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Aus her Stadt Gießen. I LadkkWsßre-elAKA auch für das ßandlveü. I rb
Entspannung im Alltag. Betriebsferien ebenfalls geregelt. Tapferkeit vor dem Feinde durch die Verleihrmg bl
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Dornotizen.
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NSG. In einigen Bezirken ist im Hinblick auf die gegenwärtigen Witterungsverhältnisse und die dadurch bedingten Schwierigkeiten in der Milcherfassung und Milchoerteilung eine gewisse Einschränkung in der Ausgabe von entrahmter Frischmilch eingetreten. Es ist dies kein Dauerzustand, so daß bei einem Witterungsumbruch mit einer besseren Zurverfügungstellung der entrahmten Frischmilch gerechnet werden kann. Bei dieser Gelegenheit wer-
triebe eines Handwerkszweiges periodisch wiederkehrende halb- oder ganztägige Schließungen genehmigt, so ist nach Möglichkeit zu vermeiden, daß in einem Bezirk am gleichen Tage alle Betriebe dieses Zweiges geschlossen sind. Den sogenannten Reparaturhandwerkern, wie Schuhmachern und Uhrmachern, kann genehmigt werden, ihre Werkstätten nur an einigen Tagen der Woche zum Verkehr mit der Kundschaft offen zu halten. Die Annahme eiliger Reparaturen muß aber auch an den übrigen Tagen sichergestellt sein. -
Betriebsferien sollen in Betrieben mit mehreren Gefolgschaftsmitgliedeern nach Möglichkeit vermieden werden. Entsprechende Anträge, die auf dem bereits genannten Wege einzureichen sind, sollen nur dann genehmigt werden, wenn zwingende Gründe gegen die abwechselnde Beurlaubung der Ge'olgschaftsmitglieder sprechen. Im allgemeinen sollen' nur Alleinmeistern Betriebsschließungen zu diesem Zwecke gestattet werden. Die Betriebsferien sollen höchstens zwei Wochen betragen. Nach Mög- I lichkeit ist dafür zu sorgen, daß während der Betriebsferien dringende Arbeiten von einem anderen Betrieb übernommen werden können.
herangezogen, damit die von schlechten Zähnen möglicherweise ausgehenden Magen-, Darm- oder Infektionskrankheiten beseitigt oder von vornherein verhütet werden. Zunächst werden, auf der Schulzahnpflege aufbauend, die jüngeren Geburtsjahrgänge und sodann jahrgangsweise fortschreitend alle übrigen Bergmänner erfaßt. Gleichzeitig sind in den neuen Richtlinien die Voraussetzungen für die Gewährung von Zahnersatz wesentlich erweitert. Bei Vorliegen von chronischen Krankheiten ist die Gewährung von Zahnersatz nicht mehr an das Fehlen einer bestimmten Anzahl von Zähnen geknüpft. Außerdem können auch die Kinder aller Versicherten und bei Vorhandensein von drei erziehungsberech- I tigten Kindern auch die Ehefrauen und Witwen ein Zahnheilverfahren erhalten. Außer herausnehmbarem Zahnersatz werodn je nach Notwendigkeit Brücken, Kronen und Stiftzähne gewährt. Die Kostenbeteiligung der Versicherten, auf die im Interesse einer pfleglichen Behandlung des Ersatzes regelmäßig nicht verzichtet werden kann, ist auf ein geringes Mindestmaß festgesetzt worden. Der Prä- I sident der Reichsknappschaft hat mit dem Reichs- I zahnärzteführer und dem Reichsdentistenführer vereinbart, daß alle verfügbaren zugelassenen Zahnärzte und Dentisten zur Zahnsanierung herangezogen werden sollen. Somit ist trotz des Krieges für den allgemeinen Gesundheitszustand der Bergbaubevölkerung neben den bereits bekannten Maßnahmen auch durch diese Sonderaktion ein wesent» , kicher Schritt vorwärts getan worden.
rungen. Sie sind vielseitig, schwer und verantwortungsvoll und fordern einen ganzen Mann.
Schon die dem Wachmann in erster Lime oblie- aende Bewachung verlangt sehr viel Aufmerksamkeit und Sorgfalt. Er ist für die Sicherheit de Kriegsgefangenen-Unterkunft verantwortlich, eben für Ordnung, Reinlichkeit und Manneszucht seiner Gefangenen. Es obliegt ihm ferner die Kontrolle der Unterkunst zu Tages- und Nachtzeiten, die Prüfung der Vollzähligkeit der Kriegsgefangenen, die Abhaltung verschiedener Appelle, die Ueberwachung des ordnungsmäßigen B"kleidungs- und Ausrü- stungs?ustandes, des Gesundheitszustandes und der Durchführung der hygienischen, der feuer- und lüft- polizeilichen Bestimmungen.
Er ist aber nicht nur Wächter der Kriegsgefangenen, sondern auch ihr Betreuer. Als solcher sorgt er für die Behandlung Erkrankter, Verletzter, Verunglückter, entweder durch eigene, ärztliche oder lazarettliche Hilfe. Er führt hierzu den
Tapferkeit vor dem Feinde durch die Verleihung des DeutschenKreuzesinGold ausgezeichnet.
Der ordentliche Professor der Mineralogie an der Ludwigs-Universität Gießen, Dr. Emil Lehmann, Major der Reserve im Osten, erhielt die Spange zum Eisernen Kreuz 2. Klasse.
Drähte im Innern geordnet sind, läßt es sich gern drehen und legen. Die andere Richtung bewirkt allmählich die Auflösung eines heute vielleicht unersetzlichen Gebrauchsstückes.
Das interessiert die Hausfrau.
Vorübergehende Einschränkung in der Ausgabe von entrahmter Jrischmilch.
Verdunkelungszeit:
26. Februar von 19.55 bis 7.45 Uhr.
weniger entrahmte Frischmilch verteilt, oder wenn dieser nicht zur gewohnten Stunde für die Milchanlieferung eintrifft.
In diesem Zusammenhänge wird darauf hingewiesen, daß auch mit den geeichten Gesäßen bei der | Milchverteilung gerechnet werden muß, und die! Milchverteilung somit auch den Maßmöglichkeiten Rechnung zu tragen hat. Es ist daher unter Umständen notwendig, daß die Abgabe für mehrere Tage oder mehrere Personen eines Haushaltes zusamniengefaßt wird.
Zahnsanierung der Dergmänner.
Um für die Gesundheit und Leistungsfähigkeit des Bergmannes alles nur mögliche zu tun, führt die Reichsknappschaft im Rahmen einer Sonder- aktion eine großzügige Zahnsanierung durch. Nach den vom Präsidenten der Reichsknappschaft aufgestellten Richtlinien, die jetzt vom Reichsarbeitsminister und Reichsminister des Innern genehmigt worden sind, werden der Reihe nach sämtliche Berg- männer zur vollständigen Sa'nietung ihrer Zähnst
Wachmann und Kriegsgefangene im Arbeitseinsatz.
nur militärische Vorgesetzte, nur von ihnen empfangen sie Befehle, nur ihnen sind sie Rechenschaft schuldig, und mit ihnen führen sie Schriftwechsel.
Die Kommandoführer haben aber auch die Pflicht, | mit allen für sie-zuständigen örtlichen Behörden und Dienststellen (Arbeitsamt, Bürgermeister, Orts- bauermührer, Ortsgruppenleiter der NSDAP., Gendarmerie, Standortältesten, Standortarzt u. a.) persönlich Fühlung zu nehmen und zu unterhalten. Das Wort „Arbeitskommando" erklärt, daß auf die Arbeitskraft der Gefangenen nicht verzichtet werden kann und daß der Arbeitseinsatz im Sinne der Landesverteidigung geschehen muß. Wichtig ist daher die Feststellung der Arbeitsdurchschnittsleistungen, die dem Kriegsgefangenen täglich zugemutet werden können, ohne seine ständige Arbeitskraft zu beeinträchtigen. Sowohl hierin, als auch bei der An- und Ablieferung der Gefangenen zur Arbeit dürfen Unstimmigkeiten zwischen Wachmann und Unternehmer nicht auftreten, da dies alsbald von den Gefangenen bemerkt und ausgenutzt würde.
(Schluß folgt.)
Im Zuge der Entwicklung hat es sich als kriegswirtschaftlich notwendig erwiesen, nach der Laden- chlußverordnung für den Einzelhandel eine ent» p rechende Regelung auch für die Handwerksbetriebe zu treffen. Aus der Rechtsgrundlage der Verordnung über den Ladenschluß vom 9. Januar 1942 hat der Reichswirtschaftsminister durch Runderlaß vom 7. Februar 1942 die Nachgeordneten Stellen ersucht, die erforderlichen Bestimmungen über die Offen- haltungspflicht in Handwerksbetrieben zu erlassen und gleichzeitig die Frage der sogenannten Betriebsferien zu regeln. Auf diese Weise werden die jeweiligen örtlichen Verhältnisse berücksichtigt werden können. In fettem Falle ist darauf zu achten, daß die Versorgung der Bevölkerung sichergestellt ist. Nach Möglichkeit sind die Bestimmungen für das Handwerk mit den für den Einzelhandel ergangenen abzustimmen. Ausnahmen von der Offenhaltungs- pflicht bedürfen behördlicher Genehmigung.
Anträge zu tage« ober stundenweiser Betnebs- schließung sind bei der zuständigen Kreishandwerker- chaft einzureichen, die sie im Einvernehmen mit der Kreisdienststelle des Fachamts „Das Deutsche Handwerk" in der DAF. an die untere Dermal, tungsbehörde weiterleitet. Werden für sämtliche De-
Unser aller Leben steht im Zeichen unermüdlicher Arbeit. Selbst der Feierabend ist oftmals ausgesuüt von taufend Dingen, die zur Erledigung drangen. Wenn wir auch wissen, daß unsere heutigen gern ab tigen Anstrengungen einstmals tausendfach belohnt werden, so mag doch der eine oder andere manchmal fast mutlos werden, wenn ihm die Arbeit über den Kopf zu wachsen droht. Dann ist es höchste Zeit, einmal zu prüfen, wie man seine Arbelts- Methoden oder feine Zeiteinteilung andern kann, daß man einerseits mit feinem Arbeitspensum fertig wirb und anderseits doch jeden Tag eine kurze Zeitspanne für sich selbst zur Verfügung hat, wo man frei vorn Alltag seinen kleinen Liebhabereien nach- gehey und alle Hast hinter sich lassen kann, um so die Kräfte zu sammeln, die für weitere Arbeit notwendig sind. Ein kurzer Spaziergang, em gutes Buch, ein wenig Blumenpflege ober em kurzes Desinnen füllen diese Freizeit aus, und die noch ve- vorstehenden Aufgaben gehen dann um wies leichter.
Vielen mag diese Forderung undurchführbar er- scheinen. Aber bei richtiger Zeit« und Arbeitsem- teilung und einigem guten Willen wird es sicherlich gelingen, diese kurze Arbeitsruhe für sich zu erwirken. Wer einmal den festen Vorsatz gefaßt hat und
Oie Mütterberatung der NSD.
Die Mütterberatung der NSV. in den Ortsgruppen N o r d und O st findet ab 1. März wieder regelmäßig statt, und zwar in der Ortsgruppe Nord an jedem Donnerstag von 15.30 Uhr bis 16.30 Uhr, in der Ortsgruppe Ost an jedem Freitag in derselben Zeit.
O
** Wer verdunkelt das Hotelzimmer? Nicht nur der Betriebsmhaber, sondern auch der Hotelgast ist in dem von ihm gemieteten Zimmer für die Verdunkelung verantwortlich. Der Hotelbesitzer muß für einwandfreie Verdunkelungsvorrichtungen sorgen. Er wird sie im allgemeinen auch vor Anbruch der Dunkelheit betätigen lassen. Wenn aber [ber Gast im nid) toerbun Felten Zimmer Licht macht oder — um zu lüften — die Verdunkelungsoorrich- tung im erleuchteten Zimmer entfernt, dann macht er sich schuldig und strafbar. Das ist eine von den vielen Auskünften, die „Die Sirene", die illustrierte Zeitschrift des Reichsluftschutzbundes, im neuesten Heft ihren Lesern gibt. Auch sonst enthält die große Luftschutz-Illustrierte wieder viel Wissenswertes aus den wichtigsten Gebieten des deutschen Selbstschutzes.
Aus der engeren Heimat.
Landkreis Gießen.
Großen-Linden, 25. Febr. Dieser Tage ] konnte einer der ältesten Einwohner unserer Gemeinde, Johannes Volk II., Frankfurter Straße, seinen 8 4. Geburtstag feiern. Er erfreut sich trotz des hohen Alters noch geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit, so daß er am Zeitgeschehen noch regen Anteil nimmt. Dem alten Herrn nachträglich unseren herzlichen Glückwunsch.
Kreis Alsfeld.
Neuinszenierung „Die Königskinder" im Theater.
In ber Neuinszenierung der Hurnperdinckschen Märchenoper „Die Königskinder" singt wegen Erkrankung von Fräulein Gabriele Posiinke bei der Erstaufführung die Partie ber Gänsernagb Fräulein Valeska Lange.
Oie Gommerserien der Gchuin.
Auch im Jahre 1942 werden die Sommerferien wieder 7H Wochen betragen und dreifach gestaffelt sein durch einen Erlaß des Reichserziehungsministers werden die Staffeln für 1942 wie folgt festgelegt: 1. Staffel: 27. Juni (1. Ferientag) bis 17. August (letzter Ferientag); 2. Staffel: 4. Juli (1. Ferientag) bis 24. August (letzter Ferientag): 3. Staffel: 11. Juli (letzter Schultag) bis 1. September (letzter Ferientag).
Die Einteilung in drei Staffeln erfolgte aus verkehrstechnischen Gründen. Zur 3. Staffel, also die Zeit vom 11. Juli bis 1. September, wurde bas Land Hessen eingeteilt, zur 2. Staffel gehört die Provinz Hessen-Nassau.
Für die ländlichen Volksschulen ist mit Rücksicht auf die verschieden liegenden Erntezeiten bereits im Vorjahr eine unterschiedliche Festlegung der Termine der Sommerferien erlaubt worden. Auch für 1942 gelten die vorjährigen Bestimmungen.
G ecker und Steckdosen schonend behandeln
* Hombera, 24. Febr. Dieser Tage beging der hiesige Wanderverein seinen Heimatabend, der gut besucht war. Wanderführer Al- lenöörfer betonte, das Hauptziel aller Wand ervereine sei, die Heimat gründlich kennenzulernen. Auch während des Krieges soll mindestens die engere Heimat besucht werden. Franz jr. erfreute durch den Vortrag zweier selbstöerfaßter humoristischer Gedichte und eines Musikstückes, Hüde K r e b ü h l trug Mundartgedichte vor, und Wanderkamerad K. G u n d r u m brachte Gedichte von Friedrich Stolze. Die im Wanderjahr 1941 erworbenen Wanderauszeichnungen wurden verteilt, es konnten 26 Mitglieder ausgezeichnet werden. Am i Sonntag fand Äne Wanderung nach Deckenbach statt, an ber sich 24 Personen beteiligten.
Feldpostpäckchen unterschlagen.
\XA Jahre Zuchthaus.
LPD. Darmstadt, 25. Febr. Das Darmstädter Sondergericht verurteilte die 18jährige M a r g a • rethe Heil, die in Groß-Gerau als Hausangestellte tätig war, zu ei n e m I a h r u n d sechs Monaten Zuchthaus. Sie hatte fortgesetzt Päckchen, die ihre Dienstherrin an den Sohn nach Rußland schicken wollte und ihr zur Aufgabe bei der Post gegeben hatte, unterschlagen, den Inhalt teilweise selbst verzehrt, teilweise an ihren Freund ins Lazarett geschickt. Zufällig mar eines dieser Pakete, das sie sich in ber Waschküche versteckt hatte, gefunben worden, so baß bie ganze Sache herauskam. Das Mädchen hatte ihre Arbeitgeber schon vorher bestohlen, hatte aber auf Vorhalt stets Neuerung gelobt und war wegen ihres Fleißes und freundlichen Wesens immer noch behalten worden. Sie gab zu, acht Pakete an sich genommen zu haben. Sie mußte, da sie sich so bedenkenlos an Feldpostpäckchen vergriffen hatte, auf Grund ber Volks- fchädlingsverordnung verurteilt werben.
ihn durchhält, wird sehr bald spüren, wie segensreich sich diese kurze Zeit ber Entspannung auswirft.
Da kann im Beruf ober im Haushalt manch nutz- loser Weg erspart, manche Doppelarbeit vermieden werden, wenn man vor Beginn seines Tagewerks ein genaues Programm festlegt. Auch wenn man über ein gutes Gedächtnis- verfugt, ist es oorteil- haft, einige Stichworte schriftlich niederzulegen. Wenn man es schwarz auf weiß besitzt, braucht man damit nicht feinen Kopf zu belasten, unb eine -arbeit, bie man folgerichtig zu Ende führt, Hilst einem weiter, als wenn man vier Dinge nebeneinander zu erledigen sucht, wobei dann nichts richtig wirb. Lange Telefongespräche über Familienangelegenheiten sind heutzutage nicht am Platze, dabei kommt oft nur Klatsch und unnützes Jammern heraus. Bekanntenbesuche sind ganz schön, wenn sie ^doch uneingeloben und zu möglichst unpassenden Tageszeiten erfolgen, sind sie eine Last unb Plage für die arme Hausirau. Ein entsprechender Hinweis ist keine Unhöflichkeit, und die wirklich guten Freunde verstehen es schon, wenn wir jetzt weniger Zeit für sie übrig haben.
Das waren nur ein paar Beispiele. Sicherlich treffen sie nicht auf jede Familie unb jeden Haushalt zu, aber ebenso gewiß wird es in jedem Fall noch Möglichkeiten geben, die Arbeit auch zu Hause so zu gestalten, daß eine kurze Stunde der Freizeit dabei herausspringt. Aus diesen stillen Stunden der Besinnung und Sammlung werden Ruhe, Aus- geglichenheit und Zuversicht erwachsen, die allem die Kraft und den guten Mut zu weiterer Arbeit zu geben vermögen.
Sendboten des Frühlings.
Zur 6. Reichsstrahensammlung im kriegswinlerhilfswerk 1941/42.
erforderlichen Schriftverkehr und die Bücher. Die von der Heimat ober vom Internationalen Roten ' Kreuz stammenden Liebesgaben für die Kriegsge- ' angenen seines Kommandos unterliegen seiner 1 leberwachung, Verwahrung und Ausgabe an Hand der zu führenden Bücher. Die ordnungsmäßige Ausgabe und Einnahme der Kriegsgefangenenpost und Rück- oder Weitersendung an Verletzte, ebenfalls : unter Führung ber erforderlichen Listen unb I - Bücher, gehören zu seiner Tätigkeit. Der Wach- ; mann ist ferner bazu berufen, bie Verpflegung der Kriegsgefangenen zu überwachen unter bem Ge- ichtspunkt einer ausreichenden unb zweckmäßigen Kost auch im Sinne der Erhaltung ber Arbeitskraft.- Er ist an der Lohnlistenausstellung unb -einrichtung beteiligt, ebenso wie er ben Geldoerkehr ber Kriegsgefangenen mit zu überwachen hat. Daneben hat er die Aufgabe, bie Slrbeitsleiftungen b er Gefangenen zu kontrollieren. Er hat in biefem Sinne stets mit den Arbeitgebern Fühlung zu halten und sich durch regelmäßige Kontrollgänge vom Einsatz und ber Arbeitsleistung ber Gefangenen zu überzeugen. Es ist seine Pflicht, bie Gefangenen zu fleißiger und produktiver Arbeit anzuhalten und nötigenfalls dazu zu zwingen. Bei auftretenben Schwierigkeiten ober vermeintlichen Härten, die ihm von Arbeitgebern vorgebracht werden, hat er aufklärund und vermittelnd einzugreifen, so z. B.: Verweisung ber Arbeitgeber bei Anforberung von Kriegsgefangenen an bie zuständige Stelle (Ortsbauernführer, Arbeitsamt usw.), Festsetzung der Arbeitszeit in Zeiten des Höchstein- atzes (Frühjahrsbestellung, Ernte usw.). Er sorgt ür bie ordnungsmäßige Durchführung des befohlenen Arbeitseinsatzes, duldet keine selbständigen Um- [ besetzungen oder einen Austausch von Kriegsgefangenen unter den einzelnen Arbeitgebern, soweit, nicht zu gewissen Notzeiten die erlaubte ländliche Nachbarhilfe in Frage kommt.
Der Wachmann hat aber auch in ben Kreis ber Arbeitgeber seines Kommandos das erforderliche Verständnis für die durch die Krieaslaae und den Bedarf an Arbeitskräften in der Wirtschaft erfor-1 derliche Notwendigkeit von Umbesetzungen ober zeitweiser Entziehung von Arbeitskräften hineinzutragen, da diese ja nur dem Wohle der Gesamtheit des deutschen Volkes bienen. Sie sind nun einmal durch die Anforderungen des Krieges bedingt. Der Wachmann h a t keinerlei Einfluß hierauf. Erhatledig lichdiegegeb en enBe- fehle auszuführen. Don der Bevölkerung muß aber hierbei aus ben vorstehenden Gesichtspunkten heraus erwartet werben, daß sie diesen Maßnahmen das nötige Verständnis entgegenbringt : und nicht in dem Wachmann nur ben bösen Mann sieht, der in ihre persönlichen Verhältnisse, wie sie : meinen, selbständig eingreift.
i Als Soldaten haben die Wachmänner
Das Kriegswinterhilfswerk hat diesmal unsere gefiederten Frühlings'boten für die 6. Reichsstraßensammlung ausgewählt. An ber Schwelle zum Frühjahr 1942 marschieren sie alle auf, unsere kleinen Freunde, die bekannten sowohl wie die weniger bekannten: Buchfink und Bachstelze, Pirol, Kohlmeise und Gimpel. Das vornehme, einfarbige Kleid der Amsel fehlt ebenso wenig wie bas Harlekinsgewand des Stieglitz. Auch das Rotkehlchen ist dabei, der Eichelhäher und der farbenprächtige, fremdländisch anmutenöe Eisvogel. '
In vielen Gauen unseres Vaterlandes haben Tausende von Volksgenossen in wochenlanger Arbeit, vielfach in Heimarbeit, die niedlichen Gesellen aus Porzellan geformt, hübsch bemalt und gebrannt. Nun warten sie nur noch darauf, daß sie ausfliegen dürfen, um alle Volksgenossen zu schmücken.
Die Männer der SA., der ff, des NSKK. und des NS. - Fliegerkorps, Ehrenabteilungen der NSKOV. und in einzelnen Kreisen bie Politischen Leiter werben am 28. Februar unb am 1. März bU kleinen bunten Vögel zum Verkauf anbieten, und sie werben mit dem Absatz keine Schwierigkeiten haben, obwohl sie in Scharen von 52 Millionen vertreten sind, denn jeder Deutsche weiß, baß diese kleinen Sendboten des Frühlings helfen, die Heimat gesund und stark zu erhalten.' Die Spende für bas Kriegswinterhilfswerk ist längst zu einer Ehrenpflicht unseres Volkes geworden. Die Armee der tätigen Hilfe marschiert, und keiner wird abseits
Obwohl für jeden Deutschen unb besonders t für Soldaten es sich von selbst versteht, daß i er an dem Platz, an den er gestellt wird, seine Pflicht zu tun hat, kommen aus der Bevölkeruna, sowohl in ländlichen wie in städtischen Kreisen immer wieder Aeußerun- i gen, als ob die bei ber Bewachung ber , Kriegsgefangenen eingesetzten Mannschaften ' überflussia seien und ein untätiges Leben führten, statt wie andere Kameraden an der Front eingesetzt zu werden. Vielfach herrscht i bie Ansicht, daß die Wachmannschaften in dieser Zeit, wo jede Arbeitskraft im deutschen Volk restlos eingesetzt und ausgenutzt werden müsse, einen Dienst tun, der nur wenig Pflichten unb geringe Arbeit mit sicb bringt. Diese ebenso falsche wie ungerechtfertigte Kritik ist nur deswegen möglich, weil die meisten Volksgenossen über die Vielseitigkeit der Aufgaben, die sich im Dienste der Kriegsgefangenenbewachung ergeben, nicht ober doch nur unvollständig unterrichtet sind. Ein Einblick in die Aufgaben eines Wachmanns dürfte jedoch auch sie eines Besseren belehren. >
Nicht alle können am Kampfe gegen ben Feind- teilnehmen. Auch ber Dienst in ber Heimat, wozu bie Bewachung ber Kriegsgefangenen gehört, ist für ben Verlauf und den Enderfolg des Krieges von größter Bedeutuna.
Unsere Frontsoldaten haben unter Einsatz von Leben und Gesunbheit die Kriegsgefangenen eingebracht, in ber Heimat sollen und müssen sie betreut, bewacht und einer für das deutsche Volk nutzbrin- genben Tätigkeit und Arbeit zugeführt werden. Der französische, belgische, serbische und englische Kriegsgefangene ist und bleibt unter Gegner, aber als un- bewaffneter Feind hat auch er Anspruch auf Achtung feiner Person unb seiner soldatischen Ehre.
Das gesamte Kriegsgefangenenwesen wirb nach den gesetzlichen Bestimmungen von einer wohldurchdachten militärischen Organisation geleitet, und zwar von ber höchsten Kommandostelle beim Oberkommando der Wehrmacht herab bis zum Mhrer eines Arbeitskommandos und den Wachleuten in Stadt und Dorf. Denn bie in früheren Kriegen übliche Einrichtung der Verwahrung der Kriegsgefangenen in geschlossenen Lagern gestattet der moderne Krieg mit seiner engen Verknüpfung von Wehrmacht und Wirtschaft nicht mehr. Außer in den großen Stammlagern befinden sich aus diesem Grunde die Mehrzahl der Kriegsgefangenen in größeren ober kleineren Einzellagern, von wo aus sie bei Industrie und Landwirtschaft vom Stammlager durch Vermittlung des Arbeitsamtes eingesetzt werden.
Auf diese dem Arbeitseinsatz ber Kriegsgefangenen dienenden und danach benannten . Arbei^kommandos", geleitet vom Kommanbofüh- rer, erstreckt sich ber Aufgaben- unb Tätigkeitskreis ber Wachmannschaften. Diese Aufgaben aber st e l - l e n an den Wachmann höchste Anforde-
Im Kriege rst es schwer, auch für wichtige Kleinigkeiten des täglichen Lebens Ersatz zu beschaffen. Um so mehr müssen sie geschont werden.,Stecker für elektrische Leitungen müssen vor Herunterfallen ober ......
qor Drauftreten bewahrt werden. Niemals darf den bie Hausfrauen gebeten, bie Schwierigkeiten, ein Stecker an ber Schnur aus ber Dose gezogen bie sich bet ber gesamten Milchanlieferung und ins- wcrden Die Anschlußschnüre sollte man behandeln besondere auch der Milchverteilung für den Klem- . wie der Seemann sein Tau: nur nach einer Seite, Verteiler ergeben, zu berücksichtigen. Es ist also nicht nach ber es seinen „Drall" hat, nach der auch die bas Verschulben des Milchmannes, wenn biefet


