vonnerrtaq. 26. Hebruar ^42
Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen)
Nr. 48 Zweiter Blatt
Aus dem Reiche der Krau
gäbe.
Grießklöße.
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material, — sie hat eine Blende und einen
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kalten Klößchen abstechen und in heißem Fett braten. Auch einfache Grießklöhe sind eine geschätzte Bei-
Ze gleiches Preisen io Apotheken. Drogerien end durch die Bronneoverwaitung Biskircheo • Ruf 44 - erhältlich.
% Liter Wasser, Salz, 250 bis 300 g Grieß, 20 g Fett, 3 geriebene rohe Kartoffeln. Wasser mit Salz zum Kochen bringen, Grieß einstreuen und unter ständigem Rühren so lange kochen lassen, bis sich der Grießkloß vom Topf löst. Dann gibt man die übrigen Zutaten hinzu, und sticht mit einem Löffel kleine Klöße ab, die man in kochendem Wasser 10 Minuten ziehen läßt.
Zum Schluß noch ein herzhafter Eintopf, der besonders gut schmeckt.
die Aermel kimonoartig angeschnitten.
Die kurze Bolerojacke (links) ist aus dem Kleid
oder aufzuhängen (die frühere Regel, einen Strumpf von rechts und links gründlich zu waschen ist nur noch für Herren- und Kinderstrümpfe gültig). Zum Stopfen feiner Strümpfe versucht man das Garn in genau passender Farbe zu wählen. Da die meisten Strümpfe zuerst an den Hacken durchgescheuert werden, ist es zweckmäßig, die gefährdeten
kann man z. B. etwas gedünstetes Weißkraut nehmen. Der Teig wird mit Hilfe des Tuches eingerollt, auf ein gefettetes Blech gelegt, oben noch mit etwas Fett oder Milch bestrichen und bei Mittelhitze gebacken.
Gut schmeckt auch eine Gemüsepastete, die man aus einfachem Hefeteig herstellt.
Gemüsepastete.
250 g Mief)I, 25 g Hefe, etwa % Liter Milch, Salz, 1 kg Kohlrüben oder andere Gemüse, 30 g Fett, 20 g Mehl zum Binden des Gemüses, Salz, Kräuter. Man stellt einen Hefeknetteig her, den man gut gehen läßt. Man rollt ihn aus, belegt mit % des Teiges eine gefettete Auflaufform, gibt das gedünstete, gut abgeschmeckte Gemüse darauf und legt den Rest des Teiges darüber. Die Teigplatte wird mehrere Male durchstochen. Man bäckt die Pastete etwa 45 Minuten.
Eine leckere Beigabe zu Gemüse oder Salat sind gebratene Grießklößchen.
% tziter Waffer/225 g Grieß, Salz, etwas Fett. In das kochende Wasser den Grieß einstreuen, dick ausquellen lassen und abschmecken. Nach dem Er
stellen im voraus zu schützen: man stopft sie von links mit dünnen, in der Farbe genau passenden Fäden schräge durch, und zwar mit ganz kleinen, außen fast unsichtbaren Stichen.
Die Zuckersparkaffe.
Zwar ist es noch lange hin bis zum Sammer mit seiner Obsternte und dem Einmachen. Aber wir wollen trotzdem jetzt schon mit dem Zuckersparen beginnen, um während der Einkochzeit mit einem genügenden Vorrat versehen zu sein. Während wir in früheren Jahren die Zuckersparkasse einführten, um nachher nicht auf einmal die große Geldausgabe zu haben, schütten wir jetzt im Kriege trotz der Zuckerzuteilung gleich wieder etwas Zucker in die leeren Gefäße, um einen kleinen Vorrat anzusammeln. Vielleicht können wir in jeder Zuteilungs-
Oie „Quelttarioffel".
Pellkartoffeln — Quellkartoffeln — wie man sie auch nennen möge, richtig ist, daß sie leider wenig Sympathien haben, besonders bei den Männern. Es ist begreiflich, denn kommen sie mit der Schale auf den Tisch, so verleidet das'dem Ehemann ganz und gar das Essen, selbst dann, wenn er sie geschält bekommt von einer noch so lieben Hand: er muß warten auf das Schälen; des öfteren sind sogenannte „seifige", d. h. nicht mehlige Kartoffeln darunter; das Salz fehlt, man muß mit dem Streuer nachhelfen — kurz, alles Dinge, welche die Gemütlichkeit stören. Die Salzkartoffeln, hierzulande meist „Salzstücke" genannt, sind doch bequemer und schmackhafter, heißt es!
Liebe Hausfraul Das braucht nicht so zu sein. Ich will dir erzählen, wie ein Ehemann, leiden- schaftlicher Gegner der Quellkartoffel, bekehrt wurde. Du mußt es nur folgendermaßen anfangen: Suche dir gleichmäßige, nicht zu kleine Kartoffeln (denn diese sind meist nicht mehlig und somit besser geeignet zu Kartoffel-Gemüse und Kartoffel-Salat), wasche sie gut und koche sie mit etwas Salz gar. Abgeschält kommen sie nun wieder in den noch heißen Kochtopf, und Zwar halbiert oder geviertelt, so als ob man Salzstücke hätte. Nun streue etwas feines Salz darüber und schwinge sie tüchtig im Topf um, damit sie abdampfen und etwas zerfallen wie die Salzkartoffeln, vorausgesetzt, daß der Gatte solch mehlig zerfallende Kartoffeln liebt. Andernfalls mußt du sie nur vorsichtig schütteln, nur eben so viel, daß sich das Salz gut damit vermengt. Hast du nun noch eine gute oder pikante Soße Saflu — sie muß nicht immer von Braten und Fleisch sein — so wette ich, daß der Cbegemahl es gar nicht merkt, daß du keine Salzstücke auf dem Tisch hast und dir vielleicht noch — wie der obengenannte Quellkartoffel-Gegner — auf deine Frage nach seinem gesegneten Appetit antwortet: „Tjaa, wenn es keine Quellkartoffeln gibt und die Kartoffeln schmecken so gut wie diese, dann lasse ich es mir gefallen." Alsdann aß selbiger Quellkartoffel- Verächter eine ganze Woche lang Pellkartoffeln unmerkte es nicht: einmal als Brei, sehr zart mit Salz, Milch und etwas Butter verrührt, ein andermal zerquetscht, mit ganz wenig Milch und Salz vermengt und mit dem Löffel zu kleinen Klößen ausgeschöpft, oder als Zwiebekkartoffeln, d. h., die venneintlichen Salzkartoffeln waren obenauf mit gebräunten Zwiebellöckchen „verbessert", jedenfalls gab es zu Gemüse- und Fleischspeisen nur noch die ,,imitierten" Salzstücke, wie oben geschildert, und es erhob sich nie mehr eine Klage ob der verhaßten Quellkartoffel. Daß eine solche schneller geschält ist als eine rohe, ist obendrein auch ein Vorteil. Dazu wirst du erstaunt sein, liebe Hausfrau, wie wenig Abfall du hast, wie dein Kartoffelvorrat nur sehr langsam abnimmt, und daß du außerdem deinem Körper noch die wertvollen, unter der Schale liegenden Nährstoffe zuführft, ist eigentlich der wertvollste Nutzen.
Also, probier's einmal wie ich!
Eine Hausfrau.
kragen aus dem grünen Stoff.
Die lange, durchgeknöpfte Jacke^ (rechts) mit den großen Rahmentaschen ist aus dem grünen Wollstoff gearbeitet, — sie wird in der Taille mit einem schmalen Stoffgürtel zusammengehalten. Die Knöpfe sind mit Stoff bespannt. H.
schlichtes, zweifarbiges Wollkleid mit zwei Jacken für junge Mädchen schlagen wir heute vor.
Das Kleid (Mitte) ist aus hellbraunem Material mit einem Blusenvorderteil aus mandelgrünem Wollstoff. Den braunen Seitenteilen der Bluff sind
>er Sowjets ne westdeutsche im nordest« Wochen lang in sonders schwere annten die Balbis 19.2. gegen eher brachen die mmen. Am Der» nhaltenden ig zu Nahkämp- t Zurücklassung immer mietet menen Mun» agen die Ber« r 000 Mann, urö Verwunde« r deutschen Ar« muffe, die zahl« ober in de» wer wieder zer« Gefangene von Regimentern ge« jenen Zeit nach dlicheRegf ■fer Division in jmeren Verluste, hatten, zwangen e wesentlich em*
Buntes Allerlei mit Graupen.
250 g Graupen, 1 Kopf Wirsingkohl oder anderes Gemüse, etwas Suppengrün, Lauch, 40 g Fett oder 125 g fetteres Hammel- oder Rindfleisch, 750 g Kartoffeln, 1 Liter Wasser oder Brühe, evtl. Petersilie oder Schnittlauch, Salz. Die eingeweichten Graupen werden mit dem Wasser halb weichgekocht. Wird Fleisch verwendet, so kocht man es mit den Graupen zusammen fast weich. Die geputzten Gemüse werden mit der Zwiebel in wenig Fett ange- dünstet, die vorher in Würfel geschnittenen Kartoffeln' dazugeaeben und mit den Graupen zusammen gekocht. Man schmeckt mit Salz ab und streut etwas Kräuter darüber.
Gute Kost zur Winterzeit.
Die Hausfrau hat es jetzt manchmal nicht leicht, ein sättigendes Gericht, das gut schmecken und doch auch etwas Abwechslung bringen soll, auf den Tisch zu bringen. Einige kleine Vorschläge können ihr bei diesen Üeberlegungen vielleicht helfen.
Wie ist es z. B. mit dem Herstellen von Nudeln? In manchen Gegenden ist das Selbermachen von Nudeln beinahe Ehrensache der Hausfrau. Aber vielleicht ist auch diesen geübten Hausfrauen nicht bekannt, daß man dabei nicht unbedingt Eizusatz benötigt. .
Nudeln (ohne E i).
500 g Mehl, Salz, etwa V* Liter Wasser (lauwarm), je nach der Quellfähigkeit des Mehls etwas mehr oder weniger. Mehl sieben, Salz und lauwarmes Wasser in die Mitte geben und von da aus alles zu einem festen, aber geschmeidigen Teig durchkneten und dann dünn ausrollen. Wenn der Teig etwas getrocknet ist, schneidet man ihn in Streifen, die man zum Trocknen etwas ausbreitet, damit sie nicht aneinanderkleben können. Nach dem Trocknen werden die Nudeln wie üblich verwendet.
Ei«e nette Abwechslung im Küchenzettel ist auch ein
Strudel,
den man z. B. mit Gemüse füllt. Man stellt dafür Nudelteig (die Hälfte des Rezeptes) her, in den man noch 10 g Fett und evtl, ein Ei gibt. Den geschmeidigen Teig, den rhan so lange geknetet hat, bis er glatt ist und Blasen bekommt, legt man zum Ruhen Vi Stunde unter eine erwärmte Schüssel. Dann wird ein sauberes Tuch ausgebreitet, bemehlt, darauf der
Die pflege der Strümpfe.
Strümpfe sind allzeit Sorgenkinder ihrer Trägerinnen, heute mehr denn je,, sollen doch die zur Verfügung stehenden Paare möglichst lange in autem Zustand bleiben. Wie erreichen wir das bei dem oft so empfindlichen Gerpebe? Als erstes ist da zu beachten, daß jedes neue Paar Strümpfe vor dem Anziehen in lauwarmem Wasser durchgewaschen wird. Hierdurch wird neben der besseren Elastizität erreicht, daß die Strümpfe beim Feuchtwerden durch Regen z. B. nicht mehr so wasserempfindlich sind und somit die ärgerlichen Wasfer- flecke in Fortfall kommen. Im übrigen braucht, zu- mindesten was Damenstrümpfe anbelangt, aus dem Strümpfewaschen keine große Sache gemacht zu werden. Da es erfahrungsgemäß besser ist, feine
Was sollen wir tragen?
PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS
Oie Speisekammer.
Eine Speisekammer hat jede Hausfrau, und wenn es auch keine „Kammer", sondern nur ein Schrank, Brett, Wandfach oder sonst irgendein Platz ist. Die Wohnungen ohne eine besondere Speisekammer machen viel Kopfzerbrechen und Mühe. Man möchte beim Kochen alles griffbereit haben und muß beim Aufbewahren in der Küche selbst der Wärme lindes Dampfes wegen sehr vorsichtig sein. Aber auch auf Schranken, Hängeböden oder sonstigen Abstellräumen darf man nichts aus dem Auge verlieren, sondern muß immer wieder einen Kontrollgang machen.
Das Eingemachte vor allem verlangt feine Pflege. Jede Woche, am besten an einem bestimmten Tage, unterziehe man alle Gläser und Flaschen einer Prüfuna. Wenn die Gläser noch so lange gehalten haben, so können sie plötzlich durch unbemerkte Ursachen aufgehen. Besonders gilt das für Saft und Marmelade, die durch plötzliche Wärme wieder in Gärung übergehen können. Hier achte man auch auf Schimmel; etwas Schimmel ist keineswegs beim ruhig end, doch muß man ihn beobachten, ob er nicht zu schnell weiterfrißt. Macht man ein Marmeladen- glas mit einer Schimmelschicht auf, so entfernt man vorsichtig den Schimmel und kocht die Marmelade wieder auf. Ist die Marmelade in Gärung überae- gangen (oft ein Zeichen, daß sie zu kurz eingekocht, ist), so verliert sie leicht den Geschmack. Dieser Schaden behebt sich am besten, wenn man sie mit einer anderen, möglichst durchdringenden, z. B. Apfelsinen- oder Johannisbeermürmelade, zusammenkocht. Hat man in Blechdosen eingemacht, so achte man auf eine eventuelle Verbeulung der Büchsen; gehen die Büchsen hoch, müssen sie schleunigst aufgemacht unverbraucht werden. Sprudelt beim Oeffnen schon der Saft heraus, so muß man ihn fortgießen, kann aber oft noch die Früchte verwerten.
Auch auf Mehl und Nährmittel muß geachtet werden. Man darf sie keineswegs längere Zeit außerhalb eines Schrankes in Tüten aufbewahren, sondern muß sie unbedingt in gut verschließbare Porzellan- oder Glasbehälter tun. Es empfiehlt sich, das Einkaufrdatum zu vermerken und immer zunächst die älteste Ware zu verwenden. Trotz alledem ist man vor unwillkommenen Mitessern nicht sicher. Man kann schon beim Einkauf kleine Maden in den Nährmitteln haben, die sich rasch vermehren. Am peinlichsten ist es bei den Haferflocken, weil sie verspinnen, d. h. zusammenbacken; dann bleibt einem nichts anderes übrig, als sie mit der Hand durchzusuchen und umzuschütteln. Grieß säubert man am besten von Maden, indem man ihn durch ein grobmaschiges Sieb laufen läßt. Beim Mehl empfiehlt sich dementsprechend ein engmaschiges Sieb.
Etwas schwieriger ist es bei den Graupen. Entdeckt man hier Maden oder Mehlkäfer, so muß man alles einzeln durchsuchen. Bei größerem Schaden ist es am praktischsten, die Graupen leicht anzurösten (natürlich nicht solange, daß sie braun werden). In der Hitze werden die Schädlinge mit absoluter Sicherheit getötet. Man nimmt dann die erhitzten Graupen, schüttet sie löffelweise auf ein Blatt Papier und durchsucht sie aufmerksam nach den kleinen toten Tieren.
Es ist auf jeden Fall wichtig, die Lebensrnittel zu erhalten. Wer sich der Mühe und Mehrarbeit des Aussuchens nicht unterziehen will, darf sich auch nicht die kleinsten Vorräte halten, sondern soll lieber von der Hand in den Mund leben. Denn jeder Verlust trifft nicht nur den einzelnen, sondern schadet der Sicherstellung der deutschen Dolksernährung.
E. v. S.
periode wenigstens ein halbes oder gar ein ganzes Pfund Zucker einsparen. Wir müssen dann zwar mit dem Zucker äußerst haushalten, aber wir können ja bei einigen Gerichten ganz gut Süßstoff an Stelle von Zucker verwenden. Jeden Monat ein kleines Quantum Zucker zurückgelegt, ergibt in einem halben Jahr ein hübsches Häuslein, und mir haben dann, wenn wir plötzlich fünf, ja sogar zehn Pfund Zucker zum Einmachen oder Saftherstellen gebrauchen, eine ansehnliche Menge in Vorrat. Ob Kleingartenbesitzer oder städtische Hausfrau, jeder kann im Sommer Beeren- und Steinobst, einmachen.
Apfelsinen- und Zitronenschalen.
Die Schalen von Apfelsinen und Zitronen sollten nicht achtlos fortgeworsen werden, da sie sich aus verschiedenste Art als Würze verwenden lassen. Aus einfache Art stellt man sich ein vorzügliches Gewürz für Süßspeisen und Gebäck her, indem man die Südfrüchte dünn schält, die Schalen an warmer Herdstelle oder in der Ofenröhre gut austrocknen läßt und dann bis zum Gebrauch in Schraubgläsern oder Stoffbeuteln aufbewahrt. Eine andere Art der Konservierung besteht darin, daß man die abgeriebenen Schalen mit so viel Zucker vermischt, daß man eine krümelige Masse erhält, die gleichfalls in Schraubgläsern aufbewahrt und ebenso wie getrocknete Schalen verwandt wird. Außerdem tonnen die gezuckerten und geriebenen Schalen auch zum Bestreuen von Kuchen und Süßspeisen gebraucht werden. Im Wasser weichgekochte Apfelsinenschalen kann man in Zuckerlösung kochen und erhalt dann ein Gewürz, das ähnlich wie Zitronat zu verwenden ist. Durstlöschend und wohlschmeckend ist ein Limonadenextrakt, den man aus Apfelsinenschalen oder auch Apfelsinen- und Zitronenschalen vermischt zubereiten kann. Dazu werden sechs Südfrüchte dünn geschält und mit einem Liter abgekochtem, erkaltetem Wasser übergossen. Dann fügt man 400 Gramm Zucker und 15 Gramm Weinsteinsäure hin- zu und läßt das Ganze unter gelegentlichem Umrühren 24 Stunden zugedeckt stehen. Dann wird die Flüssigkeit abgegossen, in verschlossenen Flaschen aufbewahrt und mit Wasser vermischt verwandt.
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Beleuchtung richtig — doch sparsam?
Es ist notwendig, mit dem Strom zu sparen, das wissen wir alle. Doch darf das nicht auf Kosten unserer Augen geschehen. Richtige Beleuchtung bei geringstem Stromverbrauch ist also die Parole. Und die Wsung dieser Frage ist leichter als man denkt.
Stromverschwender sind die Hängelampen, Lüster. Armleuchter, die von der Decke herabhängen und eine Menge Glühbirnen besitzen. Sie geben dem. ganzen Raum wohl Helligkeit, jedoch für eine Näh-, Schreib- oder Stopfarbeit langt sie nicht aus. Ganz abgesehen davon, daß sie viel zu viel Strom verbrauchen.
Bemühen wir uns, die große Mittellampe sc» wenig wie nur irgend möglich zu benutzen. In Durchgangszimmern drehen wir alle Birnen lose bis aus eine einzige recht kleine. Sie genügt vollkommen, um uns den Weg durch das Zimmer zu weisen. Zu allen Arbeiten jedoch wird eine Stehlampe zu Hilfe genommen, deren Lichtverteilung so reguliert sein muß, daß sie lediglich nach unten und etwas seitlich leuchtet. Keinesfalls soll die Leuchte hinter dem Arbeitenden Stehen- denn dadurch wirst sie den eigenen Schatten auf die Arbeit. Auch wenn das Licht von rechts einfällt, ist die Beleuchtung falsch, denn der Schatten der rechten Hand wirkt ebenfalls störend. Dunkle Schirme verschlucken zuviel Licht. Ist die Stehlampe richtig aufgestellt, so ermöglicht sie allen Familienmitgliedern das Arbeiten bei richtiger Beleuchtung.
Arbeit bei ungeschützter Glühbirne ist den Augen schädlich, weil sie blendet. Es ist ratsam, in Augenhöhe einen hellen Schirm anzubringen, der das Licht gleichmäßig verteilt. Im Notfälle genügt ein Bogen weißes Papier.
Zum Nähen dunkler Stoffe breite man ein helles Tuch auf dem Tisch aus und binde sich eine weiße Schürze ober ein weißes Tuch um. Dadurch wird die Helligkeit zurückgestrahlt.
Licht sparen soll uns ein Gebot der Stunde fein, doch darf es keinesfalls mit dem „Augenverderben" auf eine Stufe gestellt werden. Eine einzige richtig angewandte Glühbirne kann uns besseres Licht zuni Arbeiten verschaffen als ein großer Kronleuchter mit vielen Lampen. H. v. L
Strümpfe nach jedesmaligem Tragen zu waschen, so Strudelteig etwas ausgerollt und mit den Händen genügt es, jeden Strumpf leicht durchzuwaschen und weiter ausgezogen, bis er sehr dünn ist. Zum Füllen! nach zweimaligem spülen in ein Tuch zu rollen
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