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Heute gibt es nur noch Pflichten

und

Oie Gchlußanfprache Hermann Görings. Oie Entschließung des Reichstags

r u n f t, in miet Ge-

Anerkennung für das Durchhalten in dieser Gefahr gezollt hat, so weiß das Volk doch, das darf ich wohl sagen, wem es vor allem aber die Ueber- windung dieser Gefahr zu danken hat. Niemals wohl waren die Liebe und der Dank des ganzen deutschen Volkes, aber auch der der Männer drau­ßen stärker und gewaltiger dem Führer zugewandt als in diesen Zeiten. Denn wenn auch nicht jeder einzelne sah und sehen konnte, wie der Füh­rer solch schweres Schicksal meisterte, so haben wir seine Mitarbeiter, dies um so stärker erlebt, und wir dürfen es heute bekennei,:

Wenn heule die Front im Osten steht und wenn wiederum zum starken Angriff übcrgc gangen werden kann, so ist dieses Wunder nächst der Tapferkeit der Truppen einzig und allein das Verdienst unseres Führer gewesen.

Nachdem nunmehr der Führer das Schicksal ge­meistert hat, darf ich es aussprechen, welch eine seelische Kraft notwendig war, um die täglich hereinbrcchenden grimmen Nachrichten durchzu- stehen, immer wieder neue Entscheidungen zu treffen, immer wieder ein;ngreifen und zn Hel-

ordert eine kongeniale Einstellung auch bei den- enigen, die vom Volke selbst berufen sind, seine Interessen wahrzunehmen. In dieser Zeit gibt es keine selbstheiligen Erscheinungen mit wohlerworbe­nen Rechten, sondern wir alle sind nur gehorsame Diener an den Interessen unseres Volkes.

Meine Abgeordneten? Männer des Deutschen Reichstages!

Wir haben eine gewaltige Winterschlacht hinter uns. Es wird die Stunde kommen, da sich die Fron­ten wieder aus ihrer Erstarrung lösen werden und dann soll die Geschichte entscheiden, wer in diesem Winter gesiegt hat: der Angreifer, der seine Men- chenmassen idiotisch opferte oder der Verteidiger, der einfach feine Stellung hielt. Ich lese in diesen Wochen fortgesetzt von den gewaltigen Drohungen unserer Gegner. Sie wissen, daß ich meine Aufgabe viel zu heilig und ernst nehme, um jemals leicht­fertig zu sein. Was Menschen tun können, um Ge­fahren vorzubeugen, das habe ich getan, und werde ich auch in Zukunft tun. Und wie weit unsere Vor­bereitungen für die Ueberwindung dieser Gefahren genügende sind, wird die Zukunft erweisen. Die großen Feldherren Englands und der USA. jagen mir weder Furcht noch Schrecken ein. In meinen Augen besitzen Generale wie MacArthur keines­wegs, wie die britische Presse glaubt, hinreißende sonoern höchstens ausreißende Fähigkeiten. Wie ich überhaupt die Genügsamkeit meiner Gegner be­wundere in der Anlegung des Maßstabes für die Größe ihrer eigenen Erfolge oder ihrer Person.

Sollte sich aber in England der Gedanke, den Luftkrieg gegen die Zivilbevölke­rung mit neuen Mitteln weiterzuführen, durch­setzen, dann möchte ich schon jetzt vor aller Welt folgendes festftellen: Herr Churchill hat im Mai 1940 mit diesem Krieg begonnen. Ich habe vier 'Monate lang gewarnt und gewartet. Es kam dann die 3cif, in der ich gezwungen war, zu handeln. Der für diese Art von Kampf allein Verantwortliche begann zu jammern. Auch jehtiftmeinWartennicht Schwäche. Möge dieser Mann nicht wieder klagen und wimmern, wenn ich mich nun gezwungen sehen werde, eine Antwort zu geben, die sehr viel Leid über sein eigenes Volk bringen wird. Ich werde von jetzt ab wieder Schlag auf Schlag veraelten, bis dieser Verbrecher

Soldaten.

Es erfüllt mich mit großem Stolz und tiefer Be­friedigung, daß sich nunmehr die Erziehung unseres Volkes durch den Nationalsozialismus immer stärker

machen. Es war daher für uns eine Erlösung, als sich das tapfere japanische Volk entschlossen, den un­verschämten Provokationen dieses Geisteskranken so zu antworten, wie man es allein vor dem eigenen Volke und der Weltgeschichte verantworten kann. Damit wurde endlich auch der deutschen U-Boot- Waffe der Ozean im weitesten Maße des Wortes freigegeben. Und wenn die britisch-amerikanische Presse auch jede Woche von neuen Erfindungen - faselt, die zur unrettbaren Vernichtung der U-Boote führen werden, so ist dies ebensowenig neu, wie es umgekehrt auch nicht neu ist, daß sich die deutschen und unsere verbündeten U-Boote und ihre Waffen von Jahr zu Jahr verbessern.

was die deuifche Marine trotz ihrer zahlen­mäßigen Kleinheit getan Hal. überragt weitaus das, was unsere um so viel größere im Welt­kriege zu leisten fähig war. Wie unsere U-voote aber wirken können, das wird sich von Monat zu Monat mehr erweisen. Denn entgegen der weinseligen Behauptung Churchills im Herbst 1939 vom Ende der deutschen U-Boote kann ich ihm nur versichern, daß ihre Zahl nach einem festen Rhythmus vonMonatzuMonatwächst, und daß sie heute bereits die höchftzahl der U-Boote des Weltkrieges weit hinter sich gelassen hat.

ken wir einem Todesmul und einer Einsatzbe­reitschaft zahlloser namenloser Helden, die als unvergängliche Ruhmestat in der Geschichte unseres Volkes weiterleben wird.

Es würde ein großes Unrecht fein, wollte ich am heutigen Tage nicht auch derer gedenken, die mit uns oas gleiche Leid geteilt haben, lieber unsere finnischen Waffengefährten zu sprechen, ist kaum nötig. Sie silld so hervorragend und vor allem auch so erfahren in diesem Kamps, daß sie schlechterdings nur immer a l s Vorbilder gelten dürfen. Sic besaßen vor allem die große Ruhe gegenüber ein­gebrochenen oder durch gesickerten russischen Verbän­den. Indem sie.vorne ihre Reihen schlossen, began­nen sie mit der Vernichtung der hinter ihrem Rük- ken operierenden Bolschewisten. Wenn ich aber nun vom Norden beginne, dann muß ich weiter die Sol­daten einer Division nennen, die aus dem Süden Europas stammen und die am Ilmensee alles das mitgemacht haben, was yon unseren eigenen Män­nern gefordert werden mußte! Wenn die spa­nische Division dereinst in ihre Heimat zurück, kehrt, werden wir ihr und ihrem tapferen General kein anderes Zeugnis ausstellen können, als die Amrkennung der Treue und Tapferkeit bis in den Tod! Diese gleiche Wertung gebührt aber auch all d-n anderen Verbänden, sowohl den ungarischen vis den 11 o m a t i j d) c n und kroatischen Ver-

mus zu ersparen, d. h. also, um ihre Frauen Kinder zu schützen. Ich werde von jetzt ab in diesen Fällen eingreifen und Richtern, die er- ichtlich das Gebot der Stunde nicht erkennen, ihres Amtes entheben. Was der deutsche Soldat, der deutsche Arbeiter, der Bauer, unsere Frauen in Stadt und Land, was Millionen unseres Mittelstandes usw. leisten und an Opfer bringen, alle nur in dem einen Gedanken an den Sieg,

auszuwirken beginnt. Trotzdem die Partei selbst die weitaus große Masse nicht nur ihrer Anhänger, sondern auch ihrer'Führer an den Fronten hat, Mil­lionen Männer der politischen Organisation, der SA., der NSKK. usw. als Soldaten ihrer Pflicht gehorchen, wirkt sie in ihrer Führung wahrhaft bei­spielhaft. Nicht nur der oft schwer bedrängten Hei­mat Hilst sie durch ihre Organisationen, der Ar­beitsfront und der Nationalsozialistischen Volkswohl­fahrt usw., sondern auch den Soldaten im Felde.

Mein Ausruf zur Wollspende hat es er­möglicht, in kürzester Frist, verbunden mit melen organisatorischen Verbesserungen des Nachschubs, der Truppe eine vor allem wärmere Ausrüstung zu geben, als dies vordem geschehen war. Es darf uns daher alle gemeinsam und dies spreche ich m diesem Augenblick besonders für den Soldaten in vorderster Linie aus eine stolze Empfindung er­füllen: Wir haben ein Schicksal gemeistert, das einen anderen vor 130 Jahren zerbrochen hat. Die Prü­fung, die dieser Winter aber für Front und Heimat brachte, soll für uns alle auch eine Lehre sein. Rein organisatorisch habe ich jene Verfügun­gen getroffen, die notwendig sind, um von vorn­herein einer Wiederholung ähnlicher Notstände vor­zubeugen. Die Deutsche Reichsbahn wird in dem kommenden Winter, ganz gleich, wo er uns findet, ihrer Ausgabe besser gerecht werden als im ver­gangenen. Don den Lokomotiven angefangen bis zu den Panzern, Traktoren, Zugmaschinen und Last­kraftwagen wird das Heer im Osten besser gerüstet sein. Für den einzelnen Mann aber wird, selbst wenn sich eine solche Naturkatastrophe wiederholen sollte, aus Erfahrung und Arbeit kein ähnlicher Zustand mehr entstehen, wie wir ihn er­lebten. Daß ich entschlossen bin, hier alles zu tun, um diesen Aufgaben gerecht zu werden, werden Sie, | meine alten Mitkämpfer, nicht bezweifeln.

Wir müssen dem Führer alles geben, was er notwendig Hal."

Reichsmarschall, die Feldmarschälle und Admirale und Generalobersten und die zahlreichen anderen Führer an den Fronten, dann sehe i ch m i t stärkster Zuversicht in die Z i. ' der nicht Possenreißer, sondern M ä schichte machen werden. Der Kamps im Osten wird seine Fortsetzung finden. Der bolschewistische Koloß wird von uns solange geschlagen werden, bis er zertrümmert ist. Gegen England selbst aber kommt zunächst als erstes die d e u t s ch e U-Boot- waffe immer mehr zum Tragen. Herr Churchill hat bereits im Herbst 1939, nachdem er fast jeden Tag ungefähr 10 U-Boote versenkt hatte, dem eng­lischen Volk versichert, daß er der U-Bootgefahr Herr geworden fei. Nun will ich ihm heute ver­sichern, daß diese Gefahr eher noch seiner Herr wer­den wird. Ich habe es schon an anderer Stelle ge­sagt, daß die Lähmung des deutschen U-Bootein­satzes im vergangenen Jahr ausschließlich dem Be­streben zuzuschreiben war, jeden denkbaren Anlaß zu einem Konflikt mit Amerika zu vermeiden. Dies konnte aber nicht verhindern, daß der Präsident der amerikanischen Union von seinen jüdischen Auf­traggebern getrieben, durch immer neue Maßnah­men versuchte, die deutsche Kriegführung einzuengen und uns durch das Mittel völkerrechtswidriger Dekla- rationen den U-Boot-Krieg überhaupt unmöglich zu

innerung die Tatkraft schwächlicher Naturen zu lähmen imstande ist. .

Die Hauptlast des Kampfes lag nun beim i £>cet und den mit ihm verbündeten fremden verbänden. Ich habe es daher als meine Ehrenpflicht angesehen, in diesem Augenblick meinen Namen mit dem Schicksal j derArmeezuverbinden. Ich fühle mich als Soldat so sehr verantwortlich für die Füh­rung dieses Kampfes, daß ich es für nnerlräg- i Nch gehalten hätte, in dieser schwersten Stunde nicht mit meiner Person vor all' das zu treten, was die Vorsehung mit uns vorzuhaben schien. Daß es nun gelungen ist, die drohende Kata­strophe restlos zu meistern, verdanke ich m erster und ausschließlicher Linie der Tapferkeit und Treue und der unmenschlichen Leidensbe­reitschaft unserer braven Soldaten. Sie allein haben es mir ermöglicht, eine Front zu halten, gegen die der Gegner Hekatomben von Wen- schen anzusehen begann.

Monatelang rannten immer wieder neue, raum lUsaebUbetc Massen aus den Weiten Innerastsns Q>er des Kaukasus gegen unsere Linien an, die be- bnders nachts nur stützpunktartig gehalten werden -nnnten. Denn es ist unmöglich, bet 30, 40 oder nehr Grad Kälte im freien Felde ohne Deckung n< liegen. Wenn der Russe nun seinerseits trotzdem -»wischen diesen kaum befestigten Orten m immer icueit Angriffswellen durchstieß oder durchsickerte, Sann geschah es unter Opferung von hun­derttausend en und aber hunderttau - enden von Menschen. Das Problem, das m üefer Zeit uns aber am meisten bebrudte war das )es Nachschub s. Denn weder der deutsche Mensch wch der deutsche Panzer, aber auch leider nicht un- ere deutsche Lokomotive waren für Kältegrade dop > er eitet, wie sie uns überfallmäßig nun getroffen laben Und doch hing von der Aufrechterhaltung unseres Nachschubs Sein oder Nichtsein der Armeen ab. Sie werden es daher verstehen und sicher bil­ligen, daß ich in dem einen oder anderen tfaH rück­sichtslos und hart zugegriffen habe um unter Em- lak der grimmigsten Entschlossenheit einem Schick­sal Herr zu werden, dem wir sonst vielleicht hatten erliegen müssen. Denn, meine Herren Abgeordneten, als im Jahre 1812 die napoleonischen Armeen von Moskau zurückfluteten und endlich aufgerieben wur­den, lag die tiefste Kälte ^twa um 25 Grad unter Null. In diesem Jahr aber war der tiefste Kälte­grad den wir an einer Stelle an der Ostfront ge­messen hatten, genau 52 Grad unter Null

Wenn ich zusammenfassend nun zu den Leistungen der Truppe selbst Stellung nehme, dann kann ich nur sagen, sie haben alle ihre Höch ste Pflicht acta 'n. An der Spitze aber steht sicher wieder d i e deutsche 3it f an te r iTausende von Kilome­tern Märsche hinter sich, nach Angriff auf Angriff, befanb sie sich fast plötzlich über Nacht einem Winter gegenüber, den sie in dieser Form weder geahnt, geschweige denn je erlebt hatte. Wir alle kennen die lähmende Wirkung auf den Körper, die Kälte wirkt einschläfernd und tötet ihn dadurch schmerzlos. Daß in den kritischen Wochen dieses Schicksal uns erspart blieb, verdanken wir der übermenschlichen Leistungs­fähigkeit und Willensstärke nicht nur dieser Sol­daten, sondern vor allem auch der Unteroffiziere, Offiziere, bis herauf zu jenen Generalen, die in Er­kenntnis der drohenden Gefahr mit höchstem Ein­satz ihres eigenen Lebens die Männer immer wieder c'mporrifssn und zu jener geschworenen Gemeinschaft formten, die heute wohl das Beste ist, was jemals als Soldat das deutsche Volk sein eigen nannte.

Wenn ich von .dieser Infanterie spreche, dann möchte ich heute aber auch zum ersten Male beson­ders hervorheben die stets gleiche und vorbildliche Tapferkeit und Härte meiner ^-Divisionen und ---Polizeiverbände. Ich habe sie von vorn­herein als eine unerschütterliche Truppe angesehen, gehorsam, treu, und tapfer im Krieg, wie sie im Frieden zu sein gelobt hatte. In den Reihen dieser Infanterie aber kämpften genau so der Panzermann und Panzerjäger, der Pionier und Kanonier, der Nachrichtenmann und nicht zuletzt die Fahrer un­serer Kolonnen. Sie alle haben den Dank der hei-

In seiner Schlußansprache erklärte der Reichs­tagspräsident Reichsmarschall Hermann Goring.

Mein Führer!

Männer des Deutschen Reichstags!

Wiederum eine Reichstagssitzung! Die Bedeutung der Einberufung des Deutschen Reichstags ist schon historisch geworden. Wenn wir nun diese Sitzungen des Deutschen Reichstags vergleichen mit jenen des englischen Unterhauses, dann wird jeder am deutlichsten und klarsten verstehen, von welchen ge­waltigen Dingen hier gesprochen wird und mit welchen Phrasen und Lügen in geheimen Sitzungen dort ein aller, gewitzter Parlamentstaktiker das Mißtrauen seines Volkes von sich abzulenken ver- t Unsere Reichstagssitzungen sind geschichtliche Marksteine in der Entwicklung unseres Volkes. Jedesmal am Abschluß einer Epoche und om Be­ginn neuer Ereignisse gab der Führer dem deutschen Volk einen Rechenschaftsbericht, wie er gewaltiger nicht sein konnte. Wenn wir zurückdenkeli an Die Sitzung nach der Vernichtung Polens, an die Reichstagssitzung nach den großen Ereignissen im Westen, dann weiterhin an die Sitzungen nach den

Ich erwarte dazu allerdings einiges: daß mir die Nation das Recht gibt, überall dort, wo nicht bedingungslos im Dienste der grüßten Aufgabe, bei der es um Sein oder Nichtsein geht, gehorcht und gehandelt wird, soforteinzugreifen und dementsprechend selbst handeln zu dür­fen. Front und Heimat. Transportwesen, Ver­waltung und Justiz haben nur einem einzigen Gedanken zu gehorchen, nämlich dem der Er­ringung des Sieges. Es kann in dieser Zeit keiner auf seine wohlerworbenen Rechte pochen, sondern jeder muß wissen, daß es heute nur Pflichten gibt. Ich bitte deshalb den Deutschen Reichstag um die aus­drückliche Bestätigung, daß ich das gesetzliche Recht besitze, jeden zur Erfüllung feiner Pflich­ten anzuhalten bzw. denjenigen, bet feine Pflich­ten nach meiner Ansicht und gewissenhaften Ein­sicht nicht erfüllt, entweder zur gemeinen Kassation zu verurteilen ober ihn aus Amt und Stellung zu entfernen, ohne Rücksicht, was er auch sei oder welche erworbenen Rechte er be­sitze, und zwar gerade deshalb, weil es sich unter Millionen Anständigen nur um ganz wenige einzelne Ausnahmen handelt. Denn über allen Rechten auch dieser Ausnahmen fleht heute eine einzige gemeinsame Pflicht.

Es interessiert mich daher nicht, ob ^während der jetzigen Notzeit in jedem einzelnen Fall bei Be­amten ober auch bei Angestellten Urlaub gewährt werden kann oder nicht, und ich verbitte mir auch, daß dieser Urlaub; der nicht gegeben werden kann, etwa aufgerechnet wird für spätes Zeiten. Wenn überhaupt jemand das Recht besäße, Urlaub zu verlangen, dann wäre das in erster Linie nur unser Frontsoldat, und in zweiter Linie der Arbeiter oder die Arbeiterin für b i e Front. Und wenn ich nun nicht in der Lage war, seit Monaten der Front im ganzen diesen Urlaub zu geben, dann komme mir keiner zu Hause mi einem sogenanntenwohlerworbenen Recht" au Urlaub in irgendeinem Amt. Ich selbst bin berech­tigt, das abzulehnen, weil ich was diesen Per- önlichkeiten vielleicht nicht bekannt sein wird selbst seit dem Jahre 1933 noch keine drei freien Tage als Urlaub für mich in Anspruch genommen

irrat verdient.

Die Luftwaffe hat mit heroischem Einsatz die­sen braven Soldaten immer und immer wieder ge­holfen, und zwar nicht nur durch ihre heldenmüti­gen Jäger und.Kampfflieger, Aufklärer und Beo­bachter und Transportflieger, sondern auch dort, wo es notwendig war, durch Flak- und Luftwaffen­bataillone, die im Erd kämpf ihre Flugplätze und endlich auch besonders bedrohte Frontabschnitte un­verrückbar schützten. Bautruppen der Organi­sation Todt und Standarte Speer halfen in grimmiger Kälte mit, die Adern des Verkehrs immer wiäer von Störungen zu befreien und die Verkehrswege selbst wenn notwendig mit ih­rem eigenen Blute gegen Partisanen zu verteidigen. Männer des A r b e i t s d i e n st e s fochten abwech­selnd bald mit dem Spaten und bald mit dem Ge­wehr. Uebermenschliches wurde gefordert von Sa­nitätsoffizieren und -Unteroffizieren, den Krankenträgern, Krankenwärtern, und vor allem von den Schwestern des Deutschen Roten Kreu­zes und der NSV. Eisenbahnpioniere stell­ten immer neue Linien, Drücken und Uebergänge fertig m einer Zeit, da der Stahl oft so spröde war, daß Schienen durch das bloße Befahren zu zer­springen drohten. Uebermüdet hat das Zug- und Rangie rpersonal versucht, den Kameraden an der Front zu helfen. Denn es gab eine Zeit, da hing alles oft von einzelnen Strecken und'Zügen ab.

Daß dies gemeistert werden konnte, verdau-

fällt und fein Werk zerbrichte.

Wenn ich auf die Welt blicke, die wir verkör­pern und auf alle die Männer, mit denen ich das Glück habe, befreundet oder verbündet zu fein, wenn ilb weiter sehe auf die Schar meiner politischen Führer im Reiche, auf meine Reichsleiter, Gauleiter, Reichsstatthalter, Generalgouverneure, Reichskom­missare, auf meine Minister usw., auf meinen

Ininbefcn, sie haben in höchster Tapferkeit und Zu­verlässigkeit ihre Aufgabe erfüllt. Die drei italie­nischen Divisionen sind den ganzen Winter über trotz einer für sie besonders schmerzhaften Käste geblieben, wo sie waren. Auch bei ihnen ist dank ihrer Tapferkeit jeder russische Einbruch zum Schei­tern verurteilt gewesen. Das gleiche gilt für die tapferen.Soldaten der verbündeten rumänischen Armee unter dem Befehl ihres Marschalls Anto- nescu. Wie überhaupt in der ganzen Front ein all­mähliches Zusammen schmelzen der verschie- be-nften europäischen Völker bemerkbar ist gegenüber dem gemeinsamen Todfeind. Dies betrifft nicht nur die germanischen Freiwilligen in den ff* Verbänden, sondern auch die belgischen und französischen Teilnehmer an diesem gemein­samen Einsatz. Ja sogar Litauer, Letten und Esten, Ukrainer und Tataren beteiligten sich am Kampf gegen den bolschewistischen Welt­feind. Auch die Luftwaffen unserer Verbün­deten haben angefangen von den Finnen bis zu den italienischen Jägern dem Feinde schwere Verluste zugefügt. Bei diesem gewaltigen geschichtlichen Er­folg war es notwendig, nur in ganz wenigen ein­zelnen Fällen von mir einzugreifen. Nur dort, wo die Nerven brachen, der Gehorsam versagte oder mangelndes Pflichtbewußtsein bei der Meisterung der Aufgaben in Erscheinung trat, habe ich harte Entscheidungen getroffen, und zwar traft des sou­veränen Rechtes, das ich glaube, von meinem deut­schen Volke hierfür betommen zu haben.

Daß mich in diesem Kamps die Heimat unterstützte, danke ich hier nicht nur in meinem eigenen, sondern vor allem im Namen unserer

Ebenso erwarte ich, daß di e deutsche I u st i z versteht, daß nicht die Nation ihretwegen, sondern daß sie der Nation wegen da ist, d. h., daß nicht die Welt zugrunde gehen darf, in der auch Deutsch­land eingeschossen ist, damit ein formales Recht lebt, sondern daß Deutschland leben muß, ganz gleich, wie immer auch formale Auffassungen der Justiz dem widersprechen mögen, "ch habe um nur ein Beispiel zu erwähnen kein Verständnis dafür, daß ein Verbrecher, der im Jahre 1937 heiratet und dann seine Frau so lange mißhandelt, bis sie endlich geistesgestört wird und an den Folgen einer letzten Mißhandlung stirbt, zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt wird in einem Augenblick, in dem Zehn­tausende brave deutsche Männer sterben inüsseu, um der Heimat die Vernichtung durch den Bolschewis-

darauffolgenden großen Siegen, so ist die heutige Reichstagssitzung und der Rechenschaftsbericht des Führers nach Ablauf dieses furchtbaren Winters wohl die bedeutendste an sich. Denn was hinter uns liegt, das hat der Führer eben in einmaligen Ausführungen dem deutschen Volke gesagt.

In diesem Winter steigerten sich die Naturge­malten zu einer furchtbaren Gefahr. Das deutsche Volk ahnte und fühlte dies. Aber größer als die Gefahr selbst war das Vertrauen des Volkes, daß der Führer auch dieses Schicksal meistern würde. Schwer war der Winter für das Volk, noch schwerer draußen für unsere Truppen. Das deutsche Volk aber wußte, daß es alles auf sich nehmen wußte, um die Voraussetzungen für den Sieg drau­ßen an der Front zu schaffen. Die Haltung un­seres Volkes im Innern war deshalb der Haltung unferer Kämpfer draußen ebenbürtig. Beide, die Front in der Heimat und vor allem aber die Front draußen haben soeben die Anerkennung und den Dank des Führers in einer Weise gesagt be­kommen, wie sie schöner und größer nicht ausge­sprochen werden konnte.

Wenn der Führer jetzt den Truppen ferne höchste

Wenn die italienisch-deutsche Zusammenarbeit im Mittelmeer zu einer immer engeren Kameradschaft und zu immer steigendem Erfolg geführt hak, dann wird die Zusammenarbeit Deutschlands mit Italien, Japan und den übrigen Verbündeten auch auf den anderen Kriegsschauplätzen nicht minder große Er- gebnisse zeigen. Daß die Provokation Japans zum Eintritt in diesen Krieg aber wohl die geistloseste und dümmste Handlung unserer Gegner war, hat der Heldenkampf dieses Volkes schon in wenigen Monaten erwiesen. Ich weiß nicht, ob auch heute noch jeder Engländer so felsenfest davon überzeugt ist, daß die politischen Methoden Mr. Churchills und Roosevelts richtig gewesen sind, und ob der Einsatz in diesem Kampf jemals dem möglichen Gewinn hätte entsprechen können. Wir Deutschen haben in diesem Ringen um Sein oder Nichtsein n u r alles 3 u gewinnen. Denn der Verlust dieses Krieges würde ohnehin unser Ende sein. Die inncr- ä statische Barbarei würde über Europa kommen wie zu Zeiten der Hunnen ober der Mongolenftürme. Niemand weiß das besser als der deutsche Soldat und die mit ihm verbündeten Nationen, die an der Front das Wesen der'bolschewistischen Menschheits­befreiung kennenlernten, die mit ihren eigenen Augen sehen, wie das Paradies der Arbeiter und Bauern in Wirklichkeit aussieht, und wer es nun richtig geschildert hat, der Nationalsozialismus und der Faschismus oder unsere Gegner. England aber kann in diesem Kriege nichts gewinnen, es wird verlieren. Und es wird bann vielleicht einmal in seine Geschichte die Erkenntnis eingehen, daß man das Schicksal von Völkern und Staaten weder zynischen Trinkern noch Geisteskranken an­vertrauen soll.

In diesem Kampfe wird am Ende die Wahrheit siegen! Sie aber ist bei uns. Daß mich die Vorsehung ausersehen Hot, in einer so großen Zeit das deutsche Volk führen zu dürfen, ist mein einziger Stolz. Weinen Namen und mein Leben will ich bedingungslos verbinden mit seinem Schicksal. Ich habe an den Allmächtigen keine andere Bitte zu richten, als uns in Zukunft genau so wie in der Vergangen­heit zu segnen und mir das Leben so lange zu lassen, als es für den Schicksalskampf des deut­schen Volkes in feinen Augen notwendig ist. Denn es gibt keinen größeren Ruhm als die Ehre, in schweren Zeiten Führer eines Volkes und damit Träger der Verantwortung zu sein! Und ich kann fein größeres Glück fühlen als das Bewußtsein, daß dieses Volk mein deutsches ist!