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Zerstörerangriff im Nordmeer

en, am 100. Geburtstage des Generals wceae letzten Ruhestätte des Generals nach G r e i fs

sche Handelsschiffahrl im Nordatlanlik hat sich das

Aus dem Reich

LlnerseWche Kulturschätze in Meck vermchtei.

bracht.

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vom 29. März bereits Ziel deutscher Luftangriffe gewesen war. Sie versenkten durch Artillerie* und Torpedotreffer einen großen Transpor­ter von 10 000 BRT., der mit einer Ladung von

es unser größter Stolz sein, sagen zu dürfen: Auch wir haben zum Siege beigetragen!"

Generalleutnant Fett 50 Jahre Soldat

Generalleutnant ^-Oberführer Fett begeht am 1. April sein 50jähriges Militärdienstjubiläum. Zu Rennerod geboren, trat Fett 1892 beim Jnf.-Regi- ment 118 in Worms ein, kam dann zum JR. 168 nach Offenbach und 1908 zum Infanterie-Regiment Nr. 17. Mit der Festungs-Maschinengewehr-Abt. 14 rückte er 1914 von Metz aus ins Feld. Im Welt­krieg wurde er später Kommandeur des FR. 18 und dann des JR. 164. In der Reichswehr war er als Oberstleutnant im Reiterregiment 6, dann seit 1923 als Oberst beim Stabe des FR. 15 in Gie­ßen-, 1924 wurde er dessen Kommandeur, 1927 kam

Panzerwagen von Neuyork unterwegs war. Die lleberlebenden dieses Dampfers sowie tne eines von der Luftwaffe versenkten Dampfers wurden an Bord genommen. Nach hellwerden kam es zu einem Seegefecht mit starken überlegenen feind­lichen Sicherungsstreitkräften, die aus Kreuzern und Zerstörern bestanden. Auf britischen Kreuzer der Städteklasse wurde ein Torpedotreffer erzielt, dessen Wirkung Im Schneesturm nicht beobachtet werden konnte. 3n schwerem Gefecht ging ein deutscher Zerstörer verloren. Ein großer Teil seiner Besahung wurde von anderen deutschen Zerstörern gerettet, nachdem diese im Artilleriegefecht eine feindliche Zerstörergruppe abgedrängt hatten.

3n Nordafrika beiderseitige Spähtrupptätig­keit.

Bor der französischen Westküste versenkte am 28. März ein Kampfflugzeug ein weiteres britisches Schnellboot.

Bei dem Im gestrigen Bericht des Oberkomman­dos der Wehrmacht gemeldeten britischen Luftan­griff auf Lübeck wurden in erster Linie die Wohnviertel der Stadt getroffen. Die Zivilbevölke­rung hatte stärkere Verluste.

Bel Anflügen einzelner britischer Bomber in der letzten Nacht in das holländische Küstengebiet wur­den zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen.

Bei deu Erfolgen gegen die britisch amerikani-

Deulsche Zerstörer griffen den nachMur-1 sche Handelsschiffahrt im Nordatlanttk hat sich oas rnansk bestimmten feindlichen Geleitzug an, der Anserseeboot unter Führung des Oberleutnants laut Bericht der Oberkommandos der Wehrmacht!zur See 3«es besonders ausgezeichnet.

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Die Bauwerke, tne dem britischen Luftangriff auf Lübeck zum Opfer gefallen sind, liegen im Kern der alten Stadt, auf der von der Trave, dem Trave- Kanal und mehreren langgedehnten Häfen gebilde­ten Insel; ihre ältesten Teile sind das Viertel auf dem Sandberg um den Dom, die alte Burganlage

Aber seine Kriegszüge ließen die Werke des Frie­dens immer wieder zurücktreten. Einheitliche Maße und Gewichte bildeten sich jedoch im späteren Mit­telalter in Teilgebieten heraus, die im geschäftlichen Verkehr aufeinander angewiesen waren. Die Hanse z. B. kannte wenigstens Einigungen über die Maße, und die Münzen waren schon in ein festes Wertver- hältms gebracht. Zwischen solchen größeren Bezirken blieben jedoch erhebliche Unterschiede bestehen. Man wog zwar sowohl in Wien, wie in Hannover nach Pfunden und selbst in England setzte sich das Pfund der Osterlinge" durch, aus dem dann die Münzeinheit desPfund Sterling" wurde. Aber das Pfund in Wien wog 560, in Hannover da­gegen nur 490 Gramm. Die deutsche Kleinstaaterei und die Eitelkeit eines jeden Duodezfürsten, in sei­nem Herrschaftsbereich ein eigenes Maß- und vor allem Münzsystem zu haben, auf den Münzen konnte man sich so schön im Bilde verewigen lassen, hemmte jede Einigkeit bis in die Neuzeit hinein.

In Mesopotamien hing die ganze Einrichtung der ausgedehnten Kanalanlagen von einer sorgfältigen Vermessung ab. Schon die kleinsten Fehler tonnten dabei ein Aussetzen der Bewässerung und damit Hungersnot im ganzen Lande zur Folge haben. Wir wissen ja, was aus dem einst fruchtbaren und volk­reichen Zweistromland geworden ist, nachdem die Bewässerungskanäle und die Schöpfanlagen nicht mehr in Betrieb gehalten wurden. In Aegypten zwang der Nil zu immer genauerer Ausbildung der Meßinstrumente. Die jährliche Ueberschwem- mung trug zwar fruchtbaren Boden über die Fel­der, aber sie riß auch ganze Uferstrecken mit sich fort, und nach jeder Ueberschwemmung war der Lauf des Stromes verändert. Um nun dem Grundbe­sitzer sein Recht werden zu lassen, vor allem aber, um ihn zu einer entsprechenden Steuer heranziehen zu können, mußte man den Boden alljährlich neu vermessen. In diesen alten Kulturstaaten hatten die Priester die Obhut über die Gewichte. Die

Königlichen Eichungsämter" befanden sich in den Tempeln, wo die Normalmaßstäbe aufbewahrt wur- , den so wie heuteDer Meter" unter besonderen regeln festgelegt, physikalisch genau errechneten , Luft-, Temperatur- Karl der Groß« und Feuchtigkeitsverhclltnissen in Pans liegt. - -

Der internationale handel aber und die indu­strielle Verknüpfung selbst der fernsten Länder der Erde erzwang schließlich doch eine Uebereinkunft. Konnte sie auch nicht im Geldwesen erreicht wer­den, so doch in den Maßen und Gewichten, und die Rechnungen wurden aufeinander abgestimmt. Die französische Revolution, die auf so vielen anderen Gebieten das Gesicht Europas umgestaltet hat, brachte auch die Entwicklung des heute geltenden Maßes. Die napoleonischen Kriege und die Herr­schaft des Korsen über halb Europa hat sehr viel zur schnellen Verbreitung dieses Dezimalsystems bei- getragen. Wenn wir aber genau überlegen, so ist auch dieses System letztlich nicht anderes als in ausgeprägter Form die uralte Rechnung mit den zehn Fingern unserer Hand, mit den Dingen un­serer allernächsten Umgebung. Schon die alten Babylonier hatten aber, wohl auf Grund ihrer astronomischen Beobachtungen, das weit vollkom­menere Duodezimalsystem. Die Zahl 12, tue ja durch 2, 3, 4 und 6 teilbar ist, liegt nach ihrem Dor- gang noch heute unserer gesamten Zeiteinteüung der Uhr wie des Jahres zugrunde.

Dr. J. Benedickt.

zur letzten Ruhestätte ves wenerms jvuuj

wald, um Kränze dort niederzulegen und der tie­fen Verehrung des japanischen Heeres für den ver­dienten deutschen Offizier Ausdruck zu geben. Die Japaner haben ihnben eigentlichen ©leger über die Mandschurei" genannt. Ein Oelgemalde hangt im Offizierskasino des Großen Generalstabes in Tokio. Auf dem Ehrenhof der Kriegsakademle in Tokio steht sein Dronzestandbild.

In Babylonien nahm man als kleinste Längen­einheit die Fingerbreite. Aehntich wurde das kleinste Gewicht, dieMine", an den Dingen des täglichen Lebens abgelesen. DieMine" war ursprünglich der Stein der Datteln, also eines der wichtigsten Lebensrnittel Mesopotamiens. Der politische Ein­fluß Babylons trug diese Maße bis in die Mittel­meerländer, wo sie von den Aegyptern und Phöni­ziern, später den Griechen und Römern übernom­men wurden. Gerade die Mine finden wir auch bei den Griechen als gängiges Maß, ja als Münz­einheit. Diese Gewichte und Maße wanderten end­lich mit der Verlagerung der politischen Macht bis nach Westeuropa. Auch hier, in den meist noch aus­gesprochen agrarischen Ländern waren die alten üblichen Maße aus der täglichen Umgebung ge­nommen worden. Vor allem wurde der Mensch selbst zum Maß aller Dinge. Wie im Zweistrom- land die Fingerbreite zum ' Messen genommen wurde, so galt derFuß" derSchritt", die Spanne" der Hand oder auch derSteinwurf'. Wo es nicht auf Genauigkeit ankommt, schreiten ja auch wir noch die Breite eines Zimmers ab oder bemchen die Länge unseres Armes zur Messung. DieElle" ist auch uns noch geläufig. Die alten Germanen umfaßten,umklafterten" auch wohl einen Baum oder eine Säule. Für große Flächen­messungen des Bodens war neben dem Umschreiten oder Umreiten vor allem die Zeit maßgebend, die man zum Umpflügen benötigte. Daher stammen die EinheitenTagwerk" oderMorgen", mit denen wir noch heute rechnen. Wir haben freilich diese Be­zeichnungen in ein festes Verhältnis zum Meter ge-

auf dem Koberg am Burgtor und dazwischen auf dem Klingenberg die .alte handelsfiedlung um Markt, Rathaus und Marienkirche. Die von 12801304 erbaute dreischiffige Marienkirche mit Chor« Umgang, Kapellenkranz und zwei 125 Meter hohen Türmen ist eines der Wahrzeichen Lübecks, zusam­men mit dem Dom das Bild der alten Stadt be- herrschend charakterisierend, und überhaupt eines der schönsten und eigentümlichsten Denkmäler der nie­derdeutschen Backsteingotik. Von den im Innern der Marienkirche bewahrten Kunstschätzen sind der große Figurenfries des Totentanzes aus dem 15. Jahr­hundert, der Einzug Christi und die Pieta von Overbeck, die Kunstuhr aus dem 16. Jahrhundert und drei Orgeln hervorzuheben. Der ebenfalls doppeltürmige Dom wurde 1173 von Heinrich dem Löwen als romanische Basilika gegründet und im 14. Jahrhundert im gotischen Stil erweitert und um­gebaut. Hans Memlings berühmtes Altarbild von 1491 gehört zu den Kostbarkeiten der im Dom be» wahrtett Kunstschätze. Die P^trikirche, aus dem 13. Jahrhundert stammend, gehört zu den ältesten und für das Stadtbild wertvollsten Denkmälern Lü­becks, während das ebenfalls durch den Luftangriff in MMdenschaft gezogene Museum, ein bedeu­tendes modernes Bauwerk, 1891 in der Gegend des Doms errichtet wurde. Auch die am Trave-Ufer ge­legenen mittelalterlichen Salzspeicher, an die große hansische Kulturblüte Lübecks erinnernd, wurde betroffen alles in allem also gerade jene Architek­turwerte, die ganz wesentlich das Gesicht und den niederdeutschen Charakter der Stadt bestimmten.

Oie Weisheit der zehn Finger.

Der Mensch als Naturmatz.

Ob ich in Wien oder in Berlin ein halbes Pfund Butter kaufe, ist gleichgültig, es ist jedesmal ein halbes Pfund. Zur Zeck unserer Urgroßeltern war das anders. Einheitliche Münzen, Maße und Ge­wichte kennen wir in Deutschland erst seit der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts. Die Eim- gung des Reiches im Jahre 1871 brachte auch die Erfüllung dieses Wunsches, der in der industriellen Entwicklung begründet war. Die alten Babylonier aber und auch die Aegypter haben ein einheitliches Maßsystem schon 3000 Jahre vor Christi Geburt be- festen. Technik und Wirtschaft waren bei chnen hoch entwickelt und erforderten genaue Maße und Ge­wichte. Vor allem aber wurden die Meßgeräte zur Einteilung des Bodens benötigt.

schulte Wollte beim preußischen Generalstab muster­gültig eingerichtet hatte. Nach Berichten aus jener Zeit haben die javanischen Offiziere in der tovo- graphischen Aufnahme ihres Jnselreiches wie der gegenüberliegenden Halbinsel Korea Vorzügliches ge­leistet und damit seinen Erweiterungskriegen eine sichere Unterlage gegeben. Die Ergänzung der Offiziere vollzog sich fast genau so wie m Deutschland durch Ersatz aus dem Kadettenkorps oder aus Einjährig-Freiwilligen im Alter von lo bis 23 Jahren. Unteroffiziere wurden im all­gemeinen nicht zu Offizieren befördert. An sich be­gegnete der Unteroffiziersersatz recht erheblichen Schwierigkeiten. Obwohl in Japan eine allgemeine Schulpflicht bestand, beherrschten doch nicht allzu viele Japaner sämtliche 5000 Zeichen ihrer unge- wöhnlich schwierigen Schrift. Daher konnte sich das Elementarwissen nur langsam verbreiten. Damals wurden schon Unteroffiziersschulen eingerichtet, die in einem zweijährigen Kursus die notwendigen Wis­sensstoffe vermittelten.

Der Auslese und Weiterbildung unter den Ossi- zieren diente die genau nach preußischem Vorbild eingerichtete Kriegsakademie in Tokio Viel­fach wurden japanische Offiziere nach dem Besuch der Kriegsakademie zum deutschen Heer abkomman­diert, wo sie ihre Kenntnisse erweitern konnten. Die Ausbildung des gesamten Heeres erfolgte nach D i e n st o r d n u n g e n , wie sie .im deutschen Heere üblich waren. Dadurch wurde der französische Ein­fluß von ehedem völlig abgebaut. Insbesondere lehnten sich die Vorschriften über den Marsch und Sicherheitsdienst sowie über den Schießdienst der Infanterie eng an die entsprechenden deutschen Vor­schriften an. Ebenso zeigte sich der innere D i en st, das Leben in den Kasernen, der Kammer-, Stall­und Wachtdienst ganz nach dem deutschen Vorbild Seit Auch in Japan führte der sorgsam durch-

> Dienst zu guten Erziehungsergebnissen, weil

Generalfeldmarschall Milch, \

Berlin, 30.Mr,. (DJtB.) Der Führer Netz 1 dem Generalfeldmarschqll Milch zum 5 0. Ge­burtstag fein Bild mit einer in herzlichen IDor­ten gehaltenen Widmung überreichen und über- sandle ihm ein Handschreiben, in dem er der hohen Verdienste und der veranlworiungsvollen Arbeit des Feldmarfchalls gedachte. Reichsmarschall Gö­ring besuchte Montagvormittag Generalseldmar- schall Milch im Relchsluftfahrtminlsterium und sprach feinem bewährten Mitarbeiter und treuen Waffenkameraden persönlich seine herzlichsten Glück­wünsche sowie die Glückwünsche der gesamten Lust- wasfe zum 50. Geburtstag aus. Lr gedachte dabei besonders der unvergänglichen Verdienste des Gene­ralfeldmarschalls beim Aufbau der deutschen Luft- waffe und dessen hervorragenden persönlichen Ein­satzes im Kriege.

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Schon seit über 25 Jahren gehört das Herz des Feldmarschalls der Fliegerei. Denn von dem Tage ab, an dem er im Jahre 1915 als junger Leutnant zur Fliegerei versetzt wurde, hat ihn diese nicht wie- der losgelassen. Auch nach dem Zusammenbruch blieb er der Fliegerei treu und führte die Flieger­abteilung 412 im Grenzschutz Ost und danach die Polizeifliegertruppe Ostpreußen. Als dann die Luft- polizei aufgelöst wurde, blieb ihm nur die zivile Luftfahrt. So trat er dem ersten Luftoerkehrsunter- nehmen, der Lloyd-Ostflug-G. in. b. h. bei, leitete dann die LuftverkehrsgesellschaftDanziger ßu|t- /post" und übernahm die Flugbetriebsleitung des Junkers-Flugverkehrs. Als 1926 die Deutsche Luft­hansa gegründet wurde, trat Milch in deren Vor­stand ein, um dann drei Jahre später die Leitung des gesamten kaufmännischen und wirtschaftlichen Betriebes zu übernehmen. Gerade in diesen Jahren des gewältigen Aufstiegs des deutschen Luftverkehrs hat Milch alle Schwierigkeiten und Hindernisse, die sich seiner schöpferischen Arbeit in den Weg stellten, bezwungen. So hat er als Hüter des großen Erbes der deutschen Flieger aus dem Weltkrieg nicht nur den fliegerischen Gedanken in Deutschland hochge- halten, sondern er hat der Lufthansa unter den widrigsten Verhältnissen Weltgeltung verschafft. Als Göring vom Führer zum Reichskommissar für die Luftfahrt ernannt wurde, machte er Milch im Range eines Staatssekretärs zu seinem Stellver­treter, der dann nach Wiedererstehen der deutschen Luftwaffe im Jahre 1935 im Reichsluftfahrtmini- sterium ekkie Organisation geschaffen hat, die sich als

gibt ihm neue Aufgaben. Sein erstes Ziel ist es, den deutschen Schriftleiter zum vornehmsten Ver­fechter der nationalfozialistifchen Weltanschauung, zum politischen Soldaten des Führers zu machen. Durch feine Berufung zum Präsidenten der Union nationaler Journ allste nverb änd e findet seine Arbeit ihre Krönung. Er aber, als Soldat der Feder, kämpft auch heute wieder in vorderster Linie. Ihm gilt als Leitsatz, was er selbst einmal über den Kriegseinfatz der deutschen Presse sagte:Unser Ehrgeiz besteht darin, unsere ganze Kraft dafür einzusetzen, daß der heldenmütige Geist der Front sein würdiges Gegenstück findet in der standhaften Moral der Heimat. Und wenn am Ende des Krieges unsere Kameraden von der Front, bekränzt mit dem Siegeslorbeer, nach Haufe zurückkehren, dann wird

Berlin, 30. März. (DNB.) Mit ihrem Luft­angriff auf Lübeck haben die Briten der Kette ihrer planmäßigen Ueberfälle auf deutsche Kulturstätten ein neues Glied angereiht. Nach dem Beispiel der militärisch und wirtschaftlich völlig sinnlosen An- Sauf Münster, Aachen usw. sind auch hier in ir Zerstörungswut unersetzliche Kulturgüter vernichtet worden. Die volle Wucht des Angriffs traf weitab von jedem kriegswichtigen Ziel, den inneren Kern der Altstadt. Die britische Zer­störungswut beschädigte nicht, nur die M a r ien- kirche, eine der ältesten Backsteinkirchen der Welt, die P e t r i k i r ch e, den Dom und andere unersetz­liche Kulturdenkmäler, sondern auch die welichekann- ten mittelalterlichen Salzspeicher, die dem Trave-Ufer ihr charakteristisches Gepräge gaben. Die reichen Schätze der Kirchen, und zahllose Denkmäler hoher bürgerlicher Kultur, der Stolz einer ganzen Kultunvelt, fielen den britischen Mordbrennern, die kein anderes Ziel kennen, als in ohnmächtiger Wut sinnlos zu zerstören, gleichfalls zum Opfer. Ein Fluch lastet auf den Urhebern dieser Verbrechen in London.'Einst wird das furchtbare Werk dieser Ge­sellen vernichtend auf sie zurückfallen.

geworden.

Am 31. März 1892 in Stadtstoirwch (Bayern) ge­boren, rückt Wilhelm Weiß 1911 als Fahnenjunker beim 2. Bayerischen Fußartillerie-Regiment in Metz ein und bekommt dort als Ausbivdungsofsizier den heutigen Generalfeldmarschall Kesselring. Nach Ab­solvierung der Kriegsschule-in München zieht er bei Ausbruch des Weltkrieges als Leutnant mit feiner Batterie ins Feld und kommt nach Bewährung in manchen harten Kämpfen als Flugzeugbeobachter zu den Fliegern. Doch schon im Jahre 1915 wird er bei einem Luftkampf schwer verwundet. Er greift nach dem Zusammenbruch zur Feder. 1922 lernt er den Führer kennen und stellt nun seine Kraft in den Dienst der Bewegung. Ungeachtet seiner schwe­ren Weltkriegsverletzung macht er den Marsch zur Feldherrnhalle mit. 1927 beruft ihn der Führer zum Chef vom Dienst desVöMchen Beobachters", der nun in engster Zusammenarbeit mit Alfred Rosen- berg zum führenden Organ der NSDAP, entwickelt wird. Im Herbst 1932 wird die Berliner Ausgabe des Blattes beschlossen, dessen Hauptschristleitung Wilhelm Weiß übertragen wird. Seine Berufung zum Leitek des Reichsverbandes der Deutschen Presse

hier di- Buschidoerinnerung ihrerseits wieder güii. stige Voraussetzungen mitbrachte. Nachdem sich unter Meckels Einfluß neben den Brigade- und Dwrsions- manövern in Iavan allmählich auch Armee­manöver durchsetzten, gelangte das Heer schUeh- lich auch zu beachtlichen Leistungen auf taktischem Gebiete. Nur einen Kummer gab es anfangs: die Uniform! Das Volt, besonders die Bauern, hielt fest an seiner Nationaltracht. Den französischen Um­formen gegenüber nahm es sogar eine femblidje Haltung ein. Zuletzt fand man sich aber doch zu Uniformen bereit, die für das qelb und für die Mannschaften allgemein den deutschen Vorbildern entsprachen. Nur die Paradeuniform der Offiziere bediente sich des französischen Musters.

Das japanische Heerwesen ist also in wettgehendem Maße von dem deutschen beeinflußt worden sowohl in seinen Formen wie in seinem Gellt. Tradition und Erziehung haben ihn festgehalten, aber auch den Zeitverhältnisten entsprechend wettergeblldet. Un­verändert blieb nur der Wille zum Angriff und der Wille zum Siege. Die Japaner haben ihn m den Kriegen gegen China und Rußland bewahrt. Jetzt feiert er seine Krönung. Dr. Dreyhaus.

Japanische Ehrung für General Meckel.

Der japanische Botschafter General Osh ima und der japanische Militärattache Generalleutnant Ban- z a i, b-gaixn sich, begleitet von japanischen Om- zieren, am 100. Geburtstage des (Generals Meckel

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Oberste Kommandobehörde der Luftwaffe und Oberste Verwaltungsbehörde der Luftfahrt im Frie­den voll bewährte. Bei Ausbruch des Krieges war Milch, der in wenigen Jahren in Anerkennung einer rastlosen Schaffenskraft bis zum General­obersten emporgestiegen war, Generalinspekteur der Luftwaffe. Im April 1940 leitete er als Chef einer Luftflotte die Operationen gegen Norwegen und wurde dafür mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet. Nach dem Westfeldzug wurde er Generalseldmar- chall.

Wilhelm Weiß.

Der Hauptschriftleiter desVölkischen Beobach­ters", SA.^Obergruppenführer Wilhelm Weiß, Präsident der Union nationaler Journallstenver- bände und Leiter des R ei ch s v e rb a n d e s d e r D e u t s ch e n P r e s s e , vollendet am 31. März fein 50. Lebensjahr. Es gibt keine bessere Kennzeich­nung dieses um die deutsche Frecheitsbewegung und die deutsche Presse gleichermaßen verdienten Man­nes als die, daß er aus Neigung und Berufung zeit feines Lebens in Haltung, Denken und handeln Soldat war. Unter den vielen Ehrentiteln ist ihm der militärische Dienstgrad, mit dem er nach einer schweren Verwundung aus der Weltkriegsarmee ausscheiden muhte, der jfrebfte, und als Haupt­mann Weih" ist er in der Bewegung, in der deut­schen Presse und im internationalen Journalismus zu einer bekannten und hochgeschätzten Persönlichkeit

Büchertisch.

Joachim Reinhard st ein: Benimm dich, Paulette! Napoleons Sorgen um seine leichtgesinnten Schwestern. Mit 23 Abbildungen. Preis gebunden 3,80 RM. (Deutscher Verlag, Ber­lin.) Daß der korsische Familiensinn dem Kaiser manches Schnippchen geschlagen hat, ist bekannt. Die ins Ungemessene angeschwollene Navoleon- Literatur ist voll solcher Züge. Es hätte Deshalb kaum noch hieses Buches bedurft, das im leichten Plauderton von den Liebeshändeln der Pauline Borghese und ihren Schwestern berichtet, ohne, so­weit wir sehen konnten, zu dem ost und oft behan­delten Thema wesentlich Neues beizutragen. Eine Reihe Bilder nach zeitgenössischen Vorlagen wird dem Leser willkommen fein. Dr. Fr. W.Lange.

Josef Magnus Wehner: Erste Liebe. Roman aus der Jugendzeit. 313 Seiten, halbleinen 5,80 RM. hanseatische Verlagsanstalt. Hamburg. (3) Wehner, als Kunstschriftleites einer großen deutschen Tageszeitung tätig, als Er« zähler vor allem durch seine KriegsbücherSieben vor Verdun" undStadt und Festung Belgerad rühmlich bekannt, hat zum 50. Geburtstage sich und seinen Freunden diesen Roman beschert, in dem er von der eigenen Kindheit und ersten Jugend in einem Rhöndörfchen und hernach auf dem Gym­nasium in Fulda erzählt. Das ist naturgemäß, aus eigener Erinnerung gespeist, ein sehr persönliches Buch geworden, aber wiederum auch nicht in dem Grade, daß es im Privaten steckenbliebe und also für den Leser kaum noch interessant und lesenswert wäre: vielmehr enthält die Schilderung der ersten und frühen Erlebnisse, Erfahrungen und Erschütte­rungen so viel des allgemein und immer Gültigen, daß das einmalig Besondere der Zentralfigur und ihrer begrenzten "ländlichen und kleinstädtischen Um­welt sich auf eine künstlerisch gerechte Weise davon abhebt. Bücher solcher Art werden immer wieder geschrieben und gelesen werden, zumal wenn sie gut und lebendig erzählt sind und des Humors nicht ermangeln wie dieses; denn das Thema des jungen Menschen und seiner Entwicklung gehört wohl zu den unerschöpflichen Gegenständen aller Literaturen und der unfern vernehmlich. Hans Thynofc

Ganz besonders anschaulich ist eine Bauvorschrift, die im frühen Mittelalter für die Anlage einer Königstraße" gegeben wurde: DieseVerkehrs- straße erster Ordnung", wie wir heute sagen wür­den, sollte ein Ritter in voller Ausrüstung zu Pferde passieren können, auch wenn er seine Lanze quer vor sich auf den Rücken des Pferdes gelegt habe. Eine solche Lanze war, wie durch Turnier- ' J, 16 Fuß lang. Allerdings hat schon Karl der Große nach einem einheitlichen und ge­nauen Maß-System für sein Frankenreich gestrebt.

Oer Wehrmachiberichi.

DNv. Aus dem Führerhaupiquarlier. 30. März. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3mDonezgebiet wurden ostrvartsChar- kow heftige Angriffe des Feindes in erbitterten Kämpfen abgeschlagen und dabei n<un Panzer vernichtet.

Auch an der übrigen Ostf ron t scheiterten bei wieder einsehendem Frost erneut feindliche Angriffe in schweren für den Gegner verlustreichen Kämpfen.

Artillerie des Heeres beschoß kriegswich­tige Ziele in Leningrad und Kronstadt mit guter Wirkung. Explosionen und anhaltende Brände wurden beobachtet.

Finnische Luslsireitträfte vernichteten an der ka­relischen Front am 28 März mehrere feind­liche Kolonnen und schossen in Luftkämpfen 27 sowjetische Flugzeuge ab.

3n der vergangenen Nacht belegten deutsche Kampfflugzeuge militärische Ziele im Stadtkern von Moskau, ferner an der oberen Wolga und ostwärts Bologoje wirksam mit Bomben schwe­ren Kalibers. Volltreffer verursachten unter anderem in Rüstungsanlagen große Brände.

Deutsche Unterseeboote versenkten, wie bereits durch Sondermeldung bekannkgegeben, im irordatlantik und vor der amerika­nischen Küste 16 feindliche Handelsschiffe mit 110 600 BRT., darunter acht große Tanker mit 73 900 BRT.