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vlenrtag. 29. Dezember (9^2

|92. Jahrgang Nr. 305 Sictie'ni lüfiutt), auker Sonntaas und Feiertag-

.zinnrtbme uun '2liueineu für die Mittagsnummer bi- 8'/,Uhr desBornlittag- ilttieiflen»l;rfife

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Dlabvor chrift < vorherige Vereinbarung) 2fie/o mcov

: Gießener Anzeiger

^fffchetf 11 Roe &ranfffl/^ vrAflscheUvioersilLt-dnSererLr^ General-Anzeiger für Oberheffen

chen Fragen beschäftigen

schließlich mit militari

werde. Mit dieser Ein chränkung des Wirkungs­kreises für Giraud hat sich Roosevelt nunmehr die

llichen Möglichkeiten Nord-

Ausbeulung der wirtscha

rieüigung der USA.-Regie-

afrikas gesichert. Die Be

schiert. Die Radio Vichy meldet, überflog da brMfch-gavlllstisches Flugzeug die Stadt Dschi­buti und warf Flugblätter ab, in denen es hie^ daß die Truppen derDissidenz" in die Kolonie eia- gerückt seleu. Am Montagabend waren die englisch, gaullistischen Streitkräfte von Vesten bis auf drei Kilometer an die Hauptoerleidigungslini- heran» gerückt.

Truppen tinfr Strelkkräfke de Gaulles find nach einet . Reuter-Meldung in Französisch-Scmaliland elumor-

und Kampfflugzeuge konnte ein feindliches Bataillon völlig aufgerieben werden. Hunderte von Toten blie­ben neben den umgestärzten Fahrzeugen und zer­fetzten Gespannen auf den vereisten Straßen liegen. Vergeblich versuchten die Bolschewisten, durch Flak­artillerie und Jagdflugzeuge unsere Stukas abzu­drängen.

Der Wehrmachtberichi.

DRV. Aus dem Führerhauptguartier, 28. Dez. Das Oberkommando der Vehrmacht gibt bekennt:

3m Terekgeblet brachen erneute feindliche Angriffe zusammen. hierbei und im Laufe der auch gestern erfolgreichen Abwehrkämpfe zwischen Wolga und Don und im großen Donbogen wurden 59 sowjetische Ponzer vernichtet. Durch schwere Luftangriffe, bei denen auch italienische und rumänische Fliegerverbände e'.ngeseht waren, erlitt der Feind ebenfalls hohe Ausfälle.

3m mittleren Frontabschnitt wurden örtliche Angriffe gegen die deutschen Stellungen ab­gewehrt.

Südöstlich des 3 tm en fees griff der Feind er­neut an. Er wurde trotz starken Artillerie- und Pan- zereinsahes la harten Kämpfen zum Teil Im Gegen­stoß abgewiesen.

An der Eismeer front griffen Sturzkampf- flleger Hafenanlagen auf der F i s ch e r h a l b l n s e l und in M u r m a u f k mit guter Wirkung an.

3n Libyen verstärkte beiderseitige Auftläruags- tätigkeit. Oertliche Angriffe des Feindes In Tune­sien gegen vnsere Gefechtsvorposten wurden abge- wiesen und tm Gegenstoß weiteres Gelände gewon­nen. Sturz- und Tiefangriffe starker Verbände der Luftwaffe fügten dem Feind empfindliche Ver­luste zu.

Harte Abwehrkämpfe.

Vergebliche bolschewistische Ausbruchsversuche im großen Donbogen.

Scharfsinn von Eisenhower und Murphy, glaubten die Amerikaner» die englische Mißbilligung ihres Vorgehens in Nordafrika mit Gelassenheit ertragen zu können. Der Mord an Darlan mar ein Kinn­haken, der sie aus diesen Illusionen ziemlich unsanft weckte. Die Ernennung Girauds macht diesen Schlag nicht wett. In London wird bereits erklärt, Giraud sei eine völlig unpolitische Natur, und ein Mann, der nur als lokaler militärischer Führer Bedeutung hahF. Mit anderen Worten, die Engländer halten an de Gaulle fest und vertrauen darauf, daß es leichter sein wird, Giraud in Abhängigkeit von de Gaulle zu bringen, als vordem Darlan. Das heißt also, daß mit der Ermordung Sarians der anglo­amerikanische Gegensatz in Nordafrika nicht über- wunden, sondern erst recht akut geworden ist.

Giraud und de Gaulle.

Zurich, 29. Dez. (Europapreß.) Nach der Er­nennung des Generals Giraud zum Nachfolger des ermordeten Admirals Darlan haben es die Ver­einigten Staaten sehr schnell verstanden, sich auch dieses Verräters zu versichern. United Preß erklärt, daß in den nächsten Tagen ein Vertreter des Gene­rals Giraud für alle zivilen Fragen ernannt werden wurde, er werde sich besonders iren wirtschaftlichen Problemen widmen, und zwar unter der Aufsicht des nordamerikanischen Sonderbevollmächtigten Murphy. General Giraud habe General Eisen­hower die Versicherung abgegeben, daß er sich aus­

tischen Politik in den französischen Kolomalgebieten, General 6e Gaulle, gezwungen, gute Miene zum bösen Spiel zu machen. In einer RunLsunkansprache erklärte er, General Giraud sei einruhmreicher FeDherr^, und gab feiner Hoffnung Ausdruck, daß die einzelnen Splittergruppen der dissidenten fron, chfischen Streitkräfte bald zu einer Einheit ver­schmolzen sein würben. Me aus London gemeldet

rung über diesen fügsamen Nachfolger Sarians kam auch in der Erklärung des nordamerikanischen Außenministers (Sorbett Hüll zum Ausdruck, die Wahl von General Giraud zum Oberkommistar von Nordafrika sei eine äußerst glückliche.

wird, hatte Churchill am Sonntag de GaullS und General de la Vigerie zum Frühstück ein* geladen. Se Gaulle hatte am Montag mit dem brt» tischen Außenminister Eden eine Unterredung, Se Gaulles Vertreter in Syrien, General (Sa* troux, hat nach Brkanntwerden der Nachricht von der Ermordung Sarians Beirut im (flugeug ver­lassen. Er ist nach Kairo geflogen, wo er mit den britischen Behörden Fühlung nehmen will. Bei seinem letzten Ausenthalt in London hatte Catroux scharf gegen Sarian Stellung genommen, da feine Erwartung, er werde selbst zum Ches der französi* scheu Streitkräfte in Nordasrika berufen werden, durch Sarian vereitelt worden sei. Nun will er sich 3U Beginn des nächsten Jahres zur Klärung der Position von Syrien und Libanon nach W a shington begeben. Sieser Versuch, sich die Unter­stützung von Washington zu sichern, wird in Bei* rut als eine Folg; des britrsch-nordamerrkamschen Abkommens über dir Berlenlung ter EnstußzoneA im Nahen Osten hinge stellt, durch das sich die Der* einigten Staaten bereits Syrien und Libanon ge­sichert hätten.

Wieder zwölf vichytreue Franzosen von Amerikanern erschossen.

Paris, 28. Dez. (SND.) Zn Oran sind wie­derum zwölf Franzosen durch die amerikanischen Militärbehörden zum Tode verurteilt und erschossen worden. Sämtliche Hingerichteten waren Mitglieder der Französischen Volkspartei und auf Anzeige von Juden verhaftet worden. Ser ein­zige Vorwurf, den man ihnen hatte machen können, war Anhänglichkeit an die Regierung des Marschalls PStain.

Englischer Ueberfall auf französisch-Somalilond.

Genf, 29. Drz. lDNv. Funkspruch) vriklschI

Unverminderte Gegensätze in Nordafrika

Don unserer Berliner Schriftleitung.

1941 geschaffene politische Lage wirkt sich weiter aus in einer zunehmenden Sistanzierung. Sies wurde besonders deutlich, als die Vereinigten Staaten im Sommer dieses Jahres, ohne daß Finnland irgend­einen Anlaß hierzu gegeben hafte, ihre konsularischen Beziehungen zu Finnland abbrachen. Sieser Schritt ist als eine offenbar mit Rücksicht auf Moskau er­folgte provokatorische Maßnahme in Finnland auf- genommen worden. Ob die Mitte Dezember be- fanntgegebene Heimreise des amerikanischen Ge- sandten in Helsinki als ein weiterer Schritt in dieser Richtung zu bewerten ist, bleibt abzuwarten.

Sas junge, selbständige Finnland beweist täglich erneut aus eigener Kraft eine unerhörte Zähigkeit des Lebenswillens und ein unerschöpfliches Maß von Lebenskraft. Diese Zähigkeit und diese Lebenskraft sind aber die besten Garanten für die Zukunft Finn­lands, zu der die jetzige Generation den Grundstein legt.

Wiederaufbau in Finnland

Bon unserem F. E.-Berichterstatter.

hin in Besuchen führender DersonNchkeiten und Presseabordnungen sichtbar wurde. Don den neu­tralen Landern steht Schweden Finnland als Nachbarland am nächsten. Sie Beziehungen waren im Laufe des Jahres mehrfach Schwankungen unter­worfen, die sowohl bei den langjährigen Wirtschafts­verhandlungen zwischen beiden Ländern als auch in gelegentlichen Pressepolemiken in Erscheinung traten. Gegen Jahresschluß ist aber auch auf diesem Gebiet eine Wendung zum Besseren unverkennbar ge­worden.

Eine besondere Stellung nehmen innerhalb der finnischen Außenpolitik die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten ein. Sie im Jahre

(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Hesinki, Ende Sezember 1942.

Am 6. Sezember 1942 waren 25 Jahre seit dem Tage vergangen an dem die Selbständigkeit und staatliche Unavhanglgkeit Finnlands verkündet wurde. An feiner Wiege stand bereits die erste kriegerische Auseinandersetzung mit dem Dolsche- wsmus, unö gegenwärtig führt Finnland seinen dritten Krieg mit der Sowjetunion.

Neben der festen militärischen Sicherung ferner Ostfront und den ansehnlichen Erfolgen der finni- schen Seeftreitkrafte gegen die sowjetrussische Flotte im Finnischen Meerbusen steht als eines der her- ovrstechendsten possitiven Merkmale ir.s Jahres 1942 bas Jnganghalten des Wirt­schaftslebens nur mit den einheimischen Ar- bettskräften. Wenn man bedenkt, daß 16 v. H. der Begeiferung völlig in den Kriegsapparat eingefügt finb, so scheint es dem Außenstehenden unfaßbar, wie all bie großen Ausgaben des Krieges in diesem so weit gestreckten Lande gemeistert werden konnten, vor allem die W a I b a r b e i t e n , die für die Brennholzversorgung im Lande der langen Winter sowie für die Holzindustrie von lebenswichtiger Be. fceufung sind.

Man redet in Finnland n'e viel über Schwierig­keiten, man klagt nicht über Not,, sondern man stellt nüchtern fest, was getan werden muß! Stehen keine ordentlichen Arbeitskräfte zur Dersüg-ung, wird eben die Gesamtheit des Volkes aufgerufen, um unter der Parole:Einer für alle, alle für einen" mit Hand onzulegen und die Schwierigkeiten zu meistem. Darin liegt das beste Zeugnis für die fest gefügte Einheit der finnischen Heimatfront: Jeder weiß, was <r zu tun hat, und, er kommt freiwillig zur Gemein­schaftsarbeit demTalkvot", der gerade 1942 ein großes Wiederaufleben auf den verschiedensten Gebieten feierte. Durch diese unentgeltliche Gemein­schaftsarbeit wurden di« Felder bestellt, die Ernte emgebracht. Bei dem erst kürzlich abgeschlossenen holz-Talkoot haben 500 000 Finnen 700 000 Kubik­meter Holz im Wald geschlagen, um auf diese Weise etwas von dem zur Versorgung infolge Mangels an Arbeitskräften noch fehlende Holz anzufchaffen. So kann man hier im wahrsten Sinne des Wortes von einem Heldentum der Arbeit sprechen, weil es als selbstverständlich und in der Stille treten wird. Diese gesunde Einstellung des einzelnen zu den notwen­digen Maßnahmen des Staates kennzeichnet die ge­samte Situation am Ablauf des Jahres 1942 und ist auch die Erklärung für die beruhigende Atmosphäre, dis heule nach wie vor in Finnland herrscht.

Aus derselben Grundhaltung heraus erklärt sich die gesamte inner politische Konsolidierung des Lan- des. Es gab keine Parteistreitigkeiten, sondern die wenigen Parteien standen hinter der Regierung. Ser Reichstag arbeitete regulär. Auch hier gab es <m großen und ganzen keine MeinungsverjchiedenlMen. 3m Verlauf des Sommers kam es zu einigen Um­besetzungen innerhalb der Regierung: der bisherige Handels- und Jndustrieminister Väinö Tanner übernahm das Finanzministerium, als neuer Mann trat Uuno Satti, der frühere Oberbürgermeister von Lachtt, an Tanners Stelle, und Henrik R a m - fay, der bisher als zweiter Dolksoersorgungs- mirrifter tätig war, übernahm die erste Stellung bes Ministeriums, während der Landwirt Siioo Ä a n t a (a als zweiter Minister hinzukam.

Bitten im Kriege beginnt Finnland mit dem Wiederaufbau. Ein erhebendes Zeugnis dafür ist die Rückwanderung der karelischen Bauern in die zurückgewonnenen Gebiete. Bis jetzt sind 220 OOO, d. s. 52 v. H. der nach dem Mos- rauer Zwangsfrieden Umgesiedelten, nach ihren allen Wohnstätten zurückgekehrt. Diese zurückgekehr- len Karelier konnten schon 1942 so viel Lebensmittel erzeugen, daß sie sich selbst versorgen können, was eine fühlbare Erleichterung für die Versorgung des Landes darstellt. Ebenso ist in Hango, das tm Dezember 1941 zurückerobert wurde, der Wieder- eufbau im vollen Gange. Dadurch, daß einmal d:e Ernte in diesem Jahre verhältnismäßig gut ausge- f all en ist, und zum andern, daß durch günstige Handelsverträge besonders aus Deutschland und Dänemark die notwendigen Nahrungsmittel und aus kchweden wichtige Metalle und.Maschinen finge* fuhrt werden können, ist die Situation tn ^^5^9 cuf die Versorgung Finnlands in diesem Winter «anz anders geordnet als im Vorjahr.

Was das wirtschaftliche Pwdukttonsle-ben <rrtbt- trifft, so ist bei allem Mangel an ^wissen Roh­stoffen die Warenknappheit doch noch nicht so suyl- lar wie in anderen Ländern. Die Jndustne konnte bis jetzt immer noch in gewisser Hinsicht die (knegs-) normalen Bedürfm-fse befriedigen mit Ausnahme Natürlich von Waren aus Wolle, wovon nur geringe Mengen im eigenen Lande erzeugt werden. Der Nnn:'[d>e Außenhandel ist inf->l-^ der lranepor-- Mvierigkeiten und Blockaden^in der Hauptsache aus bie Ostseeländer b-Ichrmrkt. vbllwhl d-r Wert der finnischen Ausfuhr wie der Einfuhr eine steigende r-r-^n, gegenüber dem Dorjahr aufweist, aber Kcid»eMwj auch die Preise erheblich g-sk-Rn stN), tfl die Warenmenge dach geringer als im V°ri-Hr. durch eingreifende Steuermaßmchmen ist der kt-Ashaushalt ins Gleichgnmcht g-irach^ w> n lwdurch einer sich verschar^nüen «fla I-nd-nz ein starker Damm entgegengesetzt wurd

Luch außenpolitisch waren ,m S°hre 1S4! bitte besonderen Ereignisse zu v-r-etchnem E- ist süwch f-steustell-n. daß die tm Jahre 1941^geWaff-ne wlitische Lage sich, wenn auch in ruhigen Dahnen, s. doch in deutlicher Weise weiter ausgem.rkt hat las D'rhältnis zu den verbündeten Landern trug dm Ziempei zunehmender H-rzlichk-^ und noch stsleren Zusammenschlusses. 2« D-rhalch» z^ k-utschland kam dies besonders deullich an des Besuches des Führers ZUM \d Krtstaa Keidmars^ll Mannerb-im- zum Anbruch tzgch das Verhältnis zu den u6ngen berbundeten Ärn stand im Zeichen einer immer enger haltenden Verbundenheit, was auch nach außen

Oie deutsche Lustwaffe 1942.

Bon General der Flieger Quade.

Auch im Jahre 1942 besteht eine enge Wechsel- wirkuny zwischen den Kämpfen von Luftwaffe, Heer und Kriegsmarine. Sie gegenseitige Ergänzung ihrer Wirkung ist einer der wichtigsten Gründe für die Erfolge, welche die deutschen Waffen auch im ver­gangenen Jahre erringen konnten. 21 n der O st- front tritt diese enge Zusammenarbeit zwischen Luftwaffe und Heer besonders klar in Erscheinung. Während der Wintermonate haben hier Glatteis und lange anhaltende Schneestürme verschiedentlich an weiten Teilen her Front fast den gesamten Nach- schubverkehr für mehr oder weniger lange Zeit fast völlig lahmgelegt. Stimit war auch die Heranfüh­rung von Reserven nach besonders bedrohten Front­abschnitten. schwer behindert. Sie Luftwaffe konnte als operative Reserve überall dort einge­setzt werden, wo schnelle Hilfe besonders erforderlich war. Ihrer Unabhängigkeit vom Straßen- und Eisenbahnnetz sowie ihre Fähigkeit, auch weite Strecken schnell zu überwinden, erwiesen sich gerade in diesen Wintermonaten als. ein unschätzbarer Vor­zug. Letzte Einsatzbere-'.tschaft der Besatzungen über­wand auch den schlimmsten Feind, Schneetreiben und schlechtes Wetter. Zusammen mit den Leistun­gen der Lufttransportverbände, welche den in besonders schweren Abwehrkämpfen stehenden Frontabschnitten Reserven, Munition und Verpfle­gung zuführten, hat das Eingreifen der Kampf-, Jagd» und Aufklärungsverbände ganz entscheidend dazu beigetragen, daß die deutsche Front im Osten diesen schweren W'nter erfolgreich überstehen konnte.

Als der Frühling dem Heere seine Bewegungs­freiheit wiedergqb, konnte auch die Luftwaffe die nun beginnenden Angriffsoperationen unterstützen. Sie schaffte durch schnelle Erkämpfung der Luftüber­legenheit eine wichtige Vorbedingung für die Rück­eroberung von Kertsch und erleichterte durch schwerste Luftangriffe auf die stark ausgebauten sowjetischen Feldstellungen den Angriff und Surch- bruch. Ser geschlagene Feind wurde auch über die Straße von Kertsch hinaus verfolgt und dabei zahl­reiche Fluchlschiffe versenkt. Bekämpfung des Schiffs­verkehrs und des wichtigsten sowjetischen Hafens am Schwarzen Meer waren auch der Auftakt für den Angriff des Heeres gegen die belagerte Festung Sewastopol. Rollende Luftangriffe, bei denen eine sehr hohe Zahl von Bomben auf die Ver­teidigungsanlagen fielen, unterstützten die stürmend« Infanterie.

Im Raume von C h a r k o w brach die am 12. Mas begonnene Großoffensioe Timoschenkos nach mehr als einer Woche währenden schweren Abwehr- kämvfen zusammen nicht zuletzt auch infolge des wirksamen (Eingreifens der Luftwaffe. 538 Fe'nd- flugzeuge fielen ihr allein auf diesem Kampffeld in kurzer Zeit zum Opfer. In der großen Danzer- schlacht am 17. Mai vernichteten Fliegerbomben 54 sowjetische Panzsr. Aus dem Raume Charkow- Kursk heraus wurde am 28. Juni auch der groß« Angriff oorgetragen, der die Sowjetfront in e ner Breite von mehr als 500 Kilometer aufriß. den geschlaoenen Feind in rastloser Verfolgung über den Son trieb und besten Spitzen bis zur Wolga vordrangen. Hier wi? bei der nach Süden vorstoßenden Anarisfsarmee konnte die Luftwaffe durch die Unterstützung des Heeres an der Front und durch^fchwerste Schäd'gung der zurückflutenden Feindverbänd» besonders wirkungsvolle Erfolge er­zielen. Ihre Mitwirkung bei den Kämpfen um Sta­lingrad, am - Terek und im Kaukalus sind weitere Merksteine an dieser gewaltigen Siegesstraße, auf

Sarian ist rasch zu Grabe getragen, sein Atten­täter noch rascher verschwunden. Nachfolger Sarians ist Giraud, der andere Verräter-General. De Gaulle, der Kandidat der Englärürer, ist neuerdings we- nigstens für den Augenblick durchgefallen. Der Zeitpunkt für das Attentat auf Sarian war aus­gezeichnet gewählt. Sie Schüsse auf Sudan wurden am Sonnerstag, also am Weihnachtsabend, kurz nach 15 U*x abgefeuert Die Nachricht wurde zu­nächst zuruckgehalten. So gelangte sie erst nach London und Washington, als die Weihnachtszeitun- gen bereits erschienen waren. Trotzdem wird der ganze klaffende Gegensatz zwischen dem amerika­nischen Imperialismus und den englischen Be­mühungen auf Erhaltung der eigenen Macht im feindlichen Rundfunk, in der feindlichen Presse deut- I d), obwohl die Nachricht von der Ermordung Dar- Ians mitten in den Weihnachtsfrieden hineinplatzte. Sas Wort Churchills, er wolle nicht der Liquida­tor des britischen Weltreiches fein, hat eine Be­stätigung gefunden in dem Versuch, die Beiseite- schiebung des britischen Weltreiches aufzuhalten. Die englische Preste spricht von einem reinigenden Ge­witter, das die Spannungen zwischen Großbritan­nien und den Vereinigten Staaten entladen hat. Auf Regen folgt Sonnenschein. Auf Sarian folgt Giraud. Ser Himmel der anglo-amerikanischen Freundschaft strahlt wieder im alten Glanz. Wer genau hinhört, erkennt den falschen Ton darin. Ser Mord an Sar­ian ist eine -Frucht des weltpolitischen Gegensatzes zwischen Großbritannien und den Vereinigten Staa­ten, der in Französtsch-Nordafrka rücksichtslos aus­gesuchten wird? Mit der Ernennung Sarians durch Eisenhower gewannen die Amerikaner in Franzö- sisch-Nordafrika gegen England die erste Runde. Mit der Ermordung Sarians schloß die zweite Runde zugunsten der Briten ab. Sie Ernennung G rauds ohne Rückfrage in London zeigt, baß die Ameri­kaner ben Kampf nicht aufgeben, und die dritte Runde beginnen.

New Pork Times* schrieb:Nur llnwistende und Wahnsinnige können annehmen, daß ein solcher Mord in solch einem Augenblick ein besonders schwie­riges Problem loft.*>.2m Bork Herold Tribüne* sagte, man glaube, daß diese Tat den Stein des An­stoßes beseitigt habe, der der Einigkeit der Alliierten im Wege lag. Sas sei aber nicht geschehen. Der diese Reaktion in London bas Bemühen, sich reinzuwaschen, vermischt mit Triumph, in Wa­shington Empörung und Wut, gesteigert durch bas Wissen um die Täterschaft ber Engländer ver­gleicht, der weiß, was davon zu halten ift Auf ihre milftäriHe Uebermacht vertrauend, stolz auf den

Angesichts ber Tatsache, daß sich die Bereinigten Staaten auch durch den Mord an Darlan nicht den Vorrang in Nor-dasrika gegenüber England streitig machen lasten, sieht sich jetzt ber Erponent ber br>

Berlin, 28. Dez. (DNB.) Zwischen Wolga und Don standen die deutschen Truppen erneut in harten Abwehrkämpfen. Sie Bolschewisten führten schwere Angriffe, um unseren Panzertruppen den hier in den letzten Tagen erzielten Bodengewinn wieder streitig zu machen. Außer starken Infanterie- verbänden setzte der Feind über 70 Panzer ein, doch tarnen die Vorstöße im Kreuzfeuer der Stütz­punkte zum Stehen. Artilleristen und Flakkanoniere zersprengten die geballt vordringenden Panzerfor­mationen und trennten die Infanterie von den Be­gleitpanzern, so baß sich der Angriff in Einzel- kämpfe auflöste. Obwohl der Feind feine zurück- weichenden Verbände immer wieder sammelte und von neuem ins Gefecht warf, brachen alle Vorstöße am hartnäckigen Widerstand der Heeresverbanbe und unter ben Bomben der Luftwaffe zusammen. Sie Trümmer zahlreicher zerschmetterter Panzer blieben im rauchgeschwärzten Schnee der Steppe liegep. ,

Auch imgroßenSonbogen gingen die Der- teibigungs- und Angriffskämpfe weiter. Sie am Vortage durch energische Gegenangriffe unserer Truppen eingeschlossenen feindlichen Kräfte unter­nahmen verzweifelte Ausbruchsver- v er juche, ohne ben würgenden Griff der Um­klammerung sprengen zu können. An anderen Ab­schnitten dieser Front scheiterten die bolschewisti­schen Vorstöße an ben §äh verteidigten Sperrstel­lungen und im Feuer unserer Batterien. Der deut­sche Gegenangriff gewann weiter an Kraft, so bah die Bolschewisten in gemeinsamen Aktionen der Stellungstruppen und der neu heran­geführten Reserven aus wiederum zahlreichen Stütz­punkten herausgeworfsn und erneute Umfaflunqs- versuche bes Feindes verhindert werden konnten. Die blutigen Verluste ber Sowjets sind anhaltend schwer.

Starke Verbände der Luftwaffe und Staffeln schneller italienischer Kampfflugzeuge zerstörten feindliche Stützpunkte und Trupvenquartiere dicht hinter ber Front. Bei Tiefangriffen ber Schlacht-