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Bei Stalingrad den Zeind nach Osten geworfen

Merkreazträgrr im Wehrertüchtigungslager.

In

system südlich wieder griffen

Thefs des Oberkommandos der Wehrmacht, die Wehrertüchtigungslager der Hitler- Jugend, um ihr ein lebendiges Bild vom Kampf unseres Heeres zu geben.

vorgehenden Infanterie, die von zahlreichen Pan­zern, schweren Geschützen und Schlachtflugzeugen unterstützt wurde, das weitere Vordringen der deut» schen Truppen zu verhindern. In zähen Angriffs­kämpfen wurde der Widerstand des Feindes ge­brochen und die Bolschewisten in das Gebirge und auf dile Küste des Schwarzen Meeres zurückgeworfen. Außer schweren blutigen Verlusten verlor der Feind mehrere tausend Ge- fongene, 13 Panzer, zahlreiche Geschütze und son­stige Waffen. Don Pionieren wurden 5000 Minen ausgenommen und unschädlich gemacht.

und das starke, tiefgegliederte Stellungs» auf den beherrschenden Höhen nördlich und der Stadt im Sturm genommen. Immer versuchten die Bolschewisten in starken An- ihrer in mehreren Wellen hintereinander

den Augen Churchills die Auflösung des Empires unabwendbar.

Ribbentrop in Budapest. . Ausländische Delegationen zur Trauerfeier für Stephan von Horthh.

Budapest, 26. August. (DNB.) Der Reichs­minister des Auswärtigen v. Ribbentrop traf' als Vertreter des' Führers und Führer der deut­schen Sonderdelegation zu den Beisetzungsfeier­lichkeiten des an der Ostfront gefallenen Stellver­treters des Reichsverwesers des Königreichs Un­garn in Budapest ein. Der Sonderdelegation ge­hören an: Der Chef des Oberkommandos der Wehr­macht, Generalfeldmarschall Keitel, Botschafte Ritter, General der Flieger Bodenscha mit dem Träger des Ritterkreuzes mit Eichenlau und Sckwertern Oberstleutnant L ü tz o w , Ober­gruppenführer und General der Waffen-^ Wolff, Admiral W a r z e ch a , die Gesandten v. Dörn­berg, v. Rintelen, Dr. Schmidt und Lega- tiosrat Ruhe. In Budapest begab sich der Reichs­außenminister mit der Delegation ins Parlament und legte am Sarge den Kranz des Führers nie­der. Der Reichsverweser empfing am Mitt­wochnachmittag den Reichsaußenminister, der ihm die herzliche Anteilnahme des Führers, der Reichs­regierung und des deutschen Volkes zum Ausdruck brachte. Dann begrüßte der Reichsverweser Gene­ralfeldmarschall Keitel und die übrigen Mitglieder der deutschen Delegation.

Außer der deutschen Abordnung nehmen an der Trauerfeier noch fünf Staatsdelegationen teil. Die italienische Abordnung, an ihrer Spitze Gras C i a n o, kam über Wien im Zuge an. Als Ver­treter des Tenno amtiert der japanische Gesandte Okubo, Aus Bulgarien ist eingetroffen Kriegs­minister Ri ho ff, aus Kroatien Innenminister Artukowitz. Vertreter Finnlands ist der fin­nische Gesandte V u o r i m a a. Am Mittwochmittag hielten die beiden Häuser des ungarischen Reichs­tages Trauersitzungen ab. Reichstagspräsident Tas- nadn-Ragn hielt die Gedenkrede, dann sprach Mi­nisterpräsident von Kallay. Im Oberhaus hielt der Kardinal-Fürstprimas von Ungarn, Dr. S e r e d i, die Trauerrede.

* Höhlenbilder der Eiszeit.

f öea Anfang der Kunst in Malereien von er­staunlicher Lebendigkeit führt eine Entdeckung, die m der Dordogne (^üdfrankreich) in den Tagen, als die deutschen Truppen während dieses Krieges in Paris einmarschierten, gemacht wurde und über die Professor Dr. Herbert Kühn einen Bericht in der WochenschriftDie Umschau" erstattet.

Es sind Malereien in einer Höhle, die etwa 20 000 Achre alt sind und zu dem ältesten an Kunst ge­hören, was es auf der Erde überhaupt gibt- sie werden in ihrer Großartigkeit nur durch die ge­waltige Höhle Altamira in Nordspanien übertroffen Der pensionierte Lehrer Laoall fand einen in frühe­ren Zetten absichtlich verdeckten Schacht und ver­anlaßte mehrere junge Leute, sich in das Innere Ymabzulassen, und diese entdeckten die Höhle, deren

Oer Wehrmachtbericht.

DRB. Aus dem Führerhauplquartier, 26. Aug. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m Kaukasus nahmen deutsche Äebirgslrup- pen gegen hartnäckigen feindlichen Widerstand meh­rere Hochgebirgspässe. 3m Raum westlich Stalingrad wurde der Feind in erbitterten Kämpfen nach Osten zurückgeworfen. Stalingrad, in dem Grohbrände wüten, wurde durch die Luft­waffe bei Tag und Rächt mit Spreng- und Brand­bomben angegriffen. Auf der Wolga wurde ein Frachtschiff versenkt, drei weitere beschädigt und ein Tanker in Brand geworfen.

Südwestlich Kaluga, nordwestlich Medyn und bei Rschew setzte der Feind ohne Rücksicht auf Verluste mit starken, von Panzern unterstützten Kräften feine Angriffe fort. Alle Angriffe brachen an der unerschütterten Abwehrkraft der deutschen Truppen zusammen. 85 Panzer wurden vernichtet. Die Luftwaffe fügte dem Feind, vor allem bei Rschew, hohe blutige Verluste zu.

Vor Leningrad wurden mehrere Angriffe des Feindes, zum Teil in harten Rahkämpfen, abge­schlagen.

3n der Zeit vom 1. bis 24.August verlor die Sowjetluftwa-ffe 2 5 05 Flugzeuge, da- von wurden 1923 in Luftkämpfen, 307 durch Flakartillerie. 195 durch Verbände des Heeres abgefchoffen oder erbeutet, die übrigen am Boden zerstört.

Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 140 eigene Flugzeuge verloren.

Sicherungskräfte der Kriegsmarine versenk- len im Rordmeer ein feindliches Unterseeboot.

3n den Abendstunden des 25. August überflogen einzelne britische Flugzeuge westdeutsches Gebiet und warfen vereinzelte Sprengbomben.

3m Kampf gegen Großbritannien belegte die Luftwaffe bei Tag und Rächt wichtige Anlagen in Wittel- und Ostengland mit Spreng­ung Brandbomben.

Um Stalingrad.

Äm Raum von Stalingrad ist das Kampffeld ein weites welliges Steppenland, das die ungehin­derte Entfaltung großer Truppenteile im Angriff

teiligt. In dreitägigen erbitterten Bunker- und Häu­serkämpfen wurde die festungsartig ausgebaute Stadt

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Bestürzung im Kreml.

- Stockholm, 26. Aug. (DNB.)Aftonbladet" meldet aus Ankara, daß die mißglückte Operation bei Dieppe im Kreml große Bestürzung hervor­gerufen habe und- Stalins Mißtrauen gegenüber ' Londons gutem Willen, etwas Entscheidendes zu tun, um die sowjetische Südfront zu entlasten, weiter vertieft habe. Man hatte sich dahin geeinigt, um einen Prestigeverlust bei einem Fehlschlag der Offensive zu vermeiden, das Unternehmen a l s Einzelaktion zu bezeichnen, als einen Raid, nicht als Eröffnung der zweiten Front. Churchills Angaben über die Vorbereitungen waren jedoch so optimistisch, daß Moskau sich 'fest darauf verließ, daß der deutsche Druck bald merklich nachlassen würde. Auf dem Bankett für Churchill im Kreml hatte Stalin in seiner Ansprache deutlich auf den Beschluß hinsichtlich einer zweiten Front angespielt und gesagt:Was auch geschehen mag und wie sich die Dinge entwickeln mögen, wir bleiben trotzdem Freunde." Churchill hatte erwidert:Ich kann hier­auf antworten, daß dasTrotzdem" nie- mals eintreten wird." Diese Antwort hatte stärker als alle Versicherungen ter englischen und amerikanischen Militärs gewirkt, und Stalin soll über den Tisch hinweg dem General Schaposchnikow zugerufen haben:Das war das rechte Wort. Nun muß es gelingen!"

Der Einzug des Bolschewismus in England.

Stockholm, 26. Aug. (Europapreß.) Der bri­tische Unterrichtsmimster hat die sofortige Einfüh­rung von Büchern Lenins und Stalins sowie ande­rer Sowjetgrößen in den englischen Schulen an ge­ordnet. Wegen des Mangels an solchen Büchern beschränkt sich die Maßnahme vorläufig auf die Londoner Schulen. Als Zweck dieser Neuerung be­zeichnete das britische Unterrichtsministerium die Förderung der Verständigung zwischen England und der Sowjetunion. Das Organ der kommunisti­schen Partei Englands, derDaily Wörter", der vor anderthalb Jahren verboten worden war, hat jetzt von der britischen Regierung wieder die Erlaubnis zum Erscheinen erhalten. Man nimmt am, daß die Aufhebung dieses Verbots auf eine von Stalin bei den Moskauer Verhandlungen mit Chur- chill gestellte Forderung zurückzuführen ist, und auch

Wände mit farbigen Bildern übersät sind. Der Saal, der eine Größe von 20:10 m Höhe hat und oval ist, hat noch eine Ausbuchtung, und einen Sei­tengang; 80 Malereien befinden sich im Hauptraum und in der Ausbuchtung, 40 in dem Seitengang, auch vielfach übereinander gelagerte Gravierungen waren zu beobachten. Manche find nur 30 cm groß, die _ meisten 2 bis 3 m, einige über 5 m. Alle ^Bilder sind ausgezeichnet erhallen, die Farben, die mit schwarzer Manganerde und Ocker in allend>at- tierungen hergestellt und mit Tierfett angerieben wurden, sind fast unverändert durch die Jahr­tausende erhalten, da die Höhle völlig verschlossen gegen Einflüsse der Lust und verhältnismäßig trocken war und immer die gleiche Temperatur hatte.

Die dargeftellten Tiere find in Bewegung gemalt flni> Mammute, Nashörner, Remitiere, Riesen» . Hirsche, Moschusochsen, Bisons und Urrinder die laufen und springen. In einer Szene sieht man, wie em Mensch seinen Pfeil auf einen Bison ge- u W, bas Tier aber sich gegen ihn wendet und, ihn mit den Hörnern angreift, so daß er ge­troffen zu Boden fällt. Die Zeichnung der Tiere ist von großer künstlerischer Schönheit, die des Men- sthen dagegen primitiv. Man hat heute erkannt, oatz es der Zauber war, die Magie, die Antrieb und Ursprung dieser Kunst sind. Es gab noch nicht arferbau und Viehzucht sondern der Mensch nahm nUrr/UT,J3?,as bie Natur ihm bot; die Frauen sam° melten Pflanzen und kleine Tiere, die Männer lagten das Wild. Von dem Glück bei der Jagd hing der Mensch also ab, und so versuchte er immer mie» der, das Gluck zu bannen, das Tier zauberisch fest- zuhalten im Bild, wie er es in ter Jagd feschallen mobte. Auf viele dieser Bilder ist auch geschossen worden, und es sind Einschußlöcher noch heute er­halten In diesen Höhlen mit Bildern haben die Menschen nicht gewohnt, sondern es waren heilige Statten, Kultplätze, Tempel. Die Malereien stammen aus verschiedenen Zeiten. Der größte Teil gehört der mittleren Periode ter letzten Eiszeit an, dem Spat-Aurignacien und dem Magbalemen, an, wahrend manche Bilder ganz archaisch und über­malt sind; die Altersunterschiede sind dabei deutlich zu erkennen. qk.

..Ach", sagte er, indem er ihr mit einem verwun­derten Blick die Hand reichte,das sind Sie!"

Meine Mutter hat eine tüchtige Hilfe an Ihnen", tagte er dann, und obgleich sie das Lob lochend zu- ruckwies, wiederholte er es in den Tagen seines Urlaubs noch öfter... Mutter hält ja große Stücke auf Sie , bekannte er einmal und blickte heiter dem blauen Rauch feiner Pfeife nach.

Tatsächlich wurde Hanna immer mehr zur Lust, was ihr anfangs-bei allem Eifer Last und Mühsal gewesen war. Wenn sie mit dem alten Knecht das Vieh versorgte oder mit der Bäuerin Gemüse säte und die Kartoffeln hinter Dietrichs Pflug in die schollen senkte, fühlte sie sich oft wie von heimlichen Kräften gestärkt und befeuert. Sie gewahrte den ruhigen Stolz, mit dem Dietrich zuweilen sein Ge­spann anhielt, ihr zuwinkte oder den Blick über die Felder sandte, und es war ihr in solchen Augen- Een, als hätte sie nicht nur Teil an einer un- jajulöigen, kleinen Täuschung, die eine Mutter ihrem Sohn um seinetwillen bereitete, sondern auch an öcm tiefen Glück, das beide im Dienst an ter Erde verband und das auch bas Glück ihrer Vorfahren gewesen war.

Abends stand sie bann noch lange am Fenster ihrer Bodenkammer, sah den Mond über dem schwarzen Zackenrand des Waldes berauffteigen und Ipurte den Frieden über dem Land, den draußen,

Ins Zentrum, Herr General!"

Na, schau einmal genau hin-, ich glaube nicht!" weit draußen ein Volk mit dem Schwerte hütete Wie klar alles ist", dachte sie an solchen Abenden und breitete die Arme aus, wie um einen wun­derbaren Raub an die Brust zu drücken ..

Daß ihr der rasche Entschluß zum Schicksal gewor­den war, wußte Hanna Stakfleth längst, als Dietrich Gitte wieder an die Front müßte. Während seine Augen auf ihrem Gesicht ruhten, stand eine stumme, fremde Bewunderung in ihnen, als wüßte er nun alles und als heae er fortan keinerlei Sorge mehr weder um feine Mutter, noch um den Hof oder gar um sich selber. Hanna klopfte das Herz bei dem Händedruck, mit dem er sich dann von ihr verab- schiedete. Es war ein Händedruck, wie ihn Kame­raden untereinander tauschen. Vielleicht lag aber iwch mehr darin, was der Zukunft gehörte und Porten noch verschlossen war, wenn es auch den seinen Sinnen eines Mutterherzens schon aufgetan sein mochte.

Als Frau Gille nämlich einige Tage darauf ihr Urlaubsmadchen wieder in bie Stadt zurückfuhr, sie Sanna in innigem Einverständnis zu', jobald die Rede auf ihren Jungen kam.Für immer wollte ich ja keine Hilfe", meinte sie dann lächelnd zu dem Leiter des Arbeitsamtes.So habe ich wohl damals gesagt. Aber wer weiß denn, wie alles noch kommt ..." '

Seit dem 1. August vernichtete eine deutsche Flak- dwision an der mittleren^Ostfront 200 schwere Pan­zerkampfwagen und brachte 130 Flugzeuge zum Absturz. Ein an' der südlichen Front eingesetztes Flak-Regiment erzielte seinen 300. Fleugzeugab- chuß, weitere 63 Flugzeuge wurden unbeschädigt er­beutet, drei am Boden zerstört. Seit Kriegsbeginn wurden von ihm 164 Panzerkampfwagen, ein Pan- 3erdu9 sowie 150' Geschütze und Granatwerfer ver­nichtet.

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,3m .rückwärtigen Gefechtsgebiet des mittleren Abschnittes der Ostfront wurden die Säuberungs­unternehmungen gegen bolschewistische Banden er­folgreich fortgesetzt. Hierbei wurden in einem unzu­gänglichen Waldgelände ein aus 60 Hütten be­sehendes größeres Lager sowie vier weitere Ban­denstutzpunkte zerstört, zahlreiche Banditen mit ihren Waffen und Fahrzeugen fielen in deutsche Hand.

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In der NSV.-Gauschule Hochstadt (Protektorat) sand eine Tagung der Gauhauptamtsletter für Volkswohlfcchrt und der Gaubeauftragten für das -üS5). aus dem ganzen Reiche statt. Oberbefehls- leiter Hilgenfeldt gab Anordnungen über kriegsbe- bmgte Aufgaben der NSV. und des Kriegs-Win- terhilfswerkes.

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Der Reichsminifter des Innern hat eine Verord­nung über die Staatsangehörigkeit im Elsaß, Loch­ungen und Luxemburg erlassen. Danach erhalten die deuffche Staatsangehörigkeit endgültig zunächst diejenigen Elsässer, Lothringer und Luxemburger, die als bewährte Deutsche anerkannt werden.

Ich möchte Frau Gille helfen", entgegnete sie fest.

Sie?" fragte der Beamte verdutzt.Kennen Sie denn die Arbeit auf dem Lande überhaupt?"

Das Mädchen lädjelte und kehrte ihr offenes, wie von innen beleuchtetes Gesicht der Bäuerin zu, in deren Augen eine stille Freute spielte.Ich bin auf dem Dorse groß geworden", entgegnete sie,und habe es nie vergessen. Als meine Eltern in die Stadt zogen, war ich schon bierzehn ... Wenn Sie es also mit mir versuchen wollen, Frau Gille ..."

Noch am selben Tag fuhr Hanna Stakfleth mit der Bäuerin auf das einsame Gehöft hinaus, hinter dem sich die Felder und Wiesen erstreckten und der Wald erhob.

Sie melkte die Kühe, als am nächsten Abend ein Soldat au ihr trat. Er hatte, wie sie in dem flackern­den Licht der Stallaterne erkannte, dasselbe herbe Gesicht wie die Bäuerin.

Richtig und warum wohl?" Der Junge über­legt ein paar Sekunden und erklärt es dann kurz und genau. Der General freut sich und klopft ihm anerkennend auf die Schulter.

3n einer Ecke des Lagers fitzen Jungen im Freien unter hohen Kiefern beim Kartenlesen. Der Unteroffizier erklärt gerade die Kennzeichnung der Eisenbahnen. Di^Jungen zeichnen sie an die Tafel.. Der General fragt nach Sinn und Zweck einer Karte und gibt den Jzmgen praktifche Beispiele. Dann be­sichtigt er die Hebungen der Nachrichten» Hitler-Jugend, die beim Bau von Fernsprechleitun­gen und beim Hören und Geben des Morsealpha- betes zeigt, daß sie auf diesem Spezialgebiet die Ansangsgrünte beherrscht. Am Sandkasten steht ein junger Gefreiter als Ausbilder, der nur wenige Äahre älter ist als die Jungen. Blitzschnell folgt Antwort auf Frage und Frage auf Antwort. Der General hat seine Helle Freute an diesem frischen Unterricht und greift selbst ein, als es gilt, einen Spahtruppfuhrer in Gestalt eines kleinen Holzstückes durch das Gelände gegen den Feind vorzuschicken.

Dann geht er ins Gelände hinaus, wo die einzelnen Züge beim Tarnen, Anschleichen, beim Cntfernungschätzen und bei der Geländebeschreibung beschäftigt sind. Hier sind die Jungen mit besonde­rer Begeisterung bei der Sache, denn schon als Plmpfe paßten sie sich bei ihren Geländespielen nach Jndianerart dem Boden an und überfielen die ausgestellte Wache. Von ihren Ausbildern fernen sie nun, wie einfach und gut man sich tarnen und an-

Das Llrlaubsmädchen.

Eine Erzählung von Willi Fehse.

Nein", sagte die Bäuerin,für immer nicht ..

, »Ihnen steht aber mit Ihren sechzig Jahren zu­allererst eine Hilfe zu", erklärte der Leiter des Ar- beitsamtes.Besonders jetzt, liebe Frau Gille, zur Frühjahrsbestellung. Sie hätten schon längst ..."

Das mag tvohl sein", meinte die Bäuerin, und 'hr Blick glitt durch das Bürofenster in die Ferne, roo hinter Mauern und Dächern hohe Fabrikschorn- steine rauchten.Es ist nun mal Krieg, und ich schaffe es ja auch noch allein ..."

Sie legte die harten Hände ineinander und lächelte glücklich dem jungen Mädchen zu, das neben dem geamten vor einer Schreibmaschine saß und dem Gespräch mit seltsamer Anteilnahme zu folgen schien.

Aber Sie wissen ja", suhr sie dann leise fort, "wie sich so ein Junge um (eine Mutter haben kann. Er denkt eben, daß ich mich auf meine alten Tage überanstrengen könnte. Hätte er nur geheiratet, der . Dietrich! Aber dafür war er ja nie zu haben ... Haah ja", seufzte sie.Nun habe ich ihm damals, ols er fort mußte, versprechen müssen, eine Magd anzunehmen, und morgen kommt er auf Urlaub.

soll er bloß sagen, wenn er niemanden auf oem Hof findet als unfern alten, tauben Knecht und mich? Deshalb möchte ich jetzt eine Hilfe haben, verstehen Sie mich? Nur für vierzehn Tage feines Urlaubs. Er soll sich doch nicht um mich und den Hof sorgen, wenn er wieder an die Front fährt ..."

Der Beamte drehte nachdenklich feinen Bleistift Amif<f>en den Singern.Sie sind eine tapfere Frau, .Uhitter Gille , sagte er, indem er feinen Blick ehr« fur(i)tig auf das faltige Gesicht der Bäuerin richtete. .~nn wir nur jemanden so schnell für die Zeit landen, das ist es ja ... Oder", wandte er sich an das Mnze Madchen,wüßten Sie vielleicht einen Rat, Fraulein Stakfleth?"

Die Mascksinenschreiberin errötete bis unter das dunfle Gekrausel ihres Haares. ,Jch bekomme doch übermorgen Urlaub", erwiderte sie.Vielleicht darf ich ihn heute schon antreten?"

Und warum das?"

und zur Verteidigung erlaubt. Das wasserarme und in dieser Jahreszeit durch das anhaltende heiße Wetter durchglühte Gebiet ist von den Bolschewisten zum Schutze ter Stadt mit mehrfachen V.e r» teidigungsringen in einer Breite von mehr als 20 km Tiefe befestigt. Die in diesem Raum vor- dringenden deutschen Truppen kämpften daher gegen Bunkersysteme, die seit langem aus das schwerste ausgebaut und von ver­zweifelt kämpfenden Bolschewisten zäh verteidigt werden. Beim Aufbrechen dieser Riegelstellungsn wurden die Truppen des Heeres von der Luftwaffe wirksam ünterstützt. Zum Gegenstoß hcrangeführte Reserven wurden durch pausenlose Luftangriffe zer­sprengt, die kriegswichtigen Anlagen Stalingrads nach Durchbrechen der Flak- und Ballonsperren bombardiert. Immer noch wüten in der Stadt die ausgedehnten Flächenbrändc von den Luftangriffen der vorvergangenen Nacht. Dichte schwarze Brandwolken lagerten über dem gesamten «Stadtgebiet, das sich in einer Länge von etwa 20 km an der Wolga entlangzieht. Jagdflugzeuge schossen 51 feindliche Flugzeuge ab.

Hessische Infanterie stürmte Krymskaja.

Berlin, 25. Aug. (DNB.) An dem Sturm auf das in den Vorbergen des Kaukasus liegende Krymskaja waren fränkische, sutetendeutsche und hessische 3n f a n t er i e r e g i me nte r be-

mit den in letzter Zeit zu beobachtenden Anwachsen der bolschewistischen Agitation in England in Zu­sammenhang steht.

Das Eiserne Kreuz für Verteidiger von Dieppe.

Berlin, 26. Aua. (DNB.) Bei einer Besichti­gung der deutschen Kampfstellungen bei Dieppe, bei - der sich der Oberbefehlshaber West, Generalfeld­marschall von Rundstedt, von der unvermin­derten Stärke der deutschen Küstenverteidigung und von dem Fortgang der Arbeiten an den" im" Bau befindlichen Befestigungen überzeugte, verlieh der Generalfeldmarschall den ersten 100 Offizieren, Un­teroffizieren und Mannschaften, die sich während des Abwehrkampfes bei Dieppe besonders bewährt hatten, Eiserne Kreuze. Der Generalfeldmarschall betonte, daß die höchste Auszeichnung für die Kämpfer von Dieppe die Anerkennung des Führers gewesen sei, die dieser telegraphisch übermittelt habe. Nicht vergessen werden sollen in Dankbarkeit und Treue diejenigen, bie ihr Leben am Strand von Dieppe in die Waagschale warfen. Der 19. August habe gezeigt, daß sich der Führer auf seine West­kämpfer verlassen könne.

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Im Verlauf ter siegreichen Abwehrkämpfe gegen den britischen Landungsversuch bei Dieppe haben die örtlichen französischen Behörden und die Bewohner des in die Kämpfe eindezogenen Gebietes eine besonders disziplinierte Haltung be­wahrt. Ohne Rücksicht auf das feindliche Feuer haben die Franzosen die entstandenen Brände be­kämpft, zum Teil deutsche Truppen mit Verpflegung und Getränken versorgt und notgetanbeten Fliegern sofortige Hilfe geleistet. In An-erkennung ' dieses Verhaltens hat der Führer angeordnet,"baß die- jeniaen französischen Kriegsgefangenen, bie in Dieppe, Neuville, Haut-sur-mer, Trouville, Petit Abbeville und Arques-la bataiUe beheimatet sind, aus der Gefangenschaft ent la ff en werden.

Sowjet-Störflüge.

Berlin, 27. Aug. (DNB. Funkspruch.) Sow- letische Bombenflugzeuge führten in der vergange­nen Nacht militärisch b e d e u t u n g"51 o f e Störflüge über Ost-, Norbost- und Mittel­deutschland durch. Ein Einzelflugzeug gelangte bis an das Sperrgebiet von Groß-Berlin. Planlos über mehreren Ortschaften abgeworfene Spreng- und Brandbomben verursachten nach bis­herigen Meldungen nur unwesentliche Schäden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Träger des Eichenlaubs mit Schwerten zum Ritterkreuz Major Gollob, Kommandeur eines ' Jagdgeschwaders, errang feinen 139. bis 142. Lust- icg. Der ebenfalls mit dem Eichenlaub mit Schwer­in zum Ritterkreuz ausgezeichnete Oberleutnant Graf, Staffelkapitän in dem von Major Gollob geführten Jagdgeschwader, schoß am 23. August das 130. bis 133. feindliche Flugzeug ab.

- einem Wehrertüchtigungslager der Hitler- Jugend, herrlich im Kiefernwald auf einer Höhe gelegen, haben die 16- und 17jährigen Jungen der (Cttten Lagerperiode die ersten acht Tage hinter ich. Da platzt beim Antreten wie eine Bombe die Nachricht: noch heute vormittag besuchen zwei Ritterkreuzträger, dabei ein General, das Lager. Den Stubenältesten will beinahe ein leichtes Grauen ankommen, aber der Lagerführer, ein alter HJ.- Führer, jn diesem Krieg als Offizier vielfach be­währt, beruhigt die Lagermannschaft mit wenigen löorten: Der Dienst wird wie immer gemacht, im übrigen klare und schnelle Antworten.

Und dann ist der General mit seiner Begleitung da. Der Lagerführer meldet ihm 180 Jungen an­getreten.Heil Hitler, Jungens!", grüßt der Gene­ral.Heil Hitler, Herr General!", tönt es wie ein Schlag zurück. Langsam schreitet der General bie Front ab. Frei und aufrecht sehen ihm die Jungen in bie Augen. Dann hallen durch den weiten Kie­fernwald die Kommandos der Ausbilder. Der Ge- neral sieht sich die Grundausbildung der Jungen an. Hier macht er einen Jungen auf einen Fehler' aufmerksam, dort läßt er von anderen einen Fehler sestsiellen und verbessern. Längere Zeit verweilt er bei den Zielübungen.Wohin schießt denn dein Gewehr?", fragt er einen Blondschopf aus Rathenow.

Wie schon berichtet, besuchten 15 Ritter- s Der Junge kneift das linke Auge zu und schaut hreuatrager des Heeres auf Veranlassung des über Kimme und Korn auf bie Scheibe. Dann -------- cm.u---xx bie Hacken zusammen und ruft, daß man es über den ganzen Platz hört:Tief rechts, Herr General!"

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