Heli. I dkuZS handelt
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Ein Mann rechnet ab
(Nachdruck verboten.)
,Outen Morgen, Frank, machen Sie sich rasch
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zu unterhalten", sagte er mit einem ernsten, unheil- verkündenden Gesicht, „es handelt sich nicht mehr um Absichten und Pläne. Tenor Gonzales ist nämlich gestern abend gegen elf Uhr in seinem Wagen er«
er, daß Karen die Hände hob und an ihre Augen preßte, und wie aus weiter Ferne kommend hörte
Die spanische Regierung hat in einer Note an die Vereinigten Staaten gegen die Behauptung nordamerikanischer Zeitungen Stellung genommen, wonach deutsche U-Boote auf den Kanarischen Inseln Stützpunkte hätten, von spanischen Dampfern aus verproviantiert oder mit Informationen über feindliche Schiffsbewegungen versehen würden.
*
Reichsminister Dr. Goebbels empfing im Beisein des Reichskriegsopferführers Oberlindober in den Räumen seines Ministeriums die zu einer Dienstbesprechung in Berlin weilenden Gauamtsleiter der Kriegsopferämter der NSDAP, und legte in einer Ansprache die Gedankengänge klar, die den nationalsozialistischen Staat zu den neuen Gesetzen für die Kriegsverletztenfürsorge bewegt haben.
ter werden Sie reden müssen. Ich kann Sie und will Sie zu einer Antwort nicht zwingen, ich kann Sie im Interesse der Sache nur darum bitten, mir die Voruntersuchung durch Offenheit und Wahrheit zu erleichtern."
„Prozeß ... Voruntersuchung ... ich verstehe Sie nicht, Don Santacilla ... wollen Sie sich nicht deutlicher ausdrücken?" Sie sah Santacilla mißtrauisch an; auch Forester beugte sich vor, als befurchte er, in einer Trickschlinge gefangen zu werden.
„Gewiß", antwortete Santacilla höflich, „Brackmann wurde heute in den frühen Morgenstunden von meinen Leuten verhaftet."
Karen warf empört den Kopf hoch: „Diese Niedertracht wird Senor Gonzales teuer zu stehen kommen. Ich kann das, was ich gesagt habe, jederzeit unter Eid wiederholen, daß es nämlich meine ureigenste Befürchtung war, Brackmann könne nach Verakruz gefahren fein, um sich an ihm zu rächen. Aber selbst wenn Brackmann Buena Esperanza tatsächlich mit der Absicht verlassen hätte, Gonzales niederzuschießen, so höre ich zum erstenmal in Mexiko von einem Gesetz, das bereits die Absicht einer Tat unter Strafe stellt."
„Höre ich tatsächlich zum erstenmal", sekundierte Forester laut, aber mit unsicherem Gesichtsausdruck, als bewege er sich auf gefährlichem Glatteis.
Santacilla faßte die Ecken seiner Weste und zog sie mit einem kurzen Ruck stramm über Bauch und Prust. „Mr brauchen uns über diese Dinge nicht,
rszulagr gft.
ht, die wehr« msjahr voll« Versorgung-, M. jährlich, ihrlich erhöht ch im voraus
dem verarbeitet werden. Diese „edlen" Ebereschen, die aus Mähren stammen sollen, werden heute bei Neuanpflanzungen bevorzugt und bürgern sich immer mehr bei uns ein.
Senorita Orgassa, mir klar zu antworten: Hat Brackmann das Haus Ihres Vaters in Bueno Esperanza verlassen, um Senor Gonzales und Madame Perano zu töten? Ja oder nein?
„Sind wir zur Beantwortung Ihrer Frage verpflichtet, Don Santacilla?" fragte Forester mit spitzfindiger Miene, als sei er Karens juristischer Beistand.
„Sie werden im Prozeß unter Eid vernommen
schossen worden."
Für einen schrecklichen Augenblick war es toten« still im Raum. Forester hatte das Empfinden, daß auch die vielfältigen Geräusche, die von der Halle her in das Schreibzimmer drangen, eine Unterbre- chung erfuhren, so als ob eine schalldichte Tür für
ch s güt er» uniachläW ers für die id) auch mh- destmaß vor b soll, M i Besuch in sauflage- ir FertiM zugier Hutei' iften, wie/ ich ist. »
Karens unerbetenen Begleiter mit einem abweisenden Blick.
Karen lächelte liebenswürdig: „Don Estobar Santacilla? Gestatten Sie, daß Ich Ihnen Doktor Frank Forester vorstelle, meinen Freund und Verbündeten, wenn ich so sagen darf. Ich habe ihn gebeten, mich zu dieser Unterredung zu begleiten. Es handelt sich dabei doch gewiß um Angelegenheiten, die mit meinem gestrigen Besuch bei Senor Gonzales Zusammenhängen, nicht wahr?"
„Allerdings, Senorita Orgassa, darum handelt es sich. Aber wollen Sie nicht Platz nehmen — und auch Sie, Doktor Forester ..." Santacilla wies mit seiner kleinen fleischigen Hand einladend auf zwei Ledersessel hin und wartete höflich ab, bis Karen Platz genommen hatte, bevor er sich ebenfalls setzte.
„Um zur Sache zu kommen", begann er ohne Umschweife, „Sie haben Senor Gonzales gestern abend ausgesucht, um ihn vor einem Mordanschlag zu warnen, den der ehemalige Ingenieur Malte Brackmann gegen Gonzales zu unternehmen beabsichtigte?"
„Es ist nicht ganz so, Don Santacilla; ob Brack- mann Gonzales tatsächlich zu töten beabsichtigt, weiß ich nicht. Wenn ich Gonzales warnte, so tat ich es, weil ich befürchtete, Brackmann könne diese Absicht haben."
„Weshalb drücken Sie sich so merkwürdig gewunden und vorsichtig aus, Senorita Orgassa?" fragte Santacilla etwas verwundert.
Forester nahm Karen die Antwort ab: „Weil es unsere persönlichen Ansichten sind, Don Santacilla", sagte er in geziertem Kastilianisch, „Ansichten, die vielleicht gar nicht den tatsächlichen Absichten von Senor Brackmann »entsprechen."
„Wir wollen doch nicht Katz und Maus spielen, meine Herrschaften", sagte Santacilla ein wenig belustigt, „oder wenn mir uns dieses Vergnügen machen wollen, dann muß ich Sie schon bitten, die Rolls der Katze mir zu überlassen. Ich ersuche Sie,
er ihre Stimme.
„Das ... ist ... entsetzlich ..."
Zwischen jedem der drei Worte lag eine lange, schwere Pause.
Santacilla hob die Schultern ein wenig: ,^ch wundere mich über Ihre Bestürzung, Senorita. Orgassa. Allzu unerwartet dürfte Ihnen meine Mitteilung doch nicht gekommen fein."
„Trotzdem trifft sie Senorita Orgassa schwer genug", sagte Forester gereizt, als mache er Santacilla den Vorwurf, die unangenehme Nachricht so plump und rücksichtslos wie nur möglich vorgebracht zu haben. „Wir haben schließlich alles darangesetzt, die Tat zu verhindern. Es ist uns leider nicht gelungen, Brackmann rechtzeitig zu finden."
Er blickte ängstlich besorgt zu Karen hinüber, als befürchte er Tränen oder einen Verzweiflungsaus- druck), aber er konnte beruhigt feststellen, daß sie den ersten Schock bereits überwunden hatte und gefaßt zu fein schien. Santacilla zog ein kleines rotes Notizbuch aus der Hosentasche, das er mit angefeuchtetem Zeigefinger aufblätterte.
„Sie werden zugeben müssen, Senorita Orgassa, daß Brackmann mit dem festen Vorsatz, Gonzales und Madame Perano zu töten, nach Buena Esperanza kam, und daß er das Haus Ihres Vaters auch mit diesem Vorsatz verließ
(Fortsetzung folgt)
8<6ie' gingen gemeinsam bin^nter.Mssie Schreibzimmer betraten, tauchte San acilla t
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Kampf -er Tuberkulose!
6S geht um unsere Gesundheit.
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„Wahrscheinlich haben Gonzales und d" Perano um polizeilichen Schutz gebeten. Oder vielleicht sogar Brackmanns Verhaftung gefordert. Wie ist das !übrigens: kann man schon wegen einer beabsichtigten Tat verhaftet werden?
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Aus der Stadt Gießen.
Lob eines bunten Baumes.
Zu den schmucksten Bildern, die uns der Herbst beschert, gehören die fruchtbeladenen Ebereschen. Sie fehlen saft an keinem Waldrand und in keinem Ziergehölz, und das Korallenrot der Trauben, die über Las silberne Geäst und gilbendes Blattwerk in verschwenderischer Fülle ausgebreitet sind, oer-
GA.-Führertagung in Gießen.
NSG. Der Inspekteur der Standarten 116, 145 und 222, Standartenführer S ch ädlich, hatte die Unterführer feines Gebietes für Sonntag, 25. Okto« ber 1942, zu einer Führertagung nach Gießen berufen.
Gruppenführer V i e l ft i ch, der zu dieser Tagung erschienen war, nahm das Wort zu einer ersten Begrüßung. Er führte aus, daß ir gerade diesem Gebiet nicht unoertraut gegenübertrete, da seine frühere Tätigkeit in der Gruppe als Brigadeführer ihn mit der Nachbarschaft besonders . eng verbunden fjabe. Im näheren Eingehen auf die allgemeinen sowie die gebietsgebundenen Aufgaben der SA. richtete Gruppenführer Dielstich seinen Appell dahingehend, trotz der vielen kriegsbedingten zusätzlichen Aufgaben sich gerade für die vom Führer der SA. im besonderen gestellten Zielsetzung der außermilitärischen Wehrerziehung während des Krieges mit letzter Hingabe einzusetzen.
Der Gruppenführer sand noch Gelegenheit, sich eingehend zu den verschiedensten aus dem Führerkreis gestellten Fragen zu äußern und die ersten Richtlinien für die Arbeit der Zukunft zu geben.
"°S°lbst"erst°ndlich, deshalb habe ich Sie j° ab-
wandeln die im Alter häufig ein wenig verkrüppelten und nicht gerade ansehnlichen Bäume auf einige Wochen lang so gründlich, daß sie auch einer üppigen Märchenlandschast keine Schande machen würden. Das bezauberndste Wunder aber bringen sie da fertig, wo sie in zwei Reihen einer Lurch karges Berglano führenden Landstraße das Geleit geben, in deren von rauhen Winden durchzogener Unwirtlichkeit außer sauren Schlehen kaum eine andere Frucht reift. Wenn in einer solcben, von der Natur sonst kümmerlich bedachten Landschaft die Ebereschen sich in ihren prunkenden Staat geworfen haben, zeigt die Wett ein ganz anderes Gesicht, und man könnte stundenlang der Straße nachwandem, ohne sich an ihr ganz satt zu sehen.
Schade nur, mag mancher denken, der nicht nur [einen schönheitsdursttgen Augen, sondern auch seinem Gaumen und Magen einen Genuß gönnt, daß diese hübschen Trauben, die einen so ver- locfenb anlachen, nicht genießbar find! Eine solche Enttäuschung ist ohne weiteres zu verstehen, doch sei immerhin darauf hingewiesen, daß sich aus den Beeren, so wenig sie sich zum Rohessen eignen, Marmelade und Kompott Herstellen lassen, vorausgesetzt allerdings, daß man genug Zucker hat, um den ein wenig herben und bitteren Geschmack der Früchte zu überdecken. Ergiebiger als die der wilden Ebereschen, die an den Landstraßen und im Walde wachsen, lassen sich die Beeren der häuftg in Parks und Anlagen angepflanzten für die häusliche Vorratswirtschaft verwerten. Sie sind erheblich größer und fleischiger, schmecken zudem milder und süßer und können daher ohne bettächtliche Zuckerbeigaben zu Genießbarem und Wohlschi dem ©erarbeitet werden. Diese „edlen" Ebe:
k ^,Jch^ Hobe natürlich nicht die geringste Absicht, Brackmann in Unannehmlichkeiten zu bringen. Ich kann mit ruhigem Gewissen wiederholen, was ich Gonzales gesagt habe, daß es sich um meine höchst persönlichen Vermutungen handelt, wenn ichi m ch gestern dazu entschloß, Gonzales zu warnen vv Brackmann tatsächlich die Absicht hatte.sichanGon. | Aales zu, rächen, kann ich natürlich nicht ve I ,^)as"ist gut, Karen, dabei bleiben wir heißt, falls g ich Sie zu Senor Santacilla
I „Teufel ja", ftrefe er ^error, Imiffar ... was will der Mann von Ihnen. Er i Wi chte sich den Seifenschaum mit einem feuch en DHa^ttuchzipfel aus dem Gesicht und zog seine
Aber auch mit den wilden Ebereschenbeeren läßt sich etwas Vernünftiges anfangen. Man hat nämlich entdeckt, daß nicht nur Drosseln und andere Vögel sie als Leckerbissen schätzen, sondern daß auch unser Hühnervieh sie weder frisch noch gettocknet ver- achtet. Und so liefst es denn im Belieben des Hüh- nerbalters, ob er sich zu einer doppelten Augenweide verhelfen will: zuvöroerst an den prächtigen roten Beeren des herbstlich bunten Baumes, und später an den schönen weißen Eiern, mit denen seine Hennen ihm den Dank für ein so nahrhaftes Futter abstatten.
Zur Tapferkeit vor öem Keinöe.
Der Schutze Wilhelm Lorenz aus Gießen, Krof- borfer Straße 28, wurde für Tapferkeit vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten, die er in einem Infanterieregiment mitmachte, mit dem Eisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet.
$ßr unsere Verwundeten.
Die NSG. „Kraft durch Freude" führte im Laufe der vergangenen Woche im Auftrage des Oberkommandos der Wehrmacht und in Zusammenarbeit mit dem Sonderreserat „Truppenbetreuung" im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda in hiesigen Lazaretten folgende Veranstaltungen durch:
Unter dem Motto „Wir winden bei Gesang und Tanz euch einen bunten Erntekranz" gestalteten in zwei Lazaretten Alwin Rüffer (Rezitatton), Margot Eberspach (Sopran) und Gisela Sott (Klavier) eine Programmsolge. Lieder von Brahms, Schubert und Volkslieder wechselten ab mit Lesungen von Theodor Storm, Agnes Miegel und M. Claudius. Gisela Sott hatte die Begleitung am Klavier übernommen und spielte Musikstücke von Haydn und Schumann.
In einem Lazarett erklangen „Vertraute Melodien aus Opern". Elsa Tietjen. (Sopran), Käte Arm- brust-Niesch (Dram. Sopran),'Gerda Brühl '(Kol.- Sopran), Elis. Geiß (Alt), C. H. ©tief (Tenor), Alex Nosalewicz (Baß-Bariton), Dora Großmann- Niggli (Violine), Kattin Burghardt (Rezitation) und Werner Wemheuer (Klavier) gestalteten ein Vortragsprogramm, welches in schöner Zusammenstellung Arien, Duette, Quartette und Violinsoli aus unseren bekannten Opern brachte.
Die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. hatte für alle Verwundeten in den Lazaretten Liebesgaben zur Verfügung gestellt, welche durch die Betreuerinnen der NS.-Frauenschaft und den Lazarettbetreuer der NSKOD. verteilt wurden. Zu der Operettenvorstellung „Frau Luna" im Theater der
.durch (tarn steten Boll« Ai^inajme, 943 wird in Jen beschlos. Einheit-, noung eines Meins füt iMgsgebüh. einheitlichen gegenseitigen
der Luftwaffe, Hannover, Escherstraßc 12, in Betracht.) Die nächsten Einstellungstermine sind: Für alle Waffengattungen 1. März 1943. Außerdem für Flieger- und Fallschirmtruppe 1. Juli 1943. Für Flakartillerie und LN.-Truppe 1. August 1943. Es melden sich Geburtsjahrgänge 1925 und ältere sofort. Geburtsjahrgang 1926 bis spätestens 1. April 1943. Alter am Einstellungstage mindestens 17, jedoch nicht über 24 Jahre. Bewerber für die Jngenieur- Offizierlaufdahn der Luftwaffe melden sich ebenfalls bei den Dienststellen. (Also in Hannover, Escher- straße 12, wie oben angegeben.) Bewerbungsgesuche für die Sanitäts-Offizierlaufbahn in der Luftwaffe sind dagegen bei dem, dem Wohnort zuständigen Luftgaukommando (Luftgauarzt) vorzuleyen. lieber die Einstellungsbedingungen für diese beiden Laufbahnen wird demnächst weiteres in der Tageszeitung bekanntgegeben.
menschlichen Körper, das nur war gewiß. Aber es war die große Frage, wie er sich hatte erheben können. Schuf ihn der Körver, wie schon so manche andere ftrantfjeit, sich selber? oder ... Wie, wenn der Erreger der Tuberkulose von außen käme?
Und indem dieser Zweifel sich in dem kleinen unbekannten Kreisphysikus in Wöllstein regte, der als drittes von 13 Kindern eines armen Harzer Bergwerkssteigers sich mühsam durch Stundengeben, Beteiligung an Preisarbeiten und Stipendien die ärztliche Laufbahn erkämpft hatte, in diesen Augenblicken dämmerte eine der gewaltigsten Wenden in der Medizin herauf.
Mit Mitteln, die uns heute primitiv dünken, setzte sich Robert Koch in feinem einsamen Studierzimmer auf die Fährte des Volksfeindes Tuberkulose. Eibe Berufung nach Berlin an das Kaiserliche Gesundheitsamt ermöglichte es ihm, feine Studien unb Versuche gründlicher durchzuführen bis zu jenem denkwürdigen Tage, an dem er vor Mitgliedern der Physiologischen Gesellschaft* an Hand sorgfältiger Präparate den Feind, den Tuberkelbazillus, den von außen in den Körper eindringenden Feind, vor aller Augen sichtbar machen konnte.
Robert Koch sagte dem Tod, der Tuberkulose hieß, den Kampf an: „Wenn ich nun überzeugt fein darf, daß sich unter den Aerzten die Gewißheit Bahn gebrochen hat, die Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit, dann muß ich in dieser Stunde zum edelsten Wettstreit aufrufen, sich der Bekämpfung dieser mörderischen Seuche mit allen Kräfte zu widmen."
Dieser Ausruf eines Forschers findet in unseren Tagen zum Ruhme deutscher Wissenschaft feinen großen Nachhall. Männer, denen Führung und Wahrung der Volksgesundheit anvertraut ist, bekämpfen die Tuberkulose mit den modernsten Mitteln, die zur Verfügung stehen. Viele Jahre praktischer Erfahrung waren nötig, ehe alle technischen Schwierigkeiten zur Herstellung guter Lungenaufnahmen überwunden waren. Das Röntgenbildver- fahren von ^-Standartenführer Professor Hälfe l d e r (Frankfurt a. M.) gibt die Möglichkeit, sämtliche Organe des Brustkorbes — Herz, Lunge usw. — genau zu überprüfen und Krankheiten so in ihrem Entstehen zu erkennen. Das Unmögliche ist wahr geworden: in einer Stunde gelingt es, nahezu 300 Röntgenaufnahmen bei außerordentlich geringen Kosten herzustellen.
Ein neues Röntgenreihenbildverfahren gibt die Möglichkeit die Organe des Brustkorbes genau zu überprüfen und Krankheiten schon in ihrem Entstehen zu erkennen so daß sie rechtzeitig der Heilung zu- geführt werden können. Ein Mangel des bisherigen Röntgenverfahrens bestand darin, daß es sich für gesundheitliche Erhebungen größeren Ausmaßes als zu teuer — ein Röntgenbild kostet bekanntlich 15 bis 20 RM. — und in der praktischen Durchführung als zu langwierig erwies.
Man war sich in der Aerzteschaft schon lange darüber einig, daß die Röntgenuntersuchung in erweitertem Maße der Krankheitsbekämpfung dienstbar gemacht werden müsse, und welche Fülle vorbeugender Maßnahmen möglich ist, wenn alle Volksgenossen geröntgt und die Ergebnisse ausgewertet werden können. Wieviel Leid und Sorgen bliebe vielen Familien erspart, wenn man rechtzeitig alle Ansteckungsquellen beteiligen und beginnenden Krankheiten sofort entgegentreten konnte.
Zahlreiche Wissenschaftler haben sich seit Jahren mit dem Problem beschäftigt, einen Aufnahmeapparat zu konstruieren, der das Leuchtschirmbild mit der Kleinbildkamera im Lichtbild festhält. Diese Apparatur mußte so beschaffen fein, daß die Herstellung guter Röntgenbilder in großer Zahl und in kürzester Frist möglich war. Dem Röntgenologen der Universität Frankfurt a. M., ^-Standartenführer Prof. H o l f e l d e r, ist es nach jahrelanger Vorbereitungsarbeit gelungen, ein solches Gerät zu konstruieren und damit das Problem einer gesundheitlichen Bestandsaufnahme des ganzes Volkes zu lösen und das Werk Robert Kochs durch Röntgenreihenuntersuchung fortzusetzen.
Die Arbeit des medizinischen Forschers vollzieht sich in der stillen Studierstube, und kaum erfährt jemand etwas von dem Ringen, das hier Tage und Nächte erfüllt. Schlachten werden geschlagen zum Wohle der Menschheit, die ohne Getöse vor sich gehen, aber dennoch in Leidenschaft erzittern. Der Bann des Unheimlichen liegt über sie gebreitet. Des großen medizinischen Forschers Robert Koch Arbeit am Mikroskop vor den Präparaten war ein Krieg im Dunkeln. Er hatte zuerst nicht mehr als die Aufgabe erkannt: Der Tuberkulose, die, eine wahre Volksseuche, Millionen und aber Millionen blühender Menschen dahinrafft, Einhalt zu gebieten. Das war ein Ziel, aber noch kein Weg, denn der Feind stand irgendwo^unbekannt, nur von seinen verheerenden Wirkungen redet die Statistik eine fürchterliche Sprache. Der Feind steckt im
Universitätsstadt Gießen hatten 200 Verwundete aus den verschiedensten Lazaretten durch die Kreisamtsleitung der NSV. Wetterau Eintrittskarten erhalten.
Zu den Veranstaltungen im Lause der Kulturwoche der NSDAP, waren Verwundete zu dem Dortrage der Universität — Stadttheater von Professor Niessen: „Soldatentheater im Wandel der Zeiten", HJ.-Kulturveranstaltung im Theater: „Der Thron zwischen Erdteilen" und „Froh zu sein bedarf es wenig" und zu dem Abschluß auf dem Oswaldsgarten: „O heilig Herz der Volker, o Vaterland" eingelaben.
Die Hausmusik einer Wehrmachtabteilung erfreute die verwundeten Kameraden im Lazarett.
Die Kulturelle Vereinigung im Gießener Vortragsring hatte zu dem schonen Lichtbilderoorttag des finnischen Professors Dr. von Wendt über „Finnland" Verwundete eingeladen.
Die Kreisamtsleitung Wetterau der NSV. hatte in einem Lazarett 350 Verwundete eingeladen. Lehrer Flath und Gattin aus Rüddingshausen hatten sich mit ihrer Schulmusikabteilung zur Verfügung gestellt und brachten durch den Vorttag von schonen Volks- und Soldatenliedern und Märschen eine fröhliche Stimmung. Ein Kamerad des Lazarettes, Uffz. Zimmermann (Tenor) sang eine Arie. Die Kuchen waren von den NS.-Frauen- schaften Steinheim, Beuern, Bersrod und Rabertshausen durch Vermittlung der Kreisfrauenschaftsleiterin Wrede gespendet worden. Lazarettbetreuer Gravelius von der NSKOV. überbrachte die Grüße des Kreisleiters.
Oie Offizierlaufbahn der Lustwaffe.
In Ergänzung der vom Oberkommando der Wehrmacht veröffentlichten neuen Grundsätze für die Einstellung von Bewerbern für die Offizierlaufbahn gibt der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe bekannt:
Bewerber für die Offizierlaufbahn der Luftwaffe reichen ihre Bewerbung bei der ihrem Wohnort nächstgelegenen „Annahmestelle für Offizierbewerber der Luftwaffe" ein. (Für unsere engere Heimat kommt die Annahmestelle 2 für Offizierbewerber
Arbeitstagung öer Gaufrauenschastsführerinnen.
Die Gaufrauenschastsleiterinnnen hatten in Ber- nn eine Arbeitstagung mit den Landesabteilungs- leitermnen des Reichsnährstandes unter Führung der Reichsfrauenführerin Gertrud Scholtz-Klink Wahrend die. fachliche und praktische Ausrichtung der Landfrau Aufgabe des Reichsnährstandes ist, vird die poUkische kulturelle und soziale Führung llufgabe der Abteilung Landfrauenarbeit in der Neichsfrauenfuhrung fein. Staatssekretär Backe begrüßte lebhaft die Zusammenarbeit, da es not« ES f?® • gesamte Menschenführung ge-
chloisen in den Händen der Partei liege. Haupt- foenftleiter Prof. Dr. Groß zeigte die Bedeutung von Einstellung und Wirken der Frau auf dem Gebiet der Rassenpolitik. Reichsleiter Rosenberg sprach über die Angaben, die sich aus der schicksal- haften Wendung unseres Volkes nach Osten ergeben.
Führertagung
des AS.-Reichskriegerbundes.
In Berlin fand eine Führertagung des NS- Keichskriegerbundes statt, zu der der Reichskriegerführer General der Infanterie, ^-Obergruppenführer Sieinhard die Gaukriegerführer und die Abteilungsleiter der Reichskriegerführuna zusammen- Eerufen hatte. Obwohl, wie General Reinhard fest- ellte, ein hoher Prozentsatz der Kameraden unter en Waffen stehe oder zu anderen kriegswichtigen Aufgaben herangezogen sei, konnte der Bundes- bienst auch in diesem Jahre dank der Einsatzbereitschaft aller Gliederungsführer und dank des guten Seiftes der Männer aufrechterhalten werden. Die im ÜS.-Reichskriegerbund zusammenaeschlossenen ehemaligen Soldaten haben es sich als besondere Auf- aabe gestellt, an der Einheit und Unerschütterlichkeit 6er Heimatfront getreu ihrer Devise „Soldatentum und Nattonalsozialismus" mit unermüdlicher Tatkraft mitzuarbeiten. Zum Abschluß der Führertagung wies der Reichskriegerführer den Gau- kriegerführern die neuen Aufgaben zu, die dem NS.- SreichskriLgerbund in den nächsten Monaten gestellt werden.
100000 Mann
im Kleinkaliberwettlampf.
An den Kleinkaliberwettkämpfen 1942 des N S.- Neichskriegerbundes um den Ehrenpreis des Reichskriegerführers haben sich rund 700 000 alte Soldaten gegenüber 600 000 im Jahre 1941 beteiligt. Dieses Ergebnis ist mit Rücksicht auf die Schwierigkeiten eines so umfangreichen Wettkampfes in der Kriegszeit ausgezeichnet. Als Sieger ging die Kriegerkameradschaft Rosenheim (Gaukriegeroerband Süd-Hochland) hervor.
Kleine politische Nachrichten.
Die Zahl der Opfer des englischen lerrorangriffs auf Genua hat sich auf 354 erhöht, zum größten Teil Frauen, Greise und Kinder.
jgjs Roman vonHorstBiemath
gegenüN 84. Fortsetzung.
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3 Des ZhM-s
- L. ... L 65 sich nur um Konsumgüter, die öLh)pl1lMrt ^den. Dieselben Grundsätze, Der- emfachung der Konstruktton und Verbesserung der Fertigung, haben bei der neuen Kriegsloko - nvotine Pate gestanden und hier wie auch bei den Kriegsguterwagen wesentliche Materialein- ?nPr!mnfin/9?°t 3War Qn jeder einzelnen.
Lokomotive 26 Tonnen Material und 6000 Arbeits- dunden! Dies ist nur ein Beispiel dafür, was durch ^ationalcherung erreicht werden kann. Noch ganz linubersehbar sind die Wirkungen der „Reichs- war e nnum m e run g", die zunächst nur für S-Sl emgesührt worden ist, künftig aber für alle überhaupt nur denkbaren Waren die rfXn in? Materialbezeichnungen
‘ Ar Reichswarennummer wird sich Art, Große, Rohstoff, Form usw. eines Erzeugnis genau ertennen lassen. Buchhaltung, Berichts- werden dadurch wesentlich ver- rlNfacht.
werden, Senorita Orgassa. Ob Sie jetzt schweigen ,, ■ i ~ ,
oder antworten wollen, ist an sich gleichgültig, spä- ein paar Setunben geschlossen worden fei. Dann sah


