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Schritt für Schritt den Weg zur Wolga erkämpft.

tianb. Die Sowjetunion hat durch diese Gebiets­verluste insgesamt 90 Millionen Menschen verloren. Der Verlust umfaßt oie wertvollsten Bestandteile ihrer Bevölkerung. Bei Neurekutierungen, die sich im wesentlichen nur auf die primitiven Sowjet­völker des Ostens erstrecken können, wird dieser Verlust für die Sowjets besonders spürbar fein. Hinzu kommen die Verluste an Toten, Verwundeten und Gefangenen von rund 14 Millionen, so daß die Sowjetunion insgesamt über 10 0 Millio­nen Menschen verloren hat, das sind zwei Drittel der Bevölkerung des europäischen Teils der Sowjetunion und über die Hälfte ihrer Gesamt- bevölkerung. Mit dem Totalverlust von ungefähr 14 Millionen ihrer besten Soldaten aber hat die Sowjetunion über zwei Drittel ihrer ge­samten wehrfähigen jungen Männer ver­loren. Neuaushebungen aus dem noch verbleibenden europäischen und asiatischen Teil Rußlands sind nur ganz beschränkt möglich, und man greift daher schon seit längerem auch auf die ältesten Jahrgänge zurück.

Mit der Besetzung der Ukraine, des Gebietes zwischen Donez und Don, der weiten Flächen zwi­schen Don und Wolga, der Krim und den bisher eroberten Teilen des Kaukasus sind die frucht­barsten Gebiete der Sowjetunion fest m deut­scher Hand. Ueber zwei Drittel des Brotgetreides, über zwei Drittel der Fleischversorgung und fast die gesamte Versorgung mit Zucker fallen damit für die Sowjetunion aus. Nicht weniger katastrophal sind die Verluste der Sowjets an lebenswichtigen R o h - stoffen. Nur einige Beispiele: die Gewinnung von Eisenerzen und Steinkohle fällt zu 60 bis 70 vorn Hundert, die Gewinnung von Manganerzen zu 95 v. H. aus, wodurch die Herstellung von hoch­wertigem Stahl in Frage gestellt ist. Die Alumi- niumoersorgung fällt zum großen Teil aus. Die Sowjetunion nähert sich daher sowohl in ihrer Menschenfrage als auch in der Frage ihrer Lebens­mittelversorgung und Rohstoffversorgung für die ihr noch verbliebene Industrie der Erschöpfung. Hinzu kommt aber noch ein entscheidender Faktor, das ist die äußerste Gefährdung von ungefähr 9 0 v.H. der sowjetischen O e l p r o d u kl i o n. Schon jetzt ist der Abtransport von Oel aus dem Kaukasus durch die deutsche Beherrschung der Wolga und der in Frage kommenden wichtigen Eisenbahnlinien kaum noch möglich. Ohne genügend Oel kann eine moderne Armee und Luftwaffe aber nicht schlagen, sie wird zum Krüppel. .

Es kann kein Zweifel darüber fern, daß einem Land mit solchen Verlusten zwangsläufig früher oder später d er Atem ausgehen muß. Unö wenn unsere Feinde sagen, daß wenigstens die Ver­luste an Material durch Zufuhren von England und Amerika ersetzt werden können, so kann man sich schwer vorstellen, daß unsere Gegner wirklich so einfältig sind, an die Wahrheit ihrer Behaup- tiinq zu glauben. In Wirklichkeit wollen die Eng­länder und Amerikaner mit solchen Versprechungen die Sowjets wohl auch nur zu immer neuen Blut­opfern bewegen. Die Sowjets allerdings durften von dieser Einstellung wenig befriedigt sein, denn alle Geleitzüge nach Rußland sind bisher fast rest­los von unseren tapferen Bombern und Untersee­booten vernichtet worden, und ich weiß, daß man in Zukunft erst recht alle Anstrengungen machen wird, damit keine Zufuhren von außen die Sowfet- union erreichen können.

Die Tatsache des Ausbleibens der verspro- chenen Materialhilfe hat Rußland veranlaßt, energisch aus eine Entlastung durch die Anglo-Amerikaner zu dringen. So versprach Herr Churchill Stalin in Moskau diezweite Front", und das Unternehmen von Dieppe wurde inszeniert. Wir bedauern, daß das eng­lische Gros feine gelandeten Streitkräfie dort im Stiche ließ. Es ist aber zu hoffen, daß die englisch-amerikanischen Strategen in London solche Versuche wiederholen werden. Die deut­schen Truppen sind bereit. Eine Entlastung für Rußland wird hierdurch bestimmt nicht ein- tceten, da täuscht man sich. Denn Deutschland mit seinen Verbündeten ist heute so stark, daß versuche zur Errichtung einer zweiten, dritten, vierten oder einer wievielten Front, von denen Herr Roosevelt prahlt, das stetig fortschreitende Erlahmen Sowjetruhlands nicht mehr aufhalten können.

Zu den Erfolgen in Europa und Afrika im zweiten Jahr unseres Paktes kommen die groß­artigen Erfolge der Marinen und Luftwaffen der Dreierpaktmächte im Kampf auf dem Welt­meer. Unsere U-Boote und Luftwaffe haben seit Kriegsausbruch der feindlichen Handelsschiffston­nage gewaltige Verluste zugefügt. Ich glaube, daß die Schätzungen unverlässig sind, die besagen, daß die verbündeten Mächte während des vergangenen Jahres mehr als das Doppelte an Han­delstonnage versenkt haben, als die Eng­länder und Amerikaner und ihre Trabanten bauen konnten. Und wenn in Zukunft unsere Feinde in der Lage sein sollten, ihre Schiffsneubauten trotz aller Schwierigkeiten noch erheblich zu steigern, so können wir ihnen versichern, daß man auf un­seren U-Bootwerften und in den Flughallen nicht untätig sein wird. Eins steht jedenfalls heute schon fest, nämlich, daß ganz gleich, was man auf der anderen Seite an Tonnage bauen wird, die Dreier­paktmächte immer in der Lage sein werden, weit­aus mehr Handelsschiffstonnage zu versenken, als von unseren Feinde nachgebaut werden kann. Die Feindtonnage wird also stetig immer weiter ab­nehmen, und die Transportfrage- muß damit zwangsläufig für unsere Feinde zu einem immer unlösbarerem Problem werden. Begegnet schon jetzt die normale Versorgung der Feindvölker und der Nachschub für ihre Truppen auf den bestehenden weit auseinanderliegenden Kriegsschauplätzen unge­heueren Schwierigkeiten, so muß die Errichtung von Kampffrönten, die die Dreierpaktmächte mit den Engländern und Amerikanern in kriegsentscheidende Kämpfe verwickeln könnten, schon allein an der Tonnagefrage scheitern.

Die Folgen dieser großen militärischen Erfolge und Eroberungen der Dreierpaktmächte im zweiten Jahr unseres Bündnisses zeigen sich heute bereits auf allen Gebieten. In demselben Ausmaß, in dem sich unsere Lage günstig gestaltet hat, hat sich die Lage unserer Gegner verschlechtert. In demselben Ausmaß, in dem unsere rüstungsmäßigen und stra­tegischen Möglichkeiten sich verbessert haben, haben die Möglichkeiten der Feinde weiter abgenommen. Ich möchte die heutige Lage kurz in folgenden Punk­ten zusammenfassen:

1. Im Gegensatz zu unseren japanischen Verbün­deten war für Deutschland und Italien, ja für ganz Europa, die Ernährungsfrage bekanntlich immer der wunde Punkt. Paßte es z. B. England, Europa von seinen Ueberseezufuhren abzuschneiden, kam unser Kontinent in die schwierigste Lage. Dieses vielleicht dringendste Problem Europas ist nun

Berlin, 27. Sept. (DNB.) Ueber den Gebäude­komplexen der kommunistischen Partei in Stalin­grad weht seit dem 25.9. die Reichskriegsflagge. In chweren Straßen- und Häuserkämpfen nahmen die deutschen Truppen im Stadtkern weitere be- estigte Häuserblocks und Bunkeranlagen. Schritt ür Schritt mußten sich Infanteristen und Pioniere m dieser Stelle den Weg zur Wolga erkämp- en. Die Bolschewisten nutzten jede Möglichkeit aus, um das Vordringen der deutschen Truppen aufzu­halten. Hinter jeder Hausruine, jedem Trümmer­haufen, hinter ihren eigenen zerschossenen Panzer­kampfwagen und aus Mauerresten schnell errichte­ten Barrikaden versuchten sie sich zu neuem Wider- tand festzusetzen. Sie mußten in erbitterten Einzel- und Nahkämpfen von Haus zu Haus, von einem Trümmerhaufen zum anderen zurückgeworfen wer­den. Panzerkampfwagen und Sturmgeschütze jagten Schuß auf Schuß in die bolschewistischen Wider- tandsnester. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge be­legten in Tiefangriffen die Straßenzüge mit Bom­ben. Unter ihren rollenden Angriffen stellten zahl­reiche feindliche Batterien das Feuer ein. 25 Salven­geschütze und 8 andere Geschütze wurden vernichtet.

Oer Wehrmachtbericht vom Sonntag.

DRV. Ausdem Führerhaupkquartler, 27. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Nordwestleildes Kaukasus und a m Terek wurde der Feind trotz zähen Widerstandes aus tiefgegliederten Stellungen geworfen. Bei der Abwehr eines Gegenangriffes vernichteten deutsche Truppen am Terek zwei feindliche Bataillone und brachten mehrere hundert Gefangene ein. Die Lust­waffe bombardierte die Häfen Tuapse und Ehosta und beschädigte ein Frachtschiff durch Bombentreffer.

3m Stadtkern von Stalingrad stürmte 3n- fanterie mehrere Bunkeranlagen und Häuserblocks und stieß, von Sturzkampfflugzeugen unterstützt, an weiteren Stellen bis zur Wolga vor. Entlastungs­angriffe gegen die nördliche Abriegelungsfronk wurden abgewiesen. Eine Panzerdivision vernichtete dabei 24 zum größten Teil schwere Panzer. Zusam- mengefaßle Luftangriffe fügten dtzn Sowjets hohe Verluste zu. Deutsche und rumänische Kampfstieger­oerbände setzten die Zerschlagung des feindlichen Rachschubs auf den Bahnstrecken im Gebiet der unteren Wolga fort.

An der Don-Front örtliche Kampstätigkeit. Nordwestlich Woronesch scheiterten wieder meh­rere feindliche Angriffe. Bei Rschew griff der Feind einen Teilabschnitt der Front mit starken, von Panzern und Fliegern unterstützten Kräften erneut an. Die Harken Kämpfe sind noch im Gange. Südlich des Ladogasees wurden mehrere feind- liche Angriffe unter hohen blutigen Verlusten des

endgültig beseitigt. Durch die Eroberung des gesamten Schwarzerdegebietes Sowjetrußlands, d. h. der Ukraine, des Don- und Kubangebietes, ist nicht nur die Ernährung Deutschlands und Italiens, andern ganz Europas in Zukunft sichergestellt. Dies bedeutet natürlich nicht, daß wir von heute auf morgen Ueberfluß haben werden. Damit hat es noch Weile. Aber auf eines können wir uns be- timmt verlassen, nämlich, daß die Lebensmittel­versorgung von Jahr Zu Jahr nur besser werden kann. Die kürzliche Erhöhung der Fleisch- und Brot­rationen hat bereits gezeigt, daß die deutschen Vor­aussagen hierüber keine Propaganda waren, wie unsere Feinde immer behaupteten, sondern den realen Gegebenheiten entsprachen. Ich selbst habe kürzlich in der Ukraine gesehen, wie in harmonischer Zusammenarbeit zwischen dortiger Verwaltung und Bevölkerung die gesamte Ernte bereits hereinge­bracht ist und die neue Bestellung vor sich geht. Mit der Lösung der Ernährungsfrage ober können wir einen der entscheidendsten Punkte in diesem Kriege für uns buchen.

2. Was die R ohsto ff lage und die Rü­st u n g s k a p a z i t ät der Dreierpaktmächte im Ver­hältnis zu der unserer Feinde anbetrifft, so möchte ich mich enthalten, Vergleiche anzustellen. Ich will auch davon absehen, prahlerische Angaben, wie wir sie von Herrn Roosevelt und seinen Helfershelfern gewohnt sind, zu machen. So viel fei aber gefasst: Die Dreierpaktmächte, denen die gesamten Rohstoffe Europas bis zur unteren Wolga und ganz Ostasiens zur Verfügung stehen, sind heute in einer Lage, daß für ihre Kriegsbedürfnisse auf diesem Gebiet überhaupt keine Schwierigkeiten eintreten können. Ich glaube demgegenüber, daß ernste Hemmungen in der Aufrüstung bei unseren Gegnern wegen des Mangels an wichtigen Rohstoffen, wie Gummi und Zinn usw. durch den Verlust der ostasiatischen und anderer Einfuhren eintreten werden. Was die Rü­stungskapazität Deutschlands und seiner Verbünde­ten anbetrifft, glaube ich, daß wir unseren Gegner sicher qualitativ, und wenn man alle Fak­toren in Betracht zieht, auch quantitativ überlegen sind. Ganz Europa ist heute eine Rüstungsfabrik. Zum Vergleich mit der Rüstungs­kapazität Englands und Amerikas will ich nur einen Punkt, der vielleicht der wichtigste ist, heraus­greifen: die Frage der Arbeitskräfte. Das Gros der in Europa und auch in Japan in den Rüstungsindustrien tätigen Arbeitskräfte bestand von jeher aus gut ausgebildeten und gelernten Fach­arbeitern, in denen eine alte Rüstungstradition fortlebt. Dagegen besteht das Gros der heute in Amerika und England verfügbaren Arbeitskräfte aus neu angelernten Männern ohne fachliches Kön­nen und auch ohne Tradition auf dem Rüstungs­gebiet. Qualitativ haben daher die Dreierpakttnächte einen Vorsprung, der in diesem Kriege niemals ein­zuholen ist. Quantitativ verfügen England und Amerika über rund 190 Millionen Menschen, aus denen ihre Facharbeiterschaft kommt. Hinzu tritt die noch vorhandene Facharbeitcrschaft der Sowjet­union, die aber stark dezimiert und in ihrer Lei- stungsfähigkeit geschwächt ist. Dagegen verfügen die Dreierpaktmächte über ein M ens ch eures er vvir von ungefähr 450 Millionen, aus denen ihre Fach­arbeiterschaft hervorgeht, d. h. also, die Dreierpakt­mächte verfügen schon an sich über ein bedeu­tend größeres M e n s ch e n r e s e r vo i r für ihre Rüstungsgrundlage als ihre Gegner. Dieser Vergleich wird für die Dreierpaktmächte noch we­sentlich günstiger, wenn man bedenkt, daß der Pro­zentsatz an Facharbeitern von der Gesamtbevölke­rung in den europäischen Ländern schon immer ein

Feindes abgewiesen und weitere Bereitstellungen durch zusammengefaßtes Feuer alter Waffen und den Einsatz der Lustwaste zerschlagen. Bei einem auf breiter Front unternommenen Uebersehversuch des Feindes über die Newa wurden über 260 Boote vernichtet und eine Anzahl Gefangener eingebrächk. Die Sowjets verloren am gestrigen Tage 50 Flug­zeuge; drei eigene werden vermißt.

3n Nordafrika führten deutsche Kampfflug­zeuge am 25.9. einen überraschenden Angriff gegen den britischen Stützpunkt in der Oase Kufra. Bombentreffer und Bordwasfenbeschuß riefen Zer­störungen in den Befestigungs- und Flngplahunter- künften hervor. Deutsche 3äger schossen am 26.9. bei Begleitschuh und freier 3agd ohne eigene Ver­luste acht britische 3agdslugzeuge ab. Der Flugplatz Heliopolis bei Kairo wurde in der vergangenen Nacht mit Bomben belegt.

An der Kanalküste und bei nächtlichen Sforflugen im Gebiet der Nord- und Ostsee wurden vier britische Flugzeuge abgeschossen. Hauptmann Graf. Staffel­kapitän in Linern 3agdgeschwader, errang am 26.9. seinen 200. bis 202. Luftsieg.

Oer Wehrmachtbericht vom Samstag.

DNB. Aus dern Führerhauptquartiec. 26. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Nordwestteil des Kaukasus und am Terek durchbrachen deutsche und verbündete Trup­pen mit wirksamer Unterstützung der Luftwaffe mehrere stark ansgevaute feindliche Stellungen. Vor der Kaukasusküste des Schwarzen Meeres ver­senkten deutsche Schnellboote einen Sowjettanker von 2000 Tonnen und einen Dampfer von 1500 BRT. Ein Transportschiff und ein großer Schlepp­kahn erhielten Bombentreffer.

3m Kampf um Stalingrad wurden dem Feind die in der Nähe der Wolga liegenden Parlei- gebände in schweren Kämpfen entrissen und Lnt- lastungsangriffe an der nördlichen Riegelstellung unter Vernichtung von 31 Panzern abgewiesen. Kampfflugzeuge warfen bei Nachtangriffen Bahn­hofsanlagen und Oellager der Stadt Astrachan in Brand. Die Kämpfe bei Woronesch dauern an.

3m mittleren Frontabschnitt nahmen Verbände des Heeres und der Waffen-^ gegen zähen feind­lichen Widerstand mehrere Ortschaften. Örtliche An­griffe des Feindes südostwärts des 3lmensees schei­terten.

Bei einem militärisch wirkungslosen Tagesangriff auf das Stadtgebiet von Oslo schossen deutsche 3äger drei von vier britischen Bombern ab. Die Luftwaffe bekämpfte in der vergangenen Nacht eine Hafen­stadt in Südweslengland mit Spreng- und Brand­bomben.

sehr viel größerer gewesen rst, als bei den Eng­ländern und Amerikanern.

Allein durch diesen Vergleich der Versorgung mit Arbeitskräften kann man ersehen, daß die Dreier­paktmächte, gestützt auf die größten Industrie- und Rüstungszentren der Welt und auf nahezu sämt­lichen Werften Europas und Astens der Rüstungs­produktion ihrer Gegner nicht nur gewachsen, son­dern überlegen sind.

3. Die strategische Lage der Dreierpakt­mächte ist gekennzeichnet durch die Tatsache, daß.die Verbündeten sich überall uneinnehmbare mi­litärische Positionen erobert haben, von denen aus sie dem Gegner entgegentreten und ihm blutige Verluste beibringen oder selbst die Initiative ergreifen und ihn aus weiteren Positionen ver- txeiben können. Im O st e n werden die dort kämp­fenden Teile der deutschen Armee und ihrer Ver­bündeten Rußland immer erneut anpacken und so lange schlagen, bis jede Gefahr des Bolschewismus für Europa ein für allemal verschwunden ist. Im Mittelmeergebiet und in Afrika werden die deutsch-italienischen Verbände den Engländer nicht zur Ruhe kommen lassen. Im W e st e n steht unsere Wehrmacht von Nordnorwegen bis zur spa­nischen Grenze in starken Stellungen, und die im Hinterland aufmarschierten Armeen stehen bereit, um jeden Landungsversuch im Keime zu ersticken.

Und was den Bombenkrieg gegen die Zivilbevölkerung anlangt, diese ur­eigenste Erfindung des Herrn Churchill, so wird die Zukunft zeigen, ob das auf die Dauer ein guter oder schlechter Gedanke war. Daß diese Bombardierungen für die Kriegführung ziemlich belanglos sind, ist heute schon eine allgemein bekannte Tatsache. Nachdem man jedoch in Eng­land eingesehen hüt, daß es mit der Hoffnung, das deutsche Volk und das übrige Europa durch Lügenpropaganda aufzuwiegeln, nichts ist, ver­sucht man es nun mit Terror der Bomben. Aber Herr Churchill wird sich auch hier wie schon so oft wieder täuschen. Denn das deut­sche Volk ist nicht mehr das Volk von 1918, und jede Bombe, jedes zerstörte heim, jeder Tote macht es nur noch härterund ent­schlossener, es den Engländern heimzuzah- lcn, zu kämpfen und zu siegen, bis Europa ein für allemal vor England Ruhe hat. Auch die anderen Völker Europas denken hierin nicht an­ders. 3m übrigen können wir Herrn Churchill versichern, daß die Bomben gezählt werden und daß die Zeit kommen wird, in der wir uns mit diesem englischen Flugzeugmutterschiff vor Europa endgültig befassen werden.

Außer der Bombardierung der deutschen Zivil­bevölkerung hat Herr Churchill allerdings in den drei Jahren dieses Krieges kaum einen militärischen Erfolg zu verbuchen. Vielmehr verliert England ausgerechnet durch die Politik dieses Erben einer großen englischen konservativen Tradition einen Teil des britischen Imperiums nach dem anderen. Nun ist zwar der Verlust von Besitzungen an den Feind in allen Zeiten die natürliche Folge erlittener Nie­derlagen gewesen. Herrn Churchill allein scheint es Vorbehalten .311 sein, getreu seinem Drang nach Ori­ginalität auch hierin eine Ausnahme zu machen, in­dem er den einen Teil des britischen Imperiums an feine Feinde verliert und den anderen Teil a n feinen Freund und Bundesgenossen, die Vereinigten Staaten von Nordamerika!

Während Herr Roosevelt mangels militari-

Das Eichenlaub

Berlin, 26. Sept. (DJIB.) Der Führer h-kdem Oberleutnant Tonne, Staffelkapitän in einem 3agdgeschwader, und dem Feldwebel Wilhelm L r i n i u s, Flugzeugführer in einem 3agdgeschwa- der, als 127. und 128. Soldaten der deutschen Wehr­macht das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen.

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Oberleutnant Wolfgang Tonne ist als Sohn eines Lehrers 1918 zu Moßbach, Kreis Schleiz (Thür) geboren und hat das Gymnasium in Jena besucht, auf dem er Ostern 1937 das Reifezeugnis erhielt. Von der Lustkriegsfchule Fürstenfeldbruck wurde er bei Ausbruch des Krieges auf eine Jagd­fliegerschule kommandiert. Ende 1939 in ein Jagd­geschwader versetzt. Ihm wurde am 5. Mai 1941 die Goldene Frontflugspanne verliehen. Im Ja­nuar 1942 wurde er Staffelkapitän. Nach dem Ab­schuß des 54. Flugzeuges erhielt er am 6. Sep­tember 1942 das Ritterkreuz. Am 22. September errang er feinen 101. ßuftfieg.

Crinius ist von Beruf Bankangestellter. Er wurde 1920 in Hohenhausen (Kreis Lippe) als Sohn eines Malermeisters geboren. Mit Beginn des Krieges wurde er zu einem Baubataillon eingezogen. Am 10. Januar 1940 trat er in ein Fliegerausbild ungs° regiment ein und wurde dann zu einer Jagdgruppe versetzt. Nach kurzen Einsätzen an der Deutschen Bucht und auf Sizilien kam Crinius als Gefreiter im Februar 1942 an die Ostfront. Schon wenige Tage später erzielte er seinen ersten Luftsieg und hatte bis zum August in 110 Feindflügen eine große Anzahl bolschewistischer Flugzeuge zum Ab­sturz gebracht. Wegen Tapferkeit vor dem Feinde wurde er am 1. 9. Feldwebel. 22 Tage später er­rang er seinen 100. Luftsieg.

Gegen sechsfacheütbermacht erfolgreich

Berlin, 26. Sept. (DNB.) Eine Staffel deut­scher Jäger unter Führung des mit dem höchsten Tapferkeitsorden ausgezeichneten Hauptmanns Marseille stellte über den Alamein- Stellungen einen Verband von über 60 bri­tischen Jagdflugzeugen. Im Verlaufe des erbitterten Luftgefechts, das sich weit in die Wüste hineinzog, schoß Hauptmann Marseille kurz hintereinander d r e i S p i t f i r e u nd eine (T u r t i 6 ab, so daß sich innerhalb weniger Minuten mit vier Abschüssen die Zahl seiner Luftsiege auf 155 erhöhte. Eine weitere Spitfire wurde durch einen Flugzeugführer abge- schossen, der erst seit kurzem im Fronteinsatz ist. Die britischen Jäger brachen nach diesem Verlust den Kampf ab. Alle deutschen "Flugzeuge kehrten zu ihren Startplätzen zurück. Am Nachmittag stellte ein Verband deutscher Messerschmitt-Jäger, wieder unter der Führung des Hauptmanns Marseille, über den vorderen deutschen Stellungen sechs Spit« sire-Flugzeuge. Hauptmann Marseille schoß im Zeit­raum von fünf Minuten drei der britischen Jagd­flugzeuge ab und erhöhte die Zahl feiner Luftsiege an diesem Tage auf sieben.

scher Leistungen durch Emissäre in der ganzen Welt eine ungeheure Bluffoffensioe mit astronomischen Rüstungszahlen betreibt, um dem englischen Volk Sand in die Augen zu. streuen, als ob es in diesem Kriege doch noch gewinnen könnte, übernimmt er in aller Stille eine Besitzung Großbritanniens in der Welt nach der anderen. Man muß sich manch­mal wirklich fragen, ob es Verbrechen ober Einfalt ist, mit dem das englische Volk von seinen heute Regierenden in diese Situation gebracht wurde. Wenn in England einmal der Nebel der asttonomi- schen Rüstungspropaganda, mit dem Amerika heute das englische Volk umgibt, verflogen ist, mag das große Erwachen kommen. Manchmal scheint es so, als ob schon heute die in England Regierenden sich vor diesem Augenblick fürchten. Unaufhörlich be­schäftigen sich diese Regierungsmänner anscheinend mit Gedanken, wie Vergeltung, Bestrafung von Naziführer, Faschisten, japanischen Militaristen usw. Da drängt sich einem unwillkürlich der Gedanke auf, ob diese Leute nicht vielleicht nur deshalb immer von solchen Dingen sprechen müssen, weil ihnen ihr schlechtes Gewissen keine Ruhe läßt und ihnen das, was sie ihren Feinden wünschen, als ihr eigenes Schicksal ankündigt. So haben Mr. Churchill lind Mr. Eden erst kürzlich wieder erklärt, daß die Stunde der Vergeltung kommen werde. Wir können diesen Herren mit gleichem antworten und ihnen sagen, daß wir am Tage des Sieges uns ihrer er­innern werden, denn beide sind zweifellos die H a u p t v e r a n t w 0 r t l i ch e n für die englische Kriegserklärung an Deutschland.

Aber eine solche Auseinandersetzung wäre sinn­los. Ich möchte daher nur feststellen, daß man so­weit ich orientiert bin sich in den Ländern der Dreierpaktmächte mit solchen Gedanken der Be­strafung der Schuldigen in England und Amerika, die diesen Krieg gegen uns angezettelt haben, bisher nicht beschäftigt hat. Vielleicht ist das vor allem daraus zurückzuführen, daß man bei uns der Ueber- zeugung ist, daß die enttäuschten und betrogenen Völker Englands und Amerikas eines Tages dieses Strafgericht an ihren Regierenden selbst vollziehen werden.

Herren dieses Schlages haben den Krieg vom Zaun gebrochen und spielen sich jetzt als Moralisten und Weltverbesserer auf. Sie sprechen von Vergel­tung an ihren Gegnern und haben die Verbrechen selbst begangen. Sie sprechen von Kriegsvlänen und der Erhaltung der Kultur, Kirchs Demokratie usw. und nennen wie kürzlich der Dekan von Canter­bury die verbündeten Bolschewistengute und würdige Christen". Da ihnen in ihrer Verlogenheit nichts anderes einfällt, machen sie lächerliche Welt- beglückungsphrasen oder vergreifen sich neuerdings an dem nationalsozialistischen und faschistischen Ge­dankengut des Führers und des Duce.

Aber die Leute seien sich über eins klar: bei der Neuordnung ttr Dinge in unseren Räumen haben sie nichts mehr zu suchen. Das besorgen sowohl in Ostasien als auch in Europa die dort lebenden Völker mit ihren neuen Füh­rern selbst. Die europäische Neuordnung wird kommen und das neue Europa wird ein besseres sein als das vergangene, und jede Nation wird in demselben den ihr gebührenden Platz finden. Denn es wird nunmehr Zeit, daß unser Erdteil sich findet und verträgt, und nach der Ausschal­tung der Bolschewisten und Englands, dieses ewigen Störenfrieds, das für die meisten euro­päischen Kriege in den letzten 3ahrhunderlen verantwortlich ist, wird dies auch möglich sein. Tatsächlich ist Europa bereits heute auf dem besten Wege hierzu.

Zusammenfassend möchte ich sagen, daß die Dreierpaktmächte heute am Ende des zweiten Jah­res ihres Zusammenschlusses nach jeder Rich' tung Herren der Situation sind. Harte