leben sie jene Kunst, für die wir ja mit angetreten
sind, um sie uns und der Kulturwelt zu erhalten. I unserer ganzen Größe?
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f) ochschulnachrichlen.
2In her Unwersität Jena ist Br. Arwed Bl°- EÄfi euer zum o. Professor für hiirnerHA^ „nuTrLI£.tl
rollenden Blicken:
würden alle
auf den Hintern
fallen!
*
Einmal ist die
Hauszinssteuer und pfandbriefmarki.
Von unserer Berliner Schristleitung.
Erinnerungen an Adele Gandrock.
Zum 5. Todestage am 30. August.
Als Adele S a n d r o ck uor rund fünfzig Jahren m Wien ihre Laufbahn mit kleinen Nollen begann, wurde es ihr einmal zu bunt. Wutentbrannt stürzte sie in das Direktorzimmer und hauchte den Gewaltigen an: „Wie können Sie sich unterstehen, mir für das nächste große Stück die Rolle der Reinemachefrau zuzuteilen? Sie denken wohl, daß ich diese lumpige Rolle tatsächlich spiele! Einen Eimer Wasser auf die Bühne bringen, ein paar Worte reden und dann wieder abtreten. Eine solche kleine Rolle lasse ich mir von Ihnen nicht geben!" Sanften Herzens erwiderte der Direktor: „Mein Fräulein, ich konnte diesmal bei der Rollenverteilung wirklich nicht anders verfahren, denn, wie Sie wissen, haben Sie in letzter Zeit zwei größere Rollen ausgeschlagen. Strafe muß sein, damit Sie in Zukunft Ihr eigensinniges Köpfchen verlieren! Doch werde ich Ihnen einen Vorschlag zur Güte machen: ich werde, wenn Sie es wünschen, Ihre neue Rolle verlängern: bringen Sie zwei Eimer Wasser auf die Bühne!" Adele Sandrock hat später gern zugegeben, von diesem Direktor viel gelernt zu haben.
Eine zweite Seeschlacht bei den Salomon-Inseln.
Tokio, 27. Aug. (DR7B.) Japanische Flotlen- einheiten haben an der Ozeanküste der Salomon- Inseln am 24. August Verstärkungen der amerikanischen Marine zum Kampf gestellt. Japanische Flieger brachten dem Feinde schwere Verluste bei und wiesen ihn zurück. Ein großer Flugzeugträger neuen Baumusters wurde schwer beschädigt, ein zweiter Flugzeugträger mittlerer Größe und ein Schlachtschiff der „'Pennsylvania "-Klasse erhielten Beschädigungen. Die Japaner verloren einen Zerstörer, ein kleiner Flugzeugträger wurde beschädigt. Der japanische Rundfunk erklärte, die amerikanischen Behörden hätten den nördlich von Neu-Guinea von japanischen Mo-
Adele betrat eine Apotheke und kaufte Pillen. Der Apotheker fragte: „Soll ich die Pillen einpacken?" Adele, gut gelaunt, fragte zurück: „Soll ich sie vielleicht nach Hause rollen?"
*
An einem strengen Wintertage versagte die Zen- tratheizung. Adele war allein zu Hause und versuchte, ein uraltes Oefchen anzuheizen, um sich gegen die bittere Kälte zu schützen. Aber vergeb-
Das öffentliche Geheimnis.
Goethe wurde mit zunehmenden Jahren immer stärker von einer wahren Geburtstagsangst er= griffen und versuchte, wie er es selbst ausdrückte, "durch eine wunderliche Grille eigensinniger Verlegenheit der Feier seines Geburtstages jederzeit anszuweichen". Seine näheren Bekannten wußten von dieser Eigenheit und trugen ihr Rechnung. So uim es im Jahre 1823, als Goethe wieder in Karlsbad war, an seinem Geburtstage zu einem anmutigen Versteckspiel, von dem uns Ulrike von Levetzow erzählt hat.
.. Der. Dichter lud Frau von Levetzow und ihre Tochter für den 28. August zu einem Ausfluge nach (flbogen em. Dte Mutter batte ihren Töchtern streng verboten, sich anmerken zu lassen, daß sie etwas von feinem Geburtstag wußten, aber als Goethe ™\rf9ens 3um Frühstück kam, stand eine hübsche Talje, auf der ein Efeukranz lag, auf seinem Platz.
inaus selbsllo «n herzens g vltet werden
iwrbchalten die Zolleinnahm«, »ns Re Verbrauchssteuern, die in enger Verbindung mit den Zöllen stehen. (Wenn im Inland eine Salzsteuer erhoben wird, so muß der gegenüber dem Ausland erhobene Zoll entsprechend sein.) Die Einnahmen aus Zöllen und Verbrauchssteuern brachten eine ganze Menge. Hcihl und Wohlhabenheit der Bevölkerung fliegen. Das intensivierte ihren Ertrag. Allein dem Reich, als dem eigentlichen politischen und militärischen Hoheitsträger fehlte doch eine elastische Steuer, die sich rasch den Erfordernissen anpaßte. Die Einkommens- und Vermögenssteuern blieben den Einzelstaaten vorbehalten. Gerade sie waren die elastischen Steuern.
Die Aufgaben des Reiches fliegen sprunghaft. Das berühmte Wort Wilhelm I., daß der Titel des deutschen Kaisers ein besserer „Charakter-Major" (im Vergleich zu dem preußischen Königstitel) sei, wurde schon um die Jahrhundertwende mit der Selbstzufriedenheit jugendlicher Ueberlegenljeit belächelt. Für den, der sich in den Geist der Zeit hineinzuversetzen vermag, gab dieses hingeworfene Wort die Stimmung, wie sie 1870 noch herrschte, ganz genau wieder. Niemand dachte damals — als das Reich noch Ideal war oder gerade erst in den Wehen des Deutsch-Französischen Krieges entstand an die Möglichkeit, daß es in wenigen Jahren die Bundesstaaten überschatten werde. Auch spitzte sich die politische Lage trotz der wunderbaren diplomatischen Kunst Bismarcks, die er in seinen letzten Jahrzehnten ganz in Öen Dienst des europäischen Frie- dens stellte, so sehr zu, daß die Ausgaben für militärische Zwecke zum Entsetzen der damaligen Zeitgenossen sprunghaft fliegen. Aber das Reich hatte keine Steuer, die diesem wachsenden Bedürfnis genügte. Bismarck plante die Derreichlichung der Bahnen: er wollte in dem Tabakmonopol dem deutschen Volk ein „Patrimonium" (ein väterliches Erbgut) sichern. Beides scheiterte an dem Unverstand, noch mehr an der Popularitätsschielerei des Reichstags.
Im Zuschaueraum der Oper zu Charkow drängen sich Kopf an Kopf Offiziere und Soldaten der deutschen Wehrmacht. Die Gesichter, vom Kampf gezeichnet, spähen heule nicht nach den Feindbewegungen im Niemandsland, Arbeitshände hängen heute einmal keine Bomben unter die unersättlichen Stukas, die Krankenschwester und der Arzt sind dem menschlichen Leid entrückt, und dem Panzerschützen klingt heute nicht das Mahlen der Motoren in das Ohr. lieber allen, die hier einmal ausruhen vom Handwerk des Krieges, liegt feierliche,-ernste Stille der Erwartung.
Lange Reihen hindurch schimmert im grau, blau- grau und schwarz die erdbraune Uniform unserer jungen Arbeitsmänner, Hie heute von den Flugplätzen hierher gekommen sind. Wohl viele, die heute zum erstenmal vor dem Genius Beethoven stehen, Söhne einsamer, stiller Dörfer, in denen nur der Rundfunk Künder deutscher Kunst ist. Und nun erleben sie diese Kunst unmittelbar und inmitten dieser einzigartigen Gemeinschaft, wie sie nur das Fronttheater aufweisen kann. Nun er=
meyer zum o. Professor für bürgerliches Recht ernannt worden. Blomeyer wurde 1906 in Wilhelmshaven geboren, studierte in Jena und pro« monierte dort 1929, war bann Referent am Kai« ser-Wilhelm-Jnstitut für ausländisches und internationales Privatrecht in Berlin und habilitierte sich dort 1936 für bürgerliches Recht. 1937 wurde er Mit der vertretungsweisen Wahrnehmung der Professur für bürgerliches Recht in Tübingen beauftragt. 1939 wurde er dort planm. a. o. Pro- jenor und 1941 in gleicher Eigenschaft nach Jena berufen. — Prof. Dr. Herbert Jan kühn ist an Rostock der Lehrstuhl für Borge - übertragen worden. Jankuhn wurde 1905 m Angerburg (Ostpreußen) geboren, studierte in Königsberg, Jena und Berlin und promovierte
Rhythmus der nahen Front. Viele sah ich recht versonnen aftf alles das blicken. Faßte sie ein Ahnen
lich. Glücklicherweise kam bald ihre Schwester nach Hause, und in drei Minuten brannte das Oefchen. "Du", sagte Adele zu ihrer Schwester, „es ist mir völlig schleierhaft, wie ein Brand überhaupt entstehen kann!"
Nach langen Verhandlungen ließ sich die Sand- rock bewegen, in einer der ersten Xonfilmoperetten mitzuwirken. Bei der ersten Aufnahme konnte sie es,fid) nicht verkneifen, den Regisseur beiseite zu bitten und ihm im tiefsten Baß zuzuflüstern: „'21 brr eins will ich Ihnen doch gleich sagen, junger Herr: Nackttänzerin bin ich nicht!"
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Einst war Adele damit beschäftigt, lustwandelnd durchs Filmatelier zu schreiten und dabei den Sprechtexl ihrer Rolle zu memorieren. Ein Arbeiter kam aus den Kulissen und betrachtete die Künstlerin aufmerksam. Sie merkte es, kam mit weiten schritten auf ihn zu und fragte mit grollendem Ion: „Mein Lieber, warum starren Sie mir beim tauernb ins Gesicht?" Der Arbeiter sagte: „Enffcbul- bigen Sie vielmals, Frau Sandrock, aber Sic haben soviel Ähnlichkeit mit meiner verstorbenen Großmutter." Abele belehrte ben Frevler mit vernich- tenbem Blick: „Irrtum, junger Mann, so junge Großmütter gibt es gar nicht!"
Willenskraft ermessen, mit denen Ungarn den »eiteren Schicksalsproben dieses gewaltigen Krieges entgegensieht."
Oie Erdbebenwelle in Peru.
, Rom, 28.Aug. (Europapreß.) Ein neues starkes Erdbeben hat Peru am Mittwochabend heimgesucht. Der Herd des Bebens ist nach den Feststellunge^i der Erdbebenwarte von La Cartuja de Granta im Pazifik in der Nähe der Küste Perus zu suchen. In Lima herrschte große Panik. In der Stadt Nazca sind das Post-, das Polizeigebäude, zahlreiche Kirchen und 40 v. H. aller Wohnhäuser eingestürzl 3n Puerto Somas trat das Meer 200 m zuruck und überschwemmte dann in einer Flutwelle ben Ort. Die Bewohner flüchteten auf die Berge. Durch bas Seebeben wurden auch die Unterseekabel zerrissen.
Erdbeben auch in Nordalbanien.
Tirana, 28. Aug. (DNB. Funkspruch.) Albanien wurde am Donnerstag gegen 8.15 Uhr von einem heftigen Erdbeben betroffen. Die Erdstöße dauerten nur wenige Sekunden, wurden aber sowohl in Tirana wie in anderen albani- chen Stabten deutlich verspürt und richteten im Norden des Landes beträchtlichen Schaden an. Es soll zahlreiche Tote und Verwundete geben. 3m Städtchen Feshkopija sind über drei Viertel der Häuser eingestürzt. Auch viele Dörfer haben schwer gelitten. Die albanische Regierung traf Hilfsmaßnahmen für die Bevölkerung der heim- gesuchten Gebiete.
Kunst und Wissenschaft.
daß von Bir-Bu-Rabka, einem kleinen tunesischen Küstenort, ein Zug mit 800 geretteten Briten nach Algier abgefahren ist. Herbei handelt es sich um Angehörige versenkter Kriegs- und Handelsschiffe. Unter den Ueberlebenben befinden sich auch Anzahl Australier und Neuseeländer.
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Art der Adele Sandrock treffend charakterisiert worden von einem, der sie nicht kannte, ja, sie nicht einmal sehen konnte, nämlich von einem blinden Bettler. Sie reichte ihm ein ansehnliches Geldstück und knüpfte daran mit ihrer männlich tiefen Stimme die mütterliche Mahnung: „Aber nicht vertrinken!" Gerührt und scheu antwortete der Beschenkte: „Nein, Herr General!"
rineftreitfräften versenkten amerikanischen Flugzeugträger als einen der modernsten bezeichnet. Die japanische Kriegsmarine habe bis jetzt sieben dieser Flugzeugträger versenkt. Soweit bekannt, besitze die amerikanische Marine nur noch einen Flugzeugträger dieses Typs. Nun rourtic vor ben Salomonen ein solch großer Flugzeugträger schwer beschädigt.
Oie Metropole des Güdraums.
Tokio, 28. Aug. (Europapreß.) Die neue Stadtverwaltung von Batavia, der ehemaligen Hauptstadt NiederländischOndiens, ist sich der großen Aufgaben bewußt, welche der Stadt als Metropole des Südraumes erwachsen. Der neuernannte japanische Bürgermeister Tsukamoto bezeichnete es als eine der ersten Aufgaben, die durch die Kriegs- verhältnisse entstandene Arbeitslosigkeit zu beseitigen. Unter ben Erwerbslosen befinben sich viele Lingewanderle aus Borneo und Celebes. Eine zweite Aufgabe ist die Sicherstellung und gerechte Verteilung von Lebensmitteln. Die Stadtverwaltung hat in den verschiedenen Stadtteilen Lebensmittelämter eingerichtet. Außerdem sind Richtpreise festgesetzt worden. Für die eingeborenen Beamten inb Fortbilbungskurse eingeführt worben, um sie für ihre neuen Aufgaben zu schulen. Zu ben Unterrichtsgegenständen gehört die japanische Sprache. Es sind bereits auch zehn Polikliniken eröffnet worden- wo die Bevölkerung kostenfreie Behandlung findet.
Wiederaufbau in Burma.
Munde da. „Ja, ja", vollendete sie ihren Satz, „genau wie Sie.— als Säugling!"
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Einmal frühstückte die Sandrock mit einem Kollegen auf der Terrasse eines großen Kaffees am Kurfürslendarnrn in Berlin. Plötzlich bemerkte sie, daß eine Dame von ungewöhnlicher Körperfülle^ die einige Tische weiter fast auf zwei Stühlen saß, sie anftarrte. Der Kollege meinte lächelnd, diese Rubenssche Frauengestall ftommc wohl aus der Provinz. Da reckte. sich die Sandrock auf, faßte die Dame in ihr Lorgnon und erwiderte ernst: „Was heißt: aus der Provinz? Sie ist selbst eine Provinz!" *
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Mitten im turbulenten Geschehen einer Frontstadt schweigt im engen Raume der Waffenlärm und das Lied her Arbeit. Jn die Ersten Klänge der Fünften Symphonie dröhnt noch einmal das eherne Lied einer Bombenstaffel, bann nimmt bie Kraft Beethovens Seele unb Herz in ihren Bann, reißt an ihren Fesseln unb kämpft ben großen Kpmpf des Schicksals bis zum flrahlenben Siege. Raum unb Zeit versinken im Klang bes Orchesters, Beethoven spricht aus der Kraft feines Glaubens, feines Kampfes unb Sieges.
Unb jeben, auch den jüngsten Arbeitsmann hat er wieder angesprochen, die einfachen, unkompli- zierlerr Seelen, die von der Macht der Töne ergriffen wurden und auch in der Kunst wohl die große Heimat der deutschen Seele ahnten. Groß und heilig ist das alles, was wir zu verteidigen haben, das spürten sie alle, die ergriffen unb innerlich aufgewühlt bie Oper verließen. Draußen nahm sie ber Lastwagen auf, der Lärm bes Tages um- branbete sie roieber mit ber Melodie und dem
Die Hauszinssleuer soll abgelösl werden durch bie Zahlung eines zehnfachen Jahresbetrages. Das hat auch eine weitreichende finanzpolitische Bedeutung Man schätzt, baß bas Reich bis zum Jahresschluß eine Einnahme von rund. 8,5 Milliarden RM. daraus erhält. Durch bie Einschränkung ber Vorschüsse auf Rüstungsaufträge erspart es weitere 4 Milliarben. Vergleichsweise sei bemerkt, daß die Reichssteuereinnahmen gegenwär, tig auf 45 Milliarden jährlich geschätzt werben. Die 12,5 Milliarden würden zwar bie Staatsausgaben nur für etwa 6Vs Wochen becken, andererseits hindern sie aber für länger als ein Jahr die Bildung überschüssiger Kaufkraft. Für die Ablösung ber Hauszinssteuer werden sich bie meisten Hausbesitzer fremdes Geld beschaffen müssen, sei es als privale- Darlehen, sei es in formeller Form bis hm zum Pfandbrief: die Vielgestalt der Kreditformen zeigt, wie tief hier die Abschöpfung reichest kann. Man rechnet mit ber Notwendigkeit, Pfandbriefe bis zu zwei Milliarden neu ausgeben zu müssen: da unser Gesamlumlauf an Pfandbriefen nur 8 Milliarden beträgt, würde das eine erhebliche Lockerung des Marktes und eine Ankurbelung des langfrrftigen Realkredits bedeuten,' während gleichzeitig der An- zcchlungsslop für Rüstungsaufträge das kurzfristige
Schnell stieg Adele Sandrock auf, spftlle Grillparzer, Jbsem Schiller und Shakespeare, wurde Hofburg-Tragödin und Nachfolgerin der großen Charlotte Wolter und — nach vielen Jahren — vergessen. Jn den Jahren, in denen die meisten Schauspielerinnen sich ins Privatleben zurückziehen, wechselte bie Sanbrock aus dem Hochklassischen ins Komische unb wurde noch einmal berühmt durch ihr humoriges Spiel und durch die vielen Anekdoten, die von ihr umgehen. Damals wurde sie von einem Zudringlichen gefragt: „Sie haben doch auch einmal ganz klein anqefangcn?" Adeles kurzer Bescheid lautete: „Gewiß!" Der Wißbegierige fragte weiter: „Sehr interessant — und als was?" Die Künstlerin schaute ihn scharf an: „Genau wie eit, Herr Generaldirektor!" Der stand mit offenem
I of i o , 28. Aug. (DNB.) Seit der Beendigung der japanischen Operationen in Burma sind nun schon vier Monate verstrichen. Inzwischen ist die öffentliche Ruhe und Ordnung im ganzen Land wiederhergestellt worden. Die Aufbauarbeit und die Zusammenarbeit zwischen der japanischen Armee und den burmesischen Verwaltungsorganen hat an- ehnliche Fortschritte gemacht. Jn ber vom Feinde beim Rückzug zerstörten Stadt Mandalay sind zahlreiche Läden, Basare und Märkte neu erstanden. Die Dockanlagen am Jrawadi sind vollständig wieder tn Betrieb genommen. In der burmesischen Hauptstadt sind die Bahnhofs-, Hafen- und Dock- onlagen wieder aufgebaut. Auf den Straßen herrscht wieder Betrieb. Das Wirtschaftsleben ist wieder nahezu in die alle Bahn zurückgekehrt.
Oie Ueberiebenden der Geleitzugkatastrophe im Mittelmeer.
Rom, 28. Aug. (Europapreß.) Bis jetzt sind rund tausend Schiffbrüchige von versenkten Schiffen des britischen Geleitzuges im westlichen Mittelmeer an ber tunesischen Küste an ßanb g e - setzt worben. Wie „Giomale b'Jtalia" am Donnerstag aus Tripolis melbet, waren zunächst ungefähr 200 Schiffbrüchige gelandet worden, die hauptsächlich Ueberlebenbc bes britischen Kreuzers "M a n d) e ft e r" und anderer britischer Kriegs- schiffe waren: dazu ist nunmehr bekannt geworden,
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Da blieb denn nichts anderes übrig, als daß das Reich von seinem Recht Gebrauch machen und seine zusätzlichen Ausgaben auf die Bundesstaaten u m - legen mußte. Das Reich war damals Kostgänger der Bundesstaaten. Eine ganz unmögliche Lage! Letztlich eine Verneinung der Reichshoheit, eine Wiederanknüpfung an die Umlagen des ersten Reiches in seinen gebrechlichen Alterszeiten. Diese Umlagen hießen „Matrikularbeittäge". Vor 40 Jahren entbrannte um sie noch mancher heiße Kampf. Unsere Geschlechterfolgen kennen sie nicht mehr. Die Heftigkeit dieser Kämpfe war nicht ganz unberechtigt. Denn die Matrikularbeilräge wurden auf ben Kops ber Bevölkerung berechnet, trafen also bie kleinen und schwachen Bundesstaaten viel mehr als die starken und wohlhabenden.
Es war ein Fortschritt, als nad) dem Weltkrieg bie Reichseintommensteuer unb bie Reichsvermögen- fteuer bie Vielfältigkeit ber bundesstaatlichen Besitzsteuern ersetzte. So wirrselig bie Zeit zwischen 1918 unb 1942 gewesen ist: in ber Ausbildung der finan- ftellen Reichshoheit ist eine klare Lime zu sehen, ^ie führt geradewegs zu dem Zustand von heute. Die Realsteuerreform vom 1. Dezember 1936 übertrug ben Gemeinden bie ausschließliche Nutzung ber Gewerbe- unb ber Grundsteuer, wobei beide Steuern stark reichsgesetzl'ch beftimmt und in ihren Grundlagen vereinheitlicht sind. Die letzte Ländersteuer war die Hauszinssteuer. Nun ist auch sie verschwunden. Der einzige große Steuerträger ist das Reich. In seinem Schatten leben die Gemeinden noch ein gewisses Eigenleben. Die Länder sind Kostgänger des Reiches geworden. Das Verhältnis ist umgekehrt und — gesünder. Auch das sind Etappen auf dem so schweren und — so schnellen Weg ber Staats- unb Volkwerdung be; Deutschen.
Dr. A. Hofrichter.
„Warum bie schöne Tasse?" fragte Goethe, nach- dem er sie eine Weile betrachtet hatte.
„Damit Sie an unsere Freundschaft erinnert werden — Efeu ist ja deren Sinnbild."
Goethe reichte ber Mutter bie Hanb: „Wie hübsch, es soll mir ein liebes Andenken fein."
Bald fuhr bie Gesellschaft fort. Goethe war sehr heiter zeigte alle Merkwürdigkeiten in Elbogen, und als bie Essensslunbe kam, erwies sich, daß er p.e durch seinen oorausgefanbten Kammerdiener vortrefflich hatte vorbereiten lassen.
Aber auch Frau von Levetzow hatte einen scho- nen Kuchen, einen richtigen Geburtstagskuchen, und zwei Flaschen allen Rheinwein, den Goethe beton- bers liebte, mitgebradjt.
"Welch schöner geschenkter Kuchen!" sagte Goethe, der ihn gleich bemerkte.
„Ich mußte doch etwas zu dem Essen beitragen*, ermiberte Frau von Levetzow, „unb ba wählte ich ■bisguit unb einen Wein, ben Sie ja lieben."
„Meine aufmerksame Freunbin! Aber welch sthones Glas sehe ich hier mit Ihrem unb ber lieben Kinder Namen?"
„Sie sollen sich unserer unb des häufigen schönen Beisammenseins erinnern."
Goethe lächelte, bankte unb war augenscheinlich sehr heiter gestimmt ... 1
Nach ber Mahlzeit brachte ber Kammerdiener einen ganzen Pack Briefe. Goethe las sie unb sagte babei öfter: „Die lieben Menschen sind sehr freund lid) unb heb', unb erwartete wohl, daß man ihn etwas fragen würbe. Slbcr nichts geschah
In heiterster Laune fuhr die Gesellschaft nach Karlsbad zurück. Schon von weitem sah sie vor dem Hause des Dichters viele Menschen unb baß Musik fie erwartete. Goethe wurde sofort umringt. Frau von Levetzow winkle ihren Töchtern, sagte Goethe Gute Nacht unb ging mit ihnen hinauf...
„Nicht wahr. Sie wußten, baß gestern mein Geburtstag war?" war Goethes erste Frage am anbern Morgen, als er seine Gäste wiebersah.
„Wie sollten wir nicht? Da hätten Sie es ja nicht brücken lassen dürfen!"
Lachenb schlug sich Goethe vor den Kops und meinte:
..So wollen wir es denn den Tag des öffentiiAen Geheimnisses nennen T?
Dr.Bi
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Die Trauerfeier für Stephan von Horthy.
B u b a p e ft, 27. Aug. (DNB.) Die Beisetzung des an der Ostfront gefallenen Stellvertreters bes Reichsoerwefers des Königreichs Ungarn, Stephan von Horthy, fand am Donnerstag statt. Die mächtige Halle des Kuppelsaales des ungarischen Parlaments hat Trauerschmuck angelegt. Der Sarg steht auf hohem Katafalk. Im Vordergrund liegen derKranz des Führers unb ber des Duce. Zu beiden Seiten halten Gardisten der Leibwache in historischer Uniform Totenwache. Hinter dem Reichsoerweser und der trauernden Familie sitzen die Vertreter ber ausländischen Staatsoberhäupter, Reichsaußenmini- ster von Ribbentrop, der italienische Außen- mmisler G r a f C ian o, der Vertreter bes Tenno, Gesandter Okubo, der bulgarische Kriegsminister Michoff, bej kroatische Innenminister Arfu- ko witsch und der finnische Gesandte Vuvri- maa. Der reformierte Bischof Ravasz versieht das Beisetzungszeremoniell, betet und hält die Trauerrede. Unter den Klängen bes Trauermarsches aus ber „Götterdämmerung" werden Sarg und Kränze über die breite Treppe, vorbei am Spalier her Parlaments wache auf den Vorplatz getragen, wo der Sora auf eine Lafette gesetzt und mit ber ungarischen Nationalfahne bedeckt wird. Berittene Polizei und Formationen der Honoed führen den Trauerkondukt an. Hinter der Lafette schreitet ber Reichsoerweser mit seiner Gemahlin und ber trauernden Witwe. Ihnen folgen die Vertreter der ausländischen Staatsoberhäupter, Ministerpräsident von Kallay mit den Präsidenten der beiden Häuser, des Reichstags, Vertreter der Behörden und die Delegattonen ber vaterländischen Organisationen. Der Zug bewegt sich durch ein dichtes Spalier der unga- rychen Bevölkerung. Vom Budapester Westbahnhof an tritt der Sorg seine letzte Fahrt nach Kenderes an. Der ^sonderzug wurde unterwegs an ben größeren Stationen feierlich empfangen unb traf in den Nach- mittagsftunben in Kenderes ein. Am Begräbnis nahmen außer, den Familienmitgliedern Ministerpräsident Kallay, die Regierung sowie die führen- ben Persönlichkeiten des ungarischen politischen und militärischen Lebens teil. Die Trauerfeier wurde vom reformierten Bischof Reoesz vollzogen. Rach feiner Trauerrede wurde der Sarg in die Familiengruft gebracht.
„Pester Lloyd" schreibt-zum Budapester Besuch Ribbentrops und Cianos: „Die Vertreter Deutschlands und Italiens sahen in Ungarn eine trauernde, aber zugleich eine zum weiteren Kampf männlich entschlossene Nation. Sie erwiesen emem Helden die letzte Ehre, der im gemein- famen Kampf der Völker Europas sein Leben ließ Sie können den hefigen Ernst und bie ungebrochene
Arbeitsmänner erleben Beethoven
Von RLlD.-Kriegsberichter Wache.
Gern wurden die vielen kleinen Geschichten, bie über sie umgingen, ber Sandrock wiedererzähll oder wenn sie gedruckt waren, ihr in die Hände gespielt. Als ihr wieder einmal ein Blatt gezeigt wurde, m dem ihre Würde ein wenig belächelt wurde meinte sie feierlich und mit rollenden Blicken: „Wenn ich mich so würdevoll gäbe, wie. idi von Ralur aus bin, würden alle auf ben Hintern
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zuyiungsi vp sur nunungsauftrage fräs kurzfristige Ubourc Kreditgeschäft beleben dürste. Die Abschaffung der ^mtwei Hauszinssteuer liegt ferner auf dem Wege der Der. W einfachung des Steuersystems und wird viele Ar. ei
beitsfräfte für nützlichere Tätigkeit frei machen, ba \Sorn es bei dieser Steuer etwa 3 Millionen Steuergegen-
stände gab, bie Steuer in der Regel in monatlichen [forpotili$e Teilbeträgen erhoben wurde unb, abgesehen von ben Me Ho Erlaßanträgen, die Erhebung jährlich etwa 30 Mil- ira übers honen Buchungen erforderte. S?l übern


