vlenttag. 27. Januar M2
Giehener Anzeiger
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General-Anzeiger für Oberhessen
Die Verteidigung Indiens
Von unserem Dr. L.-Korrespondcnten.
Stockholm, Ende Januar 1942.
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Zchristleltring und Geschaftrstette:
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hat und bis vor kurzem Wavells Generalquartier, meister in Indien war.
Die Betrachtungen der Personen, welchen die Verteidigung Indiens anvertraut ist, beweist, wieviel Sorgfalt man in London und Washington diesem Problem widmet. Alle Maßnahmen und Pläne, die man in Washington beschlossen haben mag, leiden
reichlich aufs neue verdient.
2. Churchill verliert den Kontinent.
Churchill hat durch sein verbrecherisches Spiel zu diesem Krieg getrieben und ihn angefacht, um Englands Vorherrschaft über die Völker Europas zu sichern. Was ist daraus geworden? England hat alle seine Bundesgenossen auf dem Kontinent verloren. Nach furchtbaren Blutopfern für England haben sich die verführten Völker erbittert von ihm gewandt, Polen, Norwegen, Holland, Belgien, Frankreich, Jugoslawien und Griechenland waren einst Eckpfeiler der britischen Wehrmacht in Europa. Churchill hat sie verloren. England ist v o m Kontinent verjagt. Der gleiche Churchill, dessen Kriegsziel die Beherrschung Europas durch England war, wird heute von den Sowjets be- herrscht und hat ihnen sein eigenes Kriegsziel aus- geliefert.
3. Churchill und die Blockade.
Churchill hat prophezeit: „Die Blockade ist Eng- lands tödliche Waffe, Deutschland kann sich aus dem Würgegriff der britischen Blockade nicht befreien* Heute hat sich Deutschland aus diesem Würge- griff befreit, und Churchill hat sein eigenes V o l k der Nohstosjblockade ausgeliefert. Heute muß
und die italienischen Streitkräfte in Libyen ungebrochen und die britische Armee in der Wüste sieht sich den gleichen Schwierigkeiten gegenüber wie zuvor.
England selb st seine eisernen Gartenzäune, seine alten Autoreifen, Altmetall, Knochen und Küchenabfälle sammeln. Die englische Bevölkerung erhält um 10 Prozent weniger Zucker als die deutsche, und nur zwei Drittel des Fettes, was in Deutschland zugeteilt wird. Deutschland ist blockadefest geworden, und alle Roh- stoffe Europas stehen ihm für die Kriegführung und die Steigerung seines Wirtschaftspotentials offen, während England durch die fortschreitende Schiffsraumnot in seiner Dersorgungslage immer stärker eingeengt wird und nun selbst die Wirkung einer doppelten Blockade durch den Verlust seiner ostasiatischen Rohstoffbasis zu spüren bekommt.
4. Churchill und der Luftkrieg.
Churchill hat schon zum dritten Male prophzeit: „England hat die L u s t p a r i t ä t mit Deutschland erreicht und bald wird es die Luftüberlegenheit haben." Tatsächlich ist die mit größtem Optimismus angekündigte Non-Stop-Öffen- sive der R. A. F. nach dem Eingeständnis militärischer Sachverständiger Englands ein völliges Fiasko gewesen. Unter den Schlägen der deutschen Luftwaffe sind viele Städte Englands in Trümmer gelegt, zahlreiche britische Produkttonsstätten und Hafenanlagen verwüstet — Deutschlands Produktion aber arbeitet pausenlos.
Am 20. August 1940 erklärte Churchill: „Bis fetzt sind die Luftschlachten für uns günstig verlaufen. Die Luftkämpfe führen uns jedenfalls auf dem
r. Jahrgang Nr. 22 scheint täglich, außer vnntagS und Feiertags
Beilagen:
ipftener Falnilienblätter ünatimBild-DieSchoUe
VezuaSvreiS:
Nach dem italienischen Wehrmachtbericht belaufen sich die feindlichen Verluste vom 21. bis 25. Januar auf insgesamt 118 Geschütze, 239 Kampfwagen und Straßenpanzerwagen, 28 Flugzeuge, über 1000 Gefangene und Kriegsmaterial sowie Kraftfahrzeuge in sehr großer Menge. Heftige Sandstürme haben die italienische und deutsche Luftwaffe daran ge-
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*t einzelnen Nummern
Druck und Verlag: Vrühlfchellniverslläkdruckerel v. tauge
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Der britische Rückschlag in Aordafrika
Kleinere britische Verbände nordostwärts Agedabia abgeschnitten.
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sichersten und kürzesten Wege. zum Sieg." Nach einem Jahr, am 9. September 1941, mußte er sich selbst als Lügner mit der Feststellung entlarven: „Vor einem Jahr sah unsere Lage verloren, ja sogar verzweifelt aus." Wo ist heute feine Luftüberlegenheit? Sie ist weder in Europa noch in Ostasien vorhanden.
5. Churchill und der Ll-Boot-Krieg.
Churchill erklärte am 20. Januar 1940: „Die deutsche U-Boot-Kampagne ist vollständig gescheitert!" und am 20. August 1940 log er frech: „Die Meere sind frei und die U-Boote werden im Zaum gehalten." In Wirklichkeit bestreiten die deutschen U-Boote nach wie vor die Schlacht im Atlantik mit größtem Erfolg; sie haben zusammen mit der Luftwaffe seit jener ersten Siegesbotschaft Churchills nicht weniger als 1 3207 922 BRT. versenkt. Seit Kriegsbe- ginn hat England insgesamt rund 15 Mil- Honen BRT. der eigenen und der ihm dienstbaren Versorgungsschiffahrtstonnage verloren.
6. Churchill und die Freiheit der Völker.
Churchill verkündete: „England kämpft für di« Freiheit der Völker." In Wirklichkeit ist die- fern ruchlosen Vergewaltiger des Völkerrechts jcbe Brutalität recht, wenn es gilt, Englands plutokra- tisch-imperialistische Interessen gegen andere Volker durchzusetzen. Den Buren verkündete er Im Jahr 1902: „Es gibt nur ein Mittel, den Widerstand
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bootet. _ , _ _
Und wie ist es in seinem jetzigen Krieg? Im April 1940 startete Churchill das Norwegen- Abenteuer unter der Parole: „Wir werden an der norwegischen Küste das besetzen, was wir für notwendig halten." Die harte Wirklichkeit war auch hier schneller als Churchills Lügen. Die Kosten auch dieses Churchill^Adenteuers bezahlte das englische ^Jm Westfeldzug erklärte Churchill noch nach der Niederlage in Flandern am 28. Mai 1910 im Unterhaus: ,',Die französische und die britische Armee werden trotz der letzten Rückschläge m Ho and und Belgien die Sommelinie und die Maglnotunie halten und wir werden siegen." 14 Tage f P a» ter war nicht nur die Maginotlinie zerbrochen, sondern lag ganz Frankreich am Boden, wahrend die englische Kontinentalarmee zerrissen und zerlumpt '„ihr Dünkirchen" hinter sich hatte.
Im März- 1941 überraschte Churchill das englische Volk durch die Nachricht vom Putsch der Kriegshetzer in Belgrad mit den bervhmlen Worten, die er vor dem Zentralrat der Konservativen Partei sprach: „I have ?reat news ior you (Ich habe gute Nachrichten für Sie). Vier Wochen päter war Jugoslawien militärisch erledigt, hatte England Macht und Einfluß auf dem Kontinent restlos verloren.
Bevor der Kampf um Kreta begann, erklärte Churchill am 6 Mai 1941 stolz: „Wir beabsichtigen, Kreta bis zum Tode und ohne irgendeinen Gedanken an Rückzug zu verteidigen." Am 2. Juni 1941 war der fluchtartige Britenruckzug aus Kreta bereits be« en^(s die Briten ihre Dezemberoffensive in der Cnrenaika begannen, kündigte Churchill an: .Jetzt ist die Zeit gekommen, den bisher stärksten Streich für den Endsieg, die Heimat und die Frei« beit zu führen. Die Armee in der Wüste kann dem Buch der Geschichte ein weiteres Blatt hinzufugen, w-lches den Blättern, auf denen Blenheim und Waterloo geschrieben steht, ebenbürtig ist. Heute nach zweimonatigem Kampf stehen die deutschen
SstH lungsstätte 6leE®i Freude“ wD
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zahlreiches sonstiges Kriegsmaterial erbeutet oder vernichtet.
3m Mittelmeergeblet stellten deutsche Kampfflugzeuge nördlich Tobruk einen britischen Flottenverband und erzielten Bombenvolttreffer auf einem leichten Kreuzer.
Bei einem Tagesangriff deutscher Kampffliegerkräfte auf den Flugplatz halfar der 3nsel Malta wurden Bombeneinschläge in Hallen und abgestellten Flugzeugen erzielt. Deutsche Jäger schossen hierbei in Luftkämpfen ohne eigene Verluste acht britische Jagdflugzeuge ab.
Oie Betreuung des Afrikakorps.
Berlin, 27. Januar. (DNB. Funtspruch.) Mit dem letzten Geleitzug ist in Nordafrika ein Schiff eingetroffen, das wiederum taufende von Liebesgabe n Päckchen der faschistischen Organisation „D o p o l a v o r ö" für die in Nordafrika kämpfenden italienischen und deutschen Soldaten geladen hatte. Sie hatte bereits im vergangenen Jahr über 42 000 Liebesgabenpäckchen allein für die. deutschen Soldaten gepackt und verschickt. Diese Päckchen, die in Italien von italienischen Frauen und Mädchen zusammengestellt werden, enthielten Rauchwaren, Süßigkeiten, Rasierapparate und andere nützliche Gegenstände, außerdem sind zahlreiche Grammophonapparate, Rundfunkgeräte, deutsche Bücher zu den deutschen Truppen in Afrika verschickt worden. Die in Italien lebenden reichsdeutschen Frauen und Mädchen sind dabei, weitere 25 000 Liebesgabenpäckchen der „Dopolavoro" zu packen.
Noch als Wrack
einen britischen Zerstörer versenkt.
Rom, 26. Jan. Ein von Italien nach Afrika unterwegs befindlicher Geleitzug wurde kurz vor der afrikanischen Küste mitten in der Nacht von starken feindlichen Einheiten angegriffen. Ein italienischer Zerstörer ging gegen die überlegenen feindlichen Stteitkräfte sofort zum Angriff über. Durch die Breitseite eines feindlichen Kreuzers manooner- unfähig geworden, setzte der Zerstörer dennoch den Kamps fort. Es gelang den Ueberlebenden, das Schiff zu wenden und aus den unversehrt gebliebenen Hecktorpedorohren drei Torpedos auf einen bis auf 500 Meter herangekommenen englischen 1 Zerstörer der „Mohawk"-Masse abzufeuern, der ' gleichzeitig mit dem italienischen Zerstörer und 1 seiner heldenhaften Besatzung in den Fluten ver- 1 sank.
Tatsachen gegen Churchill.
Was Churchill versprach und was er hielt. - Blut, Schweiß und Tränen
den Vortagen geleistete kräftige Mitwirkung zu leihen. Eine Hurricane wurde abgeschossen. Drei italienische Flugzeuge sind nicht zurückgekehrt. Ein weiterer großer G e l e i t z u g ist trotz heftiger feind- licher Gegenwirkung in Libyen eingetroffen. Eines der zahlreichen Schiffe des Geleitzuges wurde ge- troffen und ging unter. Das Schiff hatte nur Truppen an Bord, die nahezu sämtlich auf im Geleitschutz fahrende Zerstörer übernommen wurden und ebenfalls am Bestimmungsort an gekommen sind. Ein Unterseeboot ist nicht zurückgekehrt.
Hohe britische Verluste.
Der Wehrmachtbericht.
DNB. Aus dem Führerhauptquartier, 26. Januar. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Osten anhaltende Kämpfe.
3m Seegebiet um England beschädigten Kampfflugzeuge in der vergangenen Nacht westlich Pembroke einen größeren Frachter durch Bombenwurf so schwer, daß mit seinem Verlust zu rechnen ist. Weitere Nachtangriffe der Luftwaffe richteten sich gegen einen Hafen an der S ü d w e st - küstederZnsel.
In Nordafrika stießen die deutsch-italienischen Verbände dem geschlagenen Gegner nach Und fügten ihm in heftigen Kämpfen weitere schwere
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leib ar bedroht. •
Die beiden Eckpfeiler der indischen Verteidigungs- tterfe heißen Suez und Singapur. Sie sollen ncht nur im Westen und Osten den Zugang zum kindischen Ozean abriegeln, sondern sie liegen auch nm äußersten Rande der Äorfelder, welche sich von llndien aus nach beiden Richtungen bis an die 6renze der afrikanischen, europäischen und pazi- ischen Welt erstrecken. Dabei hatte, solange das Schwergewicht der Weltpolitik noch nahezu aus- chiießlich in Europa lag, die Verteidigung Indiens ücd) Westen in den Erwägungen britischer Staats- ü'inner eine sehr viel größere Rolle gespielt als Le Sicherung nach Osten. Besonders Lord Cur- zon, der von 1899 bis 1905 Dizekönig von Indien linb nach dem Weltkrieg englischer Außenminister ft ar, hat immer wieder darauf bestanden, daß danz Vorderasien zum Vorfeld der indischen Verteidigung werden müßte. Die Unterdrückung der I irakischen Nationalbewegung und die Besetzung irakischen Gebiets in diesem Krieg bedeutet also nur tie Verwirklichung eines alten englischen Programms.
Allerdings besteht das östliche Vorfeld Indiens keineswegs allein aus Malaya und Singapur, wenngleich diese Festung schon infolge ihrer geographischen Lage besondere Bedeutung besitzt, i-luch Burma ist nur ein Teil dieses Vorfeldes, imb es ist sehr wahrscheinlich, daß auf burmesischem Oebiet noch entscheidungsvolle Kämpfe ausgetragen toetben. Aus diesem Grunde ist Burma dem neuen i Oberkommando General Wavells ungegliedert
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vorden. Ueberhaupt lassen die jüngsten Umbe- chungen in den britischen Kommandostellen zwi- chen Bengasi und Batavia erkennen, daß die Überlegungen der „Weltstrategen" in Washington in besonderem Maße der Verteidigung Infi en s gegolten haben. Die beiden wichtigsten Kommandos, die es auf Seiten der Angelsachsen im Augenblick gibt, sind die Kommandos über die Vorfelder der indischen Verteidigungswerke. Im besten reicht Öer Kommandobezirk General
uchinlecks von der Cyrenaika bis nach Iran. General Auchinleck ist aus der indischen Armee heroorgegangen und war neun Monate lang ihr Oberbefehlshaber. General W a v e l l , dessen Kom- lnonbobezirk von Burma bis an die Grenzen des australischen Kontinents reicht, war vorher Ober- lommanbierenber in Indien. Ihm unterstanden die tröste in Burma mit General Hutten an der Spitze, der bis vor kurzem Wavells Stabschef in Indien war und feit vielen Jahren in 'Indien dienst tut. Wayells jetziger Stabschef ist General ö o wnall , der vor und nach dem ersten Welt- krieg in Indien gedient hat. Indessen hat Indien ielbst in General Hartley einen neuen Ober- kommandierenden bekommen, der seit Beginn seiner Osfizierslausbahn vor 35 Jahren in Indien gelebt
„ Verluste an Menschen und Material zu. Allein am S gwn r.--...... r°.^ » MW ...
Berlin, 27.San. (DNB.Funkspruch.) 3m Zuge der Kämpfe nordostwärts von Agedabia sind die deutschen und italienischen Streitkräfte den zurück- weichenden britischen Formationen nachgestoßen. Mehrere kleinere britische Verbände wurden durch schnelle und wirksame Vorstöße der Achsenstreitkräfte a d g e s ch n i 11 e n. Die Zahl der in diesen Kämpfen erbeuteten unk vernichteten feindlichen Panzerkampfwagen hat sich weiter erhöht. Unter ihnen befinden sich zahlreiche unversehrte Panzer. Zusammen mit den Truppen des Heeres bleiben Kampfflugzeuge der deutschen und italienischen Luftwaffe ständig am Feind und beunruhigen ihn durch fortgesetzte wirkungsvolle Angriffe auf Truppen und Fahrzeugkolonnen.
Aus Rom wird weiter gemeldet, daß infolge der Vorstöße der Kampfwagengruppen der Achsenmächte die feindlichen Linien in Verwirrunggera- t e n seien. Besonders starke Verluste habe die zweite englische Kampfwagenbrigade erlitten. Das Hauptziel, die feindlichen Streitkräfte zurückzuwerfen und zum Verzicht auf weitere Angriffspläne zu zwingen, fei voll erreicht worden. Der von den Engländern am 18. November begonnene Feldzug zur vollkommenen Eroberung Libyens könne als mißglückt gelten.
Am 22. Juni 1941, dem Tage, an dem Europa unter Führung Adolf Hitlers der bolschewisti - schen Bedrohung entgegentrat, frohlockte Churchill über den neuen Bundesgenossen und versprach ihm die Hilfe des gesamten'britischen Empire. Er erklärte: „Wir werden Deutschland bombardieren bei Tage und bei Nacht, in immer zunehmendem Maße, und werden Monat für Monat schwere Bomben- ladungen abwerfen, um die Niederlage Deutschlands zu erzwingen." Heute ist fast die Hälfte des europäischen Teiles der Sowjetunion mit ihren Rohstoffquellen in deutscher Hand, und Churchills Prophezeihungen haben sich wieder einmal als Geschwätz erwiesen.
Am 8.12.1941 versicherte Churchill den Mitgliedern des englischen Unterhauses: „Einige unserer chönsten Schiffe haben ihre Stationen im Fernen Osten erreicht. 3ehe Vorbereitung, die in unserer Macht Tag, wurde getroffen, und ich bin überzeugt, daß wir uns gut halten werden" Zwei Tage später, am 10. 12., Tagen die Schlachtschiffe „Prince of Wales" und „Repulfe", der Stolz der britischen Flotte, vor Singapur auf dem Meeresgrund. Churchill aber entzog sich der blamablen Situation durch schnelle Abreise nach Amerika. Wie immer, wenn die Tatsachen ihn Lügen strafen, inszeniert er einen neuen Theatercoup, um die Aufmerksamkeit des englischen Volkes von den Katastrophen abzulenken, die er verschuldet hat. Schon Lovd Fisher hatte den miserablen Kriegsstrategen Churchill verächtlich einen „schlechten Bertie- r e r" genannt. Er hat sich seinen Weltkriegstitel „Erster Lord der Unfähigkeit" in diesem Kriege
Berlin, 27.Januar. (DNB.) Das Deutsche Nachrichtenbüro veröffentlicht folgende interessante Gegenüberstellung dessen, was Churchill versprach und was er hielt:
1. Churchill als Kriegsftralege.
Am 8. Oktober 1914 erklärte Churchill dem Bürgermeister von Antwerpen: „Es geht alles in Ordnung, Sie brauchen keine Sorge zu haben, wir werden die Stadt retten." Zwei Tage später, am 10. September, fiel Antwerpen in deutsche Hand.
Am 21. September 1914 erklärte Churchill: „Wenn die deutsche Flotte nicht aus ihren Häfen kommt, werde ich sie ausgraben, wie Ratten aus ihren Löchern " Tags darauf am 22. September 1914 torpedierte Weddigens „U 9" die britischen Kreuzer „Abou-kir", ,^)ogue" und „Cressy".
Im März 1915 wollte Churchill den Weltkrieg in G a 11 i p o l i entscheiden. Das dilettantische Aden- teuer kostete England 34 000 Tote und war ein völliges Fiasko. Und damals wurde Churchill als „Erster Lord der Unfähigkeit" schleunigst ausge-
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jedoch an dem gleichen Fehler, der die gesamte bn= tische Kriegführung seit dem September 1939 auszeichnet: es sind Improvisationen, die nur allzuoft durch die Ereignisse überholt werden. Als Disraeli der Königin von England den Kronschatz der indischen Moguln überreichte, beugte Lord Ran- dolph Churchill sich über die Wiege seines wenige Monate alten Sohnes Winston, nicht ahnend, daß dieser Sohn am Ende seines Lebens das kostbarste Juwel der britischen Krone zum Einsatz des gefährlichsten Spiels machen würde, das je ein briti- tischer Staatsmann gespielt hat.
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?Q-$°rnieifJkl5 die Errichtung der britischen Herrschaft über 1 .ten2 rtbien im Jahre 1875 auch äußerlich ihren Ab-
JW 22 iuß dadurch fand, daß die Kronen Großbritann:- lf*,Awk ' 5 unö Indiens in der Person des englischen Herr- }
>er5 vereinigt wurden, sprach der zu dichterischen endungen neigende Ministerpräsident Lord B a - 1 irtsfielb, hinter dessen glanzvollem britischen lelstitel sich der als Romanautor und Politiker »ich erfolgreiche Jude Benjamin Disraeli ver- ira, der Königin Viktoria feinen Glückwunsch mit
Worten aus, daß nunmehr der britischen Krone ir kostbarstes Juwel eingefügt sei. Der Verlauf des lieqes in Ostasien hat die Engländer gezwungen, ........ lh iTbien eine ganz anders geartete Rolle zuzuweisen Ergebnis J' z sie ursprünglich geplant hatten. In den ersten
-niu ronaten des europäischen Krieges war Indien von n veränderten Verhältnissen nahezu unberührt ge- jeben. Erst die Monate nach dem Zusammenbruch sankreichs brachten eine Aenderung. Damals schon af Churchill feine Vorbereitungen für einen lan» ,n und weltumfassenden Krieg, wie dies inzwischen urtf) die Enthüllungen über seine Verhandlungen rit Moskau und mit Washington der Welt offen» ir wurde. Damals wurde auch Indien in diesen ;ian einbezogen. Es sollte das große Reser- o ir von Menschen und Material für j« späteren Kriegjahre werden, der große Iinfchlagplatz zwischen den britischen Stellungen im Mittleren Osten und im südwestlichen Pazifik.
Die Welt erfuhr zum erstenmal von diesen Plä- m als im Spätherbst des Jahres 1940 in Delhi ie erste Sitzung des E a st e rn S u p p l e Y C ou n- il stattfand. Dieses damals neu geschaffene Gre- üum bestand aus Vertretern der pazifischen Dominien Australien und Neuseeland, der tute schon fast ganz verlorenen Kolonie der itraits Settlements, Burmas und Indiens, und außerdem wurden zu den Be- ütungen verschiedene Offiziere der Oberkommanos im Mittleren Osten und in Ostafrika ntsandt. Ueber den Verlauf der damaligen Bera- mgen erfuhr die Außenwelt lediglich die üblichen lichtssagenden Worte von der völligen Ueberem- limmunq und der unerschütterlichen Entschlossenheit, lit umfassenden Pläne, welche dem Eastern upply Council- damals und später vorgelegen oben, behielt man für sich. Nachdem die Welt in- wischen die unzulänglichen Vorkehrungen der Engler in Malaya in der harten Wirklichkeit ken- angelernt h-at, kann man allerdings nicht nur die Cmtrüftung der englischen wie der australischen Oef- fentlichkeit verstehen, sondern muß auch zu dem Urteil gelangen, daß die weitreichenden Plane, welche tie Konferenz von Delhi zu prüfen hatte, nur Pläne geblieben sind. Vermutlich wird Churchill bei seinen Beratungen in Washington sich bemüht haben, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen, doch haben sich die Voraussetzungen in- zwischen geändert. Es geht nicht mehr darum, Indiens Reichtümer für die Verwendung an anderen Etellen bereit zu machen, sondern das „kostbare Öuroel der britischen Krone" ist selbst u n m 11 •


