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Nach harten Kämpfen weiter vorwärts

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verzweifelter Gegenangriffe der Bolschewisten dringenden deutschen Truppen wurden von

Der 1630 Tonnen große amerikanische Zerstörer In gr ah am", der erst 1941 in Dienst gestellt wurde, ist an der amerikanischen Ostküste g e - u n k e n. Das amerikanische Mavineministerium gibt als Ursache einenZusammenstoß infolge Nebels im Atlantik" an. Der Zerstörer hatte sechs 12,7-cw-Geschütze, zehn Torpedorohre von 53,3 Zentimeter Kaliber und eine Bemannung von 172 Mann.

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Der türkische Staatschef Ismet I n ö n ü hat dem ungarischen Reichsoerweser aus Anlaß des Helden- ödes seines Sohnes ein Beileidstelegramm über» andt. Reichsverweser von Horthy dankte dem fcü»

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nung geschwelgt, die kämpferischen Nation also zi Mo sten würden, wenn sie nicht der Eröffnungsansprache der Zetkin überhaupt fernblieben, einen Tumult entfesseln, der die Polizei zum Einschreiten notigen würde. Aber die disziplinierte Selbstbeherrschung der nationalsozialistischen Fraktion war unerschütterlich.

Die dumpfe Spannung des Schweigens löst sich in einem Aufatmen, als die Alterspräsidentin end­lich geschäftsordnungsgemäß zur Präsidentenwahl schreiten muß. Dr. Frick meldet sich zum Wort: Zum. Präsidenten des Reichstags schlage ich vor den Herrn Abgeordneten (Borin g." Nachdem Kom­munisten und Sozialdemokraten ihre Gegenkandi^ baten benannt haben, wird abgestimmt. Ergebnis: Göring ist mit 367 von 587 Stimmen gewählt!

Während die Vertreterin der kommunistischen Lan­desverratspartei von ihren Genossinnen wieder ab- geschleppt wird, besteigt der Pour-le-merite^tiegec des Weltkrieges, der Beauftragte- Adolf Hitlers, strahlenden Auges das Präsidentenpodium.Ich werde für die Ordnung und Würde dieses Hauses Sorge tragen. Ich lasse aber keinen Zweifel, daß ich ebensowenig die Würde und die Ehre des deut- - schen Volkes antasten lasse. Auch die.Ehre der Ge­schichte des deutschen Volkes wird in mir einen be­rufenen Hüter finden." So formuliert Göring sein Programm.

Die nun folgende Wahl der Vizepräsidenten führt zum erstenmal seit dem Nooemberverbrechen zu einem marxijtenreinen Gesamtvorstand des Reichs­tags. Mit rascher Entschlossenheit verschafft sich Prä­sident Göring die Ermächtigung des Hauses, mit dem Reichspräsidenten in Verbindung zu treten und Tag, Stunde und Tagesordnung der nächsten Sit­zung selbst zu bestimmen. Damit hat er sich das Gesetz des Handelns gesichert. Unter stürmischem! Beifall der Fraktion kann Göring seststelten, daß der Reichstagzum ersten Male wieder eine nationale Mehrheit besitzt, die ihn befähigen muß, das deutsche Volk aus drückendster materieller Not und dumpfe­ster seelischer Verzweiflung herauszuführen."

Die Parteien der bürgerlichen Reaktion wollen es . aber anders. Sie erstreben in der Hoffnung auf einen Rückgang der nationalsozialistischen Stimmen die Reichstagsauflösung, bevor noch durch eine Ab­stimmung offenbar werden kann, daß das amtie­rende Präsidialkabinett keinerlei Rückhalt im Reichs^ tage wie im Volke hat. Als Göring den Reichstag zum 12. September erneut einberuft, hoffen sie, die­sen Plan zu verwirklichen. An dem blitzschnellen! Handeln des nationalsozialistischen Präsidenten wird .der Plan zuschanden. Zwar die Reichstagsauflösung ist nicht zu verhindern, aber ehe noch das Auflö­sungsdekret ihm übergeben werden kann, bringt bei* Präsident ein Mißtrauensvotum gegen die Regie­rung zur Abstimmung und führt den Abstimmungs­akt, unbeirrt durch das Geschrei der Reaktionäre- eifern zu Ende. 513 Abgeordnete stimmen für das , Mißtrauensvotum, nur 32 dagegen. Damit ist vor! aller Welt der Beweis geführt, daß einenationale . Regierung" ohne die NSDAP, in Deutschland un­möglich ist. Von dieser Enthüllung der politischen Wahrheit fuhrt trotz der schweren Prüfungen, die das Schicksal in den kommenden Monaten noch für die NSDAP, bereit hält ein gerader Weg zu der Entscheidung des 30. Januar 1933.

Luftwaffe in pausenlosen Einsätzen unterstützt. Tief­gestaffelte Befestigungsanlagen, Bunker und einge­grabene Panzer boten lohnende Ziele für Artillerie und Bomben der Kampfflugzeuge. An der Don- fr o n t wurden von deutschen und italienischen Truppen mehrere Angriffe der Bolschewisten in heftigen Kämpfen abgeschlagen. Feindliche Kräfte, die Den Don zu überschreiten versuchten, erlitten hohe Verluste und wurden zersprengt. Am 26. August verloren die Bolschewisten bei der Ab­wehr eines Jnfanterieangriffes, der von starker Artillerie und von Kavallerieverbänden unterstützt

der Kalmücken steppe ebenfalls in weiterem Dorstoßen. Mehrere Stützpunkte wurden Kampf genommen.

Die im Raum von Stalingrad

Weltwirffchastskrisis schwer litt, Hilfe zu gewähren. Erst die Außenhandelspolitik des nationalsozialisti­schen Deutschlands hat der brasilischen Wirtschaft vernünftige Wege zu einem Güteraustausch ge­wiesen, bei dem auch Brasilien feinen Vorteil ge­funden hätte.

Im Kriege hat Deutschland trotz der erschwerten Umstände auf die Interessen der brasilischen Wirt­schaft weitgehend Rücksicht genommen. Aber der nordamerikanische Imperialismus Rooseveltscher Prägung hatte auch in Brasllien seine, Gegenminen gelegt. Einer der skrupellosesten Äeute des Staats­sekretärs Hüll, Jefferson Caffery, wurde 1937 Botschafter der Vereinigten Staaten in Rio de Ja­neiro fast gleichzeitig mit der Derfassungsumbil- bung des Präsidenten Getulio Vargas, dessen intriganter Gegenspieler er in der verzwickten Innenpolitik des Landes wurde. Die bislang die Politik Brasiliens beherrschende Schickst der reichen Kaffeeplantagenbesitzer Sao Paulos war schon 1932 mit amerikanischem Geld und Waffen aus den USA. zur separatistischen Revolte ermutigt worden. Vargas zerschlug den Aufstand damals, aber die Paulistaner waren später wie Wachs in den Hän­den Eafferys. Don der andern Seite her hetzten die nordamerikanischen Agenten den ehrgeizigen Füh­rer der Linken, Luis P r e st e s , gegen den Präsi­denten. Doch Vargas schlug 1935 auch den kommu­nistischen Aufstand nieder. Mit Hilfe der totalitären Bewegung der Jntegralisten konnte Vargas 1937 eine Verfassung dekretieren, die eine Reorganisa­tion des Landes auf korporativer Grundlage nach faschistischem Vorbild mit dem Ziel einer sozialen Entspannung und wirtschaftlichen Befreiung Bra­siliens von den Ketten des Dollarimperialismus bezweckte. Doch nun begann die enge Zusammen­arbeit des Außenministers A ran ha, der als bra­silischer Botschafter in Washington in Roosevelts Garn gegangen war, mit Caffery, Um Brasilien von einem totalitären Kurs abzubringen und vor den Wagen der antifaschistischen Politik Roosevelts zu spannen. Deshalb wurden durch listig eingefädelte Intrigen Vargas und die Jntegralisten auseinander- manövriert, Paulistaner und Bolschewisten gegen den Präsidenten erneut mobilgemacht und Vargas nun vor die Entscheidung gestellt, das Risiko eines Bürgerkrieges mit allen einflußreichen und mäch­tigen Gruppen des Landes auf sich zu nehmen oder sich den Forderungen Roosevelts zu'beugen. Die Auslieferung militärischer Stützpunkte an die USA., die brasilischen Handelsschiffe im Kriegs­dienst für die Vereinigten Staaten, die Deutschen- verfolgungen in allen großen Städten Brasiliens und schließlich die Kriegserklärung an die Achsen- mächte zeigen, welche Wahl der Präsident ge­troffen hat. Er saß wie eine Fliege in dem von seinem Außenminister Aranha und besten nord- trrupcI1*r

vor zehn Jähren wurde Hermann Göring zum Reichstagspräfiden- t e n gewählt. Zur Erinnerung an diesen ent- scheidenden Moment im Kampf des National­sozialismus macht Reichsamtsleiler Dr. $ brizius, 2N. d. R., in der NSK. bemerkens­werte Ausführungen, denen wir folgendes entnehmen.

Man schreibt den 30. August 1932. Um 3 Uhr nachmittags soll der neuaewählte Reichstag zufam- mentreten. Die NSDAP, hat am 31. Juli einen überwältigenden Wahlsieg errungen. Aus 107 sind 230 Reichstagssitze geworden. So ist die st ä r f ft e Fraktion eniftanöen, die der Deutsche Reichstag jemals sah. Sie umfaßt über ein Drittel aller Ab­geordneten. Trotz-em ist dem Führer der stärksten Partei am 13. August die Uebernahme der Kanzler­schaft versagt worden. Jede andere Form der Regierungsbeteiligung hat Adolf Hitler abgelehnt, weil sie die NSDAP, lediglich mit der Mitverant­wortung für eine von anderen Kräften bestimmte Regierungsvolitik belasten würde. Das amtierende Präsidialkabinett, das ein Kabinett dernationalen Konzentration" fein möchte, hat daher lediglich wenige bürgerlich-nationale Parteien hinter sich, die von einem deutschen Sozialismus nichts wissen wollen und ihre letzte große Chance gekommen glauben.

Die dritte Nachmittagsstunde naht heran. Im Plenarsaal sind die Zuschauertribünen brechend voll. Unmittelbar vor 3 Uhr erscheint im Braunhemd

war, durch italienische Truppen mehrere hundert Gefangene. In der Donschleife wurden bei der Vernichtung einer eingefüferten feindlichen Kampfgruppe weitere hundert Gefangene' einge­bracht. "

Kampfflugzeuge unterstützten den Abwehrkamp der deutschen, italienischen und kroatischen Ein­heiten durch wirksame Angriffe gegen Feld- und Artilleriestellungen. Zwei feindliche, Batterien, die das Südufer des Don ständig unter Feuer hielten, stellten nach Volltreffern ihr Feuer.ein. Weitere schwere. Verluste hatten die Bolschewisten durch Tiefangriffe deutscher Kampfflugzeuge gegen Marsch­kolonnen und parkende Fahrzeuge.

Südwestlich Kaluga wurden zum Angriff bereitgeftelite Infanterie- und Panzerkräfte durch Artillerie und Kampfflugzeuge zerschlagen, so daß es nur zu vereinzelten örtlichen Angriffen kam. Auch nordwestlich Medyn war die Kampstätig­keit aeringer als in den Vortagen. Einige bolsche­wistische Panzerkampfwagen, die in die deutschen Stellungen eingedrungen waren, wurden vernichtet. Im Kampfgebiet von R s ck e w, wo in den für den Feind verlustreichen Abweyrkämpfen erneut 18 Pan- zerkampfwagen zerstört wurden, war es zwei Sturmgeschützen gelungen, innerhalb von 25 Minu­ten allein acht dieser Panzer abzuschießen. Durch Sturzkampfflugzeuge wurden erneute Angriffsvor- bereitungen des Feindes zersprengt. Südost­wärts d>es Ilmensees wurden mehrere von starkem Artilleriefeuer vorbereitete Stoßtruppunter- nehmen der Bolschewisten verlustreich für den Feind zurückgewiesen. Auch am Wolchow-Brücken­kopf zerbrach am Donnerstagvormittag ein star­ker Infanterie- und Danzerangriff im deutschen Gegenstoß. Südlich des Laboga-Sees tra­ten die Bolschewisten am Morgen des 27.8. nach starker Artillerievorbereitung unter Einsatz beträcht­licher Kräfte zum Angriff an. Sämtliche Vorstöße wurden' unter schweren VerlusteL für den Feind ab gewiesen. Ein deutscher Stützpunkt, der unter Wirkung schwersten feindlichen Artilleneseuers vor­übergehend vorlorenging, wurde im Gegenstoß wie­der genommen und die ursprüngliche <Äellung wie­der hergestellt.

Berlin, 28. Aua. (DNB.) Den Bolschewisten war es trotz verzweifelter Gegenangriffe nicht mög­lich, die im Kaukasus oorbringenben deutschen und verbündeten Truppen aufzuhalt^n. In harten, durch das Hochgebirge erschwerten Kämpfen wurden meh­rer Täler vom Feinde gesäubert und versprengte bolschewistische Kampfgruppen vernichtet. Im weite­ren Angriff wurde der feindliche Widerstand an mehreren Paßstraßen des Hochgebirges gebrochen. Hierbei kam es zu erbitterten Käm p f e n um eine befestigte Höhe, die schließlich im Sturm genommen wurde. Bei den Kämpfen südlich Krymskaffa stürmte in diesen Tagen ein Jn- fanteriebataillon eine größere Ortschaft, die für eine von ihr ausaehende Paßstraße die Schlüsselstellung bildete.'Nachdem der feindliche Widerstand zerschla­gen war, riß der Bataillonskommandeur feine Kompanie ohne Rücksicht auf Flankenbedrohung weiter nach Süden vor und durchbrach eine ftarf ausgebaute feindliche Riegel­fte l l u n g. Gegen die gewonnenen deutschen Stel­lungen führten die Bolschewisten dann e l f m a l hintereinander vergebliche Gegenstöße. Das Bataillon hielt dennoch seine ©tetiun^en und gab keinen Fußbreit Boden preis. Nach Eintreffen von Verstärkungen wurde der Angriff fortgesetzt. Nörd­lich vom Kaukasus sind die deutschen Truppen in

Militärpolitisch bedeutet die Teilnahme Brost» liens am Kriege nichts. Das brasilische Heer zählt nur 80000 bis 90000 Mann und etwa 300000 Mann in der Reserve, aber die Ausrüstung ist schlecht, weshalb die USA. auch einen Kredit von 100 Mil­lionen Dollar für Rüstungszwecke gewährt haben. Die Kriegsflotte ^Brasiliens mit ihren zwei völlig veralteten Schlachtschiffen, zwei ebenso alten Kreu­zern, zwölf Zerstörern und vier U-Booten ist keine irgendwie imponierende Seemacht, und die brasi­lische Handelsflotte, die vor dem Kriege nach An­gaben desNauticus" 485 000 VRT. betrug, wozu noch die von den USA. gekauften Dampfer und be­schlagnahmte Schiffe der Achsenmächte kommen, hat bereits durch dos Wirken der deutschen U-Bovte im Atlantik erhebliche Einbußen erfahren. Der Zu­wachs an militärischer Macht wie an Schiffsraum, den Brasilien den Alliierten mitbringt, ist also nicht erheblich, aber der Schaden, den es sich selbst zu­fügt, gar nicht abzusehen. Wiederum trennt es sich wie schon im ersten Welttrieg von der im wohl­verstandenem Interesse des ibero-amerikonischen Gesamtkontinents liegenden Politik strikter Neutra­lität, die die beiden anderen Großstaaten des Kon­tinents, Argentinien und Chile, zur Wahrung ihrer Unabhängigkeit eingeschlagen haben. So wird auch Brasilien eines Tages die Früchte ernten, die es gesät hat, als es Roosevelt ins Garn ging.

Dr. Fr. W. Lange.

Die Reise des chilenischen Staatspräsidenten.

Santiago de Chile,-29. Aug. (DNB. Funk- sprach.) Der chilenische Senat erteilte dem Staats­präsidenten Rios einstimmig die verfassungsmäßige Genehmigung zum Verlassen des Landes zwecks Besuches der USA. und anderer ameri­kanischer Länder. Außenminister Barros Jarpa erklärte, die Reise bezwecke einen engeren Gedankenaustausch über die internationale Lage und über die politischen und wirtschaftlichen Be­ziehungen, welche die USA. mit Chile verbinden. Die Art, in welche die amerikanischen Länder in freier Ausübung ihrer Souveränität die Verpflich­tung der kontinentalen Solidarität erfüllen wollen, sei nicht genau gleich. Die Einladung des chileni­schen Präsidenten zwecks Gedankenaustausches auf der Ebene der absoluten Gleichheit und gegenseitigen Achtung sei bezeichnend für die Unabhängigkeit, in welcher sich die Beziehungen zwischen den Nationen Amerikas abspielen. Man dürfe nicht erwarten, daß Präsident Rios während, seiner Abwesenheit ein Abkommen unterzeichne oder außenpolitische Verpflichtungen eingehe. Die Reise des Präsidenten werde mit einem Besuch der argentinischen SchVestexnatfon abschließen.

der nationalsozialistische Fraktionsführer Dr. Frick. Ihm folgt die nicht endenwollende Kolonne braun- uniformierter Abgeordneter. In beispielhafter Ord­nung und Disziplin nehmen die 230 Kämpfer Adolf Hitlers ihre Plätze ein. Schon aber fesselt ein ganz anders geartetes Bild die Aufmerksamkeit. Don wüsten Rotfrontrufen lärmend begrüßt, wird eine alte Frau, ein menschliches Wrack, von zwei Kom­munistenweibern die Stufen zum Präsidentensitz binaufgeschleppt. Es ist die eigens aus Moskau her- veigeholte kommunistische Abgeordnets Clara Zetkin. Die Ironie der Weltgeschichte bat es so gefügt, daß alsAlterspräsidentin" des sterbenden Systemreichstags, zum Abschluß einer niemals wie» verkehrenden schmachvollen Parlamentsepoche eine Kommunistin symbolisch der Mitwelt klarmachen soll, daß am Ende jahrelanger parlamentarischer Parteienmißwirtschaft das bolschewistische Chaos gestanden yätte, wenn nicht ein Adolf Hit­ler in letzter Stunde sein Volk vom Abgrund zuruck- riß.

Geschlagene drei Viertelstunden ergeht sich die Zetkin in abgedroschenen und öden kommunistischen Agitatiönsphrasen. Neben ihr stchi als Souffleur der kommunistische Fraktionsoorsitzende, dessen me­phistophelisches Mienenspiel mit der hexenhaft wir- wirkenden Gebrechlichkeit der alten Kommunistin seltsam harmoniert. Den Gipfel der Frechheit lei­stet sich die Zetkin, als sie zum Schluß die Hoffnung ausspricht, als Alterspräsidentin nochden ersten Ratekongreß Sowjetdeutschlands zu eröffnen".

Seit Tagen hatte die Judenpresse in der Hoff-

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

Berlin, 28. Aug. (DNB.) Der Führer hat Hauptmann B r a e n d l e, Gruppenkommandeur in einem' Jagdgeschwader, das Eichenlaub zum Ritter­kreuz verliehen und ihm folgendes Schreiben über­mittelt: ,Zn dankbarer Würdigung Ihres helden­haften Einsatzes im Kampf für die Zukunft unseres Volkes verleihe ich Ihnen als 114. Soldaten der deutschen Wehrmacht das Eichenlaub zum Ritter­kreuz des Eisernen Kreuzes. Wolf Hitler."

Hauptmann Braendle wurde 1912 in Ludwigs­burg in Wüttemberg geboren. Nach feiner Schul­zeit erlernte er das Handwerk eines chirurgischen Instrumentenmachers und arbeitete im Betrieb sei­nes Vaters. 1937 bestand er feine Meisterprüfung im Flugzeugbau und wurde beim Jagdgeschwader Horst Wessel" zum Jagdflieger ausgebildet. 1939 trat er in den aktiven Dienst über und nahm als Oberleutnant in einem Jagdgeschwader am-Frank- reich-Feldzua teil. An der Ostfront erhielt er nach einem 49. Luftsieg Anfang Juli d. I. das Ritter­kreuz, am 26. Juli brachte er sechs sowjetische Flug­zeuge nach heftigen Luftkämpfen zum Absturz.

Reichsminister Dr. Goebbels dankt den Mainzern.

NSG. Reichsminister Dr.Goebbels hat an ben&retsw leiter der NSDAP, in Main§ folgendes Telegramm gerichtet:Ich vernehme soeben von dem großarti­gen Ergebnis derSammlungfürdas Deut- che Rote Kreuz am 22. und 23.August 1942 seitens der Mainzer Bevölkerung. Ich möchte die Stadt Mainz und ihre tapfere Bevölkerung herz­lichst dazu beglückwünschen. Die Männer und Frauen der Stadt Mainz haben damit bewiesen, daß sie i n ihrer Kriegsmoral durch keinen bri­tischen Terror angriff geb ro chen werden können und eine Haltung an den Tag gelegt, diö der Größe unserer Zeit würdig ist.

Heil Hitler! Dr. Goebbels."

Bei der Sammlung brachte die Mainzer Bevöl­kerung 48 300 RM. auf. Sie steigerte dieses Sam- melergebnis'gegenüber dem Ergebnis vom 27. und 28. Juni 1942, das 44 900 RM. betrug, um fast 10 v. H.

Kleine politische Nachrichten.

Im Kampf gegen Großbritannien starb Ritter­kreuzträger Hauptmann Karbe, Staffelkapitän in einem Kampfgeschwader, am 20. Juli 1942 den Hel­dentod. Aus der großen Zahl seiner Erfolge sei die Vernichtung von sieben Eisenbahnzügen in der Umfassungsschlacht ostwärts Kiew hervorgehoben» Außer dem ihm im November verliehenen Ritter­kreuz besaß er die im Kriege erworbene Rettungs­medaille am Bande und die Goldene Fronttlug- pange.

Zeit an die Waldzone gebunden. Erst später wur­den, die Grundlagen für eine leistungsfähige Eisen­industrie großen Stils geschaffen. Daneben ist Man­gan Brasiliens wertvollstes mineralisches Produkt. Seine Erzeugung lag bereits vor dem ersten Welt­krieg in den Händen einer nordamerikanischen Ge­sellschaft, die einem großen Eisen- und Stahlkon­zern angegliedert war. Die Hauptausfuhr Brasiliens nach den Vereinigten Staaten war aber Kaffee, er machte mehr als 85 v. H. der Gesamtausfuhr nach den USA. aus. Hier > hat Washington den Hebel angesetzt und darauf hingearbeitet, daß die brasilische Wirtschaft sich mehr auf die Erzeugung kriegswichtiger Rohstoffe umstellt.

Die Kardinalfrage ist natürlich hier wie Überall in der Kriegführung der Alliierten das Tonnage- Problem. Der immer schärfer sich zuspitzende Mangel an Schiffsraum gestattete den USA. ein­fach nicht mehr, Luxusprodukte wie Kaffee, den sie überdies aus Mittelamerika auf weit kürzerem Wege beziehen tonnten; aus Brasilien zu verschif­fen. Der verfügbare Schiffsraum wird ausschließ- lid> für dringend benötigte Rohstoffe der Rüstungs­industrie gebraucht. Wo Brasilien mit seinem Kaf­fee bleibt, für den es ebenso wie für Kakao unt) Tabak den früher einmal sehr aufnahmefähigen europäischen Markt längst verloren hat, das macht Herrn Roosevelt den Kopf nicht schwer. Für ihn ist Brasilien ebenso wie Mexiko und die kleineren iberoamerikanischen Länder, die seiner Politik der guten Nachbarschaft", wechselnd zwischen Zucker­brot und Peitsche, nicht haben widerstehen können, ein reines Ausbeutungsobjekt, und darüber hirwus ein Meilenstein dus dem Wege zur Beherrschung der westlichen Hemisphäre. Aber da die trans­kontinentalen Verbindungen in einem Erdteil wie Südamerika, der wenigstens in seiner nördlichen Hälfte über Eisenbahnen und Autostraßen nur in den schmalen Küstenstrichen verfügt, noch ganz unerfchlosfen ist, ist auch Roosevelt, um die Roh­stoffquellen seiner iberoamerikanischen Trabanten­staaten für die Kriegsproduktion der USA. nutzbar zu machen, auf den Verkehr über den Ozean ange­wiesen, und den beherrschen die U-Boote der Achsenmächte. An dieser durch die hohen Versen­kungsziffern immer wieder erhärteten Tatsache hat auch nichts ändern können, daß die USA. die Praxis der Geleitzüge von ihrem britischen Alliier­ten auch für den Verkehr mit Südamerika über­nahmen und Brasilien sich verlocken ließ, feine Han­delsschiffe, noch dazu bewaffnet, dem fragwürdigen Schutz nordamerikanischer Kriegsschiffe anzuver­trauen. Die Regierung von Rio de Janeiro hatte damit bewußt eine Linie strikter Neutralität ver­lassen und durfte sich nicht wundern, wenn die Kriegsmarinen der Achsenmächte ihre völkerrechts­widrig bewaffneten ünb im nordamerikonischen Ge- leit fahrenden Handelsschiffe, die sich damit der Durchsuchung nach Bannware 'zu entziehen suchten, nicht schonten. Trotzdem haben die Parteigänger Roosevelts in Rio de Janeiro die Versenkung sol­cher brasilianischer Schiffe zum Anlaß genommen, eine unerhörte Hetze gegen deutsche und italienische Staatsanbehörige zu entfalten, deren Eigentum von dem brasilianischen Mob demoliert wurde, und die verhaftet und in unwürdigster Weise eingekerkert wurden. Die Erklärung des Kriegszustandes war schließlich nur das Endglied einer Kette schwerster Neutralitätsbrüche und Dül^errechtsverletzungen.

Brasilien ist saft ein Erdteil für sich. Mit einem Gebiet von 8,5 Millionen Quadratkilometer umfaßt es fast die Hälfte Südamerikgs und läßt dem euro­päischen Kontinent mit seinen zehn Millionen Qua­dratkilometer nur einen knappen Vorsprung, lieber 4200 Kilometer, was etwa ber Entfernung von Lissabon nach Moskau entspricht, erstreckt es sich in nord-südlicher Richtung, und fast in der glei­chen riesigen Ausdehnung ragt es tn oft-wfftllcher Richtung weit in das spanische Siedlungsgebiet, hin­ein und drückt diesem im Nordteil des Kontinents fast den Charakter von Randgebieten auf. Aber die Kolonisation des ungeheuren Landes, das freilich nur 42 Millionen Bewohner zählt, ging vom Meere aus, daher ist auch die Küste der stärkste Faktor in der brasilianischen Geschichte geblieben und noch heute vorwiegend Sitz der Kulturgebie-te des Lan­des. Zufällig wie die Entdeckung des Kontinents überhaupt war auch die Entdeckung Brasiliens durch den Portugiesen Cabral im April des Jahres 1500 und seine Besitzergreifung für die portugiesische Krone. Aber die Kräfte des kleinen Portugal waren lange durch die ostindische Kolonialpolitik so aus­schließlich in Anspruch genommen, daß das brasi­lische Kolonialgebiet der vrivaten Ausbeutung über- lassen blieb, ja, Portugal war zeitweise nicht in der Lage, andere Mächte von der brasilischen Küste fetn» zuhalten. So war Recife (Pernarnbuco) lange in holländischem Besitz, und den Franzosen gelang es, sich zeitweise in Rio de Janeiro festzusetzen. Eine enge Verbindung zwischen dem Mutterlande und feiner größten Kolonie zeitigte erst die napoleonische Aera. Sie legte über auch zugleich den Kern zur endgültigen Trennung. Als französische Truppen im Jahre 1807 Lissabon besetzten, flüchteten Hof und Regierung Portugals unter dem Schutz der briti­schen Flotte über den Ozean nach. Rio oe Janeiro. , Als Johann VI. 1820 nach Lissabon zurückkehrte, blieb der Thronfolger Ddm Pedro als Statthal­ter in Rio de Janeiro, aber der Versuch, Brasilien wieder in die Rolle einer Kolonie zurückzudrängen, mißlang. Ja, er führte zur völligen Trennung. Dom Pddro selbst verkündete 1822 die .Unabhängigkeit Brasiliens und feine Erhebung zum Kaiserreich. Un­ter ihm und noch mehr unter seinem Sohne, dem gelehrten Kaiser Pedro II., machten sich in leiden­schaftlichen Parteikämpfen, namentlich in der reichen Kaffee-Provinz Sao Paulo, die Anhänger einer föderalistisch-republikanischen Staatsform bemerkbar. Der Streit um die 1871 beschlossene Sklavenbefrei­ung führte Konservative und Föderalisten zusam­men in die Opposttion gegen den Kaiser, dessen Ab­dankung sie 1889 erzwangen. General da F o n - seca wurde der erste in der langen Reihe ehr­geiziger und selbstsüchtiger Militärdiktatoren, die auch in der Republik der Vereinigten Staaten von Brasilien ähnliche anarchistische Zustände für viele Jahrzehnte heimisch werden ließen, wie sie in den übrigen südamerikanischen Republiken mit wenigen Ausnahmen gong und gäbe waren. Erst um die Jahrhundertwende gelana dem Präsidenten Bar­ros die Ueberwindung der Militärherrschaft.

Unter dem Präsidenten Gomes trat Brasilien 1917 in den Krieg gegen . Deutschland ein und durchbrach damit die zwei Jahre zuvor mit einem Schiedsvertrag eingeleitete Politik der Verständi­gung und Zusammenarbeit mit Argentinien und Chile, die beide an ihrer Neutralität festhielten. Brasilien hielt sich auch in der Aera des Versailler Diktats und des Genfer Völkerbundes im Lager der Entente, ohne fttilich irgendwelchen Nutzen aus dieser einseitigen und kurzsichtigen Politik zu ziehen, denn weder England noch die USA. waren in der Lage oder auch nur willens, der brasilischen Wirtschaft, die im Zeichen der Monokultur des Kaffees, für den sich bei den zerrütteten Währungs- verhältyillW teiye Abnehmer stmdsA, pnter te

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