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Erstattung der Wehrsteuer

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ja wissen ... Besprechen wir also die Dorberei-

mit Ihnen.

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Ehevertrag nach Helenes Wünschen aufgesetzt. Seine klugen Augen haben bei dieser Unterredung das Fräulein Deselius forschend beobachtet. Eine ge- schäftliche Eheschließung, weiß er. Weshalb nicht ... solche Abschlüsse entwickeln sich mitunter besser als Liebesheiraten.

Später, als er Bergenroth tennenlernt, gefällt ihm der Mann, und er findet die Wahl seiner Klientin sehr vernünftig.

Er hält also eine kleine Rede. Darin wird von guter Zusammenarbeit gesprochen, von Wünschen für die Verbuche Bergenroths, an denen nun auch Helene Anteil nehmen wird. Don der Liebe redet der kluge Doktor Gebauer nicht.

Dann erhebt sich Gertraude. Helene erschrickt. Sie ist auch ärgerlich. Was will denn Gertraickre?

Helene erlebt eine Ueberraschung. Die wenigen Worte, die Gertraude zu sagen hat, sind eigentlich nur an Bergenroth gerichtet:Ich kenne Sie noch nicht sehr lange, lieber Bergenroth, aber ich halte Sie für einen Menschen, der geschaffen ist, immer den geraden Weg zu gehen. Nun gehen Sie Ihre Wege nicht mehr allein wie bisher. Helene geht

Wie in der griechischen Welt die Musik als sittlich bidender Faktor in vorderster Reihe der Erziehungs- oifgaben stand, so geht es auch Raabe darum, daß btt Musik,wie ja auch alle Erziehung den Zweck M, den einzelnen wertvoller und tüchtiger zu imchen". Und wenn dieses Wissen abhanden gekorn- Ifntn war, so hat Raabe es wieder aufs neue zu größter Bedeutung erhoben. Ihm ist die Musik nicht Ballein ein ästhetisches Phänomen, sondern eine Le- Ibmsmacht, die den ganzen Menschen erfaßt und

phil. mit der Dr-

He» benbuch

Kabes ward der deutschen Musik das Glück zuteil, daß sie in der Zeit der gewaltigsten Entscheidungen dertscher Geschichte die Führernatur hat, die un- wirrbar nur ein Ziel kennt: das Wesen der beut- |ijen Musik, ihre geistigen Grundlagen unantastbar M machen und zu erhalten durch die Erweckung eher Musikerkenntnis, die dem ganzen Bolte das »mußtsein gibt, in ihr' die wunderbarste Kunst gkstigen Lebens zu besitzen. Max Menge.

Kunst und Wissenschaft.

Zwei norwegische Kulturpreise.

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Versicherungskarte und Lohnsteuerkarte

Nachweis der Steuer und Rentenversicherung zum Jahresende.

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genroth, und unser Doktor Gebauer und ich ... wir kennen unsere Helene seit vielen Jahren. Ein Leben mit Helene Deselius wird nicht immer ganz einfach sein ... Wirf jetzt nicht so böse den Kopf zurück, Liebe ... es ist doch so! Es wird nicht ganz einfach sein, Bergenroth, aber Ihre Frau besitzt ein großes und gütiges Herz, wenn es mitunter auch ungebärdig und schwer verständlich ist."

Gertraude macht eine Handbeweguna, so, als hätte sie fast zu viel gesagt, und fährt fort:W r alle stehen im Leben immer wieder vor fturnen und Hindernissen. Und wie man sie überwindet, daran erweist sich ein Mensch. In diesem Sinne wünsche ich euch alles Glück!"

Sie heben die Gläser.

Helene zögernd ... so, als wäre sie nicht ganz dabei. Sie denkt Gertraudens Worten nach, und fast möchte sie der Fre-undin zürnen. An welche ferne Möglichkeiten denkt Gertraude denn .. 4

Unmöglichkeiten!

Und doch treffen die Worte und schmerzen leise. Helene hatte einmal eine andere Verbindung er­sehnt ... Stunden glückseligen Rausches ...

Sie hebt den Blick und sieht ihren Mann an.

Bergenroth nickt ihr in ruhiger Gelassenheit zu, und als er ihre nervöse Unruhe erkennt, wechselt er mit dem Glas in die andere Hand hinüber und legt seinen rechten Arm leicht um die Schulter seiner Frau. Eine Sekunde nur.

Dafür ist ihm Helene dankbar. Ihre Erregung beschwichtigt sich. Sie weiß, beide haben sie das Wollen, gut miteinander auszukommen. Sie haben heute eine ungewöhnliche Ehe geschloffen, aber Helene weiß, sie hat einen guten Kameraden ge­wonnen.

Am Nachmittag fahren sie ab. Heute überläßt Helene ihrem Mann den Platz am Steuer ihres Wagentz. Sie fahren an diesem Abend bis Qued­linburg und übernachten dort. Erst am anderen Morgen wollen sie weiter zum Uhlenhof.

«Fortsetzung folgt.)

leistet hat, aber durch feindliche ffiaffeneinmirfung in einer nicht zur Untauglichkeit führenden We.se verwundet oder beschädigt ober wenn er bei Ab­leistung von Wehrdienst mit dem Eisernen Kreuz ober mit dem Kriegsoerdienstkreuz ausgezeichnet worden ist.

Bei dieser Staffelung kann es oft Vorkommen, daß die Wehrsteüer zunächst nur zum Teil, später ganz zu erstatten ist, weil die Voraussetzungen sich entsprechend erweitert haben. Die Erstattung wird in allen Fällen nur aufAntrag vorgenommen. Antragsberechtigt ist grundsätzlich der Wehrsteuer­pflichtige selbst. Wenn er gestorben oder gefallen ist, treten an seine Stelle seine Erben, in der Regel also die Eltern oder die Ehefrau. Die Tatsache der Erbberechtigung ist dem Finanzamt glaubhaft zu machen. Die veranlagte Wehrsteuer ist durch das Finanzamt zu erstatten, das für die Besteueruna des Erstattungsberechtigten zuständig ist. Die durch Steuerabzug entrichtete Wehrsteuer wird von dem Finanzamt zurückgezahlt, in dessen Bezirk der Er­stattungsberechtigte am 10. Oktober des Jahres ge­wohnt hat, das dem Jahr vorausgeht, für das der zu erstattende Betrag abzuführen war.

brachten Schwer- und Schwerstarbeiter erfolgt durch die Lagerverwaltungen. Die Kenntlichmachung der Geschäfte, in denen der Wein bestellt und bezogen werden kann, ist den Ernährungsämtern überlassen.

Testamente

von Wehrmachtangehörigen.

Das Oberkommando der Wehrmacht hat in einem Erlaß ffargestellt, daß Testamente, die vor einem Kriegsrichter errichtet sind, von Amts wegen bei der Wehrmachtauskunftsstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangenen amtlich verwahrt werden. Auch Niederschriften über den vor Offizieren und Wehr­machtbeamten im Offizierrang erklärten letzten Wil­len werden an das nächste Kriegsgericht abgegeben, das sie an die Dehrrnachtauskunftsstelle weiterleitet. Für die Verwahrung eines eigenhändigen bürger­lichen Testaments oder eines schriftlichen Militär­testaments hat der Erblasser selbst zu sorgen. Er kann aber verlangen, daß das Testament von einem Kriegsrichter entgegengenommen und zur beson­deren amtlichen Verwahrung abgeliefert wird. Er kann es zu diesem Zweck bei der Truppe oder Dienststelle abgeben. Die Ablieferung an das Kriegs­gericht gilt insbesondere auch für Testamente, die im Nachlaß eines Gefallenen oder Verstorbenen oder bei den zurückgebliebeney Sachen eines Vermißten gefunden werden. Das Kriegsgericht gibt die Testa­mente, wenn der Erblasser gefallen oder verstorben ist, an das Nachlaßgericht weiter, sonst zur beson­deren amtlichen Verwahrung an die Wehrmacht- auskunftsstelle für Kriegerverluste und Kriegs­gefangene.

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Aus der (Stabt Gießen.

3m Vorübergehen.

Auf gar seltsame Weise berührt uns zuwellen der Atem eines Augenblicks. Die äußere Veranlaffuna mag ein kleines, unscheinbares Erlebnis fein. Auch wohl das Begegnen eines Blickes, der Klang eines flüchtigen Wortes, das Aufleuchten einer scheuen Gebärde. Beglückt traaen wir die Erinnerung daran durch die Stunden und läge.

Dieses geschah um eine Nachmittagsstunde mitten im fließenden Strom der Straße: Gleichgültig aehen die Menschen aneinander vorbei. Gelprächsfehen flattern wie bunte Vögel fast lautlos vorüber. Ein Verwundeter, noch mühsam auf Krücken gehend, strebt an der Seite einer Schwester gegen den Strom. Nicht viel mehr als zwanzig Jahre, schätze ich, ist er alt. Diele der Vorübergehenden blicken auf den jungen Soldaten, dessen Gesicht noch von dem Ernst und der Schwere des Erlebten überschattet scheint. Dieses Hinsehen mag bei manchem Neugierde fein, bei anderen Mitleid. Diele aber auch sehen sich mitten hineingestellt in das Erleben unserer Zeit und werden daran erinnert, daß Siege mit Opfern erkauft, und daß diese Opfer, die schwer sind, für uns, die wir in der befriedeten Heimat glückhaft leben dürfen, gebracht werden.

Da geschieht im Vorüberhuschen eines Augenblicks etwas Seltsames. Eine Frau tritt auf den Ver­wundeten zu, hält ihm einen leuchtenden Astern- ftrauß hin und sagt:Für Sie!" Weiter nichts. Der Soldat ift überrascht. Doch dann macht er eine Hand frei, stützt sich mit der Achsel auf der Krücke und blickt auf die Blumen und bann auf die Frau. Danke schön!" sagt er. Weiter nichts. Und ein Lächeln gleitet über fein junges Gesicht.

Der Strom der Straße fließt schon wieder. Stockte er überhaupt? Sein Aeußeres hat er nicht ver­ändert; denn nur drei, höchstens vier Menschen von Hunderten haben die kleine Szene beobachtet. Die Frau ist weitergegangen. Wer ahnt, daß mitten im flüchtig fließenden Strom der Straße für eines Herzschlags Dauer, einer Insel gleich, die Güte eines einfachen Menschenherzens aufleuchtet, und daß wie ein Sonnenschein der Dank sichtbar wurde, der die deutsche Heimat mit der kämpfenden Front ver- bindet? » Schn.

Oie Hausbrandversorgunq.

Kohle ist einer der wichtigsten Rohstoffe für die Kriegführung. Unsere Rüstungsindustrie braucht da- von gewaltige Mengen. Trotzdem wird die Bevölke- rung so ausreichend wie möglich mit Kohle versorgt. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr war die Witte­rung in diesem Herbst bisher recht milde. Fast überall konnte mehrere Wochen später mit der Hei­zung begonnen werden, und es genügte in der letzten Zeit ein mäßiges Heizen. Dadurch wurde beim HausbroNd nicht unerheblich an Kohle gespart. Aus diesem Grunde ist angeordnet worden, daß die Bezugsmengen der Hausbrandverbraucher insgesamt nur bis zu 90 v. H. ausgeliefert werden. Die frei werdenden Kohlenmengen kommen den Tag und Nacht schaffenden Waffenschmieden Großt-eutschlanbs zugute, die den Endsieg gewinnen helfen. Sollte ein außergewöhnlich harter und langer Winter kommen, werden Maßnahmen ergriffen, um etwa auftretende Härten auszugleichen.

Tag der deuischen Hausmusik 1942.

Die zehnjährige Wiederkehr des Tages der deut­schen Hausmusik begeht die Fachschaft Musikerzieher in der Kreismusikerschast Gießen am Sonntag, 29. November, 19 Uhr, in der Aula der Universität in Verbindung mit der Hitler-Jugend Bann 116 und der NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" und unter Mitwirkung von Gesang- und Instrumental- solisten mit einer Gedenkfeier für I. S. Bach, der durch die Musiziergemeinschaft innerhalb seiner Fa­milie geradezu das klassische Vorbild der Haus- musikpflege geworden ift.

Weihnachtswein für kann- und Schwerarbeiter.

Der Reichsemährungsminister hat allen deutschen und deutschstämmigen Lang-, Nacht-, Schwer- und Schwerstarbeitern als Sonderzuteilung zu Weih­nachten je eine Flasche Wein zur Verfügung ge- stellt. Die Verteilung wird über die Weinbauwirt, schaftsoerbände im Benehmen mit den Ernährungs- Ämtern burchgeführt. Das Verfahren soll möglichst einfach geregelt werden. Nach Möglichkeit sind die Zulage- und Zusatzkarten heranzuziehen. Die Ver­teilung kann auch durch Ausgabe von Berechtigungs­scheinen erfolgen. Jedem Betrieb sind zunächst soviel Ausweise oder Berechtigungsscheine auszuhändigen, als er Zulage- oder Zitsatzkarten für die laufende Zuteilungsperiode erhalten hat. Der Bezug der Weinsonderzuteilung für die in Lagern unterge-

Oer große Irrtum.

Roman von Meta Srte-

10 Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Sie möchte wohl wissen, wen sich Helene jetzt

|im Lebensgefährten erwählt hat. Anmer. wenn Feie sich in (Erinnerungen verliert, bleibt sie klar urb gerecht. Schließlich hätte es doch geschehen loinen, daß Helene und Ludwig Rautenberg sich höhnten. Der Mann wollte und will diese Der- öönunq noch immer. Das weiß Kate.

Und wenn Helene diesem Verlangen ihres frühe- ttn Verlobten nur Külte entgegensetzte und harte Dlehnung, so hat Käte doch noch k) Selene sich dabei leibst betrog. Fr-mlem Seje- Üiis hat Ludwig Rautenberg einmal sehr geliebt iird hat gewollt und gewünscht, daß aus dieser ßbbe ein gemeinsames, beglückendes Leben er- vcchsen solle. Nun aber scheint es, als habe Helene D-flid) Schmerz und 'Bitterkeit überwunden. Nun Ddibet sie sich einem neuen Leben zu.

Räte wünscht Helene alles Gute. Für sie selbst toert sich nichts. Sie sieht nicht verbittert m die Bergangenfjeit zurück. Auch sie hat Lichffttg R?"' ierberg sehr geliebt, und aus dieser Liebe ist ihr Ritti), ihr lieber Junge, erwachsen. So ist sie gluck- liä, und da ihre Tage mit Arbeit ausgefullt sind, iit sie auch zufrieden. »

Run erinnert sie sich wieder des anderen «jn- totes des eben empfangenen Briefes. Sie ist mit ter von Helene vorgeschlaaenen Regelung sehr em- Bcrftanben. Und wenn das Leben und Arbeiten hier |o weiterläuft, wird das kleine Haus bald ihr Eigen- , hi in werden. ,

Durch die geöffnete Tür kommen vom Neben- smmer her jauchzende Laute, Martin krabbelt dort n feinem Ställchen herum. Er fitzt auf weichen XbUbetfen und freut sich <m den bunten, lustigen

arbeit ist deshalb auf der Lohnsteuerkarte der Lohn­betrag nach Abzug der steuerfreien Mehrarbeitszu­schläge einzutragen. Mehrarbeits^uschläge, die steuer­frei sind, sind aber auch versicherungsmäßig nicht Entgelt" und daher nicht beitragsvflichtig. Des­halb ist auf der Dersicherungskarte derselbe Lohn­betrag zu vermerken wie auf der Lohnsteuerkarte. Die Eisernen Sparbeträge sind von Lohnsteuer und Sozialversicherung frei. Es ist trotzdem auf beiden Karten der Lohnbetrag einschließlich der Eisernen Sparbeträge einzutragen. Zu beachten ist ferner, baß Absetzungsbeträge oder Hinzurechnungsbeträge (vor Anwendung der Lohnsteuertabelle) für die Ein­tragung des Arbeitslohns auf der Lohnsteuerkarte nicht zu berücksichtigen sind. Der Lohn ist also ohne Abzug ober Hinzurechnung dieser Beträge einzu­tragen.

Die Absetzungs- und Hinzurechnungsbeträge sind aber auch für die Sozialversicherung ohne Bedeu­tung. Es ist deshalb in diesen Fallen ebenfalls in der Versicherungskarte der gleiche Lohnbetrag einzu­tragen wie in der Lohnsteuerkarte. Der ßobnbetrag, der in der Versicherungskarte eingetragen ist, kann danach nur in den Fällen ein anderer als der auf der Lohnsteuerkarte einzutragene sein, in denen der Arbeitnehmer Lohnbezüge erhalten hat, die bei der Sozialversicherung anders behandelt werden als bei der Lohnsteuer. Diese Fälle sind aber außerordentlich selten.

feine seelischen Kräfte zu steigern vermag.

60 steht heute an der Spitze des gesamten Musik, I(eiens Großdeutschlands der Künstler, der in tat- heftiger Weise das praktische Musikertum mit dem wi'senschastlichen zu vereinen und die Problematik de Musikzustände zu meistern versteht. Als Wahrer sterblichen Musikschaffens, als Förderer der jun- gei Komponistengeneration weiß er die Synthese zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bilden im ibealen Geiste des Musikers, dem alle Höhen und Mfen seines Gebietes bekannt sind, und der aus dein Quell feines Wissens und dem Reichtum der Wahrungen die musikalische Kultur im weitesten Ghne betreut. In der Gesamtversönlikbkeit Peter

Nachdem das Kleben von Beitragsmarken in der Rentenversicherung aufgehoben ift, hat der Arbeit­geber zum Nachweis der Entrichtung der Beitrüge bestimmte (Eintragungen auf der Quittungskarte des Arbeitnehmers zu machen. Das bedeutet eine An­gleichung an den Nachweis der entrichteten Lohn­steuer, der durch bestimmte (Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte geführt wird. Der Arbeitgeber hat beide Arten der (Eintragung nach Ablauf des Ka­lenderjahres ober, wenn das Ardeitsverbältnis vor Iahresschluß endet, bei Beendigung des Arbeitsver- hältniffes vorzunehmen. Die (Eintragungen können deshalb in einem Arbeitsaana erledigt werden.

Entgegen Irrtümlichen Auffassungen in der Def- fentllchkeit wird hierzu aus dem Reichsfinanzmini, fterium in derDeutschen Steuer-Zeitung" hervor­gehoben, daß die beiden (Eintragungen grundsätzlich auch inhaltlich übereinstimmen müssen. So muß auf beiden Karten die Höhe des Arbeitslohns eingetra­gen werden. (Es ist behauptet worden, daß diese (Eintragungen nicht übereinstimmen könnten, z. B. bei Mehrarbeit und beim Eisernen Sparen. Diese Auffassung ist jedoch unrichtig. Nach den bestehenden Bestimmungen hat der Arbeitgeber auf der Lohn­steuerkarte den Arbeitslohn und die davon einbehal­tene Lohnsteuer einzutragen. Lohnsteuer ist nur vom steuerpflichtigen Arbeitslohn einzubehalten. Daher ist grundsätzlich auch nur der steuerpflichtige Ar­beitslohn einzutragen. Bezüge, die lohnsteuerfrei sind, find grundsätzlich nicht einzutragen. Bei Mehr-

Dirigier- Spann- gestalten pfers zu i, diese;, essenden (Erlebnis

Eigene ren den steht die schlossen-

Auf die Frage, ob beim Heldentod eines Sol­daten, der früher Wehrsteuer gezahlt hat, den Ange­hörigen die ganze Wehrsteüer zu erstatten ist, wird aus dem Reichsfinanzministerium In derDeutschen Steuer-Zeitung" zusammenfassend die Erstattungs­regelung für Soldaten mitgeteilt:

Die Wehrsteuer ist danach unter bestimmten Vor­aussetzungen zu erstatten, wenn der Wehrsteuer­pflichtige nach dem Beginn seiner Wehrsteuerpflicht zum Wehrdienst einberufen worden ist. Die ganze seit Beginn der Wehrsteuerpflicht gezahlte Wehr- steuer ist zu erstatten: 1. wenn der Wehrsteuer- pflichtige einschl. eines etwa im Frieden abgeleiste­ten Wehrdienstes insgesamt mindestens zwei Jahre Wehrdienst geleistet hat; 2. wenn er während der Ableistung des Wehrdienstes eine Wehrdienstbeschä- bigung erleidet, die ihn zum Wehrdienst untauglich macht; 3. wenn er während der Ableistung von Wehrdienst gefallen ober sonst gestorben ift. Die gezahlte Wehrsteüer ist in begrenztem Um­fang zu erstatten: 1. wenn ber Wehrsteuerpflich­tige einschl. einer im Frieden abgeleisteten Dienst­zeit weniger als zwei Jahre, aber mehr als drei Monate Wehrdienst geleistet hat; 2. wenn er nicht mehr als drei Monate (90 Tage) Wehrdienst ge-

Bällen, die ihm der Onkel Johannes bei seinem letzten Besuch mikbvachte.

Nun sollen die Formalitäten der Eheschließung doch nicht unten im Rathaus der Stadt stattfinden, sondern auf der Burg. Gertraude will das so.

Zu den offenen Erklärungen Helenes über diese schnelle und überraschende Verlobung schüttelt die ältere Freundin sehr skeptisch den Kopf. Sie warnt: Nimm dich in acht, Helene! Es mar sicher wieder ein plötzlicher Einfall von dir, dem du gleich nach- gabst!"

Helene erwidert ungeduldig: ,^)alte mir jetzt keine Predigt. Gertraude. Ich habe nicht spontan gehan- beit. Ich habe immer und immer wieder überlegt. Du selbst gabst mir doch den Rat, mich um den Uhlenhof zu kümmern. Das also werde ich jetzt tun, zusammen mit Bergenroth. Ich habe Vertrauen zu ihm. Neben seine eigenen Aufgaben treten die an- beren, die er für mich übernimmt. Und ich werbe überall Mitarbeiten."

Getraude läßt sich von den vielen Worten Hele- nes nicht bestechen. Sie stellt fest:Du willst doch mit dieser Heirat einzig und allein Rautenberg treffen!"

Helene neigt den Kopf ... vielleicht, weil sie nicht gleich antworten kann und auch nicht will ... vielleicht auch, weil sie jetzt noch einmal ihr Herz befragt ...

Da sieht sie die Freundin an. (Ein gefährliches Feuer brennt in den dunklen Augen.3a, ich will Über ihn triumphieren. (Er soll wissen, daß die ein­mal zwischen uns bestandene Verbindung für mich völlig erledigt ist!"

Zehn Gebote bei Feuersgefahr.

Es ist eine alte, Erfahrung, daß viele Leute bei Feuersgefahr verwirrt werden und gerade das Gegenteil von dem tun, was in einer derartigen Sage richtig ift Es kann daher nicht schaden, sich immer wieder folgende Gebote vor Augen zu halten:

1. Die Ruhe bewahren und vernünftig handeln;

2. die Feuerwehr sofort alarmieren; 3. brennende Räume nicht abschließen; 4. bringe zwischen den Brandherd und dich selbst möglichst geschlossene Türen; 5. die Türen nach ber Treppe immer ge­schlossen halten; 6. ist ber Weg über die Stiege un­benutzbar geworben, bann zurückbleiben; 7. ge­fährdete Personen zeigen sich der Feuerwehr am Fenster; 8. niemals auf Zuruf des Publikums her­abspringen, sondern nur die Anordnung der Feuer­wehr befolgen; 9. in verqualmten Räumen auf dem Fußboden kriechen, naffes Tuch vor Mund und Nase; 10. brennende Personen am Fortlaufen hindern, zu Boden werfen und wälzen. Ihre Kleidung nicht ab» reißen, sondern mit anderen Kleidern und Decken fest umhüllen, bann begießen. Schließlich: umgehenb den Arzt rufen!

(Siebener wochenmarkkpreife.

* Gießen, 26. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Wirsing, % kg 9 bis 10 Rpf., Weißkraut 8, Rbtkraut 8 bis 10, rote Rüben 10, Unterkohlrabi 7, Feldsalat 50, Lauch 15, Sellerie 16, Oberkohlrabi, bas Stück 10, Rettich 10 Rpf.

Verbunkelungszeit:

26. November von 17.17 bis 7.33 Uhr.

hingen."

Der gesetzliche Vollzug bes Bundes finbet kurze Zeit später in dem großen Saal statt, ber neben Helenes Zimmer liegt.

Ueberall, auf den schönen alten Schränken und Truhen, hat ©ertaube Blumen in verschwende- rischer Fülle ausgestellt, Dahlien und Astern, die in leuchtenden Herbstfarben glühen. Durch die vier südlichen Fenster kommt die Mittagssonne des schönen Spätherbsttages und bricht sich in der alten Kristallkrone in diamantenem (BefunteL

Aber Helene und auch Bergenroth atmen auf, Zeremonie beendet ift

______ Frühstück, das Gertraude in ihrer Privat- wohnung anrichten ließ, wird die Stimmung freier. Doktor Gebauer hält eine kleine Rede. Er hat den

niiien den großen Meisterwerken ber Dach-, Mo- 16ett Ixet-, Beethoven- und Wagner-Biographen Svitta, er / "iöM Thayer und Glasenavp steht, so ist Raabe in " Jfemen kulturpolitischen Schriften ein Vorkämpfer

sm die Würde ber deutschen Musik. Don ihnen geht ein reformatorischer Wille aus, der mit unbestech- lifter Wahrheitsliebe auf die Schwächen in unserem Msikleden hinweist. Tief lenkt er den Blick seiner Betrachtungsweise auf die Ursachen der Schäden tiii) lehrt den Weg gehen, ber ihre Beseitigung er- mjglicht. Darin liegt der hohe Wert dieser Aufsätze, bit in drei Bändchen:Die Musik im Dritten Reich", .Mturwille im deutschen Musikleben" undDeut­sche Meister" (im Gustav-Bosse-Verlag) erschienen find. Das Gesamtbild deutschen Musikwesens wird hier im kulturell aufbauenden Sinne beleuchtet, dem n^atioen Befund ber positive entgegengestellt, und fentt der Boden geschaffen für eine musikalische Ge- imcinschaftskultur, deren Wesen erst in ber Besin- flnimg auf bas unvergängliche Gut unserer großen I Vtosik ihre volle Bestimmung erreichen wird.

Auf Beschluß bes norwegischen Ministerprästden- toi werden künftig in jedem Jahr für besondere Aurelie Leistungen zwei Kulturpreise zu je 10 000 Kionen ausgegeben. Die diesjährigen Preise wurden dH den Völkerrechtler Professor Dr. jur. Hermann berrig Aall und an den Maler Professor Halsdan 6lröm verliehen. Aall bekämpft fett langen Jahren iit britische Rechtlosigkeit zur See und tritt dafür tut, daß diese Piraterie Englands durch ein allge- Min anerkanntes Seerecht abzulösen sei. Strom dng aus ber Schule bes norwegischen Malers Chn- mm Krogh hervor unb fand für seine Werke auch ii anberen ßänbern Europas Anerkennung. So ist tr im Besitze je einer Goldmebaille von München j mb Paris unb Ehrenpreisen aus Rom unb Madrid.

Hoffentlich ist nicht Bergenroth der Leidtragende bei diesem Geschäft, denkt Frau Schrött. Ader bann würde ihm schon ganz recht geschehen. Sie sagt noch, daß sie doch erstaunt fei, mit welcher Gelassenheit sich Helene und auch Bergenroch in dieses gefährliche Spiel begeben.Euer Pakt hat eine bedenkliche ..... ......

Wendung zum Abenteuer, Helene! Aber ihr müßt j Wir sind hier im vertrauten Krss, lieber Ser-

5, Hochfchulnachrichien.

\ Im Alter von 80 Jahren starb der em. 0. Professor V. , I btr Zoologie an der Universität Erlangen, Geheim- iit Dr. Albert Fleis chm ann, der Gründer der Lattichen Anstalt für Bienenzucht. Sein Spezial- gebiet war Entwicklungsgeschichte der Nagetiere so- nie Morphologie der Weichtiere. In Nürnberg ge° breen, pro monierte er 1885 in Erlangen und lehrte 45 Jahre lang an der Erlanger Universität. Durch dH beachtete Schriften hat er sich als Gegner der Darwinschen Abstammungs- und Entwicklungslehre h'annt. Von seinen Werken nennen wir:Lehrbuch br Zoologie",Die Deszendenztheorie",Die Dar- mnsche Theorie" undEinführung m Die Tier- fonbe". Der a. 0. Professor an der Universität Lipzig Dr. Lutz Richter erhielt an ber Unwer- |it Königsberg bie freie Planstelle eines 0. Pro- fe'iors für öffentliches Recht. 1891 in Crimmitschau «boren, ftuberte er in Heidelberg, München uitt) Lipzig, promovierte 1919 in Leipzig und habilitierte fich ebenda 1923. Der Dozent für Tierzucht Dr. med. vet. habil Walter Koch wurde zum a. 0. Pro- Hffor an ber Universität München ernannt. Pro­zessor Koch wurde 1902 in München geboren. Er fiomoDierte bort 1925 unb habilitierte sich ebenba W32. Der außerplanmäßige Professor Dr. mea. Ktolf Winkelbauer in Wien ist zum o.Pro- [efior für Chirurgie an ber Universität Graz ernannt -Derben. Winkelbauer habilitierte sich 1928 in Wien.