Die Stadt Gießen im Jahre 4942. I£
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|€it neuen Erfolge bringen, da fetzt nicht die Zeit |e_ die Verwirklichung kommunaler Projekte ist. Immerhin darf als erfreuliches Ergebnis der letzten Monate die Erweiterung unseres Obus-Betrie- des durch die Aufnahme der Linie nach Klein- Linden und durch die Verkehrserschließung weiterer Bezirke der Stadtmitte durch die Ringlinie um die Anlagen verzeichnet werden. Da der Stadtring auch den direkten Fahrdienst zum Bahnhof verficht, ist allen Volksgenossen in den bisher von den öffentlichen Verkehrsmitteln abgelegenen Straßenzügen nun die Möglichkeit eröffnet worden, in angenehme- ter Weife als früher in den Mittelpunkt der Stadt
Titel erringen kann. Das Vorspiel gewannen sie noch mit 12:6 Toren. In Lang-Göns wird es wohl nicht zu solch eindeutigem Siege kommen, zumal man durch die letzte Niederlage in einem Freundschaftsspiel gewarnt ist. Die Platzbesitzer erstreben unbedingt eine Verbesserung ihres Tabellenplatzes. Durch das letztmalige Mitwirken einiger Spieler wird es dazu nochmals zu einer besonderen Leistungssteigerung kommen. Ihr eigner Platz ist weiterhin ein Vorteil, weshalb man diesmal Lang-Göns die größeren Siegcsaussichten einräumen muß.
durchaus echt war.
.„Ich kann mich nicht erinnern, Frank, daß ich mich jemals im Leben gefürchtet hätte — am wenig, ften vor einem Einbrecher! Und Sie dürfen mir alauben, daß ich in dieser Nacht hier genau so ruhig schlafen werde wie sonst auch! Wenn ich bann morgen vormittag hier ein wenig Ordnung geschafft habe, ist alles wieder vergessen."
„Dann gestatten Sie mir wenigstens, daß ich
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und zum Bahnhof zu komnren.
Auf kulturellem Gebiete ist vor allem die am 1. September 1942 auch in unserer Stadt eingerich- tete Hauptschule hervorzüheben, mit der unser Gemeinwesen einen neuen Schultyp erhalten hat. Die Hauptschule tritt an die Stelle der bisherigen Mittelschule, letztere wird im Herbst 1947 auslaufen. Da sie erst Ostern 1940 eingerichtet wurde, hat sie hier nur ein kurzes Dasein gehabt. Don Bedeu- turrg ist ferner noch, daß die feit etwa einem Jahre hier bestehende Iugendmusikschule der Hit- ler-Jugend mit der ebenfalls seit etwa einem Jahre eingerichteten Städtischen Musik« und D r • chesterschule in den letzten Wochen dieses Jahres zusammengelegt worden ist und die Stadt Gießen diese Schulen in ihre Obhut genommen hat-, beide wirken nun als- „Musikschulen der Universitätsstadt Gießen und der Hitler-Jugend" weiter, geleitet von dem Universitäts-Musikdirektor Professor Dr. Te- m e s v L r y.
*
Wenn auch die Zeit des weiteren kommunalen Aufbaues für unsere Stadt im Jahre 1942 noch nicht gekommen war, so können wir doch heute am Iahresschluß mit Befriedigung auf den Verlauf der letzten zwölf Monate zurückblicken. Und mit vollem Vertrauen, in treuer Gefolgschaft zum Führer gehen wir dem neuen Jahr entgegen, das uns auch in Gießen allezeit bereitfinden wird, alle Kräfte einzu- setzen für den Sieg unserer Waffen. B.
furt a. M. Dom Wintersemester 1934/35 ab an unserer Universität wirkend, war er seit 1. Oktober 1939 deren Rektor. In die Zeit seines Rektorats fielen schon zu dessen Beginn entscheidungssckwere Monate, in denen unsere Ludoviciana gerade in Professor Kranz d t e starke Persönlichkeit an ihrer Spitze hatte, die jene Zeit erforderte. Gestützt auf das Vertrauen des Gauleiters und ausgestattet mit allen zu glücklicher Aufbauarbeit befähigenden Eigenschaften gelang es ihm als Rektor, unserer Universität ein starkes Fundament zu schäften, auf dem sie sich ihre im Kreise der deutschen Universitäten auf jahrhundertelange verdienstvolle Arbeit begründete und in deH ganzen wissenschaftlichen Welt geachtete Stellung'erhalten kann.
Noch kurz vor dem Iahresschluß wurde unserer Alma mater eine besondere Auszeichnung dadurch zuteil, daß ihr von befreundeter Seite in dankbarer Erinnerung an das Wirken Justus von Liebigs bedeutende Geldmittel zur Stiftung eines I u st u s - Liebig-Preises zur Verfügung gestellt wurden. Den Preis stiftete die Universität in Verbindung mit dem Staat, der Partei, der Wissenschaft, der Reichsfachgruppe Chemie im Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik und der Wirtschaft; seine Verleihung wird alle zwei* Jahre für besondere wissenschaftliche Leistungen auf dem Gebiete der reinen und der angewandten Chemie erfolgen.
Rückschauend auf das vergangene Jahr darf auch die Gießener Bevölkerung Genugtuung darüber empfinden, daß es im Jahre 1942 mit ihrer alt« ehrwürdigen Universität erfreulich aufwärtsgegangen ist. Vor allem im Hinblick auf das oft be- kündete Wohlwollen des Gauleiters dürfen wir für unsere Ludoviciana eine gedeihliche Zukunft erhoffen.
Die kommunalwirtschas^che Arbeit unserer Stadt konnte im scheidenden Jahre 1942 natürlich keine
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(ober gebundene Folianten in die Hand und betrachtete sie nachdenklich.
Diese Bücher besitzen doch wahrscheinlich einen beträchtlichen Alterswert. — Vielleicht fehlen einige Exemplare?"
Ich glaube kaum", sagte Sigrid mit gering- schäbigem Lächeln. „Allerdings befanden sich ur- prünglich einige wertvolle Werke darunter. Aber alle diese Bücher, die nur irgendeinen besonderen Verkaufs- ober Liebhaberwert besaßen — und das waren insgesamt etwa fünfzig Exemplare —- habe ich vor etwa fünf Monaten an einen Prioatgelehrten, einen Professor Beierfeld in Berlin-Dahlem, verkauft. Don Professor Beierfeld, der in jeder Beziehung durchaus zuverlässig ist, weiß ich auch, daß der Derkaufswert meiner gesamten restlichen Biblw- thek aus Schloß Mönckeberg im günstigsten Falle nur einige hundert Mark einbringen würde."
Sie schüttelte den Kops und fuhr nach kurzem Nachdenken fort:
, Von einem Menschen, der lediglich, zu dem Zweck einen Einbruch verübt, um Bücher zu stehlen, darf man wohl annehmen, daß er mit der Sache von Grund auf vertraut ist. Ein solcher Mensch aber würde schon nach flüchtiger Musterung den geringen Derkaufswert der einzelnen Bände erkennen: und deshalb bin ich überzeugt, daß nicht ein einziges Buch fehlte... Uebrigens habe ich eine genaue Lifte der vorhandenen Bücher, und wenn ich sie morgen wieder einräume, werde ich den Bestand gewissenhaft nachvrüfen." — „Und sonst vermissen Sie wirllich nichts?" fragte der Kriminalassistent ungläubig. „Wäsche, Kleider, Pelzsachen oder dergleichen?
„Nein — sowett ich das bis jetzt überblicken kann, ist "alles vorhanden! Ich sagte ja schon, daß fogar Geld und Schmucksachen noch auf dem alten P atz liegen, obwohl beide nicht einmal unter D-rschtutz
Da- Jahr 1942 brachte ■
wechsel m der obersten Seituna der Unwerschch. Mit ■hm 1. Detember 1942 Med der $c*°r;
Professor Dr. med. ö.W.Kran 3, «us diesem Amt md solche, einem Wunsche des Kanletters entlpre jihsnd, einer Berufung an^e^Umversttat^ran^
tragen:
Leihberechtigt sind vorzugsweise Fronturlauber und Angehörige kriegswichtiger Betriebe unter Bevorzugung solcher Personen, die ihr Gerät im Winter 1941/42 gemäß Führer-Aufruf abgaben und dies durch Dorzeigen einer entsprechenden Bescheinigung nachweisen können. Bei gleichen Voraussetzungen gibt die kürzere Urlaubszeit den Ausschlag. Die Leihbenutzung erfolgt im Regelfälle bis zu einer Dauer von sieben Tagen. Die Abgabe des Geräts erfolgt nur gegen Vorzeigen eines Personalausweises mit Lichtbild. Der Verleiher ist berechtigt, vom Benützer, je nach Güte des Geräts, ein Pfand bis zu 50 RM. zu verlangen. Bei Rückgabe beschädigten Schigeräts werden die Ausbesserungskosten in orts- üblicher Höhe vom Pfandbetrag in Abzug gebracht. Das Pfand verfällt, wenn das Gerät nicht zum vereinbarten Zeitpunkt abgeliefert wird. Für den Der- leih kann zur Deckung entstehender Unkosten ein Betrag von 20 Rpf. pro Derleihtag erhoben werden. Austausch von Leihgerät gegen minderwertiges, ebenso die nicht erfolgte Rückgabe des Geräts werden strafrechtlich verfolgt. Nach Beendigung der vereinbarten Benützung ist das Gerät unversehrt und ordnungsgemäß an den Verleiher zurückzugeben. Für die Haltbarkeit des verliehenen Geräts haftet der Verleiher nicht. Das Gerät ist als wertvolles Volksgut im Interesse des Schilaufs vom Benützer sorgfältig zu behandeln.
Handball-Dorschau.
Kreisklasse.
Grüningen — Luftwaffe Gießen II.
Mit diesem Spiel beendet Grüningen die Spiel- runde der Kreisklasse. In den letzten Tressen konnte die Mannschaft keinesfalls überzeugen. Durch eignes Verschulden mußten vermeidbare Punktverluste eingesteckt werden. Trotzdem werden die Grüninger gerade gegen die Soldaten versuchen, einen günstigen Abschluß zu finden. Um mit dem Mtv. Gießen punkt« gleich zu bleiben, dürfen sich die Gäste keine Ueber- raschung erlauben. Obwohl sie eine lange Ruhe- pause hinter sich haben, sollte es doch zu einem Siege der Gießener kommen.
HJ.-Slasie.
Lang-Göns — Mtv. Gießen.
Durch die Niederlagen der anderen Mannschaften ist dem Mtv. Gießen auch in diesem Spieljahre die
des kulturellen Lebens von einst.
Todessturz in der Scheune.
Lpd. Wetzlar, 30. Dez. Die Mutter des Ortsbauernführers von Frankenbach fiel in der Scheune von der Leiter und zog sich bei dem Sturz so schwere Verletzungen zu, daß der Tod bald darauf eintrat.
Kunst und Wissenschaft.
(Ein neu entdeckter Lukas Cranach.
In Gera wurde vom Vorsitzenden des Kunstvereins der Stadt ein neu entdecktes Gemälde von Lukas Cranach übergeben. Das Gemälde hing unerkannt in einem Dorf des Landkreises Gera. Es wurde bei einer Restauration vom Direktor des Kaifer-Friedrich-Museurns in Berlin, Dr. Demmler, als ein echter Cranach erkannt und von 18 Stiftern der Stadt zum Geschenk gemacht. Das Bild stellt eine Kreuzigungsgruppe dar, auf der die beiden Figuren der Maria und des Johannes im Laufe der Jahrhunderte erhebliche Beschädigungen erlitten hatten. Die Hauptfigur zeichnet sich durch eine in Zeichnung und Farbe hervorragend naturalistische Darstellung aus, während der untere Teil des Bildes fast stillebenhaft als besonderes Charakteristtkum ftänkische Landschaften, Burgen und Tannen zeigt.
Ein lateinischer Bobenfeeroman.
Der Ehrenbürger der Bodenseeinsel Reichenau, Apotheker Dr. med. Flesch, hat einen Bodensee« roman in lateinischer Sprache verfaßt, der als Ehrengabe an verdienstvolle Lateinübersetzer der „Societas latina“ gedacht ist.
wartete sie schnell und beftimmt „Sie fahren morgen früh nach Schloß Mönckeberg, und Sie dürfen überhaupt an nichts anderes denken als an Ihre bevorstehende Arbeit! — Kommen Sie, Frank, ich bringe Sie hinunter! Wahrscheinlich wird inzwischen irgendein anderer Mieter die Haustür abgeschlossen haben."
Es war offensichtlich, daß Frank noch irgend etwas auf dem Herzen hatte; da ihm aber weder Ort noch Zeit geeignet schienen, sein Anliegen vorzubringen, wandte er sich mit einem unterdrückten Seufzer um und stieg langsamer, als es sonst feine Art war, die Treppe hinab.
An der Haustür küßte er dem Mädchen die Hand. Sigrid sagte einige absichtlich burschikose Worte, die ihr über eine leichte Verlegenheit hinweghelfen und gleichzeitig beiden den Abschied leichter machen sollten.
Aber immer noch zögerte Frank. Er hielt ihr« schmale, feste Hand in der seinen und blickte wie gebannt auf ihren frischen, roten Mund, der ihm so verlockend nah und doch so fern war.
Sigrid, die seine Gedanken erriet, schüttelte kaum merklich den Kops. Mit einem kleinen Ruck machte sie ihre Hand frei, gab ihm einen zärtlichen Klaps auf seine narbenbedeckte Wange und schob ihn sanft hinaus. Dann steckte sie mit einem spitzbübischen Lächeln den Kops durch den Türspalt:
„Frank, Sie sind ein lieber Junge! Wenn Sie erst als neugebackener Doktor vor mir stehen, sollen Sie — ich versprech's Ihnen — einen Kuß von mir haben!"
Sie schloß schnell die Haustür ab und lief leicht- füßig die Treppe hinauf. t .. .
Eine Viertelstunde fpater schlief sie bereits den tiefen, festen Schlaf der Jugend; sie ahnte nicht einmal, daß der heutige Einbruch nur das Anfangsglied in einer Kette von rätselhaften und unheimlichen Geschehnissen werden sollte.
Sörtjetzung folgte
ßenrennen werden ausnahmslos als Rundstreckenrennen gefahren, für eine Anzahl davon ist reichs- oftene Ausschreibung beantragt, so auch für das Rundstreckenrennen auf dem Neroberg bei Wiesbaden am 13. Juni Im Januar finden drei Hallen- Radsportveransdaltungen in Wiesbaden (mit einem Radpolo-Turnier der Frauen), in Gießen und Frankfurt a. M. (je mit Spitzenkönnern im Kunstfahren) statt. Die zur Genehmigung eingereichte Terminliste lautet:
10. Januar: Hallensportf-est und Radpolo-Städte- furnier in Wiesbaden; 30. Ion.: Hallenfest in Gießen; 31. Ian.: Hallenfest in Frankfurt a. M. — 25. April: Steherrennen in Frankfurt; 16. Mai: Bahnrennen in Frankfurts 23. Mai: Rund um den Hellerhof (Iubiläumsveranstaltung) über 100 Kilometer; 30. Mai: Großer Preis vom Main in- Offenbach: 13. Juni: Rund um den Neroberg in Wiesbaden; 20. Juni: Bahnrennen in Frankfurt o M.; 27. Juni: Großer Strahenpreis von Mainz über 100 Kilometer; 4. Juli: Rundstreckenrennen in Mühlheim a. M. 11. Juli: Rundstreckenrennen in Frankfurt-Sachsenhausen; 18. Juli: Bahnrennen in Frankfurt; 25. Juli: F. Eichhorst-Gedächtnis- rennen in Frankfurt; 1. August: Großer Straßen- preis von Gießen; 15. August: Bahnrennen in Frankfurt, 22. August: Rund um den Rödelberg in Langenselbold; 12. September: Bahnrennen in Frankfurt; F. Wiedemann-Bergrennen am Feldberg i. Ts. über 15 Kilometer; 26. September: Großer Preis von Frankfurt über 100 Kilometer,
Bekannter Vogelsberger (Senoffenschastler gestorben.
LPD. Lauterbach, 30. Dez. Im Kreisorfe Wallenrod wurde ein bekannter Genossenschaftler des hohen Vogelsbergs, Landwirt Ioh. Seipp I., zur letzten Ruhe^ getragen. Der Verstorbene war langjähriger Direktor der Molkereigenossenschaft Wallenrod, Rechner der örtlichen Spar- und Dar- lehnskasse, Mitglied des Verwaltungsbeirates des Verbandes der Hessischen Landwirtschaftlichen Genossenschaften und Mitglied des Aufsichtsrates der Zentralgenossenschaft in -Darmstadt. Die Genossenschaftsarbeit Oberhessens hatte in dem Verstorbenen einen bewährten Förderer.
Dom nömerfrug bis zum Spinnrad.
Lpd. Büdingen, 28. Dez. Reges Interesse und lebhafte Mitarbeit der Allgemeinheit im Dienste der Heimatpflege und namentlich der heimatlichen Vergangenheit wird bezeugt durch das Anwachsen der Funde und Sammlungen des Heimatmuseums. Interessant ist in diesem Zusammenhänge eine Uebersickt über die Zuwendungen zu lesen, die innerhalb Jahresfrist von den verschiedensten Seiten dem Museum gemacht wurden. Da sind alle Zeitalter vertreten: Aus der Zeit der römischen Besetzung eines großen Teiles des Kreises Büdingen, die etwa um 260 n. Chr. abschloß, wurde ein römischer Krug aus der ehemals römischen Ansiedlung Altenstadt gestiftet. Die späteren Zeiten sind durch Aexte, alte Jagdwaffen einschl. Pulverhorn, Münzen usw. vertreten. Man lieft von alten Helmen und Tschakos, Helmschutzhauben, Seitengewehren, die in reicher Zahl für das Museum bereitgestellt werden, um schließlich auch die friedlicheren Dinge vertreten zu sehen: alte Tischdecken, Puppen und das Spinnrad; das alles wirkt wie ein Spiegel
f. Alsfeld usw. unsere engere Heimat genau keimt, rinbern der auch durch sein Wirken in der früheren M »rrovinzialdrrektion Oberhessen in Gießen von Ende in* fioDember 1933 bis zu seinem Eintritt in die Gie- kß'ner Stadtverwaltung am 1. April 1937 mit den oll Erfordernissen und den kommunalwirtschaftlichen ßrunblagen unserer Stadt aus nächster Berührung Unau bekannt geworden ist. Durch seine Mitarbeit Iss Beigeordneter und rechte Hand des Oberbürger- yieifters Ritter find ihm auch die Planungen und Iberen Ausgangspunkte sowie die finanziellen, recht- ilichen und'städtebaulichen Voraussetzungen der gro- s;,n Aufbauprojekte unserer Stadt bis in alle Einzel- hkiten geläufig, auch ist ihm der Derwaltungsappa- ret mit allen seinen Reichweiten so vertraut, daß gir die Gewißheit haben bürfen, die Zukunft un- lerer Stadt bei Oberbürgermeister Vogt in besten hinden zu sehen. Wie sein Amtsvorgänger besitzt '«ich er neben reichen /kommunalen Verwaltungs« 'ttfahrungen eine außerordentliche Arbeitskraft, bie nach feinem bisherigen Wirken unserer Stadt auch in Zukunft zum Nutzen gereichen wird.
Während der Abwesenbeit von Oberbürgermeister Logt führt der Erste Beigeordnete Bürgermeister Dr. jur. Hill die Verwaltungsgeschafte der Stadt. Ailetzt Bürgermeister der Stadt Alzey, wo er am i Februar 1921 zum Bürgermeister gewählt und Ach Ablauf seiner ersten Wahlperiode am 21. Fe- bruar 1933 dort erneut auf zwölf Jahre mit dem Amt des Bürgermeisters betraut worden war, kam ec im September auf den Rus des Gauleiters als Urster Beigeordneter nach Gießen. Infolge der Kriegsverhältnisse war es ihm in der kurzen .'Zeit je nes Hierseins noch nicht oergönnt, mit
d Mtbaren Arbeiten vor die Oeffentlichkett zu treten Dir dürfen aber der Überzeugung sein, daß unsere Mrdt in ihm nicht nur einen mit reichen fommu nlen Erfahrungen ausgerüsteten Derwaltungs- bt amten, sondern zugleich einen Mann der tatfrohen shntiatine erhalten hat.
ROMAN VON OLAF BOUTERWECK -.Fortsetzung. (Nachdruck -erboten.)
Sigrid dacht- lange und angestrengt nach. Dann schüttelte sie den Kopf.
.Das ist meine- Erachtens völlig °u-geschl°N-^ llkbrigen» haben cherr Suberftobt ..
Susammenkunst ja erst heut- nachmittag verabred
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Stria ff en des Hauses beobachtet h » feststellen der Kriminalassistent. „Haben Sie schon festste können, was alles gestohlen worben „
S* SS jg»53*S Vdes ist noch vorhanden? Ebenso smo meine vchmucksachen, die doch immerhin em > ^siet! "SS’e’Stf« >« •"*"
Worben", meinte Frank. ^mackem
! „Na", sagte der Krimmalo- sistent mrt schein, indem er °öanad) sieht es
nilbe Durcheinander iae im Gegenteil zu
-lyentlich weniger aus M W ^uf)e uni) Zeit der Ansicht, daß er sich mit den Büchern
«elassen hat. - Wie ist es übrigens nut « hier? Es sieht ja fast so aus, ais du
besonders abgesehen hatte. . Schweins-,
k Der KviminalalMnt nahm rwe; w s ------
Vie Benutzung von Leih-Scki.
Der Reichssportführer hat gemäß Führeraufttag den Verleih von Schigerät nach folgenden Grundsätzen eingerichtet und Den Derleihstellen über-
Das neue Kadsportiahr in Sessen-7i"ffau.
Die hesierv-nasiauischen Radsportler Hoden sich auch für das neue Radsportjahr viel vorgenommen. Ihre Pläne ersttecken sich auf alle Arten des Rad- sports. Die Frankfurter Radrennbahn hat sechs Termine für Steherrennen engemelbet und wird weiter auch wahrscheinlich die Vorrennen zur Deutschen Stehermeisterschaft ausrichten. Die Stta-
für Sie, Fräulein von Mönckeberg! Falls Sie doch noch irgend etwas vermissen sollten, so geben Sie mir oder meinem Vertreter bitte sofort telephonisch Nachricht. — Uebrigens: sind Sie versichert?"
„9a, gegen Feuer und Einbruch!"
„Dann versäumen Sie nicht, den Einbruch innerhalb von vierundzwanzig Stunden der Versicherung zu melden. Die Gesellschaft wird Ihnen zumindest die Kosten für ein neues Schloß an der Wohnungstür ersetzen müssen."
Die beiden Beamten entfernten sich mit einigen höflichen und gutgemeinten Worten.--
Sigrid und Frank saßen sich eine Weile schweigend gegenüber. Frank hätte ihr gern irgend etwas Tröstendes gesagt, aber alles, was ihm einfiel, erschien ihm gewöhnlich und abgeschmackt. Er warf einen Blick auf die Armbanduhr und fuhr erschrocken auf:
,3a, dann muß ich wohl gehen, Sigrid! Es ist ja schon ein Uhr vorbei. Ich kann Ihnen nicht sagen, Sigrid, wie unangenehm mir diese Geschichte ist. Gerade weil Sie heute meinetwegen die Wohnung unbeaufsichtigt ließen ..."
„Aber ich bitte Sie, Frank! Natürlich weiß ich, daß Sie an diesem Geschehen ebenso schuldlos sind wie ich' und da ja anscheinend nichts gestohlen, wurde, ist das Ganze gar nicht der Rede wert."
„Haben Sie nicht Angst, Sigrid, heute nacht hier allein zu bleiben?"
Sie ließ ein kleines, silberhelles Lachen hören, das
We seine beiden Vorgänger, so stand auch das -chr 1942 für unsere Stadt völlig im Qeidwm tfr großen Kriegsereignisse. Die öffenttiche wie die rinate Wirtschaft unseres Gemeinwesens arbeitete rit allen verfügbaren Kräften auf der Grundlage H kriegswirtschaftlichen Bedingtheiten und Not- penbigfeiten mit dem Ziel, auch von hier aus einen vöglichst hohen Beitrag für den Sieg unserer Waf- fit zu leisten. Dieser großen Zielsetzung wegen raun frn bewußt mancherlei andere Wünsche insbesondere cif kommunalem Gebiete erneut zurückgestellt ohne trß sie auf gegeben wurden. Partei und Stwdtver- raltung, Wirtschaft *unb Bevölkerung wissen sich eich in unserer Stadt einig in dem Willen, vor des andere die Stärkung unserer Wehrkraft treten p lassen und erst dann die Gedanken auf die körnende Auf- und Ausbauarbeit in unserem Gemein- rtfen zu richten.
Das besondere Kennzeichen des nunmehr zu Ende cchenden Jahres 1942 war der Wechsel im Gieße- । \« Oberbürgermeisteramt. Nach mehr als achtjähri- ct Tätigkeit an der Spitze unserer Stadtverwaltung L- vom 17. Mai 1934 bis 1. September 1942 — Mrde Oberbürgermeister Ritter vom Gauleiter jur Erfüllung der größeren und vordringlicheren lufgaben des Oberbürgermeisters der Stadt Mainz hrufen. Damit verlor unsere Stadt einen kommu- rilen Derwaltungsführer von Format, den wir tme noch einige Jahre an der Spitze unserer ttabtoermaltung hätten wirken sehen. Seiner um jmrüdlichrn Initiative, seinem großzügigen Planen ib Handeln, seiner frischen und gewinnenden in seiner Amtsführung wie im Umgang von lsch zu Mensch hat unsere Stadt trotz der ver- iltnismäßig kurzen Zeit von nur acht Jahren erordentiich viel zu verdanken, so daß wir sagen „innen: die Aera Ritter wird in der Geschichte der ktadt Gießen als eine besonders produktive und ückliche Zeit des Aufbaues verzeichnet bleiben. Wir iben sie im „Gießener Anzeiger" Nr. 209 vom /6. September 1942 in großen Zügen bereits ge- ürdigt.
Nach Beratung mit den Rats Herr en berief der auleiter den bisherigen Ersten Beigeordneten unsrer Stadt, Bürgermeister Bogt, mit Wirkung im 1. September 1942 3um Oberbürgermeister der tabt Gießen. Mit diesem neuen Leiter unserer Etodt, der zur Zeit noch als Offizier im Felde steht, ist tri Mann in die oberste Stelle unserer Stadtverwal- fcng berufen worden, der nicht nur aus seiner Schul- jid Studienzeit in Gießen sowie früheren Tätigkeit
DI.-Klasse.
Klein-Linden — Holzheim.
Mit diesem Spiel wird die Vorrunde der Kleinen abgeschlossen. Die Platzbesitzer haben in der letzten Zeit an Spielstärke gewonnen. Bei aller Anstrengung der Gäste sollte es doch zu einem Punktgewinn Klein-Lindens kommen.
Handbatt-Nachii-aa.
Holzhelm — Gambach 14:8 (7:3).
Holzheim benutzte den spielfreien Sonntag zur Austtagung eines Gesellschaftsspieles gegen Gambach. In der ersten Halbzeit zeigten die Einheimischen eine klare Ueberlegenheit und führten verdient. Nach der Pause gab es ein vollständig anderes Bild: Die Gäste griffen unentwegt an und brachten Verwirrung in die gegnerische Hintermannschaft. Es gelang ihnen, bis zu dem Stande von 9:7 heranzu- fommen. Holzheim machte sich jedoch wieder frei und übernahm wieder das Spielgeschehen. Die Gäste hatten sich zu sehr verausgabt und konnten dem Endspurt der Platzbesitzer nicht standhalten.
Fußball Vorschau.
Am kommenden Sonntag finden folgende Spiele statt: In Gießen: 1900 — VfB.-R. Gießen. — In Friedberg: DfB.-R. Friedberg — LSV. Gießen. — In Büdingen: VfB. Büdingen — Sportclub Nidda. — Wölfersheim ist spielfrei.
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