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Es sprechen: Oberspielleiter Wil Komponist Kurt Heuser.

O Sonntag, den 3. Mai 1942, abends 6.30 Lj Festliche Aufführung: Der Wildschütz

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Den gleichen Fortschritt erleben wir in den Chor­konzerten: Waren es bei den Orchesterkonzerten Novitäten aller Art für Gießen, so folgten auch bei den Choraufführungen außer den klassischen Werken bisher nie gehörte neue Chorwerke: Requiem von Verdi, " Robert Schumanns Faust, Beethovens Missa solemnis (dreimal), weiterhin als Novität das Weihnachtsmysterium von Wolfrum, Liszts Heilige Elisabeth; Sebastian Bach: h-moll-Messe, Johannes- passion, Weihnachtsoratorium, zahlreiche Kantaten; Berlioz (Heilands Kindheit, Große Totenmesse, Flucht nach Aegypten); Wolff-Ferrari,Vita nuova", Herzogenberg:Geburt Christi", Joh. Brahms: Triumphlied, Schicksalslied, Parzenlied, Nänie, Frauenchöre; Hermann Götz:Nänie", schließlich Max RegersNonnen" (unter Leitung des Kom­ponisten) und als größter Abschluß Bruckners k-moll- Messe, Bruckners Tedeum und im Jahre 1924 Max Regers 100. Psalm, die größte^ bedeutungs­vollste und leider letzte Chorleistung Trautmanns. Damit war der Kulminationspunkt des Gießener Musiklebens erreicht. Es mag noch erwähnt werden.

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2 Dienstag, den 5. Mai 1942, abends 6.30

Me Festliche Aufführung. 6. Festat

Don Juan und Fau

Eröffnung der Woche für Kunst i Literatur 1942 der Uni­versitätsstadt Gießen durch den frn O«--

DerKamerad- schaftsabend am 2. 5. 42 fällt aus. oms Art.-Kam. 1895 Gieße«.

in Verbindung mit dc

Feier des 150jährigen Bestehens dc Konzert-Vereins

Ehrt Eure Deutschen Wisteri

Donnerstag, den 7. Mai 1942, abends 7

Fest-Konzert

H Freitag, den 8. Mai 1942, abends 7,15 Feierstunde: Mu;

Für die vielen Beweise herzlicher Anteil­nahme beim Heimgang meiner lieben Frau, unserer lieben Mutter, Großmutter und Ur­großmutter

Frau Margarethe Weller, gab. Becker sagen wir allen auf diesem Wege unseren innigsten D^ik. Pamilie Ludwlß Weller.

:Einladung an die Gießener Bürgt

J Sonntag, den 3. Mai 1942, vormittags 11.3

Morgen veranstaltun

Motten im Meloerschranl!!

(Sin Alarmsignal, sofort Schutzmittel an­zuwenden! Weniger sichtbar, aber nicht minder nachteilig wirkt beim Wäsche, waschen der im Wasser enthaltene Kalk. <$r vernichtet Seife und nimmt dem 'Waschpulver die Waschkrafi. Zur Beseiti­gung dieses Schädlings genügen einige Handvoll Henko Äleichsoda, die Sie vor Zugeben des Waschpulvers im Wasser verrühren!

* Vgl. den ersten Teil des Aufsatzes in der gestri­gen Nummer des Gießener Anzeigers.

G A.-Sport.

Endspiele in Ausscheidungsrunden.

Fußball.

Die Endspiele dec dritten deutschen Kriegs-Fuß­ballmeisterschaft werden in geänderter Form durch­geführt. Die bereits veröffentlichte Einteilung der Bereichs- und Gaumeister in Gruppen fällt fort. Die Schlußspiele der 25 Endspielteilnehmer werden als Ausscheidungsrunden ausgetragen und voraus­sichtlich an folgenden Tagen abgewickelt: Erste Vor­runde am 10. Mai, zweite Vorrunde am 24. Mai, Zwischenrunde am 7. Juni, Vorschlußrunde am 21. Juni und das Endspiel am 5. Juli.

In der ersten Vorrunde bleiben sieben von den 25 Gau- bzw. Bereichsmeistern spielfrei. Es sind dies der Bgyern-Meister, SpVgg. Fürth oder FC. Schweinfurt 05, der "Meister von Hessen-Nassau, Kickers Offenbach, VfB. Königsberg, SVgg. Bres­lau 02, Germania Königshütte, VfL. 99 Köln, DSC. Pofen oder Polizei Litzmannstadt. Die erste Vorrunde umfaßt somit neun Spiele. Es sol­len am 10. Mai spielen:

Gemeinschaft der Heimat

und

Kameradschaft der Front

um diese beiden pole verdichlet sich die spannende Handlung dieses Films, der die Geschichte einer Liebe, einer Trennung und einer to; n^erbaren (Erfüllung durch das Wunschkonzert erzählt---.

Zlse Werner * Larl Raddah

Herr Wilhelm Karl Rompf

Altbürgermeister

im 60. Lebensjahr.

Die trauernden Hinterbliebenen: Katharina Luh, geb. Rompf Richard Luh und Familie Willi Luh und Familie.

Lang-Göns, den 29. April 1942.

Die Beerdigung findet Freitag, den 1. Mai, nachmittags 1% Uhr statt.

\ ________________ 01986

ISO Jahre Gießener Konzertverein

<xin geschichtlicher Rückblick zur kommenden Festwoche.

Von Professor Dr. med. Heinrich Walther.

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Martha Röhh, Heinz ROhmann Paul r Hörbiger, Hane Brauleroetter, Joleph Sieber, Welß-Feröl, Wilhelm Strlenz, Albert Bräu <1 unö öao Phllharmonlldit Ordiefter, Berllr

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Handball.

Die Endspiele um die deutsche Handballmeister­schaft werden ebenso wie die Kämpfe um die deut­sche Fußballmeisterschaft nach dem k.o.-System durch­geführt, d. h., in jeder Runde scheiden die Unter­legenen jeweils sofort aus. Aus Gründen der Zeit­ersparnis und der kriegsbedingten Derkehrsverhält- nisse mußte man sich für diese Notlösung entscheiden.

Die Kämpfe der ersten Vorrunde werden am 10. und 17. Mai ausgetragen, die zweite Vorrunde steigt am 31. Mai, die Zwischenrunde ist zum 14. Juni angesetzt, die Vorschlußrunde zum 28. Juni und die Entscheidung fällt am 12. Juli. Von den 24 Gau- bzw Bereichsmeistern sind in der ersten Vorrunde acht spielfrei, darunter die Meister von Hessen-Nas­sau (Ordnungspolizei Frankfurt) und von Bayern (TV. Milbertshofen oder Nürnberg). Sie be­streiten zusammen mit den acht in der 1. Vorrunde siegreichen Mannschaften die zweite Vorrunde.

10. Mai: in Mannheim: SD. Waldhof VfL. Haßloch oder TSV. Jägersfreude; in Prag: -/ Prag gegen Ordnungspolizei Wien; in Krakau: Ostbahn- SG. Krakau Ordnungspolizei Kattowitz.

17 Mai: in Straßburg: Inf. Borussia Straß­burg ft Stuttgart; in Kassel: BSG. Henschel Kastel Niedersachsenmeister; in Heiligenbeil: LSV. Herligenbeil HUS. Marienwerder; in Parow: LSV. Parow Ordnungspolizei Berlin; in Essen: Kruppsche Tgd. Essen TK. Nippes vder Teut. Weiden. __________________

Hauptfchriftlelter: Dr. Friedrich Wichsn Lange. Sfestvertrefer be« Haupfidir-sfieiters: Ernst Blumjchein. Vvntwortlich für Politik unb Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für das Fdl-eton: Dr. Hans Thyriots für Stadl Gießen, Provinz, Wirtjchaft uEport: Ernst Blumjchein.

Druck und Verlag: Brühliche Unioerisr-druckere, R. Lange S. G. Verlagsleiter: Tr.^Ing. Erich Hamann Linzeigenleiter: Hans Beck.

Anzeigenvreisliste Nr. 6.

Schließlich kamen noch Anton Bruckner und Max Reger hinzu, wie wir sehen werden.

Was die Kammermusikliteratur anbelangt, so mußten hier gerade eine große Reihe moderner Tonsetzer berücksichtigt werden, was Trautmann, der vortreffliche Pianist, in etwa 35 Kammermusik­abenden zur Durchführung brachte. Auch in bezug auf Chorwerke erfolgte die notwendige Neuorien­tierung. . .

Zunächst die Orchesterkonzerte: das Verems- orchester wurde zwar von Trautmann in exakter Probetätigkeit so eingespielt, daß es die klassische Literatur sehr gut beherrschte, bei modernen Werken konnte jedoch das Vereinsorchester, dessen Stamm von der Kapelle des Jnf.-Regts. 116 gestellt wurde, nur zeitweise spielen, weil erheblich mehr Proben notwendig waren, was bei der starken Be­schäftigung der Militärkapelle nicht möglich war. Dazu war ein gut eingespieltes und stark besetztes Orchester notwendig. Zu diesem Behuf wurden zu­nächst das Bad Homburger Kurorchester, spater die Sinfoniekapelle des Zoologischen Gartens in Frank­furt a. M., sodann das Palmengartenorchester (leider nur bis zum Weltkrieg) verpflichtet. Für die folgen­den Jahre wurde das Bad-Nauheimer Kurorchester gewonnen. Auf diese Weise konnten die Sinfonien von Joh. Brahms, Tschaikowsky, die sinfonischen Dichtungen von Franz Liszt und Richard Strauß, schließlich Werke von Richard Wagner, auch Sme­tana u. a. zu Gehör gebracht werden. Dazu kamen 1912, 1913 und 1914 unter Max Regers persön­licher Leitung durch die Meininger .Hof­kapelle seine besten Werke (Hiller-Variationen, Böcklin-Suite, Romantische Suite, Lustspiel-Ouver­türe). Somit wurde endlich den Musikfreunden auch moderne Musik in ihrer klangreichen Instrumentie­rung vorgeführt, ein Fortschritt ohnegleichen im Musikleben dieser Zeitepoche.

Es spricht Oberregicrungsra

Abteilung Schrifttum des - ------ - ---

klärung und Propaganda üi- as Lied in der Dich­tung der Zeit. Es lies > eigenen Werken

Eine Tragödie in 6 Bildern voi ristian Dietrich Grabbe und Uraufführung der im Auftrag^ stadt Gießen komponierten Sei >iel-Musik von Kurt Heuser.

Plötzlich und ganz unerwartet verschied gestern früh infolge eines schweren Unglücks­falls auf dem Arbeitsplatz mein lieber, unver­geßlicher Mann, unser herzensguter, treusor­gender Vater, Sohn, Bruder, Schwiegersohn, Schwager, Onkel und Pate

Heinrich Magel

Platzmeister

im 53. Lebensjahr.

In tiefer Trauer:

Frau Luise Magel, geb. Balser Ewald Magel, z. Z. im Felde Erna Magel und alle Angehörigen.

Heuchelheim, Reiskirchen, z. Z. im Felde, Griedel, Beuern, 30. April 1942.

Die Trauerfiei er findet am 2. Mai, um 14.30 Uhr, vomTrauerhause,Brauhausstraße 65, aus statt.

Mit der Familie trauern auchwir um den Verlust unseres vorbildlichen Arbeitskameraden

Betriebsfllhrung und Gefolgschaft des Baugeschäfts Martin Abermann, Gießen.

____________1428D

Ausführende: Der Akademisch esangverein Gießen, der Ora- torienchor Marburg, der Gern e Chor des Staatsbades Bad- Nauheim und das Städtisch rehester. Solisten: Susanne Erna Stoll, Frankfurt (Alt),

(Fortsetzung*.)

Dazu kommt aber, daß gerade in diesem Zeitt abschnitt die Solistenfrage glänzend gelost war. Nach Gießen, das mit der Bahn jetzt bequem zu erreichen : war, kamen nun ganz große Künstler, sowohl für Chor- wie auch Orchesterkgnzerte und Sottsten- abende. Um nur wenige Namen zu nennen, sei aus folgende hingewiesen: Als Pianistin kamen u. a. Clara Schumann (1878), 1884 Eugen d'Albert, Bernhard Scholz (zugleich als Komponist^ La­zaro U3 teilt, Max Pauer u. a. Als Geiger sind zu nennen: immer wieder Hugo H e e r m ann, Frankfurt, De Ahna, Berlin, Emile Säuret (1879), Pablo d e Sarasate (1888), Tivadar Nachez, Prag (der zum ersten Male in Gießen Beethovens Violinkonzert spielte), ProfHor Jo­achim (1888). Von Sängerinnen: 1877 Lilly Le h - mann, Hermine Spieß (1882), Amalie Jo­achim (1888), Marie Wittich, Frau Uztellt, Pia von Sicherer, Frau Hildach u.a. Von Säugern u. a. Eugen Gura, Dr. Krückl, Eugen Hildach, Lederer.

Seit 1888 lag die Begleitung der Künstler in den Händen von Gustav Trautmann aus Frankfurt, der seit dieser Zeit auch im Dereinsorchester rntt- wirkte.

Vortreffliche Quartette kamen nach Gießen: 1878 Meininger Quartett Fleischmann (mit Clara Schumann), Hugo -Heermann- Quartett, sodann bie Quartette: Benno Walter, München, Brod­sky- Leipzig, Petri-Dresden. Schließlich kam mit den Meiningern die zum erstenmal hier das Klari­nettenquintett von Brahms spielten, auch der be­rühmte Klarinettist Richard Muhlfeld.

Jedenfalls müssen wir gerade in Rücksicht auf die guten Leistungen dankbar an diese Zeit zuruckdenken, die uns allen viel Anregung brachte und immer wieder die Liebe zu guter Musik wachhielt.

Nach dem Tode Felchners im Jahre 1896 wurde Gustav Trautmann berufen, der bis dahin Lehrer am Hochschen Konservatorium in Frankfurt mar, zum Gießener Konzertleben aber schon seit 1888 in innigen Beziehungen stand. Mit Trautt rnanns Berufung vollzog sich ganz automatisch eine grundlegende Umgestaltung und Aufwärtsent­wicklung des Gießener.Musiklebens, in erster Linie in bezug auf die Orchesterkonzerte, dann aber auch auf die Programmgestaltung überhaupt. Selbstver­ständlich bildeten, und das muß immer so fein, die Klassiker die Grundlage des Musiklebens, aber ein Stehenbleiben bei den Romantikern wäre gleich­bedeutend gewesen mit einem Stillstand. Jetzt muß­ten auch die damalsModernen" zu Worte kom­men, vor allem Johannes Brahms, Richard Wagner, Franz Liszt, Richard Strauß, Tschaikowsky, Smetana und viele andere.

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daß außer Beethovens Missa auch Bachs Matthäus? passion dreimal und Beethovens 9. Sinfonie dreimal aufgeführt wurden.

Auch in der Kammermusik ging Trautmann seine eigenen Wege und brachte eine interessante Neu« gestaltung. Ich muß vorausschicken, daß Trautmann gerade als Schüler von Clara Schumann ein vor­trefflicher Pianist, als Schüler von Heermann ein ebenso vortrefflicher Geiger wie Bratscher war, schließlich als großer Verehrer von Johs. Brahms darauf bedacht war, die Kammermusikwerke von Brahms zu bringen und schließlich auch moderne Komponisten, auf welche er an Hand seiner Vorlesungen reichlich hingewiesen hatte. Er gründete 1898 mit Frankfurter Künstlern eine Kammermusik. Vereinigung, hauptsächlich für Kluviertrios, und führte bis 1914 in -etwa 35 Kammermusikabenden, wie erwähnt, fast die gesamte Kammermusikliteratur von Brahms einschließlich Violin- und Cellosonaten, auf, außerdem aber zahlreiche zeitgyiössische in« und ausländische Tonsetzer, ein Fülle von Jammer, musikalischen und soliftischen Novitäten. In den een Konzerten hörten wir, auch Lieder moderner

lonisten, da er in jedem Konzerte Gesangs werke brachte, eine musikkulturelle Leistüng allerersten Ranges. Diese Abende (Klassiker obenan) mit etwa 70 Kammermusikwerken, zahlreichen Liedern und Jnstrumentalvorträgen bleiben uns in ewiger Er­innerung. 1918 kam zum ersten Male das Stutt. garten Wendling-Quartet b, welches außer den Klassikern auch Brahms und schließlich Max Regerin vorbildlicher Weise zun Vortrag brachte. Max Reger selbst spielte uns 915 zwei seiner letzten Werke, die omoll-Violinsoiate op. 139 und das herrliche a-moll-Klavierquartet op. 133 (welches er meiner Frau und mir gewidinst hatte); es war sein letztes Auftreten in Gießen.

(Schluß folgt.)

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