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Ltnser Beamtennachwuchs

(Nachdruck verboten.)

U. Fortsetzung.

rossen 34. uni

Der Uhlenhof hat eine herrliche Lage. Sie fahren durch schönen, alten Buchenwald, an den sich weite Wiesen anschließen. Ein See schimmert herüber. In einer Entfernung sieht man Gebäude.

Helene we st zu den Käufern bin:Der Uhlenhof."

Der Pächter wurde durch Doktor Gebauer vor­bereitet und erwartet sie. Der Mann ist ein Sieb-

vom 8. der Lan- rferenten, )er heil, itstagung i Kriegs- wird.

Eine Besprechung hielt die beiden Rautenbergs noch nach Betriebsschluß in der Fabrik zurück. Run, da sie sich schon erheben, um nach $aufe zu fahren, sagt Johannes Rautenberg und sucht in seiner Brief­tasche:Uebrigens, Ludwig, was ich dir noch zeigen wollte."

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Ludwig, schon im Begriff, den Mantel anzuziehen, wendet sich um. Seine Frage klingt ziemlich unbe- teiligt.

Direktor des Kunsthistorischen Instituts in Florenz. N38 wurde er emeritiert. Sein Arbeitsgebiet ist V'niaturmalerei und bohenstaufische Bauten in »Mallen. Er hat Arbeiten veröffentlicht über die ssasgemälde der Esisabeth-Kirche in Marburg und Ne vorromanische Plastik in 3tol:en. Als Unter- osfszier starb im Alter von 39 Jahren vor Stalin- itab Bros. Dr. Friedrich K"rl Schinkel, der Irenkel des großen Baumeisters, den Heldentod, frr Junge Historiker, der als Dozent für neuere Ge- an verschiedenen Hochschulen für Sehren lilbung tätig war, schrieb das Werk:Polen, Vreußen und Deutschland". 1934 erschien sein Buch »preußischer Sozialismus".

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er hatte W der h Berlin Schütz.' 'M 23c; chgruppc igen Ka­ten.

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Der große Irrtum

Roman von Meta Vrtk.

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AIS 21jährige Expeditiouslerterin in Afrika

Erlebnisse einer deutschen Forscherin in Angola.

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festgehalten, 'die deutlich nachweisen, daß die PK. es verdient, die jünste Waffe der deutschen Wehr­macht genannt zu werden.

Auch die Bilder von den Kämpfen in Stalin­grad zeigen etwas Besonderes. Es will scheinen, als wenn die Stukas mit noch stärkerer Wucht als bisher an^riffen. Fast senkrecht stürzeü sie sich auf die Befestigungen der Gegner.

Hochinteressant sind die Dokumente, die uns vom Einmarsch in Südfrankreich und der Be- festigung seiner Küsten berichten. Neben der deut­schen Wehrmacht tut der französische Soldat seinen Dienst. Französische Of'iziere helfen bei der Auf- klärung des Küstengewässers. Daß wir nebenbei die Gegend kennen lernen, in der untere Soldaten dort jetzt ihre Quartiere aufschlagen, ist ein Geschenk für

NSG. Das Amt für Beamte ist bei 23er» Wallungslehrlingen, die zu Ostern dieses Jah­res bei verschedenen Behörden eingetreten find und mit Lollendung des 17. Lebens- lahrcs zu Beamtenanwärtern ernannt wer­den, den Gründen nachgegangen, die sie ver­anlaßten, Beamte zu werden. Die Feststel­lungen, die Gauamtsleiter K r e m m e r uns zur Verfügung stellt, scheinen in mancher Hinsicht bemerkenswert:

Zunächst gibt es eine Reihe von Jungen, deren Vater Beamter oder Behördenangestellter ist und die aus man möchte fast sagen Tradition Beamte werden wollen. Für nicht wenige bedeutet dabei die gehobene Laufbahn einen sozialen Auf­stieg. Andere wieder glauben, als Beamter eine besonders geachtete" Stellung einnehmen au kön­nen, und diese sind gewiß nicht zuletzt zum Berufs­beamten wirklichberufen": sie müssen sich nur stets vor Augen halten, daß die Wertschätzung eines Berufsstandes in erster Linie von Berufsange­hörigen selbst abhängt, von ihrer Leistung, ihrer Haltung und ihrer Bewährung im weitesten Sinne des Wortes.

Eine zweite Gruppen geht mehr auf das Wesen des Beamtentums ein:Die Erfüllung öffentlicher Aufgaben zum Wohle her Volksgemeinschaft war es, die mich bewegte, die Beamtenlaufbahn einzu­schlagen." Oder auch:Der Beamte hat in seiner Arbeit nur das Wohl des Volkes im Auge zu hal­ten. Im Grunde genommen ist ja der Beamte nur für das Volk da. Dieses treue Dienen für Führer und Reich ist charakteristisch für den Beamten. Es ist deshalb mein ganzes Streben, als Beamter auch meinen Beitrag zum Dolkswohl zu geben."

Noch etwas spielt bet sehr vielen eine Rolle. Es mag dahingestellt fein, ob sie es, als sie ihre Berufs­wahl trafen, so klar fühlten, wie sie es heute, nach halbjähriger Dienstzeit, mit immerhin schon einigen Erkenntnissen und einem gewissen Eindringen in die Berufseigenart zum Ausdruck bringen, aber schließ­lich ist das ja gleichgültig: sie wollen sich im Osten bewähren, wollen dort in unerschlossenem Neuland zeigen, daß sie Kerle sind, und daß man ihnen etwas zumuten darf.... In den von unseren tapferen Truppen eroberten Gebieten wird sich ge­rade uns jungen Beamten erschöpfende Gelegenheit bieten, freudig am Aufbau des Staates und Der Sicherung der deutschen Zukunft mitzuarbeiten ..." oder... Dieses neue Aufgabengebiet bedeutet ja nicht eine weitere Verwaltungsarbeit, sondern trägt dazu bei, den Ausbau eines neuen Europa, das der Führer in feiner letzten Rede verkündete, zu ver­wirklichen. Als Beamter habe ich die Mitwirkung an diesem Aufbau als meine Lebensaufgabe schlechthin erkannt..."

Das find nur wenige Auszüge aus Aeußerungen junger deutscher Menschen, die unserem Beamten- Nachwuchs angehören. Aber sie sind doch recht auf­schlußreich. Sie geben Kunde von dem Geist, der in den Jungen lebendig ist. Und diesem Geist hat ein alter Hitlerjunge, der schon in der Kampfzeit zur Bewegung stieß, am klarsten Ausdruck verliehen, und so mag seine Auffassung als das Wollen aller am Schluß stehen:... Ich erwarte von meinem Beruf als Beamter die Erfüllung des höchsten Ideals, das ein Mensch sich zum Ziel stecken kann, nämlich den restlosen Einsatz für Volk und Vater­land."

Sein Vetter hat nun gefunden, was er suchte. Es ist ein Lichtbild. Er legt es auf Ludwigs Platz und schaltet wieder die Schreibtischlampe ein.Sieh dir deinen Sohn an, Ludwig. Martin entwickelt sich ganz prächtig!"

Ludwig nimmt das Bild nur widerstrebend auf. Er sagt:3a ein nettes Kerlchen." Und fragt: Du warst über Sonntag wieder dort?"

Johannes nickt. Dann sagt er ernst und legt seine Hand auf die Schulter des andern:3d) verstehe dich nicht, Ludwig. Kann das Bild deines kleinen Sohnes wirklich nicht zu deinem Herzen sprechen?"

Ludwig macht sich unwirsch frei. »Laß das, bitte, Johannes*

Der ältere Rautenberg nimmt schweigend das kleine Bild auf und steckt es wieder zu sich. Nun ja, denkt er, es ist wohl Männerart, eine Liebesfreude rasch zu vergessen. Für Käte Allert aber war das Erlebnis mit Ludwig nicht nur ein Zwischenspiel, sondern der Beginn eines neuen Lebens.

Unten auf dem Fabrikhof grüßen die Vettern sich nur kurz und gehen zu ihren Wagen. Der Ludwig Rautenbergs fährt zuerst aus dem Tor. Johannes folgt und sieht gerade noch, wie der große dunkle Wagen am Ende der Straße in rasender Fahrt in Richtung Innenstadt um die Ecke biegt

Johannes kann sich das Ziel denken. Seit dem Bruch mit Helene Deselius wechseln die Frauen um Ludwig sehr schnell. Episoden so urteilt Ludwig selbst Augenblicklich fesielt ihn eine Tänzerin, die mit großem Erfolg im Wintergarten gastiert. Ga­briela Iasi }ft eine schöne Frau und wahrscheinlich eine sehr kostspielige Episode.

Johannes Rautenberg fährt in ruhigem Tempo. Er hat keine Eile. Ihn erwartet niemand außer seiner allen Wirtschafterin. Und sie wird ihn mit einem mürrischen Gesicht empfangen, weil er heute später als sonst zum Essen kommt.

Er denkt, daß fein Leben eigentlich erfreulicher fein könnte. Eine Frau müßte man haben müßte von einem lieben, frohen Gesicht begrüßt werden von jauchzendem Kinderlachen. (Forts, folgt.)

Aus der Siadi Gießen.

Der Regenschirm.

Wie lange mag es wohl schon Regenschirme geben, dieses bewegliche Dach, dessen Schutz vor dem Durchnäßttverden bewahrt? Die Kulturgelchichte spricht dem Regenschirm ein Alter von 200 Jahren zu, aber diese Feststellung bezieht sich nur auf den Regen schirm der Schirm als solcher ist viel älteren Datums, nur biente er zunächst als Son­nenschutz, oder auch als Symbol herrscherlicher Macht.

lieber die Entstehung des Schirmes gibt es eine hübsche Legende, die ihn übrigens als die Erfin­dung einer Frau kennzeichnet. Danach lebte im China im Altertum ein kluger Zimmermann namens Lon-Pau, der eine noch klügere Frau sein eigen nannte. Eines Tages trat sie zu ihm an den Zeichentisch und sprach:Lieber, du verstehst wohl Häuser für Menschen zu bauen, aber sie sind un­beweglich. Ich habe aber etwas für den Gebrauch der Menschen geschaffen, das sich mit ihm überall hinbewegen läßt." Damit entsallete sie vor den Augen ihres erftaunten Mannes den ersten Sonnenschirm.

Von China aus trat die neue Erfindung ihren Weg nach Japan und Indien an und gelangte schließlich auch nach Europa. Die ersten Sonnen­schirme hatten Gestelle aus Fischbein oder Bam- butzstäben. Bezogen wurden sie mit bunten Seiden oder buntem Papier. Es war dann England, der regenreichen Insel, Vorbehalten, den nur der Zier dienenden Sonnenschirm zum praktischen Schutz­mittel gegen den Regen umzugestalten, vielmehr ihn neben dem Sonnenschirm m den Gebrauch ein» zufuhren. Die neue Erfindung fand zunächst eine starke Ablehnung seitens der Männerwelt. Männer, die sich eines Regenschirmes bedienten, wurden, wie eine Zeitschristennotiz aus dem Jahre 1709 bezeugt, lächerlich gemachtDem jungen Mann", so hieß es darin, ,ber fick von einer Dame im Kaffeehaus einen Schirm Ney, wird hierdurch mitgeteilt, daß ihm bei gleicher Gelegenheit, wenn er von Kopf bis Fuß trocken bleiben möchte, ein Paar Damen» Überschuhe zur Verfügung stehen." Die Abneigung vieler Männer gegen das Tragen eines Regen­schirmes hat sich übrigens bis in unsere Tage er­halten.

Die Frauenwelt hat sich sowohl den Sonnen- wie den Regenschirm durch all die Jahrhunderte dienst­bar gemacht, und mit dem Wandel der Mode hielt auch der Regenschirm Schritt. Riesige Parapluis beschützten die Trägerinnen der Krinolinenröcke, während dem Parasol die Aufgabe blieb, den Damen die blütenweiße Zartheit der Haut zu erl-allen. Eine etwas nüchterne Zeit erfand den Schirmfür jeden Fall", der sowohl als Sonnen- wie auch als Regenschirm seinen Dienst zu leisten hatte. Unsere Großmütter fanden die höchste Eleganz des Regen­schirms in derNadel": der Schirm wurde zu un­wahrscheinlich dünner Form zusammengerollt, mit einer wirklich fast nadeldünnen, langen Zwinge.

Untere praktische Zeit liebt den kurzen, gedrunge­nen Regenschirm, der sich bequem am Arm tragen läßt, ohne auf dem Boden aufzultoßen, ja sogar in einer geräumigen Handtasche findet er feinen Platz. An den Schirmgriffen sand das Kunstge­werbe von je ein dankbares Feld für kostbare, phantastische, drollige oder fachlich-vrakttsche Aus- geftaltunq und Ausstattung. Noch 1937 wurde ein neuer Modeschirm in München geschaffen. Durch eine besondere Abmachung der Schienen wurde dem Schirmdach eine neuartige Wölbung gegeben, die bei nassem und windigem Wetter als Kopfschutz diente. Heute haben Regenhaut und -kapuze den Regenschirm vielfach verdrängt, pber viele lassen doch nicht vom Reaenschinn. der nun fchon über zw-ihundert Jahre seine Aufgabe als Schutz gegen nasses Wetter getreulich versieht.

Kür Tapferkeit vor öem Keinüe.

Der Obergefreite Richard Velten aus Leih­gestern, der bei der schweren Art'llerie im Osten mitkämpft, wurde für Taoserkeit vor dem Feinde mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.

Die neue Wochenschau.

Daß dem ganzen deutschen Volk das Erlebnis eines Tiefangriffs englischer Torpedo- Flugzeuge im Mittelmeer mit größter Eindringlichkeit und atemraubender Spannung zum Ereignis wird, verdankt es dem Mut jener Kriegs­berichter, die, auf den angegriffenen Schiffen stehend, mit souveräner Ruhe, nahezu ohne Deckung, die Flugzeuge und ihre todbringenden Geschosse ständig verfolgen. Die unheimliche Nähe des feindlichen , Flugbootes, der aufregende Eindruck eines fein^ Bahn im Wasser nachzeichnenden, dem ebenen Schiff sich nähernden Torpedos, sind in Dildserien

jeden, der einen Angehörigen in diesen Zonen weiß.

Die im Kaukasus eingesetzten Kameramänner haben Gelegenheit, die meisterlich durchgeführte Abfahrt eines Stoßtrupps auf Schiern aufzunehmen, dem es darauf ankommt, die eigenen Stellungen so schnell wie möglich zu erreichen, um die Le- wachungsmannschaft eines Gebirgspasses von der Annäherung eines feindlichen Stoßtrupps zu unter» richten. Es entsteht manchmal der Eindruck, als sähe man Bilder aus einem Sportkampf von Wehr­machtangehörigen.

Einleitend sehen wir Aufnahmen vom Einsatz der Heimat-Flak. Unter Führung von Offizieren der deutschen Wehrmacht treten die Arbeiter eines Rüstungsbetriebes bei Fliegeralarm an ihre Ge­schütze. Der Ausdruck im Gesicht eines sechzehnjäh-

Das Hotel Hegt am Marktplatz. Es heißt ,Zur Menen Sonne^und ift ein alles Haus mit einem »eiten, hochgewölbten Flur, dunklen Treppen und jicäumigen Vorplätzen in allen Stockwerken. Gegen­über ragen die Türme einer allen Kirche. Und der Tiockenschlag der Rikolaikirche ist es, der Helene in dieser Nacht aus ihrem ruhigen Schlaf weckt. Sie tirt die o.er dunklen Glockenschläge, die anzeigen, dvtz wieder eine Stunde sich vollendete, und sie hört btn helleren Klang der Stundenzahl.

Es ist fünf Uhr.

Helene lauscht den verklingenden Tonen. Sie ist hellwach geworden, und darum erhebt sie sich ifob tritt ans Fenster. Noch ist der Tag nicht ange- gingen. Draußen steht ein nächtlicher Himmel mit zimmernden Sternen und der weißen Mondsichel Das Fensterbrett ist niedrig, in Kniehohe. Helene lest die Hand um das Fensterkreuz, lehnt sich ein Mmig hinaus und sieht die lange Straßenzcile hin- unter, auf Häuser mit hohen und niedrigen Giebeln Aid vorspringenden Erkern.

Unter der kühlen Nacktluft befällt sie sehr schnell iln Frösteln Aber als sie bann wieder unter der »ärmenben Decke liegt, kann sie nicht wieder ein» Olafen. Ihre Gedanken gehen dem Tage voraus.

Helene war einige Jahre nicht auf ihrem Gut. doktor Gebauer hat die notwendigen geschäfllichen besuche gemacht. Jetzt will sie mit Bergenroth gleich noch dem Frühstück abfahren, und sie können noch tor der Mittagsstunde auf dem Uhlenhof eintreffen.

Bergenroth wird nach der Besichtigung öfd) am pichen Tage zurückfahren, ba er feine bisherigen wbettsverpflichtungen erst in einigen Wochen lösen tarni. Helene wird auf dem Uhlenhof bleiben, und

Die NSG.Kraft durch Freude" bereitete vor­gestern und gestern einiaen Betriebsgemeinschaften und einer Einheit der Wehrmacht in Gießen ein ganz besonderes Erlebnis durch einen Lichtbilder- vortrag, den eine junge Pionierin der deutschen Wissenschaft aus ihrem eigenen Wirken darbot. Vor­tragende mar Frau v. Dombrowski-Krom­bach, die übrigens durch ihre Heirat mit dem Kaffeepflanzer Karl Krombach, einem geborenen Friedberger, engere Beziehungen zu unserer ober­hessischen Heimat gewonnen hat. Wir hatten Ge­legenheit, am gestrigen Donnerstagabend dem Vor­trag der Frau v. Dombrowski vor einer Einheit der Wehrmacht beizuwohnen, und mir müssen feststellen, daß mir selten einen so interessanten und so außer­ordentlich lebendigen Vortragsabend erlebt haben mie diesen. Die Vortragende brachte es meisterhaft fertig, durch ihre humorvolle und scharmante Art des Erzählens die Soldaten so stark zu fesseln, daß während des etwa anderthalbstündigen Vortrags die engste Erlebnisgemeinschaft zwischen der Red­nerin und ihren Hörern zur Freude 'beider Teile herrschte.

Frau v. Dombrowski, eine Tochter des Wiener Zoologen v. Dombrowski,im Zoologischen Garten geboren* und daher von Jugend auf mit der Tier­welt eng verbunden, unternahm im Jahr» 1939 im Anschluß an ihre Studienzeit in Berlin als 21jäh- rige im Auftrage des Berliner Naturkunde-Mu­seums und mit Unterstützung des Reiches eine Sam­mel- und Studienreise nach Portugiesisch-Westafrika (Angola). Von dieser Reise, die sie am 24. April 1939 von Hamburg aus angetreten hatte und die bis tief hinein in die Urwälder der großen afrikanischen Kolonie Portugals führte, berichtete sie in ihren Vorträgen, deren gestriger ihr 726. im Verlaufe einer zweijährigen Vortragsbetreuung unserer Sol­daten im Auftrage der zuständigen Reichsstellen

war. Was die junge Forscherin von ihrem Erleben auf dieser Expedition, der sie als Leiterin Vorstand, zu berichten hatte, brachte sie nicht etwa in trockener oder ermüdender Gelehrsamkeit vor, sondern sie er­zählte so frank und frei von der Leber weg über ihre Erlebnisse und Erfahrungen, daß die Zuhörer sich gewissermaßen selbst inmitten der Geschehnisse fühlen konnten. Die ernste Aufgabe ihrer Expedi­tion, wie das schwere und arbeitsreiche Leben der deutschen Pflanzer in Angola wurden dabei ebenso anschaulich und lehrreich, doch auch mit viel Humor geschildert wie die besondere Stellung und die Pflich­ten der weißen Frau inmitten der Welt des Ur­walds und der Schwarzen. Die glänzende Redner­gabe der Vortragenden, schlicht und anschaulich, lebendig und volkstümlich im besten Sinne des Wortes, trug sehr wesentlich dazu bei, daß die Hörer ein eindrucksvolles geistiges Bild von jener afrifa^ nischen Welt erhielten und dabei auch für den deut­schen Kolonialgedanken interessiert wurden. Zahl­reiche gute Lichtbilder bereicherten die Erzählung der Vortragenden in bester Weise.

Im September 1940 kehrte die junac Forscherin, die in Angola den Kaffeepflanzer Kronrbach aus Friedberg als Lebensgefährten gefunden hatte, mit ihrem Manne trotz aller Gefahren der Uederfahrt im Kriege nach Deutschland zurück, um in der Heimat für den Führer und Großdeutschland einzutreten, der Mann als Marinesoldat, die junge Frau mit ihren Vorträgen zur Entspannung und geistigen Be­treuung unserer Soldaten und der schaffenden Hei­mat, damit auch diese Seiten der deutschen Kamvf- front immer wieder neue Stärkung erhalten. Die Gießener Vorträge, und namentlich der gestrige vor den Soldaten, waren ein bedeutsames Stück geistiger Arbeit im Dienste dieser großen Aufgabe und ein voller, wohlverdienter Erfolg der wackeren deutschen Frau und Kolonialpionierin.

ziger und macht einen müden und unzufriedenen Eindruck. Ihm ist es nur recht, aus dem Pachtver» trag hevauszukommen.

Sie gehen durch das Haus und durch die Wirt­schaftsgebäude und über einen Teil der Aecker; und schon bei dem, was sie heute besichtigen können, gibt es manches, was wenig erfreulich ift

Bergenroth unterhält sich in feiner ernsten, ruhigen Art mit dem Pächter. Er ist innerlich em­pört über die Vernachlässigung des Gutes, aber es hat keinen Sinn, dem alten Mann jetzt nachträglich Vorwürfe zu machen. Ebensoviel Schuld muß man Doktor Gebauer und Helene zumessen.

Als bann Beraenroth fragt, ob der Ertrag des Gutes denn den Anforderungen der Landesbauern­schaft entsprochen hat, muß der Pächter das ver­neinen und kommt nun mit Entschuldigungen. Er sagt, daß der Boden hier nicht sonderlich gut märe.

Da hebt Bergenroth die Hand und schneidet mit einer schroffen Bewegung die wortreiche Rede des Mannes ab.

Helene sieht ihren Mann aufmerksam an.

Ich will Ihnen sagen", erwidert Bergenroth dem Pächter,die Natur ist immer bereit, mit dem Men­schen zu arbeüen, wenn nur der Mensch dazu be­reit ist!"

Es sind einfache, klare Worte, die Bergenroth ausspricht. Sie klingen wie ein Bekenntnis. Und ohne daß Bergenroth es beabsichtigt, gibt er Helene durch diese Worte die Kraft seines Willens zu er­kennen.

Der o. Professor für Meteorologie an der Uni- grfltät München, Dr. August S ch m a u ß, wurde T Jahre alt. In München geboren, studierte er in jünchen und Berlin. 1900 promovierte er in Mün­zen und war dort bei Röntgen Assistent, arbeitete tonn an der Bayerischen Landeswetterwarte und »urbe 1*910 deren Direktor. 1917 wurde er Honorar­professor, 1952 Ordinarius für Meteorologie. Wäh- rtnb des Weltkrieges war er im Feldwetterdienst. Seine Spezialgebiete sind Aerologie, alpine Meteo- rtlogie und Wettervorhersage. Der Dozent für organische Chemie an der Universität Heidelberg Dr. rer. nat. habil. Hans Adolf Weidlich wurde als Nachfolger des nach Göttingen berufenen Pros. $r. LettrL Leiter der Chemischen Abteilung des ligemeinen Instituts gegen die Geschwulstkrank- hüten im Rudolf-Virchow-Krankenhaus in Berlin. Leidlich wurde 1909 in Höchst geboren und habili­tierte sich 1940 in Heidelberg. Prof. Dr. Otto o. P e t e r f e n ist zum a. o. Professor für Literatur- -I «schichte an der Reichsuniversität Posen ernannt öorben. Er würbe 1898 geboren, studierte in Berlin anb Jena, habilitierte sich 1928 in Riga, wurde 1.1935 an der Herder-Hochschule in Riga. a. o. Pro­visor und hat sich dann um den Aufbau der Reichs- i mversität Dosen besondere Verdienste erworben.

Seine Spezialaebiete sind Sturm und Drang und laffit sowie Schrifttumsgeschichte des Ostens. Der emer. o. Professor der Kunstaeschichte, Dr. Arthur Haseloff, feiert seinen 70. Geburtstag. 3n Berlin geboren, habilitierte er sich l°05 für Lmstgeich ckie in Berlin und wurde 1905 Sekretär bim Preußischen Historischen Institut in Rom. U2O wurde er o. Professor für Kunstaesckichte in Kiel. Von 1932 bis 1935 war er kommissarischer

selbstverständlich wird Bergenroth häufig am Wochenende dahin kommen.

Darüber denkt sie in dieser frühen Stunde nach. Unruhe spürt sie nicht. Sie macht sich keine fernen den Gedanken über den neuen Abschnitt ihres Lebens. Sie hat diese Verbindung gewollt; aus der Eingebung eines Augenblicks heraus, gewiß. Aber der Entschluß hielt auch ernstem Nachdenken stand. Und da Bergenroth den praktischen Wert dieser Verbindung für feine eigene* Aufgaben erkennt, so ist auch für ihn alles klar.

Helene fühll fast eine Befriedigung, da sie glaubt, daß sie d'e Klugheit über ihre Liebe zu Ludwig Rcrutenberg siegen ließ. Sie wehrt sich dagegen, daß diese Liebe noch immer in ihren Sinnen spür­bar ist. Ich muß mich verachten, wenn ich jetzt nicht damit fertig werde, denkt sie

Aber das Wesen der Liebe läßt sich nicht durch den Verstand klären.

Sie haben verabredet, um acht Uhr zusammen zu frühstücken. Bergenroth ist schon vor der Zeit unten. Er steht in dem breiten Haustor und sieht nach dem Wetter aus; der Tag verspricht, schön zu werden, Dann geht er über den Hof zu den Garagen und fahrt den Wagen heraus. Und da nun eben brühen auf der anderen Seite der Straße eine junae Nerkäui-nn ihren Blumenladen öffnet, geht er hinüber, läßt sich eins der kleinen Veilchen­sträußchen geben und steckt es in den seitlich im Wagen angebrachten Blumenhalter.

Als sie kurz darauf abfahren wollen und Helene den Wagen besteigt, sieht sie gleich die Blumen. Sie nickt Richard erfreut zu:Wie lieb von dir vielen Dank!"

tomantik gehöre zum Wesen des Deutschen, denn chne ihre Wiedergewinnuna des Gewesenen, die siier neuen Generation Gesetz ist, wäre der Weg tzs Reich der Zukunft wohl niemals gefunden wor­in. Tauge Eichendorff, der Lützower, Lyriker und pugenichts zu nichts anderem, als uns zu eben Mer unvergleichlichen deutschen Männlichkeit, Menschlichkeit und Mutwilligkeit zu führen schon tos genüge, um ihn uns ewig teuer zu machen, «eil es uns stark mache. Wolfgang Pohl.

Karl Höller über sich selbst.

Der Frankfurter Kompositionslehrer und Natio- iialpreisträger Karl Höller hielt in Esten vor dem Aichard-Wagner-Derband deutscher Frauen einen ! ortrag. Als Komponist bekannte er sich zu einem 1 learen, von farbiger Klanglichkeit überzogenen ; til, der ebenso stark vom späten Reger wie von bm westlichen Komponisten beeindruckt ist. Daß 1 aller, wie die meisten seiner Generationsgenosten, oom Schaffen Bachs gleichfalls bedeutende Impulse empfing, versteht sich bei dem von der Orgel her- Lmmenden, aus altem fränkischem Musikergeschlecht spmmenden Tonsetzer fast von selbst.

Das letzte Abenteuer."

Bei Berlin ist unter der Regie von Gerhard Lamprecht mit den Außenaufnahmen für einen tuen Ufa-FilmDas letzte Abenteuer" began­nt« worden, dessen Drehbuch Walther von Hol­lander und Richard Riedel schrieben. Im Mit- tfpunft des Films steht die Frau eines vieldeschäf- tfoten Chirurgen, die an innerer Vereinsamung zu Arbvechen droht und in ihrer durch Krankheit noch «steigerten Derzweiflungsstimmung seelischen Halt Idem Assistenzarzt ihres Mannes sucht. Sie flieht

5 der Ehe, Von der Schwelle des Todes ruft sie tlr Mann durch die Kraft seiner Liebe und seines östlichen Könnens zum Leben und zum besseren gmeinfamen Verstehen ihrer Schicksalsverbunden- »lt zurück. Lotte Koch spielt diese Frau, Willy j i r g e I ihren Mann und Viktor Staat den Assi­stenzarzt.

Die Terra dreht In ölen.

In und vor dem Burgtheater hat die Hans-Stein- »ff.Produktionsgruppe mit den Aufnahmen zu dem timGabriele Dambrone" begonnen. Das rehbuch schrieben Per Schwenzen und Hans Stein­te ff frei nach Richard Dillingers gleichnamigem i chaufpiel. Die Hauptrollen sind mit Gusti Huber, S egfried Breuer, Christi Mardayn, Ewald Balser, Lexander Trojan imb Egon von Jordan besetzt.

Hochschulnachrichten.