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eindlichen also nur ein Bruchteil. An deutschem Ma!» errat gingen 35 Flugzeuge und ein U-Bootjäger verL loren, 6 Geschütze -wurden beschädigt.
Das Verhalten der französischen B e o o f f erung war mehr als korrekt. Sie hat trotz eigche ner Verluste die deutschen Truppen in chrem Kampf durch Hilfsbereitschaft jeder Art unterstützt. Sie hat Brände gelöscht, Verwundete gepflegt und die Kampftruppe mit Getränken und mit Lebensmitteln versorgt. In Anerkennung dieser Haltung werdey auf Befehl des Führers diejenigen französischen Kriegsgefangenen, die in den französischen Orten des Kampfgebietes um Dieppe beheimatet sind, aus der Kriegsgefangenschaft entlassen.
Reichsmarschall Göring begegnete auf eine» Fahrt durch die neugewonnenen sowjetischen ®e* biete einem Verwundetentransport. Der Reichsmarschall unterhielt sich mit den Männern unb sich von ihren Kämpfen berichten. MK.-Kriegsbepichter Langs, sSch.^
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mando melden: „Die xte Division hat mit Flak und Luftwaffe allekn ihren Abschnitt gehalten oder wieder genommen. Kein bewaffneter Engländer steht mehr auf dem Festlande." Um 17.30 Uhr lag die Meldung des Kommandierenden Admirals mz Frankreich vor, daß der Hafen Dieppe und die Hafensperre unversehrt seien. Keinem feindlichen Schiff ist es gelungen, m den Hafen einzulaufen. Die eigene Luftwaffe hatte tmter ständiger Ueber- Wuchung des Seeraumes bis zur englischen Küste in hervorragender Weise die Abwehrkämpfe des Heeres unterstützt und daneben in den angreifenden Lust- qeschwadern des Feindes und unter den schissen der Landungsflotte verheerende Wirkung erzielt. Aufschlußreiche Funksprüche.
So verlief der britische Landungsversuch bei Dieppe nach den Meldungen der eigenen Truppe. Der Feind selbst hat diesen Ablauf der Kampfe durch eine Reihe von offenen Funksprüchen bestätigt. Sie wurden in folgendem Wortlaut abgehort und bedürfen keinerlei Zusätze: 7.29 Uht: Roch kerne Nachrichten von der Küste, jedoch Meldung über Verluste auf See." — 7.40 Uhr: „An der Küste auf- qehatten, schweres Feuer." — 11.00 Uhr: „Diele Panzert ampfwagen außer Gefecht gesetzt. Lage ernft Verluste." - 1140 Uhr: „Lage schwierig auf ganzer Linie. Die Stabsschiffe werden angegriffen. — 12.00 Uhr: „Sage sehr kritisch. — 12.12 Uhr: „Lage sehr kritisch/ — 13.21 Uhr: „Sage kritisch. Beschleunigen Sie Unterstützung." — 13.53 Uhr:
Die cm geforderte Unterstützung ist nicht emgetrof- ferL" __ 13.59 Ubr: „Verlust sechs volle Landungs-
Schwere Verluste der Briten.
Das Unternehmen gegen Dieppe hat den Feind schwere Verluste gekostet: er verlor 2195 Gefangene, darunter 128 Offiziere, unter ihnen befanden sich der Kommandeur der 6. kanadischen Jnfan- teriebrigade, William Wallace S o u t h a m, zwei Obersten und 13 Stabsoffiziere. Außer den vernichteten 29 Panzern und Panzerspähwagen wurden zahlreiche leichte und schwere Infanteriewaffen sowie sonstiges Gerät aller Art, insbesondere auch Landungsboote erbeutet. Die blutigen Der- lüfte des Gegners waren schwer, sie sind der Zahl der Gefangenen weit überlegen. Allein an der Küste wurden rund 600 Tote festgestellt. Die Zahl der bei der Landung und mit den versenkten Schiffen Ertrunkenen ist nicht zu übersehen. Ständig werden noch Leichen Ertrunkener an der Küste angespült.
Der Feind ließ die heimkehrenden Schiffe, die bis an die englische Küste von unserer Luftwaffe verfolgt und angegriffen wurden, eine größere Anzahl Häfen anlaufen. Aus einem dieser Häfen berichtet ein Sonderkorrespondent der United Preß: „Um Mitternacht trafen lange Züge von todmüden Soldaten in diesem Feldlazarett ein. Es handelte sich zumeist um Arm-, Bein- und Gesichtsverletzte. Diele Mannschaften hatten auch infolge von Explosionen Nervenschocks erlitten. Es war die blutigfte Szene hinter der Front, die ich seit Dünkirchen erlebte." Aus dem gleichen Hafen berichtet Reuter: „Ein La- arettzug verließ etwas vor Mitternacht den Hafen, ein zweiter langer Lazarettzug folgte kurz vor Tagesanbruch."
Weiter verlor der FeirH 127 Flugzeuge, 4 Zerstörer, 2 Torpedoboote, 11 Schnellboote, 7 Transporter und eine Anzahl von Landungsbooten, die durch Artillerie und purch die Luftwaffe versenkt wurden. Beschädigt wurden 4 Kreuzer, 4 Zerstörer, 3 Transporter, 4 Schnellboote, 2 kleinere Einheiten, zahlreiche Landungsboote.
Die eigenen Verluste sehr gering.
Demgegenüber betragen die eigenen Der» lüste entgegen allen Behauptungen der gegnerischen Propaganda beim Heer: 115 Tote, 187 Verwundete, 14 Vermißte, bei der Kriegsmarine: 78 Tote und Vermißte, 35 Verwundete, bei der Luftwaffe einschließlich des Bodenpersonals, der Flakartillerie und der Lustnachrichtentruppe: 104 Tote und Vermißte, 58 Verwundete, insgesamt also 591 Mann Verluste gegenüber den
viduellen Anstandes entwickelt haben", und danach auch die Landungstruppe durch die Einwohner beurteilt würde. Zur Ueberwachung dieser Anordnung, die ebenfalls auf die Absicht eines längeren Verbleibens an Land schließen läßt, war eigens ein Gendarmerieofftzier mit Hilfskräften vorgesehen. Trotzdem glaubte man, daß die französische Bevölkerung von den landenden Truppen verlangen könnten, sie nach England zu evakuieren. Eine besondere Gruppe in Stärke von einem Offizier und sechs weiteren Dienstgraden französischer Nationali- tät war für diesen Zweck eingesetzt, wenn auch mit den Anweisung, lediglich wehrfähige Franzosen nut- zunehmen und auch nur dann, wenn sie sich zur Einreihung in die de-Gaulle-Verbünde verpflichteten. Auch Fischern, die ihr eigenes Fahrzeug mit= bringen, sollte gestattet sein, unter dem Schutz der Seestreitkräfte nach England zu fahren.
Umfangreiche Anordnungen waren für ine Behandlung der deutschen Kriegsgefangenen ausgearbeitet. Zunächst sollten ihnen, wo immer es möglich sei, die Hände gebunden werden, damit sie ihre Papiere nicht vernichten könnten- Ein Kriegsgefangenlager sollte an einer genau bezeichneten Stelle am Strand eingerichtet werden. Die dazu abzustellenüen Bewachungsmannschaften und ihr Verhalten, die Rückführung nach England und ihre weitere dortige Bestimmung waren genau festgelegt.
Für alle Fälle enthält der Befehl aber auch in allen Einzelheiten diejenigen Maßnahmen, die zu treffen waren, wenn bei ungünstiger Entwicklung der Lage der Entschluß zum Rückzug gefaßt werden müßte. Die Befehlshaber der See- und ßuftftreit» träfte sollten die notwendigen Erwägungen zu diesem Zweck früh genug anstellen. In diesem Falle war beabsichtigt, die gelandeten Truppen bis zum letzten Mann wieder an Bord zu nehmen, ebenso die als sicher erwarteten Massen der deutschen Kriegsgefangenen, das ausgeladene Kriegsgerät 'und vor allem die Panter. Auch die Toten wollte man zurückführen. ,. . -
Dieser von 15 zu 15 Minuten bis m iede Einzelheit festgelegte Rückzug war auf 30 Seiten und durch 13 Spitzen erläutert.
Hinter dieser ersten Welle stand — neben zahl» reichen anderen im Seegebiet zwischen Dieppe und Portsmouth erkannten Gruppen von Landungsbooten, Transportern und leichten Seestreitkräften bis zur Kreuzergröße eine schwimmende Reserve von 6 großen, auch mit Panzern vollbe- labenen Transportern und 3 Frachtern. Weiter nördlich befand sich eine weitere starke Gruppe, wohl das Gros der Landungsstre itt- kräfte, mit 26 Transportern in See, an deren Deck Kopf an Kopf dicht gedrängt Truppen standen.
An'Luftftreitträften hatte der Feind über 100 Kampfflugzeuge, darunter zahlreiche viermotorige, und mindestens 10 0 0 Jäger, vorwiegend zum Angriff auf die deutsche Küstenverteidigung eingesetzt. Dieser starke, wenn auch in der Hauptsache den „Verbündeten" zugefallene Kräfteeinsatz beweist besser als alle nachträglichen amtlichen und nichtamtlichen Täuschungsoersuche, daß mit der Landung weitge st eckte op er a - tive Ziele verfolgt werden sollten. Unterstrichen wird diese Tatsache noch durch die Erklärung des Vorsitzenden des amerikanischen Senatsaus chusses für militärische Angelegenheiten, der nach Umted- Preß noch am 20. August der Hoffnung AuÄnuck gab, daß der gemeinsame Kommandaoangnff sich zur zweiten Front entwickeln und aus- dehnen würde. Die gelandeten Kräfte waren stark genug dazu und das Kampfgelände zu Landungsoperationen äußerst günstig. .
Die aufgefundenen Befehle gebön auch noch in . anderer Hinsicht wertvolle Ausschlüsse. Damit sie nicht in unsere Hand fielen, dursten nur die beiden Brigadestäbe die Befehle zu dem Unternehmen mst- führen. Durch die Gefangennahme emes Brigadestabes kam aber der Operationsbefehl doch m unseren Besitz. Die ersten Ziele sollten in der Zer- I ftörung einzelner Küstenbatterien bestehen, Die Küstengewässer und Strand beherrschten, um dann, unterstützt von den zahlreichen Marmeemhetten am Strand auszuladen, den Hafen und die Stadt I in Besitz zu nehmen. Das Plündern in leber Form war strengstens verboten. Die Begründung dafür in dem Operationsbefehl lautete, daß „die deutsche Besatzung Truppen einen hohen Standard indi-
zurückwars.
Die vorgeschobene Marine-Signal st eile Dieppe hiett sich mit ihren schwachen Kräften gegen überlegenen Feind und konnte dadurch während der ganzen Dauer de? Kampfes wertvolle takttsche Meldungen an die Führung übermitteln. Eine andere hervorrageiHe Leistung vollbrachte der Adjutant einer Flakabteilung, der mit sechs Soldaten seines Stabes den westlich Dieppe landenden Feind von der Steilküste aus bekämpfte, angesichts des mehrere hundert Mann starken Feindes mit vier Freiwilligen den Steilhang hinunterkletterte und durch sein unerschrockenes Auftreten erreichte, daß der Feind nach kurzer Gegenwehr die Waffen fortroarf und sich ergab. 225 gefangene Kanadier waren der Erfolg dieser mutigen Tat. Die Besatzung eines alten französischen eingegrabenen Panzers verteidigte sich mit dem Gewehr weiter, auch als die Munition des Kampfwagengeschützes ‘ verschossen war und hielt gleichzeittg 12 gefangene Kanadier in Schach.
Nach Mexiko hat nun als zweiter größerer ibero- amerikanischer Staat auch Brasilien dem Ab» bruch der Beziehungen zu den Achsenmächten bie Kriegserklärung folgen lassen, ohne baß Damit sich an ben Tatsachen irgend etwas geändert hätte, denn die brasilianische Außenpolitik bewegte sich bereits lange vor dem Kriegseintritt der Vereinigten Staaten ganz im Fahrwasser Washingtons und Roosevelts. Vertrauensmänner in der brafi» lianischen Regierung warteten für die formelle • Kriegserklärung nur den für sie stimmungsmäßig günstigsten Augenblick ob, bis die Agitation der amerikanischen Agenten in der Oeffentlichkeit Brasiliens ihre Früchte getragen hatte und der Widerstand der wenigen Minister, die an der Neutralität esthalten wollten, au'sgeschaltet worden war. Diese Neutralität stand freilich schon seit Monaten nur noch auf dem Papier. Brasilien hatte ben Vereinigten Staaten schon vor Ausbruch des Krieges im Pazifik See- und Luftstützpunkte an der atlantischen Küste eingeräumt, und diese waren dann! immer mehr verstärkt worden, so daß sie hegte für die USA. geradezu das Sprungbrett nach Westafrika sind. In der Bedeutung Brasiliens als Gegenküste zu Westafrika, dessen militärische und . wirtschaftliche Durchdringung durch die Vereinig- : ten Staaten mir unseren Lesern bei früheren Ge- ' legenheiten geschildert haben, besteht natürlich für Roosevelt das größte Interesse an einer Teilnahme Brasiliens am Kriege. Natal, früher als Landeplatz unserer Zeppeline und Transozeanflugzeuge auch in Europa bekannt geworden, ist wegen feiner gün- tigen Lage auf dem am weitesten nach Osten vor- pringenben Punkt ber brasilianischen Küste, wo ihr ich die westafrikanische Küste auf weniger als 3000 Kilometer nähert, längst als Stützpunkt an bie Vereinigten Staaten verpachtet unb wie hier an ber chmalsten Stelle bes Atlantik, so verfügt bie nord- amerikanische Wehrmacht heute an einer Reihe von anberen wichtigen Stellen ber brasilianischen Küste sowohl wie auf den vorgelagerten Inseln Fernando Noronha und St. Paul wie auch im Innern des Landes über Marinestützpunkte, Luft-
Äuch wirffchaftlich sind die Vereinigten Staates an Brasiliens Kriegseintritt lebhaft interessiert, denn von ihm versprechen sie sich am ehesten einen Er- atz für ben Verlust der reichen Rohstoffquellen in der Südsee. Eisenerze, Baumwolle und vor allem Kautschuk haben die USA. schon bisher in erheb» lichen Mengen aus Brasilien bezogen. Den für die nordamerikanische Industrie schon katastrophalem Gummimangei hofft man durch Ausbau ber brafi# lianischen Kautschuk-Pflanzungen zu beheben. Die Urwälder am' Amazonas sind ja die Heimat des Gummibaums und es ist bekannt, auf welche listige Weise britische Kaufleute Gummisämlinge unter Umgehung des strengen Ausfuhrverbots aus Bra- itien in ben Lonboner Botanischen Garten brachen, von dem bann bie Kulturen nach Malaya giiv gen unb dort ben Grund zu dem britischen Kautschukmonopol legten. Erst wenige Jahre vor dem Krieg hat sich nordamerikanisches Kapital für ben Kautschukreichtum Brasiliens interessiert. Der Auto- könig Ford war es vor allem, ber im AmozonaSF gebiet Kautschukplantagen anlegen ließ. Hier hofft man nun, anknüpfen zu können unb in absehbare? Zeit einen Ersatz für bas verlorene Gummi Ma- layas zu finben. Die Eisenschätze Brasiliens werden auf 5,7 Milliarden Tonnen geschätzt, es hat sich auch vor etwa hundert Jahren eine einheimische Eisenindustrie entwickelt, aber der-Mangel an Kohlp und die ungenügende Aufschließung der Wasser^ träfte des Landes hatte die Eisenindustrie längs
wellen/ Der Besitz eines tiefen Brückenkopfes bei Dieppe schafft bie Voraussetzung, um bie Küsten- vertndigung zwischen Somme unb Seine aufzurollen und durch die Einnahme von Abbeville und Le Havre weitere leistungsfähige Häfen zu gewinnen.
Zur Durchführung dieser Absichten war in ber ersten Welle bie 2. Kanabische Division in einer Breite von etwa 25 Kilometer zur Landung an sechs verschiebenen Stellen angesetzt, unb zwar bie Stäbe ber 4. unb 6. Kanadischen Infanteriebrigade, das Royal Regiment os (Sanaba, das Royal South Saskatchewan-Regiment, das Essex Scottisch-Regiment, bas Royal Hamilton Light-Infanterieregiment, das Camerons of (Sanaba Füsilierregiment, das Füsiliers Mount Royal, das 14. Army Tank-Bataillon, Calgary-Regiment, ausgerüstet mit schweren Panzerkampfwagen vom Typ Churchill, 1 bis 3 unb Panzerspähwagen, alle Wagen neuester Fertigung, Royal (Sanabian Engineers (Royal Ccmabian Engineers), bas V. (Som- manbo unb bie Marinekommanbos Nr. 3 unb 4, eine Abteilung eines USA.-Schützenbataillons, Abteilungen aus bem interalliierten Commanbo. Diese Truppen bestauben aus ausgesuchten, hochwertigen, feit Monaten für die Lanbungskämpfe besonders ausgebildeten Kräften, in der Hauptsache allerdings nicht Engländern, sondern Kanadiern.
(92. Jahrgang Nr. 205 gricbetnt täglich, außer Sonntags und Feiertags
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Dieppe, Brückenkopf für die zweite Krönt in Frankreich
Das Oberkommando der Wehrmacht über den englischen Landungsversuch.
Der wirkliche Ablauf der Ereignisse 'st aus den Berichten des deutschen Oberkommando-der . Wehrmacht im wesentlichen bekannt. Noch bevor die feindliche Landungsflotte m Sicht der Küste kam, war sie von den in See stehenden :
I streitkräften der deutschen Krwgomarme gemel | rnnrhen Nachdem bie schwachen Streitkräfte oer
Kriegsmarine in einem kurzen Seegefecht gegen Me Beaten feindlichen Einheiten em Kanonen- boot veN utch mehrere Treffer auf fcn fern*’ \ lichen Schiffen erzielt hatten, mußten sie den Kampf abbrechen. Aber die erste Störung im planmäßigen
I eroen der Führung genügten, um den Fe.nd er norübergchend mn Strand festen ^uß geatzt M’ÄÄÄ’S ttä MZMMR
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fahrzeuge." — 14.30 Uhr: „Benötige große Hilfe für die Rückkehr." — 15.10 Uhr: (An das Landungskommando): „Versuchen Sie sich zu retten nach Ihrem Ermessen." — 18.40 Uhr: „Hilfe, Flugzeuge." — 20.21 Uhr: „Welche Schiffe brennen? . — 20.52 Uhr: (Antwort): Zwei Einheiten, beide wahrscheinlich inzwischen gesunken." — 20.04 Uhr: „Helfe, Hilfe, wir finfen. — 22.45 Uhr: An alle beteiligten Einheiten): „Sofort zurück in Ausgangslager." . /
Auch aus diesen Funksprüchen, die teilweise beschleunigte Zuführung von Verstärkungen und Nachschub für die Landungstruppe zur Forffetzung des Angriffes fordern, ergibt sich folgendes: Unter Einsatzzahlenmäßig beschränkter Streitkräfte und damit ohne allzu großes Risiko sollte der Versuch gemacht werden, auf dem Festlande eirren Brückenkopf und einen brauchbaren Hafen zu gewinnen. Wäre das gelungen, so. hätte die englische Führung nicht gezögert, weitere bereitgehaltene Truppen zu landen und damit die zweite Front in Frankreich zu bilden. Für den Fall $>es Mißlingens aber war propagandistisch und militärisch der Rückzug vorbereitet, der Truppe die eigentliche Absicht verschwiegen und ber französischen Bevölkerung durch Rundfunk bekanntgegeben, daß es sich nicht um eine Invasion handle.
Deutsche Heldentaten.
Bei den deutschen Truppen verdienen unter den zahlreichen Beweisen hervorragender Tapferkeit und todesmutigen Einsatzes die folgenden Beispiele besonders hervorgehoben zu werden: Eine Küsten- batterie verteidigte mit ihrer schwachen Besatzung ihre Stellung in zweistündigem Ringen teilweise im Nahkampf gegen vielfach überlegenen Feind. Nachdem es dem Gegner vorübergehend gelungen war, in die Batterie einzudringen, eroberte die Bedienung sie im Sturm gemeinsam mit herangekommenen Reserven zurück. Ein Soldat ber er* stürmten Batterie verteidigte sich trotz schwerer Verwundung bis zur Wiedereroberung der Stellung in seinem Bunker, wobei er von den Angreifern geworfene Handgranaten kaltblütig wieder unter sie
Ein erbeuteter Operationsbefehl.
Führerhauptquartier, 29. Aug. (DNB.) Die dem Oberkommando der Wehrmacht vorliegende Berichte von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe, erbeutete Befehle unb Gefangenenaussagen, ergeben nunmehr ein vollständiges Bild über die schwere Niederlage, die ber Feind bei seinem Versuch zur Errichtung der zweiten Front bei Dieppe erlitten hat. Die Absichten des Feindes sind durch die Ereignisse der eigenen Aufklärung und durch den erbeuteten Opera« tionsbefehl von nicht weniger als 121 eng bedruckten Schreibmaschinenseiten eindeutig geklärt. Sie beweisen, daß es bem Feind nicht darauf ankam, einzelne Objekte nach Art der Kommandoangriffe zu zerstören, sondern daß schon der ersten Welle bie Aufgabe gestellt war, Stabt und Hafen D ieppe einzunehmen und einen tiefen Brückenkopf zu bilden, dessen Umfang durch ben als Angriffsziel genannten Ort Arcques Id Bataille, 7 km von der Küste entfernt, gekennzeichnet ist. Für die Beurteilung des Wertes dieses Brückenkopfes sind folgende Fesfftellungen wichtig:
Dieppe ist der der französischen Hauptstadt nächst-
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Gießener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhefsen


