Aus der Stadt Gießen
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Kunst und Wissenschaft
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willige Hilfskräfte anfangen, das können sie für ihr späteres Berufsleben, nach entsprechender Ausbildung, als wertvollen Beitrag für den Arbests- einsatz im neuen Osten ausführen. Und hier bieten sich für die Mädel nicht nur diese, sondern auch noch eine Reihe anderer besonders wertvoller Berufschancen.
Das ergab sich aus Darlegungen, die die Beaus« tragte für den Mädeleinsatz im Osten, Gebietsmädel- führerin Erna Pranz von der Reichsjugendführung, vor Pressevertretern machte. Da der Einsatz der Mädel sich hervorragend bewährt hat, soll er weiter verstärkt werden. Diele der Mädel haben sich entschlossen, es nicht beim einmaligen Einsatz zu belaßen, sondern für immer in diesen neuen Gebieten zu bleiben. Der Einsatz erfolgt von Lagern aus, in denen 10 bis 15 Mädel zusammengefaßt sind. Dieser Lagereinsatz, der ein halbes oder ein ganzes Jahr dauert, wird als Pflichtjahr angerechnet. Eine schone Sonderaufgabe der Mädel liegt in der Betreuung der deutschen Soldatengräber im Osten. Für diejenigen, die ihr berufliches Leben auch spater dort führen wollen, sind auch Aufgaben m der Leitung dieser Mädellager oder als Wirtschasts- leiterin usw. gegeben. .
Die Bewerberinnen, die sich für den Ostelnsafl melden wollen, müssen mindestens 16 Jahre alt fein. Näheres erfahren sie bei alle» Einheiten des BDM.
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Die „Deutsche Steuer-Zeitung" veröffentlicht eine Klarstellung über die Steuerermäßigung auf Grund der § 33 des Einkommensteuergesetzes wegen der Unterhaltskosten für einen mittellosen Angehörigen. Unterhaltskosten für mittellose Angehörige kommen als außergewöhnliche Belastung im Sinne des § 33 nur in Betracht, wenn der mittellose Angehörige wegen seines Alters oder wegen seines Gesundheits- zustandes sich seinen Unterhalt nicht mehr selbst verdienen kann. Nur bei der Unterstützung mittelloser Eltern ist die Frage, ob diese sich ihren Unterhalt noch selbst verdienen könnten, nicht zu stellen. Die Unterstützung mittelloser Eltern wird in jedem Falle als außergewöhnliche Belastung anerkannt, ' zpoar bei Haushaltszugehörigkeit im Betrage
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Gute Venlssausslchlen für Mädel im Offen
Pflichtjahr kann auch im Volkstumseinsah abgeleistet werden.
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chr einst vielen anderen Vorkämpfer und Führer werdet, dazu gehört, daß ihr stahlhart werdet, japfcr und mutig seid. Dann werdet auch ihr wie eure Väter und Ärüder von Sieg zu Sieg schreiten!" E.Gr.
Beim Reichsjugendführer.
Berlin, 26. Aug. (DNB) Reichsjugendführer
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Die Hitler-Jugend hat sich mit beachtlichem Anfangserfolg zur Trägerin des Osteinfatzes der deutschen Jugend gemacht. Es handelt sich hierbei um die Gaue Ostpreußen, Danzig-Westpreußen, Dber=v und Niederschlesien, den Warthegau und das Generalgouvernement. Im Kriege haben hier gerade auch die deutschen Mädel wichtige Volkstumsauf- gaben zu erfüllen, deren Ableistung ihnen, wie die steigenden Zohlen der freiwilligen Meldungen zeigen, große Freude bereitet. Während der BDM. nämlich auf Grund freiwilliger Meldungen 1940 diesen Einsatz mit 1400.Kräften aufnahm, konnte er 1941 bereits auf 9973 Mädel gesteigert werden. 1942 aber sind es schon 19 000 BDM.-Führerinnen und BDM.-Mädel, die aus dem Allreich kamen und beim Aufbau im neuen deutschen Osten ihre junge Kraft auf den verschiedensten Gebieten nutzbar
Dr. Brüggers Patientin
Roman von Walter Klöpffer
26. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)
9e$Ser MM die Tür und nahm mit gelindem Erstaunen in dem Spiegel, der schräg über Anno hing, die Manipulationen feiner Frau wahr. Nanu^ Gr trat mit einem freundlichen Gruß hinter Anna "^Jch^sehe, die Post ist da. Etwas Wichtiges?"
Anna überreichte ihm wortlos den kleinen Pack Briefe. Ihre Kehle war wie zugefchnurt.
Bißchen wenig heute. Ist das alles, fragte er obenhin und überflog die Wrefsen.
Ja alles", log Anna und steckte gleichgültig die neuen Zeitungen in den Halter. Hier war der ver- fjängniäolk -Brief vorerst sicher. Nr M°nn psi-gt° die Leitungen immer erst am Abend zu leien. Dann verließ sie unter einem Vorwand bi« Biele.
Brügger spielte ein paar Herzschlage lang un- eittschlosten mit der Post, die ihm seine Frau übergeben hatte, dann griff er nach den neuen Zeitungen. Als er den Allgäuer Anzeiger aufschlug, fiel ihm das grüne Kuvert heraus, das er rm Spiegel gesehen hatte. Er buckle sich und las nut Verwunderung seinen Namen. Dann vertiefte er ?ld2000 ^Mar^adgebucht? Barauszahlung? Wieso? Brügger konnte sich beim besten Willen nicht er-
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öngsttich, dann meistert ihr alle Aufgaben, die an tiid) herantreten. Wenn ihr später als Soldaten eure Leute führen könnt, bann seid dankbar, daß ihr euch ii den Wehrertüchtigungslagern öorbeTciten durftet.
___ Führer hat für den Bereich der Mcht den Heeressanitätsinspekteur mit der Zusammenfassung aller gemeinsamen Aufgaben auf Lern Gebiet des Sanitätswesens der Wehrmacht, der Waffen--- und der der Wehrmacht unterstellten oder angeschlossenen Organisationen und Verbände beauftragt. Er wahrt auch die Belange der Wehrmacht bei den gesundheitlichen Maßnahmen der Ziviloerwaltung. tfür den Bereich des zivisen Sesundheitswesens ist für alle einheitlich zu treffen- den Maßnahmen Staatssekretär Reichsgesundhelts- sührer Dr. Conti verantwortlich. Für Sonder- Aufgaben und Verhandlungen zum Ausgleich des Bedarfs an Aerzten, Krankenhäusern, Medikamenten usw. zwischen dem militärischen und dem zim- beulen Sanitäts- und Gesundheitswesen ist Pro- sessor Or. mecl.Karl Brandt zum Generalkommissar des Führers für das Sanitäts- und Gesundheitswesen ernannt worden.
Weitere Gebührenvergünstigung
Der Reichsjustizminister hat die Reche der Gebührenvergünstigungen aus Anlaß des Krieges weiter ergänzt. Bereits bisher werden die nnnach- loßgerichtlichen Verfahren erwachsenden Gebühren ermäW ober ganz aufecr Ansatz gelassen wenn der lob bes Erblassers infolge des gegenwärtigen sme- gcs eingetrcten ist. Darüber hinaus fmü nun nach der neuen Verfügung auch die folgenden Gerichts gebühren zu erlassen: 1. die Gebühren für die Ge- lhäfte des Nachlaßgerichts: 2. fur die erstmal^ Eintragung der Erben im Grundbuch oder Schiffsregister: 3$ für die Eintragung der Erben im Handelsregister als Inhaber, Teilhaber oder Kommanditisten, 4. die Jahresgebühren, die durch die Bestellung eines Beistandes für die Witwe oder eines Vormunds oder Pflegers für die wmderjahrigen I Abkömmlinge entstehen und-5 die Gebühren und
Anna fühlte ihr Herz langsamer gehen und stand wie gelähmt da. Aber dann siegte die Gier nach Gewißheit. Sie schlitzte den Umschlag auf, hob die Einlage heraus und las mit aufgerissenen Augen:
Herrn Dr. M. Brügger, Trettau. Wir haben nachstehende Buchung auf Ihrem Konto vorgenommen: Auszahlung in bar ZuJhr^ .L^n Aw RM. Ihr nunmehriges Guthaben betragt 14 443 RM.
Anna hielt den Atem an. Ähre Knie wurden schwach, und das Herz schlug laut und unregeb mäftia. Al o doch — dachte sie. — Also doch! — Dieser unselige Mensch hatte das Geld tatsachli^ abgehoben. Allmächtiger, wenn M^ttn dahinter- tam' Ihre Zuversicht hatte sich als trügerisch erwiesen. Was tun? Was tun? Sie horte eine Tur in ihrem Rücken gehen, steckte das ^chreibm rasch in den Umschlag zurück und schob ihn äwischen die Blätter einer Zeitung, die gleichfalls mit der Post
wüßte, was mit dem Scheck los ist", brummte er verdrießlich.
„Ich weiß mir auch keine Erklärung.
„Es handelt sich um jenes Blankoformular. Sie erinnern sich?"
„Sehr gut. Wer kann es ausgefüllt haben? Solange ich Ihre Korrespondenz geführt habe, war immer alles in Ordnung. Oder nicht?"
„Ja, ja, gewiß, liebe Frau Purgstaller. Weyn ich nur wüßte?--Die Heinzelmännchen können
es doch nicht getan haben."
„Haben Sie Ihre Frau schon gefragt?"
„Nein. Was soll das helfen? Sie hat sich noch gar nicht betätigen können. Es war ja fein Anlaß für eine Geldanweisung da."
„Hm. Ich würde immerhin mal fragen", 1 sagte die Purgstaller hämisch. Es tat ihr aufrichtig wohl, daß dieser Einfaltspinsel von Doktor Schwierig, (eiten hatte. Er sollte noch spüren, wie es tat, wenn nicht alles glatt ging.
„216er das ist doch absurd, Frau Purgstaller."
„Vielleicht. Vielleicht auch nicht", erwiderte sie dunkel und betrachtete ihre lackierten Nägel. „Nehmen mir mal an, Ihre Frau hat irgendeine Zah- lung geleistet, von der der Herr Gemahl nichts wissen soll."
„Was unterstehen Sie sich!" brauste Brügger auf.
„Immer mit der Ruhe. Ich weiß, was ich sage. Ich habe Erfahrung. Vielleicht hat die Frau Gemahlin Verbindlichkeiten aus der Zeit vor der Ehe vielleicht hat sie sich durch die Heirat in Schulden gestürzt. Alles schon dagewesen. Ich will Ihnen einen Tip geben, Herr Doktor. Erkundigen Sie sich doch mal bei ihr, was sie in der Nacht vom Sonntag zum Montag mit Ihrem Scheckbuch gewollt hat. Ich habe sie nämlich in diesem Ihrem Sprechzimmer damit angetroffen." Und die Hausdame erzählte haargenau und mit großem Genuß jenen Zwischenfall, soweit er sich zwischen ihr und Anna abgespielt hatte.
(Fortsetzung folgt.
.Nach Björnsons Lustspiel „Wenn der junge Wein blüht" hat Per Schwenzen em Drehbuch für die Terra-Filmkunst geschrieben, aus dem Fritz Kirchhoff als Spielleiter einen fröhlichen Film machen wird. Henny Porten, Otto Wernicke, Marina von Ditmar, Geraldine Katt und Else von Mollendorff spielen die Hauptrollen. Die Musik schreibt Mark Lothar. ,
hochschulnachnchlen.
inuern, einen Scheck über diese Summe ausgestellt zu haben. Er hatte in den letzten Tagen überhaupt keinen Scheck ausgeschrieben, auch keine Uederweisung. Niemand von den Geschäftsleuten hatte augenblicklich Geld zu bekommen. Was hatte das zu bedeuten? Und warum versteckte Anna den Brief vor ihm? Sonderbar, sonderbar. Brügger schob das Schreiben in seine Rocktasche, geriet ms Grübeln, kam zu keinem Resultat und wanderte schließlich um nichts klüger ins Sprechzimmer. Dort holte er Scheckbuch und Ausgabenjournal aus der Schublade. Das Scheckbuch besaß hinten ein paar leere Seiten mit Rubriken, in die fortlaufend jede Zahlung eingetragen wurde. Das oberste Scheckformular trug die Nummer 27. Demnach mußte sich hinten, falls alles in Ordnung war, eine entsprechende Eintragung über Nummer 26 finden. Aber die betreffende Spalte war leer. Die letzte Eintragung lautete auf Nummer 25; sie betraf die Bezahlung des Hafners Probst und stimmte. Was war mit Scheck Nummer 26 los? Brügger schlug das Ausgabenbuch auf. Auch hier keine Ein- tragung über die verdächtige Summe. Brügger bekam ein unbehagliches, ziehendes Gefühl in der Magengrube und dachte scharf nach. Plötzlich schlug er sich auf die Stirn. Ach ja, richtig, Nummer 26 war Das Formular, Das er letzthin, als die Purgstaller von ihm die Unterschrift für vier ZaPungni forderte, voreilig als fünftes unterzeichnet hatte^ Er war damals so im Schreiben dringewesen, daß er ein Blatt zuviel unterschrieben hatte. Wer wer zum Kuckuck hatte damit Mißbrauch getrieben? Der hatte diesen Blankoscheck ausgefüllt und bei her Bank präsentiert? Brügger drückte auf einen Knopf an seinem Schreibtisch, und nach einigen Minuten erschien die Hausdame.
„Setzen Sie sich bitte, Frau Purgstaller. Die Bank schickt mir da eben eine Abbuchung von 2000 Mark Wissen Sie etwas davon? Ueberzeugen Sie sich selbst. Hier, bitte." Er schob ihr die Derände- ■ rungsanzeige hin. .
Die Purgstaller zog ihren Rock gerade und mur- • Hielte: „2000 Mark? Nein! Keine Ahnung.
- ^Schließlich fein Pappenstiel. Wenn ich nur
Alle besseren Herrschaften geben Die Wäsche aus ! km SÄ behauptet« die Purgst°ll°r stur uni mit beleidigter Unterlippe. ™ „ 9fnna
Mpmetweaen. Aber meine Wasche , zinna tetaMT®mein«" in ein« geraSgu ben Weise meine Wäsche bleibt im Haus. 3d) “S und solches Zeug, wie sie es tn W-sch- OniSnmfÄn'man überhaupt, nicht mohr" schrke die Pu?gstuller hysterstch ...Sogen Sie es
•i£ SSSWsj?.' Ä“
• Weder. Wenn sie sich ?°rbeugte. soh man ihre
i wetze, braune, blaue, graue, Drucksache, amu- druck „Hypothekenbank München.
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bäude gehandelt haben.
Eine Hermann-Reuller.Urgufführung in Frankfurt a. 2u.
Das Frankfurter Opernhaus, an dem auch die früheren Bühnenwerke von Hermann Reutter, Dem Direktor Der Staatlichen Musikhochschule Frankfurt a. M., zur Uraufführung gelangt sind („Doktor Johannes Faust") und „Die Kirmes von Delft'), bringt am 30. September als erste Uraufführung Der Jubiläums-Spielzeit die neue Oper „Odys - f cu s", zu der der Münchener Schriftsteller Rudolf Bach Das Buch geschrieben hat.
Dichtertreften in Salzburg.
. Gauleiter und Reichsstatthalter Dr. Scheel hatte eine Anzahl Dichter und andere schaffende Künstler zu einem Treffen nach Salzburg eingeladen, es hatten sich eingefunden: Alverdes, Gertrud Fussen- egger, Dwinger, Mich, Ginzkei), Kloepfer, Truppe, Bürte, Inge Teussenbach, Waggerl, Keller, Per- konig, Arnold, Padua und Gulbransson. Sie nah- mStt an Theater-, Konzert- und sonstigen Veranstaltungen teil- Nachdem sie auch den St.-Wolfgang- See besucht hatten, folgten sie einer Einladuyg des Gauleiters nach Schloß Kleßheim. Als Dank für ihre Einladung gaben die Dichter selbst einen Künstler -Nachmittag im Mirabell-Kasino.
Djörnson wird verfilmt.
bis zu 80 RM. monatlich. In welchem Umfang Steuerermäßigung gewährt werden kann, bestimmt sich nad) dem Teil der außergewöhnlichen Sc- aftunq, der die Mehrbelastungsgrenze der Einkom' mensteuerdurchführungsocrordnung 1941 übersteigt.
Gichener wochenmarktpreise
* Gießen, 27. Aug. Auf dem heutigen Wod)en- markt kosteten: Wirsing, /? kg 8 Rpf., Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 12, gelbe Rüben 10 bis 13, Römisch- kohl 12, Unterkohlrabi 10, Salatgurken 25 bis 30, Salat, das Stück 10, Endivien ^15, Oberkohlrabi 8 bis 12 Rpf.
Der Direktor Des Mathematischen Seminars Der Hansischen Universität, Professor Dr. Wilhelm B l a s ch k e, ist zum Ehrendoktor Der Universität Padua promoviert worden. Blaschke wurde 1885 in Graz geboren, promovierte 1908 in Wien und habilitierte sich 1910 in Bonn, lieber Greifswald kam er an die Deutsche T. H. Prag, ging 1915 nach Leipzig, wurde 1917 Ordinarius in Königsberg, ging Dann nach Tübingen und später nach Hamburg — Am 28. August vollendet Der Mathematiker Or rer, nat, Dr.-Jng. e. h. Rudoft Mehmke, emerit. Ordinarius an Der T. H. Stuttgart, sein 85. Lebensjahr. Mehmke wurde 1884 Ordinarius an Der T. H. Darmstadt und ging Dann an die Stuttgarter T. H. Er war viele Jahre Herausgeber Der Zeitschrift für Mathematik und Physik . __ Um 28 August vollendet Der emerit. o. Professor für Kirchengeschichte und christtiche Archäologie an der Universität Würzburg, Geh. Rat Dr. Sebastian Merkle sein 80. Lebensjahr. — Der Honorarprofessor für Serologie und Jmmunitätsforschung an Der Universität Marburg, Dr §ans Schmidt, vollendet am 31. August sein 60. Lebensjahr. Schmidt, Der Leiter Des Instituts für experimentelle Therapie „Emil von Bchring" ist, begann ferne Dozentenlaufbahn 1922 in Hamburg, |ami Dann nach Marburg, wo er zunächst Die Serumabteilung der Behring-Werke verwaltete unD spater Die Leitung Des Instituts für experimentelle Therapie übernahm. 1928 trat er in Den Lehrkörper Der Universität ein. Praktische Auswttkungen fanDen seme For- "— -n Der Schaffung Hmn-t Diphtherie.
Infanterie vor ihrer Rückkehr zur kämpfenden Knippe. Der Reichsjugendführer ließ sich über die CinDrücfc in Den Wehrertüchtigungslagern Der Hiller-Jugend unterrichten. Die Ritterkreuzträger, iie den wehrfähigen Jungen vom Kampf Der Infanterie im Osten erzählten und ihrer vormilitärischen Ausbildung beiwohnten, kehrten^nit dem Bild einer wehrfteudigen und Der Front würdigen Jugend zu ihren Kameraden an Der Front zurück.
klxm ann empfing Die auf Veranlassung Des Ge- rieralfeldmarschalls Keitel oop Der Front zum Besuch oer Wehrertüchtigungslager Der Hitler-Jugend
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Ihre Arbeit ist eine natürliche Folge Der Umsiedlung großer volksdeutscher Gruppen, Denen geholfen werden soll, auf Der neuen Scholle sich möglichst bald heimisch zu fühlen. Die Mädel helfen nicht nur in Den Bauernhäusern, sondern werden auch eingesetzt a(s Schulhelferinnen, Kindergärtnerinnen, Volkspflegerinnen, GemeinDeschwestern und L lewu: UUL> in verwaltungsmäßigen Aufgaben SelbstoerstanD- von Impf- Uch setzt dieser Einsatz eine entsprechende Vorbereitung voraus. Was Die Mädel hier zunächst als frei*
Auf Dem Domhügel in Frankfurt a. 9)1. wurden Dieser Tage bei Ausschachtungsarbeiten starke Mauern freigelegt, die tief in Die Geschichte zurück- fuhren. Zwar handelt es sich Dabei nicht — wie anfangs angenommen — um Ueberrefte Der Königspfalz Karls Des Großen, jedoch bestätigen Die- Funde Lage und Umfang Der Michaelskapelle, die im'Schrifttum 1297 zuerst erwähnt wird, aber sehr viel älteren Ursprungs ist. Eine Ueberrojchung war Das Zu tage kommen von mächtigen Mauerresten auf Dem Römerberg, wo man Derartige Vorkommen nicht vermutete, lieber die Bedeutung
Ei« Siück Brot.
Auf der Straße lag ein Stück Brot. Nicht einmal so groß wie eine halbe Hand. Staub wedelte Darüber hin. Auf einmal geschah etwas Unerwartetes, etwas, das die Straße in einen Kundgebungsort zum Lohne Des Brotes hätte verwandeln können, eine kleine Szene von nur lidschlaglanger Dauer, doch würdig, daß davon berichtet werde.
Ein Mann kam vorüber. Nad) feinem Aeußeren zu urteilen ein Mann, Der wohl nicht gewohnt war, viel Aufhebens von einer Scheibe Brot zu machen. Jetzt sah er Das Stück Brot im Staub Der Straße. Er stutzte unD verhielt Den Schritt. Der vielen gleichgültigen Menschen nickst achtend, neugierige Blicke nicht scheuend, bückte er sich, hob das Brot auf, besah cs von allen Seiten, reinigte es und schob es in seine Rocktasche. -
Hunderttausende hätten dfts sehen müssen, nein, Millionen, nein Das ganz deutsche Volk? Wie hätte ein Gebet feierlicher, eine Mahnung eindringlicher fein können. Denn dieses Bücken und dieses Aufheben eines Stückchen Brotes! Hier bezeugte ein Mann für viele andere öffentlich und im Sauseschritt Der Straße Die Heiligkeit Des Brotes!
Mich erinnerte Dieser Mann an jenen, mit Dem ich anno 1917 an einem Tische saß unD in seinem Hause Zeuge einer gleichen Wertschätzung Des Brotes wurDe. Immer, wenn ein frischer Brotlaib angeschnitten werben mußte, aß'die zehnköpfige Familie, der Vater zuerst, eine ödjnitte trockenen Brotes. Gefragt, warum er solches tue, entgegnete er, Vater und Großvater hätten es schon so gehalten. Drum lehre auch er seine Kinder Diesen Familienbrauch der Dankbarkeit für ein Stück trocken Brot.
Gesegnet sei solcher Brauch, von dem man wünschen möchte, im Kriege übe ihn Das ganze Volk! Denn dieser, Der es trocken aß und jener andere Mann, Der ein Stück Brot von Der Straße aufhob, bekundeten Ehrfurcht vor dem Brot als einer Gabe aus göttlicher HanD und einem Unterpfand des Sieges! Schn.
Llnterhaltskoste« für mittellose Angehörige.
Den Benachrichtigungen über Den Tod eingerückter Personen, soweit nicht ohnehin Gebührenfteiheit eintritt. Voraussetzung für Den Gebührenerlaß ist, daß Der Erblasser im gegenwärtigen Kriege entweder gefallen oder sonst wegen eines Angriffs auf Das Reichsgebiet oder eines besonberen Einsatzes verstorben ist, und zwar einschl. des Todes an gleichzustellenden Beschädigungen. Auslagen sind zu erheben. Soweit Gebühren, Die nach der neuen Verfügung zu erlassen find, bereits entrichtet rour« werden sie auf Antrag erstattet.
♦♦ Theater Der Universitätsstadt Gießen Das Dramaturaifche Büro teilt mit: Mit Der morgen zur Erstaufführung kommenden Koniödie „Die gute Sieben" hat uns der Autor Adelbert Alexander Zinn eine viele kleine und große menschliche Probleme ftrcifcnDe Komödie des alternden Filmschaufpielers beschert. Mitwirkende: Amersbach, Freihen, Gollmann, Jaenicke, Lenzen, Rau, Schwind, Zimmer: Fischer, Köchlina, Ludwig, Sauerland, Dolck. Inszenierung: Carl Maria Zep- penfelD.
** Ein Handtaschendieb niachte sich die- ser Tage in einem hiesigen Geschäft bemerkbar. Einer Frau aus Krumbach stahl er inmitten starten Käuferandranges aus der nicht genügend gefieberten Handtasche das Porlemonnaie mit rund 60 RM. Inhalt. Dann verschwand Der Spitzbube schleunigst aus Dem Menschenandrang unD aus dem Geschäft. Der Vorfall möge eine neue Warnung und Mahnung sein, bei Einkäufen die Lebensmittelkarten- toschen und Geldbörsen sorgfältig zu verwahren
** Preisauszeichnungspflicht f ii r alle Beherbergungsbetriebe. Die im Beherbungsgewerbe bereits seit langem bestehende Preisauszeichnungspflicht ist Durch Erlaß des Reichskommissars für Die Preisbildung nunmehr auch auf Die bislang davon ausgenommenen Prioatbeherber- ger mit weniger als 4 Zimmern und 6 Betten ausgedehnt worden. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1942 sind danach sämtliche Inhaber von Betrieben, Die gewerbsmäßig Fremde beherbergen, zur Preisauszeichnung verpflichtet.
** Ernteschutz in Der Schule. Der Reichs- erziehungsminister hat angeordnet, Daß den Kindern im Schulunterricht wiederholt der Gebrauch von Streichhölzern, Feuerzeugen und Brennglasern. im Hinblick auf die Gewährleistung von Feuerschutz für Die deutsche Ernte zu verbieten ist. Der Minister erwartet, daß Die Lehrer ihren Einfluß auch im übrigen dahin geltend machen, daß alle Vorsichtsmaßnahmen zum Schutze Der Ernte auch von dieser Seite her getroffen unD beachtet werben. Dabei verweist der Minister auf Die BestimmiMgen Des Reichsführers -- und Chefs der Deutschen Polizei über den Feuer chutz Der Ernte.
Verdunkelungszeit:
27. August von 21.23 bis 5.55 Uhr.
Der General gibt Den Jungen Anregungen und zieht seinen jüngsten Beobachtungen an Der )|front anschauliche Vergleiche heran. EingehenD ihe.'pricht er mit einem Jungen Den Weg eines ^pahtruppführers vom Hügel herunter durch eine ifente über ein Kornfeld zum WaldranD am Hori- 3111t. Die Jungen haben nun jede Besonnenheit ver. Irnm und sind stolz und begeistert zugleich, daß Der Mieral sich mit ihnen so eingehenD beschäftigt.
Später, als Der General durch Die einzelnen Stu- Jttim geht, unterhält er sich, hüt Den einzelnen Uno» Jungen. Immer wieDer fragt er nach Arbeit unD hvch jähster Waffengattung, nach Dem Elternhaus und M Interessengebieten. Rach Dem gemeinsamen Mit- kzki t^essen im großen Tagesraum Des Lagers spricht >gkch der General zu bet Lagermannschaft: „Ich habe Die l'ttir- tiieuDe gehabt", sagt er u. a., „an eurem Dienst teil- bl zunehmen, und ich weiß nun, daß ihr ihn mit gro- 1 V ||er Begeisterung macht. Ihr seid hier, um vor- Di^ fnilitärisch ausgebildet zu werden, bevor ihr ridstige (Ulfe, Soldaten werdet. Ihr seid so jung und so begeistert tfe wie keine andere Jugend. Macht 'weiter so, euch im Hkfe Gelände zu bewegen, es ausnützen zu lernen, zu stöhen und zu schleichen. Bleibt immer begeisterte Hungen, auch wenn cs einmal hart fein sollte. Habt ^7............-------—.
immer Selbstvertrauen zu- euch und seid niemals iiefer Funde kann noch nichts ausgeiagt mcrDen, je»


