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Theater der Universitätsstadt Gießen

(Nachdruck verboten.)

46. Fortsetzung

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Axel Breidahl: Aufruhr im Oamenstist.

jtil b«' auf6 5'

Verdunkelungszeit:

26. Januar von 18.54 bis 8.42 Uhr.

als verursache ihr das große Mühe. Zuerst kamen die Worte langsam und zögernd, abgerissen und wegen ihrer Heiserkeit schwer verständlich von den Lippen. Dann sand sie langsam die Kraft, fließend

die Fälschungen vorgenommen und die Schecks ein° gelöst. Er für seinen Teil habe nur 1000 Mark erhalten. Ich glaubte ihm kein Wort und hielt ihm vor, daß nur ein Schauspieler unfern Buchhalter vor den Bantschaltern habe spielen können. Im übrigen, meinte er, schade es ja einer solchen Schwindelfirma wie der meinen nicht, wenn sie einmal gründlich ange^apft werde.

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Mr sagen ja! Die Männer und Mädchen (und jungen Frauen) der Heimat wissen, was das Ver- langen nach einer Zigarette bedeutet. Sie werden verzichten zu Gunsten unserer Soldaten, die kämpfen, bluten und, wenn es das Schicksal will, sterben für uns! Daher ergeht an alle der Nus: Auch die Zigarette, auf die die Heimat verzichtet, hilft unseren Soldaten das Kämpfen erleichtern!

: den bicheri« i Dr. Wäch« ftriktsSa' Gouverneur» weiterer vom Ministerialrat

Aus der Stadt Gießen

($m schöner Verzicht.

^Bläblick machte Herr Eberwein mir einen ®or«

Explosion in Raum 5

Roman von H.G. Hansen

Copyright by Promotheu »-Verlag Dr.Eldiadcer, CrSbenced b.MOndi«*

Wir haben es bei der Wollsammlung erlebt. Diele, sehr viele haben nach dem Aufruf des Füh. rers nicht lange überlegt, sie haben in ihren Pelz- und Wollsachen peinlich Musterung gehalten und

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Die 5. Morgenveranstaltung vereinigte unter dem SeitwortFlamm« bin ich sicherlich! Dichtungen und Kompositionen von Friedrich Nietzsche, zu- sammengestellt von Wilhelm Michael Mund und, Heins Roux. Im Mittespunkt der Morgenftler stand eine Ansprache von Profesior Dr. Otto ,fried' rieh Bollnow, Universität Gießen, der in ge- brannten Säßen einiae wesentliche Zuge eines zeit- gemäßen Nießsche-Bildes berausarbeitet^Ausqehend von den unmittelbaren' Beziehungen Nietzsches zu unserer Gegenwart entwickelte der Vortragende die Grundlagen von Nietzsches Lebensbegnfi, wie er vor allem aus demZarathustra abzuleiten il. Die B^drohuna der menschlichen Existenz und die Entdeckung eines dionysischen Lebensgefühls^er^

scheinen als weitenoirkende Elemente in Nietzsches Denken. Die Formulierung ''Leben heißt in Gefahr sein" kann als Quintessenz des Lebensbegriffes tm ,Larathustra" angesehen werden. Von hier-aus ist auch, wie der Vortragende aussuhrte, das von Nietzsche verkündete, vielfach gröblich mchoerstan. bene Ideal des Uebermenschen zu begreifen. Der Begriff des Uebermenschentums, die Wertsetzungen und Wertverwandlungen Nietzsches, sein Bild des heroischen Menschen und sein Kampf «egen den Geist der Schwere wurden in Kurze ebenso gedeutet wie die Beziehung und Bindung von Philosophie und Kunst und die Wandlung der sprachlichen Form > bei Nietzsche, der als Verkünder eines heroischen

*Sie heißen Siegmund Eberwein, geboren am 1 2. Juli 1899 in Berlin, früher Schauspieler, jetzt ' Agent?" Der Kommissar leitete die Vernehmung mit der Feststellung der Personalien ein. Es aing alles glatt. Der Mann gab feine Antworten schnell und sachlich Erst als sich Kammin den Verbrechen zu­wandte, deren Eberwein verdächtigt wurde, begann er halsstarrig zu werden.

Er leugnete nicht, während der fraglichen Zeit in Leipzig gewohnt zu haben, ebensowenig seine- Be­ziehungen zu Aenne Barkow. Aber er bestritt rund­weg, etwas mit den Fälschungen zu tun zu haben, erst recht mit dem Unglücksfalle in der Fabrik von Kaspar, Wand und Kabelt. Die Frage Kammms, was denn die Feststellung zu bedeuten habe, Die Barkow habe ihn verraten, beantwortete er nur mit einem Achselzucken. Fast zwei Stunden gaben sich der Kommissar und der Kriminaldirektor Muhe, aus dem Manne ein Geständnis herauszubrlngen. Sie hatten nicht den geringsten Erfolg und ließen ihn schließlich in eine Zelle bringen, um zuerst Aenne Barkow vorzunehmen.

Nach einer kurzen Pause, während deren sie hastig etwas zu sich nahmen, gaben sie Auftrag, das Mad- chen hereinzuführen. Sie kam zögernd näher, 'cöte sich schwerfällig und war gebeugt. Ihr Gesicht war so bleich als sei sie von einer schweren Krankheit befallen. Nur die Augen zeigten lebhafte Rote. Sie hatte geweint. , v ,

Daß wir Ihren früheren Verlobten, den Schau­spieler Siegmund Eberwein, verhaften ließen, haben Sie bereits gesehen", begann Kammin.Nun lassen Sie alle Ausflüchte bleiben Einmal haben Sie uns belogen und beinahe erreicht, daß wir Ihnen völli­gen Glauben schenkten. Das hat jetzt alles keinen Zweck mehr. Machen Sie reinen Tisch und legen Sie ein Geständnis ab."

Aenne Barkow nickte und schluchzte. Sie hatte die Finger ineinandergekrampst und hob den Kopf,

und inneren Verpflichtung zum Vaterland über um fere führenden Männer der deutschen chemischen In- dustrie der Forschung und Technik anstimmen. Mit- ten im Frieden Haden wir nicht auf Leben und Ge­sundheit geachtet, um das Ziel zu erreichen, zu dem heute unsereBuna"-Fadriken gelangt.sind.

England wird wohl schon mit Entsetzen seine vielfach vernachlässigte Technik festgestellt haben. Es bat sich nicht mehr um schwierige Probleme be- jnüht Trotz seines Kohlenreichtums hat es noch nicht einmal eine Karbidfabrik errichtet, da es alaubte, sich auf die Einfuhr aus Kanada und Nor- wegen stützen zu können. In der Fett- und Kohlen- Hydrierung, in der technischen Nickelgewinnung, in der Aluminium- und Magnesium-Darstellung und her Leichtmetallegierungen hat es sich deutscher Ver­fahren dedient. Es hat sich damit begnügt, große Konzerne aufzuziehen und den Gewinn einzuheim- sen In dem Gefühl seiner Unangreifbarkeit ver­zichtete es auch auf den Bau ausreichender elektri­scher Groß-Stromerzeugungs-anlagen und hat damit die Möglichkeit verloren, die zur Edelstahlbereitung ss wichtigen Ferro-Legierungen in genügender Menge zu erzeugen. Gewiß hat auch England manche schöpferischen Kräfte in der Neuzeit aufzu- weisen. Aber das sind Einzelerscheinungen.

Mit unserer Wehrmacht ist auch die deutsche Daffentechnik gegen den Feind angetreten. Unsere deutschen Forscher, Ingenieure und unsere treuen Gefolgschaften der heimatlichen Industrie und Wirt- schäft'haben alle Kräfte eingesetzt, um Europa vor her Vernichtung zu bewahren. Sie alle folgen Adol Hiller Seine Sendung haben bereits auch viele Millionen nichtdeutsche europäische Rüstungsarbei- ter erkannt, die sich willig den deutschen Betriebs- führem anvertrauen. Gerade diese neue Aufgabe der Menscherrführung europäischer Arbeiter verpflich­tet die deutschen Wissenschaftler und Techniker in ganz besonderem Maße. Keiner bleibe daher mehr zurück oder verschließe sich vor unseren neuen tech­nischen Zusammenschlüssen oder Organisationen im Nationalsozialistischen Bund Deutscher Technik (NSBDT.).

zu sprechen.

Ich habe in Leipzig Herrn Eberwein kennen- aelernt Er'war damals in den schlechten Jahren erwerbslos und schlug sich durch. Indem er in «einen CasSs und Sommerlokalen austrat, bei Modeschauen konferierte und in Vereinssitzungen komische Vor- träge hie«. Ich hatte ihn sehr liebend hals >hm aus, wo ich nur konnte. Dann fand er bei einem Wander- tbeater eine Stellung und war viel unterwegs. Eines Tages kam er ganz aufgeregt zu mir und erzählte, er habe Unterschlagungen begangen Es handele sich um über tausend Mark, die er foforl m bie Kaffe zurücklegen müsse, damit er nicht feine Stellung verliere urid obendrein noch bestrast " Ich* war ganz entsetzt, weil ich ihm nicht helfen konnte. Ersparnisse hatte ich nicht. Dabei verstand ich sein Vergehen einigermaßen. Er hatte sehr chwere, entbehrungsreiche Jahre hinter fuf), *n denen e? oft nicht fatt SU essen hatte^ Die Gage bei dem Wandertheater war sehr klein. Ich glaube, *r hef unqefäbr 150 Mark im Monat, wovon er^unterwegs auch noch Hotelkosten zu bezahlen hatte. Daß er 3ur Deckung kleiner Schulden und zur dnngend wendigen Beschaffung "euer Kleider Geld brauch , war mir sowieso bekannt. Ich billigte es natürlich nicht, daß er Unterschlagungen begangen fatt, empfand aber Mitleid mit ihm und sah ihn deshalb nicht als Verbrecher an.

An diesem Abend saßen wir lange zusammen

ES MÄftS dergleichen Bitten stets ab. Zudem war er mmer darauf bedacht, uns Angestellte möglichst kurz zu halten Ich wurde selbst weit unter Tarif bezahlt ; Lnd muU n°ch froh fein, überhaupt eine Stellung

gezahlt.

Erst als ungefähr zwei Tage spater bie Bank­auszüge tarnen, wurden die Fälschungen bekannt. Ich erfuhr zu meinem Entsetzen, daß bie Schecks nid)t über 1100 Mark lauteten, sondern über etwa 17 000 Mark. Außerdem war noch ein falscher Wechsel von fast 4000 Mark in Umlauf gebracht worden. Ich schrieb sofort an Herrn Eberwein, der in Thüringen mit seinem Theater ^ar, unh. Der« lanate Aufklärung. Antwort bekam ich nicht Erst nach Wochen tauchte er plötzlich in Leipzig auf unb tat sehr erstaunt, als ich ihm Vorhaltungen machte. Davon wisse er nichts. Der Bekannte von ihm habe

Am 30. Januar 1942 findet eine Tagung sämt­licher vetrjebsobmänner in Gießen statt. Die Ta­gung beginnt vormittags M5 Uhr an den einzelnen den Betriebsobmännern bereits bekanntgeyebenen Stellen. Es wird hiermit nochmals auf pünktliche Teilnahme hingewiesen. * 340D

♦♦ Silberne Hochzeit. Der Elektromeister August Goß unb Fvau Betty, geb. Bechthold, Aulweg 40 wohnhaft, können am morgigen Diens- tag, 27. Januar, das Feft der Silbernen Hochzeit begehen. Dem Jubelpaar gilt auch unser herzlicher

nderte Jagdzeiten. Der Reicks- jägermeister hat für das ganze Reichsgebiet die Jagdzeit für männliches und weibliches Rot- und Damwild bis zum 28. Februar 1942 verlängert.

Ausfuhrverbot mit List nach dem Botanischen Gar-

Londons schmuggelte und von hier nach den englischen Kolonien verpflanzte. Die Amerikaner Ho- 3 unb Ralph Wolf haben in dem Buch j?ubber, a Story of Glory and Greed bie Ira- Indien der Eingeborenen von Südamerika Afrika K Südostasien und alle üblen Spekulatwns- -- ------:gt welche England ,in der Sucht

__f fein Gewiffen genommen hat. L j» eine ausgleichende Gerechtigkeit, wenn heute Murchin feinem Volke immer wieder emhammert, k'e, es Tränen und Blut auf sich zu nehmen habe, kör,* höith, hu« Leid. das es den trovi-

In der schönen Tiersage verzichtet der Fuchs auf die Trauben, weil sie ihm angeblich zu sauer sind. Das ist eine Ausrede, weil er nicht eingestehen will, daß er sie gern hätte, aber nickt erreichen kann. Sie gehören ihm nicht. Das würde ihn nicht ijeftört haben; aber sie hängen ihm zu hock, des- Ijalbverzichtet" er. Im Leben gibt es zahlreiche Trauben, die uns zu hoch hängen, so daß wir da­rauf verzichten müssen. Es gibt aber auch Dinge, die wir haben könnten, wenn wir rücksichtslos unsere Ellenbogen gebrauchen würben. Und hier zeigt sich's, ob mir verzichten können. Aus eige­nem Entschluß, bei besserer Einsicht oder bei an­ständigem Charakter. Wir verzichten auf etwas, was wir gern wohl besäßen, worauf wir vielleicht sogar einen gewissen Anspruch haben oder ihn zu haben glauben. Und hier zeigt sich, wes Geistes Kind wir sind.

I müff- ich ihm Handschriften, und Unterfchnsts- > proben meines Chefs besorgen. Er habe j-manl> in einem Bekanntenkreis, der ausgezeichnet sremde Handschristen nachahmen könne. Ich lehnte an- fang- ab und verbat mir solche Ansinnen. Daraus begann er zu weinen, stellte mir vor, was es sur ihn bedeute, wenn er ins Gesangnis muffe. Das Argument aber, dos bei mir schliefzlich wirklich zog, mar der Umstand, daß mein Ches mir wider alles Recht und Gesetz seit säst zwei Saljren ein unter Tarif liegendes Gehalt zah te. Herr Eberwein rech- nete mir ans, daß ich zusammen 11Ü0 Mar zu wenig bekommen habe, ungesahr die Summe, die er brauchte, um seine Unterschlagungen M decken

Nach langem Widerstreben wurde ch schwach und gab meine Zustimmung Ich r^ete [",r "V' es sei «ein Unrecht, wenn ich mir auf diese Weise da- Geld oerschasste, da- nur gegen enthalten würde, zumal eme Klage aussichtslos ge wesen wäre und ich durch sie nur meine Stellung verloren hätte. Herr Eberwem versprach mir, die Schecks nur in der Hohe auszusullen, daß zusarn men 1100 Mark herauskämen.

Das war an einem Freitagabend. Sonnabends mittag kurz vor Arbei.sschluß ^ranlaßieichunlern Buchhalter, sein Zimmer zu verlassen, riß aus den in seiner Schreibtisch chublade liegenden Scheck­büchern drei Formulare, besorgte nur aue e.ner Briefmappe ein Schreiben, das der Inhaber un trer Firma geschrieben hatte und gab alles eine Stunde später Herrn (Eberwein.

Heber Sonntag hat sein Bekannter wohl bte Fälschungen oorgenommen. Montags morgens wür­ben bie Schecks bei den Banken vorgelegt unb aus-

Wir trennten uns im Unfrieben. Ich wollte ihn nicht Wiedersehen, kündigte meine Stellung und ging von Leipzig fort, als ich eine neue gefunden hatte. Ueber ein Jahr hörte ich nichts von Herrn Eberwein. Dann befud)te er mich ganz plötzlich hier in der Stadt. Er war sehr gut anyezogen und er- zählte mir, daß er jetzt Agententätigkeit betreibe und manchmal viel Geld verdiene. Ich Wies ihn ab unb erklärte deutlich, ich wolle mit lhm nichts mehr zu tun haben. Er lachte nur, verabschiedete ich unb rief mir im Weggehen noch zu, ich werde oieber von ihm hören.

Einige Monate später wartete er auf mich vor der Fabrik. Ich wollte, zumal in der Nahe meiner Kolleginnen, keine Szene machen und duldete es schweigend, daß er neben mir hergmg. Sobald wir aber einige Straßen weiter waren verlangte ich, er solle mich verlassen. Darauf horte er W; sondern meinte, ich solle nur freundlich seim An- dernsolls werde er mich der weg-n der

Leipziger Fälschungen anzeigen. Ich w°r zuerst ime erstarrt und brauchte einige Zeit, bis ich begri,,, wie ernst es ihm hüt feiner Drohung war.

Langsam entwickelte er mir feine Pläne. Ich fei doch in einer Fabrik für Sprengstoffapparate, ange- stellt Er brauche dringend Sprengmittel füreinen bestimmten Zweck. Das kam mirunheml^chvor, unh ick wollte wissen, was er denn mtt ^Pre?JJ mnHp (Fr anb lachend Antwort, daß er nicht nur Smengstch e f°nd°7n einen Apparat, brauche^

Von einem Bekannten, der Fachmann fei

Er mir sogar Geld an ich glücke zwei, ober breitausend Mark bie ich heftig ablehnte.

(Schluß folgt.)

schöne Unterhaltungen. In zwei Lazaretten erfreute bie Gambacher Spielschar unter Leitung von Lehrer Lahm mit einer reichen Vortragsfolge burch Ge­sang unb Musik. Nach bem schneibigen Marsch Alte Kameraben" für Pianoakkorbeonorchester folgten Musikstücke unb Soli für Akkorbeon und Flöten. Besonders erwähnt feien der zehnlahnge G. Liller mit den beiden Soli für Xylophon und als Kunstpfeifer, sowie Herr Wenzel auf bem Akkorbeon. Reicher Beifall ber Derwunbeten dankte für die Veranstaltung. Am Sonntag war eme große Zahl Verwunbeter burch die Kreisfrauen- i schäft Wetterau zu einem Nachmittagskaffee em- L/rA-v. _ iHormiHfiinn her Kreisfrauen.

Berlin, 25 Jan. (DNB.) Des 230. Geburtstages Des großen Preußenkönigs hat die nationalsozia- listifche Bewegung am Sonntag in zahlreichen Feierstunden gedacht. Im Mittelpunkt stand bie Reichsfeier im Berliner Schauspielhaus. Die Gedenk­rede des Generalfeldmarschalls Milch, der plötzlich verhindert wär, verlas Hauptmann Werner Beu- m c I b u r g. Generalfeldmarschall Milch zeichnete ein Charakterbild des großen Königs und ferner überragenden menschlichen Tugenden, die als Richt­schnur unb Ansporn in ber Geschichte fortleben und um immer wieder zu stärkster Erfüllung der eige- nen Pflichten aufrufen. Die Geburt beS Genius^ ist immer-bie Stunde seiner Bewährung durch bie Tat. Sie kann niemals anderswo gefunden werden als in ber Stunde der äußersten Be­dräng n i s und in der Art, wie diese Bedrängnis gemeistert wird. Es ist die Not, die uns den Genius sichtbar macht, den wir bereits ahnen und erfühlen. Die Stunde, in ber ber Genius bie Grenze des Menschlichen überschreitet, ist die gleiche, in ber die Kraft geboren wird, die ein Volk empor­reiht und den Lauf des Zeitalters bestimmt. Staatsschauspieler Paul Hartmann verlas Worte des Königs, und ein Kammerorchester ber Staats- kapelle unter Leitung von Staatskapellmeister Pro- sesior Robert Heger gab ber erhebenden Feier- stunde mit Werken von Johann Sebastian B a m und seines Sohnes Carl Philipp Emanuel B a ch sowie mit ber pöm König komponierten 5. Sinfonie in E)-dur ben musikalischen Rahmen. L

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gehanbelt, nicht nach bem Grunbsatz, was kann ich doch nicht mehr gebrauchen, sondern nach ber Stimme ihres Herzens: bas wird einem Solbaten im Osten in bitterer Kälte gute Dienste tun. Im ersteren Fall hätte er verzichtet, im zweiten Fall hat er geopfert, ohne baß er es als Opfer aufge- aßt wissen will. Aehnlich war es bei ben Skiläu- em. Es mag manchen Skifanatiker gegeben haben, )em ber Verzicht auf seine Bretter ein Opfer war er gab es gern, weil er wußte, daß er damit unfern Soldaten im Osten bie harten Kämpfe er- leichtert. x

Jetzt aber kommt ein Ruf von der Front:Ziga- rettenraucher in ber Heimat! Ähr wißt, daß bie Zi­garetten knapper geworden find, Ähr kennt auch die Gründe: es wird mehr geraucht, ber Kreis der Raucher und Raucherinnen hat sich von Jahr zu Jahr erweitert. Nicht nur für Euch in der Heimat sind die Zigaretten knapper geworden; auchfüruns! Wir vermissen sie sehr, besonders dann, wenn nach harten Kämpfen, nach Spähtruppunternehmen oder bei anderen Feindberührungen eine kleine Atem­pause, bie Zigarettenpause eintritt Wir hocken dann m unferm Schützenloch oder in unferm primitiven Unterstand und philosophieren: Ja, wenn die Hei­mat für unsere Lage das gleiche Verstandms hat wie in der Frage'der Moll- und Skisammlung, dann werden wir sehr bald solche Pausen zur Be­ruhigung der Nerven ober zur Täuschung unseres Magens mit einer Zigarette ausfüllen können. Un­sere Frauen haben bei der Wollsammlunq ganz groß gehanbelt, werden unsere Männer unb Mäd­chen (soweit sie zu den Zigarettenraucherinnen ge­hören) ein ebenso großes Verständnis für uns auf-

Wir haben vor einigen Tagen bereits bie Ver­filmung bieses dänischen Stückes besprochen, die eben auch hier gezeigt wird. Der Vergleich Zwischen dem Film und ber Urfassung ergibt einige Ab­weichungen, bte inbessen kaum wesentlicher Natur inb. Ein armes und elternloses junges Mädchen bricht aus einem Stift für alte adlige Damen aus, wo sie lieblos behandelt wird unb sich unglücklich ühlt, kehrt, von ihrem Verlobten sitzengelassen, nach einiger Zeit zurück, bekommt ein Kinb, wird hinaus- y(ieRime oer ais ^nunun »...v, ...........

gemiefen unb entfernt H abermals, um bem ,Ämbe 9q« 3^ und Bahnbrecher ber neuen Zeit die Aufnahme ms Waisenhaus zu ermöglichen, b rouröe

unter Hinterlassung eines Briefes, der ihren Selbst- $ Ausführungen von Professor Bollnow mord anfünbigt; erst bieses Schriftstück bewirkt dieumrahmt9unb beleuchtet von einer Aus- (Sinnesänberung unb sp^e Einkehr ber verknocher- QU5 Nietzsches Dichtungen der reifen Zett unb ten unb sittenstrengen Aebtispn, ^ m dieser ver- wenig ober gär nicht bekannten Kompost-

chollenen Welt ben Ton angibt. Gottlob fmbet bte t.iollen ^-e au9 ^er 'Frühzeit, vor ber Begegnung unge Mutter nicht ben Mut zu dem Verzweiflungs- ^Qqner ftammeru Es handelt sich um Derto- chritt, sondern kehrt hier geht bas Stuck über D£)^ ^xten Alexander Petösis, Chamissos und ben Film hinaus nach 18 Jahren noch etnrna fe(bft; sie wurden mit reifen gesanglichen

zurück unb kann sich, wenn auch von ber im Stift un^ bc eeltem Ausdruck von Gertrud M e U

herangewachsenen Tochter unerkannt, davon über-1 { Lott zu Gehör gebracht unb burf-

zeugen, baß biese das Gluck gefunden hat, welches cyr Mehrzahl ber Besucher einen überraschen« ihr selber versagt geblieben ist. be5 Erlebnis gewesen sein. Von den Dichtungen

Damit ist in groben Umrissen ber Inhalt eines I vernahmen mir u. a.Ecce homo",Dem unbe- Stückes in zehn Silbern skizziert, bas, wie ber Per- fannten ®otr,Vereinsamt" unb aus bemZara- sonenzettel bemerkt, in Dänemark von etwa 1920 t{)Urtra" basTanzlieb",Das trunkene Lied und bis 1939 spielt, unb bas ber Verfasser als eine Ko- jßom höheren Menschen"; als Sprecher setzten sich möbie ausgegeben hat. Der Betrachter kann sich bes ßuife Prasser, W. M. M u n b , C. M. Z e p Einbruckes nicht erwehren, bah für beutfdje p e n f e l b unb H. Köchling mit embringlicher griffe zu einer Komöbie (als der ernsthaftesten, Pemuhung ein, die den aufmerksamen und nach- menschlichsten unb nobelsten Form heiteren deutlichen Hörer vom gefprochenen zum gelesenen Theaters) etwas mehr gehöre als ein entschlossener, ^rt, von ber Rezitation zur eigenen Lektüre ge- mit gleichen Mitteln unb zu gleicher Seit vorge- ^rt haben wird. Die künstlerische Leitung hatte tragener Appell an bie Lachmuskeln unb bie Tra- Mlhelm Michael TI unb. Am Flügel wirkte Ka- nendrüsen bes Zuschauers. Es ist inbessen festzu- pellmeister S ö l l n e r als verläßlicher Begleiter. stellen, baß die Aufführung von Herrn W. Besucher dankten mit lebhaftem Beifall.

Mund mit einer liebevollen Bemühung vorbereitet Hans Thynot

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Bilder unverändert bleibende Schauplatz, von Herrn Das Oberkommando der Wehrmacht Deranftaltete Löffler stimmungsvoll unb atmosphärisch kenn- tm Laufe der verflossenen Woche durch bie Jtto.- zeicknenb aufaebaut, gestattet einen ungebrochenen GemeinschaftKraft burch Freude wieder einige Ablauf, ber sich, wie wir glauben burch gelegentliche ] ----------- <h-

Striche unb Tempozulagen noch verkürzen ließe. Im übrigen kamen sowohl bie satirisch gemeinten wie auch die sehr rührenden Elemente ber Fabel wir­kungsvoll heraus, mährenb bie possenhaft grotesken bemqegenüber unb im Vergleich zum Film einiger­maßen gebämpft erschienen. Es gibt hier, was <ein Kuriosum ist wie seinerzeit bei benMädchen in Uniform", nur weibliche Rollen. Anja Ra u spielte die Zentralfigur der, Kamma von Russtng mit maßvollen Uebergängen vom quirligen Backfisch zur leidenden, zu großen Opfern bereiten Mutter, Bianca Blach a mit einer auch im Tonfall sevr. u** --------_ ----,

bestimmten eisgekühlten Damenhaftigkeit die Aeb- geladen. Durch Vermittlung der Kre^frauen- tissin streng, herzlos unb selbstgerecht bis ?nr schastsleiterin Alsfelb-Lauterbach,

fväte'n Monblung. Hella H e n z k y gab sehr hübsch, beten bte Ortsfrauenschaften in Angenroth, Allerts- sehr herzlich unb nicht ohne Ironie bas Fraulein hausen unb Ohmes ben Verwundeten m hlesigen von Benzon. Im Reigen ber übrigen Stistsbamen Lazaretten eine große Zahl guter Kuchen. Die taten sich Luise Prasser, bie bas Fräulein von Ortsfrauenschaft Lich spendete durch die Vermttt- Lütgen mit bösartig penetranter Altsünaferlichkett sung ber Kreisfrauenschaftsleiterin W-r e b e im air^fta*tete Gertrud Meinel, Annemarie Schwind, Laufe ber verflossenen Woche ebenfalls eme große Elln Bamberger und Valeska Lange hervor. Zahl schöner Kuchen für die Verwundeten.

Beifall. ___ _ . 1

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El renBaIarriT"&t' hVute'Säs Seil, da, es 'ben tropi- ' Dölkeni verursacht hat. Eine spätere Ge-

?-»'!L Wcht-,chreibung wird beim deutschen Kaut chuk dereinst das hohe Lied der Treue, Verantwortung lQb^iige .-s inner B-mslichtuna zum Vaterland über UN- »ioriZ9.