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Eröffnung der Lehrerbildungsanstalt Bensheim a. d. B.

Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger sprach über den nationalsozialistischen Erziehungsauftrag -es deutschen Erziehers.

NSG. Gauleiter und Reichsstatthalter Spren­ger eröffnete am Mittwochoormittag in Bensheim an der Bergstraße mit einer kurzen Feierstunde die Lehrerbildungsanstalt, nachdem der Leiter für Bil­dungswesen der Hessischen Landesregierung, Mini­sterialrat Dr. Lerp, mit dem Gauleiter zahlreiche Vertreter aus Partei, Staat und Wehrmacht und der Stadtverwaltung Bensheim begrüßt hatte. Der Gauleiter gab ein Bild vom Wesen der national­sozialistischen Erziehung und vom nationalsozialisti­schen Auftrag an den deutschen Erzieher. Der Na­tionalsozialismus sei, wie der Führer es wiederholt festgestellt habe, keine Frage der Veranlagung oder Bildung, sondern vor allem eine Frage der Erziehung unseres Volkes, wie sie der Führer anhand des Vorbildes der Partei vorgenommen habe. Sie allein sei schließlich in der Lage gewesen, das Schicksal des deutschen Volkes zu wenden. Mit diesem Erfolg habe die nationalsozialistische Welt­anschauung bewiesen, daß sie die alleinige Grundlage sei, nach welcher sich die Erziehung zu richten habe. Im einzelnen behandelte der Gau­

leiter dann den Wert der nationalsozialistischen Er­ziehungsideale, wie sie sich in der Heranzüchtung eines gesunden Körpers, in der Heranbildung eines tarken Charakters und in der Entwicklung des Gel­tes darstellen. Eine Lehrerbildungsanstalt für Men- chen, die als Lehrer einmal der deutschen Äugend den Weg weisen sollen, so führte der Gauleiter wei­ter aus, habe dieser Forderung in besonderem Maße zu entsprechen. Lehrer könnten folglich nur jene werden, die in der Lage sind, nach dem national­sozialistischen Erziehungsideal vorbildlich zu wirken. Ihr Auftrag bestehe darin, schon beim jungen Deut- schen dafür zu sorgen, daß er für seine Lebenszeit ein Willensvollstrecker Adolf Hitlers und seiner Idee werde. Dieses hohe Ziel, so schloß der Gauleiter seine Rede, das die Zukunft unseres Volkes für im­mer sichere, fei des größten Entsatzes wert. Der Leiter der Lehrerbildungsanstalt Bensheim, Prof. Dr. Weigand, gelobte abschließend, daß die Leh­rerbildungsanstalt in dem vom Gauleiter aufgezeig­ten Sinne ihre ganze Pflicht erfüllen werde.

Frage vorlegen, in welcher Form denn diese angeb­liche wirtschaftliche Uncürhängigkeit des arabischen Raumes verwirklicht werden soll, wenn nicht nur die Briten in keiner Weise gewillt sind, ihreIn­teressen" dort aufzugeben, sondern wenn auch noch die Vereinigten Staaten mit Ansprüchen auftreten, über deren Konsequenzen kein Zweifel mehr besteht. Es ist ja heute schon offensichtlich, daß dort, wo die Briten Gebiete aufgeben, die Pankees zur Stelle sind, um das alte Spiel fortzusetzen, das für alle diese Länder nichts anderes als eine Schraube ohne Ende bedeutet. Auf den Bahrein-Inseln, im Emirat Koweit, in Iran, im Irak, in Algier und Marokko sitzen heute die Nordamerikaner, zum Teil bereits als Alleinherrscher, zum Teil mit Briten und Sowjets zusammen.

Diese Rivalität, die in der Praxis allerdings überall auf eine Schwächung des britischen Einflusses hinausläuft, bedeutet keinesfalls eine Lockerung der Sklaoenketten, die britischer Imperialismus dem Nahen und Mittleren Osten auferlegte. Im Gegen­teil, die Pankees haben mit ihren zahlreichen diplo­matischen Stäben auch ganze Scharen von Wirt­schaftssachverständigen in diese Länder geschickt, die unverzüglich begannen, nun ihrerseits nordameri­kanischeInteressen" wahrzunehmen, wobei es sich auf den Bahrein-Inseln, in Iran und im Irak vor allem um die Oelproduktion handelt. Die von Roose­velt planmäßig geförderte Verdrängungspolitik hat bereits dazu geführt, daß auf den Bahrein-Inseln eine nordamerikanische Großsendeanlage fertigge­stellt wird, daß in Iranwirtschaftliche Berater" den Neuaufbau" des Landes leiten und Verhandlungen über eine Beteiligung an den dortigen Oelquellen führen, die bisher britisches Eigentum waren.

Für diese wirtschaftliche und politische Durchdrin- §ung des gesamten arabischen Raumes durch den imperialismus Washingtons ließen sich noch zahl­reiche Beispiele anführen. Eines der wichtigsten Argumente dafür, daß weder die Briten noch die Pankees daran denken, die politischen und wirtschaft­lichen Interessen der Araber zu berücksichtigen, ist aber darin zu erblicken, daß Roosevelt in Algier und Marokko sofort den Juden Sonderrechte einräumte, daß er feine Zustimmung für eine Einwanderung dieser Juden nach Palästina gab, wobei ohne die geringsten Rücksichten auf die Gefühle der Moham­medaner von der Verwirklichung eines jüdischen Pa­lästina-Staates gesprochen wurde, der aber mög­lichst noch weitere Gebiete umfassen soll. Die Be­merkung Willkies, daß der Kriegum die Türkei herum verloren oder gewonnen" werden könnte und die Aeußerung von Wallace, daß die Kämpfe im Mittelmeerarum diekürzeste Verbindung zur Sowjetunion" schaffen sollen, haben einen weiteren Vorhang von den wirklichen Plänen unserer Gegner gezogen. Die USA.-Politik schielt also nicht nur nach den Dardanellen, sie will im arabischen Raum auch gleichzeitig ihren Pfandschein dem Weltjuden­tum gegenüber einlösen, so daß die Araber unter der britischen und der nordamerikanischen Knute erst recht in die Rolle des auszubeutenden Sklaven gedrängt würden. Bkn.

Anglo amerikanische Kuriere schmuggelten Hetzschriften.

Madrid, 26. Noo. (DNB.-Funkspruch.) Die spanische Polizei, die seit einiger Zeit die Spur einer neuen kommunistischen Geheimorganisation verfolgt, hat in Madrid 17 Kommunisten verhaftet. Sie hatten auftragsgemäß in Druckereibe­trieben Sabotageakte durchzuführen ver­sucht. Der Polizei fiel zahlreiches Agitationsmaterial in die Hand. Auffällig war die Feststellung, daß die kommunistischen Hetzschriften zum großen Teil aus Französisch-Marokko kamen. Man nimmt an, daß sowohl die umstürzlerischen Broschüren wie auch der Vorgefundene Schriftwechsel mit den aus­ländischen Komintern-Zentralen überdie diplo­matischen Kuriere der englischen und amerikanischen Botschaft in Spanien ge­leitet wurden.

Gummirausch"

in Englands afrikan scheu Besitzungen.

G e n f, 26. Nov. (DNB. Funkspruch.) Eine wahre Jagd habe in den afrikanischen Besitzungen der Eng­länder und ihrer Verbündeten eingesetzt, läßt sich News Ehronicle" von der westafrikanlschen Gold- küste melden. Man könne von einem Gummirausch sprechen, der sich, angesteckt durch ihre weißen Her­ren, nun der Eingeborenen jener Gebiete be­mächtigt habe. Die Jagd gelte dem wild in den Dschungelgebieten wachsenden Gummibaum, dessen Iahreserträgnisse aber sehr gering seien. Deshalb

Perlenfischer.

VomStern des Westens" zum Kreuz des Südens".

Ein Kanonenschuß donnert über die Fläche des Golfes von Manaar, jenes Armes des Indischen Ozeans, der Ceylon vom indischen Festlande trennt. Jetzt kommt Leben in die aus 60 bis 70 Booten bestehende Flottille der Perlenfischer, die die Segel eingezogen haben und die Riemen zur Hand neh­men, um vor den durch Bojen kenntlich gemachten Sandbänken vor Anker zu gehen und die Taucher in die Tiefe äu senden. Ein nur mit . einem Lenden­schurz dekleioeter mohammedanischer Inder ober Araber läßt sich an einem mit gegen 40 Pfund be­schwertem Seil, die Füße auf den Stein stellend, mit der Rechten das Seil ergreifend und mit der Linken ein zweites mit einem Netze versehenes Seil haltend, in die Tiefe gleiten. Dort angelangt, rafft er in 40 Sekunden bis zu einer Minute so viele Austern wie möglich zusammen, wirst sie in das Netz und zeigt durch einen Ruck am Seil an, daß es hinaufgezogen werden soll.

Dreißigmal am Tage pumpen die Taucher ihre Lungen voll Luft und lassen sich dann ins Meer Gleiten, um zum Atemholen wieder an die Ober­fläche gezogen zu werden. Die Anzahl der in jedem Fall gesammelten Austern schwankt je nach der Ge­schicklichkeit und dem Glück zwischen 5 und 100 Stück. Nachmittags, mit aufspringender Brise, keh­ren die Boote zurück, die Austern werden an Land gebracht, und hier, für jedes Boot getrennt, in aus Palmenblattflechtwerk hergestellten Verschlagen, den sogenannten Kattus, in drei Teile gesondert, auf Matten geschüttet. Der Beamte des Kolonialamtes in Colombo, dem die Perlenfischerei untersteht, wählt als Abgabe an die Regierung zwei dieser Hausen, die in einem besonderen Schuppen untergebracht werden, um dort ohne Verzug insbesondere an die aus Bombay und Kalkutta, den Hauptmärkten für Perlen und Edelsteine, erschienenen Händler meist­bietend versteigert zu werden. Der Bootsmannschaft steht es frei, ihren Teil ebenfalls sofort zur Auktton zu bringen ober für sich zu behalten.

England hat es verstanden, aus der Perlenfischerei

sporne man mit Prämien die Eingeborenen in ihrer Suche nach dem wilden Gummibaum immer wie­der an.

Oie Amerikaner Feinde der Araber.

Rom, 26. Noo. (Europapreß.) Der Einfluß des Judentums in den USA. sei schuld an der Besetzung der französischen Besitzungen in Afrika, erklärte der Großmufti von Jerusalem in einem Rund- fünf auf ruf an die Araber Nvrdaftikas. Die Inva­sion des USA.-Heeres bringe eine äußerst gefähr­liche Verstärkung des Einflusses der Juden mit sich, die die wahren Machthaber in den Vereinigten Staaten seien. Dadurch seien die Amerikaner auch Feinde des Jflams und der Araber.Ich bin über­zeugt, daß unsere nordafrikanischen Brüder es ab­lehnen werden, mit ven Anglo-Amenkanern zusam­menzuarbeiten, und daß sie in steter Bereitschaft ab- warten, bis Gott wieder Freiheit und Wohlstand bringt/'

Alle Versuche der Engländer, arabische Frei­willige in Pcüästina für die Bildung eines Frei­korps zu werben, sind bis jetzt fehl-geschlagen. Die Engländer haben deshalb über den Städten durch Flugzeuge der RAF. Zettel abwerfen lassen, in de­nen versprochen wird, den ersten 500 Arabern, die sich bei den Werbebüros zur Eintragung in die Freikorpslisten melden, besondere Beloh­nung auszuzahlen. x

Aus dem Reich.

Die -ritte Frau mit -em EK.

Berlin, 25. Nov. (DNB.) Der Führer hat der Schwester Marga Droste für ihren helden­haften Einsatz bei dem feindlichen Terrorangriff auf die Kriegsmarinestadt Wilhelmshaven das E. K. II an Stelle des für sie beantragten Kriegs- verdienstkreuzes mit Schwertern verliehen. Schwester Marga, die nach Hanna Reitsch und Elfriede Wnuk die dritte Frau in diesem Kriege ist, die die solda- tische Auszeichnung des Eisernen Kreuzes erhält, bat trotz starken Flakbefchusses und der rings um sie herum einschlagenden Spreng- und Brandbomben aus einer Abteilung eines Kriegsmarinelazaretts einige schwerverwundete und gerade operierte Sol­daten geborgen. Die tapfere Frau trug bei ihrem pflichtbewußten Ausharren im feindlichen Feuer Verwundungen davon. Der Kommandierende Admi­ral überreichte ihr im Namen des Führers bei einem Betriebsappell des Marinelazaretts zusammen mit einem Glückwunschschreiben des Großadmirals Raeber die seltene Auszeichnung.

Oer Wintersport.

Die Anordnung über die Fremdenverkehrslenkung vom 20. April gilt unverändert auch für den Winter. Wer im Sommer drei Wochen in Urlaub gewesen ist, muß im Winter auf eine Erholungsreise zugun-

wie aus dem indischen Opium einen großen Nutzen zu ziehen; zwei Drittel einer jeden Ernte für sich, nur ein Drittel für die Eingeborenen, deren Tau­cherarbeit wegen der Haie stets mit Lebensgefähr verbunden ist. Aus jeder Ernte konnten die Eng­länder etwa 2 bis 3 Millionen Mark für sich buchen. In jedem Jahre wird die Perlenfischerei von der Regierung allerdings nicht freigegeben, son­dern nur, wenn nach Aussage Sachverständiger voll entwickelte Austern in genügender Anzahl vorhan­den sind. Die Befischung der Bänke ist nur während der stillsten Zeit des Nordost-Monsuns, vom Fe­bruar bis zum April, möglich. Und mit diesen Austern, die niemals gegessen werden, geht es, wie mit den Lotterielosen: Perlen oder Nieten! Erst mit dem fünften Jahre ist die Perlenauster ausgewach­sen, und von diesem Jahre an bis zu ihrem meist im siebenten Jahre erfolgenden Absterben enthält sie die besten Perlen. Nach ihrem Tode öffnen sich die Schalen und die Perlen fallen heraus, so daß sich Millionen unterhalb der Bänke auf dem Meeres­grund angesammelt haben müssen.

Der Krieg hat die geschilderte Perlenflscherei im Golf von Manaar gedrosselt. Die zwischen Manaar und Duttalam gelegene kleine Ortschaft Marich- chukaddi, die sich während der Zeit der Perlen­fischerei in ein Pager von vielen tausend Menschen mit einem babylonischen Sprachgewirr verwandelt, ist wegen der U-Boot-, Flieger- und Verminungs- aefahren wie ausgestorben. Die Austernbänke, welche schon der Admiral Alexanders des Großen, Mardla, gekannt hat, wobei er mit Interesse die Durch­löcherung der Perlen zum Aufteihen verfolgt hat, die Bänke, welche die OrientalenPerlentropfen an Indiens Wimpern" getauft haben, liegen ver­waist da.

Der Krieg hat aber auch der Perlenfischerei bei den Bahrein-Inseln im Persischen Golf, wo Lingha das Perlenzentrum bildet, den australischen Austern­gründen bei Queensland und in der Torresstraße, sowie im Golf von Kalifornien einen Riegel vorge­schoben. Dort und bei Queensland ist man zu Tau­chern nach europäischen Mustern, die mit Apparaten zur Luftzuführung ausgestattet sind, übergegangen, aber im Persischen Golf, im Golf von Manaar und vielfach in der Torresstraße, wo nur in der lieber- gangszeit zwischen Ebbe und Flut gefischt werden

ften der Volksgenossen verzichten, die während des Sommers unablässig gearbeitet haben. Wer einen Teil der drei Wochen verlebt hat, kann im Winter nur noch den Rest in Anspruch nehmen. Eintragun­gen in die vierte Reichskleiderkarte werden nicht in Frage kommen. Es ist der feste Mlle des Stqats- fefretärs für Fremdenverkehr, daß in den Winter­kurorten die Fronturlauber, die Kriegsversehrten und die Schaffenden der Rüstungsindustrie, die sich ein Reckst auf Erholung erworben haben, das Bild beherrscyen. Das gilt vor allen Dingen für den Schisport. In den Wintersportplötzen wird den Sportfreunden das Schiläufen ermöglicht werden. Aber auch hier werden Fronturlauber und Mitar- bester kriegswichtiger Betriebe den Vorrang haben. Die Beförderung von Schi auf der Reichsbahn und anderen öffentlichen Derkehrsmttteln ist grundsätzlich verboten.

Kartoffel-Lagerhäuser.

Staatssekretär W i l l i f e n s, Staatssekretär Schulze-Fielitz und Staatsminister a. D. Ministerialdirektor Riecke besichtigten eine Reihe von Kartoffel-Lagerhäusern, die von der Reichsbau­verwaltung auf dem Gelände der Berliner Stadtgüter gebaut worden waren. Die erst vor einigen Monaten begonnenen Kartoffel-Lagerhäuser sind schon jetzt zu einem großen Teil fertiggestellt und mit Kartoffeln beschickt, um die Belieferung der Großstädte mit Speisekartoffeln auch, in Frost- perioden zu ermöglichen, in denen der Abtransport von, Kartdfteln aus den Kartoffelmieten der land­wirtschaftlichen Betriebe nicht möglich ist. Die bis­her in, den Städten vorhandenen Lagermöglich­kelten werden auch für den kommenden Winter aus- genutzt. Es sind sogar in vielen Städten neben den neuerrichteten Kartoffel-Lagerhäusern und den bis­her benutzten Kartoffellagerräumen auch noch Be- helfslager eingerichtet worden. Jedes Kartoffel- Lagerhaus hat ein Fassungsvermögen von 1000 bis 1500 Tonnen Kartoffeln. Allein für Berlin ist durch die Errichtung der Kartoffel-Lagerhäuser eine Einlagerungsmöglichkeit von rund einer Million Zentner Kartoffeln geschaffen worden.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat Oberst Galland zumGene- r alma jor befördert. Er ist seit Ende Januar 1942 Inhaber des Eichenlaubs mit Schwertern und Bril­lanten zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes, nach­dem er vornehmlich im Kampf gegen England 94 Gegn er abgeschossen hatte. Als Nachfolger des Ober­sten Mölders ist -er Inspekteur der Jagdflieger im Luftwaffensührungsstab.

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Der Führer verlieh dem Kommandeur einer ru­mänischen Gebirgsdivision, Generalmajor Joan Du mitrache, das Ritterkreuz in Anerkennung seines hervorragenden Einsatzes und der entschlosse­nen Führung seiner Division bei der Erstürmung der westlich des Terek gelegenen stark befestigten und vom Feinde zäh verteidigten Stadt Naltschik.

kann, ist man bei der alten Methode geblieben, weil es sich herausgestellt hat, daß der unbekleidete Tau­cher 50 v. H. mehr Austern fördert als der Fischer im Taucheranzug.

Als Pionier der australischen Perlenfischerei gilt ein Matrose namens Tays, der die ersten günstigen Funde in der Nikolbai erzielte. Die schönste austra­lische Perle wurde 1917 in dem 100 Gramm wie­genden, sperlingelgroßen,S t e r n d e s W e st e n s" getauften Kleinod gefunden, das dem Finder den Betrag von 14 000 Pfund Sterling einbrachte. Weniger wertvoll, aber höchst eigenartig war ein Fund in der Torresstraße, der aus neun Perlen in Kreuzform bestand undKreuz des Sü­dens" benannt wurde. Auch in der Torresstraße war es ein Seemann, der Kapitän der Brigg ,Hulia Percy", der im Jahre 1868 die Perlenfischerei beim Warrior-Reef ins Leben rief.

Alljährlich, in normalen Zeiten während der Som­mermonate, wenn das Meer ruhig und die darüber lagernde Lust glutheiß ist, verlassen die Küsten- araber des Ostens ihre gewöhnlichen Beschäfti­gungen und schwärmen zu den Bahreins, um zeit­weilig Taucher zu werden, und in fast adamitischem Kostüm die kostbarsten Perlen der Welt, die soge­nanntenrosigen", dem Persischen Golf zu ent­nehmen. Bei diesen arabischen Tauchern verschließt ein klammerartiger Lederstreifen die Nase und die Fingerspitzen und Zehen sind durch Lederkappen geschützt. Die Durchschnittsernte an Perlen wurde dort bisher auf 450 000 Pfund Sterling jährlich geschätzt. D. S.

Büchertisch.

Johannes Pfeifer: Kant-Brevier. Verlag Karl Rauch, Dessau. Preis geb. 7,50 RM. Kant ist es gegangen wie allen großen Denkern von Platon und Aristoteles bis Leibniz, Hegel und Nietzsche: er wird oft zitiert, aber nicht gelesen. Wenn die vielen, die den Königsberger Weisen als Kronzeugen dieses ober jenes ethischen Postulates beschwören, in die Verlegenheit versetzt würden. Be­stimmteres über Kants Ethik aussagen zu müssen, gäbe es jenseits der philosophischen Fachwelt Heulen und Zähneklappem. Pfeifers Kant-Brevier soll nicht dies oberflächliche Bemühen fördern, Reden und

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die zweibändige Biographe von Franz Liszt an erster Stelle. Liszt, der Raabe zum großen Vorbild seiner

bis ins letzte zu fesseln vermag. Und dieses Liszt-

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eigenen künstlerischen Entwicklung wurde, hat in diesem Werk die kongeniale Darstellung seines Schaf­fens und Wirkens erhalten. Das ganze Werk ist in seinem Aufbau ein Beweis dafür, wie eine allen wissenschaftlichen Anforderungen entsprechende Dar­stellung dennoch mit einer leidenschaftlichen Bewegt­heit für den Heroen durchpulst werden kann, die uns

Aussätze mit Kant-Zltateu zu würzen. Die notwew digerwelse aphoristische Art seiner Anlage könnte dazu verleiten. Aber es will und kann zu Kant selber führen, weil es ohne der Mühe des Mitdenkens zu entheben, buyf) eine kluge Gliederung und eine Auswahl, die sehr geschickt die begonnene Gedanken­reihe fortfpinnt, dem Leser Mut und Lust macht, das Buch in der Hand zu behalten. Und das ist schon viel in einer Zeit, die so wenig Muße und Kraft läßt für Besinnung auf das Wesentliche an des Menschen Dasein in der Welt und seiner Stellung zu den letzten Dingen. Dazu hilft vor allem auch die ausgezeichnete Einleitung des Herausgebers, die un­bemerkt in das Thema selbst hineinführt.Kants Schule", so sagte Houston Stewart Chamberlain, dem wir ein Buch über Kant verdanken,ist die hohe Schule der innerlichen Freiheit; ... man er­hält Raum zum Atmen, Ruhe zum Nachsinnen, man lernt sich selbst befehlen, man verlernt das Fürch* ten ... hier ist gut leben." Dr.Fr.W.Lange.

Ion Dragumis: Samothrake. Aus dem Neugriechischen übertragen von Roland Hampe. 219 Seiten. Rütten & ßoening Verlag, Potsdam 1942. Das Original ist bereits 1909 erschienen, als sich die Insel Samothrake noch in türkischer Hand befand. Der U'ebersetzung, drei Jahr­zehnte später in Angriff genommen, ist eine Ein­führung vorangestellt, in der die Persönlichkeit und die Absichten von Dragumis beschrieben werden: Samothrake" wird als Darstellung des für das ganze Land sinnbildlichen Schicksals einer griechb ich.en Insel und als ein Selbstbekenntnis gekenn­zeichnet; das Besondere an dieser Reisebeschreibung ift, wie das Vorwort ferner darlegt, daß sie nicht von einem Fremden, eben einemReisenden" ge­schrieben wurde, sondern von einem Einheimischen, einem Griechen, dem die große Vergangenheit nicht nur um ihrer selbst, sondern vor allem um per Zukunft seines Volkes willen bedeutsam er­scheint: das gibt dem dichterisch bemühten Buche eine gewissermaßen politische Grundlage. Die Schil­derung von Volk und Land der samothraklschen Jnselgriechen wird auch für den deutschen Leser nicht ohne Reiz fein, zumal für den, welcher bet der Nennung des Namens Griechenland unwillkürlich zunächst das alte Hellas vor Augen hat.

Hans Thyriot,

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Professor Peter Raabe.

Zum 70. Geburtstage am 27. November.

Unter den hervorragenden Musikern unserer Zeit nimmt Peter Raabe, der am 27. November 70 Jahre alt wird, eine bedeutsame Sonderstellung ein. Denn nicht nur als Dirigent verkörpert er ein Künstlertum höchsten Grades, sondern auch als Schriftsteller, Redner und Organisator besitzt die europäische Musikwelt in ihm eine Persönlichkeit, die allen Zukunftsfragen deutscher Musikkultur auf­geschlossen gegenübersteht, die aus der Fülle ihres Wissens den Weg weist, der zu fruchtbringenden Lö­sungen führt. Und in Raabe als Präsidenten der Reichsmusikkammer hat das deutsche Musikleben die große Fuhrerbegabung erhalten, die die Mannig­

Werk, das erschöpfendste über den genialen Künst­ler, wird für die Zukunft stets den Ausgangspunkt bilden für alle die, denen die Aufgabe wird, Liszts historische Stellung zu würdigen.

Empfing mit dieser Biographie die deutsche Mu-

faltigfeit der künstlerischen Gegebenheiten zu einen versteht im Ethos des reinen Dienstes am Werk.

Vom praktischen Muslkertum her hat Raabe den Weg beschritten, der ihn zu einem tiefschürfenden und feinsinnigen Betrachter unserer Mufikbelange werden ließ. Wenn wir den ausübenden Wteifter tn- feinem Wirken verfolgen, das in der von 1907 bis 1920 dauernden Tätigkeit als Hofkapellmeister in Weimar und in der von 1920 bis 1934 währenden Amtszeit als Generalmusikdirektor der Stadt Aachen die Gipfelung erfuhr, fo steht nicht nur der über­ragende Deuter der großen Meisterwerke vor uns, sondern auch der Orchestererzieher, der in den Jahr­zehnten seiner Dirigentenlaufbahn eine Schar Mu­siker erzogen hat zu Werktreue und opferbereitem künstlerischen Idealismus. Ist doch Raabes Dirigier» fünft von jener Kraft erfüllt, die aus der Spann­weite und Reinheit feines Ingeniums zu gestatten weiß, und das Werk im Sinne seines Schöpfers zu deuten vermag. Und gerade diese Hingabe, dieses, völlige Ausgeyen in Den Geist des betreffenden Werkes sichert feinen Wiedergaben das Erlebnis beglückender Kunstoffenbarung; denn keine Eigen­willigkeiten, kein Pultoirtuosentum verzerren den reinen Gehalt der Komposition, und es entsteht die nachschöpfende Leistung, deren makellose Geschlossen­heit uns Inhalt und Gestalt der Tonschöpfungen aus

dann Professor an der Technischen Hochschule in | , w Aachen; dieses Amt in gleicher Bedeutung wahrend IJJ , r.ül wie das des Generalmusikdirektors der Stadt, so daß p i!00 S!e sich hier der praktische und wissenschaflliche Musiker Albei In einer Übereinstimmung befand, wie sie selten vor- enr kommt. Unter feinen wissenschaftlichen Arbeiten steht Pl?I_mar, - * ~ . Nr Morpholi

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der Wahrheit ihres Seins zum Erklingen bringt. |Kgm verliel Wie Raabes ausübendes Künstlertum ist auch k

feine wissenschaftliche und schriftstellerische Arbeit L Zeugnis vom Geiste höchster Verantwortung für die Ljn flner^ Erfordernisse einer Musikkultur, deren Wesen sich be- Lq QU5 £er stimmt aus der Tiefe deutscher Seele. Auf der Grund- LJ läge gediegenster musikwissenschaftlicher Kenntnisse L Qnberen j promovierte Raabe 1916 in Jena zum Dr. phil. mit 1 einer Arbeit über die Entstehungsgeschichte der Or­chesterwerke Liszts. Von 1924 bis 1934 war Raabe

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