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icfdjäftyi’Quinen privater Firmen, die Wohnungen it Büro- und Geschästszwecke angemietet haben, idbt vorgeschrieben. Da die Zahl der Ausweich- ntertünste begrenzt ist, soll in erster Linie Wohn- tum frei gemacht werden, wo es die geringsten chwierigkeiten ergibt. Das ist bei Behörden und f nllichen Dienststellen der Fall, wo die Räumung vienstaufsichtsweg veranlaßt werden kann. Frei- muß ausreichender Ersatzraum zur Verfügung en, damit die Tätigkeit der Dienststellen nicht »gelegt wird. Die Ansprüche an den Ersatzraum kriegsmäßig zu beschränken. Zur ünderweiten erbringung kommt die Zusammenlegung mehre- Stellen, die Unterbringung in nicht genügend genützten Geschäftsräumen und die Unterbrin- fl in Bürobaracken in Frage. Vor allem soll Errichtung weiterer Bürobaracken auch mit Reichsmitteln gefördert werden, weil sich D'e(e Einrichtung bewährt hat.
Seine Vernachlässigung der Holzabfuhr
Ein Fuhrunternehmer in Bad Flinsberg im Leraebirge wurde wegen Vergehens gegen das Üisichsleistungsgesetz zu einer Gefängnisstrafe von «ei Monaten und zu einer Geldstrafe von 100 iHL verurteilt. Er hatte in unverantwortlicher Prise die ihm auferlegte Verpflichtung zur Abfuhr «n Holz aus dem Walde unbeachtet gelassen und keinerlei Anstalten getroffen, dieser Verpflichtung .«ch-ukommen. Da in holzreichen Gegenden die Lngbolzabfuhr von besonderer Bedeutung für die ch-füllung von kriegswichtiaen Aufgaben ist, hat das Hntsgericht Friedeberg auf eine empfindliche Strafe erkannt, zumal der verurteilte Fuhrunternehmer cs Stelle von kriegswichtigen Arbeiten Vergnügungsfahrten unternommen hatte.
Kleine politische Nachrichten.
Eine Meldung des nordamerikanischen Nachrich- mdienstes besagt, daß gegenwärtig an einer unge- mnnten Stelle des Pazifischen Ozeans eine Äon« iirenz stattfinde, an der Admiral Niemitz, zur Befehlshaber der Pazifik-Flotte, Generalleut- ront Arnold, der Befehlshaber der amerikani- tten Luftflotte, sowie General Gornley, der Befehlshaber der Luftflotte im Südpazifik, teil- nehmen.
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Sir Frank Pollitzer und Sir Samuel Joseph, beides Juden, wurden als Kandidaten für das Lnt des Lordmayors von London für das kam- mnde Jahr aufgestellt. Die Stadtältesten wählten Hr Samuel Joseph zum Lordmayor. Er steht an hr Spitze einer Baufirma.
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In Venedig fand eine Arbeitstagung der Reichs- Hdentenführung, der Gruppe Unwersttari Fascifti urb der japanischen Akademiker und Studenten In Üirppa statt, an der eine Abordnung der Reichs» «dentenführung unter Führung des Amtsleiters vr Reichsstudentenführung und Kurators der Reichs- Diversität Posen, Dr. Hanns Streit, teilnahm.
Kunst und Wissenschaft.
1 ' hochschulnachrichlen.
Am 30. September vollendet der a. o. Professor m der Medizinischen Akademie in Düsseldorf, Dr. »org Voß, sein 70. Lebensjahr. Voß wurde in können Et Petersburg geboren. Er promovierte 1897 in Schul- [fit beiberg. An der Universität Greifswald habili- enn ihr Birte er sich 1907 für Psychiatrie, war im Weltkrieg i beson- Mhärztlicher Berater für Nervenkrankheiten 'm lrbeits-, Armeekorps und wurde 1920 Dozent an der 16 nach Aedizinischen Akademie in Düsseldorf. — Das m plan- Ehrenmitglied der Hansischen Universität Hamburg, Mofessor Dr. phil. Edmund Kelter, ehemaliger wirektoc der Gelehrtenschule des Johanneums, ist fit rn 76. Lebensjahr nach kurzer Krankheit gestor- Itn. Kelter wurde 1867 zu Hamburg geboren. Er ,.. Wdierte klassische Philologie und Geschichte und igsgebiet ^monierte 1893 in Kiel, trat in den Dienst der tng von Mulverwaltuna seiner Vaterstadt und war von ister hat kxg bis 1933 Leiter des Johanneums. 1911 wurde ndlungs- (■ Professor. Seit 1922 hatte er an der Hansischen t, wenn Mversität einen Lehrauftrag für Griechisch. — 5 Hauses Ordinarius an der medizinischen Fakultät Mun- $t .Zweck' Reichsamtsleiter Prof. Dr. P i e p e x, hat eine die ®e* * Hrufung nach Berlin auf das durch die Entpflich- Mchung Img des inzwischen verstorbenen Prof. Dr. Schröder Zweckent- «»gewordene Ordinariat für Zahnheilkunde abge- e Fktt' lebt. — Dr. Leonhard Kraus ist zum o. Pro- Sehör» |f.’jan der Deutschen Karlsuniversität Prag für len, die |JC3>, Nasen- und Ohrenheilkunde ernannt worden, chlossenen us, der 1895 geboren wurde, besah an der s Wohn- iMyersität Prag feit 1932 die venia docendi. — jung von kt; Ordinarius für Bakteriologie an der T. H. |lz3$, Prof. Dr. Frynz Fuhrmann, ist von fei- erheit zu Verpflichtungen entbunden worden. Fuhrmann ae Köpfe biirbe 1877 in Birkfeld (Steiermark) geboren. Er mem un- Nilitierte sich in Graz und wurde dort 1921 Ordn- tuns .
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Ein Mann rechnet ah
Roman von Borst Biemath
^.Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
®SMte war so sehr in das Netz verstrickt, daß t'Liita Perano es sich leisten konnte, die liebens- •ünbigften Aussagen zu machen. Maltes Aufwen- «rgen für sie hätten sich auf kleine, hübsche, aber in Grunde wenig kostbare Aufmerksamkeiten be- Vnntt Sie habe nicht den Eindruck, daß er sich i-"! wegen etwa in Schulden gestürzt habe. Alleres hätte er manchmal von Der Zukunft gespro- gtr, als habe er das Große Los in der Tasche, n jedoch habe diese Reden für die optimistischen .mstshoffnungen eines jungen Mannes gehalten. Je fei auch heute noch fest davon überzeugt, daß f're Worte auch so gemeint gewesen seiem Daß «üe ein Verbrecher sei, halte sie für ausgeschlossen
* oder sie müsse sich in ihrer Menschenkenntnis hrt)tbar getäuscht haben.
Kalte selbst saß bei diesen Verhandlungen wie “Wmenb oder wie betäubt dabei. Er hatte leider ®nen besonders guten Verteidiger; vielleicht aber M der Mann auch so miserabel schlecht, weil er W Sache für aussichtslos hielt und selbst nicht recht Q »ie Unschuld seines Klientek glaubte. Die Dar- Ring, die Malte von den Vorgängen auf Jöuena Wlianza geben konnte, klang auch so Dünn, so Minhaft und unglaubwürdig, daß er selber spuren Wchte, wie schwach der Boden war, auf dem er F oerteidigte.
! Lerma! hatte der Anklagevertreter Gelegenheit, ’?■ offenem Hohn auf den „Großen Unkefannten 11 Kaltes Darstellung Hinzuwelsen. Und Malte seine Sache nicht besser, als er schließlim ®tTib und verzweifelt ausfuhr: es sei nicht seme Kcke, den wahren Täter zu finden, sondern diese °frabe müsse er schon der UntersuchungsbehorDe ■tkaijen — so leid ihm das auch tue! Im übrigen
Oer große Spiralnebel in der Andromeda
Oer Sternhimmel im Oktober.
Bon Dr. Erwin Kossinna.
Wenn wir an einem klaren Oktoberabend kurz nach Einbruch der Dunkelheit den Osthimmel mustern, lenken vier in einem flachen Bogen stehende Helle Sterne den Blick auf sich. Die Griechen des Altertums sahen in diesem Sternbild die an den Felsen geschmiedete Andromeda, die Tochter der Kassiopeja, und weiter links in den bereits auf dem silbernen Grund der Milchstraße aufleuchtenden Sternen ihren Befreier Perseus. Ueber dem Gürtelstern der Andromeda, der, von links gerechnet, der zweite in der Sternreihe ist, finden wir in mäßigem Abstand zwei schwächere Sterne und rechts über dem oberen einen verwaschenen Lichtfleck. Das ist der große Andromedanebel, Der einzige mit bloßem Auge sichtbare Spiralnebel.
Man sieht freilich auch im Feldstecher nur Den inneren hellsten Teil des Nebels und das rasche Abklingen der Helligkeit nach außen. Da wir nicht senkrecht, sondern schräg auf Die Fläche Der Spirale blicken, ist es auch in großen Fernrohren nicht möglich, Die wahre Gestalt zu erkennen. Erst Die prachtvollen photographischen Großaufnahmen haben uns über die wahre Gestalt des Andromedanebels aufgeklärt.
Noch um die Jahrhundertwende war sowohl die Beschaffenheit wie die kosmische Stellung der Spiralnebel sehr umftrftten. Die zuerst von den Potsdamer Astronomen Vogel und S ch e i n e r auf Grund ihrer spektroskopischen Untersuchungen vertretene Ansicht, die Spiralnebel seien große, außerhalb unserer Milchstraße befindliche Sternsysteme, hat sich als richtig erwiesen. Endgültig bestätigt wurde sie allerdings erst im Jahre 1925, als es dem Astronomen H u b b I e gelang, mit dem großen Spiegelfernrohr der Mount-Wilson-Sternwarte in Kalifornien, die randlichen Teile des Andromedanebels und einiger anderer Spiralnebel in einzelne Sterne aufzulösen und die Entfernung und damit auch die Größe nach verschiedenen Methoden mit hinreichender Genauigkeit zu bestimmen.
Für den Abstand des Andromedanebels erhielt man runb 700 000 Lichtjahre oder 7 Trillionen Kilometer. Das Licht, welches heute unser Auge trifft, hat also bereits zu Beginn des Eiszeitalters jene fernen Welten verlassen. Der mit freiem Auge sichtbare, auch in den größten Instrumenten unauflösbare helle Kern besitzt einen Durchmesser von 10 000 Lichtjahren, die auf photographischen Aufnahmen erkennbare Spirale mißt 25 OOO Lichtjahre. Jedoch ist Der Andromedanebel geschlossener als die in zahlreiche große und kleinere Sternwolken aufgelöste Milchstraße. Die Masse des Andromedanebels wird auf 30 000 Millionen Sonnenmassen
gescbätzt, seine Leuchtkraft auf 1700 Millionen Sonnenhelligkeiten.
Man hat im Andromedanebel zahlreiche veränderliche Sterne sowie 140 Kugelsternhaufen gefunden, die mit einem Durchmesser von 12 bis 50 Lichtjahren durchweg kleiner sind als die Kugelsternhaufen unseres Milchstraßensystems. Jährlich leuchten etwa 20 bis 30 neue Sterne im Andromedanebel auf, die denen in der Milchstraße ähneln. Wie unser Milchstraßensystem in den beiden Magellanschen Wolken zwei Trabanten befiht, so wird auch der Andromedanebel von zwei kleinen elliv- tischen Rebeln (Sternsystemen) begleitet, die sich In einem Abstand von 12 000 bzw. 30 000 Lichtjahren von der Mitte des Andromedanebels befinden und auf photographischen Aufnahmen leicht zu erkennen sind.
Wesentlich lichtschwächer als der Andromedanebel ist der ebenfalls sehr große Spiralnebel im Dreieck, der ebenso weit Unterhalb des Gürtelsterns der Andromeda steht wie Der Andromedanebel über diesem. Mit einem guten Feldstecher kann der Dreiecknebel bei günstigen Luftverhältnissen eben noch als matter Lichtfleck erkannt werden.
Gegenüber dem Septemberhimmel zeigt Der Sternenhimmel im Oktober in den 1 frühen Abendstunden nur eine geringe Veränderung. Ein leichte» Zurecktsinden gewährt der steile Lichtbogen der Milchstraße. Westlich der Milchstraße finden wir die Bilder Herkules, Ophiuchus, Krone und Bootes, dellen prächtiger Hauptstern A r k t u r schon tief im Westen steht. Im Norden nähert sich der Große Bär mit den sieben hellen Sternen des Himmelswagens seiner tiefsten Stellung. Gegen 22 Uhr erscheint am südlichen Horizont Fornal- haut, der hellste Stern im Südlichen Fisch. Link- anschließend folgt das ausgedehnte Sternbild des W a l f i s ch s und im Osten ist der Stier mit dem schönen Sternhaufen der Plejaden heraufgekommen.
Von den Planeten ist M e r k u r in der zweiten Oktoberhälfte am Morgenhimmel sichtbar. Ende des Monats aeht er nahezu zwei Stunden vor der Sonne auf und kann etwa 50 Minuten lang gesehen werden. Venus ist ebenfalls Morgenstern, verschwindet aber Ende Oktober in der Hellen Dämmerung. Mars steht hinter der Sonne und bleibt daher unsichtbar. Jupiter im Sternbild der Zwillinge geht Anfang Oktober um 24 Uhr, Ende des Monats um 22 Uhr (Sommerzeit) auf. Saturn im Sternbild des Stiers erscheint bereits drei Stunden vor Jupiter.
Der Mond zeigt folgende Hauptlichtgestalten: letztes Viertel am 2, Neumond am 10., erstes Viertel am 16., Vollmond am 24. Oktober.
Aus -er Giadt Giehen.
Pellkartoffeln.
Dampfende Knollen, wärmend in den Fingern, die sie flink drehen, gespießt auf die Gabel, während das Messer die dünne Schale in mehr oder weniger breit geglückten Streifen abzieht: Pellkartoffeln, auch ohne den einst für dazu gehörig gehaltenen Hering schmeckt ihr zu jeder Stunde, ein wenig Salz genüat schon als Würze.
Don allen Entdeckungen des Kolumbus seid ihr das einzige Geschenk des neuen Erdteils an Den alten. Das uns so unentbehrlich geworben ist wie Das tägliche Brot. Wir können uns kaum Menschen Denken, die ohne Kartoffeln auskommen, obwohl noch Friedrich der Große Den Bauern Strafen anDrohen mußte, weil sie sich weigerten, die damals neumodische Feldsrucht anzubauen.
Keine Speise ist einfacher zu bereiten als die Pellkartoffel. Wenn sie eine halbe Stunde in kochendem Wasser gelegen hat, ist sie gar. Sie ist nicht so mehlig wie Die Salzkartoffel, sonDern fester und fleischiger, und gerade darum macht es Spaß, in sie hineinzubeihen.
Der Duft frisch gestampfter Futterkartoffeln hat für mich etwas sehr -Verlockendes, und oft genug habe ich mir als Junge eine heiße Knolle aus Dem Stampftrog geangelt unD mit ebensolchem Behagen getaut wie das liebe Vieh. Später strichen wir nach Der Kartoffelernte über die Felber und erbeuteten noch manchen übersehenen Erdapfel, um ihn dann am Lagerfeuer zu rösten und aus Der Asche herauszuschnitzen. Wer sie gewöhnt ist und länger auf sie verzichten muß, gedenkt ihrer mit Sehnsucht, und wenn er sie wieder erlangen kann, gibt es ein Festessen. Jedem Soldaten im Felde ist es schon einmal so gegangen. Hat er dazu ein Huhn im Topf oder ein Stück Butter, sie hineinzustippen, um so besser.
Die Kartoffel gehört zu den einfachen reinen Genüssen, die wir als selbstverständlich hinnehmen wie die Luft und das Wasser. Nie habe ich mit so großem Appetit solche Berge von Pellkartoffeln gegessen wie jetzt, und ihr vorzüglicher Geschmack ist mir nun erst ganz aufgegangen. Ihre schätzenswerten Eigenschaften begrüße ich am Mittag und oft auch noch am Abend: man wird ihrer nicht überdrüssig. Diese unscheinbare Frucht unserer Felder ist mehr wert als Gold, denn sie macht uns satt, und sie vor allem hilft uns, Notzeiten zu überstehen. Wahrscheinlich hätte der Dreißigjährige Krieg nicht die Hälfte seiner Opfer gefordert, wenn damals schon die Kartoffel in Deutschland angebaut morden wäre. R. O.
Kür Tapferkeit vor üem KeinÜe.
Dem Unteroffizier Erwin Kumpf aus Gießen- Klein-Linden, Lützellindener Straße 36, wurde das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen.
Sprechstunde des KreisleiterS.
Die Sprechstunde des Kreisleiters findet am Donnerstag, dem 1.10.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt.
Ami für bas Landvolk.
Die Sprechstunde des Amtes für das Landvolk findet am Donnerstag, dem 1.10.1942, nachmittags von 15 bis 17 Uhr, in Gießen, Alicenstraße 10, statt.
Denkt an die Verdunkelung!
Es gibt Dinge, Die man nie außer acht lassen Darf. Dazu gehören die primitivsten Voraussetzungen des Lu'stschutzes, vor allem die ordenlliche Verdunkelung, und Dann das Darandenken, daß man bei einem Fliegerangriff bzw. bei einem Luftalarm Die Lichter in 6er Wohnung löscht, wenn man sich in Den Keller begibt. Der Luftdruck, Den explodie- renDe Bomben verursachen, kann die Fenster eindrücken und die Verdunkelung wegreißen, und das strahlende Licht ist gefahrbringender Wegweiser zu Dir und deinen Nachbarn!
Was gibt es doppelt und vierfach?
Eine Klarstellung zur Fleischration.
Gegenüber Unklarheiten, Die bei Den Verbrauchern über den Anspruch auf doppelte und vierfache Abgabe bestimmter Fleischarten bestehen, ist folgendes festzustellen: Die jüngste Neufassung Der entsprechenden Anweisungen Der Hauptvereinigung der Deutschen Viehwirtschaft hat vorgeschrieben, daß auch „Eisbeine und Spitzbeine in einem Stück" in Die Reihe der doppelt zu liefernden Sorten gehören. Die doppelte Menge ist nach der geltenden Regelung bei folgenden Fleischwaren abzugeben: Schweineköpfe mit Ohr ohne Fettbacke, Eisbein (Dickbein) mit Spitzbein in einem Stück, Kalbshaxen, Kalbs- gekröse, gebrüht, ganze Geschlinge, Rinderschwänze, Lungen, Euter, Brägen (Hirn), Herz, Milz, Knochen- ausputzfleisch (Polk), Schweinemagen, Schwarten;
ferner wird Die Doppelte Menge auf Fleischmarken abgegeben bet Ochsenmaulsalat, Konsumsülze und Jnnereiensülze. Die vierfache Menge steht zu bei RinDerkopfen, Kalbsköpfen, Schasköpfen^ Spitzbeinen, Ochsenmäulern, Kalbsschwänzen, Pansen (Fleck gebrüht), Schweineknochen, Sveerknochen (Rückgratknochen), Bauchrippen (ausgeschält) und Rindermarkknochen. Die Abgabe von Leber,'Nieren und Zungen erfolgt Dagegen nur in einfacher Menge entsprechend Den Gewichtsangaben auf Den Fleischmarken.
Eintragungen in die Handwerksrotte.
Die neue Handwerksrollenverordnung wird erst Dann praktisch, wenn Die Gauwirtschaftskammer errichtet ist. Bis dahin wird die Handwerksrolle bei Der Handwerkskammer geführt. Nach der Gauwirt- schaftskammerverordnung werden die Handwerkskammern in die künftigen Gauwirtschaftskammern übergeführt werden. Wenn eine Gauwirtschaftskammer errichtet ist, muß Diese die Handwerksrolle übernehmen und weiterführen. Die dritte Handwerksverordnung mit Dem großen Befähigungsnachweis gilt unverändert weiter. Die neue Hand- Werksrollenverordnung ändert jedoch Das Antrags- und Einspruchsverfahren für Die Handwerksrolle. Hier ist künftig Der zuständige Reichsinnungsver- band und die fachliche Gliederung der Wirtschaftsorganisation eingeschaltet. Die Industrie- und Handelskammern scheiden aus diesem Verfahren aus.
Vermögensteuererklärung erst zum 1. Januar 1945.
Die Einheitswerte gewerblicher Betriebe uni) Die Vermögenssteuer sind zuletzt auf Den 1. Januar 1940 festgestellt worden. Der Reichsfinanzminister hat nunmehr durch Verordnung bestimmt, daß Die nächste Hauptfeststellung Der gewerblichen (Jinfjeits»
werte unD Die nächste Hauptveranlagung Der Vermögenssteuer nicht nach Dem Stande vom 1. Januar 1943, sondern nach Dem' Stande vorn 1. Januar 1945 vorzunehmen sind. Die Hinausschiebung Der Hauptseststelluna und Der Hauptveranlagung hat zur Folge, daß Die Steuerpflichten Vermögenserklärungen allgemein erst nach Dem Stand vom 1. Januar 1945 abzugeben brauchen. Die Finanzämter werben aber manche Steuerpflichtige bereits zur Abgabe Der Vermögenserklärung für Die Stich- tage vom 1. Januar 1943 und vom 1. Januar 1944 aufforDern. Das wird in Den Fällen geschehen, in Denen das Finanzamt annimmt, daß bie Voraussetzungen Der Wertfortschreibung oder Der Neuveranlagung erfüllt sind, weil Das Vermögen an diesen Stichtagen gegenüber Dem zuletzt feftgeftellten Vermögen in einem bestimmten Ausmaß abweicht.
Wer will Zollbeamter werden?
Am 1. SIpril werden Jungmänner für den gehobenen Dienst der Reichssinanwerwaltung des Dienstzweigs Zoll einaeftellt. Wesentliche Voraussetzungen: Zehn mit Erfolg durchlaufene Schuljahre, Davon sechs Klassen höherer Schule in grundständiger Form oder vier Klassen in Aufbauform, oder Abschlußzeugnis einer Mittelschule oder eines voll ausgestalteten anerkannten Aufbauzuges an einer Volksschule, ober Abschlußzeugnis einer staatlich anerkannten Handelsschule mit zweijährigem Lehrgang oder einer höheren Handelsschule; völlige Gesundheit; deutschblütige Abstammung; Zugehörigkeit zur HI. oder DJ.; Lebensalter nicht über 18 Jahren am Einstellungstag.
Die Jungmänner werden nur im unmittelbaren Anschluß an Die Schulentlassung und vor Ableistung des Arbeitsdienstes und Des Wehrdienstes angenommen. Unterhaltszuschüsse werden gezahlt. Dte Berufsaussichten sind günstig. Handgeschriebene Be«
zales unmöglich gewesen iei, uaj Zinrin zu iciner Wohnung zu verschaffen. Seiner Meinung nach
wenigstens.
Wen er Dann für Die Person halte, die Das besorgt habe? Es müsse sich Doch um jemand handeln, Der bei ihm in Der Wohnung aus und ein gegangen sei, nicht wahr?
Die Perano saß im Zeugenraum. Bei Dieser Frage erhob sie sich und trat ein paar Schritte nach vorn: Das könne dann nur sie gewesen sein, Da sie allein bei Malte verkehrt und einen Schlüssel zu seinem Haus gehabt habe.
Die Spannung, bei den Zuschauern war ungeheuer. Der Anlwgevertreter wandte sich nach einer Verbeugung zu** Perano an Malte: Ob er also behaupten wolle, daß Senorita Perano ihm diesen niederträchtigen Streich g> spielt habe?
die Konstruktionspläne sowie Die Uhrwerksteile und Dynamitpatronen ins Haus geschmuggelt, wie?
Bei dieser Frage wurde Malte sehr bleich.
Das glaube er nicht, antwortete er, da es Gon-
Malte antwortete nicht sogleich. Ein langes Schweigen entstand. Würde er feine Geliebte beschuldigen? — Und schließlich antwortete er mit einem kaum hörbaren: Nein!
Don da an gab er Den Kampf einfach auf. Er saß teilnahmslos Dabei, beantwortete kaum mehr Die an ihn gerichteten Fragen und überließ die Fortsetzung des Prozesses seinem Verteidiger. Einmal, am Anfang, hatte er seine Schuldlosigkeit beteuert. Er wiederholte sich nicht. Aber vielleicht war es gerade diese Haltung, die einen großen Teil des Publikums und auch seine Richter am meisten beeindruckte unD sie daran zweifeln ließ, daß das scheinbar so einfache Rätsel völlig gelöst sei. Diejenigen, die das Urteil aussprachen, empfahlen ihn selber der Gnade des Präsidenten. Sie waren unsicher und ahnten wahrscheinlich, daß Malte Das Opfer einer Intrige war.
Hafens von Tepluan. Die Perano kehrte von einer Gastspielreise durch Brasilien angeblich so reich zurück, daß sie sich das El Faro kaufen konnte.
3. Kapitel.
Drgaffa lehnte sich in seinem Sessel zurück, Das Rohrgeflecht krachte bei seiner Bewegung; er verschränkte Die Arme über Der Brust. Karen beugte sich vor und sah ihn an, als erwarte sie eine Fortsetzung Der Geschichte.
„Und was geschah Dann?" fragte sie schließlich
in einem Ton, als vermisse sie das Wichtigste an seiner Erzählung.
Drgaffa hob Die Schultern und ließ sie wieder sinken. „Nichts ..." antwortete er leise, „damit ist die Geschichte aus."
„Mein Gott!" stieß sie hervor. ,^)hr müßt doch etwas unternommen haben!"
„Ihr ... wer?"
„Ihr, seine Freunde!" antwortete sie heftig.
„Malte hatte wenig Freunde", sagte Drgaffa; feine Antwort klang ein wenig gereizt. „Zwei Leute standen ihm nal)e, Der eine war Huislander, Der andere war ich. Huislander ist gestorben, nachdem er vergeblich versucht hatte, die Anlage zu retten. Und ich? Was sollte ich tun? Verstehst du denn nicht, Die Geschichte war viel zu geschickt eingefädelt und ausgeführt, als daß man gegen Die Bande etwas hätte unternehmen können. Ich habe die Hände wahrhaftig nicht in den Schoß gelegt, aber wo Die Kriminalisten versagten, war von mir doch kein Wunder zu erwarten."
Karen äußerte sich nicht; aber sie sah auch nicht überzeuat aus. Orgassas Fingerspitzen trommelten ungebuloig gegen die Arme.
„Es war klar", fuhr er in steigender Erregung fort, „Gonzales hatte Den Anschlag auf Buena Esperanza vorbereitet und ausgeführt, und Die Perano hatte das Beweismaterial gegen Malte in dessen Wohnung geschmuggelt. Aber Das sind Dinge, Die man nicht behaupten Darf, wenn man sie nicht handgreiflich beweisen kann. Das sah auch Malte ein, als er Den Kampf um Freiheit und Ehre auf» gab. Er durchschaute die niederträchtigen Machenschaften, denen er zum Opfer gefallen war, ganz genau, aber ihm fehlte jede Handhabe, um seine Richter von diesem infamen Spiel zu überzeugen.
Ich spürte Gonzales und Ciquita Perano nach. Ich bekam heraus, daß er in Habanna lange Zeit ihr Geliebter gewesen war und Die Beziehungen zu ihr auch in Verakruz, als man sie für Maltes Geliebte hielt, fortgesetzt hatte. Aber war Das ein Beweis für Maltes Schuldlosigkeit?
(Fortsetzung felgt.)
sei er Das Opfer eines niederträchtigen und heimtückischen Schurkenstreiches, dessen Urheber er genau bezeichnen könne, Da es niemand anDeres als Senor Fernando Gonzales sei.
Aber was war davon zu halten, wenn er erklärte, Die Unterredung, die Gonzales ihm zuschiebe, hätte sich im Gegenteil so abgespielt, daß Gonzales es gewesen sei, der ihm den Vorschlag eines Attentats auf Huislander und Buena Esperanza gemacht habe. Es war Die reine Wahrheit, aber sie klang wie eine matte und nicht einmal geschickte Retour- kutsche. Auch meine Aussage, durch Die ich Malte zu unterstützen versuchte, trug nicht dazu bei, ihn wirksam zu entlasten. Was er mir damals anoertraut hatte, mar zu allgemein gewesen, um als Beweis gegen Gonzales zu gelten.
Dann sei also Maltes Meinung nach Tenor Gonzales auch Der AbsenDer Der geheimnisvollen Bot- schäft und Der Erfinder und Ausleger der Sprengbombe, wie?
Gewiß, das sei er.
Und Dann habe wohl auch Senor Gonzales ihm
Inzwischen wütete in Buena Esperanza Der BranD. Ungeheure Rauchwolken wälzten sich (anD- einwärts. Zwei Wochen lang sahen wir nicht Den Gipfel Des Orizaba. Die ganze Küste war in Qualm unD Gestank gehüllt. Dann kaufte Die Baxter Oil Kompanie Buena Esperanza für ein Spottgeld. Mit ein paar Nitroglyzerinbomben und zwei oder Drei — -----.. . Menschenleben wurden Die Feuerkrater erstickt. Wir
gles unmöglich gewesen sei, sich Zutritt zu feiner, wurden von Der neuen Gesellschaft allesamt über» r« — <*»-« nommen, und Das Leben ging weiter. Gonzales
mürbe ein wenig versetzt, weil ihn ein paar Leute für einen Schurken hielten und Diese Meinung auch offen vertraten. Er saß eine Zeitlang in Den Staaten unD rourDe dann Chef Der Delleitung unD Des


