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Kleine politische Nachrichten
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nandant seine Befehle. Der Eins W. D. hockt Auhrer der bulgansch dem Zielgerät. Der Kommandant Mtzt G-S' , Dr^ Kletschto
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„Der gehört uns!" sagt der Kommandant. Wir liegen jetzt so dicht neben ihm,, daß wir alle Einzelheiten an Deck erkennen können. Gut abgeblendet zieht er mit 10 Meilen Fahrt eilig dahin. Neben ihm läuft sein Schicksal.
Wir wagen kaum, laut zu sprechen. Der Auspus unseres Diesels zieht gerade auf ihn zu. Er müßte ihn riechen, wenn er etwas aufpaßte. Weiß schäumt es an Bug und Heck auf, wenn wir eine See zerschneiden. Das könnte uns verraten. Aber rechts und links schäumen andere Kämme, von dem auf- frischenden Südwest gejagt. Wen die Götter ver- Nichten wollen, schlagen sie mit Blindheit. Es ist unheimlich, dies zum Tode verurteilte graue Schis durch das graue Dämmerlicht des Mondes und graue Schneeböen dahinziehen zu sehen.
In aller Gemütsruhe schieben wir uns in die
Brannik, Dr. Kletschkoo, in Berlin. Die Besprechungen mit dem bulgarischen Gast dienen der deutschbulgarischen sowie der europäischen Jugend-Zusam»
Die frühere britische Konzession in Tientsin wurde durch den Befehlshaber der japanischen Garnison an den Bürgermeister übertragen. Außenminister Chu Min Pi, der die chinesische Nationalregierung vertrat, hißte die chinesische Flagge über dem früheren britischen Rathaus. Zum ersten Berwaltungs- beamten wurde Fang ja ernannt. M
„Rohr 1 — los!"
Wir hängen mit unseren Gläsern an der Bordwand des Gegners. Da, ein merkwürdig Heller, hohler Schlag, der sich in einer Erschütterung unseres Bootes wiederholt! An der Bordwand des Dampfers steigt genau mittschiffs unter dem Schornstein eine weiße Wolke auf von umgekehrt birnenförmiger Gestalt, für einen Augenblick durchleuchtet von einem roten Feuerschein. Schlag, Lichterscheinung und Reflex in unserem Boot sind fast eins, so kurz ist die Entfernung. Wie abgezirkelt sitzt der Schuß.
Die Wolke, fällt in sich zusammen. Der Dampfer
| Auf Einladung des Reichsjugendführers weilt der ' " hen Staatsjugendorganisation
Schwerste Strafen für Schieber und Schwarzschlächter
nerfahrt und Kurs. Geschwindigkeit und Tiefe der Torpedos werden eingestellt. r Dann kommt die Meldung, auf die wir fieberhaft warten: „Rohr 1 ist fertig!" und bald darauf von der Brücke:
Deutsche Lt-Boote auf Feindfahrt in der Polarnacht.
Von Kriegsberichter Dr. Horst Gotthard Ost.
Houptfchriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptschrifUeilers: Emst Blumichetn. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hand Lhyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Emst Blumschein.
Tmck und Verlag: Brühls che Un'.versttätsdmckeret R. Lange K. G. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann: Anzeigenleiter: Hans Beck.
AnzeigenpreiÄtste 9h:. 6.
55 000 RM. Wertersatz.
Dom Sondergericht Bielefeld wurde der Händler Strotkoetter aus Mastholte zu 15 Jahren Zuchthaus, 5000 RM. Geldstrafe und Wertersatz in gleicher Höhe, sowie der Händler Sudahl aus Zokel zu neun Jahren Zuchthaus, 3000 RM. Geld- trafe und 2000 RM. Wertersatz verurteilt. Strotkoetter betrieb auf dem Wochenmarkt in Unna einen Lebensmittelhandel und war im Kriege dazu übergegangen, Fleisch- und Wurstwaren, ungekenn- zeichnete Eier, Butter und Geflügel zu Ueberpreisen und ohne Dirken aufzukaufen und dann an die
Wer sich heute im Kriege in skrupellosester Weise ' über die von der Regierung aus wohlüberlegten i Gründen getroffenen Maßnahmen zur gerechten - Verteilung der Lebensmittel an das deutsche Volk hinwegseA, schließt sich von selbst aus der Volks- gememschast aus und kann mit keinerlei Milde rechnen. Das mußt der Schlächtermeister Alfred Lind- k horst aus Fürstenberg erfahren, der über IV2 Jahre . lang in erheblichem Umfange Schwarzschlachtungen ; vorgenommen hat. Regelmäßig kaufte er Dreh ohne Sckpachtschein, schlachtete es heimlich und verkaufte dann das Fleisch gleich aus dem Schlachthaus heraus oder über den Ladentisch hinweg an seine Kunden ohne Fleischmarken. Er ließ sich auch Gegenleistungen an verknappten Waren machen. Obwohl er wiederholt von seiner Frau ernstlich gewarnt worden war, setzte er sein volksschädigendes Treiben fort und hat im Laufe der Zeit eine Fleischmenge beiseitegeschafft, die ausgereicht hätte, eine Stadt mit 30 000 Einwohnern für eine Woche zu versorgen. Das Sondergericht Rostock erkannte gegen den Dolksschädling auf Todesstrafe.
Das Königsberger Sondergericht verurteilte bte Oberschwester Mathilde Arndt und die Küchenschwester Anna R u d e ck wegen- umfangreicher Lebensmitteldiebstähle und Lebensmittelverschiebungen zum Tode. Die Arndt leitete das Kinder- krüppelheim der Bethesda-Anstalten in Angersburg. In der Anstalt sind etwa hundert Kinder untergebracht, die infolge ihres Zustandes besonders pflegebedürftig sind. Beide Verurteilten entzogen den Kindern die für sie zugeteilten Lebensmittel, um selbst damit ein üppiges Leben zu führen. Die Küchenschwester schob der Oberin derartige Mengen an Nahrungsmitteln zu, daß diese damit einen schwunghaften Handel treiben konnte. In den Zimmern der beiden fand man 18 Zentner Zucker, einen Zentner Konfekt, ferner in großen Mengen Seife, Wasche und Stoffe. Große Mengen Butter und Schmalz, Obst und andere Lebensmittel wurden von ihnen verschoben. Da die anderen Schwestern keinen Einblick in den Umfang der Zuteilungen hatten, konnten sie zunächst gegen dieses schändliche Treiben nichts unternehmen. Sie kauften den Kindern Stärkungsmittel und gaben ihnen von ihren Rationen ab. Erst nach und nach kamen sie hinter das Treiben und konnten Anzeige erstatten.
In Berlin verurteilte das Sondergericht den 33 Jahre alten Helmuth M o-l l e n h a u e r zu zwo! Jahren Zuchthaus, 10 000 RM. Geldstrafe sowie 4200 RM. Wertersatz und den Schweinezüchter Joh. Heidrich zu sechs Jahren Zuchthaus, 5000 RM. Geldstrafe und 2100 RM. Wertersatz. Beiden wurde die Berufsausübung für fünf Jahre untersagt. Mollenhauer, der in Berlin-Wilmersdorf eine Ladenfleischerei betrieb, kaufte 1941 von Heidrich, Inhaber einer Schweinemästerei in Großglienicke, im Schleichhandel acht Schweine und einen Hammel und erhielt für die verschobenen Fleischmengen Wucherpreise. Durch Vermittlung des Heidrich erwarb Mohenhauer ferner weitere 20 Schweine, zwei Kühe, zwei Rinder und sechs Lämmer. Die Tiere wurden an Ort und Stelle ohne behördliche Genehmigung und ohne tierärztliche Fleischbeschau unter Hinterziehung der Schlachtsteuer geschlachtet und dann in die Werkstatt des Mollenhauer gebracht, wo sie weiterverarbeitet
Verbraucher mit erheblichem Verdienst weiter zu veräußern. So bezog er aus verschiedenen Quellen größere Mengen Schinken, topecf sowie Wurst und verkaufte diese zu Preisen, die das Doppelte, Dreifache und mehr dex Höchstpreise betrugen. Darüber hinaus betrieb er auch einen schwunghaften Schleichhandel mit Eiern, die er von Sudahl schon zu Ueberpreisen erhielt. Von Januar 1940 bis März vorigen Jahres hat er 37 000 Eier erhalten und diese mit einem ansehnlichen Gewinn ab gesetzt. Beide haben sich durch ihr gewissenloses Treiben außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt. Wenn das Sondergericht trotzdem nicht auf Todesstrafe erkannt hat, so nur, weil Strotkoetter im Weltkriege vier Jahre als Soldat seine Pflicht getan und sich bisher straffrei geführt hat. So erhielt er die höchstzulässige Zuchthausstrafe von 15 Jahren.
Protektor der Trusts.
Die Trust-Bildung in den Vereinigten Staaten, die Hand in Hand mit der Zusammenballung ungeheurer Kapitalkräfte ging, war eine Angelegenheit, die gar nicht mit dem amerikanischen Traum von der Freiheit des Einzelnen züsammenstimmte und die deshalb so unpopulär wurde wie nur irgend etwas. Einsichtige Staatsmänner der Vereinigten Staaten mußten daher sich entschließen, gegen die Trusts einzuschreiten. Bereits in den 90er Jahren war eine Anti-Trust-Gesetzgebung notwendig geworden. Theodore Roosevelt mußte in seiner Amtsperiode 25 Trusts und Holding-Gesellschaften auflösen, wofür er in die Geschichte als der „Trust- Buster" ein ging. Der kleinere Roosevelt, der jetzt Amerika in den Krieg hineingelotst hat, und eigentlich seiner bisherigen Politik nach ein Gegner der Trusts hätte fein müssen, wird jetzt aber geradezu der Protektor der Trusts, indem er kurzerhand an- 0ebnete, daß die in Schwebe befindlichen Anti-Trust- Prozesse abgestoppt werden und solche Prozesse in Zukunft während des Krieges soweit als möglich vermieden werden sollen. Um diese truftfreundliche Politik zu rechtfertigen, gibt Roosevelt, der ja nie um eine Ausrede verlegen ist, an, daß diese Anti- Trust-Prozesse zu einer Behinderung der Rüstungsproduktion führen könnten. Diese Begründung beweist, daß die Rüstungsschieber und Kriegsgewinnler aus Seite der Trusts sitzen.
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zeigt zunächst feine Veränderung, scheint ruhig wetterzulaufen. Nur einige Lichter zeigen sich an Deck, zittern aufgeregt hin und her. Machen sie die Boote klar? Eilen sie an die Geschütze?
Wir drehen vorsichtshalber etwas ab. Der Dumper entschwindet uns kurze Zeit aus dem Gesichts- eld. Eine Schneebö schiebt sich dazwischen.
Endlich haben wir ihn' wieder. Immer noch keine Veränderung, nur scheint er etwas langsamer zu lausen. Doch nein, jetzt sieht man etwas. Er lag zwar schon vorhin sehr tief im Wasser. Aber jetzt ockt das Mittelschiff merklich tiefer. Bug und Heck kommen höher. Die Masten neigen sich einander zu. Wie eine Hängematte biegt sich das Schiff durch, inkt in dieser Lage immer tiefer. Schließlich schauen nur noch Bug und Heck aus dem Wasser. Zuletzt verschwindet das Heck. Unser erster geht auf Tiefe! Der wird den Sowjets keine Waffen mehr bringen.
Und wieder durchpflügen mir die See. Tage um Tage, Nächte um Nächte. Die See hat sich beruhigt. Rhythmisch schwillt das Rauschen an, wenn das Boot die langen Rücken der Dünung zerteilt. Achtern brummen die Diesel. Wie eine weiße Fahne wehen die Auspuffgase hinter uns her. Es ist sehr kalt. Neben mir steht der schwarze Schatten des Wachoffiziers gegen den dunklen Himmel. Immer wieder hebt er das Glas an die Augen, wandert die Kimm damit ab. Achteraus blicken der Brückenmaat und der Ausguck. Nach allen vier Himmelsrichtungen sichern wir das Boot und die schlafenden * Kameraden, suchen den Feind.
Sterne gehen auf und versinken. In prächtig schillernden Farben tauchen sie aus dem Meer, stehen als glitzernde Lichter hoch au unfern Häupter und steigen hernieder, wie es ihnen bestimmt ift. Unsere Gedanken schwingen sich über den dunklen Rand des Turmes hinweg, wandern über die weite See, in die Heimat, zu den Sternen empor. Unsere Welt besteht aus dem dunklen Bootsrumpf unter uns, der lebenden, atmenden See und dem toten Sternenfall über uns. Diese drei sind unser Schicksal: Unser Geschick ist mit dem des Bootes unlösbar verbunden. Wir werden mit ihm leben ober untergeben. Die See wird uns dann, wenn es soweit ist, vielleicht noch wenige Minuten auf ihren Armen tragen, und die Sterne werden ebenso strah- lenb und rein über uns stehen wie jetzt.
„B e r g f e ft" imEismeer.
Heute ist unser „Bergfest"!
Bergfest auf einem U-Boot? Wie kann das angehen?
Ich zverde belehrt: Heute haben wie die Hälfte der Fahrt hinter uns, wir find „über den Berg"!
Niemand wird es uns verübeln, daß wir diesen Tag feiern. Wie lange schon hoben wir uns nicht mehr ordentlich gewaschen, nicht rasiert! Tag und Nacht stecken wir in demselben Zeug, schlafen angezogen auf unseren Kojen. Nichts fällt dem Deutschen so schwer, wie der Verzicht auf Sauberkeit. Unsere Knochen werden steif und ungelenk. Entweder stehen wir, sitzen oder liegen. Einmal sich die Beine vertreten, einmal richtig ausschreiten können! Wie köstlich muß das sein, wieder auf festem Boden zu stehen, wo man gehen kann, unbeschränkt gehen, so weit man will. Man kann sich das kaum noch vorstellen. Diesem Tag nähern wir uns immer mehr.
Zunächst einmal wechseln mir die Wäsche. Wie herrlich ist es, in das frische, weiße Unterzeug zu steigen! Das ist schon fast ein halbes Bad. Man fühlt sich der Zivilisation um 50 v. H. näher. Und mittags gibt es was ganz Feines: Sauerkraut mit richtigem Eisbein (in Dosen) und Pellkartoffeln; hinterher köstliche Mirabellen von. einer bekannten Braunschweiger Konservenfabrik.
Zum Abendessen gibt es unser herzhaftes U- Bootsbrot in der Frischhaltepackung, dazu Schinken, Gurken, Käse, Sardinen, Knäckebrot und Bohnenkaffee.
Hinterher sitzen wir noch gemütlich beisammen. Jemand stiftet eine Torte, die eine gütige Frauenhand vor Monaten in der fernen Reichshauptstadt gebacken hat. Sie konnte nicht ahnen, daß das Schicksal ihre Torte bis ins Nördliche Eismeer verschlagen würde. Sie ist etwas trocken geworden und bröckelig. Und bann müssen wir erst bie Tannennadeln aus den Bröckeln lesen, denn ohne Tannenzweige verschickt keine echte deutsche Frau ein Weih- nachtspäckchen. Trotzdem schmeckt sie uns ganz herrlich. Sie war in dem Augenblick ohne Zweifel die „nördlichste deutsche Torte", wie mir lachend feststellten. Im Hinblick darauf verzehrten mir sie mit : besonderer Andacht.
er als Jnfanterieführer nach Allensteln und nahm mit dem Charakter als Generalleutnant 1929 seinen Abschied. Jetzt tut er als Divisionskommandeur Dienst. Im NS.-Reichskriegerbund ist Generalleutnant Fett Führer des Gaukriegerverbandes Fulda- Werra.
so jähriges Oienstjubiläum Generalmajors Biermann.
Arn 1. April begeht Generalmajor B i e r m a n n, zur Zeit beim General der Pioniere und Festungen beim OKW., fein 50jähriges Ditznstjubiläum. (Eingetreten beim 2. Elsässischen Pionierbataillon Nr. 19 in Straßburg kam er zur Fortifikation nach Thorn, würbe bann Abjutcmt der 4. Festungs-Inspektion und später Kompaniechef. im Schleswig-Holsteinischen Pionier-Bataillon Nr. 9, dann Lehrer an der Militärtechnischen Akademie in Berlin. Im Kriege erwarb er sich besondere Verdienste als Organisator der Minenwerferwaffe. In den schweren Kämpfen um Verdun zeichnete sich sein Minenwerferbataillon besonders aus. Als Leiter der Heeres-Minenwerfer- fchule in Valenciennes verbreitete er die Kenntnisse der MW.-Waffe in der ganzen Armee. Nach dem Weltkrieg war er im Reichsmehrministerum, dann Kommandeur des 2. Preußischen Pionier-Bataillons in Stettin. Die Inspektion der Festungen verdankt seinen Gedanken viele Anregungen. Als Militärschriftsteller ist General Biermann auch weiteren Kreisen bekannt geworden.
40 Jahre im Dienst der Kriegsmarine.
Am 1. April begehen der Chef des Hauptamtes der Marine-Waffenämter beim Oberkommando der • Kriegsmarine, Generaladmiral Witzell, sowie der Präsident des Reichskriegsgerichtes, Admiral B a - stian, ihr 40jähriges Dienstjubiläum. Generaladmiral Witzelt, geboren 1884 in Hiesfeld bei Wefel, machte bis zum Weltkrieg Dienst auf dem Kreuzergeschwader in Ostasien und am Anfang des Weltkrieges auf dem Linienschiff „Oldenburg". An der Skagerrakschlacht nahm er als Erster Artillerieoffizier auf dem Kleinen Kreuzer „Elbing" teil. 1920
Jahre mehrere hundert Zentner Fleisch der ordnungsmäßigen Verteilung entzogen hat. Das Sondergericht Hannover verurteilte ihn zu 12 Jahren Zuchthaus, einer Geldstrafe von 14 000 RM. sowie
III.
Luft und Wasser werden kälter. Die See beruhigt sich zusehends. Das Wasser zeigt schon Minustemperaturen von ein, zwei Grad. Der Seegang nimmt ab. Nur eine lange Dünung rollt noch aus Westen heran.
Der Himmel wird hoch und klar. Es ist mittags 12 Uhr. lieber uns blitzen noch ein paar Sterne. Die Nordhalbkugel des Firmaments ist dunkelgrau, die nördliche Kimm verschwindet in blaugrauen Schatten. Nach Süden zu wird der Himmel hell. Ein gelber Schein liegt dort am Horizont. Kurze Zeit zeigt er sogar einen rötlichen Schimmer. Wir ahnen bie Sonne, die bort unten irgendwo über fernen Ländern leuchtet, deren Menschen gar nicht wissen, welchen Schatz sie besitzen.
Die glatte See gewährt einen weiten Umblick. Im Nyrden zeigen sich merkwürdige, ölige Flecken auf dem Wasser. Ein Tanker versenkt? Oder gar, ein U-Boot? Aufgeregte Kombinationen werden angestellt. Die Flecken kommen immer näher, vereinigen sich zu großen Flächen. Jetzt fahren wir mitten in die rätselhaften Stellen hinein. Oel ist es nicht. Es fehlen die schillernden Farben.
Plötzlich sehen wir es. Winzige Eiskristalle schweben wie Stäubchen auf dem unterkühlten Wasser, halten es völlig glatt. Allmählich werden die Eis- kristalle immer größer. Jetzt sind es schon deutlich sichtbare pieiße Pünktchen. Bald vereinigen sie sich zu kleinen Gruppen. Es entstehen polygonale Täfelchen, die schließlich die Größe von Seerosenblättern, von Pfannkuchen, von Tonnendeckeln erreichen und sich leise scheuernd aneinander reiben. Unser Boot ist zum Eisbrecher geworden. Endlose Felder schwimmender Eistafeln breiten sich im Norden. Zwei, drei Zentimeter mögen sie dick sein. Hier hört die Seefahrt auf und die Polarforschung beginnt. Aber unser Ehrgeiz liegt auf anderem Gebiet. Wir wenden unseren Bug und kehren in den Bereich der lebenden See zurück Endlich ist es soweit. Es ist morgens halb sechs. Wind und Seegang stehen auffrischend aus Süowest bis West. Hier und da zeigt die See schon weiße Köpfe. Ab und zu leichtes Schneetreiben, das die Sicht einschränkt. Hinter der jagenden Wolkendecke steht ,ein fast voller Mond und verbreitet ein fahles Dämmerlicht. Plötzlich meldet der Brückenmaat dem Wachoffizier: „Herr Leutnant, ich habe da backbord achteraus einen Schatten, aber mein Glas ist beschlagen!"
Schon hebt der W. O. das Glas an die Augen, schaut einen Augenblick hin. „Ein Dampfer, minde- tens 6000 Tonnen!" sagt er sofort. Dann ruft er hinunter ins Boot: „Auf Gefechtsstationen! Kommandant auf bie Brücke!" Der zweite Diesel wird angefordert, um sofort auf A. K. (Aeußerste Kraft) gehen zu können.
Wir durchbohren mit unseren- Gläsern das Dunkel, ob noch weitere Schisse in Sicht kommen. Kaum kann ich den Burschen im Glas erfennep. Und den hat Bootsmaat H. mit bloßem Auge entdeckt! Freilich, das ist ein alter U-Doots-Fahrer. Dies ist fein 50. Dampfer, an dessen Erledigung er mitwirkt. Doch noch Haden wir ihn nicht.
Der Kommandant kommt auf die Brücke, sieht kurz durchs Glas und befiehlt: „Rohr 1 bis 5 fertigmachen zum Ueberwafserfchuß. Beide Maschinen langsame Fahrt voraus. Hart Backbord."
Wir drehen auf den Dampfer zu. Langsam wird er größer. Wir können Einzelheiten ausmachen: bie hochgezogene Back, das Heck, auf dem eine Kanone steht, den freistehenden Schornstein. Allem Anschein nach ein Brite, ein kräftig gebauter Frachter von etwa 6000 Tonnen, der tief im Wasser liegt. Etwas dunkler als der Himmel, etwas heller als die See liegt der Schatten des Gegners jetzt dicht vor uns. Wir laufen fast auf gleichen Kurs mit ihm. Ab und zu entzieht eine Schneebö ihn unseren Blicken. Aber schon nach wenigen Minuten haben wir ihn 1 wieder.
Alle diese Sonbergerichtsurteile beweisen, baß nunmehr mit solchen Elementen, die gewissen- und verantwortungslos genug sind, bie Sicherstellung der Volksernährung zu gefährden und sich am gcm- Dolke zu oerfünbigen, mit der ganzen Schürfe Gesetzes zu Felde gezogen wird.
wurde er bei der Marineleitung Dezernent in der Waffenabteilung, bann Abteilungsleiter unb schließlich Chef bes Hauptamtes des Marinewaffenamtes. — Admiral Bastian stammt aus Spandau. Im Weltkrieg nahm er als Abmiralstabsoffizier an allen Unternehmungen in der Ostsee und am Befreiungskampf Finnlands teil. Nach mehreren Borbund Landkommanbos mürbe er Befehlshaber der Linienschiffe, anschließend II. Abntiral der Ostsee, 1935 Chef des allgemeinen Marineamtes im OKM., später Präsident des Reichsfürsorge- und 93er« sorgunysgerichtes der Wehrmacht unb Präsident bes Reichskriegsgerichts.
Tagung des Führerkorpö der Partei.
NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger hatte für Montagvormittag die Gauamtsleiter, Kreisleiter und Führer der Gliederungen und angeschlossenen Verbände der NSDAP, zu einer Arbeitstagung in das Adolf-Hitler-Haus der Gau- hauptstadt einberufen. Der Gauleiter gab richtungweisende Ausführungen über die Arbeit der kommenden Wochen unb behandelte insbesondere aktuelle Fragen des Arbeitseinsatzes sowie der Ernährungslage. Anschließend sprach der Präftdent des Landesarbeitsamtes Hessen, Kretsch- mann, über bie Verwendung ausländischer Arbeitskräfte im Reich. Der mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Gauschatzmeisters beauftragte Gauhauptstellenleiter Schönberger nahm zu dem Thema „Verwaltungs-Vereinfachungsmah- nahmen innerhalb der Partei" das Wort.
RAD.-pflicht der Studenten.
Bisher wurden Studierende, sofern sie vor Be- ainn des Studiums bas 23. Lebensjahr vollendet haben, von Reichsarbeitsdienst unb studentischem Ausgleichsbienst befreit. Der Reichserziehungsminister hat diese Altersgrenze jetzt auf bas vollendete 22. Lebensjahr herabgesetzt. Vom Sornmer- femefter 1942 sind also nur Studierende, bie vor Beginn des Studiums das 22. Lebensjahr vollendet haben, befreit.
wurden.
Der Schlächtermeister Johann Quellen aus Sittensen hatte 1936 mit Schwarzschlachtungen begonnen und diese bann auch während des Krieges fortgesetzt. Darüber hinaus nahm er anbxre unsaubere Manipulationen vor, so baß er im Lause ber
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