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Aus -er tzia-t Gießen.

Da« deutsche Lied.

Auch in diesem Kriege bewährt sich das Lied Q . als der treueste Kamerad des Soldaten in guten * wie in bösen Tagen. Wenn irgendwo, in Norwegen oder in Afrika, in Frankreich oder im Lande der -^Sowjets die Gedanken heimwärts ziehen, zu Haus -IMvnd Herd, zu Frau und Kind, dann formen sich MM^die Gedanken unwillkürlich zu der Weise eines Volkslieds. Oder wenn die Truppe auf dem Marsch einmal müde ist, dann braucht einer nur eines un­serer schönen Soldatenlieder anzustimmen, und die Müdigkeit, die Strapazen, die Niedergeschlagenheit sind vergessen, und aus einem dahinschleichenden Haufen ermatteter Menschen wird wieder eine Truppe mit Haltung, die zu neuem Einsatz bereit ' ist. So hat das Lied schon manchmal den toten Punkt der Erschöpfung oder der inneren Unruhe überwinden und die Entscheidung herbeiführen helfen.

Bei Langemarck zog die Blüte der Nation mit dem Deutschlandlied in die Schlacht, und mtt dem LiedO Deutschland hoch in Ehren" haben der Führer und seine Getreuen den Marsch zur Feld- herrnhalle angetreten. Immer wenn der Mensch sich dem Schicksal gegenübersieht, dem Unbekannten, dem, was über das begriffliche Vermögen hinuus- geht, genügt ihm das Wort nicht mehr, dann greift er zum Wed, das nicht wie das Wort zunächst von Verstand zu Verstand, sondern von Seele zu Seele spricht.

Es ist merkwürdig, daß der Mensch gewisser­maßen über zwei Sprachen verfügt, über eine der Vernunft und über eine des Gefühls, des Affekts, der Leidenschaft. Will er etwas mitteilen, will er Feststellungen, Erkenntnisse weitergeben, dann ver­wendet er das Wort, den Begriff; will er seinem Empfinden Ausdruck verleihen, seinem Ueber- schwang, seiner Freude, seinem Schmerz, oder will er unmittelbar von Seeele zu Seele wirken, dann nimmt er den Ton zuhilfe. Das ist die Sprache, die meist tiefer geht, eben weil sie die Seele un­mittelbar in Schwingung versetzt. Die Musik braucht keine Worte, und doch kündet sie tiefste Geheim­nisse. Auch wer nicht (n die letzten Feinheiten der Tonkunst eingedrungen ist, verspürt immer wieder ihren Zauber: ein Tanz hat magische Gewalt über unsere Glieder, eine schöne Melodie lockt ins Reich der Träume, ein Marsch weckt unsere kämpferischen Instinkte. Mehr als einmal hat die Musik die kämpfende Truppe begleitet, und wer je einmal einen Sturmangriff miterlebt hat, der wird die mitreißende Wucht des Sturmsignals und des Trom­melwirbels nie vergessen. Hier wird an Urgefühle gerührt, an geheimste Bezirke des Seelischen.

Das Lied ist die Sprache der Seele. Es ist daher auch nach Völkern und Rassen verschieden. Wie anders klingen ein deutsches Volkslied und etwa ein russisches. Hier die ganze Wildheit und Maßlosig­keit, das Schweifende und Grenzenlose der Steppe, bei uns die Tiefe und Wurzelhaftigkeit der deutschen Seele. Und von unserer Musik scheint keine Brücke zu der chinesischen oder arabischen zu führen, so verschieden sind die Rassen auch nach ihrer inneren Form, nicht bloß nach Farbe und Gestalt. Die Völ­ker empfinden daher ganz richtig, wenn fie ihre Na­tionalhymnen als Ausdruck ihres Wesens betrachten. Hier haben sie das einigende Symbol für jeden Angehörigen der großen Gemeinschaft, hier spricht aus ihrer Tiefe die Seele des Volkes. Wir ehren sie und damit uns selbst, wenn wir den Liedern der Nation unsere Ehrfurcht bezeugen, wo immer sie aufklingen.

Aber nicht nur das Volk in seiner Gesamtheit hat seine Lieder, auch kleinere Gruppen, Kreise und Stände haben ihre Gesänge: es gibt Soldatenlieder, Studentenlieder, Gemeinschaftslieder. Wo immer , eine Anzahl von Menschen von derselben Idee er­faßt ist, wo irgend ein besonderes Erleben vorliegt, sucht es Ausdruck im Lied, um die Gemeinschaft in das Bewußte zu heben und zugleich bei anderen zu werben. Manche große geistige oder politische Be­wegung hat sich mit dem Lied in das Herz des Volkes hineingesungen, auch die Bewegung des Führers. In ihren aufrüttelnden Liedern ist das neue Deutschland erstanden, längst ehe es nach außen sichtbar wurde; unter ihrem Rhythmus haben sich immer mehr Männer ins Glied gestellt, bis die Kampflieder schließlich über dem Siege erklangen.

W. F.

Kür Tapferkeit vor Üem Kemöe.

Der Gefreite Fritz Eberhardt aus Gießen, Asterweg 86, wurde für Tapferkeit, vor dem Feinde bei den Kämpfen im Osten mit dem Eisernen Kreuz H. Klasse ausgezeichnet.

Gloria-palast.Anuschka".

Dos Thema dieses Films ist nicht neu, es hat schnn in den allerersten Zeiten des Tonfilms seine Anziehungskraft bewiesen. Damals hieß es wohl .'iingarische Rhapsodie", später tauchte es, mit viel stärkeren künstlerischen Mitteln bestritten, in der Julika" wieder auf; auch anDie ganz großen Tor­heiten", die kürzlich hier wieder gegeben wurden, mag man denken. Natürlich gibt es Schattierungen, Variationen und Unterschiede, aber das Grundthema ist gemeinfam: Schicksal eines Landmädchens in einer großen Stadt. Hier heißt es Anuschka (mit dem Ton auf der ersten Silbe), es hat daheim auf dem Dorfe Unglück gehabt Unglück in der Liebe, mit dem Hofe, in der Familie. In ihrer hilflosen Not erin­nert sich Anuschka des Wiener Arztes, der ihren töd­lich verunglückten Vater behandelt und ihr gütig tmd menschlich zugeredet hat. Zu dem geht sie in Stellung und wird ein Hausmädchen. Das läßt sich erst gar nicht übel an, aber dann, an einem Fa­schingsdienstag (um die Jahrhundertwende) gerät das Mädel in einen richtigenPallawatsch": man kann dieses wienerische Wort kaum übersetzen, auf preußisch würde es vielleicht Schlamassel heißen. In einer Weise, die ganz glaubwürdig anmutet und die übrigens in mancher Beziehung an Forsts unver­geßlicheMaskerade" erinnert, wird Anuschkas per­sönliches Geschick in die Geschichte einer eben zu einem verspäteten Glück aufblühenden Ehe so bös­artig und hartnäckig verstrickt, daß man fast an einem guten Ende verzweifeln möchte. Es kommt dann zuletzt noch alles wieder ins rechte Geleise, aber das erscheint für die Bewertung dieses Films weniger wesentlich als die Art, wie hier eben die hilflose Verstrickung eines ganz unschuldigen Geschöpfes in einem Netz von Zufälligkeiten dargestellt wird, daß jeder Versuch, sich zu befreien oder zu rechtfertigen, denPallawatsch" nur noch ärger macht. Der Spiel­leiter Helmut Ääutner (ehemals bei den Münch­nerVier Nachrichtern") hat das fein und richtig be­obachtet; er inszenierte sehr geschickt, nicht ohne Hu­mor und feiner (auch der filmischen) Wirkung durch­aus bewußt so tMußt wie seine Hauptdarstel- lerm Hilde KrahlMie ist die Aliuschka mit dem puritanisch zurückgekämmten dunklen Haar, voll im.

gegen die bohrende Pein des Hühnerauges, denn ich bin die Pflasterbinde Elastocom und befreie Sie schnei 1 von dem Quälgeist.

elastQcorn

Mobilisierung der Gpinnstoffreserven.

Zur Altkleider- und Gpinnstoffsammlung 1942.

Von Winfried Thomsen, Bevollmächtigtem Vertreter des Reichsbeauftragten der NSDAP, für Altmaterialerfassung.

In einem totalen Kriege muß ein Volk, das den .Sieg erringen will, alle Kraftreserven nacheinander mobilisieren, die in den Friedensjahren aufgestapelt worden sind. Am Anfang steht die Mobilisierung der wehrfähigen Männer und aller kriegswichtigen Rohstoffe. Der moderne Materialkrieg ver­schlingt aber Unmengen von Kriegsmaterial nicht nur an Munition, sondern auch an Fahrzeugen, Uniformen und schließlich Bekleidungsstücken für die in der Rüstungsindustrie und im Frontbereich sowie in der Ernährungswirtschaft eingesetzten Arbeits­kräfte. Man denke nur einmal daran, wie Eis und Schnee und dann die Schlammperiode die Unifor­men unserer Soldaten beanspruchten Die deutschen Soldaten sollen aber weiterhin aufs beste ausge­rüstet sein, um den Endkampf bestehen zu können. Weiter überlege man sich einmal, wieviel Mil­lionen Arbeitskleidung von den an der Front stehenden, mit Uniformen immer wieder ver­sorgten Kämpfern in den Kleiderschränken zu Hause hängen. Ihre Arbeitsplätze aber mußten wieder be­setzt werden, um den ungeheuren Bedarf an Muni­tion, Waffen, Bekleidung und Ernährung für Front und Heimat sicherzustellen. Diese neueingesetzten Arbeitskräfte brauchen viel mehr Kleidung als in ihrer früheren Tätigkeit, Spezialkleidung, die auf jeden Fall beschafft werden muß, um ihren vollen Arbeitseinsatz zu gewährleisten. Millionen ausländische Arbeitskräfte mußten in der deutschen Kriegswirtschaft eingesetzt werden, die wiederum einen gesteigerten Bedarf an Arbeits­kleidung haben.

Es ist verständlich, daß bei derartigen Beanspru­chungen des Spinnstoffbedarfs die Heranschaffung von neuen Kleidern für die Arbeiter in den Rüstungsbetrieben, im Frontbereich und in der Landwirtschaft nach über zwei Jahren Krieg nicht mehr gewährleistet werden kann. Deshalb gilt es nun, durch die Altkleider- und Spinnstoffsammlung 1942 alle dies eigen Kleidungsstücke von Männern und Frauen zu mobilisieren, die in den Millionen von Haushaltungen seit Jahren oft unge­nutzt in den Schränken hängen.

Es ist kein Zweifel, daß heute jede Hausfrau dar­auf bedacht ist, diese Altkleider der Familie, für die Kinder oder für den eigenen Bedarf, für eine spä­tere Umarbeitung, aufzubewahren. Bei der Beurtei­lung der Reserven, die unbedingt für den Haushalt aufgehoben werden müssen, muß sich jede Haus­frau genauestens selbst prüfen, ob die Abgabe bei der Sammelstelle der Altkleider- und Spinnstoff­sammlung im Augenblick nicht kriegswich­tiger ist als eine zu vorsorgliche Vorratswirtschaft im eigenen Haushalt. Dabei ist es notwendig, daß vor allem die Altspinnstoffe, wie zer­schlissene Wäsche, alte Teppiche, nicht mehr trag­fähige Kleider und Anzüge restloszurSpinN- st o f f s a m m e l st e 11 e wandern. Sie werden über die Lumpensortieranstalten und die Reißwollfabriken wieder zu neuen Spinnstoffen verarbei­tet, die die Front und die Heimat so dringend brauchen. Es ist ja eine bekannte Tatsache, daß die Verarbeitung der Altspinnstoffe zu neuen Garnen viel weniger Arbeitskräfte erfordert und vor allem die Heranschaffung neuer Rohstoffe erspart, als wenn der gesamte Bedarf der Spinnstoffwirtschaft aus neuen Rohstoffen befriedigt werden müßte.

pulsiven Gefühls, mit Temperament und Energie, geschickt, anpassungsfähig und intelligent, aber dies alles zusammen paßt trotz der bäurischen Tracht viel eher zu dem Büromädel imAnderen Ich", das sie neulich spielte, als zu dieser ahnungslos-unerfahre­nen Anuschka; ihr fehlt jene vollkommene, unbefan­gene Naivität, wie sie der Wessely als Julika so be­zaubernd zu Gebote jtanb. Sehr menschlich, überle­gen und nobel spielt Siegfried Breuer, endlich einmal aus dem Rollenschema des eleganten Intri­ganten erlöst, den Professor v. Hartberg; mit siche­rem Instinkt für den weiblichen und den männlichen Typus, die hier gemeint waren, geben Friedl Cze - p a und Rolf Wan ka die Frau Eva und den Herrn Dr. Wendt. Drumherum sieht man eine ganze Reihe hübsch ausgeführter Randfiguren: Etlin­ger, Odemar, Pointner, Schwaiger, Ellen Hille und Lotte Lang. Das von Käut- n e r bearbeitete Drehbuch stammt von Axel E g ge­brech t; Erich Claunigk lieferte die saubere Photographie, Bernhard Eichhorn die Begleit- musik. (Bavaria.)

Im Vorprogramm laust die neue Wochenschau mit ersten Bildberichten aus der Schlacht bei Kertsch. Auf der Bühne fand ein Lustgymnastik- und Zahnkraftakt verdienten Beifall. Hans Thyriot.

Oer Ausbrecher Salewski festgenommen.

Dazu fehlen eben heute die Arbeitskräfte, und des­halb muß jede Haushaltung alle Altkleider­und Spinnstoffreserven abgeben, die sie in absehbarer Zeit nicht selbst gebrauchen wird.

In den letzten Friedensjahren konnte in jedem normalen Haushalt für jede erwachsene Person jährlich mindestens 1 Anzug oder 1 Mantel oder 2 feste Kleider für die weiblichen Familienmitglieder angeschafft werden. Im Laufe der Jahre haben sich infolgedessen ganz beträchtliche Reserven an Ober­kleidung in den Haushaltungen an gehäuft, so daß sich Millionen von Haushaltungen mit beträchtlichen Mengen an der Altkleidersammlung beteiligen kön­nen. Es ist ja nicht zu bestreiten, daß zur Woll­sammlung im Winter spezielle Winterkleidung und vor allem Pelzsachen abgegeben wurden, während im Verlauf dieses Krieges auf die Altkleider- r e f e r d e n noch nicht zurückgegriffen wurde.

Der Lumpenfack wurde zwar schon einmal vor einem Jahre zur Reichsspinnstoffsammlung geplün­dert. In der Zwischenzeit hat sich wieder vieles an- gesammelt, das während des Krieges nicht mehr ab­geholt wurde, weil ja auch die Sammler des Alt­stoffgewerbes teils eingezogen sind, teils wegen Transportschwierigkeitep die Altspinnstoffe nicht mehr abholen konnten. Dies ist schon aus der Tat­sache ersichtlich, daß in den beiden ersten Kriegs­jahren etwa ein Drittel an Reißspinnftoffen weni­ger erzeugt werden konnte als im letzten Friedens­jahre.

Zur Altkleider, und Spinnstoffsammlung 1942 werden also die Kleiderreserven und die Altspinnstoffe aus den Haushaltungen rest - los mobilisiert. Auch diese Stoßaktion wird wieder ein Beweis der Spendefreudigkeit des deut­schen Volkes fein. Jede Haushaltung wird ihren Teil beitragen zur Sicherung des Arbeitseinsatzes in der Heimatfront und zur Deckung des TeMbedarfs der Soldaten.

Was wird gesammelt?

Zur Altkleider- und Spinnstofstammlung 1942 werden Altkleider aller Art angenommen, und zwar:

Männer-, Burschen-Oberkleidung, z. B. Anzüge (Straßen-, Gesellschafts-, Sport-, Schi-, Trainings-, Monteuranzüge); Jacken (Sak­kos, Jacketts, Trainings- und Verufsjacken); Jop­pen (Wolljoppen, Stutzen, Lodenjoppen); Westen; Hosen (Sporthosen, Breeches, Reithosen); Mäntel (Winter-, Sommer-, Gabardinmäntel); Kopfbedek- kung (weiche Filzhüte, Schirm-, Reise-, Basken­mützen).

Frauen-Oberkleidung, z. B. Kleider und Blusen aller Art; Jacken (Kostümjacken, Wind-, Trainingsjacken); Röcke; Mäntel (Winter-, Sport-, Gabardinmäntel); Kittel und Schürzen (Kittelschür­zen, Arbeitsmäntel).

A1 ts p i n n st o s f e (Lumpen) jeder Art aus: Wolle, Baumwolle, Leinen, Zellwolle, Seide, Kunst­seide, Jute, Hanf, Kokos, sowie nicht mehr trag- fähige Kleidungsstücke, aljo auch alte Wäsche, Kra­watten, Strümpfe, Fahnen aus alter Zeit. Stoff­reste aller Art, Gardinen, Teppiche, Kokosmatten, Säcke, Filzhüte, Filzschuhe, Bindfadenreste, auch wenn diese Dinge zerrissen, vermottet, verschmutzt, verölt sind.

5 kg 47, Spinat 20, Spargel 32 bis 70, Rhabarber 20, Salat, das Stück 25, Oberkohlrabi 30, Rettich, das Bund 30, Radieschen 20 Rpf.

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** Silberne Hochzeit. Die Eheleute Georg Schneider und Frau Helene, geb. Funk, Wart-' weg 31 wohnhaft, können am morgigen Donners­tag, 28. Mai, das Fest der silbernen Hochzeit be­gehen. Dem Jubelpaar gilt auch unser herzlicher Glückwunsch.

** Theater der Universitätsstadt Gießen. Aus dem Dramaturgischen Büro wird uns mitgeteilt: Intendant Hans Walter Klein inszeniert zum Abschluß der Schauspiel-Spielzeit als 7. Festabend dramatischer Bühnenkunst Schillers SchauspielDie Räuber". Diese letzte Klassikerauf­führung der Spielzeit 1941/42 ist eine Festoorstel- lung zur Ehren des verdienten Förderers des Gie­ßener Theaters, Geheimrat Professor Dr. Carl Fromme, anläßlich seines 90. Geburtstages. Premiere am 6. Juni.

** Vortragsabend von Prof. Dr. Peter Raabe. Der am 28. Mai stattfindende Vortrag des Präsidenten der Reichsmusikkammer, Prof. Dr. Peter Raabe, begegnet, wie zu erwarten war, sehr großem Interesse in allen Kreisen. Das Städtische Orchester wird den Albend mit der JdomenewOuver- türe D-dur von Mozart einleiten. Die Veranstal­tung wird pünktlich um 19 Uhr beginnen.

Landkreis Gießen.

* Großen-Linden, 27. Mai. Die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Sophie Menges Ww., geb, Leun, Bahnhofstraße 23 wohnhaft, begeht am morgigen Donnerstag, 28. Mai, in körperlicher und geistiger Frische ihren 9 0. Geburtstag. Der Jubilarin unsere herz­lichen Wünsche zu ihrem Geburtstage und für einen schönen Lebensabend.

--^-Leihgestern, 26. Mai. Seinen 8 0. Ge­burtstag konnte am arbeiten Pfingsttag der weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannte Zimmer- meister i. R. Johannes Weller in guter Gesund­heit begehen. Nachträglich unseren herzlichen Glück­wunsch.

* Treis (Lumda), 26. Mai. An den beiden Pfingsttagen hielt die hiesige Kri egerkame- r ad sck ast ein Preisschießen ab. Die Beteiligung mar sehr rege. Besonders die Jugend zeigte großes Interesse für das Wettschießen.

Handball.

Bann 81 Frankfurt Bann 116 Gießen 10:7 (7:3).

Die Erwartung, den Bann 116 im Endspiel zur Gebietsmeisterschaft zu sehen, wurde durch die knappe Niederlage leider zunichte gemacht. In har» tem Kampfe behielten die Frankfurter die Ober­hand. Die Gießener konnten in der ersten Hälfte nicht überzeugen. Die Hintermannschaft beging tak­tische Fehler, wodurch die Frankfurter größeren Spielraum hatten. Man rückte zu weit auf, und der Gegner lag bald mit zwei Toren im Vorteil. Durch Treffer von Rühl und Menges wurde der Gleichstand hergestellt. Frankfurt gelang durch drei weitere Strafwürfe ein größerer Vorsprung, ehe Gießen verkürzen konnte. Mit zwei weiteren Toren für Frankfurt ging es zur Halbzeit. Die zweite Hälfte begann mit einem zweifelhaften Tor für den Gegner. Gießen ließ sich jedoch nicht beirren und konnte durch Treffer von Becker, Rühl und Schneider aufholen. Trotz weiterer Ueberlegenheit gelang es nicht, Zählbares zu erreichen. Die Frank­furter verteidigten mit der ganzen Mannschaft, und der Gießener Sturm rannte sich immer wieder fest. Weitere^ Angriffe ließen die nötige Ueberstcht ver­missen. In dieser 'Drangperiode fiel durch einen plötzlichen Vorstoß ein weiterer Treffer für den Gegner. Das Spiel wurde nun immer härter. Gießen war durch Rühl nochmals erfolgreich. Kurz vor Schluß stellte Frankfurt den Sieg sicher. Die Frankfurter tragen nun am kommenden Sonntag mit Offenbach das Endspiel aus.

Kurze Sportnotizen.

Die vier Zwischenrundenspiele zur Deutschen Fußballmeisterschaft wurden zum 7. Juni wie folgt angesetzt: Kickers Offenbach gegen Werder Bremen in Frankfurt am Main; Schalke 04 gegen Straßburg in Gelsenkirchen; Blau-Weiß Berlin gegen VfB. Königsberg in Berlin; Vienna Wien gegen SC. Planitz in Wien.

Den Fußball-Aufstieg zur' Gauklasse Kurhessen hat sich der Bezirksmeister von Kassel,. Spvgg. Niederzwehren, durch einen 3:0-Sieg über TSG. Fritzlar gesichert.

Zur zweiten Handball-Vorrunde am 31. Mai ist jetzt alles klar. Im noch ausstehenden Treffen der ersten Vorrunde gewann die Kruppsche Tg. Essen mit 9:6 (5:2) Toren über den TK. Nip- pes-Köln. Essen trifft nun auf den Titelverteidiger Ordnungspolizei. Hamburg.

In den vier Zwischenrundenkämp- feu zur deutschen Hockeymeisterschaft blieben am Pfingstsonntag To. 57 Sachsenhausen, Etuf Essen, Wacker München und der Titelver­teidiger Berliner HC. siegreich. Der Tv. Sachsen­hausen gewann in Köln gegen den KHC. mit 6:0 (2:0), während Etuf, München und BHC. ihre Spiele jeweils nur mit 1:0 gewinnen konnten. Mün­chen siegte über die Tg. 78 Heidelberg erst in ver­längerter Spielzeit.

Frankfurts Schwimmer gewannen iy Frankfurt a. M. einen Acht-Städtekampf mit vierzig Punkten vor Darmstadt (31), Wiesbaden (27), Worms (23), Friedberg (17), Mainz (12), Gie - ß en (9) und Offenbach (5), während bei den Frauen Frankfurt mit 27 Punkten vor Offenbach (24), Darmstadt (17), Wiesbaden (15), Worms (12) und Gießen (4) siegte.

Der T v. Offenbach a. M. verteidigte in Kassel die deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Frauen-Florettfechten erfolgreich. Im Schlußkampf wurde der FC. Union Rodenstein Wien mit 12:4 besiegt.

Tennis-Städtekampf 3:3 in Budapest. Erfolgreicher als erwartet kämpfte die deutsche Ten­nismannschaft im Budapester Länderkampf um den Rornpokal gegen llngafn, den vorjährigen Gewin­ner der Trophäe. Der Länderkampf schloß mit einem Unentschieden von 3:3, einem Ergebnis, mit dem Deutschland unter den gegebenen Verhältnissen sehr zufrieden fein kann.

Deutschlands Radsportler gewannen in Wuppertal den Länderkampf gegen Italien auf der Bahn sicher mit 31,5 zu 21,5 Punkten. Den Hauptanteil am Sieg hatten die Dauerfahrer, die mit einem Punktverhältnis von 15:6 aufwarteten.

Millionen treten an.

Reichssportwettkampf der Hitler-Zngend.

Von der Kriminalpolizei Gießen wird uns mit» geteilt: Der in der Nacht zum 23. April gemeinsam mit dem inzwischen wieder feftgenommenen Siche­rungsverwahrten Paul Mertens aus der Siche- rungsanftalt Butzbach ausgebrochcne, 31jährige Schwerverbrecher Alfons Salewski konnte am 21. Mai durch die Gendarmerie Hochscheid (Hunsrück) bei seinem in Oberkleinich bei Hochscheid wohnhaften Schwager festgenommen werden. Bei seiner Festnahme führte Salewski fatsche Personal­papiere bei sich. Er wurde anschließend in das Ge­richtsgefängnis Bernkastel und von dort in das Gerichtsgefängnis zu Trier übergeführt. Am 25. Mai erfolgte seine Abholung und Einlieferung in das Polizeigefängnis in Gießen. Nach erfolgter Ver­nehmung über die auf der Flucht begangenen Straf­taten wird Salewski wieder nach der' Sicherungs­anftalt Butzbach zurückgebracht.

siebener SäNachtviebmarkt.

Auf dem gestrigen Gießener Schlachtoiehmarkt (Schlachtvieh-Verteilungsmarkt) in der Viehversteige­rungshalle Rhein-Main kosteten: Ochsen 40,5 Rpf., Bullen 44 bis 54, Kühe 28 bis 48, Färsen 39 bis 53, Kälber 32 bis 57 Rpf. je Vi kg Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende! Preise erzielt: Klasse a (150 kg und mehr)' 1,Ä RM., bl (135 bis 149,5 kg) 1,25, b2 (120 bis 134,5 kg) 1,25, c (100 bis 119,5 kg) 1,23, d (80 bis 99,5 kg) 1,15, ef (unter 80 kg) 1.11, gl (fette Specksauen) 1,25, i (Altschneider) 1,25, g2 (andere Sauen) 1,15, h (Eber) 1,15 RM. Marktverlauf: alles zu geteilt.

5'eßev^, -arfroreile

Gießen, 27. Mai. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, kg 1,80 RM. Matte 30 Rpf., Käse, das Stück 8 bis 9, Kartoffeln,

Eine starke Jugend ist der beste Garant für die Zukunft unseres Volkes. Auch im dritten Kriegs- sahr tritt deshalb die Hitler-Jugend zu ihrer gro­ßen, umfassenden Leistungsprüfung an, her sich "ach dem Willen des Führers jeder deutsche Junge und jedes deutsche Mädel einmal im Jahre unter» stehen muß. Der Reichssportwettkampf der Hitler- Jugend wird am 30. und 31. Mai durchgeführt. Vor der ganzen Nation wird die Jugend erneut ein Be­kenntnis ihrer Leistungsfähigkeit und Einfatzdereit- schaft ablegen.

Der Reichssportwettkampf, bestehend aus Lauf, Sprung und Wurf, führt am Samstag das Deut­sche Jungvolk und die Jungmädel auf die Plätze; am Sonntagvormittag treten die Hillerjungen, der BDM. und das BDM.-WerkGlaube und Schön­heit" zu der Leistungsprüfung an.

Jeder Junge und jedes Mädel kämpft im Einzel- kampf um die Siegernadel, und jeder Teilnehmer wird nach der 100-Punkt-Wertung des Reichssport­wettkampfes innerhalb seiner Altersstufe bewertet, wobei die Wertung zwischen den Altersstufen so ausgeglichen ist, daß die jüngeren Jahrgänge gegenüber den älteren nicht im Nachteil sind.

2öer 180 Punkte und darüber erreicht, wird zum Zeichen seiner erfolgreichen Teilnahme mit der Sie­gernadel ausgezeichnet. Der Schwerpunkt des Reichssportwettkampfes liegt jedoch in ferner mann­schaftlichen Wertung. Die besten zehn Jungen oder Mädel in einer Jungenmannschaft bei den Pimpfen,, einer Kameradschaft bei den Hillerjungen, einer Jungmädel, oder Mädelschaft kämpfen innerhalb

ihres Fähnleins, ihrer Gefoglschaft, Jungmädel» oder Mädelgruppe um die höchste Anerkennung, die vom Führer unterschriebene Mannschastsurkunde. Die beste Mannschaft jeder Einheit setzt den Reichs- sportwettkampf in gleicher Form bei den Bann- und Gebietsmeisterschaften fort.

Die deutsche Jugend tritt am 30. und 31. Mai wieder an, um sich freudig der vorn Führer gefor­derten Leistungsprüfung zu unterziehen. Das deut­sche Volk wird mit Vertrauen auf seine leistungs­starke und gesunde Jugend schauen und auf sie stolz sein. '

verdunkelungszeit:

27. Mai von 22.28 bis 4.40 Uhr.