er nun feinen Lohn bis auf bie strittigen 7 Mk. besitze. Durch Vernehmung ber als Zeugen benannten Wilhelm Döring unb W. Schneider, sowie

Crossen a. Oder, 1. Juli. TasCross. Wochenblatt" mel­det : Bei einem schweren Gewitter setzte ein Blitzstrahl in Raednitz a. Oder, Kreis Crossen, ein Haus auf dem Judenberge in Brand unb erschlug Mann unb Kind. Tas vaus brannte nieder. Ferner wurde in Raednitz eine Frau und ein Kind vom Blitz getroffen. An dem Aufkommen der Frau wird gezweifelt.

IN Oesterreich ein arosies Kloster errichten lnssen Die richtet. Ter Blitz ickffug m ein fast vollendetes, von Maurer-- sebr ft rthnn/ SiStS t . I ! r I Schneider am Wege nach Kinzenbach erbautes Haus.

ÄnThe fi^ VMwthek b^ Ordens und viele kostbare selbe steht noch ohne Dach, und so konnte der Blitz nur den Genrnlbe sinb bereits nach Oesterreich abgesanbt worben. Schornstein und den Vordergiebel beschädigen. Ter vor dem Hause P m ' König Viktor Ern anuel III. be- stehenden Telephonstange wurde die Spitze abgeschlagen, die Leitung

äbsichtigt, im Laufe dieses Monats die Höfe von Berlin zerstört, und eine etwa 200 Meter davon entfernt stehende Pappel unb St. Petersburg zu besuchen. Auf Wunsch Kaiser Wil- wurde zersplittert.

Helms n. ift der Besuch in Berlin auf den August . Kassel, 1. Juli. In Niederungen wurde einGehöst durch verschoben worden. Der Besuch in St. Petersburg ist Blitzschlag eingeaschert.

für Mitte dieses Monats in Anssickit npnnmnrJ Homberg, 2. Juli. (Von unserem wx-Korrespondenten.) In

7 dies-ZeUauch den Feuers

so scheint dorteine D r e i rn v n a r ch e n- Herr zu werden, sodaß nur ber Dachstuhl des Hauses abbrannte.

Zusammenkunft bevorzustehen. D Red. d. Gieß.Anz.)j Berlin, 1. Juli. Der Gewitterfturm, der heute Vormittag kurze Zeit hindurch über Berlin zog, hat vielsachenSchaden angerichtet. In der Zimmerstraße und an der Jannowitz-Brücke drohten Baugerüste einzustürzen, sodaß die Feuerwehr alarmiert werden mußte. Auch nachmittags gingen schwere Gewitter nieder, bei denen es mehrmals einschlug.

Halberstadt, 1. Juli. Heute Morgen zwischen 7 und 8 Uhr ging ein heftiges Gewitter nieder, wodurch einige 40 Femsprcch- leitungen beschädigt oder zerstört wurden. Ein Knecht wurde durch Blitzschlag getötet, ein in der Nähe Befindlicher vor Schreck gelähmt.

§*Der Kai s erZvttd, wie eine Korrespondenz meldet, ** Darmstadt, 1. Juli. Unter dem Vorsitz der Frei- S?tvk Truppenschau nach, Mhaiuz kommen. Ifrau Heyl zu Herrnsheim aus Worms fand gestern

^o.ftch dre Nachricht bestätigt, bleibt abzuwarten. Die eine Sitzung des Landeskomitees für die Errichtung des Kassel ge- Großherzogin Alice-Denkmals statt. Dem Komitee s^tt^ab^sa a^nn?^ vor- stehen 52 000 Mk. zur Verfügung. Die Enthüllung des Denk-

bauftg abgesagt, nne man glaubt, wegen einiger Typhus- ,nals soll im Auaust statttinden falle, die in der Umgegend vorgekommen sind, ^e i>ad J n r m a .......

Hofmarschallamt mitteilt werden die fBringen mit h^rl- tti s, 30. ^unu Die Grund fteinlegungsi-, böbe eint^effeft Ä * 3ett ** Wilhelms- des Dombaumeisters, der staatlichen unb städtischen Be- ' 4 gulrÄra Hi^or , r rr Hörden, der Geistlichkeit, des Herrn Domkapitulars Dr.

n., A -5 fr_fA r n Lv O b e rh essen. Selbst, des Kirchenvorstandes, ber katholischen Vereine und

s x xrTm m° abgehaltenen Versamm-! zahlreicher Zuschauer in erhebender Weise vorgenommen,

tung des ^terarztlichen Verems von Oberhessen" waren ausIDomkapitular Dr. Selb st nahm die Einweihung vor. Tvm- Oberhessen und den angrenzenden benachbarten preußischen Propst Malzi hiett sodann die Weiherede und verlas die Bezttken zahlreiche Mitglieder erschienen. Die Versammlung Urkunde, welche in den Grundstein eingemauert wurde, wurde gegen 2 Uhr von dem Vorsitzenden Kreisveterinärarzt Nachdem Dombaumeister Hoffmann über die bis jetzt Schmidt eröffnet, der nach der üblichen Begrüßung unb Auf- erfolgten Vorarbeiten Kenntnis gegeben hatte, und von nähme neuer Mitglieber, Profeffor Dr. Gmein er bas Wott A^ten der staatlichen und kirchlichen Behörben zu einem Vorttageüber bie Anwenbung ber Kresole in ber L-^ren, schloß Tierheilkunde«, erteilte. Der Redner erntete den ungeteilten LD°mev denkwürdige Ferer.

CT3_:f-rf äs,, m , . < . " Das Kuchler-Dentm al m Worms wird, rote letzt

gliedern unentgeltlich zuge tM werben. sn;«« 1 cv..r- cVtL c r. c . ,.

fi » c Bingen, 1. Juli. Ihr Sommerfesl feierten hier

ft -« ? Johannes- und gm Samstag, Sonntag und Montag die KorpsHansa"-

.«r- Bonn undTeutonia"-G.eßem Am Samstag Abend teld (inntprU* cJ A << i®1^mHotel Rochusberg" Kommers statt, an welchem sich

bVen wollen wie es hecht fuJetoa 70-80 Mitglieder der b-rd-n Korps und d7r Alten AnaerAa» m Melles den Pfarrer Licht beteiligten. Am Sonntag VormAag erfolgte ein

9§» Dem Oberlehrer Theodor Schaumann auf ben Niederwald und der obligate Frühschoppen,

am Realgymnasium Hierselbst ist der Eharatter als ^ro <Qnn Semütliches Zusammensein nebst Kon-

fessor verliehen worden. zett nn Gatten des HotelsViktoria". Unter den alten

§ Butter. Mit dem heutigen Tage ist die gesetzliche Herren befand sich auch ber Stabtkommanbant von Bestimmung in Kraft getreten, daß Butter, welche in 100 Hagenow-Köln.

Gewichtsteilen weniger als 80 Gewichtsteile Fett, oder in Frankfurt a. M., 1. Juli. Wieder einmal hat ungesalzenem Zustande mehr wie 18 GewichtHteile Wasser die Unsitte mancher Frauen unb Mäbchen, sich der Petro- enthäkt, gewerbsmäßig nicht mehr verkauft oder fettgeboten leum kann e als Hilfsmittel beim Feu eran- werden Darf. mach en zu bedienen, ein schweres Unglück verursacht, dessen

** Das Gewitter, das in den ersten Morgenstunden bedenkliche Folgen zur Stunde noch nicht abzusehen sind. d«s Dienstag über Gießen fottzog, hat nun doch einen in dem RestaurantZum Wotfseck" bedienstete Kunigunde Albert war gestern abend in Der Restaurationsküche mit Feueranmachen beschäftigt und benutzte babei Die gefüllte Petroleumkanne. Der Inhalt der Kanne fing Feuer, und