Ausgabe 
28.12.1942
 
Einzelbild herunterladen

von der landwirtschaftlichen Seite, was auch insofern durchaus erklärlich ist, als dort ein echtes Produk- tions- und Kostenproblem vorliegt. Auch die ameri­kanische Landwirtschaft kann eben die Erzeugung nicht schlagartig erhöhen (sie soll etwa 35 Millionen Menschen mehr ernähren als bisher), wenn sich gleichzeitig die Zahl der Beschäftigten um 2% Mil­lionen verringert hat. Diese Entwicklung ist durch Preiskontrollen, die noch dazu sehr unvollkommen sind, nicht abzubremsen, auch nicht durch ein Anti- Inflations-Gesetz.

Der Zahlungsmittelumlauf, der vor dem Kriege 7,14 Milliarden Dollar ausmachte, hat sich bereits nach einem Kriegsjahr auf 14,65 Milliarden Dollar erhöht und weist dabei von Monat zu Monat stei­gende Tendenz auf. Eine monatliche Ausweitung um rund 450 Millionen Dollar ist jedenfalls auch für die USA. bedenklich. Die Kriegsausgaben wer­den für das laufende Etatsjahr, also bis Mitte 1943, auf 74 Milliarden Dollar geschätzt. Dazu kommen die Ausgaben für die -Pacht- und Leih­hilfe mit insgesamt etwa 10 Milliarden Dollar. Nur durch eine gewaltige Erhöhung der Steuern kann man dagegen ankämpfen. Ader die Steuer­einnahmen decken nicht im entferntesten die riesi­gen Ausgaben. Das Defizit im Bundeshaushalt, das 1939/40 mit der bescheidenen Höhe von 3,6 Milliarden Dollar bereits ernsthafte Bedenken her» vorgerufen hatte, hat inzwischen für das laufende Haushaltsjahr die riesige Höhe von 55 Milliarden Dollar (Schätzung) erreicht.

So sieht die Wirtschaft des Mannes aus, der sich vermißt, künftighin der ganzen Welt ihr wirtschaft­liches Gesetz zu diktieren. Wer sein eignes Land nicht in Ordnung halten kann, wird der eine Welt regieren können? Er wird nichts anderes können, als diese Welt auszuplündern und auszubeuten, um das eigene wirtschaftliche Fiasko zu verdecken. So ist das wahnwitzige Streben Roosevelts nach der Weltwirtschaft nichts anderes, als eine Flucht in die Weltherrschaft, der Versuch, den Folgen der eigenen Unzulänglichkeit zu entgegen, und wenn darüber die ganze Welt zugrunde geht. V. A.

Gedämpfte Weihuachkstimmimg in Washington

Lissabon, 27. Dez. (Europapreß.) Wie die LondonerTimes" berichtet, waren die Weihnachts- tage in Washington von der Brennstoffknappheit überschattet. Im Weißen Hause fanden Konferenzen Ä Roosevelt und dem Stabilisierungsdrrektor ; s als dem für die Verteilung, Rationie­rung und Brennstofstransport Verantwortlichen statt, deren Auswirkung jedoch bisher nur die An­kündigung war, daß nnht mit einer Besserung der Lage zu rechnen sei. Die Knappheit trat eininfolge der nicht voraus,zusehenden Bedürfnisse an Brenn­stoffen für militärische Zwecke". Schon vor einigen Tagen hatte die Londoner Presse aus Washington angedeutet, daß die Drennstoffknappheit in Zusam­menhang mit Versenkungen von Tankern im At­lantik, im Karibischen Meer und vor der nord- afrikanischen Küste stehe.Wir müssen uns auf einen langen Kampf gefaßt machen, denn die Achsenmächte sind sehr stark", erklärte Kriegsmini- ster Stimson auf einer Pressekonferenz in einem Weihnachtsüberblick zur Kriegslage. Die USA. hät­ten noch große Verluste und Niederlagen zu er­warten.

Oie USA. auch in Aegypten.

Istanbul, 27. Dez. (Europapreß.) Eine in Aegypten eingetroffene nordamerikanische Kommis­sion hat die Aufgabe, die Einfuhr auf dem Seewege über ägyptische Häfen zu überwachen. Die nordame­rikanische Gesandtschaft beabsichtigt zu diesem Zweck die Ernennung von 25 nordamerikanischen Experten in verschiedenen Verwaltungszweigen des Landes, um eine bessere Zusammenarbeit der Wirtschafts­abteilung des Generals Maxwell mit den Behörden zu gewährleisten. In englischen Kreisen Aegyptens wird diese Initiative der Nordamerikaner mit Be­unruhigung verfalgt, weil man in ihrem Vorgehen den Versuch erblickt, die englischen Sachverständigen zu verdrängen.

Stoßtrupp im Schneesturm.

Von Kriegsberichter Kranz Pesendorser.

PK. ... Wolken fetzen jagen über den frühnticht- lichen Himmel. Dunkler ballt sich das Gewölk, kör­nige Eiskristalle stechen wie Radeln im geröteten Gesicht der Grabenposten, glättend und ebnend treibt der Sturm die Schneedecke in die Gräben, Mulden und Granattrichter. Auf der Weite des Vorfeldes biegen sich rauschend die hohen, winterbraunen Sträucher und Gräser. Schweigend zieht der Stoß­trupp durch den Graben zur Ausstiegstelle. Der Sprung aus dem bergenden Graben, der alles Ueberlegen und Bedenken, alle schwankende Hoff­nung und alle quälenden Zweifel zurückläßt, fordert nichts als die Tat. Gebückt bis zum Hindernis und durch eine Lücke durch Draht und Minensperre, weiter in einem niederen Graben. Dann und wann beim Aufsteigen einer Leuchtkugel sackt die Reihe der Männer zusammen, wie von einer unsichtbaren Faust auf den Boden gedrückt. Hat die aufzischende Patrone ihre höchste Höhe und ihre stärkste Leucht- traft erreicht, dann streicht das Licht über eine Fläche, in der nicht mehr Leben zu sein scheint als immer zuvor.

Der Graben im Niemandsland ist auch in dieser Nacht vom Feinde frei. Sichernde Maschinengewehre bleiben in ihm zurück. Und ein Krankenträger mit einer Trage für alle Fälle. Don hier sind es nur noch achtzig Meter zum Feindgraben. Nur noch! Aus der halb kauernden, halb liegenden Stellung in der niederen Erdfurche löst sich der eine der beiden Pioniere. Die anoeren folgen. Die Maschinen­pistolen in den Fäusten robben wir dicht hinter­einander, den Kops knapp bei den Füßen des Vor­dermannes. Wenn Leuchtkugeln hochsausen und MG.-Garben über das Feld streichen, drücken sich die Körper regungslos an die Erde. Minutenlang Dann beginnt wohl auch der Schnee unter uns ein wenig aufzutauen, während der Sturm einen dich­ten weißen Schleier von hinten auf uns wirst.

Auf halbem Wege kauern wir uns an die Wand eines großen Trichters, um dessen Rundung hart­gefrorene Erdbrocken liegen. Danach ein kurzes Zei­chen des Vordermannes. Man muß bis zu seiner Hüfte hinrobben, um ihn zu verstehen, denn der Schneesturm verschlägt die Worte:Vorsicht, Minensperre!" Nur wenig ragen die gefähr­lichen Holzkästen aus der Erde, gut, daß sie der lockere Schnee nicht ganz begraben und unsichtbar gemacht hat! Einer nach dem anderen gleitet über einen erhöhten, von Schnee blank gefegten Weg in einen breiten Graben, den wieder ein schmales Drahtgeflecht und Minen sperren. Dahinter aber

steigen bald die Erdaufwürfe des Sowsttgrabens aus dem Dunkel. Seitlich droht die schwarze Schieß­scharte eines etwas vorgeschobenen Bunkers. Kem Feuer, also anscheinend unbesetzt!

Wir sind dran! Drüben, in etwa dreißig Meter Entfernung sitzt einer nach vorn gebückt auf einem Brett in einer flachen Nische des breiten Grabens, es ist unfein, dich bei dieser Beschäftigung zu stören, Kerl, aber:Nix zu machen, das ist der Krieg!" Ein paar Bolschewisten ahnungslos. Von rechts her biegt einer um die Ecke, mit einer Pistole in der Hand. Ein Aufzucken des Schreckens und Entsetzens in seinen Augen, dann fegen die Feuerstöße der Maschinenpistolen in den Graben. Wie ein Spuk in dieser höllischen Wint^rnacht mag es sie gepackt haben!

In kurzen Sprüngen setzen mir uns wieder ab. Aufgeregt beginnen ihre Maschinengewehre zu häm­mern, ihre Pistolen hell dazwischen zu bellen. Schneesturm, wir haben dich verflucht, nun danken wir dir, weil du uns nun in deinen Wirbel auf­nimmst! Es geht schnell. Bald hocken wir wieder bei dem einen der beiden Sicherungsmafchinenge- wehre. Keiner fehlt. Eine Pause. Dann ein zwei­tes Mal an den Graben, diesmal weiter links. Denn wir haben noch Magazine für Ma­schinenpistolen und auch Handgranaten, die einem guten Zweck zugeführt werden können. Wieder das angespannte, geräuschlose Vorwärts, das horchende und beobachtende Liegen. Minuten vor den Rohren des Feindes, die sich endlos dehnen können ...

Da! Sie müssen auch die Nachbarabschnitte ihres Grabens alarmiert haoen, denn über den Erdauf­würfen heben sich schwarze Silhouetten ab, die sich bewegen. Doppelt langsam und doppelt vorsichtig geht es weiter! Bereit sein, ist alles. Meder ist der Stoßtrupp am Ziel. Handgranaten stiegen in Gra­ben und Postenstände, den Bolschewisten vor die Füße. Maschinenpistolen knattern zwischen dem dumpfen Klopfen der Detonationen. Die Schatten am Graben versacken. Ehe sich die Abwehr links und rechts in der dicht-besetzten Stellung finden kann, ist der Stoßtrupp vom Schneesturm verschlungen. Tiefatmend sitzen wir bald eng nebeneinander in der seichten, schneeverwehten Grabenrinne und war­ten, bis sich das Feuer der Sowjets beruhigt, das vergeblich sich im Niemandsland Ziele sucht. Das langgedehnte Heulen der Verwundeten und die Schreie der Offiziere und Kommissare dringen in Bruchstücken durch das Tosen des Orkans zu uns herüber, so als ritten Hexen durch diese wilde Nacht.

Oie:

ehrmachtben'chte.

Oer Wehrmachtbericht vom Donnerstag.

DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 24. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Deutsche Truppen wiesen auch gestern im Terek-Gebiet und in der Kalmücken- st e p p e wiederholte feindliche Angriffe ab und fügten dem Gegner bei einem erfolgreichen Vorstoß blutige Verluste zu. Ein im hintergelände auf- tauchender Kavallerieverband der Sowjets wurde an­gegriffen und in anschließender Verfolgung zer­sprengt. Zwischen Wolga und Don wurden im Angriff 600 Gefangene eingebracht und 15 Pan­zer vernichtet. Gegenangriffe der Sowjets brachen zusammen. Im Don-Gebiet dauert die Abwehr­schlacht in wechselvollen Kämpfen weiterhin an.

Vei eigenen Anqriffsunternehmungen im mitt­leren Frontabschnitt wurden zahlreiche Bunker und Kampsttände zerstört. Oertliche Angriffe des Feindes scheiterten. Südöstlich des Ilmensees nahm der Gegner seine Angriffe mit starken Kräften wieder auf. Bei der erfolgreichen Abwehr wurden 34 Sowjetpanzer vernichtet.

3n Tunesien brachten eigene Vorstöße örtliche Erfolge, versuche des Feindes, das an den Vor­tagen verlorene Gelände wieder zu erobern, brachen zusammen. 200 Gefangene wurden eingebracht. Die Hafenanlagen von Bengasi und ein Flugplatz des Feindes im libyschen Küstengebiet wurden in der vergangenen Nacht von deutschen Kampfflugzeugen bombardiert.

Schwache Kräfte der britischen Luftwaffe griffen bei Lage einige Orte der besetzten West ge­

biete an und warfen in der Nacht vereinzelt Bomben in Westdeutschland. Vei diesen Ein­flügen sowie über dem Kanal und an der holländi­schen Küste wurden acht feindliche Flugzeuge abge- schossen.

Der Wehrmachtberichi vom Freitag.

DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Terekgebiet wurden wiederholte An­griffe des Feindes abgewiesen, zum Teil Bereit­stellungen durch Artillerlefeuer zerschlagen. 3m Laufe des gestrigen Tages gingen unsere helden­haft kämpfenden Truppen, unterstützt durch den Einsatz neu zugeführter Verbände, im D on g e - biet an mehreren Stellen zum Gegenangriff über. 3n erbitterten Kämpfen vernichteten sie feindliche motorisierte und Panzertruppen, die ver­suchten, durch Lücken in der neu aufgebauten Front in das Hintergelände vorzustoßen.

3m mittleren Frontabschnitt scheiterten zahl­reiche schwächere Vorstöße des Feindes. Südöst­lich des 3lmenjees wurden alle Angriffe der Sowjets in zum Teil hartnäckigen Kämpfen abge­wiesen. Der Feind hatte hohe blutige Verluste und verlor 15 Panzer. Eigene Stoßtrupps führten am Wolchow und bei Leningrad erfolgreiche Unternehmungen durch und zerstörten dabei eine Anzahl Kampsttände.

3n Libyen örtlich auflebende Kampffätigkeit. Erneute feindliche Angrifffe in Tunesiev wvrde«

Ein kämpfendes und arbeitende« Volk.

chm die Kraft zu schöpfen, die Gefahren, die uns umdrohen, siegreich zu durchschreiten und damit dem Reich den Weg in eine hellere, lichtere und schönere Zukunft zu bahnen.

Unseren tapferen Soldaten, die ein ganzes Jahr härtester Kämpfe und stolzester Siege und Tri­umphe hinter sich hätten, gebühre gerade heute der tiefste Dank und die wärmste Anerkennung des ganzen Volkes. Es gebe auch im Kriege uno auf dem Marsch eines Volkes in eine Helle Zukunft Augenblicke, in denen alle stille stünden, um Um­schau zu halten. An einem solchen Schnittpunkt be­fänden mir uns heute. Wir sähen vor uns die gol­denen Brücken, die sich zu dieser Stunde zwischen Front und Heimat spannten. Fast hätten mir das Gefühl, als könnten wir uns die Hände reichen, so wenig (Entfernung liege jetzt noch zwischen uns. Es gebe niemanden unter uns, der sich dem star­ken Zauber einer solchen seelischen Verbundenheit entzichen könnte oder wollte.

Ein Soldatentum, wie es die Geschichte noch niemals sah, bildet weit vor den Grenzen unseres Landes einen Wall, den kein Feind überfteigeni kann. Aber es gibt draußen wohl keine Einheit, in der nicht bei diesem Weihnachtsfest ein guter Ka­merad fehlt.

Und unsere Toten sind die einzigen, die heute zu fordern haben, und zwar von uns allen, an der Front wie in der Heimat. Sie find die ewigen wahner, die Stimmen unseres natio­nalen Gewissens, das uns ständig antreibt, unsere Pflicht zu tun. Die Eltern, Frauen und Kinder unserer gefallenen Helden schllehen wie in dieser Stunde am dankbarsten in unsere Herzen ein. Sie sollen die Vollendung dessen erleben, wofür ihre Söhne, Wärmer und Vä­ter starben, und darin den wohltuendsten Trost empfangen.

Heute möchte ich besonders eindringlich zu den deutschen Müttern sprechen. Der Krieg ist zwar im großen ganzen eine Sache der Männer. Aber wqhln würden wir geraten, wenn unsere Mütter und Frauen dabei nicht helfend zur ©eite ständen! Aus ihrem weiblichen Instinkt heraus, der sie niemals trügt, erkennen sie die entscheidende Größe dieser Zett. Sie fühlen genau, daß mit ihm auch die Stunde der Mutter gekommen ist, daß im Ansturm unserer Feinde gegen das Reich, wie diese auch selbst offen zugeben, gerade das bedroht ist, was unsere Frauen unter Schmerzen der Nation schenkten: ihre Kinder.

Was soll ich unseren Soldaten von der Heimqt sagen? Daß sie treu und unbeirrt hinter ihnen steht, das wissen sie längst. Das erfahren sie vor allem am heutigen Tage in unzähligen Millionen von Briesen und Liebesgaben von zu Hause. Wir sind alle bei ihnen, die Heimat wird die Front niemals im Stich lassen.

Der Soldat braucht, wenn er mit dem Gesicht gegen den Feind steht, überhaupt nicht zurück­zuschauen. Er ist im Rücken gedeckt durch ein

Berlin, 24. Dez. (DNB.) Wie in den ver­gangenen Kriegsjahren brachte der Rundfunk auch ür die 4. Kriegsweihnacht ein besonders festliches Programm. Orgelklängen aus den schönsten deut- chen Domen folgte eineMusik zur Bescherung", )ie Weihnachtslieder in die Stuben der Heimat und in die Bunker und Unterstände an allen Fronten trug. Um 19.25 Uhr begann die Weihnachts-Ring­endung, die der deutsche Rundfunk in Zusammen­arbeit mit dem OKW. gestaltet hatte. Zahlreiche Standorte, Beobachtungsstellen und Batterien, Grä­ben und Unterkünfte waren durch Leitungswege von über 50 0000 Kilometer Länge untereinander und durch den Aether mit der Heimat verbunden. Vor die so um die Lautsprecher gescharten Millionen Deutschen an der Front und in der Heimat trat um 21 Uhr Reichsminister Dr. Goebbels, um sich in seiner Weihnachtsansprache zum Dolmetsch des ganzen Volkes zu machen. Die Klänge von Les preludes" von Franz Liszt, die Weisen des Vorspiels zuLohengrin" und die innigen Klänge des WeihnachtsliedesHohe Nacht der klaren Sterne" bildeten den Abschluß der Weihnachtsfeier des Rund­funks für Front und Heimat.

Oie Weihnachisbotschast.

Reichsminister Dr. Goebbels sagte in seiner Weihnachtsansprache, daß noch niemals in der deutschen Geschichte die Deutschen am Weihnachts- f-eft einander so ferne wie in diesem Jahr gewesen feien. Der Sohn stehe als Soldat im Osten, der Mann im Westen, der Bruder hoch im eisigen Norden und der Freund in den Scmdwüsten Afri­kas. lieber alle Meere kreuzten deustche Kriegs­fahrzeuge mit unseren Soldaten, um weit von der Heimat entfernt den Kampf für unser Leben zu führen. Es bedürfe schon einer starken Liede und eines sehr innigen Verbundenheitsgefühls, um für eine Viertelstunde wenigstens alle Deutschen im Geiste zu vereinen.

Der Krieg", so fuhr Dr. Goebbels fort,ist eine harte Sache. Er nimmt nicht viel Rücksicht auf die Menfchen und ihre persönlichen Wünsche und Sehnsüchte. Er wird für ein großes Ziel geführt, und man kann dieses Ziel überhaupt nur erreichen, wenn man ihm alles andere unterordnet. Fast 3*lt Jahre leben, kämpfen und arbeiten wir nun unter feinem gebieterischen Zwang. Er entläßt uns keinen Tag, ja keine Minute aus feinem Pflichtenkreis. Wer es ernft mit diesen Pflichten nimmt und wer hätte nicht den Ehrgeiz das zu tun! der steht unter feinem kategorischen Im­perativ von feiner ersten bis zu seiner letzten Stunde/

Am tiefsten werde der die wehmütige Festlich­keit dieser Stunde empfinden, der ein ganzes Jahr auf pflichtenreichem Krieggsposten gekämpft und gearbeitet habe; denn er allein habe ein Recht dar­auf, diesen Weihnachtsabend ganz zu feinem Besitz zu machen, sich von seinem, wenn auch im Kriege herben Zauber gefangennchmen zu lassen und aus

abgeroiefen und eine große Anzahl amerikanischer Gefangener eingebracht.

Einzelne britische Flugzeuge warfen am Deih- nachtsabend einige Bomben auf westdeutsches Ge­biet.

Oer Wehrmachtbericht vom Gamstag.

DBB. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

TlördlichdesTerek rannte der Feind wieder vergeblich unter hohen blutigen Verlusten gegen die deuffchen Stellungen an. 29 Sowjetpanzer wurden dort vernichtet. Zwischen Wolga und Don und im Dongebiet brachen sich die anhaltenden feindlichen Angriffe an dem harten Widerstand unse­rer Truppen. 3n Gegenangriffen warfen deutsche Truppen an mehreren Stellen die Sowjets zurück. 42 Panzerkampfwagen wurden abgeschossen. Starke Verbände der Luftwaffe und schnelle ungarische Kampfflugzeuge unterstützten die Kräfte des Heeres bei Tag und Nacht. Ungarische Truppen zerstörten bei örtlichen Vorstößen auf dem Ostufer des Don eine größere Anzahl feindlicher Kampfsiände und vernichteten deren Besatzungen.

Nordwestlich Woronesch und westlich Kaluga erlitt der Feind bei erfolgreichen eigenen Angriffen schwere Verluste. Zahlreiche Gefangene und Beule wurden eingebracht. Oertliche feindliche Angriffe im mittleren Frontabschnitt scheiterten. Der Stützpunkt Welikije Luki wehrte in erbitterten Kämpfen erneute feindliche Angriffe ab, die mit Panzer-, Luftwaffen- und starker Arlillerieunter- siühung vorgetragen wurden.

Bei erfolglosen Angriffen südöstlich des 31- men sees verlor der Feind 10 Panzer. 3m hohen Norden bekämpften Sturzkampfflugzeuge sowjetische Batterieftenungen auf der Fischer-Halbinsel und die Bahnhofsanlage von Kandalakscha mit Bomben schweren Kalibers. Am 25. Dezember wurden 30 Sowjetflugzeuge abgeschossen. Lufttransportverbände versorgten bei Tage und bei Nacht an verschiedenen Frontabschnitten eine Anzahl vorgeschobener hart urafämpffer Stützpunkte.

3n Libyen nur Spähtrupptätigkeit. Deuffche Schlachtflieger bekämpften im Tiefflug britische Kräfte. 3n der Nacht wurde der Hafen von Ben­gasi wirksam angegriffen. 3n T u n es i e n nahmen deutsche und italienische Truppen hart umkämpfte Stellungen und schlugen feindliche Angriffe zurück. Die deutsche und italienische Luftwaffe griff die Hafenanlagen von Algier sowie Flugplätze in Al­gerien an.

Oer Wehrmachibericht vom Sonntag.

DNB.Aus dem Führerhauptquartier, 27. Dez. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Terek-Gebiet waren die Angriffe der Sowjets schwächer als an den Vortagen. Bereit­stellungen des Feindes wurden zum Teil schon durch Artilleriefeuer zerschlagen. Feindliche Angriffe zwischen Wolga und Don und im Raum von Stalingrad wurden abgewehrt. 3m gtofcen Do«. Vogen warfen Infanterie- und

Panzerverbände in fortschreitendem Angriff die Bol­schewisten weiter nach Norden zurück und nahmen eine Anzahl Ortschaften. Eine stärkere feindliche Kräftegruppe mit Panzern wurde eingeschlossen. Deutsche, italienische und rumänische Luftstreitkräfte griffen an den Schwerpunkten der Kampfhand­lungen wirksam in die Lrdkämvfe ein.

Oertliche Angriffe und Vorstöße der Sowjets im mittleren und nördlichen Front­abschnitt scheiterten. Tag- und Nachtangriffe der deutschen Kampfflugzeuge richteten sich gegen feindliche Bereitstellungen und Eisenbahnziele. Bei den andauernden schweren Kämpfen um den Stütz­punkt W elikije Luks erlitt der Feind gestern durch die hartnäckige deutsche Abwehr ungewöhn­lich hohe Verluste. 3n Lappland wurden die Bahnanlagen von Kandalakscha im Tiefflug ange­griffen und große Zerstörungen verursacht.

3n Tunesien festigten die deutsch-italienischen Truppen die neu gewonnenen Stellungen und brachten bei erfolgreichen Stoßtruppunternehmun­gen Gefangene und Beute ein. 3n Luftkämpfen an ber tunesischen Front und bei schweren Angriffen ^deutscher Fliegerverbande gegen Flugstützpunkte in Algerien wurden am 26. Dezember 17 feind­liche Flugzeuge, darunter eine Anzahl schwe­rer Bomber vernichtet. Außerdem verlor der Feind fünf Flugzeuge bei Luftangriffen gegen Bi- zerta und Tunis. Bei einem nächtlichen Vorstoß eines Kampffliegeroerbandes zur algerischen Küste erhielt ein großer Transporter des Feindes schwere Treffer.

Elf Transportflieger mit dem 5titferfreu$ ausgezeichnet. Berlin, 24. Dez. (DNB.) Der Führer hat auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe fot* genden elf Transporkfltegern das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen: Oberst imtt> Lufttrans­portführer Förster, Oberst und Gruppenkomman­deur Beckmann, Major und stelloertr. Gruppen­kommandeur Fath, Major und Gruppenkomman- deur Z a h r, Hauptmann und Staffelkapitän E r S- mann, Oberleutnant und Flugzeugführer Delz, Oberleutnant und Staffelkapitän Meltzer, Leut­nant und Flugzeugführer Köbitz, Oberfeldwebel und Flugzeugführer Domenikus, Feldwebel und Flugzeugführer Kräufsel und Feldwebel und Flugzeugführer F r e n z e l.

*

Seit Kriegsbeginn tun die Transportflieger im» erm üblich ihre Pflicht, die höchste Ansorberum gen an Mut, Tatkraft und Entschlossenheit stellt Nach dem ersten erfolgreichen Einsatz in Nor« wegen bebingten die oft kaum passierbaren Nach­schubstraßen im Osten einen erhöhten Einsatz der Transportflieger. Bis zu den vordersten Stütz­punkten der Erbtruppe schleppten die Transport- Jus stets zuverlässig und pünktlich alles bas heran, was man vorn notwendig brauchte. Diele Tau­sende von Verwundeten wurden auf dem Rückflug mitgenommen. Unzählige Heldentaten ge­ben Kunbe von dem hohen Lieb stillen Opfermu­tes der deutschen Transportflieger. Zu jeder Stund« einsatzbereit, fliegen sie ihre täglichen Dersorgungs- einsätze. Auch im Süden, wo ihre Staffeln das weite Mittelmeer überwinden, sind sie den in Afrika hart kämpfenden Truppen ein treuer Helfer. So tragen die Transportflieger oftmals zu kampf- entscheidenden Erfolgen bei. Die Truppe weiß, in welchem Umfang dem rechtzeitigen Erscheinen der Transportgeschwader manches Ausharren lp he« dranOsr Lage und mancher Sieg -u perdtmkW G

auf

ist

meradschaf ruleiters u ihrer miede -ranlaßt ha u Mittelpur

Kun

JJtofeffc

Km 22. D Iperen Dpe t Dr. ®eo: w Tcheinm stufen war! kbiet des der Knock

83 in Berli unchen und reifsmald. : l Chirurg« nach Bor M des Ki N wirkt? "scheu Aka L Nachfolge Rechtet t> 3 er auch d k.wnr auch -Achen Ni

-»«ende * S° w

VfterneW Mchlige1 ^Schutz 1 wen

Mergel Len kann M hat uns labe wäre »MdfteN' Wer ihw ft' L §o und

Li Das sei

*3d) richte' front,« d-> Sind d-r L Litt Zeit r jinöe, fo ® ftr fo nai loren Stern rauen « hadert W cher Ferne JJ; aber e os ist nur vld, des Mi

Vertraue Tapferkeit ur Sr.Sorb Jerwunfr Berlin, oebbels sta eseroelazan achmittag i en einer n D das M zpfere fialhi rten, die ihr Itit und den jrem Blute

Minister, ir durch W a-, daß si Ulke.

Führer-:

M ü n ch e i arteigenosse chen, am Al 7'Mihnach «nbräukellei uftrage des Wommen

R°Man

Arid vor ? °?f trie ? 'Herr D ^ jetzt

seine l011- i?3en Ci

Kr

VZ '"teilen M K- An^bai

N d.