Schwere britische Verluste in Aegypten
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Haltreich und vielfältig anregend, wird nicht nur den Freunden der Insel, sondern der Dichtung schlechthin willkommen sein. Am Anfang stehen, um einige Proben zu geben, zwei Sommergedichte vom alten Brockes, den heute sonst kaum noch jemand liest, obwohl er für seine Zeit sehr kennzeichnend erscheint; es erscheint nicht ohne Reiz, seinen Gedichten Beispiele der zeitgenössischen Lyrik gegenüberzu^ stellen, wie man sie hier von Friedrich Schnack findet Aus einem werdenden Buche von Waggerl lesen wir das schöne, besinnliche Stück „Feierabend", das wir
— D-s Herbstheft des „I n s e l s ch if f s", L«. Zeitschrift für die Freunde des Insel-Verlags 31t Leipzig, stattlich und sorgfältig gedruckt wie je, in»
suche. „Dididrü, dididrü!" hatte es ihm ins Ohr geklungen. Und da gewahrt er jetzt den zutraulichen, staubgrauen Vogel. Da sitzt er oder trippelt, und so hübsch, so wunderhübsch steht der zarte Federstutz auf diesem kecken Vogelkopf. In all seiner Bedrücktheit und Zeitnot — der Mensch, ob er will oder nicht, muß sich ein paar Augenblicke freuen und ein bißchen lächeln.
tischer Art in jener vielgepriesenen Urdemokratie. Ein dutzend Jahre weilte der Flüchtling dort, und immer inniger wurde seine Liebe zum Vaterlande, immer wacher auch seine Sorge für dessen Zukunft. Das bezeugen zahlreiche Zeitungsartikel, die er von dort aus in die deutsche Presse lancierte, vor allem auch seine zündende politische Predigt „Sei deutsch!" Die Amnestie von 1861 öffnete Bucher wieder die Tür zur Heimat, und hier widmete sich der ehemalige Jurist weiterhin dem politischen Pressedienst.
Durch diese Tätigkeit wurde der Ministerpräsident Preußens, Bismarck, erneut auf Bucher aufmerksam, berief ihn ins Auswärtige Amt und ließ ihn hier allmählich bis zum Wirklichen Geheimen Legationsrat aufsteigen, wobei er die verschiedensten Dezernate der auswärtigen Politik, im besonderen die preußisch-römischen und die englischen Probleme bearbeitete. Aber auch in der allgemeinen Politik galt sein Urteil über die Beziehungen Preußen- Deutschlands zu anderen Staaten dem Altreichskanzler viel. Er hielt diesen von ihm entdeckten Politiker für befähigt, an seinem größten Werke, der deutschen Einigung, unmittelbar teilnehmen ßu können, berief ihn im Herbst 1870 ins Große Hauptquartier, behandelte mit ihm verschiedene Angelegenheiten des werdenden Kaiserreiches und übertrug ihm wichtige Mitarbeiten an der Reichsverfassung. Auch im Frankfurter Frieden von 1871 wirkte der Vertrauensmann des Kanzlers entscheidend mit, und in dem Berliner Kongreß von 1878 trat Bucher wiederholt vor die Oeffentlichkeit, der das eifrige Schaffen des schlichtbescheidenen Mannes sonst ziemlich verborgen blieb. Richt selten besuchte Bucher den Fürsten in Varzin, teils zu Vorträgen, teils zu freundschaftlichem Austausche.
Die innere Bindung Buchers an Bismarck kommt dadurch zum Ausdruck, daß er unmittelbar nach dessen Ausscheiden aus dem Amte selbst seine Tätigkeit einstellte. Es war für Bismarck ein Trost und eine Freude, den bewährten Mitstreiter in Fried- richsruh als Hausgenossen um sich zu sehen, bis Bucher 1892 — auf einer Reise an den Genfer See — verstarb. Mehr als alle zahlreichen äußeren Ehrungen bedeutet es für das Andenken Lothar Buchers, daß der Altreichskanzler beim Empfang der Nachricht von dessen Tode erschüttert sagte: „Ich habe meinen selbstlosesten Freund verloren!"
Werner Lenz.
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Der Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Ott Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Südostwärts Noworossijsk wurden zäh verteidigte Stützpunkte der Sowjets gestürmt. Deutsche Gebirgstruppen gewannen in hartnäckigen Kämpfen weitere wichtige Gebirgsstellungen nordostwärts Tuapse. Zerstörerftaffeln bekämpften im Tiefflug die feindlichen Stellungen. Kroatische Jäger schossen fünf bolschewistische Flugzeuge ab. An dem ganzen Frontabschnitt scheiterten örtliche Gegenangriffe und Vorstöße unter starken Verlusten für den Gegner. Eine feindliche Kampfgruppe wurde zersprengt.
In Stalingrad vernichteten die Angriffstruppen feindlicheDiderslandsnester und nahmen mehrere Häuserblocks. Nördlich der Stadt wurde der Angriff in einen weiteren Vorort vorgetragen. Entlastungsangriffe aus südlicher und nördlicher Richtung brachen zum Teil im Nahkampf zusammen. Kampfflugzeuge hielten die Artillerie des Feindes ostwärts der Stadt in rollenden Angriffen nieder. Deutsche Jäger schossen bei einem eigenen Verlust 2 7 feindliche Flugzeuge ab.
Ungarische Truppen vereitelten an der D o n • front feindliche Uebersehversuche.
Im mittleren und nördlichen Front-
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mutige Kapitel „Gneisenau und Goethe" entnom« men; dazu ein ausgezeichnetes Porträt des Generals von Franz Krüger. Dem „Buche deutscher Reden und Rufe" entstammt ein Brief Schillers über Goethe an die Gräfin Schimmelmann, der neuen Brentano-Ausgabe der Insel „Das Pickenick des Katers Mores", eine Geschichte von skurrilem Humor, mit genießerischem Schmunzeln zu lesen. Die große Rilke-Gemeinde wird mit lebhafter Anteilnahme den von Ruth Sieber-Rilke und Earl Sieber erstatteten Bericht über Entstehung, Wirken und Aufgabe des Weimarer Rilke-Archivs zur Kenntnis nehmen. Die Mitteilungen des Verlages unterrichten über mancherlei schone und weitgespannte Pläne.
— Das Herbstheft der „Modenwel", des großen Modenblattes für Kleidung, Wäsche, Handarbeit (im Deutschen Verlag, Berlin), zeigt reizende Modelle, elegante und praktische Kleidung für jede Tageszeit und jede Gelegenheit. Es gibt herbstliche Kostüme, Jackenkleider, sportliche und schlichte Kleider, Mäntel, Complets, Nachmittagskleider und allerlei für Vollschlanke. Außerdem aibt die „Modenwelt" praktische Vorschläge zum Umändern von Kleidern, Winke, wie man Stoffreste verwendet usw, Auch viel Schul- und Linderkleidchen bringt das Heft.
a b s ch n i f t beiderseilige Stoßtrupplätigkeit. Deutsche und rumänische Kampfflugzeuge griffen bei Tag und Nacht den Nachschubverkehr des Feindes auf Bahnen und Straßen an.
Schwere Artillerie des Heeres erzielte in der Bucht von Leningrad mehrere Treffer auf dem sowjetischen Schlachtschiff „2U a ra t". Explosionen und Brände wurden beobachtet.
In Aegypten würden bei überall erfolgreicher Abwehr des britischen Großangriffs dem Feinde schwerste Verluste zugefügt; bisher wurden 104 Panzerkampfwagen a l s vernichtet gemeldet. Die Kämpfe dauern an. Angriffe der deutschen und italienischen Luftwaffe richteten sich bei Tag und Nacht gegen motorisierte Verbände des Feindes. Messerschmitt-Zersiörer schossen vier Flugzeuge vom Muster Beaufighter ab. Ein feindlicher Landungsversuch in der Nacht vom 23. zum 24. Oktober im Gebiet von Marsa Matruk wurde durch das rasche Eingreifen von Kampfflugzeugen schon auf See vereitelt.
Leichte deutsche Kampfflugzeuge bekämpften mit guter Wirkung Flugplahanlagen auf der Jnsel- festung Malta.
Auch an der englischen Südküste griffen leichte deutsche Kampfflugzeuge am gestrigen Tage kriegswichtige Anlagen an verschiedenen Stellen erfolgreich an.
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der bisherige Verlauf des Krieges hat erwiesen, daß diese altehrwürdige Konzeption überlebt und irrig ist. Denn während unsere Gegner den Blockadekrieg verloren, haben wir inzwischen die Ernährungsschlacht in Europa und zusammen mit den gewaltigen Eroberungen Japans auch den Kampf um die Rohstoffe der Welt gewonnen. Don der unangreifbaren, sowohl ernährungs- wie rohstoffmäßig gesicherten Bastion des geschlossenen europäischen Kontinents aus und im Besitz weitreichender stärkster Kampfmittel zur See und in der Luft werden wir das bereits brüchig gewordene Netz der angelsächsischen Seeherrschaft zerreißen und dem Produktionswunder Amerikas mit Gelassenheit entgegensetzen.
Wir sehen, daß die Achsenmächte und ihre Verbündeten auf dem Schachbrett -des gigantischen Spiels der Kräfte in diesem Kriege über gute und solide Positionen für den Endkampf verfügen. Es ist die Strategie, die diesem Kriege entspricht und seinen Erscheinungsformen gemäß ist. Wenn unsere Gegner auf diese vom Führer in ihrer ganzen Gröhe und Kühnheit aufgezeigte Strategie nichts anderes zu entgegnen haben, als „Hitler hat feine Blitzstrategie aufgegeben er geht in die Defensive" — dann beweisen sie damit nur, daß sie nicht imstande sind, die Elemente und Gesetze einer neuen Kriegskunst zu begreifen.
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bewaffneten Erpressungsversuch Briten dar.
Schwere Kämpfe in der Südsee.
Bismarcks Berirauensmann.
Zum 50. Todestage Lothar Buchers.
Geheimrat Lothar Bucher wurde vor 125 Jahren, am 25. Oktober 1817, geboren und starb vor 50 Jahren, am 12. Oktober 1892.
„Politik ist weniger Wissenschaft als Kunst. Sie läßt sich nicht lehren; man muß dafür begabt sein." Dieser Erkenntnis folgend, wählte Bismarck seine Mitarbeiter aus. Zu besonders glücklicher Zusammenarbeit gelangte er mit Lothar Bucher, dessen Werdegang und Wirken erkennen lassen, daß auch der Charakter des Politikers sich erst „in dem Strom der Welt" bildet.
Lothar Bucher, in Neustettin geboren, studierte in Berlin Rechts- und Staats-Wissenschaften und wandte sich dann dem Justizdienste zu. Als Assessor in Stolp veröffentlichte er häufiger Aufsätze über politische Fragen jener stürmischen Jahre vor 1848 und wurde durch das Vertrauen der städtischen und ländlichen Bevölkerung in die Preußische Nationalversammlung in Berlin entsandt. Dort wurde er zum Mitglied der Zweiten Kammer gewählt, in der er durch seine unverbildeten Auffassungen und seine klare Redeweise im parlamentarischen Gewoge angenehm auffiel. Am Tage der von Regierungsseite erfolgten Auflösung der Kammer, am 27. April 1849, kam er zuerst mit Herrn vosi Bismarck-Schönhausen in nähere Berührung. Kurz darauf aber schon schüttelte Bucher den Staub des Heimatbo-dens von den Füßen, er flüchtete nach London, um einer ihm aus politischen Gründen zudiktierten Festungshaft von 15 Monaten zu entgehen. Mehr als bisher sollte er nun seinen politischen Horizont erweitern, und zwar durch die Kenntnis zahlloser Mißstände sozialer und polt»
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Frankreich zu dem britischen Lustterror.
Vichy, 26. Okt. (Europapreß.) In einer amtlichen Erklärung weist die französische Regierung darauf hin, daß die britische Luftwaffe bei ihren Angriffen auf französisches Gebiet Kranken- häuserund Schulen bevorzugt. Bei dem Luftangriff auf Le Creuzot fei die erste Bombe auf das durch ein großes rotes Kreuz einwandfrei kenntlich gemachte Krankenhaus gefallen. Im einzelnen verzeichnet die französische Aufstellung Angriffe auf weitere sieben Krankenhäuser in Brest, Le Havre, Neuilly, Bvulogne-sur-Mer, Paris, Hozebrouk und Rouen, sowie verschiedene Schulen. Bei all diesen Angriffen wurden in den Krankenhäusern zahlreiche Patienten und Schwestern, in den Schulen viele Kinder getötet oder verletzt.
Auch in der französischen Presse werden die feigen britischen Luftangriffe auf ungeschützte zivile Objekte mit scharfen Worten angeprangert. „Paris Midi" schreibt, die zahlreichen Angriffe, welche sich die englische Luftwaffe in Frankreich zuschulden kommen ließ, seien zweifelsfrei nicht auf Irrtümer zurückzuführen. Noch absurder wäre es zu behaupten, daß diese Aktionen einen militärischen Sinn hätten. Vielmehr stellten die Angriffe einen
rend des Krieges ein aewisfes Mindestmaß von Gütern hergeftellt werden. Deshalb soll, wie Staatssekretär ßanbfrieb (bei seinem Besuch in Luxemburg mitteilte, ein „Kriegsauflageprogramm" aufgestellt werden zur Fertigung? wichtiger Gebrauchsgüter unter bevorzugter Zuteilung von Rohstoffen und Arbeitskräften, wie es sonst nur für Rüstungsaufträge möglich ist. Aller»
„Fliegende Festungen" ab. Japanische Langstreckenbomber griffen nordaustralische Stützpunkte in Queensland und Westaustralien an. Am Ofteingang der Torre-Straße wurde ein feindliches Transportschiff von 4800 BRT. durch Bombenvolltreffer versenkt. Ein Kommunique des USA.-Marineministe- riums berichtet, daß am 26. Oktober im Nordosten von Guadalcanar der U S A. - Z e r st ö r e r „P o r-
Terror aus Verlegenheit.
Von unserer Berliner Schriftleitung.
Der Kapitän Harold Balfour, Unterftaatej fefretär für das Luftfahrtwesen, hat am Sonntaß die interessante Frage aufgeworfen: „Können wir Engländer durch Bombenangriffe den Krieg gewin« nen?" Er hat darauf selbst eine Antwort erteil« sich aber diese Antwort recht leicht gemacht. Sie lautet: „Weisen Sie mir einen besseren Weg, um Deutschland zu treffen!" Ergänzend fügte et hinzu: „Wir erschüttern damit die Moral des deut» scheu Volkes und wir treffen die deutsche Industrie.« Ein zweite Front in Europa, die auf den Druck der öffentlichen Meinung hin errichtet wird, tarnt möglicherweise einen Fehlschlag bc« deuten."
England fragt sich also, wie-es Krieg führen, wie es siegen und wie es ein erhebliches Risiko vermeiden kann. Das Ergebnis dieser Ueberiegungeit sind die schändlichen englischen Luftangriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung. Die Engländer haben Angst vor dem Risiko der zweiten Front. Mit Afrika kann man nicht ewig hausieren gehen, besonders, wenn-es selbst in Afrika bei so vielen Gelegenheiten Mißerfolge gegeben hat. Aber etwas muß geschehen! Mit Rücksicht auf die Bundesgenossen! Mit Rücksicht auf die eigene Bevölkerung! Ander Verlegenheit etwas Richtiges zu tun, ohne da-
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Die Haubenlerche.
Von Karl Burkert.
Allemal, wenn gegen Ende Oktober die großen, schweren Regenstürme einfallen, die letzten Garten- farben in die Erde sinken und das müde Laub von den Bäumen spindelt, bekommt man sie plötzlich zu sehen, findet sie herein in die Stadt.
Einen Frühling, einen Sommer lang hat sie sich draußen bei den Bauern herumgetrieben — nein, eigentlich nicht das. Vielmehr hat sie in aller Rechtschaffenheit und Ehrbarkeit ein Nest gegründet, hat unter mancher Sorge und Not zwei Bruten aufgezogen und das Leben nicht leichter genommen als Goldammer, Würger und Girlitz. Nicht so mitten in der Kornflur hat sie fick angeheimt, sondern mehr abseits im Oedland, bei oen Schafhirten, Hecken und Steinbrüchen, und überall dort, wo Pflug und Huf und Sense und Eggenzahn nicht hinkomrnen.
Aber nun muß fie das alles gründlich vergessen haben, und die Stadt, muß man glauben, fällt ihr gar nicht sonderlich schwer. Neber nichs scheint sie sich aroß zu wundern. Da flitzt sie mit ihren dünnen, geraden, steifen Beinchen über den glatten Asphalt hin, als wäre ihr das ein Alltägliches, flitzt wie fo ein Blechfpielzeug, wenn die Triebfeder darinnen abschnurrt. Da sitzt sie auf einem Gartenpfahl, ängstigt sich nicht vor all den vorbeihastenden, fremden Leuten, läßt dich gern einmal auf drei, zwei Schritte herankommen und schaut unbekümmert aus ihren kleinen, schwarzen Augen. Bald klaubt sie so ein verzetteltes Brotkrümchen auf, bald stöbert sie in den Roßäpfeln nach unverdautem Hafer. Und in all den Gärten, hüben und drüben der Straße, ist sie recht wie zu Hause, und wer weiß, was sie da nicht alles findet.
Uebrigens, man sieht sie kaum einmal allein, immer ist es ein Pärchen. Das Liebhaben dieser stillen Vogelgeschöpfe hat Saatengrün und Aehren- wind und Stoppel überdauert, verwelkt nicht mit den Lindenblättern, rettet sich in den Schnee hinein und triumphiert wohl auch noch darüber hinaus. „Treu wie ein Haubenlerch'!" meint ein alter deutscher Spielmann in seinem einfältigen Reim. Und der konnte es wissen.
Und bisweilen ein Stadtmensch verhält plötzlich den Schritt, horcht auf und steht, als ob er etwas
Weitere Angriffserfolge im Kaukasus.
Berlin, 26. Okt. (DNB.) An der ganzen Kauka- fusfront nutzten die deutschen und verbündeten Truppen die Besserung der Wetterlage zur Fortsetzung ihrer Angriffe aus. So nahmen deutsche Truppen im Bereich der Küstenstraße südostwärts Noworossijsk mehrere mit starken Betondecken zu Sperrforts ausgebaute Häuser, darunter eine Zementfabrik. Im Nordosten von Tuapse entrissen unsere Gebirgsjäger den Bolschewisten den Sattel eines über 1000 m hohen Bergrückens und den Gipfel des Massivs. Im Geröll des flachen Südhanges sich zum Gegenstoß entwickelnde bolschewistische Truppen blieben im Ftzuer liegen. Bei Einbrüchen in die tiefe Flanke des Feindes überwanden Gebirgsjäger mit Seiten und Strickleitern wildzerriffene Gletscher, hinter denen sich die Bolschewisten sicher fühlten, und erschienen plötzlich im Rücken des Feindes. Die durch die Umgehung abgeschnittenen bolschewistischen Kräfte wurden vernichtet und ein großes Munitionslager weggenommen.
W e ftlichdesTerek überschritten deutsche und rumänische Truppen gleichzeitig an drei Stellen den in den Gletschern des Elbrus entspringenden Baksan, dessen reißendes Wasser dem Feind beste Verteidigungsmöglichkeiten bot, auf Flußstegen, die über verankerte Floßsäcke gelegt waren, überschritten kämpfend zwei Nebenflüsse des Baksan und drangen in Stützpunkte und Ortschaften ein.
Häuserkampf in Stalingrad.
Berlin, 26.Oft. (DNB.) In Stalingrad drangen unsere Truppen in weitere nördliche Vororte ein und nahmen im Gelände des Hüttenwerks „Kraßnij Oktjabr" zahlreiche feindliche Widerstandsnester in den Gängen und Kellern der Werksanlagen sowie mehrere Häuserblocks. Hierbei kam es ZU hartnäckigen Kämpfen um einen hohen Wohnhausblock. Ein junger Artillerieoffizier war mit der Jnfanteriefpitze vorgedrungen und' hatte in dem Häuserblock eine Beobachtungsstelle eingerichtet. Während der Nacht drangen die B o l - schewisten in das Gebäude ein ,unb besetzten die linke Hälfte des Hauses. Die deutschen Poftierungen im Keller und im dritten Stock waren dadurch a b - geschnitten. Schnell wurden die Zugänge zur rechten Häuserhälfte, wo sich die Beobachtungsstelle befand, abgeriegelt, aber der eingedrungene Feind mußte herausgeworfen und die Verbindung zu den Kameraden wieder aufgenommen werden. Dabei gab der Artillerieoffizier feiner Batterie, die weit weg am Stadtrand stand, den Feuerbefehl und leitete den Beschuß so geschickt, daß nach wenigen Orientierungsschüssen die nächste Granate genau an der äußeren Wand des linken Hausflügels faß, währen drei weitere Granaten in das erste und zweite Stockwerk einschlugen. Dann stürmten unfere Infanteristen in die Staubwolken hinein, sprangen über die halbverschütteten Treppen und säuberten mit Handgranaten Stockwerk um Stockwerk vom Feinde, bis nach einer knappen Stunde das ganze Haus wieder in deutscher Hand war.
Stiefkind der Kriegswirtschaft. Besonders für d ie jje l. Bombengeschädigten muß jedoch auch wäh- Bereinigte unerikanis lach deut! Stützpunkt
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Japanisches Vordringen ans Neuguinea und Guadalcanar.
Schanghai, 27. Okt. (Europapreß.) Schwerste Kämpfe zwischen Japanern und Australiern an der Front im Owen-Stanley-Gebirge auf Neu-Guinea meldet der neueste Bericht aus dem Hauptquartier des Generals Mac Arthur. Die Japaner könnten sich auf ausgebaute und durch Naturhindernisse gut geschützte Stellungen stützen. Schließlich wird zugegeben, daß die australischen Truppen an mehreren Stellen vor den Japanern zurückweichen mußten.
Die japanischen Streitkräfte auf der Salomonen- Insel Guadalcanar warfen in harten Kämpfen die amerikanischen Truppen 5 Kilometer nach Osten zurück. Eine strategisch wichtige Höhe im Kavo-Gebirae fiel dabei in japanische Hand. Amerikanische Befestigungen an der Nordküste der Insel wurden durch japanische Schiffsartillerie unter Feuer genommen und zum großen Teil zerstört. Die Amerikaner zogen sich hier zurück. Bei Luftkämpfen über der Insel und den angrenzenden Südgebirgen schossen japanische Flieger zwei
dem die Empfänger von Verfehrtengeld nach § 84 des Wehrmachtfürsorge- und -Versorgungsgesetzes. Die Alterszulage wird neben jedem anderen Einkommen gewährt. Sie ist von der Anrechnung auf jedes Arbeitsentgelt und andere Bezüge ausge- chloffen und unterliegt nicht der Pfändung.
Rationalisierung.
Die Herstellung von Gebrauchsgütern mar bisher allerdings das völlig vernachlässigte
Üerinnen -rr Reich Während Kr Lands bei ein großes Risiko einzugehen, kommen die wirt' die I tückischen, herausfordernden Luftangriffe auf die Ausgabe deutsche Zivilbevölkerung. Balfour sagt nichts c Neues. Seine Worte haben nur den Wert des (9e-
Mann.
Japanischer Lustangriff auf indische Luftstützpunkte.
Tokio, 26.Okt. (DNB.) Japanische Heeresflug- zeuge haben am Sonntagnachmittag einen Ueber- raschungsangriff gegen die feindlichen Luftstützpunkte von Tinsukia und Tschittagong in Indien gerichtet. Dabei wurden vier feindliche Flugzeuge a b g e s ch o s s e n. 39 weitere feindliche Flugzeuge, darunter 18 große, wurden am Bv - den zerstört. Ein japanisches Flugzeug ging verloren. Tinsukia liegt in Nord-O st--Assam, etwa 380 Meilen nördlich von Mandaley, Schittct- gong am Ostrand des Golfs von Bengalen.
Oer norwegische Minister Lunde tödlich verunglückt.
Oslo, 26. Okt. (DNB.) Minister Dr. Lunde, der Chef des norwegischen Departements für Kultur und Volksaufklärung, und dessen Gattin kamen in der Nacht zum Montag bei einem Autounglück an der Fährstelle Waage am Romsdalsfjord in Westnorwegen ums ßeben. Lunde war 1901 in Fana bei Bergen geboren. Er studierte in Dront- heim, Zürich und Freiburg Chemie und promovierte 1925 in Freiburg. Lunde war ein alter Mitkämpfer Quislings. Am 25.9.1940 rourbei er Kommissarischer Staatsrat des von ihm begründeten norwegischen Departements für Volksaufklärung und Kultur. Am 1.2. d. I. übernahm er das Departement für Volksaufklärung und Kultur innerhalb der vom Ministerpräsidenten Quisling gebildeten nationalen Regierung.
Europäische Einheitsbriefgebühr.
Unter dem Vorsitz des Reichspoftministers Dr.- Jng. Oh ne sorge trat der erste europäische Postkongreß in Wien im Festsaal des Palais der Deutschen Reichspost zu seiner letzten Sitzung zusammen. Die Anträge über Gebührenermäßigungen und
t e r" versenkt und ein amerikanischer Flugzeugträger schwer beschädigt wurden. Andere amerikanische Kriegsfahrzeuge meldeten geringere Beschädigungen. Der Zerstörer „Porter" mit 1850 Tonnen gehört zu den großen Zerstörern. Er ist 1935/36 fertiggestellt worden, hatte acht 12,7-cm- Flakgeschütze, vier 4-om-Flakgeschütze und acht Torpedorohre und eine Friedensbesatzung von 175
ständnisses eines durch feine Amtsstellung befugten Sprechers der englischen Luftwaffe. Was im ersten Weltkriege die Hungerblockade, soll jetzt der namenlos feige und erbärmliche Terrorangriff gegen deutsche Frauen und Kinder bewirken. Er sott füt England, das daran verzweifelt, die Deutschen im Felde und zur See mit den Waffen zu schlagen, gewissermaßen ein billiges Mittel sein, um sein Ziel zu erreichen. Das Mittel widerspricht zwar dem Völkerrecht, aber was schert sich der Brite um zivilisierte Gepflogenheiten.
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vor kurzem auch in unferm Feuilleton abgedruckt haben. 1 - Aus der Übertragung von Dantes „Neuern ßeben* durch Friedrich Freiherrn von Falkenhausen findet man das Geleitwort und eine Kanzone. Erich Wert igers Buche „Goethe und die Generale" ist das an«
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Dereinfachunaen, gemeinsame Planung durch ständige Ausschüsse und die dazu ausgearbeiteten Vollzugsordnungen erzielten einstimmige Annahme Die nächste Vereinstagung im Jahre 1943 wird in Rom abgehalten. An Neuerungen wurden beschlossen: die Schaffung einer europäischen Einheitsbriefgebühr, die allseitige Anwendung eines wesentlich vereinfachten Gewichtsstusensystems für Briefe, die Beseitigung der Landdurchgangsgebüh- uTlft aHei ren für Briefpost, die Schaffung einer einheitlicher? Mxg der Telegrammgebühr und der Wegfall der gegenseitigen ne1,»,;*, Abrechnung im Telegrammdienst. §
Aus dem Neich. M
Oie Verdoppelung der Alterszulage ™eu * für Wehrdienstbeschädigte. g,»
Ehemalige Angehörige der Wehrmacht, die wehr» kriegerführ dienstbeschädigt sind und das 55. Lebensjahr voll» tteichskri^ endet haben, erhielten bisher zu ihren Verforgungs- «erden, gebührnissen eine Alterszulage von 60 RM. jährlich. Jetzt ist diese Zulage auf 120 RM. jährlich erhöht worden. Die Alterszulaae wird monatlich im voraus gezahlt. Anspruchsberechtigt sind die nach den Vor- chriften des Reichsverforgungsgefetzes, Wehrmacht- steichsk versorgungsgefetzes, Kapitulantenverforaungsgefetzes ks Reich ober Offizierpenfionsgesetzes versorgten Beschädigten, tlte Sold, deren Erwerbsfähigkeit infolge einer Dienftbeschädi- gung um wenigstens 30 v. H. gemindert ist, außer-


