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U« lU/ll Viu/ ll iu,l , Ul IV oom Thomasorganisten Hans Heintze virtuos ge- jpielt, zwei große Orgelwerke. Werterhin verdankte

lerer Gegenwartsliteratur ist kein Mangel an be­

deutenden Büchern, die arohe Probleme in dichte­rischer Weise gestalten, jedoch fehlt es an fesselnden

> ou von Wißen unoeuen günstigen Angeboten bestürmt. Levensaus ver-

- -'M Hosenboden war noch blank vom »en s sie, als sie schon das Terrain nicht bekamen,

»°r Schulbank. Nun, er strolchte be den ~ wenigstens Brackmann in ihr Lager hinuberzuziehen 'Mher, beroch die Bodenproben, o - ° >bm unb huislander aurzuspannen. Das «ab uns zum ,-rausschleudert-n, besorgte s^ b " * oaMcn erftenma( zu denken, an Brackmanns Theorie könne -°m tzauptseld im Norden mit genauen ^ay.en wahres dran sein. Er aber ließ sich

> arub°r, aus welchen Tui -n l^ &'taus« 1 fd)l)n ni»( durch di- günstigen Angebote verlocken, sondern 3c n waren und bhe« eines -tnai», ui=> < .

erzählte ..rr davon.

blieb Huislanscr treu.

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Büchern, die dem Bedürfnis nach Entspannung und Unterhaltung entgegenkommen. Vor allem die im

man den Thomanern die selten zu hörende Kantate Herz und Mund und Tat und Leben". Als -instru­mentales Hauptstück wurde in zwei Gwandhaus- konzerten der gesamte Zyklus der sechs Bran­denburgischen Konzerte dargeboten. Dabei i)atfen Walther Daoisson als Pnnzipalviolinist und Günther Ramin als Maestro al Cembalo

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Deshalb werden die deutschen Schriftsteller aufge­rufen, an einem Wettbewerb für wertvolles deutsches Ilnterhaltungsschrifttum teilzunehmen. Die Teil- 'nehmer an dem Preisausschreiben müssen ihre Ein­sendungen über einen deutschen Verleger einreichen, her sich für die Herausgabe des Buches einsetzt und die Einsendungen auch an das Werbeamt weiterleitet. Es werden vier Preise zu je 15 000 RM. und vier Preise zu je 10 000 RM. ausgesetzt.

Lin Forscher der Atomphysik.

Am 30. September vollendet der Ordinarius für

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Ein Mann rechnet ab

Roman von Horst Biemath

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Bildung, Belehrung und Anregung

Bon der Winterarbeit der LollSbildungSstätte.

und dreist in Huislanders noch immer laut tönendes Horn, nämlich, daß hier Oel, und zwar Oel in ungeheuren Mengen liegen müsse.

Er sprach von tertiären Verschiebungen und Ueberlagerungen, von Dingen, mit denen wir Leute der Praxis wenig anzufangen wußten, zeichnete Karten und Querschnitte der Gesteinslagerung und wollte uns mit ihnen beweisen, daß wir hier so- zusagen an der fettesten Stelle säßen. Das ganze riesige Fundgebiet von Matamoros im Norden bis hierher läge wie auf einem leicht schief gelagerten und undurchlässigen Tontablett, so daß wir, wenn wir nur tief genug bohrten, nicht nur auf Vor­kommen von fabelhafter Ergiebigkeit stoßen, sondern nach und nach durch das natürliche Gefalle der Grundschicht die Oelwanne des gesamten Gebiets abzapfen würden. Maltes Schätzung nach betrug die erforderliche Bohrtiefe allerdings eintausend- achthundert bis zweitausend Meter.

Huislander war der einzige, der Malte nicht für verrückt erklärte. Ich hielt ihn für einen jungen Mann mit einem allzu großen Mundwerk, unb cs war mir immer ein bißchen peinlich, daß Mutter ihn als Deutschen und Landsmann fo oft ins Haus bat Ich kam dadurch in die unangenehme Lage, weil, er doch unjer Gast war, ihn vor den anderen verteidigen zu müssen, ohne selbst an seine Sprüche Xu glauben. Damals hieß Brackmann im ganzen Camp nurMalse zweitausend", eben wegen der zweitausend Meter Tiefe, in denen er das Oel vermutete. v m .

Vielleicht ahnten dke Amerikaner das, was Brack- mann mit soviel Bestimmtheit behauptete, und viel­leicht hatten sie deshalb Huislander mit so vielen aünstigen Angeboten bestürmt. Jedenfalls ver-

Physik an der T. H. Berlin Professor Dr. Hans Geiger sein 60. Lebensjahr. Rach seiner Pro­motion in Erlangen 1906 arbeitete er an der Uni- nerfität Manchester auf dem Gebiet der Radio-

uach altem Brauche von ihren Instrumenten aus führend wechselseitig die Leitung des erlesenen, kleinen, zum Tdil rein solistisch besetzten Ensembles nne, das an den obligaten Pulten der Original­instrumente ein delikates Musizieren voll höchster Klangkultur bot. Günther Ramin schuf mit dem meisterhaften Vortrag der Goldberg-Dari- ationen im kerzenerleuchteten Barqcksacil des Gohlifer Schlößchensdenen Kennern und Lieb­habern", denen Bach dieses Werk zurGemüths- Lrgetzung" schuf, ein besonderes Erlebnis. Drei Abende, in denen Kurt Stichler und Hugo Steurer sämtliche V i oli n- Klav i e r , So­na t e n und Solowerke für Violine allein vor- trugen, gliederten sich der Feier trefflich ein.

Willy Stark.

Ein Wettbewerb für Unlerhaltungsschriftlum.

Das Werbe- unb Beratungsamt für das deutsche Schrifttum in Berlin veranstaltet ein Preisausschrei­ben, um im Krieg neues Unterhaltungsschrifttum im Zinne wahren Dolksschrifttums zu schaffen. In un-

Der Nestor der deutschen Bühnenbildner.

Professor Eugen Dua glio, der im April sein 85. Lebensjahr vollenden konnte, ist in Berlin ge­storben. Er war ein Sproß jener Malerfamilie duaglio, deren Urahn Giulio Quaglio ein Schüler Tintorettos mar. Der Vater des Verstorbenen, An­gelo Quaglio, wirkte in München unb schuf die Dekorationen für die Erstaufführung zahlreicher Werke Richard Wagners. In sein Atelier trat Eugen Quaglio mit 20 Jahren ein. Von ihnen stammen auch die Dekorationsentwürfe für die Separatvor- ftettungen für König Ludweg II. Von 1891 bis 1923 mar Eugen Quaglio Leiter der Dekorationsmalerei der Staatstheater in Berlin. In den letzten Jahren betätigte er sich als Landschaftsmaler.

Theatereröffnung in Osnabrück.

Obwohl das Osnabrücker Nationaltheater wegen Schäden an Bau unb Einrichtung nicht im eigenen Hause das Spiel beginnen konnte, wurde die Theaterfaison doch.rechtzeitig eröffnet. Man begann zunächst im Schloßsaal mit dem Kammerspiel unb wird wahrscheinlich auch im eigentlichen Theater- gebäube bald den Betrieb aufnehmen können.

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Wir stellten einen Turm nach dem aübere auf. Wir bohrten zweihundert, vierhundert, sechshu^ und schließlich tausend Meter tief, die Bohrungen verschlangen ungeheure Summen, $^lanber tobt -mt> schwor, er könne sich auf ferne Nase verlaistn, ind wir stünden über purem Gold «er w« orderten nichts. Ober wir stachen nur dürftige Wannen mit schwachem Druck an, die keinen Bruch­ei! der aufgewandten Kosten hereinbrachten.

Die Amerikaner grinsten sozusagen überben 3mm und klimperten schon wieder mit den Dollars n der Hosentasche. ä

Damals kam Malte Brackmann zu uns. Frisch ius Deutschland importiert unb n0$

,öllig grün. Ich glaube, Buena Esperanza war das -rste Oelfeld, das er in feinem Leben zu sehen be- "-am. Aber er war, wie alle diese Deutschen, gespick

all von Wissen und p mmm Wehen auf

Gonzales war ein Geck. Wie alle Leute mit Mischblut hatte auch er eine Vorliebe für auf- fallende Farben, unb ich besinne mich, ihn stets mit schreienb bunten Krawatten ober süßlila Socken zu knallgelben Schuhen gesehen zu haben. Möglich, daß Malte bei der ersten Begegnung über irgend solch eine unmögliche Zusammenstellung das Ge- sicht zu einem Grinsen verzogen hat. Wenn er es getan haben sollte, verzieh Gonzales ihm bas nie, denn er war eitel wie ein Pfau unb fest davon überzeugt, ein Adonis und ein Vorbild an Eleganz zu fein." Ich will ihm gar nicht abstreiten, daß er ein hübscher Kerl war. Er besaß etwas von dieser schwermütigen, satanischen Schönheit der westindi­schen Männer, und in Derakruz flogen die Weiber auf ihn. Leider hatte er die Eigenschaft, sich allzu laut mit seinen Erfolgen bei den Damen zu brüsten.

Unb bei solch einer Gelegenheit soll Malte ihm ü.ber das Maul gefahren sein unb ihn ersucht haben, seine Memoiren schriftlich herauszugeben, da fände er gewiß eifrige Leser; ihn. Malte, langweilten diese Geschichten, wie er gestehen müsse, leider töd­lich. Das war eine, Bemerkung, auf die ein Bursche wie Gonzales eigentlich mit einem Schuß oder einem Messerstich hätte antworten müssen. Aber er schwieg und schluckte die Beleidigung herunter.

Als ich von der Geschichte hörte, warnte ich Malte. Er war damals wahrhaftig noch so grün und völlig unoertraut mit den Leuten hkerzulande, baß er ein­fach nicht einfehen wollte, mit seiner Bemerkung etwas Schlimmes gesagt unb etwa gar die Rache von Gonzales herausgefordert zu haben. Jedenfalls machte er auf meine Vorhaltungen hin ein Gesicht wie ein junger Hund, der noch nicht ganz stuben­rein ist, kratzte sich zerknirscht unb gern belehrbar hinter dem Ohr und tat das Dümmste, was er tun konnte, er ging nämlich zu Gonzales hin und entschuldigte sich auf feine Art. Er erklärte Gon- zales freimütig, daß er Weibergeschichten wirklich feinen Geschmack abgewinnen könne, unb daß er lila Socken zu gelben Schuhen scheußlich finde.

(Fortsetzung f:fgt.)

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Semeinschastshilfe auf dem Dorfe.

Der Krieg zwingt zum Einsatz aller Kräfte. Da­bei kommt es aber weniger auf den Kraftauf­wand als auf den mit dem Kraftaufwand erzielten Erfolg an. Auch auf dem Bauernhöfe gilt es jetzt, mit dem geringsten Aufwand den möglichst höchsten Nutzen zu erzielen. Der gemeinschaftliche Maschinen­einsatz ist daher heute in jedem Dorfe zur Selbst­verständlichkeit geworden. Neu ist dem Landmann bie nachbarliche Hilfe nicht. Sie bekommt aber un­ter den heutigen Verhältnissen dadurch ein anderes Gesicht, daß sie nicht mehr eine von Privatinteressen geleitete, sondern eine von höherer Stelle gewünschte und vom Ortsbauemführcr in die Tat umgesetzte Maßnahme darstellt, die jeden Eigennutz auszuschal- ten hat. Wie oft kommt es doch vor, daß einige Betriebe ihre Düngemittel, ihr Saatgut nicht recht­zeitig erhalten. Hier sprinaen die rechtzeitig belie­ferten Betriebe ein und Helsen mit einem Teil ihrer Ware aus, bis sie aus der später eintresfenden Lieferung wieder befriedigt werden. Dabei müllen die betriebsführerlosen Höfe in die vorderste Linie gestellt werden. Diese Wirtschaften, auf denen die Frauen zusätzlich noch mit Männerarbeit belastet sind, haben die erste und kräftigste Hilfe nötig. Auch bei der Erfassung und Ablieferung von Schlacht­vieh und Milch, für die Aufbringung des Wehr- rnachthafers, Heus und Strohs, für die Zurück­stellung von betriebswichtigen und unentbehrlichen Arbeitskräften ufw. muß die Sorge vor allem den Betrieben gelten, die Gefahr laufen, infolge Feh­lens des Betriebsführers ober der erforderlichen Anspannung aus der ordnungsmäßigen Wirtschafts­weise herauszugeraten und in ihrer Erzeugungs­kraft abzugleiten. Die ganze Ortsbauernschaft muß sich immer mit dem Ablauf der Arbeiten im ganzen Dorfe beschäftigen und darüber wachen, daß lein Betrieb in der Arbeit zurückbleibt. Stellt der Orls- bauernführer hier unb1 bp einen beträchtlichen Lei- stungsabstand fest, banrf ist der Augenblick gefonl­ine n, durch dörfliche Hilfsmaßnahmen einen Aus­gleich herbeizuführen. Seine Aufgabe ist es, Führer und Berater der Dorfgemeinschaft zu fein und sich warmherzig für die Sorgen und Nöte der betriebs­führerlosen Hofe einzusetzen. Er muß mit bestem Beispiel vorangchen, Takt und Feingefühl besitzen, um verwandschaftliche Beziehungen zu beachten, Spannungen und Unzuträglichkeiten in seiner Orts- bauernschaft zu schlichten und seinen Anfordermigen und Anweisungen geschickt Geltung zu verschaffen. So wird es gelingen, alle Schwierigkeiten zu über- winden und Erzeugung und Ablieferung befried'- genb zu gestalten.___________________________

unb der Werktreue in aufführungspraktischen Dingen zeitnahe und lebensvoll. In einer dem Bach- schen Motetten- und Orgelschaffen gewidmeten Mo­tette ber Thomaskirche hörte man, glanzvoll ge­lingen, den DoppelchorFürchte dich nicht", und

lander in feinem Dreck fitzen lassen wollten, ftech Zu den Leuten, die Malte am hartnäckigsten mit lanoer in jemem ,-urea i-v««, ungläubigen Sticheleien verfolgten, gehörte em

Kubaner mit Namen Fernando Gonzales. Er war ein paar Monate vor Malte zu Huislander ge stoßen, unb zwar kam er von der amerikanischen Konkurrenz zu uns herüber, wie man munkelte, weil die Yankees drüben allzu genau auf feine Fingernägel geachtet hatten. Und diese Fingernagel hotten nun, obwohl Gonzales behauptete, von rein spanischen Eltern abzustammen, zweifellos einen Stich ins Violette, was ja ein sicheres Kennzeichen dafür ist, daß Gonzales' Stammbaum ein Aestchcn sozusagen schwarze Rinde und -krause Blätter hatte. Genaues wußte man darüber, weshalb er bie Amerikaner verlassen hatte, nicht zu sagen.

Huislander als Holländer kannte kein Farben­problem. Von ihm aus durften seine Ingenieure grünes Fleisch unter den Fingernägeln haben, wenn sie nur etwas leisteten. Und daß Gonzales von fei­nem Fach nichts verstand, konnte niemand behaup­ten. Er war ein tüchtiger Maschineningenieur, mit einem einzigen Fehler vielleicht, der aber auch mit feinem schwarzen Herrn Großpapa in Verbindung stehen mochte; er beanspruchte die Maschinen bis zur Zerreißprobe und gebärdete sich wie rasend, wenn sie darüber verreckten."

Orgassa machte eine kleine Atempause. Er preßte die Fingerspitzen gegen die Stirn, als sei er vom eigentlichen Kern seiner Geschichte ein wenig ab­gekommen und als suche er den Faden wieder an ber richtigen Stelle zu knüpfen.

Um nun auf das Verhältnis von Gonzales zu Malte Brackmann zurückzukommen, so bestand zwischen den beiden von Anfang an eine Gegner- schäft. Sie äußerte sich nicht laut. Es war sozu- sagen eine Abneigung auf den ersten Blick. Hätte man bie beiden noch den Gründen gefragt, weshalb sie sich aus dem Wege gingen, fo hätten sie wahr­scheinlich geleugnet, bah sic es taten. Soviel ich weiß, hat es zwischen Malte und Gonzales nur eine kleine Geschichte gegeben. Sie spielte sich in einer Kneipe ab. Einer ber Leute, bie sie miter­

ber tatsächlich wegen Erregung öffentlichen Aerger- nisses verurteilt unb nur dadurch, daß er Berufung einlegt, zunächst vor dem Gefängnis bewahrt wird, beginnt über Recht unb Unrecht nachzubenken, wirb zwar fein florentinischer Michael Kohlhaas, finbet aber ein^n Menschen, bem Unrecht geschah wie ihm selber, unb indem er dieses Mädchen vor einem Verzweiflungsschritt bewahrt, sich ihrer annimmt unb für sie einsetzt, wie wenn es in eigener Sache wäre, kommt ber gute Kern des Mannes auf eine sehr liebenswürdige Weise zum Vorschein. Dafür wird er reich belohnt; die Hausbewohner, bie an­fangs mit gutem Grund gegen ihn waren, sehen ihr Unrecht ein unb fetzen seine Rehabilitierung in ber Derufungsverhandlung burch; baß, nicht genug da­mit, auch Rigattieris hilflose Bemühungen um das Mädchen Angelina die schönsten Früchte tragen, war zu erwarten und gibt dem Ganzen den traditio­nellen Luftspiel-Abschluß, der weder unwahrschein- lich noch störend, sondern als die freundliche Run­dung einer Szenenfolge wirkt, die man mit Ver­gnügen und innerer Beteiligung auf sich wirken

Der Spielleiter F e l f e n ft c i n hat sich der Fabel mit Humor und Sinn für menschliche Hintergründe angenommen; er inszeniert ausgezeichnet, mit fil­mischem Temperament und Instinkt, gibt der Hand­lung ein intensiv florentinisches Lokalkolorit und zeigt auf eine sehr eindringliche Weise, im Hause und vor Gericht, wie man den farblosen Unb ufer­losen BegriffVolk" individuell aufgliedert und lebendig macht. Elsa Wagner, Ursula H e r t i n g, Lina Warften s, Kate Kühl unb Heinrich Troxbömker sind beispielsweise einige dieser populär empfundenen Gestalten. Karl Hauben- reißer, Franz Schafheitlin, Werner Pie- d a th und Paul Bildt repräsentieren knapp unb. scharf die gerichtliche Obrigkeit. Im Mittelpunkt aller Szenen aber steht Paul Kemp, der hier eine seiner besten Rollen hat; über den in ungezählten, mehr ober minder flachen Lustspieles belachten Ko­miker erhebt sich überraschend ein Chorakterspieler, der nicht nur komisch, sondern auch rührend wirkt unb mit leisen unb ganz menschlichen Mitteln den Umriß eines einsayien, verschüchterten, verhärteten Sonderlings und Einzelgängers entwickelt. Das "Wesen, dem er die entscheidende Wendung unb Wandluna feines Daseins verdankt, Angelina, er­hält in Margrit D ebar s Darstellung eine mäd­chenhaft zarte, anmutige Lebendigkeit. (Tobis.)

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Im Beiprogramm: die neue Wochenschau unb ein lehrreicher KulturfilmDeutsche Arbeitsstätten".

Hans Thyriot.

hängenden Fragen unterrichten, bamt wir für zu­künftige große Aufgaben gerüstet sind. In der ge­nannten Vortragsreihe wird Prof. Dr. K l u t e 8 bis 10 Vorträge halten über Osteuropa, Nord- afrika und ben Vorberen Orient, über Japan und Sübostasien nach wirtschafts- unb wehrgeographi- scheu Gesichtspunkten. Weil wir durch bie Wehr- Machtberichte zum Nachbenken über diese Raum­fragen angeregt werben, trägt bie Vortragsreihe den genannten Namen. Dabei wird die Form der Ar­beitsgemeinschaft gewahrt werden insofern als ber Webner sich bereit erklärt, jeweils auf Fragen zu antworten, bie ihm schriftlich nach dem Vortrag eingereicht werden.

Die Volksbildungsstätte Gießen sieht ferner, Mitte Oktober beginnend, vor: Kurse für Laieck- s ch a f f c n \ n vier verschiedenen Abtei­lungen Papier- unb Papparbeiten, leichte Holz- arbeiten, Malen unb Zeichnen, Metallarbeiten. In diesen Kursen ist Gelegenheit gegeben für sinnvolle Felerabenbgestaltung. Bastelfreunbe werben gerne diese Möglichkeit benutzen für die Anfertigung von hübschen Geschenken für ihre Familienangehörigen.

Alles Nähere über Ort und Zeit ber Veranstal- tnugen unb Teilnahmebebingungen wolle man je­weils dem Anzeigenteil ber Tageszeitungen ent- nehmen. Da einzelne der geschilderten Vorhaben von einer bestimmten Anzahl Teilnehmer abhängig sein werden, ist es heute schon notwendig, daß Volksgenossen und Volksgenosfinnen, bie für bas eine ober anbere ber genannten Vorhaben Teil­nahme zeigen, sich in ber Kartenverkaufsstelle ber NSG.Kraft burch Freude", Gießen, Selters- weg 60, anmelben.

Nach dem Dargelegten ergibt sich, baß die Volks- bilbungsftätte Gießen sich bemüht hat, im kommen­den Winter auf den verschiedensten Gebieten streb­samen Volksgenossen Bildung, Belehrung, Anregung und innere Bereicherung zu vermitteln.

Felde stehenden Soldaten brauchen aber unterhaltende Bücher, deren Inhalt von einer lebendigen und wirk­lichkeitsnahen Handlung bestimmt wird. Sie sollen den Leser seelisch nicht übermäßig beanspruchen, sondern ihm Freude und Eytspannung bereiten und non den Sorgen und Nöten des Alltags ablknken.

aktioität unb des Atombaues. 1912 übernahm er an ber Physikalisch-technischen Reicksanstalt in Ber­lin die Leitung des neugegrünbeten Laborato­riums für Rabiumforfchung. Von 191418 stand er als Artillerieoffizier an der Front. 1925 erhielt : er einen Ruf an die Universität Kiel als Leiter oes Physikalischen Instituts. Vier Jahre später liebelte er an bie Universität Tübingen über. 1936 nahm er einen Ruf an die T. H. Berlin an. Don größter Bedeutung sind seine Untersuchungen über die Ablenkung der Alphastrahlen ^durch Atome, die die experimentellen Grundlagen für unsere heutigen Anschauungen vom Aufbau der Atome sind.-Ferner sind der Geigersche Spitzenzähler und das Geiger- MMersche Zählrohr viel angewandte Hilfsmittel der modernen Physik geworden.

Aus -er Stadi Gießen.

Astern, Dahlie«, Georginen.

Das sind die letzten Grüße des Sommers: Aftern, Dahlien unb Georginen. Sie füllen bunt unb leuchtend die Spätfommertage. Die leuchten durch i die arauen Regentage hindurch. Sie lassen den i Herbst noch nicht ganz in die Gärten, weit noch in - feine Tage retten sie ein Stück Sommer. Wer vor I ihnen steht und in ihre Farbenglut hineinschaut, i dem schenken sie noch einmal in ber Erinnerung bie 1 Pracht des Sommers unb feiner schonen Hellen i Tage. !

Aber doch ist in ihren Farben schon eine kleine Wehmut, eine stille Schwermut. Denn sie sind nur i reich an Farben, aber arm an Düften, ben die i Frühlings- unb Sommerblumen hingebend unb verfchwenbend verstreuten. Wer vor ihnen steht, den lasten sie ahnen, daß bald die gelben Blätter i fallen unb die Gartenwege bestreuen werden, unb i kalte Winde werden kommen.

Doch größer ist immer ihr Geschenk der vielen Erinnerungen an den nun vergehenden Sommer, i Denn ihre Farben leuchten den Menschen tief in die Augen unb tief in das Herz. Das zarteste Weiß steht neben dem vollen Gelb, unb das hundertfältige Rot nennen die Blumenfreunde blaß oder hell oder satt ober glühenb ober lachend ober brennenb. Unb Rosa ist dazwischen und Blau und viel Violett. Eine meisterliche Gärtnerkunst hat diese Pracht her- vorzaubern können und dazu einen unzählbaren Reichtum an Formen der Blüte. Von der sonnen- blumengroßen Dahlie geht es herunter bis zur fingernagelgroßen, bis zur Liliputdahlie, neben hundert röhrenblütigen stehen hundert strahlen- blütige. Unb ick gleichem Reichtum stehen die Körbe der Aftern unb bie Bälle ber Georginen.

Ein wenig mehr als hunbert Jahre kennen wir Dahlie unb Georgine. Aus der Hitze der Tropen, aus Mexiko, kamen sie nach Spanien, man schrieb 1798, aber erst vierzehn Jahre später nahm Deutsch­land sie auf. Den Namen tragen die Georginen nach bem Botaniker Georgi. Auch die Dahlien verdanken ihren Namen einem Pflanzenforscher, bem Schwe­den Dahl, der zum erstenmal die ganze Blumen­familie, zu der die Dahlien gehören, die Korbblütler, genau erforschte unb beschrieb. Auch die Astern sind übers Meer zu uns gekommen, aus Nordamerika, und zum Ende des 18. Jahrhunderts sind sie aus China eingewandert.

Der Reichtum an Farben unb Formen braucht auch einen Reichtum an Namen. Nur ein Gartner kann sich in diesem unendlichen Wald zurechtsinben, imb wer ihn fragt, bekommt tausend Namen von Rang und Bedeutung zu Horen. Hinter jedem Namen, der nicht einfach wie ein Etikett an eine neue Blume angeklebt wurde, steckt Sinn unb Ueberlegung. So heißt eine halskraufige Dahlie ..Maria Stuart" unb eine mattweißeAve Mana . Eine brennenb rote heißtLuzifer" und eine rot» weißbunteSchützenliesel". Eine strahlend gelbe unb stolze trägt den NamenHindenburg", eine ähnliche ben NamenDeutsches Eck", unb einer gelbroten gab man den NamenJapanische Sonne . Unb bann gibt esGolbhähnchen",Rotkäppchen , Desbemona",Zeppelin",Königin Luise unb Märchen" unb tausend andere. Form und Farbe haben überall ihren charakteristischen Namen ge- funben. . , .. ....

Nun leuchten sie in den Garten, die Astern, Dahlien und Georginen, gucken über die Zäune unb arußen mit ihren bunten Farben bie Vorüber« gehenben. Den Markt machen sie bunter, unb in die Stuben bringen sie leuchtende Grüße vom Spät­sommer und erstem Herbst. Die Kinder legen sie morgens auf ben Tisch des Lehrers, unb ihre Farben machen die Schulstunden Heller. Allüberall sind sie dabei, den Menschen den Abschied vom Sommer leichter zu machen, und wer sie in ben Gärten hat, behütet rointerüber dankbar ihre Mur- zelstocke unb Knollen. w H- B-

Lichtspielhaus: .Ein Windstoß "

Der Windstoß, der in einem Florentiner Miets­haus am Sonntagmorgen eine Wohnungstür zu­wirft, zeitigt unerwartete unb schreckliche Folgen: er bewirkt, daß der junggesellige Anttguitätenhanb- ler Rigattieri, nur mit Nachthemd, Hut und Besen 1 bewaffnet, ausgesperrt und alsbald, auf Grund pem- 1 lieber Mißverständnisse, von ber empörten Haus- 1 bewohnerschaft als Wüstling bezichtigt und vor Ge­richt geschleppt wird. Bis dahin wäre bie Geschichte nur eine Sammlung zum Lachen reizender i Schwanksituationen; es geht aber weiter, und das i Drehbuch, von Roland Schacht und dem Spiel- > leiten Walter Fe 1 senstein nach Giovacchino i Forzanos vielgespielter italienischer Komödie > geschrieben, entwickelt aus der grotesken Voraus- - setzung die so amüsante wie nachdenkliche Geschichte einer menschlichen Wandlung: Rigattieri nämlich,

Die NSG.Kraft durch Freude", Abt. Volksbil­dungsstätte, Gießen, eröffnet am Montag, 28. Sep­tember, in ber Oberschule für Mäbchen, Gießen, Dammstraße, Sonde rkurfe zur Vorberei­tung für die Reifeprüfung. Diese Kurse werden in zwei Abteilungen durchgeführt, einet Oberstufe für Teilnehmer mit mittlerer oder Primay reife unb einer Unterstufe für Teilnehmer mit Volks­schulbildung. Die Oberstufe sieht eine zweijährige Unterrichtsbauer vor, bie Unterstufe etwa vier Jahre. Der Unterricht in beiben Abteilungen finbet montags bis freitags von 18.55 bis 21.20 Uhr statt.

Beide Kurse wollen begabte Berufstätige und Volksgenossen, die aus irgendwelchen Gründen früher keine ihrer Begabung entsprechende Ausbil­dung erhalten konnten, zur Reifeprüfung vorbe­reiten.

Die Kurse erfreuen sich der besonderen Förderung der Schulabteilung der Landesregierung. Die ver­antwortliche Leitung liegt in den Händen von Stu­dienrat Dr. Bernhard Lade. Der Unterricht wirb von Lehrkräften ber Gießener höheren Schulen er­teilt.

Die Volksbildungsstätte schreibt ferner aus San­der k u r s e zur Förderung einer ver­tieften Allgemeinbildung. In diesen Kursen finden sich strebsame Volksgenossen zu- jammen, die.für ein Wissensgebiet besondere Nei- gung mitbringen unb sich roeiterbilben wollen. Es sind vorgesehen: Einführung in die Kunstgeschichte mit Lichtbildern, Vererbungs- und Rassenpflege, Das Deutschtum ix aller Welt, eine Arbeitsgemein, schäft Geschichte, eine Arbeitsgemeinschaft Wirt- fchaftsgeographie.

Außerdem ist geplant: Eine VortragsfolgeG e o- g r a p h i e der Wehrmachtbericht e". Der Krieg und feine Ausweitung hat es mit sich ge- gebracht, daß wir heute ganz anders in großen Räumen denken müssen als früher. Es ist not­wendig, daß wir uns über die damit zusammen-

7. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.)

Wie gesagt", fuhr Oraasfa fort, Huislander war siegessicher und mit viel Geld nach Buena Esperanza iurückgekommen. Ich war fern Prospektor, aber m zwanzigjähriger Arbeit auf allen möglichen Camp Jon Texas, Arizona und Nordmexiko glaubte auch mha)en ch, mir einen gewissen Riecher für Oel erworben

»u haben. Buena Esperanza hielt ich für einen , Platten Versager. Zwar nannte Huislander mich -rinli I einen Narren und ein Greenhorn, aber es schien, W I als sollte ich recht behalten. h f

Mil- pinen Turm nach bem anberen auf.