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Montag. 28. September (942

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(92. Jahrgang Nr. 228

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(Siebener ftamilienblätter

Heimat imBild-DieScholle

drühlfche ttrtixrfitätibniderd H. Laug« General-Anzeiger siir Oberhessen *rl«i<1)tn,e$d)«I|traht 7-4

Die Mächte des Dreierpakis sind die Herren der Lage.

Eine stolze Bilanz des Reichsaußenministers am zweiten Jahrestage des Oreimächtepaks.

Berlin, 27. Sept (DJIB.) Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribbentrop gab aus Anlaß des zweiten Jahrestages der Unterzeichnung des Dreimächtepaktes am Sonntagabend im Hotel Kaiserhof einen Empfang. Ls waren anwesend der italienische Botschafter Dino Atfieri, der

japanische Botschafter Oshima sowie der unga­rische Gesandte Szlojay, der rumänische Ge­sandte B o s s y, der kroatische Gesandte Budak, der bulgarische Gesandte S a g o r o f f und der

slowakische Geschäststiäger Legationsrat Malis mit Mitglieder der Missionen und den ihnen zu- geteilten Waffen-Attaches. Bon deutscher Seite waren pnwesend: Generalfeldmarschall ü e i t e l, Reichs- presseches Dr. Dietrich und die leitenden Beamten

des Auswärtigen Amtes mit Staatssekretär von Weizsäcker sowie die an der Durchführung des Dreimächtepaktes beteiligten/ Persönlichkeiten. Rach der Begrünung der Vertreter der im Dreimächte­

pakt verbündeten Staaten gedachte der Reichsaußen-

minifter in einer Ansprache des zweiten Jahrestages

des Abschlusses des Dreimächtepaktes und der Staatsoberhäupter der mit Deutschland im Drei­mächtepakt verbündeten Staaten. Der Reichsaußen- minifter führte folgendes aus:

Die Ansprache Ribbentrops.

Eure Exzellenzen! Meine Herren!

heute, am zweiten Jahrestag des Abschlusses des Dreimächtepaktes, jenes weltumspannenden Bund- nispaktes, der zürn politischen Symbol des Be­freiungskampfes aller jungen Völker gegenüber dem Egoismus und der Habsucht einer überlebten Welt- oronung geworden ist, begrüße ich im Namen der Reichsregierung die Vertreter unserer Partner Ita­lien und Japan sowie die Vertreter der dem Pakt beigetretenen Staaten Ungarn, Rumänien, Slo­wakei, Bulgarien und Kroatien.

Als Deutschland, Italien und Japan vor zwei Jahren in Berlin den Dreimächtepakt feierlich ab­schlossen, geschah dies vor allem mit dem einen Ziel: die Vereinigten Staaten von Nord­amerika zu warnen. Weny Präsident Roose­velt und seine jüdische Clique von Kriegshetzern sortfahren würden, das amerikanische Volk gegen seinen Willen zum Kriege zu treiben, so sollten sie wissen, mit wem sie es im E r n ft f a 11 e z u tun bekommen würden. Der Sinn und Zweck dieses Bündnissas war also -ein rein de­fensiver, d. h. es sollte verhindern, daß dieser von den internationalen Geschäftemachern angezet­telte europäische Krieg durch hinzutritt der Der- einigten Staaten zu einem allgemeinen Weltkrieg erweitert und damit verlängert würde.

Herr Roosevelt ließ die Warnung unbeachtet. Er, dessen Hauptschuld an dem Ausbruch dieses Krieges schon damals durch die bekannten Dokumenten-Ber- öffentlichungen immer klarer zutage trat, konnte nicht mehr zurück. Seit Abschluß des Dreimächte­paktes verdoppelte er daher seine propagadistischen Anstrengungen. Es galt die Sorge des amerika­nischen Volkes vor dieser übermächtigen Kombi- Nation zu zerstreuen und es um so schneller für den Krieg reif zu machen. Um vollendete Tatsachen zu schaffen, die jede Möglichkeit einer friedlichen Rege­lung endgültig beseitigen mußten, ging Herr Roose­velt bann zu offenen Kriegshandlungen über. Er ließ trotz des noch bestehenden Friedenszustandes mit den Achsenmächten deutsche und italienische Schiffe angreifen. Er beleidigte das deutsche, italie­nische und japanische Volk und seine Führer.

Mit großer Zurückhaltung haben die Dreierpakt- machte diese Beleidigungen, Herausforderungen und feindlichen Handlungen über ein Jahr lang beobach­tet, immer in der Hoffnung, daß doch noch der gesunde Menschenverstand des amerikanischen Volkes seinen Präsidenten und die ihn umgebende Clique von Mi- schen Kriegshetzern zur Vernunft bringen wurde. Aber dieser Krieg war Herrn Rooseve I tu feige n° ftes Werk. Cf wollte ihn einfach. Mit Vernunft war da nichts zu machen. So [teilte er denn auch bewußt eines Tages unverschämte Forderungen, die die stolze japanische Nation in ihrer Ehre ver­letzen mußten. Damit war das Maß voll, und I a pan schlug zu. In Pearl Harbour mürbe ein großer Teil ber amerikanischer Flotte vernichtet, ein Verlust, ben bie Vereinigten Staaten m diesem Kriege nicht mehr einhvlen können, und die Ber» fenfung der englischen Schlachtschiffe brach das Rückgrad der englischen Flotte in Ost- offen.

Deutschland, Italien und Japan schlossen sich nun- mehr, getreu dem Geiste des Dreimächtepaktes, n o ch enger zusammen zu einem Bund auf Leben und Tod und geschlossen, die Waffen nicht eher me- derzulegen, bis die Zukunft ihrer Volker und bie von ihnen geforderte Neuordnung der Dmge m der Welt ein für allemal sichergestellt ift. Sie waren uch habet bewußt, daß die Kraft ihrer vereinten Völker und die mit ihnen verbündeten Nationen die stärkste Mächtegruppierung repra- rentierte, die je geschaffen wurde unb eine sichere i Garantie für die Erreichung dieses Zieles bot. Die I Ereignisse haben diese Annahme bestätigt.

Meine Herren! Gewaltiges hat siK seit Dezember ! fres vergangenen Jahres ereignet. Ich mochte diese I Ereignisse kurz wie folgt zufammenfasien: In p 11- I ifien hat unser japanischer Verbündeter in einem I ^iegeszug ohnegleichen ein Weltreich erobert, hong- ong, Singapur, Sumatra, Java und Burma sind «amen von Schlachten, die heute nochin den Ohren i Hingen und die in die ruhmvolle Kriegsgeschichte . :>es japanischen Kaiserreiches entgehen werden Seit- , »em steht Japan in uneinnehmbarer Positron im öagifif, von ben Alöuten bis zu ben Salomoninseln

und bis Singapur jederzeit sprungbereit, um dem Feind neue Schläge zu versetzen. Von Burma aus aber wurde die letzte Verbindung Tschigngkaischeks zur Außenwelt abgeschnitten und damit Tschung- king-China als Gegner von Gewicht für Japan ausgeschaltet, heute bedroht die japanische Armee bas Herz bes britischen Imperiums Jnbien. Eine stolze Bilanz ber ersten Kriegsmonate.

Aus ben europäischen und afrikani­schen Kriegsschauplätzen stand das zweite Jahr unseres Dreimächtepaktes im Zeichen weiterer ge­waltiger Erfolge Deutschlands, Italiens und ihrer Verbündeten. Während in Afrika die verbündeten deutschen und italienischen Divisionen in kühnem Siegeslauf und in treuer Waffenbrüderschaft den Engländern Tobruk, Soll um und Marsa Matruk entrissen und in starker Stellung bei E l Alamein vor den Toren Aegyptens stehen,

während bie verbündete deutsch-italienische Luft­waffe unb Marine der englischen Seemacht im Mit­telmeer immer wieder vernichtende Schläge zufügt, konzentrierte sich naturgemäß das Hauptinteresse auf bie Front i m Ost e n.

Nachdem bie Sowjets im vergangenen Winter monatelang ohne jede Rücksicht auf Menschen gegen unsere Ostfront angelaufen waren, furchtbare Men­schenverluste erlitten und sich immer mehr verblu­teten, brach die deutsche Armee mit ihren Verbün­deten im Frühjahr erneut zum Angriff vor. Mit gewohntem Elan wurden die Halbinsel Kertsch und die Festung Sewastopol genommen, in der Schlacht von Charkow die während des Winters neu aufgestellten Divisionen Timoschenkos ver­nichtet. Damit waren die Voraussetzungen für den entscheidungsvollen weiteren Stoß nach Osten ge­schaffen. In stets gleichem heldenmütigen Angriffs-

Für ein gerechtes Regime des Friedens, der Sicherheit und Stabilität.

Dreierpaktkundgebungen auch in und Tokio.

Rom, 28. Sept. (Europapreß.) Anläßlich des zweiten Jahrestages ber Unterzeichnung bes Dreier­paktes vereinte die italienische Regierung in ber Villa Madama eine große Anzahl politischer Per­sönlichkeiten. Der italienische Außenminister Gras Ciano richtete an die Anwesenden eine zehn Minuten währende Ansprache, in der er betonte, daß bas bolschewistische System beseitigt werden müsse, das bie Kultur ber europäischen unb asiatischen Na­tionen bebrohe.Die Dreierpaktmächte brauchen Lebensraum, um atmen zn können. Sie müssen ihre Existenz und die Basis ihrer bisherigen politischen Ordnung aufrechterhalten. Darum haben sie sich zusammengefunden."

Graf Ciano schloß:Wir kämpfen nicht für uns allein, auch nicht für eine rein materielle Frage des Gebietes unb ber Grenzen. Wir kämpfen, um ber Welt ein gerechtes Regime bes Frle­bens, ber Sicherheit unb ber Stabili - tat zu geben. Die feste unauflösliche Verbinbung ber Völker bes Dreierpaktes, die Genialität unserer großen Führer, bas Heldentum unserer Soldaten, bie auf bem weiten Raum ber Kontinente ihre Opfer mit bem Sieg frönen, geben uns bie Ge­wißheit, baß bas Werk, bas wir unternommen haben, zur Vollendung gebracht wird und daß un­sere siegreich vereinten Fahnen der Welt jenen ge­rechten Frieden bringen, der im Herzen unserer Volker lebt."

Japans Treue ist unerschütterlich."

Tojo und Tani sprachen in der Hibiha-Halle.

Tokio, 27. Sept. (Europapreß.)Japan steht mit seiner traditionellen Treue unerschütterlich sei­nen Verbündeten zur Seite", erklärte Minister­präsident T o j o auf der Massenkundgebung in der

hibiya-hqlle aus Anlaß des zweijährigen Bestehens des Dreimächtepaktes. Tojo betonte, daß die im Dreimächtepakt zusammengcschlosienen Länder mit dem Ausblick auf eine Helle Zukunft Schritt für Schritt vorwärts schreiten bis zur Erreichung des großen gemeinsamen Zieles."Japan ist seinen Freunden gegenüber loyal unb stark in seinem Treuegefühl. Auf blefem Gefühl ber Treue basiert bie Einigkeit unserer Nation und die Zusammen­arbeit der verbündeten Staaten. Diese Tugend Ja­pans wird niemals durch einen Wechsel in ber Welt­lage erschüttert werden können. Sie wird feststelzen, gleich, welche Intrigen der Feind auch gegen uns anwenden möge. Japan ist entschlossen, durch eine strenge Wahrung dieser Tugend ber Treue ben Enb- fieg zu erringen, indem es nach außen hin die Bande des Dreierpaktes noch enger knüpft, unb im Innern die Einigkeit ber gesamten Nation weiter stärkt."

Außenminister Tani erinnerte dann bie japa­nische Nation daran, baß das Ziel des japanischen Reiches und feiner Verbündeten darin bestehe, für alle Nationen und Völker ben ihnen zukommenden Platz in der Welt zu finden und die in ihrer Große unvergleichliche Aufgabe zu losen, den Völkern ber Welt ein Leben in Frieden und Sicherheit zu ver­schaffen. In Verfolgung dieser hehren Ziele müßten noch viele Hemmnisse und Schwierigkeiten über­wunden werden. Die Schaffung der Neuordnung mache vor allem die erfolgreiche Fortführung bes Krieges erforderlich, die aber wiederum oon einer konstruktiven Aufbauarbeit begleitet fein müsse. ,,Um unsere Aufgaben erfüllen zu können", so schloß iarti,müssen wir an der Heimatfront im selben Geist wie bie Offiziere und Soldaten an ber Kampf­front dem Staate dienen, 100 Millionen Japaner, die durch eine einzige Idee und durch ben gleichen Geist verbunden sind. Aus diese Weise werden wir unsere hehren Ziele erreichen/'

Fast 400000 BRT. in einer Woche.

Berlin, 27. Sept. (DNB.) 3m Kampf gegen die feindliche Schiffahrt wurden in ber Woche vom 20. bis 26. 9. besonders große Erfolge gemeldet. Die am 20.9. bekanntgegebene Schlacht gegen ben Nordmeer-Geleitzug übertraf sowohl hin­sichtlich Dauer und Härte als auch der Er- gebnisse die bisherigen derartigen Kämpfe. Neben der Luftwaffe zeichnete sich auch bie U-Boot-Waffe aus. hinzu kamen noch die durch bie Sondermel- bung vom 24. September bekanntgegebenen Ein­zelangriffe von U-Booten in verschiede­nen Meeresteilen und der Angriff auf ben aus der UdSSR, nach britischen und amerikanischen Häfen zurückkehrenden Geleitzug. Insgesamt betrugen bie Verluste bei diesen Seekämpfen 56 Handelsschiffe mit 395 000 BRT., wozu noch 14 be­schädigte Schiffe kommen. An Kriegsschiffen der Geleite wurden vier Zerstörer, eine Korvette,

zwei Bewacher vernichtet, drei Zerstörer beschädigt. Im Mittelmecr versenkten U-Boote noch einen Dampfer und fünf Transportsegler, im Schwarzen Meer Schnellboote zwei Schiffe mit 3500 BRT. Die in ber Woche gemeldete Gesamtzahl vernichteter Handelstonnage des Feindes steigt damit auf 399 700 BRT .

Der Feind unternahm einen einzigen größeren Nachtangriff gegen Süddeutschland, besonders gegen M ii n ch e n. Demgegenüber griffen deut­sche Flieger in vier Nächten und an fünf Tagen militärisch wichtige Ziele an, darunter das Industriegebiet von Sunderland, und ein Baracken­lager ostwärts Hastings. Während die Engländer vom 20. bis 26. September 4 0 Flugzeuge ein- büßten, davon acht über Afrika und bem Mittel­meer, verloren bie Deutschen nur fünf, davon zwei über Afrika.

Das Eichenlaub mit Schwertern für Hauptmann Helbig.

Berlin, 28. Sept. (DBB. Funkfpruch.) Der Führer verlieh dem Gruppenkommandeur in einem Kampfgeschwader Hauptmann helbig das Eichen- laub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes unb übermittelte ihm folgendes Schreiben: 3m Ansehen Ihres immer bewährten Heldentums verleihe ich Ihnen als 20. Soldaten der deut­schen Wehrmacht das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Adolf Hitler."

Als 2. Kampfflieger wurde Hauptmann helbig das Eihenlaub mit Schwertern verliehen. Er ist 1915 zu Born, Kreis Daten in Sachsen geboren, unb hat sich im Kampf gegen England besonders aus­gezeichnet. Aut 24. 11. 40 wurde ihm das Ritter­kreuz verliehen. Als im Januar 1941 Verbände ber deutschen Luftwaffe im Mittelmeerraum eingesetzt wurden, gehörte die Staffel Hauptmann helbigs zu ben ersten, die Angriffe gegen die Insel­

festung Malta flogen. Nach dem Feldzug gegen Serbien nahm Hauptmann helbig an der Vernich­tung der britischen Rückzugsflotte aus Griechen­land teil unb errang bei ben Kämpfen um bie Insel Kreta einen besonderen Erfolg mit ber Ver­senkung mehrerer Kriegsschiffe. Seine Angriffe auf Haifa fügten dem Feind schwere Verluste zu. Auch wurden bei Zerschlagung britischer Flugplätze im Gebiet des Suez-Kanals zahlreiche Fahrzeuge am Boden zerstört. Am 16. 1. 42 erhielt ber hervor- ragenbe Kampfflieger bas Eichenlaub zum Ritter­kreuz. Im Mai versenkte seine Gruppe vor ber Süb- küste Kretas von vier britischen Zerstörern drei durch Volltreffer. Bei der Zerschlagung bes britischen Geleitzuges im westlichen Mittelmeer versenkte er einen vollbeladenen Frachter von 10 000 BRT. Seine Gruppe hat zahlreiche hanbelsschisse mit zu­sammen über 200 000 BRT. versenkt, von benen Hauptmann helbig einen erheblichen Teil selbst burch Volltreffer auf ben Grunb des Meeres schickte. /

Der große Gegensatz.

Wenn zwei basfelbc tun, so ist es nicht basfdbe." So sagt ein gutes altes Sprichwort, bas in sinn­gemäßer Abwanblung auch ben großen Gegensatz erfaßt, ber in brei politischen Vorgängen liegt. In bem Austausch von Botschaften des Dreimächte­paktes in einer Rebe Ebens unb in einer Er­klärung Willkies in Moskau. Was Reichsaußen­minister von Ribbentrop am Sonntag vor ben Diplomaten ber uerbünbeten Nationen, vor ben Vertretern von Staat, Partei unb Wehrmacht im BerlinerKaiserhof" gesagt hat, das klingt schon in Botschaften an, die die Außenminister Deutschlands, Italiens unb Japans zur Erinnerung an die Unter­zeichnung des Dreimächtevaktes am 27. September 1940 ausgetauscht haben. Ribbentrop weist auf das natürlichste Recht, das Recht auf Raum und Anteil an den Gütern dieser Erde" hin und stellt fest, daß bie gewaltigen Siege der Dreierpaktmächte zu Lande, zu Wasser und in der LustMachtstellungen ge­schaffen haben, die nur noch schwer angreifbar finb"«i Graf Ciano erinnerte daran, daß der Dreimächte­pakt nicht durch rein diplomatische Berechnung unb auch nicht aus einer augenblicklichen ftriegsnotroen* bigkeit, sondern aus dem tiefen Bewußtsein der ver­bindenden Gemeinsamkeit entstanden ist. Der japa­nische Außenminister Tani sagte, daß die Dreier­paktmächte ursprünglich mit diesem Vertrag die Wir­ren in Europa unb Ostasien einzuschränken unb einer Ausweitung bes Krieges vorzubeugen beabsichtigten

Und nun das Gegenstück: Auch unsere Feinde fal­ten, wie natürlich, Fühlung miteinander. Roosevelts Sonderbotschafter Wendell Willkie ist zu Besuch in Moskau gewesen. Er sollte ausbügeln, was bei bem Besuch Churchills in Moskauaus ber Fasson gekommen" war. Immerhin fühlte sich der englische Außenminister Eben verpflichtet, zu den ameri­kanisch-sowjetischen Besprechungen in Moskau eng- lischen Sens dazuzugeben. Er verwies auf die An­strengungen der Engländer, Geleitzüge in die Sow­jetunion zu schicken und deutsche Städte zu bom­bardieren. Aber feine Rede ist überschattet von der Unzufriedenheit ber Sowjets mit berenglischen Hilfe". Von der Diplomatiflererei Edens heben sich die Erklärungen Willkies zum Abschluß feines Be­suches merklich ab. Aus Willkie sprich! ... Stalin, d"»- ihm so eingeheizt haben mag, wie vor fünf Wochen bem alten Churchill.In diesem Winter wer­den die Lebensrnittel rar unb vielleicht noch schlim­mer als rar sein. In Millionen Wohnungen ber Sowjetunion wird man in diesem Winter wenig Heizmaterial zu sehen bekommen. Mit Ausnahme der Sowjetarmee und der Rüstungsarbeiter sind fast keine Kleidungsstücke vorhanden. Viele unbe­dingt notwendige medizinische Vorräte existieren einfach nicht ... Das ist die Sowjetunion von heute, bie einen grausamen langen Winter vor sich hat. Ein ausgehungerter Mann kann, selbst wenn er bas Herz eines Löwen hat, nicht weiter­kämpfen."

Die Worte sprechen für sich selbst. Und was ver­spricht Willkie? Entlastung, wenn die militärischen Führer in USA. unb England es verantworten kön­nen.

geist haben bie verbündeten Truppen Deutschlands, des faschistischen Italiens, Rumäniens, Ungarns, ber Slowakei und Kroatiens bie russischen Armeen auch hier geworfen unb stehen jetzt trotz ber ungeheuren (Entfernungen bereits an ber Wolga, tief i m Kaukasus und in bem Gebiete bes Kaspi­schen M ceres. Zur gleichen Zeit haben an ben anderen Teilen der Ostfront deutsche Truppen im Verein mit verbündeten unb freiwilligen Verbänden aus fast allen Ländern Europas die Sowjets in harten Abwehrschlachten geschlagen imb ihnen schwerste Verluste zugefügt, während bie finnische Armee in treuer Waffenbrüberschast mit Unseren im Norden bie Micfa hielt.

Meine Herren! Seit Wochen tobt bie Schlacht um Stalingrad. Es wäre vermessen, über das Ausmaß dieses gewaltigen Ringens unb bas unver­gleichliche Heldentum unserer Soldaten in diesem Kampf hier sprechen zu wollen, hierzu ist nur einer berufen: der Feldherr, ber biefen Titanen­kampf führt, so wie er ganz allein die gewaltigen Schlachten und Feldzüge der letzten drei Jahre in diesem zur Vernichtung des deutschen Volkes ange­zettelten Kriege geplant, geführt und siegreich be­endet hat. Aber eins darf Ich hier aussprechen: wir alle, Politiker, Soldaten, wissen, ja, das ganze beutfefa Volk weiß, daß es bei diesem Kampf um Großes geht. Und noch eins wissen wir, meine Herren!

Der Heldenmut unb bie Tapferkeit ber deutschen Truppen werden auch die Schlacht um Stalingrad gewinnen! vielleicht wird ein­mal später bie Schlacht um Stalingrad zum Symbol dieses Freiheitskampfes Europas er­hoben. Denn mit der Einnahme dieser Stadl die das große verblndungszentrum zwischen Nord- und Südrnßland ist und die Hauptver­kehrsader dieses Landes, die Wolga, beherrscht, wird unserem gefährlichsten Gegner ein Schlag verseht, von dem er sich nicht mehr erholen wird.

Mit Beendigung der militärischen Operationen ber verbündeten Armeen in diesem Jahr wird die Sow- jetunon in eine äußerst schwere Lage ge­raten. Die Verluste an Territorien, Menschen, Er­nährungsbasen, Erzen, Rohstoffen aller Art, an in­dustriellen, verkehrstechnischen und schließlich auch militärischen Möglichkeiten sind derart, daß der sowjetische Koloß schon heute mehr als die Hälfte, auf wichtigen Gebieten bis zu zwei Drittel unb mehr seiner Kraft eingebüßt hat. Territorial ge­sehen haben unsere Truppen schon heute 1,6 Mil­lionen Quabratkilometer, d. h. einen Flächenraum besetzt, ber so groß ist, wie Großbeutschlanb, Frank­reich unb bas Vereinigte britische Königreich zu- fammengenommeii. Von bcMi erschlossenen Teil bes europäischen Rußlanb ist damit über bie Hälfte, unb zwar der in jeder Beziehung b e i weitem wertvollste Teil, fest in deutscher