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Mittwoch, 28. GNobert9^2

Der Marsch aufORom, Ausgangspunkt einer neuen Zeit

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leitet Dr. Ley mit der deutschen Abordnung im Palazzo Ehlggi von Auhenmiplster Graf L i a n o und sodann im Kapitol von dem Gouverneur von Rom, Fürst Borghese, empfangen. Iu Ehren des Reichsjvgendführers A x m a n n und des Reichs- siudentenführers Dr. Scheel veranstalteten am Abend der Vizekommandant des faschistischen Ju­gendverbandes (GIL), Vonamici, und der vize- kommandant der faschistischen Studentenverbände (GUF) einen Empfang. Der Reichsorganisations- leiter wird am 28. Oktober im Auftrag des Führers am Ehrenmal der Gefallenen der faschistischen Re­volution einen Kranz niederlegen und an den Feiern des Faschismus teilnehmen. Rachmittags wird er der Landesgruppe Italien der AO. einen Besuch ab- slatten, die Deutsche Oberrealschule und die Villa Massimo besichttgen sowie einem Appell der poli­tischen Leiter im Deutschen Haus beiwohnen.

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M, 8 bis Der handel

Rom, 27 Ott. (DRB.) Die italienische Oeffenl- lichkeit bereitete der zum 20. Jahrestag der faschi­stischen Machtergreifung unter Führung von Reichs- organifationsleiter Dr. Ley in Rom eingefrorenen Abordnung der RSÄAP. einen äußerst herzlichen Empfang. Die Abordnung der RSDAP. wurde kurz nach ihrer Ankunft in Rom vom Duce empfangen, wobei der Parteisekretär Mnister v i d u s s o n i und der deutsche Botschafter von Mackensen zugegen waren. Reichsorganisattons- letter Dr. Ley stellte dem Duce die Mitglieder der Abordnung vor und überbrachte ihm sodann eine persönliche Botschaft des Führers. Der Duce dankte dem Reichsorganisationsleiter für seine herzlichen Worte und unterhielt sich sodann in herzlicher Weise mit der Abordnung, worauf sich diese nach dem Sih der faschistischen Partei begab, wo sie von Par­teisekretär Vidussoni empfangen wurde. In den Rachmittagsstunden wurde Reichsorganlsations-

Berlin, 27. Ott. (DNB.) Wie das OKW. mit­teilt, begannen die Briten am Wend des 23.10. die Stellungen der Achsentruppen an der El-Alarnein- Front mit schwerem Artilleriefeuer zu belegen. Kurz vor Mitternacht erreichte der Arttl- leriekampf seinen Höhepunkt. Gleichzeitig verstärk­ten starke britische Bomberverbände, von der mondhellen Nacht begünstigt, den Feuer­wirbel. 3m Schutz des an- und abschwellenden

tober, voll, dahier, bas "en, grün. Geschäft fa 1 auch elit Derben jetzt meister bet Netzen, ge­ldlich barm lnsche!

Dr Ley überbringt dem Duce eine Botschaft des Führers

der Charakterbildung schon in der Schule beginnen."

Und er lebt Italien di^se Haltung vor: Jede Geste, knapp, klar, bestimmt. Er bekämpft die überschweng­liche Rhetorik der Italiener, indem er nur ganz knapp spricht und schafft bhbei die politische Sprache ganz neu: formelhaft, prägnant, bildhaft, ausge- meißelt wie eine Statue. Der Duce treibt fast alle Sportarten, und als er Studenten in feinem Privat­haus empfing, da geht er mit feinem Pferd über die Hürden, dann ergreift er Buch und Gewehr. Eine unvergeßliche Erziehungsstunde für jeden: ohne Worte. Er prägt feinen raschen energischen Schritt seinem Volke ein und gibt ihm den Passo romano, den langsamen Paradeschritt, die Erziehung zum Gleichschritt bedeutet in Italien eine Umwälzung alter Erziehungsgrundsätze.

Mussolini ist in jedem Augenblick Erzieher und Vorbild, er wirkt in der Öffentlichkeit wie eine Statue, gestraffte Gestalt, beherrschtes Gesicht, rasche und knappe Gesten. Wer ihn aber sah, auch vor großen Massen, wenn ihm ein Kind gereicht wird, der erblickt das gelöste Gesicht eines Vaters, die lachenden Augen des kinderlieben Italieners und eine Zartheit der Geste, die fast frauenhaft wirkt; in diesem Augenblick versteht man seine Antwort auf die Frage, welche Anrede er am meisten liebe: Die der Kinder, die mich in ihren ungelenken Brie­fen Vater Mussolini nennen."

Der Duce ist der Retter seines Volkes vor dem bolschewistischen Chaos, der Schöpfer der italienischen inneren Einheit, der Gestalter und Erzieher des jungen Italieners. Er istder Vater des Vater­landes". Das italienische Volk wird nie seinen Vater verlassen, mag er auch das Schwerste von ihm fördern.

MITTELLÄNDISCHES MEER

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geofl Vef* bekannt

Die große Schlacht in Aegypten.

Schwere Materialverluste der Briten. Die Achsentruppen halten ihre Hauptkampfstellungen auf der ganzen Front.

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14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche Gelegenheitsanzetgen

Platzvorlchrift l vorherige

Vereinbarung) 26°/» mehr

Mussolini, der große Revolutionär.

^^I0^!wrAlbertPrmzina, Leiter der Abteilung Italien des Deutschen Auslandswissen- chastlrchen Institutes und Inhaber des Lehrstuhls für Volks- und Landeskunde Italien.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer biS 8*/t Uhr deSBormittagS

Anzeigen-Preile

für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite:

7 Ruf. für Familienarr- zeigen und private

rer ist, neben feinen Vater, und ihr erkennt den tiefen Unterschied der Haltung und die typenbildende Kraft der faschistischen Bewegung. Er will ein neues Geschlecht schaffen und enthüllt uns feine Ideen: Man muß in Italien ein neues Geschlecht aus dem Laboratorium erzeugen. Zweihunderttau­send führende Köpfe, Lehrer, Ingenieure, Bankfach- leute, Führer der Großindustrie, fünftausend Offi­ziere, dreitausend Derwaltungsräte, zehntausend Be­amte, alles Leute ersten Ranges, spezialisiert und mit organischem Technizismus bis auf die Knochen getränkt: das braucht Italien! Diese muß ich für das Land präparieren. Vierzig- bis fünfzigtausend Mann, deren Räderwerk mit äußerster Vollkommen­heit funktioniert, ein Uhrwerk, das die Stunden der Größe anzeigt. Es darf nicht Vorkommen, daß man einen Major des Heeres eigenhändig einen Kinder­wagen schieben sieht. Die Tugenden eines guten Fa­milienvaters sind nicht die Tugenden eines Offiziers, dürfen es nicht fein. Diese Unbegreiflichkeiten, diese Vernachlässigungen, diese Art, die Dinge leicht zu nehmen das alles muß verschwinden, sonst ver­schwindet Italien und wird ganz offen von irgend­einer fremden Macht aufgesaugt. Entweder wir erleben ein Jahrhundert der Größe Italiens ober ein Italien, das zu einer Fremdenkolonie wird. Es darf keine Nachsicht geben; man muß sich ent­scheiden, und man muß das Werk der Auslese und

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schuß von 149 britischen Panzerkampf- und Späh- wagen überlegen erwiesen. Zahlreiche dieser Pan­zer wurden von Stukas durch Volltreffer zerschla­gen. Während der Kämpfe der Heeresverbände ent­wickelten sich fortgesetzt heftige Luftgefechte über dem ganzen Raum der Schlacht vom Meer bis zur Kattarafenke und von Marsa Matvuk bis Alexandrien. Unentwegt griffen die Achsenflieger in die Erd kämpfe ein und belegten den feindlichen Nachschub mit Bombeb. Sie vernichteten bisher außer zahlreichen Munitions- und Versorgungs­lagern 37 britische Flugzeuge, wobei die bei Malta abgeschossenen nicht berücksichtigt sind. Wenn auch die Kämpfe um die El-Älamein-Stellung weiter andauern, so haben die Briten doch trotz ihres gro­ßen Einsatzes an Truppen, Panzern und Flug­zeugen bisher feines ihrer gesteckten Angriffsziele erreicht, die Achsentruppen halten vielmehr auf der ganzen Front ihre Haupt- fampffteHungen,

Der Wehrmachiberichi.

DRV. Aus dem Führerhauplqnarller, 27. Oft Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Raum von Roworofsijfk stürmten deut­sche Jnfanterieverbände nach erbitterten Kämpfen eine Panzergrabenstellung der Sowjets. In den Ge­birgskämpfen nordostwärts Tuapse wurde eine feindliche Höhenstellung und dabei ein umschlossenes sowjetisches Regiment zum größten Teil vernichtet.

Im Terekabschnikt haben deutsche und ru­mänische Truppen, unterstützt durch starke Verbände der Luftwaffe, angegriffen und schon in den ersten beiden Tagen räumlich und taktisch bedeutende Er­folge erzielt.

In Stalingrad gehen die hartnäckigen Stra­ßen- und häuferkämpfe erfolgreich weiter. Südlich der Stadt erneuerte der Feind seine vergeblichen Entlastungsangriffe, bei denen er hohe blutige Ver­luste erlitt. Transportbewegungen der Sowjets auf Bahnen, Straßen und Wasserwegen wurden auch bei Rächt wirksam bombardiert. Mehrere Trans­portzüge wurden zerstört und im Weflteil des Ka­spischen Meeres ein Tanker und acht Handelsschiffe in Brand geworfen bzw. schwer beschädigt

Am 26. Oktober verlor die Sowjetluftwaffe in hef­tigen Luftkämpfen und durch Flakartillerie der Luft­waffe 60 Flugzeuge; vier eigene Flugzeuge werden vermißt.

Die Schlacht in Aegypten nimmt mit unver­minderter Heftigkeit ihren Fortgang. Unter Einsatz neuer starker Kräfte versuchte der Feind gestern vergeblich, die Stellung der deutsch-italienischen Pan­zerarmee zu durchbrechen. Er verlor wieder 111 Panzerkampfwagen und 38 Panzer­spähwagen. Deutsch-italienische Luflstreitkräfte griffen in immer stärker wiederholten Einsätzen die feindlichen rückwärtigen Verbindungen an. In Luft­kämpfen schossen deutsche und italienische Jäger über Rordafrika und über dem Mitkelmeer 14 feind­liche Flugzeuge ab.

lieber Südengland führte die deutsche Luft­waffe am gestrigen Tage ausgedehnte Angriffe gegen Industrie- und Merftanlage-.

salb des Staates." .. h

Mussolini Hot Italien neu g e f d) ° H e n S üom geographischen Begriff durch die Zufammen hweißung seiner Glieder zmi europäischen Groß- s°cht erhoben. Er. der große Kenner s-mee> D !i di- feinsten Regungen der Volksseele registriert, «il er aus dem Volke kommt, mit dem Volk (g ingert und mit ihm im Kriege geblutet hat we tz, ch damit nur der äußere Rahmen geschaffen ,st^ n Italien zusammenhält. Er kann das Wort »zeatios aus den 70er Jahren wieder aufnehmen. Salten ist geschaffen, es gilt letzt, den Italic Wie^tie^gespalten war dieses Volk: 3'toen ^T0. 'n, und Provinz, Klaffe und Klaffe, Bildungsstu,e Kd Bildungsstufe schienen unuberwmd che Schram in zu bestehen. Mit seinem unübertrefflichen Realis Hu? erkannte Mussolini, baß auch hier Zuerst em -hlernes Gerippe eines neuen Menschentyps em zogen werden mußte. Dem weichen und bequemen Kliener des liberalen Z-ltatt-rs stellt^! er den ämpfdr, dem skeptischen Advokaten b-n S«°u, PN, und dem autoritätsfembhdjen Intellektuellen kn gehorchenden Soldaten gegenüber.

Glauben, gehorchen, kämpfen das iftt bie Parole i iS jungen Italien. In seiner P°rt°.fuhr° chicht fouf er den neuen Typus des politischen So daten, ^'einheitlich in der Haltung ist, ob er nuri dre i^eren Merkmale des Sizilianers oder des Piemon !en trägt. Stellt dem Sohn des ehemaligen> d emo - Äffchen Abgeordneten, der heute fafchffttscher

Trommelfeuers stellten sich die britischen Infan­terie- und Panzerverbände bereit Diese Kräfte traten gegen 23 Uhr 3um Angriff gegen den Nord - und Südflügel der El- Alamein-Stellung an. Zuerst drangen Infanteristen und Pioniere vor, die den folgenden Panzern Sturmgassen durch die ausgedehnten Minen­felder vor den Achsenstellungen frei machen soll­ten. Da der Angriff aber nach Aufklärermeldungen seit Tagen erroerrtet wurde, fehlte ihm das Ueberraschungsmoment, so, daß die Gegenwehr der Achsentruppen sofort mit starker Wirkung ein­setzen konnte. Das Sperrfeuer der deutsch-italieni­schen Artillerie schlug klaffende Lücken in die feindlichen Angriffswellen» die im wetteren Vor­

lellvertrrterdn für $oll« imb Hans Thyrwi, lBlumIchedl. R. Lauge g.

et: Hang 8ed,

Die Geburt des Faschismus.

. I.

Als heute vor zwanzig Jahren, am 28. Oktober 1922, König Viktor Emanuel III. den Herausgeber des MailänderPopolo d'Jtalia" mit der Bildung eines neuen italienischen Kabinetts be­traute, da war dieser Vorgang kein Regierungs­wechsel, wie er im demokratischen Pckrlamentsge- triebe des liberalen Italiens in den vorausgegange­nen Jahrzehnten alljährlich mehrmals üblich ge­wesen war und entsprechend wenig Beachtung ge­funden hatte, sondern ein Wechsel des Systems, der nicht nur für die Zukunft des italienischen ^Volkes von größter Bedeutung werden, sondern auch durch sein zündendes Beispiel eine un­erhörte Werbekraft in ganz Europa und weit dar­über'hinaus entfalten sollte. Denn hier erhielt nicht nur ein Land, das in der Meinung der Welt be­reits seine Abstempelung als kraftloses Objekt der Großen Politik erhalten hatte und von seinen Ver­bündeten eben erst entsprechend behandelt worden war, ein ganz neues Gepräge, einen neuen Lebens­inhalt und neue außen- und innenpolitische Ziele, für die es sich wieder lohnte, zu arbeiten und zu kämpfen, nein, hier stemmte sich zum erstenmal eine ganze Nation der über Europa hereinbrechenden Flut des Bolschewismus entgegen und stellte in ent­schlossener Abkehr von den abgewirtschafteten Prin­zipien eines zur reinen Plutokratie entarteten Libe­ralismus ein neues Staatsideal auf, das in den besten politischen Köpfen Europas auf einen Gleich­gang der Gedanken traf und sie durch seine Reali­sierung im faschistischen Italien v8n der Richtigkeit ihres Kampfes und ihrer Zielsetzung überzeugte. Es war kein anderer als Adolf Hitler, der in feiner Reichstagsrede vom 26. April 1942 sagte: Ich empfehle jedem Deuffchen das Studium der Geschichte der faschistischen 'Revolution, und er wird dann nicht ohne innere Ergriffenheit den Weg und die Bewegung eines Mannes verfolgen, die soviel mit uns Gemeinsames haben, daß wir ihren Kampf geradezu als ein Stück des eigeneh Schicksals emp­finden. Erst mit dem Siege des Faschismus konnte man von einer beginnenden Rettung Europas sprechen. Denn nun war an die Stelle eines Ge-

drtngen von den schweren Waffen der Infanterie erfaßt wurden.

Starke brittsche Panzerkräfte trugen den stockenden Angriff weiter vor. Es gelang ihnen zu­nächst, in die vordersten Stellungen einzudringen, doch trafen sie hier auf. die Gegen st öße der Achfenpanzer, die über 40 brittsche Kampf­wagen vernichteten. Immer noch steigerte sich die Hefttgkeit der Schlacht, die erst gegen Abend des 24. 10. leicht abflaute. In der Nacht und am fol­genden Tage nahm die Härte der Kämpfe wieder zu, ohne daß das britische Völkergemisch einen Durchbruch durch die deutsch-italienischen Stellun­gen erzwingen konnte. Vereinzelte Einbrüche wur­den jedesmal in Gegenstößen bereinigt, wobei sich die Zahl der bis zum Abend des 25. 10. abge­schossenen britischen Panzer auf 104 erhöhte.

Da auch die britische Luftwaffe erhebliche Verluste hinnehmen mußte und trotz ihrer zahlen­mäßigen Ueberlegenheit die deutschen und italieni­schen Flieger nicht daran hindern konnte, den feind­lichen Nachschub schwer zu treffen, versuchte der Feind in nächtlicher Landung hinter der El-Alamein-Stellung den Durchbruch zu erreichen. Zu diesem Zweck sollten besonders geschulte Jnfanterieeinheiten mit Schnellbooten ostwärts Marsa Matruk an Land gebracht werden. Dieses Unternehmen wurde durch italienische Kampfstieger rechtzeitig erkannt. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge der Achse griffen darauf die Landungsboote an. Eines der mit Munition be­ladenen Motorboote flog nach Volltreffer in die Lust. Die übrigen Schiffe mußten sich, mehrfach ge­troffen und schwer beschädigt, nach Osten zurück- zieh-en.

In der El-Alamein-Stellung ging gleichzeitig der schwere Abwehrkampf die ganze Nacht und am 26.10. weiter. Trotz heftiger Angriffe der Luft­waffe gegen die feindlichen Reserven hatten die Briten Verstärkungen herangebracht, so daß nunmehr neben inselbrittschen Truppen auch Süd- afrifaner, Neuseeländer, Australier, Inder, de Gaul­listen und sogar zum Waffendienst gepreßte Grie­chen im Kampf standen. Der erwartete Frontalan­griff blieb jedoch aus. Statt dessen hielt der Druck gegen d i e Flügel st ellungen an. Wieder kam es zu schweren Panzers chlach-

fcej denen sich die AchjenttUMen durch W-

ien Gluck- {merksam* 'g.Geburts- -zieh aPefl 4 [toberlO42

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21m 28. Oktober 1922 marschieren die faschistischen kolonnen auf Rom. Die Ewige Stadt zittert vor er Entscheidung, die mit eiskalter Berechnung jener Wann von der kleinen Redaktionsstube in Mailand «us erzwingt. Am 29. Oktober 1922 bittet ihn der König nach Rom und bietet ihm das Minister- vräsidium an. Als er am Nachmittag in Mailand ien Zug besteigt, sagt er:Morgen früh hat Italien kein Ministerium mehr, sondern eine Regie­rung".

Das Schicksal gab Italien in Cavour den gro­ßen Diplomaten, der mit leichter Hand Italien tinigte; ehe sein Werk vollendet war, starb er ohne vürdigen Nachfolger. Wie sollte aber ein demo­liberales Regime in der Lage fein, Italien den Lebensodem der staatlichen Macht zu verleihen, da eine Träger noch nicht einmal den Willen zur Nacht hatten?

Den unbändigen Willen zur Macht hatte Musf 0 - lini, der Sohn des heißblütigen Schmiedes aus ter Romagna, denn einmal sagte er von sich selbst: ,3a, ich bin von dieser Sucht besessen. Sie brennt, je zermürbt und verzehrt mich wie ein körperlicher ßchmerz: einprägen, mit meinem Willen einprägen vill ich ein Zeichen in die Zeit, wie ein Löwe mit ßiner Pranke: So!"

Mit der Arbeitskraft eines Titanen ringt Musso­lini um den inneren Ausgleich von Norden und Süden. Er sagt von sich selbst:In den ersten fünf Zähren des faschistischen Regimes habe ich 60 000 Audienzen erteilt und mich für 1 887 112 Vorschläge interessiert, die von Bürgern direkt bei meinem Privatsekretär eingereicht worden sind ... Alle de- zrichneten sich als dringlich, alle klopften und klopf- kn, um Einlaß in meinem Kopf zu finden. Manch­mal wollte es mir fast scheinen, als müsse mir auch rein physisch der Schädel zerspringen ... Aber jetzt habe ich Italien ganz im Kopf wie eine große Land­karte, mit allen Knotenpunkten seiner Lebenspro­

bleme: hier ist eine Straße nötig, dort eine Eisen­bahn, da eine Brücke, Neuaufforstungen, Docks, Bo­tenverbesserungen, Eingemeindungen ein großer Lahnhof für Mailand, Wohnhäuser für Rom, Was-

192. Jahrgang Nr. 254 gricbemt täglich, außer Sonntags und feiertags

® Wener Anzeiger

§oMcheckii688syrE^M' vrühlfche UnioerfttSttdneckeret B. fcmgt General-Anzeiger für Oberhessen $d|,iei4«^S<»eltta6eMlta*

Verleitungen für Apulien, Wohnräume in Kalabrien tmb Messina, Autm.iobilverbindungen und Straßen­bau in Sizilen, Kampf gegen die Malaria in Sar­dinien das sind alles Knoten, die gelöst werden müssen ... Aushalten! Seht, darin liegt alles! Wer ausharrt, hat zuletzt immer recht!"

Leuchtet in uns Deutschen nicht das Bild Fried­richs, des großen Königs auf, der in denselben Kleinarbeit Preußen wieder aufbaute? Ist in Musso­lini nicht der faustische Mensch in die Welt ge­treten, der einneues Land dem Sumpf enttiß", and der jährlichauf freiem Grund mit freiem Volk" die Ernte einbringt? lieber seinem Leben steht Toethes ewig-gültiges Wort:Das ist der Weisheit letzter Schluß: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß."

Der Sohn des Schmiedes aus der Romagna warf Acllien in das Feuer der Revolution und schmiedet auf dem Amboß der Geschichte neu; dabei müssen horte Schläge fallen, die besonders ein Volk wie los italienische schmerzen müssen. Piele Traditionen Berben gebrochen, um die großen geschichtlichen Linien Roma, Rinascimento, Risorgimento, Rom, Renaissance, Eittigungsbewegung bruchlos heraus- luarbeiten. Viele Vorurteile müssen beseitigt werden, um die Bahn für den Aufstieg frei zu machen. So sie er in Rom ganze Stadtviertel niederlegt, um die Zeugen der großen Vergangenheit in ihrer unver- ftnglichen Schönheit wieder herauszustellen, Haustr- krihen wie ein Chirurg aufschneidet, um der Ewigen Btabt mit großen Straßenzügen Maß unb Struktur geben, 'fo baut er den italienischen Staat von 5runb auf neu und kann schon 1927 voll Stolz (men:Wir haben den italienischen Einheitsstaat ebaffen. Denkt daran, daß seit dem Imperium Italien fein Einheitsstaat mehr gewesen ist. Wir kräftigen hier feierlichst unsere Lehre vom Staate, ih bekräftige hier nicht weniger energisch meinen 6ch aus der Rede in der* Scala zu Mailand. 2Ules ir den Staat, nichts gegen den Staat, nicyts außer-