Ein Appell an Alle!
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besonderer Dag des Reichsgaues durchgeführt werden. Im übrigen wird sie in Kundgebungen und
ilks festen die Salzburger Volkskunst, alte Sitten
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Hab und Gut jedes einzelnen findet feinen höchsten Wert tm Dienste an der Nation. Was jeder von uns an Besitz hegt und mehrt, ist zusammen- gefaßt das stolze Unterpfand der Größe und Macht unseres ganzen Volkes. Darum müssen wir uns dazu erziehen, dieses Volksgut zu pflegen und vor Schaden zu hüten.
Diese Pflicht verlangt ganz besondere Achtsam» keit gegenüber den Gefahren des Feuers, weil gerade das Feuer Jahr für Fahr ungeheure Lücken in das deutsche Volksvermögen reißt. Von jeher entfallen zwei Drittel aller Brände auf das Land. Der größte Teil davon entsteht zur Erntezeit. Sträflicher Leichtsinn, gedankenlose Fahrlässigkeit oder gewissenlose Nichtbeachtung der gesetzlichen Bestimmungen sind in 60 v. H. aller Fälle die Hauptbrandursachen. Mit anderen Worten: 60 v. H. aller Erntebrände sind bei richtigem menschlichen Verhalten vermeidbar! Deswegen richtet die Reichsarbeitsgemeinschaft Schadenverhütung, Kreisdipnstftelle Wetterau, an die gesamte Landbevölkerung des Kreises den dringenden Apvell, besonders jetzt im Kriege im Interesse
Im Verlaufe des vorigen Winters wurde in Rüddingshausen eine Hilfsstelle für die Betreuung von Kranken geschaffen. Dieser Hilfsdienst bestand darin, daß eine Rote-Kreuz-Helferin bei Erkrankungen die Patienten aufsuchte, um den Sachverhalt festzustellen, bevor aus dem Nachbarorte der Arzt gerufen wurde, damit diesem unnötige Wege erspart wurden und seine Arbeitskraft wie auch der Betriebsstoff für sein Kraftfahrzeug für andere, wichtigere Aufgaben Vorbehalten blieben. In zahlreichen Fällen hat sich nach der fernmündlichen Besprechung zwischen der Rote-Kreuz-Hel- erin und dem Arzt, der mit erheblichem Zeitaufwand und mancherlei Umständen verbundene Besuch des Arztes erübrigt, ohne dem Kranken Nachteil zu bereiten.
Diese guten Erfahrungen haben jetzt dazu geführt, das zunächst in Ruddingshousen angewandte Verfahren auch auf andere Orte des Kreises Gießen auszudehnen. Der Landrat 'des Landkreises Gießen hat im Einvernehmen mit der Bezirksstelle Gießen der Kassenärztlichen Vereinigung in einer Reihe weiterer Orte einen solchen Helferdienst em-
gerichet, in den übrigen Orten wird diese Regelung im Laufe der nächsten Wochen.ebenfalls eingeführt werden. Als Mittler zwischen den Kranken und den Aerzten kommen, je nach den örtlichen Verhältnissen, die Gemeindeschwester, Deutsche-Rote-Kreuz- Schwestern, die Hebamme oder eine andere geeignete Persönlichkeit in Betracht, der es obliegen wird, in Krankheitsfällen zunächst nach dem Patienten zu sehen und sich über die Lage zu unterrichten, um ie nachdem den Arzt schnell herbeizurufen, den Besuch für die übliche Fahrt des Arztes vorzuschlagen, Anmeldungen für den Arztbesuch ent» geaenzunehmen oder auch nach telephonischer Rücksprache zunächst anderweitig für den Kranken zu wirken, ohne dabei Len sehn stark in Anspruch genommenen Arzt noch zu belasten.
Die Regelung bezweckt also einerseits unbedingte Sicherstellung ärztlicher Hilfe überall da, wo diese unumgänglich nötig ist, anderseits die Verhütung unnötiger Inanspruchnahme des Arztes und Verhinderung des zwecklosen Verbrauchs feiner Arbeitskraft und Zeit sowie des kostbaren Betriebs» stoffes für das Kraftfahrzeug.
chlimmer Gedanken verscheuchen, der sich in feinem Schädel breitmachte. Er erhob sich entschlossen und wußte plötzlich, was er zu hin hatte. Es war o einfach. Er mußte Anna fragen.
Er fand sie im Schlafzimmer. Sie kniete vor dem Wäscheschrank und räumte blütenweiße, mit blauen Bändchen gebündelte Stöße in die Fächer. Die sanft geschwungene Linie, die vom Nacken in den Rücken auslief, hatte etwas Rührendes, das Brügger entwaffnete. — Sie ist ja noch ein Kind — dachte er. — Man darf nicht zu scharf mit ihr ins Gericht gehen, wenn sie wirklich eine Dummheit begangen hat. — Er räusperte sich, tat, als ob er etwas suchte, und begann in mildem Ton:
„Fleißig, Anna? Was ich sagen wollte, — du hast vorhin übersehen, mir diesen Brief zu geben.' Dabei schwenkte er das hellgrüne Bankkuvert.
„Ja? Entschuldige." Anna blickte kurz empor und wich Martins Augen aus. Dann bemühte sie sich sogleich wieder um die Leinentücher und schwieg. Sie war ein bißchen rot geworden, nicht viel, nur uni einen Hauch, und schämte sich bis auf den Grund ihrer Seete. Martin hätte also den Brief entdeckt, nun war alles verloren.
„Ich zerbreche mir schon die ganze Zeit über den Kopf, was-es mit diesen 2000 Mark, die da abgebucht sind, für eine Bewandtnis hat", fuhr er schonend fort. Er sprach, als ob er einem kleinen Kind eine bittere Arznei einflößen müßte. „Meinst du, ich kann dahinterkommen? Nicht um alles in der Welt."
Er machte eine Pause und wartete. Nichts.
Annas Schultern bebten ein wenig. Es formte ein mattes Achselzucken sein, es konnte aber auch Furcht und Hilflosigkeit ausdrücken. Er trat einen Schritt auf Anna zu. In seiner Stimme war noch immer nichts von Anklage, von Verweis oder Tragik. Er bemühte sich vielmehr, seinen weiteren Worten einen unbefangenen, munteren Schwung zu geben, der eine Brücke schlagen sollte.
(Fortsetzung folgt.
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Für die 40. Zuteilungsperiode wurden zwei Eier aufgerufen. Sie werden entsprechend den Anlieferungsmöglichkeiten schrittweise zur Verteilung kommen. Der Aufruf wurde so -frühzeitig erlassen, weil an einzelnen (Stellen gewisse Eiermengen verfügbar wurden, deren sofortige Weitergabe an die Verbraucher notwendig war. Beim Geflügel erfolgt wie in den vergangenen Jahren eine Ausmerzung überalterter und leistungsunfähiger Tiere. Das frei wer» dende Geflügel wird m erster Linie den Lazaretten > zugeführt.
Das „Eiserne Sparbuch" als Erbstück.
Wie vom Reichsfinanzministerium mitgeteilt wird, ist angeregt worden, daß die Kreditinstitute bei der Auszahlung von kleineren Eisernen Sparguthaben an die Erben von Gefallenen auf die Vorlage eines Erbscheine, verzichten sollen. Hierzu ist folgendes zu bedenken: Der Erbschein ist der einfachste Nachweis für das Erbrecht. Der Schuldner eines Erblassers, dem ein Erbschein vorgelegt wird, darf sich nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch auf die Richtigkeit des Erbscheins verlassen. Er braucht das Erbrecht nicht zu prüfen. Der Schuldner wird durch die Zahlung an den im Erbschein bezeichneten Erben in jedem Fall, von seiner Schuld befreit. Es gibt auch andere Beweismittel für das Erbrecht, so die Sterbeurkunde in Verbindung mit Urkunden über das Derwandtschaftsoerhältnis ober in Verbindung mit einem Testament. Der Nachweis des Erbrechts durch solche Urkunden ist erheblich umständlicher als der durch den Erbschein. Der Schuldner, dem solche Urkunden vorgelegt werden, muß sie sorgsam nachprüfen. Dadurch entstehen Arbeit und Kosten, die bei kleineren Beträgen oft außer Verhältnis zur Höhe der Schuld stehen. Es muß deshalb insbesondere dem Schuldner kleinerer Beträge gestattet -werden, einen Erbschein zu verlangen. Dieses Verlangen ist Hinterbliebenen von Gefallenen gegenüber nicht unbillig. Abkömmlinge, Eltern und Ehegatten eines gefallenen Soldaten erhalten den Erbschein gebührenfrei, wenn der Wert des Nachlasses 5000 RM. nicht übersteigt, in den
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der Sicher st ellung unserer Ernährung alle Maßnahmen gewissenhaft zu beachten, die zum Schutze unserer Ernte gegen Brandgefahr erforderlich sind. „...
Raucht nicht in Scheunen oder in der Nahe von Erntevorräten; gebraucht kein offenes Feuer oder Licht, sondern nur vorschriftsmäßige Laternen. Haltet die Schutzabstände zwischen Schobern und Lokomobilen, Atriedsmotoren, Eisenbahnen, Straßen, Wegen und Gebäuden unbedingt em! Achtet auf Funkenflug aus Schornsteinen, Rauchrohren und Antrlebsmaschmen! Setzt Trecker in Scheunen oder Räumen mit feuergefährlichem Inhalt nicht in Betrieb, auch nicht beim Hinein- oder Herausfahren'. Haltet Sand und Schaufeln stets bereit, da Brände von Leichtdieselkraftstoff und Sonder» traktorenkraftstosf I wie Benzinbrände nicht mit Wasser zu löschen sind! Haltet Zundhol - ' 3 er in sicherer Verwahrung, damit eure Kinder nicht zu Brandstiftern werden!
Denkt daran: Wer sich durch Fahrlässigkeit am deutschen Erntegut versündigt, hilft demFeind.
unb Bräuche sichtbar werden lassen.
3500 RM. für die besten Erzählungen.
Zum vierten Male im Kriege schreibt die mtsschrift „die neue l i nie" (Verlag
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in Berlin. Spater war er Assistent in Berlin und W und wurde 1928 Direktor des Schleswig- Msteimschen Museums vorgeschichtlicher Alter- toer an der Universität Kiel. Jankuhn war an len Ausgrabungen in Italien, Nordafrika, Vor- rafien, auf dem Balkan und tm Norden be=
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Deutsches Konzert in Rotre Dame.
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i Sn der Notre-Darne-Kirche in Paris fand unter shk starker Beteiligung der Pariser Bevölkerung iteilie vom Kommandanten von Groß-Paris veran- f-altcte geistliche Abendmüsik statt. Die Zu- hijrer waren von dem künstlerischen Ereignis — die --.^l lMtragsfolge setzte sich zusammen aus Werken von sgadx. Wzart, Liszt, Brahms und Reger — tief beein= tc 1 'lauft, um so mehr, da die Ausführenden, Chor, Wkchefter, Solisten, ausschließlich Angehörige der lMd)en Wehrmacht und Rote-Kreuz-Schwestern
Ehrenamtliche Helfer der Aerzte
ßine gemeinnützige Regelung im Kreise Gießen.
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und Mehl gilt das gleiche. Auch hier können die Verbraucher billigerweise nicht verlangen, daß ihnen im Laden auf einige Restabschnitte der Reichsbrotkarte B eine ober zwei Scheiben Brot ober wenige Gramm Mehl verkauft werden.
Die Dersorgungslage im ZiheinMain-Gebiet.
, NSG. An den Getreidemärkten hat sich mit fortschreitender Getreideernte das Aufkommen der verschiedenen Getreidearten verstärkt. Brotmehl war in der benötigten Menge vorhanden.
Auf die Kartoffelrodungen hatten immer noch die Getreideerntearbeiten einen gewissen Einfluß. Es haben aber organisatorische Maßnahmen eingesetzt mit dem Ziel, die Aufbringung der vorgesehenen Zuteilungsmengen auf alle Fälle und mit allen Mitteln zu erreichen.
Auf den Gemüsemärkten ist die Beschickung mengenmäßig reichlich, sortenmäßig ist das Bild jedoch immer noch sehr einseitig. Weiß-, Rot- und Wirsingkohl werden vornehmlich angeboten, während die übrigen Gemüse nur ganz beschränkt zu haben sind. Es ist dabei zu berücksichtigen, daß gewisse Menge der Gemüseernten laufend den Verarbeitungsbetrieben zur Vorratshaltung zugeführt werden müssen. An die Obstmärkte tarnen Pflaumen, Zwetschen, Birnen in zunehmender Menge heran, während die Mirabellen mengenmäßig zurückgingen. Auch hier müssen die Bedürfnisse der Großkonservie- rung laufende Berücksichtigung finden.
Schlachtvieh und Fleisch stellten die Bedarfsdeckung sicher. Soweit die Auftriebszahlen entsprechend dem jahreszeitlichen Turnus rückläufig waren, erfolgte der Ausgleich von der Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse. In der kommenden Woche ist mit gleichgearteten Verhältnissen zu rechnen. Die Qualitäten waren bei Großvieh und Kälbern mittel bis gut, bei Schweinen mittel.
Die Bedarfsdeckung an Milch und Milcherzeugnissen war ausreichend sichergestellt. Käse und Quark stehen zur Zeit reichlich zur Verfügung.
danke Ihnen sehr. Ich wollte nur wissen, wer den Scheck präsentiert hat." Er legte den Hörer auf Die Gabel zurück. Sein Gesicht war finster und blaß.
Also Hudal. Franz Hudal, Annas Vetter! Das gab der Sache allerdings ein neues Gesicht. Wie kam Hudal zu einem Scheck von ihm? Brügger zermarterte sein Hirn, suchte in seinem Gedächtnis und gelangte zu unerquicklichen Schlüssen. Wenn er logisch und konsequent eins aus dem anderen entwickelte, stellte sich die Sache so bar: Anna suchte, sichtlich verstört, die Mitteilung -der Bank vor ihm zu verstecken. Wozu, wenn sie ein reines Gewissen hat? Anna hatte weiterhin — nach Aussage der Purgstaller — sein Scheckbuch in jener Nacht in den Händen. Warum sollte die Hausdame das Vorbringen, wenn es nicht stimmte? Und drittens — güt, daß ihm auch das noch einfällt —. hat Anna damals im Garten zu ihrem Vetter die Worte gesprochen: „Ich werbe dir das Geld schon verschaffen — so rasch (wie möglich —, wir müssen diese Schulden losroerben." — Und zu allem Ueberfluß teilt die Bank ntan auch noch mit, daß Hudal den Scheck eingelöft hat. — Wenn man diese vier Tatsachen nebeneinanderhielt, ergab sich folgerichtig der Verdacht, daß Anna — um das Verschwinden des Schecks wußte. Soviel Zufälle auf einmal gab es nicht. Da steckte System dahinter. Aber wozu brauchte ein junger Mann wie Hudal eine derartige Summe? Der Bursche sah nicht nach Lebemann und Verschwender aus. Daß Hudal das Formular selbst ausgefüllt hatte, war unwahrscheinlich. Dazu war er zu schüchtern. Blieb also nur Anna.
Wozu diese Hinterhältigkeit? Wenn sie Geld brauchte, für sich oder einen anderen, darüber ließ sich doch reden. Warum war sie nicht offen und ehrlich zu ihm gekommen? Sie mußte doch wissen, daß er keine Schwierigkeiten machte und daß alles, was ihm gehörte, auch ihr Eigentum war Nein, ihr Verhalten war nicht entschuldbar falls sie hinterrücks den Scheck ausgestellt hatte.
Brügger fuhr sich mit dem Handrücken über die Stirn, als könnte er damit den ganzen Schwarm
Aus -er Stadt Gießen.
Das Eiweiß.
Die meisten verstehen unter Eiweiß den Teil des Hühnereis, der beim Kochen gerinnt und eine weiße Farbe annimmt. Die Wissenschaft jedoch bezeichnet mit dem Begriff „Eiweiß" einen lebenswichtigen Nährstoff, den der Mensch unbedingt benötigt, um seinen Organismüs und damit sein Leben zu erhalten. Als Eiweiß fassen wir eine große Gruppe von Eiweißarten zusammen, die sich jeweils wieder aus 20 bisher bekannten verschiedenen Eiweißbausteinen — Aminosäuren genannt — zusammensetzen können. Daraus läßt sich ersehen, daß es eine Vielzahl von Eiwsißkorpern geben muß, die sich nur durch den verschiedenartigen Aufbau unterscheiden.
Der menschliche Körper braucht ganz bestimmte Aminosäuren, um aus dem pflanzlichen und tierischen Eiweiß, das er mit seiner Nahrung zu sich nimmt, das körpereigene Eiweiß für seine Zellen aufzubauen. Eiweißarten, die olle lebenswichtigen Aminosäuren enthalten, nennt man daher vollwertig, während in den sog. nicht vollwertigen Eiweiß- arten die eine oder andere Aminosäure fehlt. Fleisch, Fisch, Milch, Eier, Kartoffeln, grünes Gemüse, Nüsse, Hefe und Getreidekeimlinge enthalten vollertiges Eiweiß; Hülsenfrüchte, helles Mehl und nicht grünes Gemüse nur nichtvollwertiges Eiweiß.
Die Eiweißmengen unserer Nahrungsmittel sind sehr verschieden: 100 g Fleisch enthalten im Durchschnitt 18 bis 21 g, 100 g Fisch 16,9 g, 100 g Milch 3,4 g, 1 Hühnerei 5,6 g, 100 g Kartoffeln 2 g, 100 g frisches grünes Gemüse 2 bis 5 g, 100 g Hülsenfrüchte 24,4 g, 100 g weißes Mehl 10 g, 100 g Tomaten nur 1 g, 100 g Blumenkohl 2,5 g Eiweiß. Bei diesen Mengen ist natürlich ein Unterschied zwischen dem vollwertigen und nichtvollwertigen Eiweiß zu machen.
Wieviel Gramm Eiweiß muß ein Mensch täglich
packe meine Koffer und gehe. Erst hat sie den jungen Herrn hinausgebissen, jetzt mich, em netter Anfang! Jetzt schrie die Purgstaller ünd brachte sogar em paar Wuttränen zustande.
Was Sie da von meinem Stiefsohn fabulieren, ist" Unsinn. Ich halte es Ihrer Erregung zugute. Aber meine Frau lassen Sie jetzt gefälligst aus dem Spiel, sonst sollen Sie mich kennenlernen. Ich habe Ihnen seinerzeit eine Stellung drüben angeboten. Sie haben sich diese heute selbst verscherzt. Unter diesen Umständen ist an ein weiteres Zusammenarbeiten natürlich nicht zu denken."
Ich pfeife auf Ihre Stellung, ich brauche Ihre Gnade nicht. Alwine Purgstaller geht auch ohne Sie nicht vor die Hunde. Un den Mund fasse ich mir schon gar nicht verbieten. Ich rede, was ich will. Und nun Schluß Mein- Anschrift ist: „®ol6ener Löwe" falls Post für mich kommt. Ich will mich auch einmal bedienen lassen." Die Hausdame verließ wrnia das Sprechzimmer. Sie hatte sich ausge- fchrien, sie hatte ihre Meinung gesagt, nun war ihr leichter. Sie hatte auch ein bißchen Mißtrauen qesät, hoffentlich, das war das Schönste. Nun kam Anrainer an die Reihe, die zweite und letzte ßartfr.
Brügger blieb' mißmutig und in abscheulicher Stimmung zurück- Was hatte diese Person alles acfaielt9 Anna damals im Sprechzimmer? In jener Nacht als sie sich mit Kopfweh entschuldigte? Ach was, mißgünstiges Geschwätz, das woh Rache sein sollte In einem aber hatte die Purgstaller recht. Man mußte die Bank anrufen, bann wurde sich alles klären. Er griff nach dem Hörer und ^wählte.
Hier Doktor Brügger, Trettau. Geben Sie mir bitte einen der Herren vom Schalter. Auszah- lung'sschalter, ja. Danke. - Von, meinem Konto sind kürzlich 2000 Mark gegen Scheck abgehoben worden. Wem Haden Sie das Geld ausgehandigt? Was sagen Sie? Franz Hudal? Cm lunger Mann mit rötlichen Haaren, riwas verwachsen, Hm" Brügger zauderte eine oefunöe, dann sagte er kühl' „Gut ja, bann ist alles in Ordnung. ch
Seger, Leipzig-Berlin) ihren seit 12 Jahren bestehenden Erzähler-Wettbewerb aus. Etwa 35 000 M. würben seit 1931 als Preise für bie besten deutschen Erzählungen gestiftet und verteilt. Rund 70 Erzählungen und Kurzgeschichten von etwa 60 deutschen Autoren sind dabei ausgezeichnet worden. 45 Erzählungen wurden darüber hinaus vom Ver- lag angekauft. Für 1943 ist die Gesamthöhe der Pfeise auf 3500 RM. festgesetzt worden, davon 500 RM. als Zusatzpreis für preisgekrönte Erzählungen von Wehrmachtangehörigen. Dem Preisgericht gehören an: Dr. Carl Haenfel, Dr. Eckart von Naso, Dr. Wilhelm von Scholz, Hermann Stahl, Dr. Bruno E. Werner. Die genauen Ausschreibungs- Wngungen sind im September-Heft der „neuen linic" veröffentlicht.
Lin neuer Ufa-Farbfilm: „Opfergang“.
Veit Harlan, der seit einiger Zeit Außenaufnahmen zu dem Ufa-Farbfilm „Jmmensee" mit Kristina Söderbaum, Carl Raddatz und Paul Klinger in Eutin in Holstein dreht, hat nun dort auch mit ben Aufnahmen für einen weiteren Farbfilm der Ufa „O p f e r g a n g" begonnen, der in freier Wwandlung von Rudolf G. Dindings Novelle entstehen wird. Ein psychologischer Stoff, in dem es um die Entscheidung eines Mannes zwischen zwei verschiedengearteten Frauen geht, die fern jeder kleinlichen Eifersucht sind und deren eine darüber hinaus selbstlose Beweise eines opferbereiten, liebenden Herzens gibt, soll hier mit filmischen Mitteln gestaltet werden. Carl Raddatz, Kristina Söderbaum Md Jrene.von Meyendorff spielen die Hauptrollen. An der Kamera steht Bruno Mondi. Später werden die Außenaufnahmen in Danzig fortgesetzt.
„Augen der Liebe“. Lin neuer. Ufa-Film.
Unter der Regie von Alfred Braun begannen frei Garmisch-Partenkirchen die Außenaufnahmen iür einen neuen Ufa-Film „Augen der Liebe'. Das Drehbuch schrieb Veit Harlan gemeinhin mit Alfred Braun. Die Hauptrollen sind mit Käthe Oolb und Diene Deltgen besetzt. Im Mittelpunkt her Handlung steht ein Ehepaar — eme Krankem ichwester und ein erblindeter Bildhauer. Er hat sich fine Idealvorstellung von seiner Frau entwickel^ der sie nicht zu entsprechen glaubt. Beim Versuch M einer Operation fürchtet sie daher, daß ein erfolg- kreicher Ausgang das Glück ihrer Ehe zerstören B konnte.
Kulturpolitische Bestimmung der Feste Hohensalzburg.
Die Feste Hohensalzburg wurde an den Reichsgau jSalzburg übergeben. Reichsstatthalter Gauleiter. Dr. !Sche e! übernahm die Festung durch eine Urkunde, fctt ihm vom Standortkommandanten Oberst Lange überreicht wurde. Die Festung wird fortan (in Mittelpunkt der völkisch-kulturellen Arbeit des Gaues sein. Alljährlich wird auf der Festung ein
27. Fortsetzung." (Nachdruck verboten.)
Brügger lieh diesem Bericht nur widerwillig sein
dhr und hatte das GefÜHU e'gentllchdurftest du das gar nicht mUanhören. Er beschmutzte Anna. Als die Purgstaller fertig war sagte er kurz:.
Zufall Sie können sich auch geirrt haben.
',',Jch pflege mich selten zu irren. 3* Ojje bo* Huden nn Kopf. Und ich kann em Scheckbuch — Mtabene Ihr Scheckbuch - recht gut von etwas anderem unterscheiden. Auch, die «'le «ar «nr wr- bäfhtm Sie hat es bei meinem Eintritt lOfort^m di?SchrMtischschubl-i>e fallen „lassen. Machen ete
Ipra^ufTm erregt hernar L Unke mir beendigen diese Unterredung Wae 'S?meiner Frau da unterstellen. ,ft unerhört „Sch kombiniere allerdings unbequem. Rusen -
iS äWÄSJS ÄM dürfen nicht glauben, daß es so ein ach st, d^es Ungetüm von Haus m Schuß zu halten thj -Ui "Ä '»'M ä
- bitte unterbrechen öie mich nichr
« gegenüber als die aus ^ment.^t
meine Anordnungen, untergrabt me ^abt.
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zu sich nehmen, um gesund zu bleiben? Die Ent- । scheidung hängt jeweils von der Gesamtnahrung, ; von der Art des Eiweißes, von der Besonderheit : eines jeden Körpers und von der Lebensweise ab. Die Eskimos z. B. nehmen für unsere Begriffe un= faßbare Eiweißmengen von 210 bis 530 g täglich zu sich, während die Hindus aus religiösen Gründen strenge Vegetarier sind und nur 25 bis 30 g Eiweiß täglich verzehren. Bei den Eskimos dürfte diese große Eiweißmenge auf die klimatischen Verhältnisse zurückzuführen sein, zu denen eine Gewöhnung seit Generationen kommt. Bei den Hindus glaubt man in der geringen Eiweißaufnahme den Grund für ihren besonderen Geisteszustand, die Beschaulichkeit und Versenkung sehen zu können. Für den erwachsenen Menschen unserer Breitengrade hat man erforscht, daß er täglich soviel Gramm Eiweiß zu sich nehmen soll, wie sein normales Körpergewicht in Kilogramm betragen müßte. Die tägliche Eiweißmenge, die möglichst zur Hälfte vollwertig fein soll, ist am besten wie folgt aufzuteilen: 15 v.H. Milcheiweiß, 35 v.H. tierisches oder anderes vollwertiges Eiweiß, 50 v. H. pflanzliches nicht vollwertiges Eiweiß.
Diese Zahlen dürfen natürlich nicht als unbedingte Norm angesehen werden, da die benötigte Eiweißmenge von den anderen Nährstoffen (Fett, Kohlehydrate) unserer täglichen Nahrung mitbe- stimmt wird. Auf jeden ^Fall aber läßt sich sagen, daß wir — auch in der heutigen Zeit — bei einer vernünftig gemischten Kost die notwendige Eiweißmenge unserem Körper zuführen können, die er zur Gesunderhaltung braucht. V. St.
Seine „Puppenportionen" einkaufen.
NSG. Um die Einnahme von Speisen in den Gaststätten zu ermöglichen, sind die Reichsfettkarten auch-in Kleinabschnitte über 5 und 10 Gramm Margarine und Butter eingeteilt worden. Aus dem gleichen Grunde lauten auch die Abschnitte der sogenannten Kuchenkarte z.T. über 10 Gramm Gebäck Diese Kleinabschnitte ersparen den Umtausch in Reisemarken. Falls die KleinabschniUe nicht zum Essen in den Gaststätten benötigt werden, kann sie der Vekbraucher zusammen mit den größeren Abschnitten beim Einkauf verwenden.
Manche Verbraucher haben es sich nun m letzter Zeit angewöhnt, auf die übrig gebliebenen Kleni- abschnitte kleine und kleinste Mengen, also geradezu „Puppenportionen", einzukaufen. Dem Einzelhandel kann die Abgabe solcher winzigen Mengen nicht zu- qemutet werden, weil dabei zwangslausig beim Verwiegen Schwundverluste eintreten, für die der Kaufmann keinen Ausgleich erhält. Es ist also keine Unfreundlichkeit des Kaufmanns, wenn er es ab- lehnt, solch kleine Mengen abzugeben. Auf Grund i eines Erlasses des Reichsministers für Ernährung - und Landwirtschaft ist der Einzelhandel übrigens L auch nicht verpflichtet, Butter und Margarine in Mengen unter 50 Gramm abzugeben. Auch bei Brot
' Dr. Brüggers Patientin
Roman von Walter Klöpffer
riDttj. Heldenrequiem von Hermann Buhler.
n N In Regensburg fand die Uraufführung eines 1 Ui- Menrequierns von Hermann Buhler statt. Der ■ K I®freite Hermann Buhler, bis vor dem Kriege b>s t iponift in Eckernförde, hat dieses deutsche Helden- stsquiem für gemischten Chor, Tenorsolo und gro- Orchester wahrend seines Einsatzes im Westen niert. Die Dichtung stammt von dein am
ItQ fry
4p '1 März 1942 im Osten" gefallenen Unteroffizier er *n iAichard Pauker. Bereits am 23. November 1941 ihtyie ivtirden Teile daraus in Frankreich in der Kirche " 1L in Montebourg aufgeführt. Bei der Uraufführung k Gesamtwertes wirkten ein Soldatenchor, ein Hör der Jugendgruppe der NS.-Frauenschaft und te? BDM., eth Musikkorps der Wehrmacht uni) R A. Herborn als Tenor mit.


