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Oie Lage Englands äußerst kritisch."

Das Urteil eines amerikanischen Militärsachverständigen.

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Der Krieg in Ostasien.

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Tokio, 25. Februar. (DNB.) Das Kaiserliche Hauptquartier gibt bekannt: Die japanische Armee- lustwaffe griff gestern I a v a an und schoß über den Flugplätzen Bandoeng, Batavia und an­deren insgesamt 68 feindliche'Maschinen ab oder zerstörte sie am Boden. Außerdem wurden im Hafen von Batavia ein Leichter Kreuzer und zwei Handelsschiffe von etwa je 3000 BRT. schwer beschädigt. Die japanischen Verluste werden mit einer beschädigten Maschine angegeben.

Während die Schlacht um Java in vollem Gange ist, nähern sich die Kämpfe hes japanischen Verbiin-

in der Luft, so urteilt Baldwin weiter, find sie auf dem besten Wege, die kleine Insel Bali, die von großem strategischen Wert ist, zu besetzen. Die Bom­bardierungen Port Darwins, der einzigen großen alliierten Hilfsbasis für Java, nehmen an Heftigkeit zu, und ihre Folgen werden immer sichtbarer. Gleichzeitig, so schließt Baldwin, droht mit der Be­setzung Timors das Abreißen der letzten Ver­bindungen zwischen Port Darwin und Java."

Der Madrider Korrespondent bemerkt dazu, daß trotz dieses düsteren Bildes der Militärkritiker die Hoffnung nicht aufgibt, Java könne sich doch noch solange halten, bis die Vorbereitungen für ein Ein­greifen gegen Japan beendet sind. Der Korrespon­dent ist aber der Meinung, daß angesichts der dauernden Niederlagen der Gegner Japans nur wenige Personen in den Vereinig­ten Staaten, wenn sie aufrichtig sind, an einen er­folgreichen Widerstand Javas glauben.

Madrid, 25. Febr. (DNB.) Die Amerikaner sehen die politische und militärische Lage Eng­lands als äußerst kritisch an. Fachleute, wie der militärische Sachverständige vonNew Port Times", Baldwin, geben dieser Meinung, wie der Neuyorker Korrespondent des MadriderPa" am Mittwoch kabelt, auch schon offen Ausdruck. Baldwin schreibt in seinem Blatt:Der Krieg ist in den letzten Epochen des Winters seiner ent­scheidenden Phase (immer näher ge­kommen. Die Deutsches halten die strategisch wichtigen Punkte für eine Frühjahrsoffensive. Die Japaner drohen mit neuen Eroberungen im Osten. Ihre Erfolge am Wochenende beschwören eine ernste Gefahr für die Burma-Straße, für Indien und Australien herauf. Der Hajen Rangun ist von ihnen gesperrt. Kalkutta ist be­droht und Niederländisch-Jndien ernstlich gefährdet. Trotz der Verluste der Japaner zu Wasser und

deten auf Timor langsam ihrem Ende. Nachdem die Japaner im portugiesischen Ostteil bereits Truppen gelandet hatten, beseitigten sie jetzt den letzten Widerstand der Niederländer im niederlän­disch-indischen Gebietsteil der Insel. Die Insel Ti­mor ist die größte der kleinen Sunda-Jnseln (32 820 Quadratkilometer). Sie ist politisch aufgeteilt in Niederländisch, und Portugiesisch-Timor. Die In­sel ist gering besiedelt und wirtschaftlich noch wenig erschlossen. Kaffee, Wachs, Sandelholz und Kopra werden ausgeführt. «

Die Japaner dringen in Burma nach Ueberwin-

drfffe starker Feindkräfte, teilweise in erfolgreich geführten Gegenangriffen, abgewehrt. In den Un­bilden des russischen Winters, bei eisigen Schnee­stürmen und Kälte bis zu 45 Grad zerschlugen sie in unerschütterlichem Siegeswillen 37 8 feind- liche Angriffe. Von der Härte und Erbitterung tiefes winterlichen Abwehrkampfes zeugen die über­aus hohen Verluste des Feindes. Der Feind verlor außer zahlreichen Waffen und Kriegsmaterial über 14000 lote und ein Vielfaches an Verwundeten.

38 Sowjet-Flugzeuge abgefchoffen.

Berlin, 25. Febr. (DNB.) Unsere Jagdflieger, die bereits an den Vortagen den Sowjets schwere Verluste an Flugzeugen und Besatzungen augefügt hatten, errangen auch gestern wieder an allen Ab­schnitten der Ostfront in erbitterten Luftkämpsen ü b e r l e a e n e S i e g e. Bis jetzt liegen Meldungen

düng verzweifelten feindlichen Widerstandes wel» ter vor. Britischerjeits wird jetzt zugegeben, daß die britischen Streitkräfte in vollem Rückzüge sind. Sie verklausulieren zwar dieses veinliche Zugeständ­nis, indem sie behaupten, es sei ihnen gelungen, sichohne große Schwierigkeiten vom Feind abzu- setzen", wenn auchnicht ohne schwere Verluste".

Die EvakuierungManguns ist jetzt nahe­zu beendet. Sitz der burmesischen Regierung ist jetzt das nördlich gelegene Mandalay, wohin auch der größte Teil der Zivilbevölkerung gebracht wurde.

Reichsleiter- und Gauleiter-Tagung in München.

München, 25. Februar. (DNB.) Am 24. und 25. Februar fand in München eine Tagung der Reichsleiter und Gauleiter der NSDAP, statt, in deren Verlauf Reichsminister Speer, die Staats­sekretäre Backe und Reinhardt, Reichsjugenb- führer Axmann, der Reichskommissar für die Preisbildung Dr. Fischböck sowie der Leiter des Amtes für soziale Selbstoerantwortung in der DAF., Oberdienstleiter Dr. H u p f a u e r, über aktuelle Fragen ihrer Arbeitsgebiete berichteten.

Die Tagung, die vom Leiter der Parteikanzlei, Reichsleiter Bormann, geleitet wurde, begann mit einem ehrenden Gedenken der versammelten Parteiführerschaft an die verstorbenen Partei­genossen Reichsminister Dr. Todt, Reichsminister Kerrl und SA.-Obergruppenführer Hofmann sowie an die an den Fronten des Krieges für den Sieg gefallenen tapferen deutschen Soldaten.

Die Vorträge standen im Zeichen der Anspannung aller Kräfte der Heimat für den Kampf unserer Wehrmacht und gaben erneut in eindrucksvoller Weise der Entschlossenheit der Partei Ausdruck, das deutsche Volk auf seinem Wege zum Siege verant­wortungsbewußt und tatkräftig zu lenken.

Kleine politische Nachrichten.

Ritterkreuzträger Hauptmann Hans D a u m i l - . ler, Kompaniechef in einem Schützen-Bataillon, starb an den Folgen eines Unglücksfalles in einem Lazarett der Ostfront. Das reiche Soldatenleben eines hervorragend tapferen Offiziers, der durch feinen kühnen Einsatz schon' im Westfeldzug das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes erwarb, fand da­mit seinen Abschluß. Er war seinen Schützen ein leuchtendes Vorbild an Schneid und Draufgänger­tum und. wurde von ihnen nicht nur als Vorge­setzter und Führer, sondern auch als Vorkämpfer und Kamerad verehrt.

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Am 25. Februar verstarb nach längerer Krankheit in München eines der ältesten Mitglieder der NSDAP., Anton Drexler. Im Jahre 1934 wurde Drexler vom Führer mit dem Blutorden aus-

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Generalseldmarschall Keitel in preßburg.

Berlin, 25. Febr. (DNB.) Der Chef des Ober­kommandos der Wehrmacht, Generalfeldmarschall Keitel, weilte am 23. und 24. Februar zu einem Besuch in der slowakischen Hauptstadt Preßburg.

Das Ritterkreuz.

Berlin, 25. Febr. (DNB.) Der Führer ver­lieh das Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Generalleutnant Philipp Ileffel, Kommandeur einer Infanterie-Division; ^-Obersturmbannführer Otto Kumm, Kommandeur eines ---Regiments; Stabsfeldwebel Ulrich Melchior, Zugführer in einem Panzer-Regiment;

Generalleutnant Philipp K l e f f e l hat seine Division bereits im Westfeldzug von Erfolg zu Er­folg geführt. Auch hn Kampf gegen die Sowjets zeichnete er sich immer wieder durch umsichtige und entschlußfreuoige Führung und durch rücksichtslosen unerschrockenen Einsatz seiner Person in allen Kampflagen aus. Seit der Einschließung Leningrads hat die Division des Generalleutnants Klefsel von Mitte November ab weit mehr als hundert An­griffe der Bolschewisten in Bataillons- bis Divi­sionsstärke abgewiesen und über 50 Panzer, meist 52-Tonner, vernichtet. Dabei wurden 14 Divisionen der Sowjets teils völlig zerschlagen, teils schwer an­geschlagen. Generalleutnant Kleffel ist durch seine persönliche Einwirkung an den Brennpunkten des Kampfes ein leuchtendes Beispiel vollster eigener Einsatzbereitschaft gewesen.

^-Obersturmbannführer Otto Kumm nahm am 22. Januar durch kühn vorgetragenen Angriff ein beherrschendes Höhengelände und bewährte sich in den folgenden schweren Kämpfen hervorragend durch die aus eigenem Entschluß geführte Art der Abwehr. Bei den mit starker Infanterie und Kampf­wagen unternommenen Durchbruchsversuchen der Sowjets am 7. und 8. Februar wurden unter per­sönlicher Führung des ^-Obersturmbannführers Kumm allein 24 Feindpanzer vernichtet. Durch seine unerschütterliche Haltung erfüllte er seine tapferen ^-Männer während der fortgesetzten Angriffe mit neuem Kampfgeist und Siegeszuversicht.

Stabsfeldwebel Ulrich Melchior hat mit seinen Panzern immer wieder durch selbständiges Handeln und schneidiges Draufgängertum ganz wesentlich zum Gesamterfolg bei Abwehr und Gegenstoß mit beigetragen. Seiner schweren, am 23. Januar er­littenen Verwundung ist dieser tapfere Unteroffizier am 1. Februar erlegen.

Ein Sowjet-U-Boot griff im Schwarzen Meer das türkische MotorschiffTschenhaya" (300 BRT.) an und versenkte es durch Geschützfeuer. Das Schiff befand sich auf der Fahrt von dem bulgarischen Schwarzmeerhafen Burgas nach Istanbul.

Haüvtschriftletter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschrifilciters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. V. Ernst Blumschein; für das Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz, Wirt­schaft und Sport: Ernst Blumschein.

Druck und Verlag: Brükilsche Universitätsdruckerei R. Lange K. G. Vssrlagsleiter: Dr.-Jng. Erich Hamami; AnzeigeiUeiter: Hans Beck.

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