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am Sonntagnachmittag den D o r m a r burmanisches Gebiet angetreten.

Um Indiens Unabhängigkeit

Am Jahrestage des Manifestes vom 26. Januar 1930.

vier, an der japanischenRiviera". Auch in Tokyo selbst findet man Palmen und Bambus, Pflanzen subtropischer Regionen. Und doch habe ich auch in Tokyo einmal einen Winter erlebt, der doppelt

Die Städtischen Bühnen in Frankfurt bleiben vom Montag, 26. Januar, an vorübergehend geschlossen.

Batterien des Heeres nahmen erneut kriegswich- tige Ziele des Gegners in Leningrad von der Ein- schli-eßungsfront aus unter Beschuß. Mehrere Trup- penunter fünfte, Werftanlagen im Hafengebiet und ein groß-es Betriebsstofflager der Bolschewisten er­hielten Treffer.

Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk sprach in Mailand vor der Deutschen Handelskam­mer für Italien über Probleme der Kriegsfinan- zierung.

Alljährlich ayr 26. Januar ist diese Kampfansage an England im ganzen Lande Mittelpunkt großer Dolksdemonstrationen. In diesem Jahre, da Indiens Volk ungewollt nur durch härtesten Zwang in den

Zerstörung eine Epoche des Aufbaues einzuleiten. Die Haltung jedes Ukrainers wird dabei entspreche- anerkannt und belohnt werden. Die ukrainische Bevölkerung soll durch Arbeit, und Leistung den deutschen Soldaten ihren Dank für die Befreiung abstatten. Alle Kräfte des Landes gehörten dem Aufbau. Jeder Faulenzer und Störenfried wird bestraft. Jeder Ukrainer hat die Möglichkeit, nach seinem Glauben und nach seiner Auffassung zu leben und glücklich zu werden.

Zu Ehren des Gouverneurs von Danca d'Itali-a, Dr. Dicenco A z z o l i n i, veranstaltete der Präsi­dent der Deutschen Reichsbank, Reichsmimster Funk, einen Empfang.

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graben, in denen sie von Haus zu Haus gehen,

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Schnelle japanische Fortschritte in Malaya und Burma.

Winter in Japan.

Eine Erinnerung von Dr. Charlotte Rieder.

Die zartesten und schönsten Farbenholzschnitte der berühmten japanischen Maler H o k u s a i und H i r o s h j g e sind für mich die japanischen Win- terlandschaften, mit schneebedeckten Hügeln, mit ein paar Bauernhäusern, die unter der weißen Last fast vollständig begraben sind, und mit Menschen, die -sich mühsam auf ihren Schlechtwetter-Getas, den hohen japanischen Holzschuhen, unter halb aufge­spannten, großen, bunten japanischen Papierschir­men durch die Gewalt des Schneesturmes vorwärts kämpfen.

fanten, die durch das ungewohnte Auftauchen Menschen äufgeschreckt, wild trompetend davon­stürmten. Die Elefanten nahmen bei der Flucht

im Zeichen des Blutes, das indische Soldaten als Kanonenfutter für ihre Unterdrücker in den Dschun­geln Malayas vergießen mußten. Es wird immer weitere Schichten unter die Freiheitsfahnen rufen und im geeinten Willen die Fesseln ihrer Aussauger endgültig abzustreifen, noch härter und fester zu­sammenscharen.

Das Eichenlaub zum Ritterkreuz.

DRB. Aus dem Führerhauptquartier, 25. Ian. Der Führer hat dem Generalmajor F r e i - Herrn vonundzuGilsa, Kommandeur einer Infanterie-Di'viüvn das Eichenlaub zum Ritterkreuz verliehen als 68. Soldaten der deutschen Wehrmacht. OasRitterkreu^ für einen Fernaufklärer

Berlin, 24. Jan. (DRB.) Der Führer verlieh auf Vorschlag des Oberbefehlshabers der Luftwaffe das Ritterkreuz an: Hauptmann Hans Wolff, Staffelkapitän einer Nahaufklärerstaffel, der in zahl- reichen kühnen Aufklärungsflügen die Luftbildun-- terlagen für die Kampfführung auf dem nördlichen Kriegsschauplatz und im Eismeer erbracht hat, nach­dem er bereits im FeDzug gegen Frankreich und im Lustkrieg gegen England hervorragende Stiftun­gen aufzuweisen hatte.

51 v.H. mehr als im Dorjahre.

DerIin, 24.Ian. (DNB.) Der 5. Opferfonn- t a g im Kriegs-Winterhilfswerk am 11. Januar 1942 brachte ein vorläufiges Ergebnis von 34 061 082,07 RM. Im Vergleich zum 5. Dp-ferfonntag des ver­gangenen Jahres hat sich das Ergebnis um 11 539 528,39 RM., das sind rund 51 v. H., erhöht. Ein Beweis, daß das deutsche Volk in unerschütter­lichem Vertrauen zum Führer steht und Front und Heimat im festen Glauben an den Sieg verbunden

NSG. Das Haus der Technik des Gaues Hessen- Nassau hat seine Tätigkeit für das Jahr 1942 aus­genommen. Mit einer Veranstaltung im Saalbau der Gauhauptstadt fand die Eröffnung seiner Vor­tragsreihe statt, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Generaldirektor Dr. ter Meer über das ThemaDer deutsche Kautschuk" stand. Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte der Leiter des Gau- amtes für Technik, Gauamtsleiter Dr. Kränz- lein, die Gäste und zog über die Verbindung der beiden Begriffe von Politik und Technik einen Vergleich zwischen der deutschen und engli­schen Haltung auf diesem Gebiet.

England war Ende des 18. und zu Beginn des 19. Jahrhunderts technisch noch führend. Die Er­findungen der Dampfmaschine, des mechanischen Webstuhls und der Bau großer Gasfabriken unter Mithilfe deutscher Ingenieure lassen dies erkennen. Aber England verlor bald das Erfindungsgenie und das vorbildliche technische Gestalten. Englischer Krä­mergeist sah im Sklavenhandel mit Negern nach Amerika einen viel bequemeren Weg, um zurPro- sperityv" zu gelangen als sich mit mühsamen Er­findungen und technischen Ausgestaltungen mit all ihren geldlichen Rückschlägen und Enttäuschungen abzumühen. Grausamste Ausnützung erlangter Machtpositionen in tropischen Ländern gaben die Möglichkeit, schnell zu riesigen Reichtümern und Schätzen zu kommen. Eserfand" ferner den ge­winnbringenden Opiumhandel in Ostasien. In Ver­sailles hat England den Raub der deutschen Kolo­nien damit begründet, daß wir Deutschen grausam gegen unsere Kolonialvölker gewesen seien. Deutsch, tand hat nie Sklaven- und Opiumhandel getrieben, im Gegenteil. Mit dem Kampf gegen Schlafkrank­heit und Malaria durch das Germanin, Plasmochin und Atebrin hat es seine und andere Kolonialgebiete vor Siechtum bewahrt und den Bevölkerungszuwachs

Politik und Technik

Gauamtsleiter Or. Kränzlein zur Eröffnung des Hauses der Technik.

Berlin, 24. Ian. (DNB.) In L u ck in Wolhy­nien erschien erstmals dieDeutsche Ukraine- Zeitung" als neues deutsches Organ für die ge­samte Ukraine. In der ersten Ausgabe des Blattes fordern Reichsminister Rosenberg und Reichs- kommissar Koch die ukrainische Bevölkerung zur Mitarbeit am Wiederaufbau des Landes auf, das vom Bolschewismus in ein furchtbares Elend ge­führt worden ist. Die neue Verwaltung erwartet den

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fühlbar mar, da das ganze Leben der Weltstadt nicht darauf eingerichtet ist.

Als ich eines Morgens aufmachte, ü>ar der Him­mel grau und behangen und die Luft falt. Gegen zehn Ul"- erst kam es vereinzelt, dann in kleinen Flocken, immer größer der erste Hchnee des Jahres. Er deckte die Kiefern und die Palmen, legte sich auf die frühen Pflaumenblüten und färbte die Dächer weiß. Es schneite den ganzen Tag und die ganze Nacht und hörte erst auf gegen Mittag des zweiten Tages. Doch was war inzwischen aus der Stadt geworden?

Mit Mühe kämpfte ich mich durch den kniehohen Schnee der Einfahrt His auf die Straße, wo ein jchmaler Pfad geschaufelt war. Straßenbahn und

versklavt, wie es sich die englischen Plutokraten ausgedacht hatten. Deutsche Forschung und Technik haben diesen schändlichen Plan vereitelt.

Bereits 1938 lief der deutsche FilmKautschuk". In ihm wird geschichtlich klargelegt, wie in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts der Engländer Wiekham den Kautschuk Brasiliens trotz

in Tokyo. Aber im Gebirge im Inland bleibt der Schnee ost Monate liegen, und die Luft ist so kalt, daß selbst der Cluzenji-Wasserfall oberhalb von Nikko zu einer einzigen, gewaltigen, durchsichtigen, grünen Eismasse erstarrt. Doch gibt es auch an­dere Wasserfälle und Flußläufe in Japan, die selbst im Schnee in unveränderter Wärme über Felsen stürzen und sich zu Seen weiten, in denen Warm­wasserfische auch im Printer ein angenehmes Da­sein führen. Denn überall in Japan kocht und bro­delt es unter der Erdoberfläche von vulkanischen Kräften. Heiße Quellen entspringen und sammeln sich zu Bächen und Flüssen. Und oft bin ich an ein dampfendes Flußbett hinuntergeklettert, um mich mit eigener Hand davon zu Überzeugen, daß wirk­lich heißes Wasser durch die Schneelandschaft fließt.

Nicht überall in Japan kennt man einen Winter, wie er bei uns ist. Denn die japanische Inselwelt erstreckt sich ja von dem tropischen Kyushu im Sü­den bis zur arktischen Nordhälfte der Insel Hot- kaido hoch im Norden. Etwa in der Mitte zwischen beiden Extremen liegt Tokyo, das eigentlich schon subttopisches Klima aufweist. Fährt man nach Atami, dem Badeort Tokyos am Stillen Ozean, so kommt man durch dunkelgrüne Mandarinenplan- tagen^in deren Laub versteckt die reifenden Früchte golden hervorleuchten. Ewig mild und warm ist vier, an der japanischenRiviera". Auch in Toi

Kleine politische Nachrichten.

Nachdem die britische Admiralität erst vor 5 Ta- ae-n den Verlust des britischen UnterseebootesP er- feus" mitteilen mußte, ist sie am 24.Januar ge­zwungen, die Versenkung eines weiteren Untersee­bootes, desH 31" bekannt zu geben, einEinhül­lenboot" vom Holland-Typ, das zu den älteren Einheiten der britischen U-Bootwaffe gehörte.H 31" mar von großer Wendigkeit und mit 4 Torpedo- Rohren von 53,3-cm-Kaliber ausgerüstet.

Omnibusse konnten offensichtlich nicht durch die Schneemengen hindurchkommen, so lief ich zu Fuß, eine Stunde weit zur nächsten Bahnstation. Rechts und links die Häuser sahen festlich aus. Die ge­schwungenen Dächer der schönen Einfahrtstore hat­ten eine dichte Schneeumhüllung. Dazwischen lag wohl ein malerischer kleiner Park mit einem Tem­pel oder Schrein, auch hier weiß in Weiß, und sogar die Fuchsheiligen, die sonst stets etwas Un­heimliches, Abstoßendes an sich haben, besonders in dem Ausdruck ihrer granitenen Gesichter, scheinen zum ersten Mal zufrieden zu fein. Dort drüben ist ein Geschäft, das Granitfiguren verkauft, vor allem Steinlaternen, aber auch Dachse und andere Tiergestalten aus Stein. Das Ganze, macht einen märckenschönen Eindruck. Nur noch fußhoch ragen die Laternen und Figuren aus dem tiefen Schnee und tragen alle eine hohe weiche Haube.

Kinder spielen rundum. Ihre Schneespiele sind anders als die deutschen. Schneeballschlachten sieht

man fast gar nicht. Doch hoch im Norden Japans, wo die Winter lang sind und die Schneemassen oft monatelang die Häuser zudecken, müssen sich die Bewohner unterirdische Gassen durch den Schnee

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Generalgouverneur Dr. Frank hat den bisheri­gen Gouverneur des Distrikts Krakau, Dr. Wäch­ter, zum Gouverneurdes Distrikts Ga­lizien berufen. Die Geschäfte des Gouverneurs des Distrikts Krakau werden vis auf weiteres vom Chef *bes Amtes dieses Distrikts, Ministerialrat Welsegger, geführt.

Einsatz aller Ukrainer, um die Schätze des Bodens zu heben, während sie ihrerseits alle Anstrengungen britischen Krieg hineingezogen ist, steht dieser Tag I machen wird, um nach der furchtbaren Zeit Der

gefördert. Selbst einsichtsvolle Engländer haben die; bezeugt. <

Uns Deutschen war es nicht vergönnt, über weit, Länder zu herrschen, wir waren feit je gezwungen, unsere Bedürfnisse auf engem Raum und aus eige­nen Erzeugyissen zu decken. Da haben wir deutschen Techniker gelernt und lernen weiter. Immer wird Gutes aus Bösem geboren. Während der Konti« nentalsperre vor 150 Jahren wurde die deutsche Zuckerrübe gezüchtet u,ck> ihre technische Verarbei, tung auf Zucker entwickelt, der das heutige fest« ländische Europa von Zufuhren unabhängig ge. macht hat. Weiter haben unsere Naturforscher und Ingenieure zu Beginn des 19. Jahrhunderts in großartigen Erfindungen die sattgewordenen Eng. länder abgelöst. Als Beispiel sei erwähnt die Er­forschung des Teers. Im Rhein-Main-Gebiet liegen die Wiegen der Forschung, z. B der Agrikultur­chemie, der Leichtmetallindustrie und eines wich tigert Vorproduktes der Kunststoffindustrie. Hierzu gesellten sich die vor 75 Jahren durch Werner von Siemens erfundene Dynamomaschine, die elektrische Glühbirne des Deutschen Göbel, der Dieselmotors die Verflüssigung der Luft und vieles andere, das wir Deutschen der Welt geschenkt haben. Wer denkt nicht an die synthetischen Treibstoffe und Schmier­öle, die Zellwolle, die synthetischen Fasern und an den deutschen KautschukBuna". Ohne diese Taten der deutschen Chemie und Technik nicht zu ver­gessen die deutsche Stickstoff--Synthese wäre di« europäische Bevölkerung schon jetzt dezimiert und

Tokio, 25. Ian. (Europapreß.) Die Vernich­tungskämpfe im Raum südlich von Kuang auf der malaiischen Halbinsel gegen etwa 15 000 Inder, Australier und Engländer, nähern sich ihrem Ende. D.-ile des geschlagenen Gegners ziehen sich, verfolgt von schnellen japanischen Einheiten, auf Jahre- Bahru zurück. Die japanische Luftwaffe greift wei­terhin mit starken Formationen in die Bodenkämpfe ein und belegt die Rückzugsstraßen des Gegners so­wie die Inselfestung Singapur mit Bomben. Die Stadt Mersing im Nordosten des Sultanats Jo- Hur an der Ostküste Malayas etwa 125 Kilometer nördlich von Singapur, ist in japanischer Hand.

Die Japaner haben auch im äußersten Nord westen ihre Offensive in Richtung auf die burmesische Hauptstadt Rangun fortgesetzt. Sie befinden sich in raschem Vormarsch durch das an der nordwestlichen Grenze Thailands liegende S h a n g e b i r g e. Die Engländer versuchen sie vergeblich durch das Entgegenwerfen von Panzer­truppen aufzuhalten. Große Mengen wilder Elesan- ten haben dazu beigetragen, die Engländer in die Flucht zu schlagen. Während nämlich japanische Vorhuten sich mühsam durch den dichten Sumpf­wald einen Weg bahnten, stießen sie im Bambus- dickickt auf eine Horde von mehreren hundert Ele-

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der Australier und bestätigen erneut, wie wenig sie selbst noch auf irgendeine Hilfe rechnen.

Der Aaiib-Berg auf der Balariga-Halbinsel genommen

Tokio, 25. Jan. (Europapreß.) Der N a t i b Berg auf der Balanga-Halbinsel dem letzten nordamerikanischen Widerstandszenttum auf der Philippineninsel Luzon ist von japanischen Truppen mit Unterstützung der Luftwaffe erobert worden. Die Japaner fetzen die Verfolgung des Gegners fort. Auf der Halbinsel, wo japanische und USA.-Truppen sich stellenweise in nur 70 Meter Entfernung gegenüberstehen, sind Flankenbewegun­gen sehr schwierig, da sich an der einen Seite der Berg Natib erhebt und auf der anderen Marsch­land und Küste eine Entwicklung nicht zuläßt. Die Japaner sind mit Rücksicht auf die kurze Front­linie dazu übergegangen, in dem mit Dschungel­dickicht durchzogenen Gelände an einzelnen Stellen blitzartige Vorstöße mit Unterstützung von Maschi- nengewehren und leichter Artillerie vorzunehmen, während die amerikanische Artillerie auf den Höhen­zügen und Felsvorsprüngen des Berges Natib von den Japanern unter Feuer genommen wurde. Ein japanischer Leutnant äußerte sich sehr anerkennend über die Genauigkeit, mit der Sie USA.-Artillerie ihre Ziele träfe. Die philippinischen Streitkräfte hätten gerade in dieser Gegend oft Manöver ab ge­halten und seien deshalb mit dem Gelände ver­traut. Jedoch zeigten sich bei den USA.-Soldaten Ermüdungserscheinungen. Japanische Flieger so­wohl wie Flotteneinheiten richteten ihr Feuer be- sonders auf die befestigten Stellungen im Süd teil

Huldigung für Lenny Lind.

Die uns jetzt durch den Fllm wieder näher gerückte schwedische Nachtigall", Jenny Lind, gab auf ihrer Triumphfahrt durch die Welt im Jahre 1845 auch eine Reihe von Gastspielkonzerten in Berlin. Die Berliner raffen vor Begeisterung, und in der Gar­derobe und der Hotelwohnung der Sättgexin türm­ten sich Blumen und Geschenke zu Bergen. Einer der glühendsten Verehrer derschwedischen Nachtigall" war ein Herr von Roeder, der damals im Kunst­leben Berlins eine bekannte Persönlichkeit war. Er freute sich mit der Sängerin der rauschenden Er­folge, und er fragte sie einmal nach der Vorstellung, ob sie sich denn eigentlich über die vielen Blumen- spenden und Geschenke freue.Es gibt wohl keinen Künstler", sagte die Sängerin,der sich über sicht­bare Erfolge nicht freut, aber Blumen und Geschenke in solchen Massen find mir schrecklich. Wenn mich doch einmal jemand durch eine wirklich originelle Gabe überraschen würde." Am folgenden Abend feierte die Sängerin einen Triumph wie immer. Da wurde ihr ein kleines Schächtelchen überreicht, auf dem als Absender Roeder verzeichnet stand. Neu­gierig öffnete Jenny Lind die Schachtel uni) fand nichts weiter als einige Mehlwürmer. Auf der bei­liegenden Besuchskarte aber stand zu lesen:Ori­ginell ich mich erweise: Mehlwürmer sind der Nach« tigallen Speise Roeders 6bS

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stücke, die mit Strohseisen an den Füßen befestigt wurden.

Ich kam an den Bahnhof. Kopf an Kopf stand die Menge, Schulter an Schulter/ und wartete auf den Zug, der sie ins Zentrum bringen sollte. Die Män- ner waren alle mit dunklen, schwarzen ober brau­nen Uebermänteln ausgestattet, die so ähnlich wir­ken wie Mönchskutten, auch die Frauen hatten Ueberkimonos aus dickerer Seide oder Baumwolle und gegen die Kälte noch ein breites Schultertuch umgeschlagen. Wolle kennt man in Japan fast gar nicht, auch nicht bei größter Kälte. Die ersten Frem­den, die im vorigen Jahrhundert nach Japan kamen, wurden deshalb dieWolltragenden" genannt. Alle haften sie aber den Papierschirm unter den Arm geklemmt und- alle, Männer wie Frauen, trugen ihre charakteristischen Grippenmaske: das war eine Lederklappe, die als Schutz gegen Ansteckung durch Bakterien über Mund und Nase getragen wird, mit Luftlöchern zur besseren Atmung. Es sah aus, als würde eine riesige Gasmaskenübung abgehalten.

Es wurde Mittag, bis die Eisenbahnstrecken so weit frei waren, daß die ersten Züge zu fahren be­gannen, die uns in die Innenstadt der japanischen 'Metropole brachten. Hier hafte der Winter ein Märchenbild geschaffen. Der Wassergraben um den kaiserlichen Palast war nicht zugefroren, und still und schwarz laa die Wasserfläche, ein idealer Spie­gel für die schneeumhüllfen Holzbrücken, für die weißverkappten Tore und Türme am Festungswall. Sogar die senkrecht aufsteigenden Mauern hatten durch den Sturm einen Schneebelag bekommen, die Bäume standen in stiller Schönheit,'handbreit häufte sich her Schnee auf Arsten und Zweigen. Dort drü­ben laa ein verschlafener Park in tiefer Winter- stille. Jenseits der Parkmauer ragten die Hoch­häuser der Stadt auf, wo langsam das Leben wieder anfing, feinen gewöhnlichen Gang zu nehmen. Hier klingelte die erste Straßenbahn, dort bewegten sich bereits wieder die ersten Autos mit Schneeketten, wenn auch nur im Schrittempo. Ueberall kamen und gingen große Lastautos, auf die der Schnee ge­schaufelt und abtransportiert wurde. Kulis, er­kenntlich an ihren eng anliegenden Hosen, Bauchs bihbe und blau bedruckten, offenen Kulijacken taten die Arbeit.

Nur m dmer ryax das Wftttermärchen

ein taufen und überhaupt sich bewegen können. Was anders kann es fein, als ein Wandern dieser alten Sitte nach dem wärmeren Süden, wenn die Kin­der in Tokyo Gänge durch den Schnee graben und fröhlich hindurchkriechen. Auch Figurenformen ist bereits in vollem Gange, und die Japaner entfalten eine große Fertigkeit in dieser Kunst. Hier ist ein Soldat, dort die Büste des- Premierministers und hier wieder eine ganze Tempelanlage. Schon sieht man auch die ersten Skifahrer im Sportanzug, den Rucksack aufgeschnallt, die Bretter über der Schuller auf dem Weg in die Berge nördlich der Stadt, die einem wahren Skiparadies entwickelt wurden. Der Skisport soll von einem österreichischen Offizier, von Lörch, im Jahre 1911 in Japan ein« geführt worden sein. Seitdem ist er sehr beliebt geworden, und nur die aus dem Deutschen über­nommenen und japanifierten Lehnworte für den Ski und seine Bestandteile erinnern noch an diese Ein­führung. Eislauf gab es jedoch in Japan schon lange, ehe der moderne Stahlschlittschuh eingeführt wurde. Damals benutzte man gespaltene Bmnbus-

2 erlin, 25.Jan. (DNB.) Es gehört zum We­sen britischer Kolomalpolitik, jedesmal dann, wenn England und das Empire in Gefahr sind, mit roeit» gehendsten Versprechungen seine Hilfsvölker bei der Stange zu halten. Feierlich gegebene Versicherungen werden aber vergessen, sobald die Not überwunden. Zu den Nationen, die dieses falsche Spiel am här­testen fühlen mußten, gehört Indien. Trotz feier­licher Versprechen auf Selbstregierung während des Wellkrieges ist das indische Volk bitter enttäuscht worden. Gegen Ende des Jahres 1928 richtete der indische Freiheitskongreß in Anlehnung an das ge­gebene Versprechen an England die Forderung, bin­nen Jahresfrist wenigstens die Dominion-Derfas- jung einzuführen. Auf diese Forderung erfolgte eine ausweichende Antwort. Darauf forderte der Kon­greß am 31.Dezember 1929 die volle Unabhängig­keit Indiens und beschloß, die Widerstandsbewegung nun in weitem Maße zu organisieren. An die Stelle von Einsprüchen trat nunmehr der Kampf, der am 26. Januar 1930 in dem Unabhängig keits-

der Balanga-Halbinfel sowie auf die Jnselfestung Corregidor. General Mac Arthur, der Ober­befehlshaber der USA.-Truppen, erklärte, daß er angesichts der japanischen Ueberlegenheit nur noch begrenzte Zeit standhalten könnte, wenn keine Ver­stärkungen einträfen. Die vorteilhafte erste Dertei» bigungsünie, aus der die amerikanischen Soldaten von oben herab auf den anftürmertben Gegner schie­ßen konnten, ist durchbrochen.

Neue Truppenlandungen auf Borneo und Celebes.

Schanghai, 26. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die japanischen Truppen nahmen auf Borneo und Ce­lebes neue Landungsoperationen in Balik P a pan und Kendari vor. Balik Papan ist eine Hafenstadt von 30 000 Einwohnern an der Oftküsie Borneos in der Nähe eines bedeutenden Erdöl­gebietes. Erdöl und Kopra wurden hier ausgeführt. Kendari ist ein Hafenort im südlichen Teil der Ost­küste von Celebes.

Wie amtlich gemeldet wird, werden die japa­nischen Flottenoperationen östlich von Neu- Guinea und Australien in der Generalrich­tung Neuseeland fortgesetzt.

Die von den Japanern besetzte Insel Wake wird künftigOntorishima" (Insel des großen Vogels) genannt werden. Die beiden Schwester- inseln P e a l e und Wilkes werden zukünftig ,^Haneshima" undAnhijima" genannt werden (Insel der Flügel und Insel der Beine). Die Insel­gruppe soll künftig als großer japanischer Stützpunkt im Pazifik ausgebaut werden.

manifest proklamiert wurde. In diesem Manifest, das die Härte der brittschen Fremdherrschaft mit schonungslosen Worten bloßstellt, heißt es:

Wir glauben, daß es das unveräußerliche Recht des indischen Volkes, wie jedes anderen Volkes ist, Freiheit zu besitzen und die Früchte seiner Arbeit zu genießen und die Notwendigkeiten des Lebens zu haben, so daß es die volle Möglichkeit zur Ent­wicklung hat. Die britische Regierung in Inoien hat nicht nur das indische Volk seiner Freiheit be­raubt, sondern hat sich auf die Ausbeutung der Massen gegründet und Indien wirtschaftlich, poli- tisch, kulturell und geistig zugrunde gerichtet. Wir glauben daher, daß Indien die Verbindung mit England lösen und vollständige Unabhängigkeit er­langen muß."

ihren Weg westwärts gerade auf die britische Stel­lung. Die gereizten Elefanten traten die britischen Drahtverhaue nieder, zermalmten die Sandbarri- kaden und attafierten die Besatzung, welche das Weite suchte.

Thailand tritt in den Krieg ein.

Bangkok, 26. Ian. (Europapreß.) Thailand befindet sich seit Sonntagmittag 12 Uhr im Kriegs­zustand mit Großbritannien und den Vereinigten Staaten. Der Regentschaftsrat gab bekannt, daß Großbritannien und die Vereinigten Staaten wie- derholt Angriffe auf die friedliche Bevölkerung Thailands entgegen internationalem Recht verübt hätten. Thailand könne sich dies nicht gefallen lassen und habe darum Großbritannien und den Ver­einigten Staaten den Krieg erklärt. Das chailändi- sche Heer, das in Zusammenarbeit mit den japani- schen Streitkräften seit über einem Monat die thai­ländische Grenze gegenüber Burma verteidigte, hat