Montag. 30. Novembers
Jahrgang Ur. 282
Ämradme von Anzeigen für die MittaaSnummer bt8 81/, Uhr desVormittaaS flnieiflen^reik für die i)tillimcter-8eile von 22 Millimeter Breite: 7StoL für Familienmi- zeigen und vrivme GelegenbeitSanzelgen 14Rvi. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gecenenhettsonretgen
Plavvor^chrift tvorkerrge Vereinbarung) 25*/. mevr
Ericbemt täglich, außer Gonntagtz und feiertags
Beilage»:
-teftener i>amilienblätter Hkimat imBild-DteScholle BezuaSvreis:
Lonatlich .,.. .RM.1B0 Zustellgebühr,.. „ -.25 «ich bet Nichterscheinen von einzelnen Nummern chfolge höherer Gewalt grrnsvrechanschluh 2251 Kmbtanschrift: ^Anzeiger^ Postscheck 116»« Krankt
> d l1l0N
Gietzener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen T-9
|r. m
zum Menschengeschlecht?
cfietu
Ausführungen.
fÄ
löst fein, die das 20. Jahrhundert unserem Volk und Europa gestellt hat. Unser Bauerntum wird dieser großen politischen Aufgabe nur Herr wer- |
ganzes Volk am liebsten ungesalzen verzehren
Partei und ihrer Gitterungen.
Stabschef Luhe in Frankfurt.
Einführung des neuen Führers der SA.-Sruppe Hessen.
zimmer des Römers in — -----
Stadt Frankfurt ein. Oberbürgermeister Staatsrat Dr Krebs wies in einer kurzen Begrüßungsansprache über die historische Bedeutung der Stadt.nn ' .... rw • .......- V - - (ID.Aah n i 6 C. hin
aXTffwRW tamer uni, w bitterer Wahrheiten? Da^n«-and BeraStana war Ausdruck der inneren ®e- Gullivers. ,st kein andere, als das England des •*» 8$ ?ä.-ÄW!
Jonathan Swift ist fast ausschließlich bekannt als der Verfasser von „Gullivers Reisen", einem Buche, das zusammen mit Defoes „Robinson" zu den verbreitetsten Abenteuerromanen der Welt gehört und im Laufe der Zeit in ständig abgewan- wandelter und abgeschwächter Gestalt zu einem ausschließlichen Kinderbuch geworden ist. Da tauchen sie wieder vor uns auf, Liliput und Brobdignag, die Zauberreiche der Zwerge und Riesen! Wer von uns wäre in ihnen nicht in seiner Jugend mit heißen Wangen kreuz und quer gewandert, hätte nicht das tolle Schicksal Gullivers mit brennendem Herzen verfolgt und schließlich ein wenig kopfschüttelnd und verwirrt den letzten Abschnitt des Buches aus der Hand gelegt ob des Menschenhasses der edlen Pferde in । jenem Fabelland, wo die Menschen zu scheußlichen Stinktieren geworden sind und ihre Vernunft gerade nur ausreicht, um sie zu Verbrechen und zynischem Egoismus zu veranlassen! War. dieser wilde Haß des Verfassers nun wirklich echt oder resultierte er nicht vielleicht — solche Paradoxa sind weniger selten als man anzunehmen geneigt ist — aus einer ebenso stürmischen und leidenschaftlichen Liebe
was es sein Verfasser einst sah und gesehen zu werden wünschte"; kein Märchenbuch, sondern eine Chronik, ein Dokument sehr aktueller, sehr grau-
w
„Ich Nage an!''
ZonathanLwift, dcmLatirikerund Utopisten zum 275. Geburtstag am 30. November.
Ausreichender Nachwuchs deutschen Bauerntums muß den deutschen Osten sichern.
Staatssekretär Backe sprach zum deutschen Landvolk.
tn-Mund- ,n nennt, es Mund« wgt eine >llen Glas ist die
an zwei f auflöste i IM
roll
erkugdfl
Der Endsieg ist uns nicht mehr zu entreißen
Oer Gauleiter auf einer Kundgebung in Beerfelden i. Odw.
ireid’61' • d nden i6i rs- chL
Jonathan Swift war der Sohn einer englischen Familie, aber in Dublin geboren. Es besteht kein Zweifel, daß er sich zeitlebens als Engländer fühlte uhb — schon damals galten die Iren dem „hono- rable“ Englishman als nicht vollgültig — kein Ire sein wollte, wenn er auch bis zum Dekan von St. Patrick in Dublin aufgestiegen ist. Doch er war auch ein ebenso leidenschaftlich liebender wie unnachgiebiger und trotziger Mensch, wenn er einmal eine be»
stammende Jugendliche kann die Lehre teilweise im väterlichen Betrieb ableisten. Mindestens ein Jahr soll er jedoch in einem fremden Betrieb gelernt haben. Bis zum Abschluß dieses Winters find in den 700 Kreisbauernschaften mit mehr als 800 000 Erbhöfen je Kreis 60 bis 80 der besten Höfe auszuwählen, die für die Aufnahme von Lehrlingen m Frage kommen. In jeder Ortsbauernschaft muß mindestens ein geeigneter Betrieb in Vorschlag gebracht werden."
NSG. Auf einer Versammlung der Partei in Beerfelden im Odenwald sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger am Sonntagnachmrt- tag über die gegenwärtige politische Lage, unter besonderer Herausstellung der neuesten Ereigntsse in Nordafrika und über die vorbildliche Haltung des deutschen Volkes. In eindrucksvollen Worten zeigte der Gauleiter den Verlauf des seitherigen Kriegsgeschehens auf. Dabei stellte er die unbedingte Siegeszuversicht des deutschen Volkes und feiner Verbündeten heraus. Allein die Tatsache, für eine gerechte Sache zu kämpfen, gebe uns die Kraft zu Leistungen, die als einmalig in der Weltgeschichte zg verzeichnen sind. Mit ehernen Lettern haben sich die ruhmreichen Waffen- taten unserer Wehrmacht bereits in das Buch der Geschichte eingeschrieben. Die Voraussetzung zu diesen großen Erfolgen habe eine zielbew.uhte Führung in den wenigen Jahren des Wiederaufbaues in unermüdlicher, harter, an Entbehrungen reicher Arbeit geschaffen. So stehe das deutsche Volk heute zu einer unzertrennlichen Einheit zusammengeschmiedet in diesem großen Ringen! um eine neue Welt.
Der Gauleiter beleuchtete dann die letzten militärischen Unternehmungen unserer Gegner, die von ihnen als die größten aller Siege in alle Welt hinausposaunt wurden. Inzwischen ist es m dieser Hinsicht drüben wesentlich ruhiger geworden. Er wies in diesem Zusammenhang darauf hin, daß d e r
.Hande tr von lenststZ
nb;
LeM ijro. 8, t bis ai
abrga«
>em Le
den können, wenn es gelingt, unserem Landvolk einen ausreichenden Nachwuchs zu sichern. Jeder deutsche Arbeiter, Bauer und Soldat muß wissen, daß jedes seiner Kinder die INäglichkeit hat, freier Bauer und Bäuerin auf eigenem Grund und Boden im deutschen Osten zu werden. Wer im Osten siedeln will, braucht kein Dermögeu und kein Hochschulexamen. Um im deutschen Osten zu siedeln, braucht man gesunde Jauste, ein deutsches Herz und eine vielseitige gründliche Berufsausbildung."
Entscheidend sei, daß die jetzt zur Schulentlassung kommenden Jugendlichen in eine geordnete Berufsausbildung eingewiesen werden, um über einen klar geordneten Berussweg von der Schulbank bis zum Erbhof zur selbständigen Existenz im ländlichen Lebenskreis zu gelangen. Aus diesem Grunde sei der Aufbau eines großzügigen ländlichen Berufserziehung s wertes angeordnet worden. Die alte Forderung des Landvolks „Landarbeit ist Facharbeit" werde nur dann Wirklichkeit, wenn der Begriff des Ungelernten in der Landwirtschaft verschwindet. In eitler vierjährigen Lehre solle deshalb der Nachwuchs des Landvolkes die Grundlagen für den späteren Lebensberuf als Bauer und Bäuerin erhalten. „Während dieser vierjährigen Grundausbildung legt der Lehrling nach zwei Jahren die Landarbeitsprüfung als Zwischenprüfung, nach weiteren zwei Jahren die Landwirtschafts- Prüfung als Schlußprüfung ab. Der vom,Hof
Die Parole lautet: „Der tüchtige Bauer leistet viel für die Erzeugungsschlacht. Der tüchtige L e h r h e r r leistet n o ch m e h r für den Sieg und die deutsche Zukunft." Das Bauerntum des Groß- deutschen Reiches zähle heute zwar nach Millionen, aber der Nachwuchs dieser Millionen reiche nicht aus, um die kommenden Aufgaben zu meistern. „Das Gros der Menschen hat Deutschland, und hier in erster Linie das deutsche Landvolk, zu stellen. So ist der Wille zu vielen Kindern allein die Gewäher für die Zukunft unseres Reiches. Nur wenn das Landvolk in ausreichendem Maße Kinder hat, die später das Land im Osten deutsch machen, wird die Sicherheit des Reiches gewährleistet. Nur wer selbst im Sinne der völkischen Aufgabe des Bauerntums vorbildlich handelt und lebt", fo schloß Staatssekretär Backe
seine Rede, „wird überzeugen und die Jugend für stimmte Aufgabe erkannt hatte, für die zu kämpfen die bäuerliche Aufgabe des 20. Jahrhunderts ge- e5 sjH jhm lohnte; als eine solche Aufgabe aber hatte winnen. Wenn wir in diesem Geiste als deutsche er sjch gesetzt den Kampf gegen die regierende Kaste Bauern unsere Jugend erziehen und in der Er- ,n England, den Kampf schlechthin gegen alle rnensch- zeugungsschlacht unsere tägliche Pflicht tun,* wird I Scherl Torheiten und Erbärmlichkeiten, den ebenso der Sieg und damit die Freiheit unser sein!" rücksichtslosen Kampf für das schon damals in Hunger und Elend verkommende Irland. Er kämpfte also schlechthin für das Recht, für Unabhängigkeit, Freiheit und wahre Liebe der Menschen untereinander! Liebe und Haß entsprangen in ihm der gemeinsamen Quelle einer „saeva indignatio“ einer wilden Empörung, wie es in seiner von ihm selbst verfaßten Grabinschrift zum Ausdruck kommt. Die f , .von ihm bevorzugten Kampfmittel aber waren
Weg nach Afrika lang sei und unsere Satire und Utopie. Werden in der Satire die schiech U-Boote sich auf ihm ihre Beute holen werden, t unö häßlichen Seiten der Welt unterstrichen, in
wie die letzten Sondermeldungen es wiederum klar ber Verfasser lebt, so wird in der Utopie ein und eindeutig bestätigten. erdichtetes Staatswesen geschildert, in dem alle
Wir stehen in vollem Vertrauen hinter unjerem Realen Gedanken ihres Schöpfers im weitesten Um- Führer und beweisen, daß die Tapferkeit unserer -hre Verwirklichung gefunden haben! — Soldaten die.Entscheidung, zu Siebener Zeit er- 6d)on Moraltheorien eines Locke und Hurne, zwingen wird. Alle Versuche der Feinde, unse .mejer o^itgenoHen Swifts, zeigen ganz deutlich Einheit zu zersetzen, werden scheitln am eisernen I J^nt der englischen Philosophie und auch Willen eines Volkes, das ferne ©anfelmutigfeit englischen Lebenspraxis: einen reichlich brutal kennt und die Gewißheit des Sieges m sich tragt. I durchaus egoistischen Utilitarismus. Der
Front und Heimat sind vereinigt zum Aufbau des f berechnende- Verstand triumphiert über die neuen Europa. Sn raftlofem Einsatz merben bie roje etwa den Deutschen oder den
Voraussetzungen geschaffen zur Sicherung des Rau- Kliener über die Grenze der sinnlichen Welt er- mes, der unsere ßebensgrimblage bildet. Dw von * ^in rücksichtsloser Materialismus beherrscht d-n Feindwachten geplante Blockierung Deutichlands unb Kjr'chy Wissenschaft und Dichtung, er-
hat sich gegenteilig ausgewirkt Nicht der Femd njri)ri t Religion immer wieder zu einer
ondern wir blockieren Mr sind -m Kamps har Mechanischen Raturlehre, in der di- körperlich« ter geworden und müssen noch harter > Welt bleiben mir»,
werden, um das zu erhalten, was durch die Scharfe a(le5 geMt Swift ein ganzes Leben lang unseres Schwertes 'n unsere chand gelangt ist. Der jn neuen Essay- und Kampfschriften, die ihm ÖÄ ro9|iÄ ।'urchtbaren fiaft aller Regierenden m England
genösse. Bestehen werden wir als das härteste Volk der Erde, das vom Führer geschmiedet wurde. „Wir marschieren in ein neues Jahrtausend mit dem Führer als Vorbild", so schloß der Gauleiter seine immer wieder von lebhaftem Beifall unterbrochenen
NSG. Der Stabschef der SA., Viktor Lutze, der am Samstag zur Einführung des neuen Führers der SA.-Gruppe Hessen, Gruppenführer V i e I- stich, in Frankfurt a. 3)1. eingetroffen war, nahm Gelegenheit, am Nachmittag einige Einheiten des Standortes zu besichtigen und sich vom Stande des SA.-Einsatzes während des Krieges zu überzeugen. Die Uebergabe der Gruppe fand am Sonntagvormittag im Festsaal des Römers statt. Mit klingendem Spiel waren alle „Standarten" der Gruppe durch die Straßen der Gauhauptstadt zum Romer geführt worden, vor dessen Eingang ein Ehrensturm der Frankfurter SA. Aufstellung genommen hatte. Im Festsaal des Römers hatten sich mit Gauleiter und Reichsstatthalter S p r e n g e r die Spitzen von Partei, Staat und Wehrmacht versammelt. Gruppenführer Dörnemann meldete dem Stabschef das angetretene SA.-Führerkvrps.
Gauleiter und Reichsstatthafttzr Sprenger widmete als erster dem scheidenden Führer der Gruppe, Gruppenführer Dörnemann, der als Vertreter des Obergruppenführers Becker le m schwerer Zeit die Gruppe übernommen hatte, Worte des Abschieds und des Dankes. Sodann begrüßte er den neuen Führer der Gruppe, Gruppenführer Vielst i ch und verpflichtete ihn auf die Kampftradition, die die SA.-Gruppe Hessen besitze Er würdigte weiter die Aufgabenstellung der SA. und gab der Gewißheit Ausdruck, daß sie ihren Einsatz nn Dienste der Partei mit altgewohnter Kameradschaft und lebendiger Volksverbundenheit leisten werbe. Für den Gau Kurhesien, in dessen Bereich das Gebiet der SA.-Gruppe Hessen binüberreicht, begrüßte bann der stellvertretende (Bauleiter des Gaues Hur- Hessen, SA.-Brigadeführer Svlbrig, den neuen Gruppenführer.
Dann nahm Gruppenführer D o r n e m a n n Ab-
den furchtbaren Haß aller Regierenden in England zuziehen. Er ist der große, aefährliche Ankläger, dessen Feststellungen und Forderungen noch heute dem modernen Engländer in die Ohren gellen, gellen müssen, denn — was hat sich in den in« zwischen verflossenen 200 Jahren viel geändert? „Ich klage an!" schreit er bis zum letzten Atem« zug in die Welt hinaus. Es ist der furchtbare Auf.
schrei der Menschlichkeit selbst! Gegen Kriecherer .und Speichelleckerei, gegen Korruption jeder Art, ' gegen Unruhe, Unordnung und Unfreiheit, gegen
Krankheit und Degeneration, Ungerechtigkeit und Unmäßigkeit, gegen Disharmönie und Unvollkommenheit jeder Art! Wie kraß ist doch die Wirklichkeit, wie erstrebenswert dagegen jene ideale Welt, I die Swift vor dem staunenden Leser aufbaut! Wahrschied von der Gruppe, In der er bisher ununter- hastig, das fein Misanthrop und brachen Einheitsführer gewesen war. Gewiß schätze Diener der Hochkirche, der öa einer gläubigen Ge- die SA. den Wert der Waffe, aber noch höher sei meine grämliche und lebens ab gewandte Predigten für sie das Ringen um die Herzen des Volkes. In hält, das ist em Mann, der fein Volk und die Wei diesem Sinne sei in der Gruppe gearbeitet worden, und die Menschen liebt und ihnen helfen will mit Als überzeugte Glaubensträger wären die SA.- allen Fasern eines aufgeschlossenen etilen Männer die sammelnde Kraft für den deutschen Armes Irland arme «rune Insel unter welchem
"««• “-*• «**■ । s ä «-*
Ä? Ä'Ä'Ä t- SÄ SS »SÄ ER mehr mit einer Sonderausgabe der Obersten SA.- Pamphlete nicht hinüber bis /n „die gegenwärtigen Führung" betraut worden wäre. So wie in der Tage? Haben sich die Verhältnisse denn irgendwie Kampfzeit der Sieg nur errungen worden sei durch entscheidend geändert? „Wie lange noch werden w r den fanatischen Glauben an den Führer, entgegen imstande fein, die Sklavenfesseln zu tragen Ist es einer Welt von Hohn und Besserwissen, so sei es aber nicht so, daß, wenn man die Henne verhungern auch jetzt die Pflicht der SA., in fanatischem Glau- läßt, man feine goldenen Cier b^ommt. ben an den Führer im Volk jene Siegeszuversicht So schreibt der Ankläger Jonathan £>mift, der Shaw und Ovserbereifschaft wachzuhalten, die dem Führer seiner Zeit.
ben Endsieg verbürge. Gerade in schwerer Stunde Sollte das abenteuerliche und Jbodjft ergofeli$e müsse sich der SA -Mann dieser Pflicht bewußt Kinderbuch des Mannes, dem erst der Tod dis sein Griivpenführer D i e l st i ch dankte dem Stabs- furchtbaren seelischen Spannungen loste, die er zeit- chef für das Vertrauen, mit dem er ihn als Führer lebens in sich trug, nicht eines der ^^Eernsten an die Svige der Gruppe Hesien berufen habe. Er und härtesten Bekenntmlse eines großen Barkamp
'"---iw». aw5;
Der Stabschef trug. und^A^ W^
Die wichtigsten Aufgaben, die in diesem Jahr im Vordergrund stehen, wären: ; Erreichung der normalen Vrotgetreidefläche;
Erzielung von Höchsterträgen im Hackfruchtbau, vor allem bei Kartoffeln und Zuckerrüben; Höchstleistung im Gemüsebau; neue Leistung im Oelsaatenanbau; weiterhin verstärkte TNilcherzeu- gungsschlacht und Wiederaufbau des Schweine- bestandeS".
In der Milchexzeugungsschlacht müsse Uit ganzer Kraft weitergearbeitet werden, um die !Mlchanlieferung und die Buttererzeugung auf einem möglichst hohen Stand zu halten. "Was Iroh der schlechten Futterverhältnisse notig ist, das zeigt die Tatsache, daß die Buttererzeugung im DE- bber dieses Jahres im Reichsdurchschmtt noch um Z,' v.H. höher lag als im Oktober des Vorjahres, ttwohl seit Beginn der Erzellgungsschlacht m I^utschland die Buttererzeugung bereits von ungefähr 450 000 Tonnen auf rund 700 000 Tonnen im We 1941 gesteigert wurde, ist also trotz der ffimterigen Futterverhältnisse diele Aufwartsenib vicklung noch nicht zum Stillstand gekommen. Ich f>in überzeugt, daß wir auch jetzt noch nicht alle Reserven der Milch- und Buttererzeugung ausge- lÄöpft haben. In Zukunft wird die Futterbeschaf- hmq für die Milcherzeugung eine zunehmende Ent- laftung dadurch erfahren, daß die aus Sonnen- .ibimenfernen der Ukraine gewonnenen Del- Men der deutschen Landwirtschaft zugute kom-
nrn werden/^ .
In der F l e i s ch e r z e u g u n g komme es in triter Linie daraus an, jetzt schon die Voraus- lefungen für die Fleischversorgung im Wirtschafts- fahr 1943/44 zu schaffen. Die Grundlagen hterjur leien von der Futterseite her durch die günstige Scrtoffelemte dieses Jahres, die die des Doriahres zehn Millionen Tonnen übertrifft, gegeben. Die bessere Kartoffelernte gebe die Möglichkeit zu einer Vermehrung des Nachwuchses in unserem kchweinebestand. Eine gewisse Erhöhung der orhroeinepreife werde erfolgen, um für den Wieder- ailbau unseres Schweinebestandes die wirtschaftliche Voraussetzung zu schaffen. Ein weiterer Ruck» gong unseres Schweinebestandes dürfe nicht mehr ^Als^ Beispiel für die auch jetzt im Kriege für alle Scnder Europas gegebenen Möglichkeiten zur Pro- hiftionsfteigerung erwähnte er das roter to- rat Böhmen-Mähren Dieses Gebiet tt- loderte im Kriegsjahr 1940/41 noch ^nen Zuschuß ton 360 000 Tonnen Brotgetreide, im letzten Jahr betrug der Zuschuß 250 000 Tonnen. Im Wirt- !»astsjahr 1942 43 dagegen wird das Protektorat, vtwohl es die Brotrationen erhöhte, sogar einen Uberschuß von über 200 000 Tonnen Brotgetteide
' gir Verfügung stellen. — ,
Staatssekretär Backe wandte sich dann der Nach- öidjggeroinnung und Nachwuchserziehung für as Landvolk zu.
..Erst wenn der deutsche volksboden nach Osten durch ein starkes deutsches Bauerntum erweitert roorben ist, wird die entscheidende Ausgabe ge-
Posen, 29. Noo. (DNB.) Der mit der Führung Der Geschäfte des Reichsbauernführers und des Aeichsernährungsministers beauftragte • Staats- ietretär Backe verkündete am Sonntag auf einer Kundgebung des wartheländischen Landvolks von Wen aus Die Parole fürdie Erzeug ungs- ichlach t im vierten Kriegsjahr, die in dem Appell
ifairiif attdas deutsche Landvolk und an alle Länder Euro- lenS p« gipfelte, das Aeußerfte zu tun, um dem Boden fienS höchste Erträge abzuringen. Ferner gab Staats- ), roetbti ietretär Backe die Eröffnung eines großzügigen bäuerlichen B e r u f s e r z i e h u n g s w e r - k es bekannt, das unter dem Leitgedanken ,/Von der Lihulbank bis zum Erbhof" den Ausbildungsweg Der künftigen neuen Bauernsiedler für den Osten itaä) dem im Wartheland bereits seit zwei Jahren proktisch geübten Vorbild festliegt.
|| Tausende von ßebenenxttehügen aus dem । Osten", so führte Staatssekretär Backe aus, „haben i bereits die deutsche Grenze paffiert. Es märe jedoch falsch, aus dieser Tatsache schließen zu wollen, M nunmehr der Boden in Deutschland nicht mehr 1 sö intensiv wie bisher bewirtschaftet zu werden
' Mp rt-. bauchte. Man muß vielmehr sich darüber im klaren jein, daß die Ueberschüsse der Dftgdbiete im wesent- Srüfmig« lichen den Ausfall der früheren Eintelle W stzhren ausgleichen müssen. Unser Bemühen, bit Erzeugung zu steigern, darf daher in keiner RM.8r- Weise Nachlassen. Nicht nur Deutschland, sondern . ast e Länder Eropas müssen jetzt und im- • mtr ihr Aeußerstes tun, um dem Boden Höchst- * r ertrage abzuringen."
N Der Staatssekretär verlangte, alle Möglichkeiten , 5r ziu Produktionssteigerung auszuschöpfen: Sarg- Skimfte Bodenbearbeitung, beste Pflege des Wirt- khaftsdüngers, größtmöglichen Saatgutwechsel und schließlich geschickteste Ausnutzung der vorhandenen Llbeitskräfte. Voraussichtlich würden wir im nächsten Frühjahr eine Million Tonnen mehr Pflanz- tartoffeln haben als im letzten Jahr. Es konnten mH wesentlich mehr Arbeitskräfte eingesetzt wer, ben als im Vorjahr. Soweit em Teil dieser Kräfte Kr Rüstungsaufgaben herausgezogen werden Wßte, werde dafür gesorgt werden, daß sie im Grühjahr wieder zur Verfügung stehen. Das Land- eolf müsse rechtzeitig Betriebs-, Futter- ■----- unb Arbeitspläne ausstellen.


