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wende JungrüdeJlko vom Busecker Schloß", Be­sitzer Heinrich Henkel (Großen-Buseck) erhielt die NoteSehr gut".

NSG. Das Kartoffelstärkemehl im Haushalt. Lor einigen Wochen wurde bereits darauf hingewiesen, daß zur Behebung von Schwierigkeiten, die vor kurzem auf dem Gebiete der Versorgung mit Nährmitteln bestanden hatten, neben dem bereits bekanntgegebenen Einsatz von Weizenmehl der Type 1050 auch Kartoffelstärkemehl an Stelle von Nährmitteln ausgegeben werden sollte. Die Verbraucher können das Kartoffelstärke­

mehl auf alle zum Bezua von Getreideerzeugnissen berechtigenden Einzelabsthmtte der Nährmittel­karten beziehen. Der Lebensmitteleinzelhandel ist im Rahmen dieser Verfüguna des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft über den Groß­handel bis etwa zu 50 v. H. der zur Ausgabe kom­menden Nährmittel mit Kartoffelstärkemehl ver­sorgt worden und ist daher verpflichtet, dieses Kar­toffelstärkemehl an Stelle von Nährmitteln auszu- geden. Die Verbraucher werden gebeten, dem Einzel­handel das Kartoffelstärkemehl in der ihnen zu­gewiesenen Menge abzunehmen.

Aus -er engeren Heimat.

3n der Scheune abgestürzl.

* Großen-Buseck, 29. Okt. Gestern vormit­tag ereignete sich hier in einem Bauernhöfe beim Dreschen ein schwerer Unglücksfall. Der kriegsbeschädiate Flurschütz Heinrich Brück aus Treis a. d. L d a., ein Mann Ende der 40er Jahre und Vater mehrerer Kinder, war bei dem Besitzer des Bauernhofes, mit dem er verwandt ist, zur Hilfe bei der Drescharbeit tätig. Im Verlaufe der Arbeit wollte Brück auf dem Scheunenboden eine sog. Gabelluke frei machen, hierbei glitt er aus und st ürzte in d i e Tenne hinab, wo er auf den Zementboden hart aufschlug. Der bedauernwerte Mann erlitt einen schweren Schädelbruch und mußte in bewußtlosem Zustand von der Be­reitschaft Gießen des Deutschen Roten Kreuzes der Chirurgischen Klinik zugeführt werden. Hier lag er am heutigen Donnerstagmorgen noch in unver­ändert ernstem Zustand ^danieder.

Landkreis Gießen.

'+ Grünberg, 28. Ott. Mit einem Gastspiel des Gießener Theaters wurde am Montag die Ver­anstaltungsreihe der hiesigen Kun st gemeinde für den Winter 1942/43 eröffnet. Zur Aufführung «e das SchauspielHeimat" von Sudermann.

ünstlern wurde reicher Beisall zuteil. Die Veranstaltung war sehr gut besucht.

ß au bad), 28. Okt. Der Oberhessische Geschichtsverein Gießen unternahm unter Leitung von Dr. Glöckner einen Ausflug nach Laubach, um die Sehenswürdigkeiten unseres Städtchens kennenzulernen. Nachdem die Gäste die malerische Altstadt mit ihren Fachwerkbauten be­sichtigt hatten, wurden sie von Graf zu Solms- Laubach empfangen, der ihnen das Schloß und die Kirche zeigte. Der alte Renaissancebau birgt eine Menge wertvoller Kunstschätze, und ein Gang durch die annähernd 45 000 Bände umfassende Schloß- bibkiothek hinterließ bei den Gästen nachhaltigen Eindruck. Sie umfaßt alle Wissensgebiete. Beson­ders reich sind, die Schriften aus der Reforma­tionszeit vertreten, darunter nicht nur zahlreiche Lutherschriften, sondern auch handschriftliche No­tizen von Melanchthon. Naturwissenschaftliche Werke, Geschichtskompendien und alte Atlanten sind für Wissenschaftler und Bücherfreunde in gleicher Weise interessant. An die Besichtigung des Schlosses schloß

sich die der Kirche an, deren ältester Teil gotischen Ursprungs ist. Hier ist auch das Grabmal des Gra­fen Friedrich Magnus, des Gründers der Solms- Laubachschen Linie und des Gründers der Biblio­thek und der Lateinschule zu sehen. Die baulichen Veränderungen von Schloß, Kirche und Stadt, deren Geschichte aufs engste miteinander verknüpft ist, wirkten im Wandel der Zeiten gestaltend und frucht­bar auf die Zusammenarbeit von bodenständigem Handwerk, von Fleiß der Bürger und Bauern und von Kunstsinn und Heimatliebe der Standesherren und hat dem von einer gefestigten Tradition ge­formten Wesen seiner Einwohner für Jahrhunderte den Stempel aufgedrückt. Anläßlich einer Ver­sammlung und eines Schulungskurses des Lau - bacher Kleintierzuchtvereins, Fach­gruppe Kaninchen, fand die Vorbereitung einer für Dezember geplanten Lokalschau mit Prämiierung statt.

An Feldpostsendungen vergriffen.

Lpd. Darmstadt, 28. Okt. Trotz eindringlicher Verwarnungen der Postverwaltung erliegen ge­legentlich einzelne Aushilfskräfte, die unter den kriegsbedingten Verhältnissen in erheblicher Zahl eingestellt wurden, in unbegreiflicher Leichtfertigkeit der Versuchung, sich an dem ihnen anvertrauten Gut, darunter auch an Feldpostsendungen, zu ver­greisen. Obwohl es sich in der Regel um einige wenige Veruntreuungen oder Diebstähle handelt, die dem Täter nur ganz geringfügige materielle Vorteile bringen, werden bei derartigen Verfeh­lungen zum Schutze der Feldposteinrichtung in un­nachsichtiger Schärfe die Strafbestimmungen des Volksschädlingsverbrechens angewendet. Vier bisher unbestrafte Postsacharbeiterinnen, die in der ange­gebenen verwerflichen Weise das verpflichtende Ge- bpt der Treue und Zuverlässigkeit im Amt verletzt haben, müssen chr ehrloses Verhalten mit schweren Zuchthausstrafen^ büßen. Das Sondergericht in Darmstadt verurteilte in den letzten Wochen die als Kriegshilfe angestellten Postfacharbeiterinnen Anna Maria H ä u ß e r aus Eppelsheim und Luise Hahn aus Offenbach a. M. zu je drei Jahren Zucht­haus und drei Jahren Ehrverlust, Irene Lukas aus Darmstadt zu zwei Jahren und sechs Monaten Zuchthaus und zweijährigem Ehr­verlust und schließlich Magdalena O d e r m a t t aus

NGV.-KmderheimKapitän

Weniger

//

NSG. In Bad Schwalbach (Kreis Untertaunus) wurde durch den Befehlshaber der Sicherung West, Konteradmiral Rüge, ein neues NSV. - Kin­de r h e i m seiner Bestimmung überaeben. Das Heim ist zur Unterbringung von 40 Kindern ver­schiedener Altersgruppen vorgesehen und dient in erster Linie zur Aufnahme der Kinder von Ange­hörigen der Kriegsmarine, die sich nach anstren­gender Seefahrt jeweils für mehrere Wochen mit ihren Frauen im unweit gelegenen Marineheim auch-alten.

Die zweckmäßigen Einrichtungen in Schlaf- und Aufenthaltsräumen wurden in engster und kamerad­schaftlicher Zusammenarbeit zwischen Kriegsmarine und NSV. beschafft. Das neue Heim steht unter Leitung einer NSV.-Schwester. Betreuung, Pflege und Beschäftigung der Kinder sind Kindergärtnerin­nen übertragen, bewährten Fachkräften der NS.« Volkswohlfahrt.

Das Heim trägt den Namen eines verdienten

Offiziers der Marine-Sicherungsstreitkräfte im Ka« nal. Kapitän Weniger war seinen Männern ein väterlicher Kamerad und Vorbild treuer Pflicht­erfüllung. Er ließ sein Leben gegen England.

Mit dem Einsatz ihrer Kräfte und der Führung dieses Kinderheimes trägt die NSV. dazu bei, unseren blauen Jungen, die draußen auf den Welt­meeren ihren harten Dienst verrichten, glückliche und unbeschwerte Tage zu verschaffen, indem sie ihnen und ihren Frauen die Sorge um die Be­treuung ihrer Kinder abnimmt. Auf diese Art beeinträchtigen die Kinder in keiner Weise die dringend nötigen Erholungswochen des Vaters, dem es andererseits aber jederzeit und nach Belieben möglich gemacht ist, die für längere Zeit entbehrten Kinder um sich zu haben und sich mit ihnen zu beschäftigen. Auch diese vorbildliche Einrichtung ist eine würdige Form des Dankes der Heimat an die Front.

Guntersblum zu zwei Jahren Zuchthaus und gleichfalls zweijährigem Ehrverlust.

G. A -Spott.

Handball-Gauklaffe.

Am kommenden Sonntag tritt der LSV. Gießen die Fahrt nach Rüsselsheim an, um dort das Pflicht­spiel gegen die Turngsellschaft zum Austrag zu bringen. Wenn auch die Flieger in der Lage waren, ihre Spielform mit jedem Spiel zu verbessern, so dürfte es doch empfehlenswert fein, den kommenden Gegner, der in der Tabelle einen der letzten Plätze einnimmt, nicht zu leicht zu nehmen. Erft am ver­gangenen Sonntag gelang es Rüsselsheim, der aller­dings mit Ersatz spielenden Turngemeinde Hanau eine 17.6-Niederlage beizubringen. Es wird nicht daran gezweifelt, daß die Soldaten bei der richtigen Einstellung zum Spiel in der Lage fein werden, einen überzeugenden Sieg mit nach Hause zu bringen.

Es ist erfreulich, daß es unseren Fliegern ge­lungen ist, nach einem schlechten Anfang in der Spielserie jetzt endlich Anschluß an die guten Mann­schaften zu finden. Zu Beginn der Gau-Handball­spiele stand man vor der Frage: wird es der Mann­schaft des LSV. gelingen, den erkämpften Platz in der Gauklasse zu halten oder wird sie nur mittel­mäßige Leistungen zeigen? Diese Frage dürfte nach dem hervorragenden Spiel gegen die SA. Frank­furt a. M. beantwortet fein. Unsere Gauklassen­mannschaft, die seit langem unter Führung von Hauptmann Magier steht, verdient es, daß ihr ein paar Worte mehr gewidmet werden, als nur nüchterne Spielberichte. Wie schwer es ist, eine Mannschaft bis zur Spitzenklasse zu bringen, ver­mag nur der zu beurteilen, der mit vllen Schwierig­

keiten vertraut ist, die auf diesem Wege liegen. Neben der Ueberwindung der vielen Gegner kom­men nicht selten eigene Mannschaftsschwierigkeiten hinzu. Von solchen ist auch der LSV. Gießen nicht verschont geblieben. Nach vielen Versuchen ist es ihm gelungen, eine Mannschaft herauszubringen, die in der Lage ist, sich in der Handball-Spitzenklasse würdig zu behaupten.

In der Besetzung: Becker, Jung, Strachmann, Kirchner, Hebestreit, Viedden, Rebischke, Bracker, Magier, Müller, Schüler, Ersatz: Thiele, tritt sie am kommenden Sonntag die Reise nach Rüsselsheim an. Wenn diese Mannschaft wieder zu der Einheit zu­sammenwächst, wie in ihrem letzten Spiel, dann dürfte nicht nur die Tgs. Rüsselsheim, sondern auch die eine ober andere Mannschaft aus der Spitzen­gruppe es schwer haben, gegen sie zu bestehen. Daß diese Einheit wieder vorhanden ist, hofft und wünscht man in Gießen, und deshalb erwartet man einen eindeutigen Sieg unserer Soldaten.In.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechtsgutachten find ohne Verbindlichkeit der Gchristleitung.)

3« D.» Ruppertenrod. Für Ihren Wohnort be­läuft sich der Kartoffelpreis beim direkten Kauf vom Erzeuger in der Zeit bis zum 30. November 1942 auf 3,40 RM. je Zentner für weiße, rote ober blaue Sorten, auf 3,70 RM. je Zentner für gelbe Sorten, für die Zeit vom 1. bis 31. Dezember 1942 beläuft sich der Preis auf 3,55 bzw. 3,85 RM. je Zentner.

Haupychriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für das Feuilleton: Dr. Hans Thyrtot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirtschaft und Sport: Ernst Blumschetn.

Druck und Verlag: Brühlfche Univerfttätsdruckerei R. Lange K. G. Berlagsleiter: Dr.-Zng. Erich Hamann: Anzeig-nleiter: Hans Beck.

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Heute früh verschied nach kurzem, schwe­rem, Leiden meine liebe Frau, unsere treu­sorgende, herzensgute Mutter, Schwieger­mutter, Großmutter, Schwägerin und Tante Frau Minna Stürtz, geb. Mandler im 76. Lebensjahre.

In tiefer Trauer: August Stürtz Hans Höhne und Familie Willi Stürtz und Frau.

Gießen, den 28. Oktober 1942.

Die Trauerfeier findet am Freitag, dem 80. Oktober, 14.80 Uhr, in der Kapelle des Neuen Friedhofs statt.

In tiefer Trauer:

Lodwig Hillgärtner o. Frau Elisabeth, geb. Euler Erich Hillgärtner, s. Z. bei der Wehrmacht Reinhold Hillgärtner, Elisabeth Hillgärtner.

Aliendorf a. d. Lahn, den 28. Oktober 1942.

Die Beerdigung findet Freitag, den 80. Okt., nachm. 2l/2 Uhr, vom Sterbehaus aus statt.

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Otto Sommerkorn und Frau Kath., geb. Sommerkorn Werner und Helga Sommerkorn; Kath. Sommerkorn und alle Verwandten.

Hochelheim und Pohl-Göns, im Okt. 1942.

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