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Vergeltungsangriffe für Lübeck und Rostock

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bet Nacht zum 26. 2t o ff o cf an. Die ausschließlich auf

Nachtangriff richtete sich gegen an der schottischen Ostküste.

Britische Bomber griffen in April erneut die Stadt Bombenwürfe erfolgten fast

schossen neun der anareifenden Bomber ab.

Oberleutnant Geißhardt errang gestern der Ostfront feinen 61. bis 67. Lustsieg.

den Weg. Die Tommies wissen noch nicht, wem Angriff gelten soll. Sie fühlen sich in Bath zu geborgen. Mit sausender Fahrt stürzen mir aus Höhe herunter!

Die ersten Leuchtbomben unserer Vorgänger

17 vom Muster huricane. Italienische Flugzeuge griffen am 23. April überraschend einen sowjetischen Flugplatz an und zerstörten neun feindliche Flug­zeuge am Boden.

In Nordafrika infolge schlechter Wetterlage nur geringe Aufklärungstätigkeit. Die Luftangriffe auf militärische Anlagen und Flugplätze der Insel Malta wurden bei Tag und Nacht fortgesetzt. Zahl­reiche Bombentreffer schweren Kalibers verursachten neue umfangreiche Zerstörungen.

3m Kanal stießen leichte Sicherungsslrcilkräfte der Kriegsmarine in der Nacht zum 24. April au feindliche Zerstörer und Schnellboote. Lin britischer Zerstörer wurde auf kurze Entfernung durch Artilleriefeuer beschädigt. Der Feind brach darauf das Gefecht ab. Am gestrigen Tage i-jofjcn deutsche Jäger über der Kanalküste in Luftkämpfcn mit starken britischen Zagdverbänden acht feindliche Flugzeuge ab.

Leichte deutsche Kampfflugzeuge griffen bei Tage Fabrik- und Versorgungsanlagen in Süd-England mit Bomben und Bordwaffen

Wohnviertel der Alt st ad t. Die Zivilbevöl­kerung hatte zahlreiche Verluste. Wertvolle Kultur­denkmäler und Wohlfahrlseinrichtungen wurden ver­nichtet. Störflüge britischer Flugzeuge führten nach Süddeutschland und in das Protektorat. Nachtjäger

der gut der

gegen. An der britifchen Küste tasten sich die ersten Scheinwerfer unruhig in die Höhe und weisen uns

Als der Führer abschließend seine grenzenlose Zu­versicht zu siegen erklärt und davon spricht, daß er Namen und Leben bedingungslos mit dem Schicksal des deutschen Volkes verbunden habe, erfüllen kosende Heilrufe minutenlang den Raum. Dann er­hebt sich der Reichsmarschall tu seiner Ansprache und fordert als Präsident des Reichstages die Abaeord- neten auf, ihre Zustimmung tu den vom Führer verlangten Rechten zu geben. Das Haus erhebt sich wie ein Mann von den Sitzen, und diese Zustim­mung ist erteilt. Neue Kundgebungen unterstreichen diesen Akt als^boltloses Bekenntnis tu Adolf Hitler. Hermann Göring bringt das Siegheil aus, in das die Lieder der Nation übergehen. Der Führer grüßt noch einmal nach allen Seiten und verläßt, gefolgt von feinen engeren Mitarbeitern, das Haus. Wenige Minuten später ist der Führer wieder von den jubelnden Kundgebungen der Berliner umbran­det, die ihm bis zur Reichskanzlei düs Geleit geben.

Heichsleiier von Schirach beim 3/R Sroßdeutschland

Berlin, 25. April. (DNB.) Der Reichsleiter für die Jugenderziehung der NSDAP, von Schirach besuchte aus Einladung des I.R.Großdeutschland", in dessen Reihen er im Westfeldzug gekämpft hatte, Teile des Regiments. Der Reichsleiter natym an einer Besichtigung teil, die der Kommandeur bei den r>erschiedenen Waffengattungen des Regiments im Gelände abhielt. Neu eingekleidet, mit neuesten Waffen ausgerüstet und ausgebildet mit den Erfah­rungen der Kämpfe im Osten, die jetzt in neue Karnp- fesort umgemertet wurden, hinterließen die Solda­ten einen hervorragenden Eindruck. Baldur von Schirach begrüßte wiederholt alte Regimentskame­raden aus dem Frankreich-Feldzug und zahlreiche HJ.-Fübrer, die wie er sich freiwillig zum Dienst bei dem I.R.Großdeutschland" gemeldet haben. Nach der Besichtigung richtete er an Offiziers uni) Unter-

Die englische Regierung soll in Kairo einen Schritt unternommen haben, um die ägyptische Regierung zu bewegen, die Errichtung einer Sowjetgesandtschaft in Kairo und eines sowjetischen Generalkonsulates in Alexandria zu bewilligen. Nahas Pascha mackste aber geltend, daß die muselmanischen Kreise des nahen'Ostens sich damit nickst abfinden würden und die Regierung zweifellos Angrifjen der Universität ei Azhar ausgesetzt sein werde, wenn sie den briti« schon Vorschlag annehme.

Auf Grund der Verordnung über die Verein* fachung und Vereinheitlichung der Organisation der gewerblichen Wirtschaft sind u. a. folgende Indu­strie- und.Handelskammern mit sofortiger Wirkung aufgelöst worden: Darmstadt, Friedberg, Gießen, Mainz, Offenbach und Worms.

..., 26. April. (PK.) In den idyllisch gelegenen Hotels und Gartenhäusern von.Bath haben hohe Stäbe der britischen Verteidigungs­kräfte ihr Quartier aufgefchlagen. Hier heckten sie auch die verbrecherischen Pläne aus, die zur Zer­störung unwiderbringlicher Kulturgüter in unseren Hansestädten Lübeck und R o st o ck und zur Terrorisierung ihrer Bevölkerung führten. Sie mein­ten damit, ihre Einsatzbereitschaft gegenüber dem bolschewistischen Bundesgenossen und dem Weißen Haus in Washington handgreiflich bewiesen zu hoben. Ihre Agitation überschrie sich in hohlen Phrasen über die bereits bestehende zweite Front, wie sie es schon einmal im Sommer des vergange­nen Jahres getan hatte und damit jämnicrlich Schiffbruch erlitt Unsere Kampfflugzeuge haben jetzt den geistigen Urhebern in rollenden Ber­ge l t u ng s a n g r i f fe n die Wirkung deutscher Bomben in die eigenen Häuser getragen und damit nicht nur manchen Verantwortlichen an solcher Kriegführung getroffen, sondern ihnen gleichzeitig den Beweis erbracht, daß Deutschland nicht gewillt ist ihrem Vernichtungswahn untätig zuzusehen.

Mit schweren Bombenlasten erhebt sich am späten Abend des 25. April eine größere Zahl deutscher Kampfflugzeuge und donnert über Dunstschichten und Wolkenbanke hinweg, dem befohlenen Ziele ent-

offiziere des Regiments eine Ansprache, in der er ein Bilid von der Wende der Zeit entwarf und allen Soldaten des Regiments die heilige Verpflichtung vor Augen führte, die feit der Stunde, in der ihnen der Führer den NamenGroßdeutschland" verlieh, ihr Leben und Schicksal bestimmt.

Zwei Ritterkreuzträger gnailen.

Berlin, 25. April. (DNB.) Der Kommandeur eines brandenburgischen Schützenregiments, Ritter­kreuzträger Oberstleutnant Erdmann, ist am 15.4.1942 bei einem Angriff gefallen. Durch seine hervorragende Tapferkeit hatte er wesentlichen An­teil an der raschen Inbesitznahme des wichtigen Wege- und Eisenbahnknotenpunktes Porchow. Ende Juni bahnte er der Division den Weg durch ein stark besetztes Wald- und Sumpfgelände.

Ferner ist der Kommandeur einer Infanterie- Division, Generalmajor Berthold, in den schwe­ren Kämpfen im mittleren Abschnitt der Ostfront den Heldentod gestorben. Nach dem raschen Durch­bruch durch die Grenzbefestigungen am Bug, nach schweren Kämpfen bei Sdaryi-Dychow, bei Rogat- chew und (Borne! war seinem unerschrockenen Ein- atz die Abwehr eines zahlenmäßig weit überlegenen Panzerangriffes des Feindes zu danken.

Bath in Flammen

Von Kriegsberichter (Günter Hoenicke.

Die Nikolaikirche in Rostock, die bei dem schändlichen Angriff britischer Bomber auf Wohn­viertel der Altstadt getroffen wurde. (Scherl-Bilderdienst, Berlin.)

scheinen das Gelände taghell! Unter uns zieht Avon-Fluß als ein silbernes Band durch die Land­schaft. Hier unten ist die große Schleife, in der das

Der Wehrmachiberichi vom Samstag.

DNB. Aus dem Führerhauplquarlier, 25. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

An der O ft f r o n t wurden örtliche Vorstöße des Feindes abgewehrt. Eigene Stohtruppunternehmen waren erfolgreich. Die Luftwaffe bombardierte mit guter Wirkung Hafenanlagen an der kaukasus- küfte und im Afowjchen Meer fowie rückwärtige Verbindungen der Sowjets. Bei den bereits gemel­deten Angriffen deutscher Kampfflugzeuge a u f Murmansk schossen begleitende Jäger in heftigen Lustkämpsen 18 feindliche Flugzeuge ab, darunter

Herz der Stadt liegt. Und nun flackern auch die ersten kleinen Brände auf. Plötzlich vor uns eine riesengroße Stichflamme, die uns mit ihrem grellen Hellrot in der Kanzel blendet. Eine hohe Wolke schießt von unten auf, gespenstisch beleuchtet durch die gierig um sich fressenden Flammen. Ein Gaso­meter in der Gasanstalt ist explodiert! Im Nu greift das Feuer um sich und breitet flackerndes Licht über die Stadt.

Wir gehen noch tiefer herunter. Unter uns sehen mir glühendes Häusergebälk. Qualm steigt auf und verdichtet sich zu einer schwarzen Wolke, die über der Stadt liegt. Es ist fast windstill. Wir -können die Straßen genau erkennen: Brand und Zerstörung wütet in ihnen! Unser Beobachter sucht in aller Ruhe ein n e u e 5 3 i e L Wir fliegen es an:Bom­benklappen auf--Los!--!" Bomben-

Mit dem Ritterkreuz ausgezeichnet.

Berlin, 25. April. (DNB.) Der Führer ver­lieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luft­waffe das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Oberleutnant Tratt, der als Flugzeugführer m einem Zerftörergeschwader bis Mitte März 1942 in schweren Luftkämpfen 20 Gegner abgeschossen hat, davon allein 12 britische Jäger. Im Feldzug gegen die Sowjetunion und auf zal eichen Tief- und Bombenangriffen hat er trotz stärkster Abwehr dem Feinde hohe Verluste zugefügt. Anfang März wurde durch fein kühnes Eingreifen ein starker sowjetischer Panzerangriff frühzeitig zerschlagen. Der Führer ver­lieh ferner das Ritterkreuz an Oberleutnant zur Lippe-Weißenfeld, der als Staffelkapitän in einem Nachtjagdgeschwader feine Staffel in un­ermüdlichen Einsätzen zu 119 Nachtjagdsiegen bei 21 eigenen Abschüssen geführt hat. Seinen zweiten Nachtjagdsieg errang er trotz eigener Verwundung und trotz Treffer in der eigenen Maschine. Drei­mal erzielte er den Abschuß mehrerer feindlicher Flugzeuge während eines einziges Einsatzes. Die hervorragendste Tat stellt der Abschuß von vier Maschinen in einer Nacht in einem Zeitraum von 52 Minuten dar.

schweren Kalibers fallen. Jetzt blitzt es dort unten auf, und wo vorher noch eben Dunkel herrschte, ist plötzlich Licht geworden. Die Bomben ind detoniert und haben getroffen. Neue Kampf­flugzeuge kommen heran, immer wieder blitzen Ex­plosionen auf. Eine Welle nach der anderen über­zieht diese Stadt mit Tod und Verderben. Bath wird diese Nacht des Schreckens in feiner Geschichte verzeichnen. Arn grünen Tisch der britischen Luft­waffe aber kann man sich nun einen Begriff machen von der Schlagkraft der deutschen Luftwaffe im Westen.

feti mib aus der Starke der eigenen Seele her- aus nach vorn neue Kraft auszuslrahlen. Es gab Tage, da war wirtlich die Gewalt des Elements fo groß, daß auch bei größter Tapfer­keit kaum ein Ausweg offen zu bleiben schien. Aber auch dann war es wieder der Führer, der mit starker Hand eingriff. Und wenn es gelang, die Truppen dorthin zu bringen, wo Durchbrüche abgeriegelt werden mußten, fo war auch dieses feiner Tatkraft zu danken.

Wenn der Führer vorhin sagte, er habe seit 1933 keine drei Tage zusammenhängenden Urlaub gehabt, so weiß das Volk, daß unserer Führer überhaupt keinen Urlaub gehabt hat, und daß er auch keinen haben kann, weil er immer und überall mit dem Schicksal seines Volkes verbunden ist. Wir wissen, daß das, was der Führer in diesem Winter durch- t stehen mußte, über das Menschliche bin5 ausgegangen ist und nur durch die Größe seiner Person und seines Charakters überhaupt be­wältigt werden konnte.

Das Vertrauen der Wehrmacht und das Ver­trauen des Volkes, das dem Führer schon immer gehörte, hat sich in diesem gewaltigen Ringen, wenn überhaupt noch möglich, weiter vertieft, und Volk und Wehrmacht setzen ihre Ehre darein, um dem Führer alles zu geben, was er zur Lösung seiner Aufgabe notwendig hat. Das Volk kennt die Weis­heit, die Gerechtigkeit, die Güte und die Größe und vor allen Dingen das Genie des Führers, und weil es davon überzeugt ist, fühlt es auch in sich die Pflicht, alles zu tun, um dem Führer zur Seite zu stehen. Die Männer des Reichstages aber als die Abgeordneten dieses Volkes fordere ich nun auf, mir folgende Feststellung zu bestätigen:

Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß der Führer in der gegenwärtigen Zeit des Krie­ges, in der das deutsche Volk in einem Kampf um Sein oder Nichtsein steht, das von ihm in Anspruch genommene Recht besitzen muß, alles zu tun, was zur Erringung des Sieges dient oder dazu beitragt. Der Führer muß daher ohne an bestehende Rechtsvorschriften gebunden zu lein in feiner Eigenschaft als Führer der Nation, als oberster Befehlshaber der Wehr­macht, als Regierungschef und oberster In­haber der vollziehenden Gewalt, als oberster Gerichtsherr und als Führer der Partei jederzeit in der Lage fein, nötigenfalls jeden Deutschen fei er einfacher Soldat oder Offi­zier, niedriger oder hoher Beamter oder Rich­ter, leitender oder dienender Funktionär der Partei, Arbeiter oder Angestellter mit allen ihm geeignet erscheinenden Mitteln zur Er­füllung feiner Pflichten anzuhalten und bei VerleKung dieser Pflichten nach ge­wissenhafter Prüfung ohne Rücksicht auf soge­nannte wohlerworbenen Rechte mit der ihm ge­bührenden Sühne zu belegen, ihm im beson­deren ohne Einleitung vorgeschriebener Ver­fahren aus feinem Amte, aus feinem Rang und feiner Stellung zu entfernen.

DaK dem fo ist, bitte ich Sie, Abgeordnete des deutschen Volkes, als die berufenen Vertreter der deutschen Nation durch Erheben von Ihren Sitzen dem Führer ausdrücklich zu b cf tätigen. (Die Abge­ordneten haben sich von ihren Plätzen erhoben.) Ich stelle hiermit fest, bah der Reichstag die vom Führer in feiner heutigen Rede in Anspruch genommenen Rechte einmütig b e ft ä ti g t und nach meinem Vorschlag beschlossen hat.

Mein Führer!

Es gibt feine Grenzen des Vertrauens, aber auch frme ^"rnen der Liebe unseres Volkes zu Ihnen. Mein Führer! Nachdem Sie unser Schicksal in diesem schwersten aller Winter aemeistert haben, stebt ietzt ge- feftioter denn je das deutsche Volk und seine Wehrmacht vor Ihnen, unter Ihrer Führung weiter zu kämpfen und alle--, auf sich zu nehmen. Der deutsche Arbeiter in der Rüstung, Mann und Frau draußen auf dem Lande, ieder wird sein Aeußerstes geben, um Ihnen die Waffen tu liefern, die sie benötigen bzw. um die Ernähuna für das deutsche Volk zu sichern und so­mit die Grundlage für den Kampf zu schaffen. Die Wehrmacht aber wartet darauf. Ihre weiteren Be­fehle zu empfangen. Die Kämpfer braunen, brennen voll Kampfesmut. frei von den Hindernissen der Elemente, dem Gegner Zetzt wieder ans Leder zu gehen und die Ueberfegenheit unserer Waffen, un- sers Kämvfertums und unserer Führung zu bewei- ftn. Stärker und härter denn je zuvor werden Heer, Marine und Luftwaffe der genialen und heroischen Führung ihres obersten Fekdherrn folgen, heilst überzeugt, daß dieser Angrist zum größten Siege werden wird, ein Sieg, der Deutschland zu der Größe führen wird, die durch die einmalige Versönlichkeit unteres Führers gea-ben ist. Unter Führer und oberster Kriegsherr: Sieg Heil! Sieg

Unter -em Eindruck des Vergeltungsangriffes.

Stockholm, 27. April. (DNB. Funkspruch.) Der Angriff auf Bath hat seine Wirkung auf die Engländer nicht verfehlt. Reuter erklärt, Wohn­viertel in Bath haben schwere Schäden erlitten. Der Angriff währte mit Intervallen mehrere Stun» d en lang. Den Obdachlosen wurde in besonderen Heimen Unterkunft gewährt. Brände wurden durch Brandbomben hervorgerufen, und Häuser wurden durch Sprengbomben vollständig zerstört. Die Zahl der Opfer ist ziemlich hoch. Rettungsabteilungen uchen noch immer unter den Trümmern, weil viele Bersonen vermißt werden. Zu den beschädigten Häusern gehören auch eine Kirche und ein Kino.

General Giraud aus deutscher Kriegs­gefangenschaft geflüchtet.

Berlin, 25. April. (DNB.) Der französische General Giraud, der sich in deutscher Kriegs­gefangenschaft befand, ist aus der Festung König- tein geflüchtet. D^m General war wegen seines Gesundheitszustandes größere Bewegungsfreiheit ge­währt worden. Er machte sich dieses Entgegenkom­men zunutze und entfloh. Ieder, der dem entflohenen General bei seiner Flucht behilflich ist, wird mit dem' Tode bestraft. Für die Ergreifung des Generals irib RM. 100 000 Belohnung ausgesetzt. Der Neneral Giraud ist 1,82 bis 1,85 m groß, schlank, hat graue Haare und grauen Schnurrbart und spricht Deutsch mit französischem Akzent. Sachdien­liche Mitteilungen nimmt jede Wehrmacht- und Polizeidienststelle entgegen.

Englands Sorgen in Burma

S t o ck h o l m, 26. April. (Europapreß.) Die Lage in Burma bereitet augenblicklich in London mehr Sorge als irgendein anderer Kriegsschauplatz. Das schnelle Vorrücken der japanischen Truppen im Tale des Salwin hat in London zu der Auffassung ge­führt, daß die Hauptkrise in den Kämpfen um Bur. ma nun vor der Türe stehe. Man glaubt in London, daß die Alliierten versuchen werden, mit ihren Trup­pen südlich von Mandalay einen Halbkreis zu bil­den, um dort den Japanern die entscheidende Schlacht zu liefern. Immerhin hält man.es auch für möglich, daß der Widerstand bis zum Eintritt der Regenzeit, Mitte Mai, noch züfammenbrechen konnte.

Aeußerst besorgt äußert sichNew Port Times" über das Schicksal von Tschungkingchina, falls Ja­pan die Schlacht um Burma gewinnen und damit die Verfügung über die Burmastraße erringen sollte. Diese habe bereits stark an Wert für die militärische Widerstandskraft Tschiangkaischeks nach der Erobe­rung Südburmas und der Besetzung seiner Häfen durch die Japaner eingebüßt. Wenn Japan auch noch Zentral- und Nordburma besetzen sollte, werde die Burmastraße völlig wertlos. Es bliebe zwar noch eine Versorgungsmöglichkeit Tfchungkings über Karawanenwege an der indischen Grenze, auf dem Luftwege oder mittels schwieriger Transporte über Sowjetrußland übrig, doch wäre der Verlust der Burmastraße ein katastrophaler Schlag für Tfchungking. Japan wolle offenbar China über Burma ausfchalten, denn dann beherrsche es den größten Teil des asiatischen Raumes und habe feinen Angriff mehr zu befürchten. China sei nämlid) die einzige kontinentale Basis, von her aus die Alliierten Japan selbst angreifen föhn­ten.

Oie USA. bauen Straßen in Tlicaragua

Lissabon, 25. April. (Europapreß.) Die nord- amerikanische Regierung plant den Bau einer die Atlantikküste mit der Pazifikküste verbindenden Straße nach Nicaragua. In einem Abkommen zwi­schen den USA. und Nicaragua ist vorgesehen, daß die USA. zwei Drittel der Baukosten und des Ma­terials tragen. Im übrigen sieht das Abkommen einen USA.-Kredit für Nicaragua in Höhe von 5 000 000 Dollar vor. Schließlich erklären sich die U©21. bereit, die Gummiproduktion Nicaraguas aufzukaufen.

Meine politische Nachrichten.

Die Regierung der Südafrikanischen Union hat beschlossen, die diplomatischen Beziehungen zu der französischen Regierung abzubrechen.

an. Als Vergeltung für wiederholte englische Luft­angriffe auf deutsche Städte wurde die Stadt Exeter an der englischen Südküste mit guter Wirkung bom­bardiert.

Britische Bomber griffen in der Nacht zum 25. April Wohnviertel in Rostock an. Die Zivilbe­völkerung hatte Verluste an Toten und Verletzten. Eine Anzahl von Wohnhäusern, Kulturstätten und Wohlfahrtseinrichtungen wurde zerstört oder be­schädigt. Zwei der angreifenden Bomber wurden ab- gefchossen.

Unteroffizier Rudolf Müller errang in Lust­kämpfen bei Murmansk an einem Tage fünf Luft- siege.

Oer Wehrmachtbencht vom Sonntag.

DNB. AusdemFührerhauptquartier, 26. April. Das OKw. gibt bekannt:

An der Ostfront wurden eigene örtliche An­griffe und Stohtruppunternehmungen mit Erfolg durchgeführt. Vereinzelte feindliche Angriffe scheiter­ten. Kampfflugzeuge bombardierten tagsüber kriegs­wichtige Anlagen in Leningrad und Noworoffijfk sowie an der Kaukasusküste. 3n Lappland wehr­ten deutsche und finnische Truppen stärkere feindliche Angriffe unter hohen Verlusten für den Gegner ab. In der Zeit vom 11. bis 25.April verloren die Sowjets 312 Flugzeuge; davon wurden 214 in Luftkämpfen und 35 durch Flakartillerie ab- gefchofsen, der Rest am Boden zerstört. Während der gleichen Zeit gingen an der Ostfront 36 eigene Flugzeuge verloren.

3n Nordafrika warfen deutsch-italienische Truppen britische Aufklärungskräfte zurück. Die Ha­fenanlagen von Tobruk wurden mit guter Wirkung bombardiert. Begleitende deutsche 3äger schossen acht britische Flugzeuge ab. Deutsche Kampfflugzeuge griffen in der letzten Nacht einen britifchen Flug­platz am S u e z k a n a l an. Rollende Luftangkiffe wurden während des ganzen Tages mit starker Wir­kung gegen Kasernen und Barackenlager der 3 u f e l Malta geführt.

Leichte deutsche Kampfflugzeuge verfenkten am gestrigen Tage vor der 3nfel Wight drei briti­sche Handelsschiffe mit zusammen 10 000 BRT. Britische Bomber, die im Laufe des gestrigen Tages unter starkem 3agdschuh die Küste der be­setzten Gebiete anflogen, wurden von deutschen- gern gestellt. 3n heftigen Luftkämpfen und im Ab­wehrfeuer der Flakartillerie verlor der Feind 1 9 Flugzeuge.

Zur weiteren Vergeltung für die britifchen Luft­angriffe auf Wohnviertel deutscher Städte griffen starke Kampffliegerverbände in der letzten Nacht zum Teil aus niedrigen höhen die füdenglifche Stadt Bath mit vernichtender Wirkung an. Ein weiterer

Eine Woche zwischenstaatlicher Kulturarbeit fand ihren Auftakt in einem Empfang im Münchener Künstlerhaus, bei dem der bayerische Ministerprä­sident und Präsident der Deutschen Akademie, Sie­bert, und Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner über die geistigen Beziehungen Deutschlands zu den befreundeten Nationen sprach.

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Das Amt Berufserziehung und Betriebsführung der DAF., das in allen Gauen Ein- bzw. Um­schulungsmaßnahmen für die Kriegsversehrten durchführt, hat in Frankfurt a. M. ein Internat geschaffen, in dem kriegsversehrte Männer, die nicht am Ort wohnen oder einen langen Anmarschweg haben, aufgenommen werden, so daß sie die Kurse bequem besuchen können.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter bei HanpkjchrlftteilerL: Ernst Blumschetn. Verantwortlich für Politti und Silber: Dr. Fr. W. Lange; für das Feuilleton: Dr. HanS für Stadl Gießen, Provinz, Wirtcchast und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerel R. Lange K. ®. Verlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamann; Anzeigen lei ter: Hans Beck.

AnzetgeupretLltste Stic. 6.