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Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

Aus der Stadl Gießen

der Erzähler mitten in seiner Rede <mfhört und

Redensarten.

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M. Dem Karnpj m i tmpf auf der Straße

voraus, der Kampf, der

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Die neuen Lebensmittel-Zuteilungen

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druck, den die Arglist gemacht hat, kein Funken

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tüchtiger Talbewohner zuckt. Was er an Hab und

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Kampf, und ilifche Zahl- s Sollum laika. Bei tot mrdea n und Jlflf'

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Fliegen taffen.

Von Alfred Hcin

Lui besiht-hal« durch' die Schwiele, di- Lick- und man halt.zusammen. Fliegen lassen, fliegen -assen, harte Schwiele, in der Hand erworben. Dieser Ti- eh s zu spat lst, mem Jung

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-lrche Sieg um Sieg. Jeder einzelne Mann ge­winnt ein kleines Gefecht, wenn er mit feinem- [rupp Gefangener auf einem Stück der Straße die fahren des Winters für die Kraftfahrkolonnen (5 deutschen Heeres beseitigt.

ulbreit: hier sitzt die Zähigkeit und die stetige ge- aldige Schaffenslust, ohne die das Leben auf dem !:rghof, dem windumheulten, schneeumwirbelten nd sonnenbeftuerten, nicht zu bemeistern ist.

Für die am 9. Februar beginnende 33. Zutei­lungsperiode bleiben die laufenden Rationen im wesentlichen unverändert. Reu ist, daß die Butter­ration der Normalverbraucher, der Jugendlichen und der Kinder von -sechs Jahren ab um 62,5 g erhöht und die Margarineration um die gleiche Menge herabgesetzt wird. Die Gesamtfettration bleibt unverändert. Weiter ist von Bedeutung, daß alle Dersorgungsberechtigten 62,5 g Käse mehr er­halten, so daß in dieser Kartenperiode neben der Quarkration wieder drei Käserationen in dieser Höhe ausgegeben werden. Einer der Käseabschnitte wird auf 125 g erhöht. Außerdem können alle Ver­braucher über 18 Jahre nochmals an Stelle von 125 g Kaffee-Ersatzmitteln wahlweise 60 g Boh­nenkaffee erhalten. Die Abgabe des Bohnenkaffees erfolgt auf Grund der Vorbestellung, die mit der Nährmittelkarte 31 durchgeführt wurde. In .der neuen Zuteilungsperiode fallen die bisher ausge­gebenen 50 g Kartoffelstärke-Erzeugnisse weg. Nor-

Als ich meinen ersten Luftballon vom Großvater geschenkt erhielt er war von knallroter Farbe und hatte einen lachenden Mond aufgemalt, da jubelte ich den ganzen Tag und sprang mit dem wippenden Ballon glückseig im Garten umher.

* Goldene Hochzeit. Das Ehepaar Kaspar Lerch. Alicenstraße 42 wohnhaft, kann am heu­tigen Samstag, 31. Januar, in großer Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit begehen. Der Ju­bilar war 42 Jahre lang im Dienste der Reichs­bahn tätig. Dem Jubelpaar gilt auch unser herz­licher Glückwunsch. r., * .

**DortraginderUniversltat. Am kom-

malverbraucher und Jugendliche erhalten wieder 50 g Butterschmalz und dafür die Hälfte der Na­tion an Schweineschlachtfetten. Im ersten Kalen* dervierteljahr 1942 werden die Vorräte des Ham dels an Speiseöl nicht aufgesüllt, weil die flüssigen Oele in dieser Zeit für die Herstellung von Marga­rine benötigt werden. Die Versorgungsberechtigten können deshalb vorübergehend Speiseöl. nur roch im Rahmen der beim Handel vorhandenen Be­stände beziehen. Für die Jahreszeit, in der erfah­rungsgemäß mehr Del für die Zubereitung von Sa­laten usw. verbraucht wird, wird dieses rechtzeitig bereitgestellt werden. .

Als ich heranwuchs da begriff ich erst die Lehre, die mich aus Großvaters WortenFliegen lassen, fliegen lassen" immer wieder ansprach, wenn eine Liebschaft mir plötzlich nicht mehr gefiel oder das schönste Gedicht, das ich erdacht hatte, und das --I-___ l . ö1 CM10 TI mOT. Hilf lUON»

gen ließ, an------ _

mußte, um sie wegzurollen. Was wäre er

Gras- und Blumenpracht der Wiese, von der er das Heu, eingebündelt in breite Rupfentucher, nur auf dem Rücken wegfchleppen kann; denn steil und unbefahrbar ziehen sich die Wiesen am Berghang

Etwa: In Anbetracht der guten Erbschaft und unter Berufung auf die Tatsache, daß ... Meinst du nicht auch?" Äch gab dem Spötter lächelnd recht. Dann wurde von anderem gesprochen.

Ja, derAnbetracht"! Er hatte einen schlichten Familiennamen. Aber er hatte sich vorgenommen, immer recht fein zu sprechen und nicht so einfache Sätze zu bilden, wie wir das taten, auch als wir schongroße" Schüler waren. Er mußte seine Sätze immer umständlich und großartig einleiten. Wenn

mein Leid. Großvater streichelte wehmütig den --- '1... n:Ja, ja so geht's, wenn man sich selbst überlebt", sagte er.Dann rutscht

hinunter. .

Wenn der Dauer so dahingeht, die spähenden, mißtrauischen und furchtlosen Augen auf Stein, Baum, Zaun und Berg gerichtet, ist ein geheimes Brausen von Wind und Wetter um ihn. Welchen Gewaltwind hat er schon erlebt! Der Wald brandete unter ihm auf und die Wipfel knallten- zusammen, Und die Schindeln am Stall wurden hochgezerrt und

Mondgesicht des herab. So schlief ich selig ein.

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

,usw. usw." sagt. . _ . ....

Ja, es ist nicht jedem gegeben, einen Satz richtig

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Verdunkelungszelt:

31. Januar von 19.03 bis 8.35 Uhr.

1. Februar von 19.05 bis 8.33 Uhr.

und verpflegt sein wollen.

Wie weit sind wir mit dem Bau der Erdhütten? ragt der Kommandeur den z. b. V.-Offizier.Die Arbeiten sind im wesentlichen abgeschlossen, Herr Hauptmann", und winkt einer Ordonnanz:Sagen Sie meinem Fahrer, Schmidt, daß er sich in einer Viertelstunde bereithalten soll." jawohl, Herr Hauptmann."Und wie steht es mit der Verpfle­gung, Inspektor K.?"Wir sind einstweilen mit Kartoffeln, Mehl und auch Hülsenfrüchten für die Gefangenen gut eingedeckt, Herr Hauptmann. Die bisherigen Tagesrationen können beibehalten wer-

Bild

eines Tiroler Bergbauern

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lässigkeiten unterlaufen! Machen wir es doch so wie bei unserer Arbeit! Da müssen wir auch unsere , Gedanken zusammennehmen, wenn alles klappen soll. Da helfen keine Redensarten. Wer nicht ziel- bewußt zupackt und durch Fleiß und Ausdauer sein Können einsetzt, der bleibt sein Leben lang ein schlechter Arbeiter. Ist unsere deutsche Sprache nicht wert, daß wir sie wie ein Kleinod behandeln. Sie braucht keine Schnörkel und keine alltäglichen Nichtigkeiten. Sie ist in ihrer natürlichen Klarheit und Änschaulichkeit am schönsten!h.

er nach seiner Meinung gefragt wurde, begann er stets:In Anbetracht dessen, daß ..." Das hörten wir so oft von ihm, daß er schließlich den Spitz­namenAnbetracht" erhielt. Und jetzt nach dreißig Jahren fragt mich mein Freund nach ihm! So fest hasten nun einmal die Uebemamen, die wir in der Jugendzeit geben oder erhalten.

Wen wir so zurückdenken in einer stillen Stunde, bann fallen uns sicher noch Spitznamen anderer Kameraden ein. Manchmal kam einer ganz mit Unrecht zu einem lächerlichen Namen, aber die Jugend ist nün einmal grausam und hat ihre Freude an solchen Dingen. DerAnbetracht" hatte seinen Namen bestimmt verdient: denn er wollte seine Sprechweise bewußt von unserer unter-

jchewisten b:i l. Die fpani jf und M- wieder M

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scheiden. _

Ich wünschte jedem, der so alltägliche oder nicht- alltägliche Redensarten in jedem Satze anwendet, einen ähnlichen Spitznamen. Unsere deutsche Sprache ist doch so schön und reich an schlichten Wörtern, daß wir es nicht nötig haben, Phrasen oder nichtssagende Redensarten zu dreschen. Mit etwas Selbstzucht können wir oberflächlich" Redens­arten vermeiden, auch beim Zuhören. Wie wenig Menschen gibt es doch, die gut zuhören können! Immer wieder unterbrechen sie uns mit irgend­einem banalen Zwischenruf. Fast bei jedem Satz heißt es:Ach nee!" oderWas Sie sagen!" An­dere wieder müssen immer dazwischen seufzen:Ja, ja!" oberAch, ach!" oder sie können sich nicht genug verwundern, bei ihnen heißt es:Ei, ei!" oderSieh mal an!"

Warum müssen einige ihre Sätze immer wieber

bitter weh, sich von ihm zu Irenen doch dann sah ich ihm tapfer nach, bis er zwischen den Wol­ken ober gar in die Nabe des Abendsterns v r- schwand. Solch ein Abschied war schwer, aber schön. Oft sah ich den Ballon lange noch an der gleichen Stelle des Himmels schweben, an der er einstmals entschwunden war. Ja, immer wenn ich ibn mit ganzer Inbrunst sehen w-llt-, w?"er wieder da, unverschrumpelt, prall und leuchtend!

r. ausbringt Mrufen

Kampf mit der Straße.

Bilder vom Einsatz der Bautruppen in der Sowjetunion.

Von Kriegsberichter Wolfgang G.KoePpen.

ein Wein. Milch, Wasser, Mehl haben den bieg­samen, wurzelzähen Körper geformt, der einmal em fri cher behender Bursche war und den Hörnerschlit- ten talwärts fuhr, daß der Stein krachte und baß Feuerfunken wegspritzten.

Nie begehrten seine Gedanken über den bäuer­lichen Umkreis hinaus. Er pflanzte Bäume und fällte Bäume, er säte Korn und sichelte Korn, er pflanzte Kinder, zwei, drei, vier, fünf Kinder, ernst- frohe, milchweiße und apfelbackiae, die Sennen und S"nnerinnen, Hüterbuben, Stallmäqde und Holz- mller wurden. Sein Gesicht ist anschauungswürdig: denn es ist ein von Frömmigkeit und Ehrbarkeit

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Da wird auf kleinen Panjewagen von weit her mb herangefahren und an der Straßenseite auf» schüttet. Die einzelnen Sandhaufen werden mit lmnenreisig abgedeckt, um ein Gefrieren zu ver- Rbern und an einem Pfahl wird ein kleines Schild , rit der AufschriftStreusand" angebracht. Die ßlatteisgefahr ist endgültig gebannt. Und da wer- m längs der Straße Zäune errichtet gegen Schnee- prwehungen: die Schutzvorrichtungen der Sowjets viren unzureichend, und stellenweise fehlen sie mz. Schließlich werden alle Gefahrenpunkte mit

3 thudern gekennzeichnet und an den Straßenver- xenfrA.jfnfjp vgimgen weithin sichtbare Strohmätten aufge-

» ^Mag der Winter noch so hart sein, er bat ine Schrecken für den Kraftfahrer verloren. Die Msoldaten haben der Straße die Waffe aus der irvb geschlagen, noch ehe sie sie gegen den deut- j)en Nachschub erheben konnte.

^Meldung, Herr Oberleutnant, eine stärkere Bcm- itenabteilung bat. das Sägewerk in M. anzugreifen rrlucht. Es ist zu einem kurzen Feuergelecht mischen unseren Leuten und den Bolschewisten ge= immen. Ein Mann von uns schwer verwundet, ®n den Banditen eine Anzahl erschossen, die übri­gen gemnaengenommen." Die Offiziere machen -in ernstes Gesicht. Der Kommandeur geht selbst an m Apparat und ordnet an:Schriftliche Meldung ibir den Vorfall unter Angabe genauer Einzel- -ziten. Bewachung des Sägewerks verstärken. Ver- härste Postenanweisung." Im Gedenken an den lermunbeten Kameraden weicht die frohe Stimmung

mn der Ta'elrunde. Es ist Krieg, Krieg mit einem

1 ab. den iimen^chlichen und hinterlistigen Geaner.

Am nächsten Morgen, Vs9 Uhr, hält der Wagen i»s Oberleutnants F. an der Brücke 125. Der kosten, etwas schwerfällig in feinem dicken Mantel uni den großen Ueberstiefeln, tritt heran und mel- let.Danke", erwidert der Oberleutnant,keine Kleinigkeit, bei 20 Grad Kälje hier zu stehen, was?" ,Es geh^ schon, Herr Oberleutnant, w^nn's nicht lblimmer wird", und auf dem Gesicht des alten V-ltkriegs^ldaen steht ein Lächeln, das auch bei 30 unb mehr Grad Kälte nicht erstarren wird.

$n diesem Augenblick nähert sich von der anderen 5?ite ein zweiter Wagen mit der Auftchrift .Brückenbau" an der Windschutzfckerbe und hält kbenfalls vor der Brücke. Zwei Hauptleute vom xten Bataillon steigen aus. F. geht ihnen entgegen, gemeinsam klettern die Offiziere dann den ^steilen jkb^ang hinunter, um den Unterbau d"r Brücke zu $en und das Sumpfgelände zu erkunden. Nach

Var feindlich ift die Straße, auch jetzt noch, nach- m sie lange in die Hand des Siegers gefallen ist. :e gibt den Kampf sobald nicht auf. Im Herbst llte sie den deutschen Kolonnen den Schlamm rtgegen, und nun der Winter gekommen ist, ver- cht sie mit Schnee und Eis den deutschen Nach- tob aufzuhalten. Aber das Kriegsglück hat sich M ihr gewendet, so wie es sich von den sowjeti- ten Truppen abwandte. Die deutschen Baubatail- jne sind stärker und erringen im Kampf mit der

freiwillige für Die f alischirnitruppe.

Wie der Reichsminister der Luftfahrt und Ober­befehlshaber der Luftwaffe mitteilt, find Meldungen zum freiwilligen Eintritt in die Fallschirmtruppe fortlaufend möglich. Es können sich in erster ßinie Kriegsfreiwillge, bann längerdienende Freiwillige (Bewerber für die Unteroffizierslaufbahn bei zwölf­jähriger Dienstverpflichtung) melden. Voraussetzun­gen für die Einstellung sind die gleichen wie für alle anderen Waffengattungen. Einstellungesalter: 17. bis zum vollendeten 30.Lebensjahr. Als Unterlagen find jedem Bewerbungsgesuch ein handgeschriebener, ausführlicher Lebenslauf und eine amtlich beglau­bigte Einwilligungserklärung des gesetzlichen Ver­treters beizufügen. Der Lebenslauf muß enthalten: Geburtstag, Schulbesuch, Beruf, sportliche Betäti­gung sowie gegebenenfalls Zugehörigkeit zu. einer Gliederung der NSDAP. Bewerber, die sich schon zum fliegenden Personal gemeldet haben ober sich noch melden wollen, kommen für die Einstel­lung in die Fallschirmtruppe nicht in Betracht. Be­werbungen sind nur an das für den dauernden Wohnsitz zuständige Wehrbezirkskommando einzu­reichen.

Gießener Dochenmarktpreise.

* G ie ß en, 31. Jan. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM., Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Wirsing, iz» kg 8 bis 12, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 15, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 6 bis 10, Lauch 17, Sellerie 15, Rettich, dcks Stück 10 bis 15 Rpf.

Kreuzes cm Komnaiüeur eroberte A- ter beio^5 geinbangnn® leiWenDDr' psi- rbifi) des W »aschen AM b ungün|tig?t w s Lowjits. Der Bari geboren. * Md-"- 1914/18®^ MS

Vor einigen Tagen traf ich einen alten Be-. vu, bannten, den ich lange nicht gesehen hatte. Wir -u beenden. Dann mutz halt eine biuige Ne- halten uns viel zu erzählen. U. a. fragte er mich bensart herhalten. Wir sollten unsere Sprechweise auch nach demAnbetracht".Ja, der .Anbetracht, | genau prüfen und acht geben, daß uns keine^Nacy- der hat es zu etwas gebracht. Er ist Großkaufmann in Hamburg. Eine gute Erbschaft und seine großen kaufmännischen Fähigkeiten haben ihm geholfen. Mein Freund meinte:Vielleicht auch seine ,feinen Redensarten, die er immer in das grelle Licht stellte?

Der Bauer hat Mehl und Futter in unermüdlicher Arbeit der steinigen und schroffen Ackerfurche abge= Jungen. Er schwitzte und fror, er wurde naß bis auf tie Haut, er hat sich gebückt, immer und immer Wieder gebückk nach Stein, Holz, Pflanze und Aehre. v._ uirt Inb der hagere Rücken hat die Form eines leicht- f-krümmten Bogens angenommen. Der Bauer ist .-At . j^r dünnen, bräunlichen Erde nachaelaufen, wenn e Lahne, ein schwerer, sich vom Berg herunter- ^lhiebender Wasserbrei, vermengt mit Steinen, Ge- 'äll und Schutt, die Aecker am Steilhang weg- ^wemmte ober, aus der Waldschlucht schieß"nd, die diesen überwalzte und mit Schlamm zudeckte. Die

Von Anton Schnack.

Das Gesicht des Tiroler Bauern Andreas Ober- kvfler, genannt Hundsecker, ist wie aus einem Stuck Lirchenholz geschnitzt, das im Regen gelegen hat u.tb von den Wirbeln der Luft gebeizt wurde. Der Sauer hätte eine hohe Stirne, wenn er nicht die strähnigen, angegrauten Haare darüb er kämm en würbe. Andererseits hat er die Stirnhaut ständig hachgezogen und Falte hat sich über Falte gebildet. Tas hat seine Ursache. Immer hat der Bauer et­was zum Grübeln und zum Nachdenk"n, eine Sarge ober eine schwierige Arbeit gehabt. Beionders über b:r Nasenwurzel liegt ein Gewirr von Fältchen, kleinere und größere, die mit ihrem feinen Wurzel- Werk durcheinanderlaufen und sich überschneiden. Die Äugen ruhen tief im Schatten der Stirne, aber sie luchten noch: so leuchtet Wasser in einer Kiarnm- palte, unbewegt und ungetrübt. Die Wangen sind ngesunken, ohne Fett, fast ohne Fleisch, nur l?der- hnliche Haut und herausstehende schroffe Knochen, as Leben hat die Lippen in den Mund fast hin- mgefaugt und sie dünn und unscheinbar gemacht, der unter dem Mund steht das Kinn stark und

em loenuji:Sie Ludwigs-Universität, Professor Dr. med. H. W. können mir's glauben!", wenn es sich auch um ganz > K r a n z, irn Großen Horsaal im Rahmen oer wehr- alltägliche Dinge handelt und wir sie keineswegs wlssenschaftlichen Vortrage einen Dortrag über da obftreitSi wollen. Sagen wir bann gar nichts und ThemaBevolkerungs- und rasiendynamlsche - hören nur aufmerksam zu, dann kommt es vor, daß | gen Großbritanniens als Weltmacht .

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Draußen fallen noch immer die Schnee'locken. Die Motoren einiger Last- und Personenwagen laufen sich warm. Wo einst die Postschlitten ein- und aus- fuhren, drücken jetzt die Räder deutscher Militär­autos ihre Spuren in den frischen Schnee.

Gegenüber der Posthalterei, an der anderen Straßenseite, errichten die Bautruppen zusammen mit Gefangenen, unter denen sich geschickte Zimmer­leute befinden, ein neues Gebäude, ein Blockhaus nach deutschem Muster. Es ist bereits halb fertig und hebt sich schon jetzt durch seine sorgfältige Bau­weise, seine Geradlinigkeit unb Formenschönheit von allen sowjetrussischen Häusern im weiten Um­kreis ab. In eine Gruppe von Tannen hineinge- stellt, könnte es an einer Autobahn in Mittel- oder Süddeutschland stehen, in der Tat wird es ähnlichen Zwecken dienen wie unsere neuen Rasthäuser an den Straßen des Führers. AlsGästehaus" der Bautruppen, die diesen Straßenabschnitt betreuen, wird es von und zu der Front reisenden Soldaten, Kurieren, Kraftfahrern Unterkunft gewähren, Heim und Heimat in der trostlosen Fremde des Ostens fein. Zugleich aber wird dieses Gebäude den neuen Geist repräsentieren, der in ein Land der Unord­nung und des Eftnds einzog, den Geist des Sieges und Neugestalters eines besseren Europa.

Landesgruppenletter Richard Zeißig gefallen.

Berlin' 30. 3anuir. (DNB.) Der 2anbe_sgrup= penleiter der Auslandsorganisation der NSDAP, in Frankreich, Pg. Richard Zeißig, der am Ostfeldzug als Hauptmann unb Bataillonkomman­deur teilgenommen hat, ist seinen schweren -Ver­letzungen im 45. Lebensjahre erlegen. ZeWq trat schon' vor der Machtübernahme der NSDAP, in Buenos Aires bei, dann war er Landesgruppen­leiter in Chile und wurde 1935 in die Leitung der AO. als Amtsleiter für Jbero-Amerika berufen. Nach einer kurzen Tätigkeit als Landesgruppenleiter m der Tschechoslowakei wurde er nach Beendigung des Westfeldzuges Landesgruppenleiter in Frankreich. Zeißig hat am Weltkriege teilgenommen und würde mit dem EK. I und II ausgezeichnet ___________

einer Stunde kehren sie zurück.Sie berichten also unserem Kommandeur", wendet sich der Hauptmann an den Oberleutnant,daß ein Notübergang bei dem schwierigen Gelände kaum möglich und außer­dem auch nicht erforderlich ist, da die Brücke selbst, auch bet schwersten Bombenschäden in sechs Stunden ausgebessert werden kann."Sie garantieren dafür, daß die Zeit von sechs Stunden in keinem Falle überschritten wird."Ich garantiere." Die Wagen fahren in entgegengesetzter Richtung wieder davon.

Es ist milder geworden; riesige Schneeflocken, wie man sie in Deutschland nicht kennt, fallen auf die russische Erde und geben ihr ein versöhnlicheres Aus­ehen. Der Morgen dämmert heran. Auf dem Hof )er ehemaligen zaristischen Posthalterei, dem Schau­platz der Puschkinschen NovelleDer Postmeister", herrscht schon reges Leben. Panjewagen werden aus den Schuppen gezogen und Pferde vorgespannt. Gefangene laben allerlei Gerätschaften auf. Sie be­folgen willig die Anordnungen der deutschen Sol­daten. Auch im Innern des massigen Gebäudes-wird es lebendig. Aus der Küche vernimmt man das Geräusch klappernder Kaffeekannen. ßn_ einem der hohen Zimmer mit den großen Bogenfenstern finden sich nach und nach die Offiziere des Bataillons- Stpbes ein. Während des Frühstücks wird die Lage besprochen. Dann wendet man sich spezielleren Fragen zu. Im Vordergrund steht heute das Ge- ängenenproblem. Jedem Bau-Bataillon sind Tau­ende von Gefangenen beigegeben, die untergebracht

wohnt der männliche, lag da zusammengeschrumpft der gestern noch so r -- schöne, pralle, rote Luftballon. Ich zog chn an der

st. 76 Zweites Blatt

1 ibn,»

nfo hart und unerbittlich, blutig unb schwer war ie die großen Schlachten, bie bem sowjetrussischen tog ben Stempel des deutschen Sieges auf- üdten. Die namenlose Schlacht der Straße währte iae, Wochen und Monate. Sie riß nicht ab und siegreich von Kilometer zu Kilometer. Alle Ver­öde des Heeres waren an ihr beteiligt: die Pan- f unb die Artillerie, die Infanterie und die Pio- ">re, die Nachrichtentruppen, Kraftfahrer und Jnitätßtruppen und auch der Bausoldat kämpfte seiner Straße gegen den Feind. Im Artillerie-

I MG.-Feuer der Sowjets baute er Brücken und otftege, beseitigte er Wegesperren und füllte Gra- -ttrichter aus, wehrte er Ueberfälle ab und führte fch lange, nachdem der Gegner zerschlagen war, kintrieg gegen die Partisanen. Am Rande der -caße, die er für den großen Sieg bereiten half, t£en auch Kreuze mit den Namen toter Helden

flogen wie beflügelt hinweg.

Hat je eine Träne im Auge dieses Kämpfers ge­funkelt, der mit Erde rang, der sich mit Fels unb Stein zu einem lebenslangen Zweikampf einließ, der sich mit der Strenge und Wildheit des Schnees herumschlug und, der, wenn auch dann und wann geschlagen und verwundet, als Sieger hervor ging.

Wenig Leckerbissen sind über die Lippen gekom­men Immer nur das strenge, verräucherte Brot,

UMUUUZck BSSSS AAL-W- "" W?in- 'U5aner' P H Nachts mußte die Mutter den Ballon an mein Bett. baflon, und welkte nie

binden. Hoch an der Decke droben griente bas | Als ich aber noch alter geworden ^k

roten prallen Luftballons auf mich ich auch: Nicht alles konnte man Aegen lassen, u d nicht alles durfte man fliegen lassen. Dann dachte Mein erster Blick suchte, als ich erwachte, den ich wieder an meinen allerersten Luftballon und

Ballon an d"r Decke. Er war fort! Ich schrie, wie sagte mir, was der konnte, mußtbu au^ fo n n. nur ein Vierjähriger schreien kann, wenn ihm ein Zusammenschrumpeln und aus den ^ohen meher Spi°lz°uq Oerlorenflwn ift. Die Mutter lief steigen Denn Großvater, der w-r damals den Rat herbei. ..Der Ballon! Der Ballon!" Die Mutter gab:Fliegen lasten - hat «au*

[achte:Da liegt er doch auf der Erde! Ganz 1 Tllbcr wenn Kinder uni> funfle Tl.nMwi m:d> verfrbrump ltheute um Rat fragen, wie ich einst den Großvater, Ich schaute aus meinem Gitterbellchen: faustgroßtdann antworte ich trotzdem:fliegen lallen ...

nbi9en Au;- lmQt Wi?|jt W beim. Mgebun, e'_ He (9qu, tann,

MUTÜi'Qnj jjCll --------------

erneute ne find stärker und erringen

wch, als Dr,

roler Bergbauer ist der Erde und dem Stein ver- In Zukunft ließ ich, so schwer es mir auch an« wandt sünfundsechzig Jahre alt, vierzehnhundert kam, jeden Luftballon» den ich geschenkt erhielt, am ^Mer hoch wohnend, gezeichnet von Mut, Arbeit > Abend in den Himmel emporsteigen. Es tot Zwar und Geduld. Seine Gestalt erinnert an den Gesang -----ri^ ---------

des Sturmwindes, an einen einsamen Steinadler, an die Ruhe der Felsen, an die Schwermut des

"*" ÄSteUifflft »»ÄX.äÄS.XK

wie of7 hören wir mitten in einem Bericht:Sie Ludwigs-Universität.