betn *nem Helm hwa. ^ehr. ^en
»urbe eines Sieges l. Am >ungg- !Nype Men freiter
s°h»
^ena u9nis W Z°8d- 3agb-. 1941 1 3q= 'Ab. Eep- einber
Kampfe mögen uns noch bevorstehen- darauf sind Dir vorbereitet-, denn der Rußlandkrieg hat die ver- tündeten Armeen nicht erschöpft, wie unsere Gegner ehaupten, sondern sie im Gegenteil erst recht hart smacht. Auf allen Gebieten gesichert, haben Eu- npa und Ostasien heute eine starke Stellung beigen, uni) warten auf Herrn Roosevelt, >r diese beiden Welten ohne Schiffe, ohne erprobte ioldaten, ohne Stützpunkte, ohne Erfahrung und ine unendlich viele andere Dinge über Tausende in Meilen zweier Ozeane hinweg erobern will ran kann sich oft des Eindrucks nicht erwehren, als , bei diesem Gedanken nicht die Vernunft, sondern -ginnender Wahnsinn Pate gestanden hat.
Die Dreierpaktmächte sind demgegenüber zu allem -reit und entschlossen. Seilen Versuch, unseren Zelten irgendwo im Norden, Westen, Osten oder > i üben zu nahe zu kommen, wird der Feind mit ; ekatomben von Toten zu bezahlen haben. Deutsch- i nd, Italien und Japan und ihre Verbündeten ?er werden ihren Feinden von ihrer gesicherten , !!asis aus immer weitere Schläge versetzen, bis sie s dgültig genug haben und bis sowohl England als auch die Vereinigten Staaten von Nordamerika gjisehen, daß sie in unseren Lebensräumen in Eu- tpa und Ostasien nichts mehr zu suchen haben. $o gehen mir m das dritte Jahr unseres Drei- lLichtepaktes und das vierte Kriegsjahr mit der frsenfesten Ueberzeugung, daß die Zeit jetzt end- gi-lttg für die Dreierpaktmächte arbeitet.
»enige g und 1 eine n Ab. Heinde er er-
reich .deutlichsten Mnns lein.
i0 butterten einzog, nanber so daß chüssen weitere abge- ist.
Verlust kehrten I stellte wieder -ille, > Cpit- n Zeit- Jagd« chsiege
n Welt mischen n Volk diesem nmt er iens in manch- Einfalt i heate wurde, conomi- a heute lag das t es so, den sich lich be- cheinend ng von en usw. nte auf, immer inen ihr len das, eigenes ill-nd daß die ■ können d ihnen ihrer er» llos die englische
ire sinn« in —f0* bern der der 3e* Amerika, n, bisher )r allein r lieber trogenen ss dieses >ollziehEN
ieg vorn loralisten Vergeb -rbrechen inen und atie us°>- [ Canter' gute M logenyeit che iVelt' euerdin^ schen
or- bei loumev n. W Lurop"
• ’S a nnra besser m iviro sinden- Lkdleii usslh^ dieses n euro'
I» «f w
5H4„
Burma, ein schwieriges Problem für Wavell.
3 a n g f o f, 28. Sept (Luropapreß.) General Sir Kchlbald 23 a veil, der Oberkommandierende der «tischen Streitkräfte in Indien, erklärte in Neu- lelhi: -Seit dem Verlust Burmas habe ich stets dm plan gehabt, dieses Gebiet zurückzuer- Obern, da es, strategisch gesehen, hinsichtlich des Krieges mit Japan von größter Bedeutung ist. Wir brauchen Burma, um eine Verbindung mit dm Chinesen herzustellen, und wir wollen eine Klgrisfsbasis gegen Japan haben. Natürlich denke fy viel über die Zurückeroberung Burmas nach, Nd) kann ich nichts über meine plane fegen. Cs ist ein schwieriges Problem. Ich befinde «ich immer am äußer st en Ende dec Der- itrgungslinie. Rommels Vormarsch in Ägypten und die Bedrohung des Kaukasus d r ä n - gen mich zurück!"
Das Parteitreffen der Aafjonal Sämling.
Id slo, 26. Sept. (Europapreß.) Das 8. Parteitvef- [• „Nasjonal Sämling" in Oslo wurde durch wpräsident Quisling eröffnet, der auf schewiftische Gefahr hinwies, von der Europa durch den deutschen Sieg befreit werden Norwegen müsse als Teil der kämpfenden ischen und europäischen Gemeinschaft seine iftlichen Kräfte in den Dienst der Kriegsiih- ellen. Die größte symbolische Bedeutung für kionale Ehre Norwegens habe indesien der ige Kriegseinsatz. Der Ministerpräsident gab t, baß sich im Laufe von etwas mehr als Nonat 3000 neue Freiwillig gemeldet
irdischen Emigranten in Frankreich. Lyoner Blatt „Union Franxaise" erklärt, daß illionen jüdische Emigranten in Frankreich oavon 2550 000 im unbesetzten G e - Die Juden hätten nicht nur die Großstädte besetzten Frankreich, sondern auch die franzö- Mittelmeerküste überschwemmt. Längs der kütionslinie von den Pyrenäen bis zur zer Grenze setzten sich ebenfalls viele tausend fest. Stellenweise machten die jüdischen Emi- i 40 v. H. der Gesamtbevölkerung aus.
Oeutfchenhehe in Mexiko.
r8uenos Aires, 27. Sept. (DNB.) Nach pfclbungen aus Mexiko will die Polizei aus Land- gi em, die sich im Besitze deutsche^ Reichsange- ti-iger befinden, sechs geheime Flugplätze «deckt haben. Sie befänden sich nur sechs Flug- Riden vom Panamakanal entfernt. Daraufhin Vä n sofort 40 größere deutsche Pflanzungen e n t- ügnet worden. Mit solch widersinnigen Meldun- » versucht man, die Bevölkerung gegen die Deut- WN in Mexiko aufzuwie'geln.
Verdunkelungszeit
28. September von 20.08 bis 6.48 Uhr.
p _____
Gn Mann rechnet ab
Roman von Horst Biemath
U Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
»vielleicht spürte Passaris die Drohung in dreißig Wirhitzten Kopsen, daß er den Saal nicht lebendig Mrassen würde, wenn er nicht freiwillig ver- ■uinbe, vielleicht aber war es wirklich nur die Mlcht dieser Frau, die ihn dazu zwang, etwas zu w was mit seinem rohen, zügellosen Wesen eigent- *h unvereinbar war. Er duckte sich und schwankte m krummem Rücken wie verprügelt hinaus. Im Stiften Augenblick wurde unsere Aufmerksamkeit in durch ein paar schwirrende Akkorde abgelenkt. " Perano hatte die Augen lauschend geschlossen ii klimperte auf der Gitarre, als suche sie nach ht Melodie, die ihr entfallen war.
>hre Fingernägel blitzten, ihr Mund klaffte wie n blutrote Wunde in dem weiß gepuderten Geh' Und dann beugte sie sich vor, ihr B(irf glitt uzsam über unsere Tische und blieb auf Maltes onbem Schopf hängen. Er faß neben mir, und ich ibte, daß er von ihrem Lächeln wie verzaubert Ciquita Perano sang für ihm alle im Saal Flut es. Sie sang ein kleines Lied, das man spater Murn Ueberdruß zu hören bekam. Vielleicht kennst M -5. Ich will dir die Verse in Erinnerung rufen.
He,-Junge, wo kommst du her?
Weiß deine Mutter denn, wo du steckst und wie du hier elend am Fieber verreckst, tausend Mellen hinter dem
Was trieb dich, mein kleines Schaf?
Du hast doch ein Mädel zu Hause, nicht wahr? Ein treues Mädel mit blondem Haar so wie du, und sie schreibt so brav.
Oder ist es schon lange her, daß sie schrieb? ,
Wie der Schnee auf den Dächern liegt und die dunkeln Tannen zur Erne biegt . - •
' Weshalb schreibt das Mädel nicht mehr?
Sei nicht traurig, Junge, komm her!
Feierliche Aufnahme der jungen parieianwärier der 63. und des VDM. in die ASDAP.
In einer würdigen Feierstunde, zu der sich zahlreiche Vertreter von Partei, Wehrmacht und Behörden, Verwundete als Ehrengäste sowie die Angehörigen der jungen Parteianwärter eingefunden hatten, fand am Sonntagvormittag in der Aula die Ueberweisung der 18jährigen in die NSDAP, und ihrer Erwachsenenformationen und die Aufnahme der 21jährigen in die Jugendgruppen der NS. - Frauenschaft statt. Nach dem Fanfarenruf begann die Feierstunde mit dem Fahneneinmarsch und dem Einmarsch der Parteianwärter. Das gemeinsam gesungene Lied „Nur der Freiheit gehört unser Leben" leitete über zur Heldenehrung. Unter den gedämpften Klängen des Liedes vom guten Kameraden gedachten die Versammelten der Blutzeugen der Bewegung, der Gefallenen von 1914/18 und der Gefallenen des gegenwärtigen Freiheitskampfes. Kreispropagandaleiter Zins er betonte, daß das Opfer dieser Toten ein Vermächtnis und eine Verpflichtting für die Lebenden bedeute. Er erinnerte an die vom Führer aufgestellten Grundsätze der Härte und Kompromißlosigkeit und an seine Forderung, die Jugend müsse sich die alten Parteigenossen zum Vorbild nehmen. Für den Nationalsozialismus gelte nicht nur das Bekenntnis: „Ich glaube", sondern vor allem der Schwur: Ich kämpfe.
Nack einem Chorgesang erfolgte die Verabschiedung der 18jährigen durch den Gefolgschaftsführer der HI. Er ermahnte die jungen Anwärter, zu zeigen, was sie gelernt haben, und der Bewegung keine Schande zu machen. Es gebe heute nur eine Verpflichtung, die Arbeit, und immer bleibe der Führer das leuchtende Vorbild. Nachdem der Sprecher die hohe Bedeutung des Tages unterstrichen hatte, erstattete er Meldung an den Kreisleiter.
Pg. Rüffer wies in feiner Ansprache darauf hin, daß diese Feierstunde ein Ereignis für die gesamte deutsche Volksgemeinschaft sei. Die Stunde, in der ein neuer Jahrgang in die Partei eintritt, sei eine Stunde der Besinnung. Die deutsche Innerlichkeit sei es, aus der wir gerade im Kriege immer wieder neue Kraft schöpfen. Aus dieser Innerlichkeit erwachse wiederum der Wille zur Tat. Mit dem Schwur stellten sich die jungen Anwärter unter das soldatische Gesetz. Dfe Parteigenossen seien die Sturmläufer der Idee. Das Wort des Führers
„Tapferkeit wirkt Wunder" belegte der Sprecher mit eindrucksvollen Beispielen aus der Geschichte des deutschen Volkes und der Bewegung und aus dem Fronterlebnis der Gegenwart. Leistung müsse uns reif machen für die kommenden Prüfungen. Kameradschaft mache die Partei zu einer großen Familie und bewähre sich immer aufs neue an der Front. Für die künftigen Soldaten und die künftigen Mütter aus den Reihen der Anwärter gelle es, das Parteiabzeichen täglich neu zu erwerben. Mit der Verlesung der Forderungen des Führers an die Nationalsozialisten aus dem Jahre 1927 schloß Pg. Rüffer seine Ansprache.
Nachdem Kreisleiter Backhaus die Parteianwärter aufgeforöert hatte, ihr Gelöbnis abzulegen und sie die Worte der Verpflichtung nachgesprochen hatten, erfolgte die Ausnahme durch den .Hoheitsträger. Bei verhalten feierlicher Musik wurden die Anwärter aufgerufen und ihnen durch die Ortsgruppenleiter die Parteiausweise überreicht. Der Kreisleiter nahm dann jeden einzelnen durch Handschlag in die Partei auf.
SÄ.-Obersturmführer Frey nahm als dienst- ältefter Gliederungsführer die Ueberführung der Achtzehnjährigen in die Erwachsenengliederungen vor. Ihre Ausnahme sei Auszeichnung und Verpflichtung zugleich. Die Bewegung grüße die jungen Mitglieder als Aktivisten und Vorkämpfer des na- tionalsozialistischen Gedankengutes. In der Bewegung umschlinge alle ein festes Band des Blutes und der Kameradschaft. So übernehme er die Jungen als kämpfende Idealisten in die Reihen der Gliederungen, zu stetem Einsatz im Dienste für Führer und Volk. Die Frauenschaftsleiterin Frau W r e b e übernahm die 21jährigen Mädel in die NS.-Frauenschast und erinnerte dabei an die großen Ausgaben, die das deutsche Volk an die kommenden Mütter stellt. Diese Forderung gelte es kameradschaftlich zu erfüllen. In diesem Sinne übernahm die Frauenschaftsleiterin die Einundzwanzigjährigen mit den besten Wünschen in die Frauenschaft.
Mit dem Gruß an Führer und Wehrmacht, dem Gesang der Nationalhymnen, dem Fahnenausmarsch und herzlicher Beglückwünschung der jungen Parteigenossen durch Angehörige und Bekannte fand die eindrucksvolle Feierstunde ihren Abschluß.
Aus der Siadi Gießen.
Professor Or. Christian Bauch
• 65 Jahre alt.
Der Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Gießen, Professor Dr. Christian Rauch, vollendet am 30. September das 6 5. Lebens- j a h r. Als Sohn eines Oberschulrates 1877 in Berlin geboren, studierte er nach dem Besuche des Gymnasiums an den Technischen Hochschulen Berlin und Karlsruhe, an den Universitäten Berlin und Kiel, sowie an der Akademie der Künste in Berlin. 1903 promovierte er in Kiel zum Dr. phil. und war dann einige Zell als Architekt und als Assistent am Dresdener Kunstgewerbemuseum praktisch tätig. Als Assistent des Bezirkskonservators der Kunftdenkmäler in Hessen-Kassel war Rauch von 1904 bis 1906 in Marburg mit der Inventarisierung ber staatlichen Kunstdenkmäler beschäftigt. 1906 habilitierte sich Rauch als Privatdozent an der Universität Gießen, wurde hier Mitarbeiter am Hessischen Denkmälerwerk und erhielt 1909 einen Lehrauftrag für Kunstgeschichte. Als Nachfolger von Professor Sauer übernahm Rauch die Leitung des Gießener Kunstwissenschaftlichen Jnstttuts und wurde 1920 zum Ordinarius ernannt.
Von seinen zahlreichen Arbeiten seien genannt: „Die Kirche zu Segeberg in Holstein", „Die Trauts, Sttckien zur Nürnberger Malerei", „Führer durch die Kunststätte Fritzlar", „Bericht über die Ausgrabung der Kaiserpfalz Ingelheim", „Die Kunftdenkmäler des Kreises Bingen", „Douai, kunst- und kulturgeschichtliche Studien in Nordfrankreich". Als Herausgeber des Jahrbuches „Hessenkunst" und der Beiträge und Studien zur Kunstgeschichte Hessens und des Rhein-Main-Gebietes hat sich Professor Rauch um Kunst und Kultur unserer engeren Heimat besondere Verdienste erworben. — Mit der Universität gedenken in diesen Tagen welle Kreise der Bevölkerung in Gießen und Hessen mit herzlichen Glückwünschen des ausgezeichneten Wissenschaftlers und hochgeschätzten Lehrers.
Professor Or. Zentgraf 60 Jahre alt
Am 28. September begeht Professor Dr. Eduard Zentgraf, Inhaber des Lehrstuhls für Waldbau an der Universität Freiburg und derzeitiger Leiter der sorsllichen Abteilung, seinen 6 0. Geburks- t a g. Aus Reichenbach im Odenwald stammend, hat er erst im Schwarzwald, dann bei der Landwirtschaftskammer Halle, seit 1922 als oberster Leiter der Freiherr von Riedeselschen Forsten in Hessen, eine ungewöhnlich vielseitige forstliche Tätigkeit entfaltet, deren Frucht die Ehrenbürgerschaft der Forstlichen Hochschule Hannoversch-Münden und die im Jahre 1937 erfolgte Berufung an die Universität Gießen war. Nach Aufhebung des dortigen forstlichen Hochschulbetriebes wurde Professor Dr. Zentgraf kurz vor Beginn des Krieges auf den Lehrstuhl für Waldbau an der Universität Freiburg berufen. Seine Veröffentlichungen betreffen mancherlei Fragen der Forstwissenschaft, sind jedoch auch für den Laien interessant, z. B. Aufsätze wie diese: „Was der Jäger vom Wilde nicht weiß", „Die Aufklärung der Geheimnisse des südwestlichen Nordamerika durch Erforschung der Jahresringe von Bäumen" usw.
$ür unsere Verwundeten.
Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" führte in der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht unt( in Zusammenarbeit mit dem Sonderreferat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Ver- anftaltungen durch:
In einem Lazarett veranstalteten unter dem Titel „Zauber der Melodien" Erna Stoll (Alt), Marie-Louise M o e n s ch (Violine) und Franz M a» lata (Klavier) ein Konzert. Erna Stoll fang die Arie aus Figaros Hochzeit und Lieder von Grieg, Leonoaoallo und R. Strauß. M. L. Moench spielte Siciliano F-dur von Paradies und Musikstücke von Raff, Giorillo und Schubert. Franz Malata brachte Konzertstücke von Weber, Schubert-Liszt, Grieg und begleitete am Klavier.
Verwundete aus verschiedenen Lazaretten hatten sich zusammengefunden, um das Variete Stricker zu bewundern, welches unter dem Motto „Die Wundertüte" ein reichhaltiges Programm bot. In einem Manipulations-Akt zeigte H. T h e l a n o s die verschiedensten Zaubereien, die große Freude auslösten. Er sprach auch die verbindenden Worte und sorgte für Humor. Sehr beachtliche Kunst zeigten Geschwister Norma y in Akrobatik und Lau- rella in Elastik und Tricktanz. Ilse Henrich fang als Tanzsoubrette moderne Lieder. Mit Spit-
Weiß der Teufel, was deinem Mädel geschah, daß du nichts von ihr hörst. Aber ich bin ja da tausend Meilen hinter dem Meer!"
Orgassa versuchte in dem Halbschatten Karens Gesicht zu erkennen. Er drehte die Hände etwas verlegen nach außen und ließ sie in feinen Schoß zurückfallen.' Es geschah wahrscheinlich feit feiner Schulzeit zum erstenmal wieder, daß er etwas Gereimtes vortrug. Er errötete ein wenig.
„Ein sentimentaler Fetzen, nicht wahr?" brummte er und hustete sich eine Rauheit aus der Kehle. „Aber wie die Perano diese albernen Verse brachte ...! Höhnisch und zärtlich, frech und schluchzend. Es war, als risse sie in uns etwas auf, einen Schmerz ... Vom Schnee auf den Dächern und von den dunkeln Tannen erzählle sie uns in diesem ver-, dämmten Fieberloch, während draußen der Regen' in Kaskaden niederstür.zte.
Ich weiß nicht, woher Huislander die Perano geholt hatte, ob aus Mexiko City oder aus Puebla. Ächt Tage später jedenfalls gab sie ein Gastspiel in Verakruz. Sie trat im Verlaus eines Monats drei- oder viermal auf und hatte einen Riesenerfolg. Und auf dem Abendkorso unter den Palmen von Los Cocos faß Malte in ihrem eleganten Wagen an ihrer Seite. Sie blieb auch in Verakruz, als ihr Gastspiel längst beendet war.
Malte war damals etwa sechsundzwanzig Jahre all. Ich glaube, daß die Perano die erste Frau war, die in seinem Leben eine Rolle spielte. Er war wie verhext. Am Tage riß er sich aus seiner Betäubung, um zu arbeiten, und als Deutscher erledigte er seine Pflichten so tüchtig und gewissenhaft wie sonst auch. Bei Anbruch der Nacht aber, wenn die Sirene ihr Signal zum Einstellen der Arbeit gab, jagte er auf feinem Motorrad in halsbrecherischer Fahrt davon. Am Morgen erschien er wieder auf Buena Esperanza und trat zum Dienst an.
Es liefen damals Wetten im Camp, wie lange er dieses verrückte Leben durchhalten würde. Es schien ihm nichts anzuhaben. Er sah immer blühend frisch und gesund aus.
Malte wohnte damals drei Hauser von uns ent-
z en tanz und Czardas erfreute Ruth Haas. Der Akovdeonsolift Paul Rudolf eroberte sich mit seinem musikalischen Programm die Herzen aller. Paul Rudolf und Erna Ludewig begleiteten am Flügel. Ueberaus reicher Beifall dankte für die schönen Stunden.
In verschiedenen Lazaretten gaben Musikabteilungen von Wehrmachtteilen bei reichem Beifall Konzerte.
Pg. Dr. Klein hielt in einem Lazarett einen interessanten Vortrag über Eisen und Kohle als Grundlage der Kriegfuhrung.
In den Abteilungen eines Lazaretts fand diese Woche gemeinschaftliche Kaffeetafel statt. Die betreuenden Frauen der NS.-Frauenschaft hatten tnit den Schwestern die Tische mit Blumen schön her- gerichtet. Die Ortsfrauenschaften von Inheiden und Trais-Münzenberg hatten die Kuchen gespendet, die Ueberbringerinnen nahmen auch am Kaffee teil. In einem Lazarett begrüßte der Chefarzt des Reserve-Lazaretts Oberstabsarzt Prof. Dr. Brüggern ann Kreisleiter Backhaus, die Verwundeten und Gäste und überbrachte Geburtstagsglückwünsche an den Ches der Abteilung Stabsarzt Prof. Dr. Bernhardt, dessen Platz mit Rosen geschmückt war. In der Ansprache des Kreisleiters kam zum Aufdruck, daß die Partei mit ihren Gliederungen jederzeit bereit ist, unseren Verwundeten behilflich zu sein. Unter den Gästen befand sich der Kreis- amtsleiter der NSV., Pg. H artig, welcher die freubig empfangenen Zigaretten gespendet hatte, Pgn. Tiergarten von der Kreisfrauenschaft und der Lazarettbetteuer der NSKOV. Die Unterhaltung hatten Gruppen des BDM. übernommen, welche durch Gesang, Lesung und Spiel frohe Stunden schenkten. Einzelne Teile der Veranstaltung wurden sogar gefilmt
Zur Feier der Uebernahme der 18jährigen in die NSDAP, waren Verwundete aus den Lazaretten geladen.
Der Gesangverein „Heiterkeit", welcher unter Leitung seines Ehrenchormeisters Schüttler in der Aula ein Konzert veranstaltete, hatte aus sämtlichen Lazaretten Verwundete eingeladen.
fernt, dort, wo jetzt die beiden jungen Amerikaner Forester und Hawkins wohnen. Malte bewohnte das Haus allein. Manchmal holte die Perano ihn ab. Zuweilen parkte ihr Wagen auch die ganze Nacht vor feinem Hause. Um ihren Ruf brauchte sie nicht besorgt zu fein. Sie hatte ihn nicht mehr zu verlieren.
Wenn man sich über etwas wunderte, so nur darüber, daß die Perano sich solch einen für ihre Begriffe doch armen Teufel wie Matte zum Liebhaber gewählt hatte: denn die reichsten Rancheros der Provinz und die wohlhabendsten Kaufleute von Verakruz wären glücklich gewesen, von ihr beachtet zu werden.
Merkwürdigerweise hielt sich ein hartnäckiges Gerücht, daß Malte nicht der einzige Favorit der Perano sei. Das ganze Lager tuschelte davon und raunte sich mißgünstig und schadenfroh den Namen des Nebenbuhlers zu: Fernando Gonzales. Weiß der Teufel, woher das Gerücht stammte. Niemand wußte etwas Genaues darüber zu sagen: stellte man einen Schwätzer zur Rede, so hatte auch er die Geschichte nur von einem Dritten gehört — aber der Klatsch wollte nicht verstummen.
Zunächst hatte ich natürlich nicht die geringste Absickt, mir den Mund zu verbrennen. Ich hielt das Gerücht für das müßige Gerede von Leuten, die Malle um feine Geliebte beneideten, und solcher Neider gab es genug. Dann aber, als der Klatsch durchaus nickt verstummen wollte, paßte ich eine der seltenen Gelegenheiten ab, bei denen man Malle noch zu fassen bekam, und tippte im Verlaus eines längeren Gesprächs vorsichtig und andeutend auf das Geschwätz an.
Er unterbrach mich sofort, ohne Schärfe, aber doch in einem abweisenden Ton, der mir deutlich zu verstehen gab, daß er einmal und nie wieder mit mir über diese Geschichte zu sprechen wünsche. Ja, Ciquita kenne Gonzales, sie sei ihm vor mehreren Jahren in Habana begegnet und er habe sich ihr hier wieder zu nähern versucht. Selbstverständlich hätte sie ihn abgewiesen.
Aus die Gefahr hin, es mit Malte zu verderben, erlaubte ich mir mit dem Recht des älteren Mannes
Bezirkspferdeschauen in Oberhessen.
Nachdem die Pferdezüchteroereinigung Oberhessen bereits zwei Pferdeschauen mit Prämiierungen in Friedberg und Butzbach abgehallen hat, stehen im Laufe des Monats Oktober noch vier B^zirkspferlde- fchauen bevor. Die erste Bezirkspferdeschau ist am 15. Oktober in Grünberg zusammen mit dem herkömmlichen Gallusmarkt. Am 21. Oktober findet eine Bezirkspferdeschau in Büdingen statt. Am Ta.ge danach wird eine Bezirkspferdeschau in Lauterbach abgehallen. Während diese Schau dormittags ist, wird noch am gleichen Tag nachmittags in Alsfeld eine Bezirkspferdeschau abgehallen. Mit den Pferde- schauen sind Prämiierungen verbunden.
Strenge Bestrafung von Garten- und Zelddiebstählen.
Die Arbeit des Landvolkes, das im Kriege zur Sicherung der Volksernährung in mühevoller Arbeit auf besonders verantwortungsvollem Posten steht, verdient einen erhöhten Strafschutz gegen Diebe, die es eigennützig um die Früchte seiner Arbeit bringen • wollen. Dasselbe gilt für die Gartenbesitzer, die neben ihrer Tagesarbeit mit großem Fleiß auf ihrem Grundstück Obst und Gemüse anbauen. Was die deutsche Erde heroorbringt, bildet aber auch die Grundlage der Ernährung des Volkes, und jeder, der sich an diesen Gütern vergreist, schädigt die Volksgemeinschaft. Der bisher bestehende Strafschutz gegen derartige Diebstähle von Garten-, Feldfrüch- ten und Walderzeugnissen wird dem nicht gerecht, da derartige Straftaten bisher meist nicht nach dem Strafgesetzbuch, sondern nach dem weit milderen Feld- und Forstdiebstahlsgesetz der einzelnen Lander verfolgt wurden. Deshalb ist jetzt bestimmt worden, daß derartige Feld- und Forstdiebstähle auch nach den schärferen Bestimmungen des Strafgesetzbuches verfolgt werden können, die für gewöhnlichen Diebstahl Gefängnisstrafen bis zu fünf Jahren und für schweren Diebstahl sogar Zuchthaus vorsehen. Werden derartige Feld- und Forstdiebstähle unter Ausnutzung der Verdunkelung oder sonst durch den Kriegszustand verursachten Verhältnissen begangen,
und Freundes die Bemerkung, daß ich es, ohne ihm Moral predigen zu wollen, für gefährlich halte, sich allzusehr an eine Frau wie die Perano zu verlieren. Er sah mich an, daß ich schon befürchtete, er würde mir im nächsten Augenblick an die Kehle springen. Er tat es nicht. Es wäre mir lieber gewesen, er hätte es getan, es wäre eine natürliche und verständliche Regung gewesen: denn was er mir antwortete, war schlimmer und bewies mir klar, daß er ganz einfach den Verstand verloren hatte.
Er sagte mir nämlich, er wisse genau, wer Ciquita Perano gewesen sei und was für ein erbärmliches Leben sie geführt habe. Damit sei es nun für alle Zeiten vorbei. Die Liebe habe wie eine lange verschüttete Quelle die dunkle Vergangenheit Ciquitas fortgespült und aus ihr einen neuen Menschen gemacht. Und dieser neue Mensch sei geläutert und keusch wie eine Heilige.
Wie eine Heilige — das sagte er mir ins Gesicht! Es war für mich zuviel. Ich verlor die Beherrschung und nannte Matte einen hirnverbrannten Idioten. Ich warf ihm noch ganz andere Dinge an den Kops, deutlich und unverblümt: ich glaube, ich bin vorher und nachher in meinem Leben nie so grob gewesen. Den ich hatte richtig Angst um ihn. Er ließ mich einfach stehen und ging, wortlos weg. Es war das letzte Gespräch, das ich mit Matte geführt habe.
Acht Tage später brach der Brand auf Buena Esperanza aus, der Huislander ruinierte. Matte wurde wenige Stunden nach dem Ausbruch des Brandes verhaftet. Die Anklage warf ihm den heimtückischen Sprengstoffanschlag auf das Ostgebiet von Buena Esperanza vor. Daß es sich dabei um Sabotage im Auftrag einer fremden Interessengruppe handelte, wurde nicht erwähnt und auch im Prozeß nur sehr vorsichtig gestreift. Daß es sich bei dem Brand um eine Auftragsarbeit handelte, hielt man, da es um Del ging, für selbstverständlich: und da man die wahren Urheber doch nie zu lassen bekam, weil sie stets durch eine ganze Phalanx von Strohmännern gedeckt waren, verzichtete man auch darauf, diesen Fragenkomplex näher anzuschneiden."
sFortsehung folgt.)


