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vomrerrtag. 26. November 1942

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Gießener Anzeiger

Bsvrechanfchlah 2351 fotmf dörift: «Sin woer* checklltzst«Frankl/M

rchrffttettvvg wirt KefchSftrßelle: Gieße«. rchlIratze 7-9

192. Jahrgang Nr. 279

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Gießener Famtlienblätter Heimat imBtld-DieScholle

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Harte Abwehrkämpse im großen Donbogen

England ist mißvergnügt

Verändertes Algier

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Als am 25. November 1936 zunächst Deutschland und Japan den A n t i k o m i n t e r p a k t als Damm gegen die furchtbarste geistige Erkrankung Europas und der ganzen Welt abschlossen, hatte der Bolschewismus in Spanien den furchtbaren Bur- krieg von Moskau her entfesselt und Hunderttau. sende Unschuldiger mußten mit ihrem Leben dafür bezahlen, daß die Bolschewisten, Juden und Frei­maurer diese südwestlichste Bastion Europas für ein­sturzreif hielten. In Ostasien hatten die Bolsche» misten durch ihre Emissäre nicht nur die Tschung- kingregierung in das kommunistische Verderben geführt, sondern in den Randgebieten Japans und in Japan selbst waren die moskowitischen Wühl­ratten an der Arbeit. Es gehört zu den Tragödien der Weltgeschichte, daß in den USA. ein Roosevelt mit seinem Schwarm von Juden und Plutokraten der Wegbereiter dieser kulturfeindlichen Moskowiter wurde, und daß England alles tat, um die natio­nalen Spanier in ihrem Kampf gegen diese bolsche­wistische Weltpest zu schwächen. Das ist nicht ge­lungen. Dank Franco und der tatkräftigen deutschen und italienischen Hilfe wurde der Bolschewismus in Spaniep niedergeworfen, obgleich er sich der Stütze der Änglo-Amerikaner zu erfreuen hatte.

Welche Pläne schon damals in den füdischen Krei­sen um Roosevelt, Eden und Churchill gewonnen wurden, ist von Adolf Hitler rechtzeitig exkannt worden, und als England und das in jüdischen Frei- maurerhänden liegende Frankreich uns den Krieg erklärte, als die Sowjets sich zum Stoß gegen Eu­ropa anschickten und Roosevelt schließlich hinter dem Krieg hergelaufen war, bis er ihn erreicht hatte, war die Sache offenkundig geworden. Aber die Mächte der Ordnung und der neuen Zucht hatten sich da­gegen vorgesehen. Sie hatten fast alle Völker Euro­pas und die aufstrebenden Kräfte Ostasiens zur Phalanx gegen den Moskauer Nihilismus zusam­mengeschweißt.

Erst jetzt sieht man klar, welche geniale Konzep­tion damals der Führer im Verein mit Japan und Italien verwirklichte. In Portugal z. B., das sich noch nicht offiziell diesem Antikominternpakt angeschlossen hat, das aber seit Jahren eine konse­quente Aufbaupolitik unter Ausrottung des Kom­munismus inne hält, hat gerade jetzt Professor Dr. Marzelo C a e t a n o in einem Vortrag gesagt:Der Kampf gegen den Kommunismus bedeutet nicht die Verteidigung der Reichen, er bedeutet auch keines­wegs die Mißachtung der berechtigten Interessen der Armen. Was uns beim Bolschewismus an-, widert, ist der Haß, den er zum Banner erhebt, ist sein teuflischer Materialismus, sein widernatürlicher Internationalismus, der viehische Mischmasch sei­ner sozialen und wirtschafllichen Organisation, es ist

und Bordwaffenbeschuß deutscher Kampfflugzeuge vernichtet.

Oer Wehrmachiverichi.

DNB. Aus dem Führerhaupkquarlier, 25. JIoü. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

3m kautasusgebiet fanden auch gestern nur örtliche Kämpfe statt.

Bei einem erfolgreichen Dorstoß in der Kal- mückensteppe brachen deutsche motorisierte Truppen in die Stellungen des Feindes ein, warfen ihn nach Osten zurück und vernichteten eine Batterie und eine Anzahl Panzer.

Südwestlich Stalingrad und im großen Bonbogen setzte der Gegner seine Angriffe mit starken Infanterie- und Panzerkräften fort. Die eigene Abwehr wurde durch starke Nahkampfflieger- verbände sowie deutsche und rumänische Kampf­flieger in rollenden Einsätzen wirksam unterstützt. Die Sowsettruppen erlitten erneut hohe Verluste an Menschen und Material. Gleichzeitige Angriffe des Gegners zwischen DJ o fg a und Don wurden von deutschen und rumänischen Truppen in erbitterten Kämpfen unter hohen Verlusten für den Feind abgeschlagen und dabei wieder 54 Panzerkampf­wagen vernichtet. Auch in Stalingrad selbst scheiter­ten feindliche Angriffe.

An der übrigen Ostfront wurden eigene Stoh- truppunternehmungen erfolgreich durchgeführt und örtliche Vorstöße und Angriffe des Feindes zurück- gewiesen.

3n der Eyrena ika und in Tunesien keine Kampfhandlungen von Bedeutung. Britische Kräfte würben in der Eyrenaika von 3agdflugzeugen und schnellen Kampfflugzeugen im Tiefslug be- kämpft, hallen und abgestellte Flugzeuge auf einem Flugplatz mit Bomben belegt. Kampfflieger ver­nichteten in den Gewässern von Algier bei Nacht ein Handelsschiff von 10 000 BRT.» warfen einen großen Transporter in Brand und beschädigten zwei Zerstörer schwer. Bombentreffer in den Hafenanlagen von Algier, Bone und Phi- lippeville riefen starke Brände hervor. Darüber hinaus wurden motorisierte feindliche Abteilungen und Eisenbahnziele wirksam bekämpft.

Oeutsch-italienischer Vormarsch im Grenzgebiet. Berlin, 25.Nov. (DNB.) Die britisch-ameri». kam'schen Borau5abteüu'ngen erlitten im tunesisch- algerischen Grenzgebiet durch die vordringenden deutsch-italienischen Truppen weitere Rückschläge. Um Eksenbahnknotcnpuukte, Straßenkreuzungen und <Ze- birgsstellungen entwickelten sich kleinere, aber hart geführte Gefechte. Aus den bicherigen Erkundungs- Vorstößen ergab sich, daß die britischen Ein­heiten des feindlichen Landungskorps i m Kä­st e n a b s ch n i t t, die amerikanischen und Gaullistenverbände dagegen weiter südlich im Innern Algeriens bereitgestellt wurden.Ohne ernsthafte Behinderung setzten die Achsentruppen ihren Vormarsch fort. Trotz erschwerender Wetter­verhältnisse bekämpften Stukas und schnelle deutsche Kampfflugzeuge mit guter Wirkung motorisierte Kolonnen und Kraftfahrzeugansammlungen. Der Gegner war nicht mehr in der Lage, den Bomben­würfen auszuweichen. Im Tiefflug warfen unsere Flieger ihre Bomben in die Ansammlungen und griffen anschließend mehrfach mit ihren Bordwaffen an. Dabei wurden zehn mit Truppen, Material und Munition beladene Kraftfahrzeuge vernichtet.

Erfolge der italienischen Torpedoflugzeuge und ll-Boote.

R o m, 25. November. (DNB.) Wie der italienische Wehrmachtbericht bekanntgibt, versenkten in den alge­rischen Gewässern Torpedoflugzeuge bei rollenden Angriffen gegen einen feindlichen Geleitzug einen Ueberseedampfer von 20 000 BRT., einen Handels­dampfer von 6000 BRT. und einen dritten Dampfer von mittlerer Tonnage. Ein Unterseeboot drang in die Reede von Bougie ein und torpedierte aus kür­zester Entfernung einen Zerstörer mit drei Tor­pedos. Der Zerstörer ging unter. Ein anderes Unter* eeboot fing vor Kap de Fer (Algerien) einen feind- lichen Verband ab. Ein großer Dampfer wurde tor­pediert und sank. Am späten Abend überflogen 24 eindliche Flugzeuge Trapani. Die Flak brachte eine Blenheim zum Absturz.

Haus, daß die Verantwortung für alles, was in Nordafrika geschehe, bet den Amerikanern liege, die an dieser Stelle den Oberbefehl führten. So wenig wie mit der politischen ist man in Lon­don auch mit der militärischen Entwicklung des Nordafrika-Untemehmens zufrieden. In einem Be­richt aus Eisenhowers Hauptquartier an die Presse wurde darauf hingewiesen, daß der Widerstand der Achsentruppen mit der wachsenden Konsoli- dierung der Stellungen der Deutschen in Tunesien ständig steige. Auch in Südtunesien entspreche das Fortschreiten der Operationen nicht dem, was man erwartet habe. Für die äußerst skeptische Betrach­tung der Dinge in London ist bezeichnend, was so- eben derObserver" schreibt:Die Anglo-Amerika­ner müssen die Initiative in Nordafrika unter allen Umständen behalten, aber das ist schon deswegen nicht leicht durchführbar, weil das deutsche Ober­kommando viel beweglicher ist als die anglo­amerikanische militärische Führung."

Oer Oberbefehlshaber der UGA.-Heereslufiwaffe vermißt.

S t o ck h o l m, 26. Nov. (Europapreß.) Der Ober- befehlshaber der USA.-Heeresluftwaffe auf dem europäischen Kriegsschauplatz, Brigadegeneral Dun­can, wird als vermißt gemeldet. General Duncan hat am 17. November eine Reise von England nach Nordafrika im Flugzeug angetre- Iten. Das Flugzeug soll vor der Nordküste Frank- reichs zum Landen gezwungen worden sein. Seit­dem ist kein Lebenszeichen von Brigadegeneral Dun­can eingetroffen.

Bekenntnis zur Solidarität

Von unferer Berliner Schriftleitung.

Anfangs war in diesen Devisen Hochkonjunktur, aber die Algerier merkten bald, daß zumindest der Dollar eineBesatzungsdevise" ist. Deshalb sind Waren aller Art äußerst selten geworden. Es ist nicht leicht, das wirtschaftliche Gleichgewicht in einem Agrarland wiederherzuftellen, das plötzlich von fei­nen Hauptlieferanten abgeschnitten ist, da der für die Versorgung verfügbare Schiffsraum dem Risiko des Seekriegs ausgesetzt ist.

Makler in Militärnniform".

Gaullistische Enttäuschung

über die Amerikaner in Nordafrika.

Madrid, 25. Nov. (Europapreß.) In Nord­afrika spielen sich schwerwiegende Jnteressenkonflikte zwischen den gaullistischen und den nordamenkani- schen Besatzungsbehörden ab. Es wird immer deut­licher, daß die Nordamerikaner der militärischen eine wirts chaftlicheDurchdringung Nord» afrikas folgen lassen wollen. Man ist systematisch dazu übergegangen, die führenden Franzosen in der nordafrikanischen Kolonialwirtschast zu verdrängen und durch eigene Leute, vor allem Juden, zu er- setzen. Wie aus Tanger berichtet wird, hat deshalb in^reisen der Gaullisten die erste Begeisterung einer starken Ernüchterung Platz gemacht. Nachdem die nordamerikanischen Propagandaparolen über Frei­

heit und Demokratie verklungen wären, so sagt man dort, hätten sich die Amerikaner als Makler in Militäruniform entpuppt. Es wären unter den Offizieren der Jnvafionsarmee eine Reihe von Ingenieuren , Technikern und Bergbaufachleuten hervorgetreten, die sogleich begonnen hätten, das afrikanische Gelände genau zu untersuchen, um dort, wie sie selbst erklärten,im Interesse der angel* ächsischen Produktion eine systematischere Schürfung vorzunehmen, als sie bisher von den französischen Kolonisten durchgeführt worden sei. Dies habe bei den Gaullisten eine tiefe Ueberraschung ausgelöst. Man befürchte eine wirtschaftliche Durchdringung Nordafrikas durch die Yankees und glaube auch nicht mehr daran, daß dies nur Jür Kriegsdauer beab­sichtigt seien. Vor allem schienen die anglo-amerika- nischen Mächte daran interessiert, ihre wirtschaft­lichen Verluste im Pazifik auf Kosten des französischen Imperiums auszugleichen.

die unvermeidliche Tyrannei, die aus dem Fehlen des individuellen Eigentums hervorgeht."

Die spanischen Zeitungen sind übereinftim- mend der Ansicht, daß der Antikomintern-Pakt den festen Willen aller jungen Völker verkörpert, sich nie durch den Bolschewismus unterkriegen zu lassen Spanien sielst in einer Reihe mit denen, die gegen den Kommunismus kämpfen", schreibt die katholische ZeitungPa". Das BlattArriba" fügt hinzu: Wir erklären uns solidarisch mit den spanischen Freiwilligen und danken chnen für ihren helden­mütigen Einsatz in diesem größten und gerechtesten Kampf, den die Jahrhunderte gesehen haben. Der europäische Kreuzzug hat unter der Führung Deutschlands das Sowjetregime schwer erschüttert, aber die Gefahr ist noch nicht vorbei. Die jungen Völker Europas müssen fester denn je zusammen- stehen."

Der Antt komintern-Pakt hat angesichts der heu­tigen Weltlage noch größere Bedeutung als bisher erlangt", erklärte der Sprecher der japanischen Regierung. Die 13 Unterzeichner des Antikomintern- Paktes seien gewillt, eng zusammenzuarbeiten, um die weltweite zerstörende Tätigkeit des internationa­len Kommunismus zu verhindern. Für Japan fet dieser Schutz um so wichtiger, als es heute den groß- ostasiattschen Lebensraum aufbaue, während das Tschungking-Regime immer noch mit der kommu­nistischen Armee zusammen Japan Widerstand leiste und stillschweigend der Bolschewisierung Chinas zu­sehe. Japan könne niemals zulassen, daß der inter­nationale Kommunismus feine Giftfühler ausstrecke. Daher müsse die japanische Nation das teuflische Werk des Bolschewismus erkennen und alles tun, um durch verstärkte Zusammenarbeit mit den ver­bündeten Staaten den Kommunismus zu beseitigen, der völlig unvereinbar fei mit Japans nationaler Po litt k.

DieA g e n z i a S t e f a n i" bezeichnet den An« ttkomintern-Patt als diernyfttsche Säule des Welt­kampfes gegen den Bolschewismus", als ein histori­sches Dokument von größter Bedeutung. Diese my­stische Säule ist die tragenbe Idee dieses Freiheits, kampfes geworden, sie will ein für allemal Mit den unterirdischen Mächten der Zersetzung und der gol­denen Internationale aufräumen, damit die Völker in Frieden ihren Interessen nachgehen können. Die Solidarität, die uns in dieser Aufgabe mit allen jungen Nationen Europas und Ostasiens verbindet, konimt in dem Bund der Waffen zum Ausdruck, die sich alle gegen den Bolschewismus und feine Helfershelfer wenden. Sie werden das Böse aus* rotten und dem Guten zum Siege verhelfen, dessen sind mir gewiß.

Stockholm, 25.Nov. (Europapreß.) Die Kam­pagne der englischen Presse gegen 2) arl an nimmt nach schwedischen Meldungen aus London sowohl an Umfang wie an Bitterkeit zu. Mehrere Blätter Hagen ironisch, wann Darlan nunmehr General 6? Gaulle zu amnestieren gedenke, wobei man daran erinnert, daß Darlan seinerzeit das in Abwesenheit |.:gen de Gaulle gefällte Todesurteil gegenzeichnete, terManchester Guardian" fordert die Bekannt- »ibe des Abkommens zwischen General Elsen- hawer und Darlan. Er bemerkt dazu, daß diebe- mhigende Wirkung" der Zusicherungen Roosevelts iber den zeitlich bedingten Charakter des, Darlan- Regimes zu schwinden beginne. Die schwedische Zei- tungDagens Nyheter" stellt fest, daß de Gaulle und seine Mitarbeiter sich näch wie vor entschieden weigern, mit Darlan zu s a m m e st z u ° arbeiten, und daß die englische Oesfentlichkeit bie Meldungen über Darlans Wirksamkeit mit i kÜderwillen verfolge. _ _

Auch derDaily Telegraph", das offizielle Organ brr Konservativen Partei, weist darauf hm, daß die I Anhänger de Gaulles zugunsten der früheren Man* n?r Vichys benachteiligt würden. Es sei kaum an- i zmehmen, daß Darlans Tätigkeit nur ooruber* achenden Charakter haben werde, nachdem sich feeftafrifa ihm angeschlossen habe. Dort sei Darlan I Weit mehr Herr der Lage als in Nordafrika, wo er sich den Wünschen der Besatzungsmächte fugen Wüsse. Wie weit aus dieser Stellungnahme des .£aih) Telegraph" darauf geschlossen werden kann, ! biß auch die britische Regierung mit der Stellung i tarlans nicht einverstanden sei, ist schwer 3U be- I Urteilen. Außenminister Eden erklärte im Unter»

Oie Schraube ohne Ende.

Die Briten haben durch ihren Kairoer Nach« rckhtendienst die Meldung verbreiten lassen, daß bet gesamte arabische Raum von Algier und Marokko bis an die türkische Grenze nach dem Kriege zu einem großen Wirtschafts- block zusammengefaht würde, der in sichautark" sei, da beispielsweise die Aegypter ihre Produkte gegen Phosphat aus den französischen Nordafrika- . besitzungen einhandeln könnten. Besprechungen über * diese Pläne hätten bereits stattgefunden, allerdings müsse man mit der Verwirklichung bis nach dem Kriege warten.

Es dürfte wohl weder in Aegypten noch in Syrien, Libanon, Palästina und erst recht nicht im Irak oder in Iran einen klardenkenden Menschen geben, der auf diese faulen Versprechungen der Briten hereinfallen könnte. Nach dem ersten Welt­krieg brach England schmählich alle Zusagen poli­tischer Art, heute glaubt es, die gleichen Verspre­chungen auf das wirtschaftliche Gebiet verlagern zu können, da der politische Druck so brutal und ein­deutig geworden ist, daß es hier nichts mehr zu verschleiern gibt. Die Wirklichkeit des gesamten Nahen und Mittleren Ostens widerspricht zudem in so krasser Weise der britischen Agitation, daß aus der Veröffentlichung solcher angeblicher Pläne ledig­lich zu entnehmen ist, daß England mit allen Mit­teln versucht, die gegenwärtige Lage auf dem nord- afrikanischen Kampffeld dazu auszunutzen, Aegypten auch militärisch in das britische Fahrwasser zu zwingen.

Dem Zuckerbrot dieser Versprechungen wirtschaft­licher Art für die Zeit nach dem Kriege die zu­dem nicht die ersten sind entspricht die Peitsche des mit äußerster Brutalität ausgeübten Drucks, die ägyptische Armee aktiv zur Unterstützung der englischen Kriegführung einzusetzen. Die letzte Rede Nahas Paschas über den Rundfunk nahm in einer Weise für die Briten Stellung, daß Meldungen über einen von der ägyptischen Regierung angeblich gefaßten Beschluß, die ägyptische Armee den Briten zur aktiven Teilnahme am Krieg zur Verjüguna zu stellen, zumindest im Auge behalten werden müssen. Man weiß, daß der Hof ein starkes Gegengewicht gegen diese Pläne darstellt, aber die Tatsache allein, daß solche Informationen in die Oesfentlichkeit drin­gen, beweist, mit welchen Mitteln die Engländer in Kairo arbeiten. Nach der ersten Agitationsflut über die Zielsetzungen der Briten und Nordamerikaner in Nordafrika ist aber in Kairo inzwischen eint starke Ernüchterung eingetreten, ja, Die England­feindlichkeit der breiten Massen hat sich zusehends verschärft, tvas allein aus der Tatsache hervorgeht, daß in Kairo erneut die Polizeistunde erheblich vor­verlegt wurde. -

Zudem ist die höchst kritische wirtschaftliche Si­tuation Aegyptens und der übrigen Orientländer ge­rade im Zusammenhang mit dem Auftreten der Yankees in Nordafrika und deren Absichten im Nah­ost-Raum in keiner Weise geeignet, die Vertrauens­würdigkeit der britischen Agitation zu stärken.. In Aegypten. Palästina, Syrien, Libanon, Iran und im Irak wird man sich heute immer wieder die

Oenf, 25.9100. (Guropaprefc.) Di- Stadt Al- Wer bietet heute das Gesicht eines aus tiefem Leylas Erwachten, der sich plötzlich am Rande emes Ab' flnmbes sieht. Der Verkehr ist in Unordnung, der rasen durch versenkte Schiffe gesperrt, so daß die ^ebensmittelzufuhr stark eingeschränkt ober em* gestellt, der Straßenverkehr durch Benzin mang et un- terbunben ist. Die Märkte sind ohne Lebensmittel und die Läden leer. Gleichzeitig haben die ersten Luftangriffe der Achse Opfer gefordert. Dazu be­ginn eine Phase ber politischen Erregung. Man Härte von Verhaftungen und Hinrichtungen. Die früheren Arbeiterorganisationen haben sich neu ge» bkdet. Sie verlangen eine Beteiligung an dem von tlbmiral Darlan eingesetzten gesetzgebenden Rat. Beiter Haden bie nach Aufhebung der Judengesetze Bieber frei wirkenden Juden unter der Behauptung, sie seien von ber Dichy'Regierung verfolgt worben, ton den USA.-Behörden Aemter gefordert und er* falten. Sehr gemischte Gefühle haben die Mobrima- chungsmaßnahmen hervorgerufen.

Das Leben ist teuer geworden. Die Eng­länder haben mit ihren in London gedruckten alge- ri'chen Franken eine Entwertung des Sel­bes hervorgerufen, bie sich in einem Sturm auf Die Geschäfte auswirkte. Die Läden waren im Nu äus­ser k a u ft. Für die in Umlauf befindlichen Dollars niib Pfuickre hat sich eine schwarze Börse gebildet.

Berlin, 25.Nov. (DNB.) Im Kaukasus- (e b i e t hielt die Schlechtwetterlage an. In den älern und den tiefer gelegenen Hängen verur- I sichten die anhaltenden Regenfälle zunehmendes Hochwasser, während im Hochgebirge weiter Schnee j feilt Es kam deshalb nur zu örtlichen Kampfhand­lungen. Im Terekabschnitt wurde ein ört- j sicher feindlicher Gegenstoß abgeschlagen.

In der K a l m ü ck e n st e p p e führten Vorstöße i deutscher motorisierter Einheiten zum Erfolg. «An \ her Gebirgsschwelle, bie ber eigentlichen Salzsteppe ft Westlich vorgelagert ist, griffen unsere Truppen stark j ausgebaute feindliche Stützpunkte an. Durch eine Umsassungsbewegung gelang es, den Gegner ein* ! zukesseln und einen winzigen Stützpunkt auszu- I neben» Hierbei vernichteten unsere Grenadiere eine | Lotterie und erbeuteten zehn Geschütze, 40 bespannte icoßfahrzeuge, Pferde, Kamele sowie zahlreiche ifanteriemaffen. Die Reste des geschlagenen Fein­es wichen nach Osten aus.

Im großen Donbogen und südwest 1 ich 1 61 a I i n g r a b griffen bie Bolschewisten wiederum I mit starken Jnfanteriekräften an, bie von einer I ffofcen Zahl Panzerkampfwagen unterstützt wurden. J besonders im Donbogen, wo durch hartnäckigen J Diderstand deutscher und rumänischer Verteidi- I gungsinjeln auf schmalem Raum feindliche Kräfte | gebunden waren, kam es zu schweren Kämpfen. In | erbittertem Ringen wurden die Verbindungen zwi- I foen einigen Igelstellungen wiederhergestellt und 1 in Bolschewisten blutige Verluste zugefügt. Nach I dem Durchbruch auf schmaler Front verachten die I Bolschewisten, ihren Angriff auf den Raum | wischen Wolga und Don auszudehnen. Die | putschen und rumänischen Verbände, bie an biesem I rontabschnitt eingesetzt finb, gaben jeboch keinen ! leter Boben preis und wehrten den Feind in I harten Nahkämpfen ab. Die Bolschewisten führten I wich hier zahlreiche Panzerkampfwagen in die I Macht. Durch Artillerie, Panzerabwehrkanonen | unb Panzervernichtungstrupps würben 24 bolsche- 4 Mische Panzer abgeschossen. Weitere hohe Ausfälle ! Kitte ber Feinb burch Bombenangriffe stärkerer | jampfflugzeugverbänbe. Darunter auch rumänischer j md slowakischer. Fünf schwere Sowjetpanzer unb 5 45 mit Truppen und Munition beladene Lastkraft» wagen wurden vernichtet. An einer Stelle zwischen j Polga unb Don versuchte eine bolschewistische Ka- i Ballerieabteilung burch Umgehung in die Flanke einer deutschen ©nippe zu stoßen. Das Vorhaben Würbe von ber Lustauskläruna rechtzeitig entbeckt unb Die gesamte feinDliche Abteilung Durch Bomben