Die Vernichtung eines L1SA.-Truppentransports nach England
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fchließungsrlng von Leningrad nach Offen über die Newa zu durchbrechen, ist unter hohen Verlusten für den Gegner gescheitert. Die Zahl der ver- nichteten Boote hat sich auf 395 erhöht.
An der (Eismeerfront griff die Luftwaffe bei Tag und Nacht sowjetische Flugstützpunkte an. Deutsche Jäger schossen dabei ohne eigene Verluste 26 feindliche Flugzeuge ab.
Die durch Sondermeldung bekanntgegeben, haben deutsche Unterseeboote im Nordatlan- tik einen nach England bestimmten amerikanischen Truppentransport zum größten Teil vernichtet. Sie erfaßten einen schnellen feindlichen Geleitzug von nur wenigen großen Passagierdampfern, der stark gesichert und mit Truppen. Munition und Kriegsmaterial beladen war. 3n tagelangen harten Angriffen und Verfolgungs-
Für den Nachschub der Briten und Amerikaner bedeutet die Vernichtung dqr drei großen ehemaligen Fahrgastdampfer, die jetzt' als, Truppentransportdampfer eingesetzt waren, einen schweren Verlust. Es handelt sich um schnellfahrende Truppentransporter, die durch ein starkes Aufgebot von Zerstörern und Korvetten gesichert waren. An der Größe und Geschwindigkeit der Schiffe erkannten die deutschen Kommandanten sofort den besonderen- Wert des Transportes für die feindliche Kriegführung.
Nachdem der Feind die Anwesenheit von U-Booten bemerkt hatte, versuchte er durch starkes Zick- Zack-Fahren die Angriffe unmöglich zu machen. Es wurden Kursänderungen bis zu 180 Grad beobachtet, mit denen der Feind sich der Gefahr vergeblich zu entziehen suchte. Zerstörer und Korvetten fuhren in wilder Fahrt und Wasserbomben werfend auf dem Kampfseld umher. Im Tagangriff wurde der erste Transporter von drei Torpedos getroffen. Es war der fast 20 000 BRT. große Dampfer „Viceroy o f Jndia", der erst 1929 vom Stapel gelaufen war. Eine riesige schwarze Detonationswolke stand wenige Sekunden später über dem Schiff, das sich schnell auf die Seite legte und kenterte. Als das angreifende U-Boot nach mehrstündiger Wasserbomben-Verfolgung über die Untergangsstelle fuhr, bedeckte nur noch ein weites Trümmerfeld die See. Die beiden anderen großen Transporter wurden in Nachtangriffen versenkt. Es handelte sich um die 11660 BRT. große „D erbyshire", die erst im Jahre 1936 in Dienst gestellt wurde, also zu den modernsten Fahrgast- lcbiffen der britischen Handelsflotte zählte. Ferner wurde auch die 17 702 BRT. große „Reina del P a c i f i c o" in der Nacht durch Torpedos getroffen. Das schöne, im Frieden schneeweiße Passagier- schiff der Pacific Steam Navigation Company in
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kämpfen versenkten sie einen 19 000 BRT. großen Zweischornsteindampfer vom Typ „Viceroy of Jndia", der nach drei Torpedotreffern kenterte, einen 17 000 BRT. großen Zweischornsteindampfer vom Typ „Reina del pazifico", der nach zwei Torpedo- treffern mit einer großen Stichflamme in die Luft flog, einen 11 000 BRT. großen Transporter vom Typ „Derbyshire" und einen Zerstörer der Geleitsicherung. Zwei weitere Transporter wurden durch Torpedotreffer beschädigt. 2Tlif diesen (Erfolgen haben unsere Unterseeboote dem Feinde einen schweren Schlag zugefügl. Die feindliche Transportflotte hat drei besonders wertvolle schnelle Einheiten von zusammen 47 000 BRT. verloren, wie sie bei besonders wichtigen und dringenden Truppentransporten eingesetzt zu werden pflegen.
In anderen Seegebieten des Atlantik von der afrikanischen bis zur amerikanischen Küste versenkten Unterseeboote noch weitere elf Schiffe mit 57000 BRT., so daß die Gesamtverluste der feindlichen Schiffahrt in den letzten vier Tagen wiederum 14 Schisse mit 104 000 BRT. betragen.
Liverpool hatte außer Truppen auch erhebliche Mengen von Munition und Kriegsmaterial an Bord. Die Munitionskammer des Schiffes detonierte. Die Folgen waren furchtbar: das 168 Meter lange Schiff wurde buchstäblich a u s- einandergerissen. Es zerbarst unter einer rrefigen grellleuchtenden Stichflamme, deren Schein das Meer in weitem Umkreis taghell erleuchtete. Nach wenigen Sekunden war von dem riesigen Schiff nichts mehr zu sehen. Nach dem Untergang dieses dritten Schiffes wurden in zäher Verfolgung noch zwei weitere Transporter getroffen, deren Untergang bei stärkster Abwehr nicht mehr beobachtet werden konnte. In Angriffen gegen die Sicherungs- fabrzeuge selbst wurde ein Zerstörer versenkt.
Für den Nachschub der Briten und Amerikaner bedeutet die Vernichtung der großen ehemaligen Fahrgastdampfer, die jetzt für den Truppentransport zwischen den Vereinigten Staaten und England eingesetzt waren, einen schweren Verlust. Die Ausnutzungsquote als Transportschiffe liegt bei den Dampfern dieser Art erheblich höher, als bei gewöhnlichen Frachtschiffen. Auch können die ehemaligen Fahrgastschiffe infolge ihrer wesentlich größeren Geschwindigkeit erheblich mehr Transporte durchführen als die viel langsameren Frachter. Außerdem werden jetzt im Kriege Fahrgastschiffe dieser Art weder auf britischen noch auf amerikanischen Werften neu gebaut. Die jetzt im mittleren Nordatlantik versenkten britischen Passagierdampfer besaßen Einrichtungen, um rund 13 000 Mann nebst Waffen und Gerät sowie weitere erhebliche Mengen Kriegsmaterial und Munition zu befördern.
Es ist verständlich, daß die Truppentransporte mit besonders schnellen und modernen einstigen Passagierdampfern und unter stärkster Sicherung durchgeführt werden. Wenn es trotzdem deutschen U-Booten gelang, dieses Truppengeleit abzufangen
Unser Bild zeigt den Reichsaußenminister von Ribbentrop bei seiner Rede. Links die Botschafter Italiens, Exzellenz A l f i e r i, und Japans, General O f h i m a, sowie der Chef des Oberkommandos der Wehrmacht Generalfeldmarschall Keitel und (Sauleiter B o h l e, der Leiter der Auslandsorgani- sation der NSDAP. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Einbruch in das nördliche Stadtgebiet von Stalingrad.
Oer Empfang im „Kaiserhof"
Ein 11000-BRT.-Dampfer vom Typ „Derbyshire"» — (Scherl-Dlj
19 000-BRT.-Dampfer vom Typ „Viceroy of Jndia"« — (Scherl-DH
192. Jahrgang Nr. 229
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Tatsachen gegen Versprechungen.
„Die Dreierpaktmächte sind am Ende des zweiten Jahres ihres Zusammenschlusses nach jeder Richtung Herren der Situation." In diesem einen Satz der Rede des Reichsaußenministers von Ribbentrop aus Anlaß des zweiten Jahrestages des Abschlusses des Dreimächtepaktes ist eindeutig und unangreifbar die Lage umrissen, die sich für die Welt und damit für die einzelnen Mächtegruppen aus den militärischen und politischen Entwicklungen ergeben. In ruhiger Sachlichkeit hat der Reichsautzenminister die Bilanz einer zweijährigen Zusammenarbeit der durch den Dreimächtepakt zusammengeschlossenen Völker gezogen. An diesem Tatsacyen- bericht vermag weder eine Kritik noch die gerissenste Agitation der Feinde etwas zu ändern. Die knappe Darstellung der ernährungs-, wirtschaftspolitischen und strategischen Lage des Dreimächteblocks ist un- angreifbar, weil sie nur feststellt, was vor aller Welt klar und offen liegt.
Der Rechenschaftsbericht des Reichsautzenministers hat alle Gesichtspunkte beleuchtet, die zur vollständigen Erfassung der gegenwärtigen Lage heran- gezogen werden müssen. Es gehört zur Aufstellung einer Bilanz, daß darin die Auswirkungen des feststehenden Leistungsergebnisses angedeutet werden. So hat auch Reichsaußenminister von Ribbentrop sich mit den Auswirkungen der Lage kurz befaßt. Hinsichtlich der Sowjetunion faßte er das Ergebnis dahin zusammen: „Mit Beendigung der militärischen Operationen der verbündeten Armsen in diesem Jahre wird die Sowjetunion in eine äußerst schwere Lage geraten. Die Verluste an Territorien, Menschen, Ernährungsbasen, Erzen, Rohstoffen aller Art, an industriellen, verkehrstechnischen und schließlich auch militärisch-strategischen Möglichkeiten sind derart, daß der sowjetische Koloß schon heute weit mehr als die Hälfte, auf wichtigen Gebieten bis zu zwei Drittel und mehr seiner Kraft eingebüßt hat." Wie streng sich der Reichsaußenminister hierbei an die Tatsachen gehalten hat, konnte nicht besser belegt werden als durch Willkies Erklärung vor der in Moskau vertretenen Auslandspresse über die Lage der Sowjetunion. In dieser Erklärung finden sich dem Sinne nach genau die gleichen Feststellungen, die am Sonntag der Reichsaußenminister von Ribbentrop machte.
Als zweites entscheidendes Tatsachenergebnis verzeichnete Reichsminister v. Ribbentrop die großartigen Erfolge der Marinen und Luftwaffen der Dreierpaktmächte im Kampf auf dem Weltmeer. „Ich glaube", so sagte er, „daß die Schätzungen zuverlässig find, die besagen, daß die verbündeten Mächte während des vergangenen Jahres weit mehr als das Doppelte an Handelstonnage versenkt haben, als die Engländer und Amerikaner und ihre Trabanten bauen konnten." Auch hierfür liefert das feindliche Ausland täglich die Bestätigungen, trotz Roosevelt und seiner Zahlenphantastereien. Auch auf der Feindseite weiß man selbstverständlich, daß von der Tonnagefrage nicht nur die Entscheidung. des Krieges, sondern auch die Gestaltung der
WHMtTteÄS General-Anzeiger für Oberhessen
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Oer Wehrmachtbericht von heute.
DNB. Aus dem Führerhauptquortier, 29. Sept (Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Kaukasus und südlich des Terek nahmen deutsche Truppen in schwer gangbarem, bewaldetem Berggelände stark ausgebaute und zäh verteidigte feindliche Stellungen. Die Luftwaffe bombardierte das Hasengebiet von Tuapse und beschädigte im Schwarzen Meer zwei Schiffe mittlerer Grötze.
Im Kampf um Stalingrad führte am gestrigen Tage der Angriff in erbitterten Kämpfen nunmehr auch zum Einbruch in das nördliche Stadtgebiet. Vergeblich setzte der Feind feine Entlastungsangriffe von Norden fort
An der Donfront führten ungarische Truppen ein örtliches Angrisssunternehmen erfolgreich durch. Schwächere feindliche Angriffe im mittleren Frontabschnitt wurden abgeroiefen.
Im nördlichen Frontabschnitt wurden bei einem eigenen Angriff von Truppen des Heeres und der Luftwaffe zahlreiche fowjelifche Kampfstände vernichtet und dem Feind hohe blutige Verluste zugefügt Oertliche Angriffe des Feindes ^eiterten. Das Stadt- und Hafengebiet von Archangelsk wurde in der vergangenen Nacht mit Bomben angegriffen. (Es entstanden ausgedehnte Brände.
Deutsche Kampfflugzeuge erzielten bei Tagesangriffen im Tiefflug Bombentreffer in kriegswichtigen Anlagen mehrerer Orte Südostenglands. Ostwärts Great Varmouth wurde ein Frachtschiff durch Bombenwurf schwer beschädigt.
Weitere Forisschritie.
Berlin, 29. Sept. (DNB. Funkspruch.) Bei den Kämpfen im Stadtgebiet von Stalingrad machten die deutschen Truppen trotz hartnäckigen feindlichen Widerstandes überall weiter Fortschritte. Während sich der Angriff seit dem 27. 9. g e g e n d en Nordteil der Stadt mit seinen zahlreichen Rüstungswerken richtet, wurden die gewonnenen Stadtteile in harten Einzelkämpsen von den Resten feindlicher Kampfgruppen gesäubert. Mehrere Widerstandsnester, die durch unterirdische Gänge miteinander verbunden und festungsartig ausgebaut waren, wurden geräumt. Durch das schnelle Anwachsen der Stadt in den letzten Jahren entstanden innerhalb des Stadtbezirks zahlreiche brachliegende Flächen. Bei der Ueberroinbuhg eines solchen unbebauten Geländestreifens brach ein Zugführer mit zwei Jnfanteriegruppen unter dem Feuerschutz von zwei Maschinengewehren überraschend in die linke Flanke einer feindlichen Bat- teriefteUung ein und rollte sie in erbittertem Hand- -granatenkarnpf auf. Hierbei setzte er vier Maschinengewehre und sieben Geschütze außer Gefecht.
Nördlich der Stadt versuchten die Bolschewisten durch erneute Angriffe gegen d i e deutschen Riegelstellungen ihren in der Stadt schwer bedrängten Truppen Entlastung zu bringen. Im Zusammenwirken mit der Luftwaffe wurden alle Angriffe abgewiesen. Bei diesen Kämpfen vernichtete fin deutscher Flakkampftrupp aus der Wolga durch 15 Volltreffer eine 160 m lange und 20 m breite Motorfähre. Andere im Erdkampf eingesetzte Flak- « kampftruppen schossen fünf Panzerkampfwagen ab. Der Schwerpunkt der Luftangriffe lag im Nordteil I ton Stalingrad auf den festungsartig ausgebauten I Häuserblocks am Wolgaufer und entlang : der Bahnstrecke. Schlacht- und Zerstörerflug- euge lösten sich vorn Morgengrauen bis in die päten Abendstunden in Tiefangriffen gegen femb= 'che Kolonnen ab. Deutsche, rumänische und kroati- che Jäger schossen 14 Flugzeuge ab.
Oer Wehrmachtberichi vorn Montag.
DNB. Aus dem Führerhauptquartler, SS. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt I bekannt:
JmNordwestteildeskaukafus nahmen deutsche und slowakische Truppen in harten Gebirgs- \ kämpfen mehrere höhenstellungen. An der Schwarz- i weerküsle versenkte ein deutsches Schnellboot einen । Dampfer von 1000 BRT.
3m Kampf um Stalingrad stießen die deut- ' scheu Truppen nunmehr auch gegen die nördlichen Stadtteile vor. Das bisher eroberte Stadtgebiet wurde restlos vom Feinde gesäubert. Die Angriffe wurden durch zufammengefatztes Feuer der 2Xr<iue- tie des Heeres und der Flakartillerie der Luftwaffe : tnb von massiert eingesetzten deutschen, rumänischen dnd kroatischen Nahkampffliegerkraften wirksam unterstützt. Feindliche Entlastungsangriffe südlich und nördlich der Stadt scheiterten.
3m mittleren Frontabschnitt und bei Lfchew wurden mehrere, von starker Artillerie : unterstützte Angriffe des Feindes zum Teil im Degenstoß abgeschlagen und ein eigenes örtliches Singriffsunternehmen erfolgreich weitergefuhrt.
Südostwärts des 3lmenfees brachen wiederholte feindliche Angriffe unter hohen Verlusten zusammen. Auch südlich des Ladogasees wurden erneute Angriffe des Feindes in 3aben j Lämpfen abgeschlagen. Der mit starken Kräften unternommene versuch des Feindes, den Ein-
und drei der größten Transporter abzuschießen, so zeugt das ebenso für den unerschrockenen und zähen Angriffsgeist ihrer Besatzungen wie für die Wendigkeit und kühle Ueberlegung ihrer Kommandanten. Der Geist der deutschen U-Boot-Besatzungen hat hier ebenso neue Triumphe gefeiert wie die technische Vollkommenheit der Boote.
Man darf gespannt sein, wie lange man in Washington brauchen wird, um diesen neuen schweren Verlust bekanntzugeben — sofern man nicht, wie im Falle des Geleitzuges im Nördlichen Eismeer, die Versenkung dem amerikanischen Volk einfach unterschlägt. Mit diesen drei Transportern versanken nicht nur die Schiffsbesatzungen, sondern eine Truppeneinheit von mehreren tausend Mann, die für eine der „13 Kriegsfronten" bestimmt waren, von welchen am Sonntag der zweite Unterstaatssekretär im englischen Kriegsministerium, Lord C r o f t, sprach, als er sich gegen die immer wieder geforderte Errichtung einer „zweiten Front" wandte. „Jetzt gürten wir uns für einen noch härteren Kampf im Mittleren Osten und überall dort, wo wir ihn mit einiger Aussicht auf Erfolg treffen können." So sagte Lord Croft, und die deutschen U-Boote gaben ihm umgehend eine eindrucksvolle Antwort, die selbst Roosevelt nicht überhören kann. Denn er war es, der vor mehreren Wochen behauptete, daß alle Truppentransporte unbehelligt die britische Insel erreicht hätten. Die deuffche U-Boot-Waffe hat sich diese Renommisterei des Herrn Roosevelt gut gemerkt und ihm bezeugt, daß sie zuschlägt, wenn ihre Zeit gekommen ist. Unsere U-Boote haben sich weder durch die starken Sicherungsstreitkräfte aus dem
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Konzept bringen lassen, sondern sind chrer Parole treu geblieben: „Ran an den Feind!"
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