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Raumgewinn westlich Stalingrad.

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August 1942.

4m August 1942.

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Aufnahme in die

2511D

Tod dem Hausschwamm

Beseitig.aufchem.VVege,ohneAb- J bruch v. Mauerwerk, lOj. Garant.

F. A. Carl Weber, Frankfnrt/Main

Gießen

München

Sandweg 6, Gartenh. Ruf 46566

04178/

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Oberursel (Taunus)

Heuchelheim- Gießen

Wilhelmstr. 34

: hat ur in littet» über» eiben» iferes n der litten

Gießen, im August 1942.

Keplerstraße 1

Wir haben uns verlobt

Wilma Sandmann

Walter Deußing

Unteroffizier der Luftwaffe

Ihre Verlobung geben bekannt

Else Volkmann Emil Uhlig

Statt Karten!

Für die erwiesenen Aufmerk­samkeiten anläßlich unserer Silberhochzeit danken wir herzlichst

Emil Döpfer und Frau

Oer Wehrmachtberichi.

Aus dem Führerhauptquartier, -.Lug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt phnnf:

1Kaukasus erzwangen Gebirgstruppen den Mgang über weitere Hochgebirgspässe. Ver- Kmgte feindliche Kräfte wurden vernichtet.

im Gegenstoh, zurückgeworfen und dabei 35 Panzer abgeschossen.

Die Sowjetluftwaffe verlor am gesl- rigen Tage in Luftkämpfen und durch Alakarlillerie 101 Alugzeuge, sieben weitere wurden am Boden zerstört. Ein eigenes Flugzeug wird ver­miet.

Bei Einflügen in die besetzten Westgebiete wur­den gestern in Luftkämpfen 15, durch Vorposten­boote drei britische Flugzeuge ohne eigene Verluste abgeschossen.

Nach wirkungslosen Tagesstörflügen über West- und Nordwestdeutschland führten Verbände der britischen Luftwaffe in der Nacht zum 28. August Angriffe, vor allem auf die Stadt Kassel, durch. Die Zivilbevölkerung hatte Verluste. 3n Wohn­vierteln entstanden Sach- und Gebäudeschäden. Durch Nachtjäger und Flakartillerie wurden nach bisherigen Meldungen 35 der angreifenden briti­schen Bomber zum Absturz gebracht.

3n der Zeit vom 14. bis 27.August verlor die britische Luftwaffe 315 Flugzeuge, davon 52 über dem Wittelmeer und in Nordafrika. Während der gleichen Zeit gingen im Kampf gegen Großbritannien 63 eigene Flugzeuge ver­loren.

Bei Tage und in der vergangenen Nacht griffen deutsche Flugzeuge kriegswichtige Anlagen an der Südküste Englands sowie in Wit­tel- und Ostengland mit Spreng- und Brandbomben an.

fuhrt 1 ju -'chs- Prö- mit

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Nordafrika in der bisherigen Weise weiter ent- : wickelt wird und lediglich kontinentaleuropäischen < Interessen dient und nicht mehr den englischen. Diese sind nicht kolonisatorischer Art, sondern dienen lediglich der Seestrategie des englischen Empire. Dies hat ganz besonders die Entwicklung der Was- fentechnik mit sich gebracht, die eine Entwertung der räumlich engen Stützpunkte Gibraltar, Malta usw. hervorrief. Weitschauend wie die englische Politik ist und glänzend in ihrem Zusammenwirken mit ihrem Hauptmachtinstrument, der Flotte, hat sie es verstanden, das nordafrikanische französische Ko­lonialreich in den Dienst der Reichsstraße zu stellen, die das Mittelmeer von Gibraltar bis Port Said durchläuft. Von der Marokkokrise 1905 ab bis zum jetzigen Kriege "ist England der Vündnispolitit im Mittelmeer treu geblieben, die ihm nicht nur die nordafrikanischen französischen Häfen Oran und Bizerta für seinem Flotte zur Verfügung stellte, son­dern auch die gesamten Streitkräfte Nordaftikas, vor allen Dingen die Küstenluftstreitkräfte Frank­reichs, für die Sicherung der englischen Flotte und ihrer Bewegungen im Mittelmeer hergab.

Wenn auch die Ereignisse des Feldzuges von 1940 in Frankreich dieses Kraftgebiet stillegten und England es bisher vermieden hat, sich französischen Besitzes in Nordafrika zu bemächtigen, so ist es doch schon ein großer Gewinn für die Sicherung der englischen Flottenbewegungen im westlichen Mittel­meerbecken, daß weder von der französischen Küste her noch von dessen afrikanischer Gegenküste irgend­welche Gefahr droht.

Und so war es für den Wehrgeographen nicht wunderlich, daß England die Ansprüche Ita­liens auf den Besitz von Tunis nicht un­terstützt hat. Als Chamberlain im Januar 1939 in Rom war, um über -die schwebenden geopolitischen Forderungen Mussolinis zu verhandeln, bildete ge­rade das Tunis-Problem für England den Kern­punkt der ganzen Frage. Weder Korsika noch Nizza noch Savoyen konnten feine Jnteresien berühren: aber der Flaschenhals von SizilienTunis, wie ihn der englische Kommandeur Grenfell nennt, durfte nach englischen Grundsätzen nicht in einer einzigen Hand vereinigt werden, hierin hätte, selbst wenn es die Hand eines völlig englandhörigen Italiens gewesen wäre, immer eine Gefahr für die Reichsstraße der englischen Flotte gelegen.

Verstärkt werden die schon lange für die eng- : lische Diplomatie maßgebenden Gesichtspunkte der Flottenstrategie noch durch eine Neuerscheinung des Seekrieges, die in der Erweiterung der i Küstenvorfeldzonen liegt und die dem Ge- - setz der Gegenküste militärisch noch mehr Wirkung i verleihen als bisher. Es ist nicht nur die vergrößerte i Reichweite der Artillerie, sondern vor allen Dingen

D/e (Milch als Sfügef lebenswichtiger Mineralstoffe zeigte der modernen Heilkunde den Weg, diese Wirkstoffe leicht verdaulich und gut ausrwtzbar zu machen: durch Anlagerung an Milcheiweiß!

Hugo Steinhäuser

Gertrud Steinhäuser geb. Maintzer geben ihreVermählung bekannt

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einjährige Handelsfachklasse

Beginn Oktober 1942.

Anmeldungen und Auskunft im Schulgebäude, Gießen, Goethestraße 82, Ruf 2486.

z.Z. im Westen Stephanstr.32 29. August 1942.

Wir geben unsere Kriegstrauung bekannt

Hermann Stein Wachtmeister in ein .Flak-Rgt. und Frau Marianne geb. Jung

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Als Verlobte grüßen

Anni Daniel

Karl Schäfer

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MgS' schul­ische" b \w üfung waber 1939 n als front- ' nach tifter« Flug« cZ.

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Statt Karten!

Für die übermittelten Glück­wünsche und Geschenke an­läßlich unserer Verlobung möchten wir auf diesem Wege, auch im Namen unserer Eltern, allen Bekannten unseren herz­lichsten Dank aussprechen

Dorothea Werner

Langen b.Frankfurta.M. .Turmgasse 19 Adolf Christ

Heuchelh./Giefien (Mühle), z.Z.LFelde

en er l auf nmeii 1 Ab. mtie« eich?, hstaa , die- lellest wird »jung luftö« (t dtt N<»

Ihre Verlobung geben bekannt

Betty Klaß

Heinz Schaub

Unteroffizier in ein. Inf-Regt.

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Frankfurt'M. Lollar/Gießen Oskarv.Millerstr.U Adolf-Hltler-Str.3 im August 1942.

Kreis» ramii ißarti« eut» : 1942 ie die W fraiim sie in l>ri* oerdei

>ls." geoöl' 6an* 1. uni nfaf

Koblenz-Asterstein Gießen

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80. August 1942.

Gießen-Kl.-Linden, 29.Aug.42

z.Z. im Felde Wetzlarer Str. 93

Europa und sein nordafrikanischer Besitz.

Von Dr. habil. H. Mundt, Generalleutnant a. D.

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Äestlich $ f a 11 ngr ab gewinnt der beuf- he'Angrift gegen feindlichen Wiberstanb Raum, fei der Abwehr verzweifelter Gegenangriffe wur- ieg^ pi allein am gestrigen Tage im Bereich eines llen Irneekorps unter hervorragenber Witwirkung von H ...... ~ '

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Ehringshausen W.-Steinberg Bahnhof 5 Wilhelmstr. 26 im August 1942.

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mehr beherrscht, sondern die Interessen der An- liegerstaaten den Ausschlag geben, dann werden auch diese erst in den Genuß der günstigen geo- graphischen Verkehrslage kommen, die das euro« päische Mittelmeer mit seinen beiden Ausgangen zu den Rohstoffländern der Welt besitzt: Gibraltar nach Südamerika unt> Suez nach Indien und den Inseln des Indisch-Pazifischen Ozeans. Dieses Ziel ist aber nur zu erreichen durch Festhalten und wer­teren Ausbau des europäischen Besitzes in Nord­afrika.

Aus aller Welt.

Brand durch ein Bügeleisen.

Die Sache mit dem Bügeleisen ist zwar eine alte Geschichte und doch kommt es immer wieder vor, daß Hausfrauen nicht die Vorsicht walten lassen, die nun einmal beim Umgang damit not- . wendig ist. So mußte sich jetzt eine Einwohnerin aus Mühlhausen vor dem Richter verantworten, weil durch ihre Leichtfertigkeit ein Wohnungs- brand entstanden war. Sie hatte ein elektrisches Bügeleisen eingeschaltet, dann aber die Wohnung verlassen. Zwei Stunden später wurden die Haus- bewohner durch verdächtigen Brandgeruch alar­miert. Und richtig: es brannte lichterloh. Das Bügeleisen! Es konnte der Beklagten nicht der Vorwurf erspart werden, daß sie sich der f a h r - lässigen Brandstiftung schuldig gemacht hatte, die der Richter mit 150 RM. Geldstrafe sühnte.

Weineid um eine Bagatelle.

Pt bombardiert. Zwei große Wolgasrachter und lanker wurden in Brang geworfen.

ttn der Dorffront wiesen deutsche und italie- Hche Truppen feindliche Angriffe ob.

Südwestlich Kaluga und bei Rschew unten an mehreren Stellen Angrifssvorbereitun- p des Feindes im Zusammenwirken mit Luft- safsTUverbänden zerschlagen. Oertliche feindliche lvgriffe scheiterten.

Südlich des Ladogasees griff der Feind ttt starken Kräften die deutschen Stellungen an. sie Sowjets wurden in harten Kämpfen, zum Teil

\\ So gesehen erhält der Ausspruch des Franzosen Redu s seine Begründung und seine m die Pro- ileme des heutigen Krieges hinub erweis ende Be- Iseutung, wenn er sagt:Der Westeuropäer sieht in leerer Geschichte zwei entscheidende Tage, den linen des Unglücks, den andern des Triumphes das nicht mehr gutzumachende Unglück ift mcht ter Tag von Pavia, Waterloo oder Sedan, es ist. Üuebeck, das uns die Herrschaft über Amerika ent- tih. Der große Triumphtag aber «ist ... die ur« Merung Algiers am 5. Juli 1830/ Als Reclus Kiese Worte sagte, war der jetzige Krieg noch nicht nitbrannt, der, über seine Anfangsprobleme langst hinweggeschritten, uns der Losung gesamteuro­päischer Probleme zuführen muß. - : 1 Eins der wichtigsten davon sind die Probleme |L Mittelmeeres, in welchen nur dann die Inter fflen des europäischen Kontinents maßgebe^. fe n jverden, wenn der bisherige europäische Besitz tn

charakterisiert.

Mit dieser Bedeutung für Amerika hängt noch zusammen die Bedeutung Dakars für die Ver­sorgung der englischen Heimatinseln. Dakar ist schon im Weltkriege Sammelpunkt der britischen Geleitzüge gewesen, heute gehen wie immer die Haupthandelswege von Süd­amerika und auch von Südafrika nach England westlich an Dakar vorbei, sozusagen in seinem Küsten Vorfeld, die Kap Vertuschen Inseln beiderseits umfahrend. So bildet es mit der ganzen nordwestaftikanifchen Atlantikküste bis Gibraltar wieder eine jener Küstenzonen, die in Verbindung mit den modernen Kriegsmitteln eiste ausgezeich­nete strategisch-geographische Position für die Siche­rung wichtiger britischer Seehandelsstraßen dar­stellen.

Aus Vorstehendem wird die ungeheure strate­gische Bedeutung des italienischen und französischen Kolonialbesitzes in Nordafrika klar. Es haben sich zwar in England Stimmen geregt, die die Bedeu­tung des Mittelmeeres für die englische Flotte beute nicht mehr so hoch einschätzen wie früher. Aber die offizielle englische Politik, vor allen Din­gen Churchill selbst, hält nach wie vor die englische Position im Mittelmeer für unentbehrlich zur Auf­rechterhaltung der englischen Herrschastsansprüche in Aegypten und im Nahen Orient. Letztere Ge­biete gehören freilich nicht zu dem kontinentaleuro­päischen Besitz, der im westlichen Mittelmeerbecken strategisch den Ausschlag gibt. Dafür ift aber Aegypten ein Eckpfeiler der englischen Macht, der weit über die Bedeutung einer Mittelmeer- positton hinausgeht und die, um mit dem Ameri­kaner Mahan zu sprechen, eine interozeanische ist. Aber gerade im Hinblick auf die dort eingesetzte eng­lische Macht gewinnt der europäische Besitz in Nordafrika um so größere Bedeutung, als er deren Verlängerung nach Westen abzuriegeln imstande ist. Es würde hier zu weit gehen, auch noch die ägyptischen Probleme, die ebenfalls von. hohem europäischen Interesse sind, zu verfolgen: hier nur noch ein Wort über das Interesse der am Mittel­meer liegenden europäischen Länder an der Aus­schaltung des englischen Interesses im Mittelmeer und an der Verstärkung und Erhaltung des euro­päischen Besitzes in No'rdastika. Wenn in England die Ansicht aufkommt, daß das Mittelmeer ferne überragende Bedeutung für die englische Flotte verloren hätte, so dürfte es an der Zeit sein, daß man in Europa merkt, welche hohe Bedeutung ein lediglich den europäischen Interessen dienendes Mit­telmeer gerade für die politischen und militärischen Verhältnisse an feiner Nordküste hat. Dieses ist nicht nur geographisch reich gegliedert, sondern auch politisch. Und so war es der englischen Politik immer : möglich, Ansatzpunkte für ihre Friedensstrategie zu [ finden, die immer wieder auf dasselbe Thema hm- ! auslief: Sicherung der Flottenstraße im Mittel- i meer. Erst wenn dieses Thema die Politik nicht

Statt Karten!

Für die zahlreich. Glückwünsche undAuf merksamkeiten z.unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, herzlich

Otto Stelnel

Obergefreiter in einem Inf .-Regt.

und Frau Frieda, geb. Schneider

Heuchelheim Fellingshausen im August 1942.

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! Die Welt hat sich daran gewöhnt, größtenteils juch damit abgefunden, das Mittelmeer als piglische Heerstraße anzusehen und nur wenige pachte, darunter Italien, haben chr natürliches slnrecht angemeldet, im eigenen Lebensraum auch ligme Politik zu treiben, unabhängig von eng- ischen Interessen. Dabei ist das Mittelmeer in stnem gesamten Bereich uraltes europä- es Kulturgebiet und Machtzen- rum gewesen. Freilich ist nach dem Verfall des iings- MWfchen Imperiums die Macht nicht mehr in den näre, Md en europäischer Mächte geblieben: im Süden tnb Osten hat der Araber die mittelmeerischen 'küßenländer jahrhundertelang unter Jeiner Herr- Hast gehalten und jenen sch

HcmptfchrifUeüer: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HauptichriftleiterS: Ernst Blumschein. Berantwortlich für Politik unb Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für daS Feuilleton: Dr. Hans Tbvrtot; für Stadt Sieben, Provinz, Wirtschaft und Spott: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universttätsdruckerei R. Lange K. S. BerlogSletter; Dr.-Ing. Erich Hamann: Bnzeigenleiter: Hans Beck.

SnzeigenpreiSltfte Nr: 6.

Wie leichtsinnig oft mit dem Erd umgegangen wird, zeigte eirte Verhandlung vor dem Kölner Landgericht. 3m vergangenen Winter wurde ein Kellereinbruch verübt. Der Täter erhielt eine mehr, jährige Zuchthausstrafe. Die Polizei hatte nun von der Bestohlenen eine Liste der entwendeten Sachen angefordert, und diese hatte darauf auch 15 Weck- gläser mit eingemachten Bohnen angegeben. Sie wiederholte die Angabe auch unter ihrem Eide, aber Nachforschungen ergaben die Unrichtigkeit der Be­hauptung in diesem Punkte. Der Meineid sollte der Frau teuer zu stehen kommen. Sie wurde zu andert­halb Jahres Zuchthaus verurteilt.

Träge Tiere leben am längsten.

Die Frage der Lebensoerlängerung beschäftigt die Wissenschaftler feit undenklichen ' Zeiten, und die physiologischen und psychologischen Untersuchungen wurden über den Menschen hinaus auch auf die Tierwelt ausgedehnt. Allerdings wird man zwei­feln dürfen, ob die dort erkannten Gesetze ohne weiteres auf den Menschen angewandt werden kön­nen. ,Jm Tierreich lebt nämlich das trägste Indi­viduum am längsten. Den Rekord hält die Schild­kröte mit einer Lebensdauer von 200 bis 300 Zäh­ren. Der in der Regel auch sehr ruhige Elefant wird oft 150 bis 200 Jahre alt. Der Schwan, der sich selten einmal zu einem Flug in die Lüfte aufschwingt, kann über 100 Jahre alt werden. Sehr lebendige Tiere dagegen leben nicht so lange. Der Hund wird selten über 15 Jahre, der Hase nur acht, und die Maus lebt nicht länger als vier Monate.

Die Langlebigkeit der 3taliener.

Die Langlebigkeit der Menschen in Italien, die seit etwa 70 Jahren zunimmt, hat auch durch die Kriegsumstände nicht nachgelassen. Während das Durchschnittsalter aller in einem Jahr gestorbenen Italiener im Jahre 1872 nur 50 Jahre 4 Monate betrug, hat es 1940 60 Jahre 10 Monate erreicht. Selbst in den Jahren des abessinischen und spa­nischen Krieges ist diese aufsteigende Linie nicht abgesunken. Das Durchschnittsalter stieg 1938 auf 58 Jahre, 1939 auf 59 Jahre. Das sehr niedrige Durchschnittsalter der Sterbenden im Jahre 1872 war durch eine ungewöhnlich große Kindersterblich­keit bedingt. Dank der zunehmenden Hygiene ist die Kindersterblichkeit in Italien von Jahrzehnt zu Jahrzehnt zurückgegangen. So betrug die Sterblich­keit der Kinder im Alter bis zu 4 Jahren im Jahre 1880 bis 1882 noch 11,13 v. H., sie ist in den fol- genden 60 Jahren auf 3,48 v. H. zurückgegangen.

Schwere Explosion in Montevideo.

Das chemische Laboratorium der Gesellschaft Süd- atlcmtit in Montevideo, der Hauptstadt Uruguays, wurde durch eine Explosion völlig zerstört. Die Ex­plosion soll auf ein Experiment mit neuen Explosiv­stoffen zurückzuführen sein. Der Leiter des Labora­toriums, Dr. Quaglianone, kam ums Leben. Man schätzt ferner etwa 100 Opfer.

die Entwicklung der Luftwaffe, die wette Ge­biete vor den Küsten und unter Aufsicht und Wir- kung der an ihnen eingesetzten Streitkräfte stellt. Es würde daher ein Verlust Maltas der englischen Flotte und ihren Verbindungen durch das Mittel­meer heute wesentlich weniger schaden, wenn es gelänge, nordafrikanischen Küstenbesitz in englische y)änbe zu bekommen. Hierin liegt auch die strate­gische Bedeutung der Kämpfe unseres Afrika - korps. Ganz gewiß haben diese auch darin Be­deutung, ein englisches Vordringen aus Aegypten nach Westen zu verhindern, aber am wichtigsten ist es doch, das Gebiet von Tripolis und feiner Küste im Besitz der Achsenmächte zu erhalten, damit die englische Flotte nicht hier jene Stützpunkte findet und jene Ruhe für Ausbesserung und Instand­setzung der erlittenen Beschädigungen, die sie in Malta unter den Angriffen der deutschen und ita­lienischen Luftwaffe heute schon nicht mehr chat.

Es ist bisher nur von her militärischen Bedeu­tung des nordafrikanischen Küstenbesitzes im Mittel- meer selbst im Hinblick auf die strategische Reichs- straße der Engländer die Rede gewesen. Die Be­deutung geht aber noch' weiter und reicht an der Nordwestküste Afrikas über den Atlantik in die Sphären der nord amerikanischen Politik und Strategie. Es ist selbstverständlich immer die Gepflogenheit amerikanischer Politiker gewesen, der deutschen politischen Führung allerlei Angriffsab­sichten auf die amerikanische Sicherheit in die Schuhe zu schieben, in Wirklichkeit liegen die Dinge umgekehrt. Nordwestafrikas Hauptstützpunkt D a - k a r liegt nur 3000 Kilometer von Amerika entfernt und aus dieser Tatsache konstruiert der amerika­nische Marineminister Knox schon deutsche Angriffs­abfichten und »möglichkeiten über den Ozean hin­über. Wenn man daher amerikanischerfeits eine Sicherstellung Dakars vor dem Zugriff Deutsch­lands verlangt, so dürfte der Nordamerikaner Lind- bergh wohl recht haben, wenn er Dakar nicht als eine amerikanische Verteidigungsstellung, sondern als eine Angriffs st ellung gegen Europa

nnlbafterlen 135 Sowjetpanzer vernichtet -er erbeutet. Starke Kampf- und Nahkampfftteger- töfte griffen in die Lrdkämpfe vernichtend ein. tvgerdem wurden Statingrad und die rück- järligcn Verbindungen der Sowjets bei Tag und

Statt Karten!

Wir danken herzlichst für die Glückwünsche und Aufmerk­samkeiten zu unserer Vermäh­lung, zugleich im Namen un­serer Eltern

Adolf Nesemann, Oberleutnant und Frau Elisabeth, geb. Pfeifer

im August 1942.

Gießen (Schottstr.6), z.Z. im Osten

Statt Karten!

Für die vielen herzlichen Wün­sche und Aufmerksamkeiten anläßlich unserer Vermählung danken wir, auch im Namen unserer Eltern, aufs herzlichste

Rudi Fließ, Schirrmeister (K)

/ und Frau Else, geh. Döring

Gießen (Friedensstraße 20), im August 1942.

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onale I ihäst gehalten und jenen scharfen Gegensatz zur ) un> impäischen Kultur geschaffen, der noch bis in Wn las 19. Jahrhundert hinein außerordentlich wirk- ngen, war und eine scharfe anthropogeographische noch bcheidung hervorgerufen hatte, die sich auch wirt- $ea Wstlich in stärkstem Maße auswirkte. Hienn hat las 19. Jahrhundert erst eine tiefgreifende Wand- bng wieder geschaffen, so daß man in h.en ßäiy jeni des französischen und italienisechn Nordafrika teilte schon wieder von einer europäisch- irientalischen Mischkulturlandschaft sprechen kann. Wenn auch das Französische als ja; ältere überwiegt, so ist das Italienische vor : Beginn dieses Krieges im besten Zuge gewesen, ftüch für Tripolis das gleiche zu schaffen. Allein m Zianzösisch-Nordafrika wohnen heute fchn (1936) 1,5 Millionen Europäer neben 15,4 Millionen ! Eingeborenen. Algier ist eine fast-europaische Stadt:

KMillion Europäer wohnen neben .117 000 Em- leborenen und so kann man wohl Dörries zustim- hen, wenn er sagt, daß Algiers Kulturblüte den jerrchtigten Stolz des europäischen Landesherrn