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Ankara, im August 1942.
Die türkische Außenpolitik der letzten Wochen stand zweimal unter dem Eindruck und Der Wirkung von Todesfällen. Dor wenigen Wochen starb inmitten seiner Arbeit der Ministerpräsident Dr. Refik S a y d a m und vor wenigen Tagen traf den Innenminister Dr. Tuzer das gleiche Schicksal. Jenseits des Menschlichen vollzog sich die Ablösung aber dank der Erfahrung und der Konstante des Staatspräsidenten reibungslos. Wenige Stunden schon nach dem Verlust dieser führenden Männer war in beiden Fällen ein geeigneter und befähigter Nachfolger zur Stelle, der die Arbeit sofort im Sinne der sich gteichbleibenden türkischen Politik aufnahm. Auch die neue Besetzung des Außenministeriums ging gleichsam organisch durch das Aufrücken des Staatssekretärs vor sich, der schon lange Jahre hindurch, auch als zweiter Mann, aber unter dem gleichen Chef wie jetzt eine ähnliche Funktion ausgeübt hat. Ein Wechsel der Person bedeutet alles andere als einen Wechsel des Kurses. Dies lehrte auch die allerdings vor der offiziellen Ernennung Menemencoglus abgegebene Regierungserklärung, deren Linie, wie.man sagen darf, fast ausnahmslos vom ganzen Land geteilt wird, vor allem was die Neutralitätspolitik der Türkei betrifft. .
Die Reaktion des Auslandes auf diese Regierungserklärung wurde in der türkischen Oeffentlich- keit stark beachtet, was bei der Verflechtung der türkischen Politik in das Weltsystem nur allzu natürlich ist. Die großen Themen, mit denen sich die Öffentlichkeit immer wieder beschäftigt, sind vor allem die Schlachten im Kaukasus und um Stalingrad, ferner das Mittelmeerproblem und in den letzten Tagen die indische Frage. Nefe Dinge liegen der Türkei geographisch und real nahe. Mehr und mehr rückt in den Jnteressenkreis auch die japanische Sphinx, und man kombiniert in allen Richtungen. Auch die Zweite Front ist nach wie vor ein
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Einkesselung starker feindlicher Kräfte südwestlich Stalingrad.
von Abbeville abgeworfene Sprengbomben richteten auf dem Rollfeld und in der Nähe einer Flugzeughalle nur unerheblichen Schaden an. Während des Bombenwurfes verwickelten deutsche Focke-Wulf- und Mesferschmitt-Jäger die feindlichen Jagdflugzeuge in zahlreiche heftige Kämpfe, die meist nur von kurzer Dauer waren. 13 britische Jagdflugzeuge stürzten brennend ab. Die deutschen Jagd- kräfle erlitten bei diesen von beiden Seiten mit ver- bissener Hartnäckigkeit geführten Luftkämpfen keine Verluste. Gegen 18.30 Uhr versuchten mehrmals einige viermotorige feindliche Bombenflugzeuge, durch zahlreiche Jagdflugzeuge geschützt, in das Gebiet von Rotterdam einzufliegen. Die feindlichen Flugzeuge wurden von starken deutschen Jagdkräflen schon vor Erreichen des Zieles abgefangen und zum Kampf gestellt. Daraufhin drehte der Verband, ohne zum Bombenabwurf gekommen zu sein, wieder nach See hin ab.
Churchill berichtet dem König.
Stockholm, 28. August. (Europapreß.) Ministerpräsident Churchill wurde am Donnerstag zum erstenmal nach seiner Rückkehr aus Sowjetrußland im Buckingham-Palast vom König in 'Audienz empfangen. Er berichtete Über seinen Aufenthalt in der Sowjetunion und im Nahen Osten.
Schukow stellvertretender Volkskommissar der Verteidigung.
Stockholm. 28. 2Iug. (DNB. Funkfpruch.) Der Moskauer Nachrichtendienst gibt bekannt, daß der Rat der Volkskommissare der Sowjetunion den Armeegeneral Schukow zum ersten stellvertretenden Volkskommissar der Verteidigung ernannte.
Oer Wehrmachtbericht.
DRV. Aus dem Führerhaupiquartier, 27. August. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Kaukasus wurden dem zäh kämpfenden Kegner in fortschreitenden Angriffen wichtige Höhenstellungen entrissen.
Westlich Stalingrad führte der Feind erbitterte Gegenangriffe gegen den deutschen weit -orgestoßenen Angriffskeil. Der Gegner würde unter starkem Einsatz der Luftwaffe mit hohen Verlusten abgewiesen; dabei wurden 40 Panzer ver- 1 lichtet.
Südwestlich Kaluga und bei Rschew er- । neuerte der Feind seine Angriffe, alle Angriffe wurden zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen. Nordwestlich Medyn warf ein eigener Gegenangriff den Feind auf seine Ausgangsstellung zurück.
Vor Leningrad örtliche-Kampflätigkeit. Bei einem Stotztruppunternehmen wurden 40 feinb- I liche Kampfstände zerstört.
Jäger und Flakartillerie brachten am
Wachsende Unruhen in Indien.
Ausdehnung der Streikbewegung in der indischen Industrie.
Wichtige Höhenstettungen im Kaukasus erobert.
25. und 26. August 153 S o wjel flu gz eu ge zum Absturz. Vier weitere wurden am Boden zerstört. Neun eigene Flugzeuge find vom Feindflug nicht zurückgekehrt.
In Aegypten lebhafte beiderseitige Spähtrupp- und Artillerietätigkeit. Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen Kraftfahrzeugansammlungen und Artilleriestellungen der Briten mit guter Wirkung an.
Einzelne britische Flugzeuge flogen gestern nach West- und Nordwestdeutschland ein. In der Nacht führten einzelne Sowjetbomber militärisch bedeutungslose Flüge über Ostdeutschland durch. Durch planlos abgeworfene Spreng- und Brandbomben entstanden nur geringe Schäden.
Tag- und Nachtangriffe der Luftwaffe verursachten in kriegswichtigen Anlagen Süd- und Ostenglands Zerstörungen und ausgedehnte Brände.
In den Morgenstunden kam es im Kanal zwischen zwei deutschen und sechs britischen Schnellbooten zu einem kurzen Gefecht, in dessen Verlauf mehrere feindliche Boote beschädigt wurden.
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Zrettag, 28. AugustMr
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Probleme der türkischen Politik
Von unserem ^-Korrespondenten.
bahnlinie ist fest in unserer Hand, und Tag und Nacht rollen noch die Züge, obwohl die Strecke tm Bereich der leichten feindlichen Artillerie liegt.
Im ersten Ansturm war es der feindliche^ Ueber- macht gelungen, eine Reihe von Ortschaften unmittelbar an der seit Monaten von beiden Selten ausgebauten Hauptkampflinie des Stellungskrieges in ihren Besitz zu bringen. Durch die geschickten Rückzugsbewegungen im Bereich von wenigen Kilometern sowie durch rasche Heranführung frischer Truppen war es der deutschen Führung bereits im Laufe des zweiten Tages der Abwehrkämpfe am 14 August gelungen, die angretfenden Sowjets zu einem Abweichen von der ursprünglichen Stoßrichtung nach Norden zu zwingen. Zu gleicher Zeit wurden bei den besonders bedrohten oder den von den Sowjets vorübergehend eroberten Ortschaften Gegenangriffe durchgeführt. Trotz schwersten Artilleriefeuers, trotz rottender Tiefangriffe sowjetischer Schlachtflieger wurden mehrere Ortschaften von Grenadieren und Sägern zurückgewon- n en. Eine einzige Radfahrschwadron vernichtete im Nahkampf Mann gegen Panzer in zwei Tagen durch geballte Ladungen und Minen sieben sowjetische Kampfwagen.
Wie schwer die Angriffsdivisionen Stalins bereits jetzt in Mitleidenschaft gezogen worden sind -geht aus Gefangenenaussagen von verschiedenen Frontabschnitten hervor. Danach dürfte feststehen, daß die angreifenden Kampfgruppen im Durchschnitt über 50 v.H., teilweise bis zu 90 v.H. Ausfälle an blutigen Verlusten zu verzeichnen haben, so daß an vielen Stellen schon Zusammenlegungen stattsmden
92. Jahrgang Nr. 202 Erichemt täglich, außer Sonntags und Feiertags
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Schanghai, 28. Aug. (Europapreß.) Die Aufstandsbewegung in Indien breitet sich, wie übereinstimmend aus englischen und hier vorliegenden privaten Meldungen hervorgeht, ttotz Einsatzes der schärfsten Machtmittel der englischen Behörden von Tag zu Tag weiter aus. Besonders gefährlich für die Engländer ist der durch Aufruf geflüchteter Anhänger der Kongreßbewegung entstandene Streik in den indischen Industriegebieten. Der Streikbewegung haben sich nach zuverlässigen Meldungen allein im Gebiet von Kalkutta bisher 50 000 Arbeiter kriegswichtiger Industriebetriebe angeschlossen. Der Versuch der englischen Polizei, die Streikbewegung durch gewaltsames Vorgehen gegen Streikführer lahmzulegen, ist gescheitert. Die Arbeiterschaft setzte sich gegen die Polizei entschlossen zur Wehr. Es kam wiederholt zu Zusammenstößen, bei denen zahlreiche Tote und Verwundete auf beiden Seiten zu verzeichnen waren. Auch auf die Industrie in Bengalen hat die Streikbewegung übergegriffen. Nationalistische Studenten machten mit den Stteikenden gemeinsame Sache. Nach englischen Meldungen aus Neu-Delhi
Flugzeuge ab.
Südwestlich Stalingrad gelang es dieser Tage einer deutschen Panzerdivision, nach Ueber- winden starker an einem tiefeingeschnittenen Bachlaus gelegenen Bunkerstellungen in die Flanke der Bolschewisten einzudringen. Die Panzerabteilunc und Panzergrenadiere stießen unter Führung ihres Divisionskommandeurs 4 0 Kilo m^ t e r 11 e f t n denRücken verbindlich en ot e t u n g e n. Beim Angriff mußte ein völlig deckungsloses Step penqelände, das mit zahlreichen Bunkern, emgegra^ denen Panzern und Zehntausenden von Minen be
sind die Anhänger der Kongreßpartei jetzt dazu übergegangen, durch besondere Stoßtrupps Brandstiftungen in lebenswichtigen Betrieben und englischen Derwaltungshäusern zu verüben. In Betül wurde ein Brandstiftertrupp von einer Polizeistreife gestellt und in ein Feuergefecht verwickelt. In einer Ortschaft des Bezirkes Hoch- angabad und in Harda wurden ebenfalls Ueberfälle auf englische Polizeiposten verübt. Dabei kam es zu Feuergefechten mit Indern. Der gesamte Stadt- rat von Bombay hat sich nach zuverlässigen Meldungen mit b er Gandhi-Bewegung solidarisch erklärt und die Weiterarbeit für die Interessen Englands verweigert. Auf Anordnung des britischen Dizekönigs ist der Stadtrat deshalb a u f g e l ö ft worden. Sämtliche Mitglieder des Rates wurden abgesetzt und in Haft genommen. Der Bürgermeister der Stadt, Pusuf Ali, befindet sich, wie jetzt erst bekannt wird, bereits feit zwei Wochen in Haft. Durch weitere Verfügung des Vizekönigs wurde ein Kommissar für die Stadtverwaltung Bombays vorläufig für die Dauer voni sechs Monaten eingesetzt.
Oie Abwehrkämpfe ostwärts Wjasma
Von Kriegsberichter Karl Heinz Balzer
Etappen -er Reichswerdung.
1871 gründete Bismarck nach jahrhundertelanger Zersplitterung das Deutsche Reich. Das Reich in einer neuen, modernen und uns doch so vertrauten Form besteht also rund 70 Jahre. Ein an sich wich- tiger, im geschichtlichen Sinn nebensächlicher Anlaß ruft diese Taten in Erinnerung: die Abschaffung der „Hauszinssteuer". Wir wollen die Irrungen und Wirrungen in der Geschichte der Hauszinssteuer seit der Inflation, an deren Abschluß sie ein- geführt wurde, bis zu ihrem Verschwinden am 31. Dezember 1942 übergehen. Die Bedeuttmg der Hauszinssteuer in unserem Sinn liegt allein darin, daß sie die letzte L ä n d e r st e u e r war!
Zwei Dinge stehen an der Wiege des modernen Staates: das stehende Heer und die ständige Steuer. Das Machtinstrument und die finanzielle Selbständigkeit stehen in einem inneren Zusammenhang. Das war nicht immer so: der feudale Staat bestand aus einer Summe von Sondergewalten, erst der moderne Staat prägt den Begriff der Alleingewalt, der „Souveränität" aus. Das Bismarcksche Reich war nicht voller Träger dieser Alleingewalt. Es war noch ein Kompromiß mit der alten deutschen Vergangenheit. Selbst die Militärhoheit war nicht eindeutig auf Kaiser und Reich verlagert. Die Finanzhoheit schon gar nicht.
Bismarck selbst sah diese Mängel. Und als der wahre Staatsmann, der vor dem reinen „Politiker" den Blick für geschichtliche Entwicklungen voraus hat, vertraute er auf die Notwendigkeiten, die zwangsläufig nach der entscheidenden Wrichenstel- lung entstehen und rasch beherrschend werden. Er hat — vier Jahre vor der Reichsgründung — in einer Rede im norddeutschen Reichstag am 11. März 1867 schwungvoll und denkwürdig dieses sichere Jnstinktgefühl ausgesprochen: „Setzen wir Deutschland sozusagen in den Sattel! Reiten wird es schon können."
Das Deutsche Reich Bismarcks war ein Bund von 25 Staaten, die sehr üerschieden nach ihrer räumlichen Größe, ihrer Einwohnerzahl, ihrer finanziellen Leistungsfähigkeit, ihrer staatlichen, militärischen und kulturellen Ueberüeferung waren. Tausend Empfindlichkeiten gab es zu schonen: auch für den Kanzler, der das Wort von Blut und Eisen gesprochen hat.
In der Regelung der Finanzgewalt des Reiches knüpfte er an die schon vorhandenen Gegebenheiten des Deutschen Zollvereins an. Dem Reich blieben
Berlin, 27. Aug. (DNB.) In der Meerenge von Bertsch versuchten die Bolschewisten mit mehreren Schiffen, die mit Flüchtlingen und Material aus den von ihrem Hinterland abgeschnittenen feindlichen Stützpunkten an der Ost- küste des Asowschen Meeres beladen waren, die Durchfahrt zu erzwingen. Durch Volltreffer der deutschen Küsten- und Flakartillerie wurden fünf Schiffe in Brand geschossen und ein weiteres schwer beschädigt. Südlich des unteren Kuban, wo Zerstörerflugzeuge die Bolschewisten durch fortgesetzte Lustangriffe nicht zur Ruhe kommen ließen, stellten die Bolschewisten infolge der an den Vortagen erlittenen hohen Verluste ihre Gegenangriffe gegen die vordringenden deutschen und verbündeten Truppen ein. Im Kaukasus- gebiet verbreiterten die deutschen Truppen ihre aus den Paßhöhen gewonnenen Stellungen und säuberten das Kampfgelände von Widerstandsnestern und versprengten bolschewistische Kampfgruppen. Hierbei mußten an einer Stelle 15 zah verteidigte Baumsperren niedergekämpft und an anderer Stelle eine beherrschende befestigte höhe sowie eine größere Ortschaft geftürnü werden. In weiteren Kämpfen nahm eine Jägerdwision im Häukerkampf einen Stützpunkt der Bolschewisten und drang bis zu einer Flußsch l e i f e vor, hinter der sich der Feind zu erneutem Widerstand zu setzen versuchte. In Lustkämpsen über dem Kaukasusgebiet schossen Jager 10 bolschewistische
i übersteht.
Snavv eine Woche, nachdem im R au m von . Rschew die massierten Panzer- und Stutzenbnga- den der Sowjets gegen die deutschen Stellungen an- aetteten waren, hatten fünf Infanteriedivisionen, von mehreren Panzerbrigaden unterstützt und ver- -Mkt durch eine Reihe besonders s°rgfa t.g ausgerüsteter Garde-Schützenregimenter, an der Naht von zwei deutschen Infanteriedivisionen zum Angrst, an- aefetzt Sie hatten die Aufgabe, nach dem -r-urch- bruch durch die deutschen Stellungen die von jßjSma nach Osten führende E l s e! n b ahn- linic zu durchbrechen und damit den wette- ren Weg nach Westen frei zu machen. Dieser Pchn ist burd? die Zähigkeit der deutschen Abwehr, ourcy die Wendigkeit und Clastizitatunserer Fuhrung vor allem aber durch die Tapferkeit und den unbedingten Widerstandswillen unserer Infanteristen Äriiste risten, Panzerjäger usw. v e r e i te "worden. De bis unmittelbar hinter die ^ront führende Eisen
Eichener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
ten damit stärkere bolschewistische Kräfte von ihren Verbindungen ab. Beim Ausräumen des so entstandenen Kessels hatten die Bolschewisten, die bis zuletzt auszubrechen versuchten, sehr schwere Verluste. Rund 2000 Gefangene und zahlreiche Waffen fielen in deutsche Hand. Durch die Luftwaffe wurden 26 Panzerkampfwagen, ein Treibstofflager und mehrere Munitionsstapel vernichtet, 19 Geschütze, deren flankierendes Feuer das Vordringen der deutschen Truppen hemmen sollte, außer Gefecht gesetzt, mehrere Transportzüge und die Gleisanlagen einer wichtigen Nachschubstrecke schwer beschädigt. Jäger schossen 14 feindliche Flugzeuge ab.
Südwestlich Kaluga kam es zu besonders erbitterten Kämpfen um eine Höhenstellung, die von den Bolschewisten mehrfach mit Unterstützung zahlreicher Panzer angegriffen wurde. Nach wechsel- vollen Kämpfen wurde die Stellung durch einen kühnen Gegenstoß genommen, wobei sich ein westfälisches Infanterieregiment besonders auszeichnete. Acht Panzerkampfwagen wurden abgeschossen.
Em rheinisches Infanterieregiment hat eine bolschewistische Panzerbrigade aufgehalten und niedergekämpft. In erbitterten Kämpfen schlugen die Infanteristen mit ihren Panzerjägern und Panzerver- nichtungstrupps bei Tag und Nacht einen Flanken- stoß der Bolschewisten zurück, der sich gegen die Stellungen und rückwärtigen Verbindungen einer vordringenden deutschen Panzerdivision richtete. 60 feindliche Panzer, und zwar fast alle im Rücken der vordersten Schützenlöcher und MG.-Nester wurden mit den der Infanterie zur Verfügung stehenden Nah kämpf Mitteln außer Gefecht gesetzt. Vom 22. bis 26. August wurden allein im Abschnitt eines Armeekorps 127 Panzerkampfwagen abgeschossen. Nordwestlich Medyn gelang es durch das Zusammenwirken aller Waffen und durch wirkungsvollen Einsatz der Luftwaffe feindliche Kräfte, die über einen Fluß in die deutschen Stellungen em- gebrochen waren, zu vernichten. In diesem Kampfabschnitt wurden in den letzten drei Tagen im Bereich eines Armeekorps 46 Panzer vernichtet. Wei
testen Kampfes, entscheidungsschwerer Stunden und auch Tage manchen bitteren Opfers Aber ' heute können wir feststellen: Der erste Swtz der h, r einaesctzten massierten s°w,et,schen Divisionen ist abAsangen. Unter schwersten Verlusten, Egetri-. den von Kommissaren und Kommandeuren, haben die sowjetischen Truppen wieder einmal erfahren müssen, dah auch eine gewaltige zahlenmäßige Ueberlegenheit keine Entscheidung erzwingen kann, wenn ihr der zum Letzten entschlossene deu ch- Sol- I bat, an der Spitze der deutsche Infanterist, gegen
mußten. Noch toben die Kämpfe ostwärts Wjgsma, aber die erste Entscheidung, die der Feind suchte, hat er nicht erreicht.
13 Britenflieger bei Einflugversuchen abgeschoffen.
Berlin, 27. Aug. (DNB.) Arn Donnerstag, kurz vor 14 Uhr, drang ein Verband von 12 britischen Boston-Bombern unter starkem Jagdschutz über die Somme-THünbung im Raum von Abbeville ein. Einige über dem Flugplatz
beliebtes, allerdings auch ein recht skeptisch betrachtetes Thema. Dazu beginnen zur Zeit die Artikel der aus Deutschland zurückgekehrten Journalisten zu interessier en.
Kleiner, aber wahrhaftig nicht geringer ist das Hauptproblem des Landes und der für das Wohl verantwortlichen Regierung Hie Versorgungslage. Nachdem man kürzlich das schwierige Rationierungsproblem, das sich für die Türkri nicht bewährt hatte, in sehr wütigem Entschluß fallen gelassen hak, arbeitet die Regierung mit allen Kräften an der Stabilisierung der Versorgung, vor allem auch der Preise. Der Handelsminister, zu dessen Ressort diese Fragen vor allem gehören, befinbet sich auf Reisen durch das ganze Land. Die Oeffentlichkeit, vor allem in den breiten Schichten, die unter der Teuerung leidet, mit der die Einkommen keineswegs Schritt halten, wendet sich mehr und mehr mit Schärfe gegen die Spe kulanten und Schwarzhändler, unter denen jüdische Elemente nicht fehlen, wie man Zritungsveröffent- lichungen entnehmen kann. Tatsächlich hat sich dieses Versorgungsproblem mehr und mehr zur wichtigsten Frage der türkischen Innenpolitik entwickelt, deren Lösung der Regierung verantwor- tungsvolle Pflichten auferlegt, namentlich auch im Hinblick auf den kommenden Winter.
Saracoglu besichtigt Grenzgebiete.
Ankara, 28. Aug. (Europapreß.) Nachdem das türkische Kabinett an drei aufeinanderfolgenden Tagen zu außerordentlichen Sitzungen zusammengetreten war, verließ der türkische Ministerpräsident Saracoglu am Donnerstagabend die türkische Hauptstadt, um sich auf eine Inspektionsreise durch das S ch w a r z m e e r g e- biet und die Ostanatolischen Gebiete zu begeben. In seiner Begleitung befinbet sich auch ein hoher türkischer Offizier.
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