danken-Konglomerats destruktiver und auflockernder Natur nicht die bloße Gewalt der Bajonette, sondern eine wahrhaft konstruktive neue Idee getreten."
Wie war die Situation des italienischen Volkes, als sie der Weckruf Benito Mussolinis traf? Unter den alliierten Mächten des ersten Weltkrieges war Italien die innerlich schwächste gewesen. Im liberalen Staat hatte eine tiefe Kluft die herrschende Schicht der reichen Familien von der großen Masse des arbeitenden und trotz allen Fleißes darbenden Volkes getrennt. Die wachsende Geburtenziffer, das Aufkommen neuer Industrien und das Eindringen marxistischer Lehren hatten die Gegensätze verschärft. Während sich in den Händen einzelner Unternehmer große Vermögen ansammelten, sahen sich Millionen intelligenter und fleißiger Italiener zur Auswcm- derung gezwungen, da der heimische Boden sie nicht mehr ernähren konnte, denn auch auf dem flachen Lpnde war die Mehrzahl der Bewohner in drückender Fron als Pächter oder Tagelöhner von den großen Grundbesitzern abhängig. Schon seit Ende des vorigen Jahrhunderts hatten anarchistische Aufstände gegen die großen Grundherren in der Romagna und auf. Sizilien, Hungerrevolten und Streiks in der oberitalienischen Industrie immer wieder die Hohlheit der gesellschaftlichen Ordnung des liberalen Italiens gezeigt. Die regierende Oberschicht wich jedem ernsthaften Versuch, den Mißständen durch tiefgreifende Reformen zu Leibe zu rücken, ängstlich aus. Ihr Ideal eines bequemen Dahinlebens verabscheute nichts mehr als starke Erschütterungen und ihre eigene innere Unsicherheit sah nur ihr Heil in einer Politik der kleinen Mittel, in einem parlamentarischere. Lavieren, das im Grunde alles beim alten ließ. Dem Volke war ein Gefühl dynastischer Verbundenheit fremd. Die Geistlichkeit grollte dem Königshause, weil es den Papst seiner weltlichen Macht beraubt hatte, die großen adeligen Familien fühlten sich seit altersher dem Vatikan verbunden oder hingen den aus Süditalien vertriebenen Bourbonen an. Der wahre Herrscher Italiens war Giolitti, der Führer der Liberalen, der das italienische Staatsschiff durch alle politischen und sozialen Stürme der Zeit schlecht und recht hindurchsteuerte. - ,
Der Ausgang des Weltkrieges, der Italien an der Seite der siegreichen Alliierten sah, hatte an dieser innerpolitischen Situation nichts geändert. Die Erschöpfung, in die nach den Anstrengungen der Kriegsjahre alle „Siegermächte" gefallen waren, wurde der Boden, in dem alle Keime der Unzufriedenheit gärten. Der Krieg war zwar gewonnen, aber das Bewußtsein des eigenen Sieges fehlte in den breiten Schichten des italienischen Volkes, und die Behandlung, die es sich auf der Pariser Konferenz der Sieger von seinen bisherigen Alliierten gefallen lassen mußte, verstärkte den Eindruck, daß es den Frieden verloren hatte, denn er erfüllte auch nicht annähernd die Hoffnungen, die vor allem diejenigen in ihn gesetzt hatten, die im Jahre 1915 so stürmisch den Eintritt Italiens in den Krieg an der Seite der Westmächte verlangt hatten. Was man nun erhielt, war nur ein Bruchteil der italienischen Forderungen, die die Alliierten danials großzügig zu erfüllen versprochen hatten, als es ihnen darum ging, Italien für ihre Sache zu gewinnen. So gewann das bittere Gefühl, um den Siegespreis geprellt zu sein, die Oberhand, denn weder die italienische Jrredenta in Dalmatien erreichte den Anschluß an das Königreich, da an die Stelle der Habsburger Monarchie das neue Südslawien Stellung an der Adria, dem mare nostruni der Italiener bezog, noch das Kolonialprogramm Italiens in Afrika, das dem übervölkerten Land Siedlungsraum schaffen sollte, wurde verwirklicht, l)a die alten Kolonialmächte Frankreich und England nicht daran dachten, ihre freigebig gemachten Versprechungen zu halten. Zu dieser bitteren nationalen Enttäuschung kamen schwere wirtschaftliche Erschütterungen als Folge des jähen Uebergangs von der Kriegs- zur Friedenswirtschaft. Zahlreiche Betriebe, die ohne die Kriegslieferungen beschäftigungslos wurden, mußten ihre Pforten schließen, große Banken ihre Zahlungen einstellen, entlassene Soldaten, die man keiner geregelten Arbeit zuzu- führen vermocht hatte, durchstreiften das Land. Der Nährboden für eine hemmungslose kommunistische Agitation war da, und die Sendboten des russischen Bolschewismus ließen denn auch nicht lange auf sich warten. Bald waren große Streiks an der Tagesordnung, und die Kleinpächter und Tagelöhner begannen auf dem Lande mit der gewaltsamen Enteignung des Großgrundbesitzes. Steigende Lebensmittelpreise führten zu schweren Unruhen. In Spezia wurde für drei Tage die kommunistische Republik ausgerufen, in Bologna eine rote Diktatur errichtet, in zahlreichen anderen Städten wurden „Rote Garden" gebildet, die eine zügellose Gewaltherrschaft ausübten. Riesige Landarbeiterstreiks legten die Feldbestellung lahm. Die roten Gewerkschaften zwangen in zahlreichen Städten Ober- und
Mein erstes Gedicht.
Von Werner Bergengruen.
Als ich sechs Jahre alt war, verbrachten wir einen Sommer bei meinem Großvater auf dem Lande. Weitab vom Herrenhause, dort, wo der Park sich in Wiesengelände verlor, hatte er meinem Bruder und mir aus Latten eine Hütte bauen lassen, die wir völlig als unser Eigentum betrachten durften. Sie hatte die Form gewisser notwendiger, aber meist nicht näher bezeichneter Lokalitäten, wie sie in alten ländlichen Haushaltungen seitab des Wohngebäudes, jenseits des Hofes oder Gartens stehen und an kalten Wintertagen der Schrecken städtischer Gäste sind. Unsere Hütte mag solche Räumlichkeiten an Größe nur um ein Weniges übertroffen haben, uns indessen schien sie allen Ansprüchen Genüge zu tun: auf dem flachen Dach flatterte eine Fahne, es gab ein Glasfenster, bunte Jahrmarktstapeten, ein Spielsachenschränkchen, und wir schleppten zu weiterer Ausstattung unbedenklich hinein, was sich nur finden und verwerten lassen wollte; ja, wir sahen es als eine bizarre Laune der schwer durchschaubaren Erwachsenen an, daß man uns zu Mahlzeiten und Nachtruhe im großen Hause zu erscheinen nötiate. Auch die nähere Umgebung der Hütte empfanden wir als uns gehörig und bezeichneten sie kurz als ,chas Reich". Es gab dort einen großen Kastanienbaum und ein paar Beete, die wir zu pflegen hatten und über deren unendlich kummervolle Erzeugnisse wir frei verfügen dursten. Es war durchaus unser Bestreben, unsere Besitzungen zu arrondieren und unter allerlei Vorwänden fortwährend kleine Territorialgewinne zu machen. Kinder sind Imperialisten.
Eines Tages fanden wir unweit der Reichsgrenzen eine tote Maus. In diesem wesentlich unmetaphysisch gerichteten Alter sieht ein Kind, das noch nicht durch läppische Fibelverse verdorben ist, in einem toten Körper weder etwas Furchterregendes noch auch den geringsten Anlaß zur Sentimen-
Faschismus unmittelbar. gewidmej fe Mussolinis und Bilder aus seine
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Tokio, 27.Ott. (DNV.) wie das japanische Hauptquartier bekannt gibt, hat die kaiserliche 2Ha- rine in einer Seeschlacht, die a m 2 6.0 k t o b e r von Tagesanbruch bis in die Nacht hinein währte, im Kampf mit einer mächtigen feindlichen Flotte in den Gewässern nördlich der Santa-Cruz- Inseln vier Flugzeugträger, ein Schlachtschiff und
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verlorenen Bombern der Alarineluftwaffe hatten 26 den Sonderauftrag, sich mit dem ganzen Flugzeug samt Bombenlast auf die feindlichen Kriegsschiffe zu stürzen, um diese zu vernichten.
ein nicht näher festgestelltes feindliches Kriegsschiff versenkt und ein Schlachtschiff, drei Kreuzer sowie einen Zerstörer schwer beschädigt, wehr als 200 feindliche Flugzeuge wurden a b g e - schossen oder vernichtet. Von den japanischen Streitkrästen wurden zwei Flugzeugträger und ein Kreuzer leicht beschädigt. Die Schiffe find aber weiterhin navigationsfähig und können an der Schlacht weiter teilnehmen. 40 japanische Flugzeuge werden vermißt. Die Schlacht wird die ,.S ees chl a ch t im S ü d p a z i f i k" genannt werden.
Im Verlaufe der Operationen nach der zweiten Seeschlacht bei den Salomon-Inseln bis vor Beginn der Seeschlacht im südlichen Pazifik wurden ein fünfter amerikanischerFlugzeug» träger, die „Wasp", sowie drei Kreuzer, fünf Zerstörer, sechs U-Boote, ein Minensuchboot und sechs Transportschiffe versenkt, ein Schlachtschiff der USA.-Flotte, ein Flugzeugträger, ein Kreuzer, ein U-Boot, ein Minensuchboot und zwei Transporter schwer beschädigt. Ein weiterer Flugzeugträger wurde leicht beschädigt. In der gleichen Zeit wurden 403Flugzeuge abgeschossen und 97 bei Bombenangriffen auf Landstützpunkte zerstört. 19 „Fliegende Festungen" wurden schwer beschädigt.
Aus japanischer Seile wurden zwei Kreuzer, zwei Zerstörer, ein U-Boot und fünf Transporter versenkt, ein Zerstörer und drei Transporter schwer beschädigt, ein Kreuzer, zwei Zerstörer, ein U-Boot und zwei Transporter leicht beschädigt. 78 Flugzeuge kehrten bisher nicht zu ihren Stützpunkten zurück. 31 Flugzeuge wurden schwer beschädigt. Von den
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preiszugeben. Und das war gut so, denn es iit keineswegs abzufehen, was alles geschehen wäre, wenn ich die arge und verführerische Kunst bei Umganges mit Feder und Tinte bereits damals beherrscht hätte. So aber blieb mein erstes Gedicht für lange Zeit auch mein einziges, nämlich fiiti Zwei Jahre, und zwei Jahre haben im erstell Lebensjahrzehnt das Gewicht, von zwei Menschen« altern.
höchsten Ueberrafchung die mütenb heroorgestoßc- nen Worte: „Oller Bullerballer!" Welche Wirkung
beste Deern, wo bust du denn her?" rief er dec Sttat in zu, die nun ihrerseits staunte. „11t ßübto
druck von ähnlich überwältigender Großartigkeit wie auf mich. Nur Mihle und Matild hörten mir bewundernd zu, was um so anerkennenswerter war, als sie fein Wort Deutsch verstanden.
Was ich vorbrachte, waren Verse, sie reimten sich genau so schön wie die, welche einem vorgelesen
und vorgesungen wurden, und ich, ich, ich hatte selbst gemacht.
, Nur der Anfang meiner Dichtung ist mir Gedächtnis geblieben. Er lautete:
„Hier ruht die Maus von Meuselwitz, sie ward getroffen von dem Blitz."
wurde auch dieser dritte Durchbruchsversuch z Scheitern gebracht.
einmal besuchte, zankte dieser gerade mit einen Sklavin, die in der Ecke des Zeltes mit einer Ar« beit beschäftigt war. Kaum hatte der zürnende
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Ich muß bemerken, daß der ganze Vorgang sich in Kurland abspielte und daß ich weder von der Existenz des Landes Sachsen noch von der des sächsischen Ortes Meuselwitz eine Ahnung hatte, vielmehr .waren lediglich etymologische Gesichtspunkte, gepaart mit dem verführerischen Schimmer des Wortes „Witz" für diese Namensgebung entscheidend gewesen. Daß ich aber das „raffinierte Tier" als Opfer eines Blitzschlages darstellte, das geschah nicht nur „um des Reimes willen", sondern es hatte einige Tage zuvor tatsächlich ein Gewitter gegeben, auch war ich des festen Glaubens, daß die erste Leiche unseres Friedhofes aus Gründen poetischer Gerechtigkeit unbedingt eines erhaben schauerlichen Todes gestorben sein mußte.
Meine Dichtung entzückte mich dermaßen, daß ich sie den ganzen Tag über remitierte, mir selbst oder anderen, bis sie irgendein Erwachsener endlich ohne mein Wissen zu Papier brachte, was sie übrigens vor dem Schicksale des Dergeffenwerdens nicht zu retten vermochte. Allein aller Begeisterung zum Trotz kam ich nicht auf den Gedanken, dieser Vorgang des Dichtens fei wiederholbar. Er blieb mir durchaus an das reale Geschehnis gebunden, und allenfalls neue Funeralien hätten ihn erneut notwendig machen können; solche aber unterblieben — ob aus Mangel an Blitzen oder an Mäusen, will ich nicht entscheiden. -
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anderen Seegebieten herauszuziehen. Der
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Zum drittenmal in zwei Monaten haben die Amerikaner in ihrem Bemühen, den japanischen Ring um den Südwestpazifik zu zersprengen, einen Versuch unternommen, das japanische Stützpunktsystem zu durchbrechen. Der erste dieser Versuche fiel in die Zeit vom 7. bis 9. August. In einer dreitägigen See- und Luftschlacht bei den Salomon-Inseln wurde die aus Schlachtschiffen, Flugzeugträgern, Schweren und Leichten Kreuzern sowie starken Verbänden leichter Seestreitkräfte bestehende amerikanische Pazifikflotte zerschlagen. 13 feindliche Kreuzer, neun Zerstörer sowie zahlreiche kleinere Einheiten wurden vernichtet. Lediglich einigen Truppentransportern gelang es, im Schutze der Dunkelheit bis zur Insel Gua - d a l c a n a r durchzubrechen und dort Truppen zu landen. Die meisten dieser Transporter wurden am folgenden Tage durch japanische Kampfflugzeuge vernichtet. Die amerikanischen Truppen auf Guadal- canar waren damit abgeschnitten, da die zerschlagene Flotte des Admirals Ghormley sich zur Flucht gewandt hatte.
Am 24. 8. unternahmen die Amerikaner einen zweiten Versuch, der jedoch schon in der Entfaltung durch japanische See- und Luftstreitkräste zum Scheitern gebracht wurde. In den darauffolgenden Wochen kam es zu ständiger Gefechtsberührung zwischen japanischen ünd amerikanischen See- und Luftstreitkräften. In dieser Zeit wurden der amerikanischen Flotte weitere schwere Verluste zugefügt, so daß sie ohne Zuführung von Verstärkungen nicht mehr in der Lage war, von sich aus neue Angriffsoperationen durchzuführen. Doch da für die USA. die Sprengung der japanischen Riegelstellung im australisch- pazifischen Raum zu wichtig war, sollte noch einmal versucht werden, den abgeschnittenen Truppen auf Guadalcanar Verstärkungen zuzuführen, um endlich den Durchbruch bei den Salomoninseln zu erzwingen und den japanischen Druck auf Australien zu lockern. Neuguinea sollte von japanischen Truppen gesäubert und möglicherweise auch Guam, der ehemalige amerikanische Lust- und Flottenstützpunkt ostwärts der Philippinen wieder in Besitz genommen werden.
Die amerikanische Pazifikflotte wurde zur Durchführung dieses dritten Durchbruchsversuches nochmals verstärkt, und besonders der stark gelichtete Bestand an Flugzeugträgern ergänzt, fo schwer es auch fiel, diese wertvollen Schiffe aus
Wie die „Wasp" versenkt wurde.
Lissabon, 27. Oft. (Europapreß.) In der Na zum Dienstag wurde in Washington der Verlust de Flugzeugträgers „W a s p" (14 700 t) zugegeben. E wird hinzugefügt, daß die „Wasp" bereits 15. September durch ein U-Boot im Südpazifik ve senkt worden sei. Etwa 90 v. H. der Mannschafte seien gerettet worden, da sich die „Wasp" nach d Angriff noch fünf Stunden über Wasser gehalte habe. Der Flugzeugträger füllte mit weiteren Ein heilen den Nachschub nach Guadalcanar decken. D Schiff wurde in der Nähe der Magazine Brennstofftanks von drei Torpedos getroffen, w schwere Brände -verursachte. Drei Stunden fpä hatte die Mannschaft das Schiff verlassen, und na
talität. Die Maus war tot, gut. Die einzige Konsequenz dieses Tatbestandes konnte die sein, daß sich die Notwendigkeit einer Beerdigung ergab. Eine Beerdigung aber setzt einen Kirchhof voraus, und da man einen solchen nicht in allernächster Nähe seines Wohnhauses anlegt, so eröffnete sich uns die beglückende Notwendigkeit, die Reichsgrenzen abermals um ein Stück vorzutreiben. Wir hoben also ein Rasenstück von einigen Schritten Durchmesser aus und verbanden es durch einen schmalen Pfad mit unserem Stammlande. Pings um den Friedhof wurden Baumzweige in die Erde gesteckt, in der Mitte wurde das Grab -geschaufelt, aus zwei trockenen Kiefernästchen ein Kreuz angefertigt. Blumenschmuck lag bereit.
Dann wurden die Trauergäste beschafft Sie bestanden aus unserem jüngsten Bruder, der sich zu dem ganzen Vorgang noch nicht zu äußern vermochte, aus dem Kindermädchen und aus Mihle und Matild (auf der ersten Silbe zu betonen!), zwei Knechtstöchtern, die unsere Spielgefährtinnen und .Herzensdamen waren. Es gelang mir, hie Rolle des Pastors zu usurpieren und meinen Bruder in die des Totengräbers zu drängen.
Ich war sehr aufgeregt, denn es war mir klar, daß ich eine Leichenrede zu halten haben würde. Die Leidtragenden waren bereits zur Stelle, allein ick ^flehte um einen Aufschub und verkroch mich im Gebüsch und durchforschte so lange mein Inventar an Gedanken, Vergleichen, Wendungen und Metaphern, bis mein Bruder ungeduldig wurde und mir androhte, die Bestattung ohne geistlichen Beistand von sich aus vorzunehmen.
Ich rannte herbei, die kleine Leiche lag schon im Grabe, und mein Bruder machte ernsthafte und männliche Bewegungen mit der Schaufel. Ich brachte ihn zum Aufhören und begann hastig die Worte zu deklamieren, deren Anfang ich mir in meinem Gebüsch zurechtgelegt hatte und deren Fortgang sich nun — beglückender Rausch! — von'selbst, nein vom lieben Gott her mir plötzlich offenbarte. Meine Leistung machte auf niemanden einen ©tn-
herige Flottenchef im Pazifik, Admiral Ghocm, n ü ley, den man für die ersten beiden Niederlage^ bei den Salomoninseln verantwortlich machte, wurde durch Admiral H a l f e y ersetzt. Dann trat dlß amerikanische Pazifikflotte zum dritten Malz den Marsch in die Gewässer der Salomoninseln aii Starfex Verbände der japanischen Kriegsmarine Mhebung und der Marineluftwaffe traten der amerikanische- Flotte am 26. 10. bei den Santa-Cruz-Jnseln, o stß wärts der Salomoninseln, entgegen. I einer See- und Luftschlacht, die von Tagesanbr des 26. 10. bis tief in die Nacht hinein anbaue
Bo11ai, der spätere Erziehungsnsinifter, hatten die Führung übernommen. Das Schwarzhemd und ihr Kampflied die „Giovinezza" wurden Symbole der neuen Bewegung,.an die nun in erster Linie am 2. März 1919 Mussolinis Ausruf zum Zusammenschluß aller ehemaligen Frontkämpfer er- Dr. Fr. W. Lange.
„Ausstellung
-er faschistischen Revolution."
Rom, 27. Ott. (Europapreß.) Eine Ausstellung der faschistischen Revolution, die am 28. Oktober, dem Jahrestag des Marsches auf Rom, als dauernde geschichtliche Schau des Faschismus eröffnet wird, läßt die Entwicklung des faschistischen Italiens eindrucksvoll erkennen. Der Weg durch die Ausstellung folgt dem geschichtlichen Werdegang. An seinem Beginn steht ein Bild des Gedenksteins an Mussolinis Vaterhaus. Der nächste Raum ist dem
Mittelitaliens die Kaufleute, ihnen die Schlussel zu ihren Geschäften auszuhändigen und die Waren zu halbem Preise zu verkaufen. In Bari kam es zu blutigen Barrikadenkämpfen, Viareggio mußte durch Militär von der kommunisttschen Willkürherrschaft befreit werden. In der Romaana brach ein anarchistischer Aufstand aus. In Ankona meuterten Truppen, die nach Albanien eingeschifft werden sollten, die Eisenbahner machten mit ihnen gemeinsame Sache. Schließlich besetzten im August 1920 die Arbeiter zahlreiche Fabriken in den großen Industriestädten des Landes und hißten die rote Fahne. Italien war dem völligen Chaos ausgeliefert. Die Zeit war reif für den gewaltsamen Umsturz und die Errichtung der bolschewistischen Diktatur nach russischem Muster.
Die wechselnden liberalen Regierungen dieser unheilschwangeren Jahre, da das ^italienische Volk von Fieberschauern geschüttelt wurde und der Staat in allen Fugen krachte, wußten kein anderes Heilmittel als die schwächlichen Methoden der Vorkriegszeit, die sich schon damals als gänzlich unzulänglich erwiesen hatten, wieviel mchr jetzt, wo überall im Lande die Anarchie ihr blutiges Haupt erhob. Im Parlament bekämpften sich die politischen Parteien, ohne daß sich auch in den Reihen der Opposition, der Sozialisten und Klerikalen, irgendein neuer fruchtbarer Gedanke kundtat oder eine kraftvolle Persönlichkeit aufstand," das Steuer des dem tosenden Wirbel der Vernichtung zutreibenden Staatsschiffes herumzureißen. Die Atmosphäre eines lähmercken Fatalismus hielt das unglückliche Land in ihrem Bann. Gegen dieses schwächliche Treibenlassen und schlaffe Zuwarten des liberalen Bürgertums, das sich zwischen den Mühlsteinen der Plutokratie und des Kommunismus zerrieben sah und sich selbst aufgegeben hatte noch ehe ein letzter Stoß seine Scheinherrschaft auch der Form nach beseitigte, wurden wie in Deutschland so auch in Italien die ersten Stimmen der Empörung in
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Soldatenzeit. .Ein paar Schritte weiter wird in Entwicklung des „Popolo d'Jtalia", der Zeitung be; Duce, geschildert. Eine Nummer des Blattes be herrscht in riesenhafter Vergrößerung den ganzer Raum. Eindringlich wird sodann der Kampf de Faschismus mit den Kräften des Umsturzes dar gestellt. Die -Erinnerung an die Gründung de faschistischen Kampfbünde in Mailand wird wach gerufen. Zeitungsblätter zeigen das Wachsen be faschistischen Parteipresse. Der Erinnerung an bei
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Der Schauplatz dieser „Seeschlacht im Südpazifi waren die Santa-Cruz-Jnseln, die sudös lich von den Salomon-Inseln und nördlich von de Neuen Hebriden liegen, insgesamt nur knapp 10 Quadratkilometer mit etwa 5000 Einwohnern u fassen und erst durch die moderne See- und ßirf Strategie an Bedeutung gewonnen haben. Ae lich wie die Salomon-Inseln bieten sie für i stationierte ßust- und Seestreitkräfte Stützpunkt- ..., Von hier aus kann der direkte Weg fontroHiej pw 1 werden, der von der Westküste der ^Bereinigten „ 5 Staaten an die australische Mittelküste führt. 2V* L'Je Japaner, die diesen Seeraum beherrschen, sind der Lage, den amerikanischen Nachschub auf den ^en aJv Wea jenseits des südlichen Wendekreises zu ver» !en meifep^was einen zeitraubenden Umweg darstellt Die amerikanischen Besatzungstruppen auf der Insa Guadalcanar, die schon bisher von japanischen Land» truppen schwer bedrängt wurden, kommen jetzt in eine überaus mißliche ßage: ihre Nachschubweg sind gefährdeter den je, und Australien fühlt den Krieg in nächster Nähe.
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erten, so .tiefen Gl rnib Matii
front" in Sing € auf
maurerei und des Judentums vor Augen. Die Er> ^°nnJ2 (j oberung Abessiniens und die Schaffung des italie» rJJ’ nifchen Imperiums wird in einer weiteren Abtei» lung an Hand zahlreicher Aufnahmen und statin ( ftischer Angaben vor Augen geführt. Es folgen Dari» ftellungen der Kämpfe italienischer Soldaten iß V-e Spanien und Albanien, und zum Schluß wird m einem Sondersaal der Eintritt Italiens in den zwei« ßjHflt ten Weltkrieg in zahlreichen Aufnahmen dargestM ..
In dem letzten Saal sind Erinnerungen an die grot M ßen Gestalten dieses-Krieges zusammengefaßt. Dr« SL^mir Namen: der Herzog von Aosta, Bruno Mussolii» ^ern led Ätalv Balbo verkörpern den Kampf des italienß fcf>en Volkes. - Phase 6
i da- Ergeb /werte. Un I reiten, erf her W am Dienst . ( Klotten J & USA.- nie einen
den Kreisen der Frontkämpfer des großen Krieges laut. Bereits im Frühjahr 1918 hatten Anhänger Marinettis^der schon vor dem Kriege leidenschaftlich gefordert hatte, durch planmäßige Er- zichung zum „heldischen Staatsbürger" einen neuen Typus des Italieners zu schaffen, und sämlliche Museen zu schließen, weil die Italiener zu gut seien, um alte Gipsbüsten abzustauben, eine Futuristische Politische Partei ins ßeben gerufen. Nationale Syndikalisten, die die Herrschaft der Massen, wie sie der Marxismus predigte, als geistestötend ablehnten, aber die politische und soziale Gleichberechtigung des Arbeiters forderten, patten die „Unione Socialista Jtaliana" gegründet. Im Januar 1919 war dann in Rom die Vereinigung der Arditi, der Stoßtruppkämpfer des großen Krieges, entstanden. Der Dichter Mario Carli und der junge Stoßtruppoffizier Giuseppe
Marsch auf Rom ist ein weiterer Saal mit eine großen Sammlung von Wimpeln, Zeitungen uit Aufrufen gewidmet. Ein großes Relief zeigt Muj solini zu Pferde, wie er dem König das jung faschistische Italien entgegenfü^rf. Die schwarzven n ö hängte Gedenkhalle für die Toten der Bewegung Ehrsen, schließt sich an. Es folgen die Räume, in denen das f ® 1 2 Wirken der Partei und ihrer Gliederungen gezeigt WLff h wird. An anderer Stelle wird auf die Zusammen» lir, ( hänge zwischen dem klassischen Rom und dem Ront r von heute vermissen. An das Scheitern der Völker« Ling Ljfj bundssanktionen wird ebenfalls erinnert. Ein mei» „ U
bluff, 2n °'n S nadj lagen
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Ich konnte damals noch nicht schreiben, denn cis meiner glücklichen Heimat gab es keinen Schul« zwang, und niemand dachte daran, sein Kind schoif im Alter von sechs Jahren den Unbilden des M
Als der berühmte Reifende Carstens Niebuhr, bed in ßüdingworth im ßande Hadeln an der Nordsee« küste das ßicht der Welt erblickt hatte, von feine 1 großen Wanderungen im Morgenlande zurückg^ kehrt war, erzählte er feinen Freunden gern folgendes eben unfo Geschichte: Er hatte bei einem arabischen Scheicß 1Qf)ren u
worth in Hadeln", luiueie VI e zuuwuii. <y**'** Seelen aus demselben Ort hatte sich fern der Keimat ^aretl gefunden. Das Mädchen hatte Verwandte in Sur- W bQr nam besuchen wollen, war aber von Seeräubern gt- fangen, verkauft und nach Arabien gebracht wo« „fy? den. Sie wurde übrigens von ihrem „Ollen Bullet ’bneh baller" nicht schlecht behandelt. C.K# u
Kn" i z i v z — v ”1*1*91* ft*
bieter das Zelt verlassen, da vernalM Niebuhr au» [ 4i der Ecke, in der die Sklavin tätig war, zu seiner habe höchsten Ueberrafchung die wütend heroorgestoßc- e wta nen Worte: „Oller Bullerballer!" Welche Wirkung En sä dieser heimische plattdeutsche Klang auf den Mairi LzÄciI[ von der Waterkant aus übte, läßt sich denken. „Ma ' " ~ ........ " » d<
hrerseits staunte. „Ut ßüfring; J leine i lautete di e Antwort. Zmn V*


