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(werfe auf. Die Verwendung von Ackerbaumaschi- nen vervierfachte sich in einem Zeitraum von zehn (chren. Die Ernteerträge auf dem Hektar wuchsen

Bewegung und trifft am Dienstag in Rom ein. Ritt der Entsendung dieser Delegation bekunden der Führer und mit ihm das nationalsozialistische Deutschland ihre tiefe innere Verbundenheit mit der faschistischen Revolution, die vor 20 Jahren mit dem Marsch der Schwarzhemden auf Rom den geistigen Umbruch einleitete. Die Anwesenheit der national­sozialistischen Abordnung während der mehrtägigen Lrinnerungsveranstaltungen in Rom gibt der Soli­darität der faschistischen und nationalsozialistischen Bewegungen sowie der Gemeinsamkeit ihrer ge­schichtlichen Aufgabe sichtbaren Ausdruck.

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Berlin, 27. Okt. (DRV.) Die RSK. meldet: Auf Befehl des Führers begab sich aus Anlaß der 20. Wiederkehr des Tages des Marsches auf Rom eine besondere Delegation der nationalsozialistischen Par­tei nach Rom. An der Spitze dieser Delegation steht Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Außerdem ge­hören ihr an: Reichssugendführer Axmann, Reichsstudentenführer Gauleiter Dr. Scheel, Gau­leiter Hanke, der stellvertretende Gauleiter von Wien, S ch a r i h e r, Stabsleiter Oberbefehlsleiter S i m o n und Oberdienstleiter Dr. h u p f a u e r. Die Delegation verlieh am Montag die Hauptstadt der

Zeitraum 1921/25 auf über 2,3 Mill. Tonnen im Jahre 1938. Wo die schwarze Kohle nicht reichte, mußte so schnell wie möglich die weiße, die Was­serkraft eingesetzt werden. Erzeugte Italien 1926 rund 6 Millionen Kilowattstunden, so waren es 1938 schon 15,7 Millionen und 1940 über 18 Millionen. Aber schon sind neue Werke im Bau und mitten im Krieg wird die Arbeit an ihnen fortge­setzt. So konnte man einen der größten Kohlenver­braucher, die Staatsbahnen, mehr und mehr auf den elektrischen Strom verweisen. Daneben schuf man eine eigene Erdölindustrie und steigerte von 1934 bis 1938 die Erzeugung von Motorenöl um 580 v. $)., die von Schmieröl um 437 v. 5). Die Pro­duktion von Eisen und Stahl stieg von VA Mill. Tonnen (1921) auf rund 2,4 Mill. Tonnen (1938), die von Kupfer von 173 000 auf fast 300 000 Ton­nen. Daß alle diese Ziffern eine gewaltige Ver­größerung des italienischen Machtpotentials be­deuten, liegt auf der Hand. Im gegenwärtigen Krieg wirkt sich das aus.

Noch ist nichts gesagt von der Carte del Lavoro,

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die von Unterstaatssekretär Buffarini geleitete Feier verbunden mit der Einweihung eines Denk­mals zu Ehren der Pisaer Faschisten, die vor zwan­zig Jahren nach Rom marschierten, um Italien den Weg zur Freiheit zu öffnen. Im großartigen Rah­men der Piazza della Signoria fand in Flo­renz die Gedenkfeier statt, auf der Volksbildungs­minister Pavolini sprach. Auf dem Markusplatz in Venedig sprach in Anwesenheit des Herzogs von Genua, von zahlreichen Vertretern aus Staat und Partei, einem Vertreter des Patriarchen sowie dem deutschen Generalkonsul und dem Hoheitsträ- der der NSDAP, für Venetien Unterstaatssekretär Janelli zu einer zahllosen Volksmenge. In Pa­le r m o betonte Staatsminister Farinacci den von Anfang an antiplutokratischen, antidemokra­tischen, antisemitischen und antikommunistischen Cha­rakter des Faschismus, der nach Errichtung der Ord­nung im Innern Italiens dem Lande die ihm ge­bührende Stellung in der Welt zu schaffen trachte. Vor einer riesigen Volksmenge sprach in Turin der Quadrumvir de V e c ch i. Die Feier in Mai- l a n d erhielt ihre besondere Note durch den Um­stands daß sie kurze Zeit nach zwei feindlichen Flie­gerangriffen stattfand. Der Stabschef der Faschisti­schen Miliz, Generalleutnant G a l b i a t i, sagte in seiner Rede in der Scala, vergeblich glaube der Feind, die Haltung des italienischen Volkes erschüt­tern zu können, das bei jeder Gelegenheit Hingabe an den Duce, Vertrauen in die eigene Arbeit und Siegesgewißheit zeige. Die Versammlung richtete eine Botschaft an den Duce, in der es heißt:Stolz und einig in der Verachtung des niedrigen An­griffes des Feindes richtet die Bevölkerung Mai­lands ihre Gedanken an die Gefallenen und feiert dieses 20. Jubiläum des Marsches auf Rom, mehr als jeher den Befehlen des Duce gehorchend." Als der Parteisekretär Mailands die Botschaft vom Balkon der Scala verlas, erscholl ihm der Ruf der Versammelten entgegenunser wird der Sieg sein!"

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p. Jahrgang Nr. 255

Mchemi täglich, außer Sonntags und feiertags

; Beilagen:

Gießener Aamilienblätter I Heimat imBild-DieScholle |

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auch bei Nichterscheinen vcm einzelnen Nummern Infolge boberer Gewalt

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19 Doppelzentner. Die Obsternte stieg zwischen 1920 mb 1940 um 30 bis 40 v. H. Die Getreideschlacht, n der es um das wichtigste Nahrungsmittel, das Irot, geht, steigerte den Ertrag von 44 Millionen oppelzentner im Jahre 1922 auf über 70 Mill. Doppelzentner im Jahre 1929. 1933 wurde schon ?r als erstes Ziel gesetzte Ertrag von 81 Millionen Doppelzentner überschritten.

Der neue Boden bot Raum für neue Zauern, vor allem dank dem großen Landge-

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e M diesen Erkrankung Heilung von Augechspikj vorgesehenen

iinnungs= und Siedlungswerk in den Sumpfgebie- m südlich Roms. Durch Jahrtausende hatte eine leneration nach der anderen die Trockenlegung tiefer Sümpfe der nächsten Generation als Aufgabe irückgelassen. Der Faschismus griff sie an. Am BO. Januar 1932 begann der Bau der ersten Stadt h diesem Raum: am 18. Dezember 1934 wurde feltoria eingeweiht. Das Gesamtgebiet des Ponti- Wchen Ackers umfaßt 140 000 Hektar mit fünf Stabten und 18 Marktflecken und zählte 1941 60 000 kmwohner. Auch hier hat der Faschismus mehr khalten als er versprach: als der Duce im Dezem­ber 1933 die Siedler auf 400 Höfen einsetzte, meinte , in 15 bis 20 Jahren könnten diese Höfe in ; ren Besitz übergehen. Das wäre frühestens 1948 wesen: tatsächlich konnten dank dem Fleiß und eschick der vom Staat angelernten und gelenkten Udler schon am 29. Oktober 1941 die ersten Höfe d5 Besitz übergeben werden. Vor Ablauf des ersten ettragsabschnittes waren bereits fast 3000 Bauern t Entwürfe für die endgültige Uebereignung zu-

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Wabion M er sie an ihre ruhmreiche Bestimmung er- >p°rtsuhrei; innert, die Klassengegensätze versöhnt und die Jta-

Annahme von Anzemen für die Mittagsnummer bis 8*/t Uhr desVormtttagS

Anzeigen-Breite

für die Millimeter-Zeile von 22 Millimeter Breite:

7Rvf. für Familienan- zeigen und private Gelegenbeitsanzeigen

14Rvf. f. Werbeanzeigen und geschäftliche

Gelegenheitsanzeigen Platzvorschrift (vorherige Vereinbarung) 25% mehr

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von Anfang an war klar gewesen, baiß das lltterland allein das wachsende Volk nicht wurde nähren können, auch wenn jeder Zollbreit aus- nutzt wurde. Die Volkszählung von 1931 batte nen Bevölkerungsstand von etwas über 41.6 Mil­den ergeben, inzwischen ist die 45-Millionen- renze überschritten. Neben dem natürlichen Wachs- . Vl, tm der Bevölkerung wirkt sich hierin der Strom W in im Monatsdurchschnitt über 2000 Rückwande- aus Uebersee aus, den der Faschismus plan- ißig förderte. (Enzo Gross!, der Versenker der »en USA.-Schlachtschisfe gehört zu ihnen.) Die Augen richten sich zwangsläufig auf die teerte Küste", N o r d a f r i k a. In Tripolis wuchs te bestellte Flache von 3,621 Hektar im Zähre 1914 H 118,439 Hektar im Jahre 1930. Am 29. Oktober 68 fuhren die ersten 1800, 1939 weitere 1300 eblerfamilien nach Libyen, um aud) bort neuen krgrunb zu erkämpfen. Allein im Jahre 1938/39 knbte der faschistische Staat in Libyen für Stra- kbauten, Bodenverbesserung, öffentliche unö ftulbauten, Kanalisierung und Hasenbauten 594 kllionen Lire und rund 730 000 Arbeitstage auf. iSer Kampf um d en Wald m dem kohlen- jnen Italien, das Brenn- und Nutzholz in gro- h Mengen einfübren muß, ging mit der Steige- hg der Ernteerträge Hand 'N Hand. entftan V Forstmiliz, in der Zeit von 1935 bis 1940 nmr- h mit einem Aufwand von über 168 Millionen Ire fast 49 000 Hektar aufgeforstet, eine in manchen kn im Verkarsten begriffenen ^sbieten gigan- toe Arbeit, deren weitreichende Folgen nicht nur ^Gestalt des Holzertrages, sondern auch in der prbesserung des Wasserhaushaltes im Boden erst kimenbe Generationen voll empfinden we^em hm Kampf um den Wald berührt sich bereits der pbarf des Haushaltes mit dem der Industrie. Lite her Wald den Rohstoff lur die Kriegs Ruftrie nicht hergeben, so mußten andere neu Io h ft o f f e erschlossen werden. Man fand sie srm von Stroh, Ginster, Alsogros. Von 4 oft-m Ihre 1934 stieg damit die Deckung

hrf5 für die Kriegsindustrie auf 23 v. H. jm Zayre K Die Kohlenför'derung auf "Wm kund und Boden stieg von 1,1 Mill. Tonnen im

nichts von der Entwicklung des korporativen Ge­dankens bis zur Gründung der Kammer der Fcffzi und Korporationen. Nichts von der mühseligen Entwirrung der Staatsfinanzen, von den Codices Mussolini, von der Erneuerung der Handelsflotte und den großen Einrichtungen der sozialen Fürsorge, die der faschistische Staat neu schaffen mußte, von dem Bau der Wasserleitung auf Sizilien, von dem Hilfs­werk Mutter und Kind, von der Erfassung und Er­ziehung der Jugend. Nichts von dem Werk pietätvoller Erhaltungsarbeit, die der Faschismus an den großen Denkmälern der Geschichte Italiens geleistet hat: Herculanum, Ostia antica und Cyrene sind ausge- graben worden. Die Ara Pacis ist gefunden und ausgestellt. Das Grabmal des Augustus ist freige­legt und die Via Sacra am Kapitol, die Villa d'Este in Tivoli und das Schloß Caprarola, Perlen des italienischen Mittelalters, sind nicht mehr in pri­vatem, sondern in staatlichem Besitz und vor Verfall und Verunstaltung gerettet.

Das sind Dinge, die vom Faschismus geleistet wurden, obwohl er sie gar nicht versprochen hatte. Blickt der Faschismus darum am 20. Jahrestag des Marsches auf Rom auf feine Leistungen und auf die Dokumente feiner Stärke zurück, so kann er mit Stolz sagen: Mussolinis Programm von 1922 ist weitgehend erfüllt wir haben wirklich gut regiert.

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litner gegenüber den Streitigkeiten der ' übrigen Belt in einer Front zusammenschließt, bis sie das Mttelmeer zumMare nostrum" gemacht haben Jenn wir dieses zyklopische Werk mit Geduld voll­enden", rief Mussolini damals aus,werden wir eine Periode der Größe in der italienischen Ge- chichte inleiten!"

hat der Faschismus bisher erfüllt, was er ver­sprach? Den Wandel im Schicksal eines Volkes zu Eenden, dazu genügen 20 Jahre nicht. Aber Mussolini hatte auch nur davon gesprochen, daß eine Periode der Größe in der italienischen Geschichte lingeleitet werden solle. Mehr als das ist heute chon erfüllt. Was der Faschismus in diesen ersten S) Jahren geleistet hat, ist nicht mehr aus der Welt za schaffen.

hier lebte ein geburtenfreudiges Volk auf kargem Loden. Seine Ernährung war erschreckend abhängig Dorn Ausland. Es mußte, so schien es, Opportuni- liitspolitik treiben oder verhungern. Konnte man len Ertrag seines Bodens steigern? Der Faschismus lonnte es. 1914 betrug die bestellte Gesamtober- löche Italiens 5A Millionen Hektar. Die Segge Eolini vom 24. Dezember 1928 hat durch Sumpf- ässerung und andere Maßnahmen der Boden- ffserung einen Landgewinn von 2,3 Millionen

war. Tanz )mar gebracht. Die Bodenverbesserung bei schon fein der A »Kultur befindlichen Böden erstreckte sich auf über . .. a f flDtlfi AMflM 1 099 hnr t

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i und flefjäri Millionen Hektar. Bis 1922 hatte der italienische M hiirAiuJftaat für derartige Maßnahmen 742 Millionen J»gegeben. Von 1922 bis 1940 aber wendete der chistische Staat rund 13 Milliarden Lire für diese

Stellvertreter KZ ei Reis von 16,7 (1894) auf 54, bei Mais auf h für Politik vp * * ~". ---

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SSSSS General-Anzeiger für Oberhessen

Rom, 26. Okt. (Europapreß.) Festigkeit, Zuver­sicht und betonter Wille, den Krieg unter Führung des Duce in treuer Verbundenheit mit den Achsen- partnern bis zur Erreichung der gesteckten Ziele zu führen, spricht gus den Kundgebungen, mit denen die 20-Jahrfeiern der faschistischen Revolution am Sonntag in ganz Italien begangen wurden. Soweit Auszüge aus den Reden vorliegen, die in 99 ita­lienischen Städten gehalten wurden, kommt neben dieser Dominante noch der Stolz darüber zum Aus­druck, daß der Faschismus als erster das Banner der Erneuerung Europas erhoben hat und damit Wegweiser für eine glücklichere Entwicklung in der Welt wurde. Ferner spricht aus allen Reden das Bewußtsein, daß der Krieg um die Errichtung einer I neuen sozialen Ordnung geführt wird und daß am Ende der 20 Jahre geschichtlicher Entwicklung des Faschismus die Welt nunmehr den Bolschewismus auf dem Sterbebett liegen sieht. Am deutlichsten sprechen diese Momente aus der Rede des Außen­handelsministers Riccardi, der in der Oper von Neapel sagte:Die Revolution hat den Italienern einen Staat, eine Idee, eine neue soziale Ordnung, ein nationales Bewußtsein gegeben." Er verdeut­lichte dann die ethischen, politischen und wirtschaft­lichen Gründe dieses Krieges, der wie er sagte durch die politische Solidarität mit dem verbündeten Deutschland eine neue Ordnung und ein neues Europa schaffen wird. Das Mittelmeer so schloß der Minister muß unter Ausschluß jeglicher Mit­herrschaft italienisch im eigentlichsten römischen Sinne dieses Wortes werden. Der Krieg, den Ita­lien für die Erreichung dieses höchsten Zieles führt, kann nicht anders als mit mathematischer Sicherheit siegreich sein.

In Rom richtete nach der Einweihung eines neuen Parteigebäudes der Träger der Goldenen Tapferkeitsmedaille 23 o r f an i einen Appell an die Jugend die dazu berufen fei, das vor 20 Jahren begonnene Werk wetterzuführen. In Pisa wurde

Eine der gewaltigsten Leistungen, die der Faschismus seit jenem Tage, an dem er vor 20 Jahren die Macht in Italien übernahm, vollbracht hat, ist die Trockenlegung der fieberverseuchten Pontinischen Sümpfe. Durch ihre Verwandlung in blühende Gefilde und fruchttragende Aecker schuf der Duce Tau­senden von Neubauernfamilien eine Existenzmöglichkeit. Zahlreiche Siedlungen und Städte entstanden.

Unser Bild zeigt Sabaudia, eine der Siedlerstädte. (Scherl-Bilderdienst-M.)

Eine Delegation der RSDAp. nimmt an den saschißischen Erinnerungsfeiern teil.

Wandlungen der (Strategie.

Von Reichspressechef Dr. Dietrich.

Wenn man fyeute einen Blick wirft auf das Welt- nachrichtenreserooir nur eines einzigen Tages, wenn man die verwirrende Fülle des aus tausend Kanälen zusammenlaufenden Nachrichtenstvffes betrachtet, aus dem Presse und Rundfunk aller Länder schöpfen, dann sieht man sich einer geradezu grotesken Gegen­sätzlichkeit nicht nur in der Darstellung der Ereig­nisse, sondern auch im Urteil der Meinungen über den Verlauf des Krieges gegenüber. Es herrscht in der internationalen Diskussion eine diametrale Ver­schiedenheit der Auffassungen über den Krieg und seinen Charakter überhaupt, über seine Führung, seine Struktur und demgemäß auch seine Aussichten. Mit der Zweckpropaganoa unserer Gegner allein so niveaulos sie auch ist läßt sich diese chaotische Begriffsverwirrung auch in der neutralen Öffent­lichkeit nicht erklären. Ihre tiefste Ursache liegt zwei­fellos darin, daß die meisten Menschen nicht zu er­kennen vermögen, daß sich auch in der Kriegfüh­rung eine Revolution vollzogen hat.

Dieser für die richtige Beurteilung der Lage ganz entscheidenden Tatsache steht vor allem das Welt­bürgertum der Demokratte ohne ausreichendes Ver­ständnis gegenüber. Es übersieht ober will es nicht sehen, daß durch eine revolutionäre Entwicklung neue Kräfte emporstiegen, neue Voraussetzungen geschaffen, neue Bedingungen gegeben, neue tech­nische Möglichkeiten und grundlegend veränderte räumliche Größenordnungen in den Vordergrund getreten sind, die das Bild und die Perspektive des Krieges gegenüber den bisher gültigen Auffas­sungen völlig verwandelt haben. Die milttäriscyen Begriffe von gestern reichen nicht mehr aus für eine richtige Beurteilung der Kriegführung von heute. In dem Mangel allgemeingültiger Begriffe und Vorstellungen, die das Spezifische dieses Krie­ges erfassen, liegt die letzte Begründung für die Verwirrung der Geister, die heute in der Inter»4 nationalen Diskussion über Geschehen und Verlauf dieses Krieges ihre Orgien feiert und es unseren Gegnern ermöglicht, mit unseriöser Nachrichtengebung und falschem Zahlenspiel die indifferenten Massen zu täuschen.

Die Gegner Deutschlands pochen darauf, daß sie auch 1914/18 alle Schlachten verloren, aber den Krieg infolge ihrer raumweiten Hilfs­quellen gewonnen hätten. Ihre Tendenz geht dahin, zu erklären, daß alles wie 1914/18 kommen werde. Hier sehen wir uns dem ersten jener funda­mentalen Denkfehler gegenüber, die aus völlig fal­schen Vorstellungen über den Charakter des jetzigen Krieges zu.Trugschlüssen über seinen Ausgang fuh­ren. Im Weltkrieg erwies sich allerdings die Raum- weite auf die Dauer als der beste Bundesgenosse unserer Gegner. Dayrals konnten sie fast ungestört aus riesigen Räumen und über fast alle Meere die Hilfsmittel der Welt gegen uns mobilisieren und organisieren. Jm heutigen Kriege aber, der' Deutsch­land durch den raum greif end en Sieg seiner Waffen, durch die Stellung Italiens im Mittelmeer und den Kriegseintritt der japanischen Weltmacht aus feiner Enge heraus geführt hat, erroeift sich die Raum- weite als feindlich für die Alliierten. Aus der gleichen Raumweite, die 1914/18 die Quelle ihrer Kraft gewesen ist, erwachsen nun Britannien und den USA. alle Sorgen ihrer Kriegführung.

Schon der völlige Zusammenbruch ihrer Blvckabehoffnungen beweist, daß die raum* und oerkehrsstrategische Perspektive dieses Krieges eine grundlegend andere ist, als sie glaubten und heute noch die Welt glauben machen wollen. Auch im Weltkrieg 1914 bis 1918 war unser U-Boot- Krieg erfolgreich, aber damals blieb die Ausgangs- bafis unseres Seekrieges imNassen Dreieck" ein- geschnürt, um schließlich in der Enge dieses Rau­mes erstickt zu werden. Heute hat die militärische Beherrschung des Kontinents und feiner westlichen Küsten vom Eismeer bis zur Biskaya nicht nur die Blockade Deutschlands aus den Generalstabskarten der britischen Seelords wegradiert, sondern sie hat umgekehrt jetzt den Achsenmächten die Möglichkeit erschlossen, die Stärke ihrer gesicherten kontinental­europäischen Position voll und ganz in die Waag­schale ihrer weltweiten Strategie zu werfen. Dazu kommt Japans ebenso beherrschende wie unangreif­bare Lage im ostasiatischen Raum. Deutschland, Ita­lien und Japan mit ihren lieber- und Unterwasser­streitkräften sind in der Lage, ihren Gegnern d i e lebenswichtigen Seeverbindungen zu durchschneiden. Sie können und werden ihnen damit das Gesetz des Handelns für immer nehmen?

Es gehört zu den entscheidendsten Erkenntnissen dieses Krieges, daß im totalen Kampf der Nationen das Verkehrsproblem eine immer beherr­schendere Stellung gewinnt. Die Achsenmächte wis­sen, welche große militärische Bedeutung die räum­liche Ausweitung der kontinentalen Kriegsschauplätze den Transport- und Verkehrsinitteln zuweist: sie sind gesichert durch den ungeheuren Vorteil der inneren Linie, durch die Eisenbahndichte und das geschloffene .unangreifbare Verkehrsnetz Konti­nentaleuropas. Jm Gegensatz dazu sind die ozeani­schen Verbindungsstraßen unserer Gegner über die ganze Welt auseinandergezogen und der ständigen Bedrohung und dem vernichtenden Angriff der Achsenstreitkräfte ausgesetzt, mit welchem Erfolg und mit welchen Aussichten, wird in einem späteren Aufsatz behandelt werden.

Wir sichren diesen Weltkrieg aus der gesicherten Positton der militärischen und wirtschaftlichen Autar­kie eines geschloffenen Kontinents, wäh­rend unsere Gegner am seidenen Faden ihrer lebenswichtigen Verkehrswege diesen Kampf im Zeichen der unaufhörlichen Bedrohung ihrer Lebensadern zu führen genötigt sind?

Aber nicht nur der Raum als die dimensionale Kraftquelle des totalen Krieges, sondern auch die Zeit als der Bundesgenosse des Stärkeren stehen heute auf der Seite der Achsenmächte. Das Kern­stück der angelsächsischen Strategie besteht in der Auffassung, daß die Seeherrschast Englands und die Jndustriekrast Amerikas die entscheidenden Fak­toren zur Erringung des Sieges sind. Aber schon

Oer Faschismus schuf Brot und Arbeit

Von unserem P.-Korrespondenten.

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f ... _ Rom, Oktober 1942.

In den spaten Septembertagen des Jahres 1922 rife die mnerpolitische Krise Italiens vor der Ent- stand, sprach Mussolini in Mailand oie w einer Gruppe der Faschistischen Partei. In t-r Rede gab er das erste Programm des faschisti- Hen Staates: er soll die Nation gut regieren, in-