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Gietzener Anzeiger

In vier Tagen 125000 BRT

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Die Tonnagenot der schlimmste Flaschenhals in der britisch-amerikanischen Kriegführung.

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(Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Stockholm, Ende Septemder 1942.

Am 3. November 1942 wird der 78. Kongreß der

1152L unter Roosevelt zutreiben.

Die Situation vor der kommenden .Kongreßwahl 's! nun folgende: Roosevelt hat sich jahrelang er- k greid) bemüht, die Opposition des Kongresses -szuschalten und aus ihm ein Instrument seiner > äne zu machen. Da es in ihm an überragenden ^pfen und großen Charakteren fehlte, war das -nicht eben schwer. Wie immer in solchen Fallen rechten sich die Abgeordneten durch einen maßlosen Egoismus. Als Beweis mag nur angeführt werden, dcß der Kongreß es für richtig hielt, im Januar, tl-o unmittelbar nach der Katastrophe von Pearl chrrbour, sich selbst recht ansehnliche Ruhegehälter ii bewilligen. Das Pensionsgesetz war bereits im Sinai mit 42 gegen 24 Stimmen angenommen, das ^-präsentantenhaus hatte sogar mit 389 gegen 7 Timmen dafür gestimmt. Erst als sich die Oeffent- üc)fßit über diesen Skandal empörte, lehnte der Tmat das Gesetz mit 75 gegen 15 Kimmen ab. k; ist klar, daß ein solcher Kongreß von Geschafte- 'nichern dem Taktiker Roosevelt kemerlel Schwle- n,keiien macht, und daß dieser mit ihm verfahrt. S'-e er es für richtig hält. Die letzte Kongreßbot- .J'dcft, die sehr geschickt die Fehler und Versäumnisse

des Präsidenten und seine Niederlagen in diesem Kriege vor der Volksstimmung auf den Kongreß abwälzt, steht bereits im Zeichen der Wahl am 3. November. Roosevelt will mit allen Mitteln die letzten unbotmäßigen Abgeordneten ausschalten und sich auch im Kongreß ein Instrument schaffen, das völlig auf seine Initiative angewiesen ist, also das Gegenteil jener Demokratie darstellt, die Roosevelt stets so laut im Munde führt.

Bezeichnend ist jedoch, daß die heftigen Fehden, die Roosevelt und seine Hintermänner gegen die­jenigen Abgeordneten führten, dievor Pearl Har­bour" die Außenpolitik des Präsidenten nicht bil­ligten, nicht den gewünschten Erfolg gehabt haben.

U-Bootes. '

Die Gefährlichkeit des nördlichen Weges zu den Sowjets ist gerade in diesem Monat offenbar geworden. Wenn man in London und Washington trotzdem an ihm festhält, im Gegensatz zu dem drei­fach weiteren, vielleicht nicht so stark gefährdeten

Die Vorwahlen haben im Gegenteil bewiesen, daß die Wähler zäh an den mißliebigen Abgeordneten festgehalten haben, wahrscheinlich in der Hoffnung, daß sie eine gewisse Garantie dafür bieten, daß der Kngreß nicht völlig zu einer rein bürokratischen Unterabteilung des Weißen Hauses wird. Einzelne Briefe in der Woche bekommen, in denen sich die Abgeordnete haben in der letzten Zeit bis zu 20 000 Wähler über die Günstlingswirtschaft des Kon­gresses und seine Schwunglosigkeit bitter beklagen. Die Mehrheit des Volkes verlangt heute vom Kon­greß Energie, notfalls auch gegen den Präsidenten, dessen Beliebtheit im Sinken ist. Der Kongreß sieht also zwischen zwei Feuern. Einmal verlangt Roose­velt von ihm Botmäßigkeit für seine Katastrophen- politik, zum andern ist er für die Oeffentlichkeit der Sündenbock und soll Fehler berichtigen, die durch die Unfähigkeit Roosevelts entstanden sind.

zu bringen. Churchills Erklärung, daß die Monate Juli und August gegenüber den vorhergehenden Monaten eine entscheidende Verbesserung in den alliierten Handelstonnageverlusten aufwiesen, paßt nicht ganz mit den Berichten aus Amerika zusam­men, wonach der Juli der bisher s ch l i m m st e Mo­nat gewesen ist."Economist" gibt weiter zu, daß eine andauernde Vergrößerung der deut­schen U-Boot-Flotte nicht habe verhindert werden können. Dies bedeute, daß die Gefahren

schrieb die Zeitung,so ist der Transport immer noch das Hindernis für eine großzügige Pla­nung. Die alles andere überschattende Tatsache be­steht, daß die verfügbare Tonnage nichtgenügt, um die volle Kraft der Alliierten an die Fronten

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;en Demokraten und Republikanern haben wenig : Heftigkeit verloren, durch den Krieg aber un- reitig an Geschmacklosigkeit und Gehässigkeit zu- mommen. Die Demokraten behaupten, daß ein nziger Republikaner im Kongreß einnationales nheil" sei, weil die Republikaner keine zuverlässigen atrioten wären. Die Republikaner ihrerseits wer- n den Demokraten vor, unter dem Mantel der

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Küste.

Auch die meist schnell fahrenden Handelsschiffe des

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Oer Wehrmachiberichi.

DNB. Aus dem Führerhauptquarkier, 24. Sept. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:

Im Nordteil des Kaukasus stürmte In- cmterle, von Artillerie und Luftwaffe wirksam un- erstüht, nach Ueberwinden zähen feindlichen Wider- tandes mehrere beherrschende Bergrücken. Die Luft­waffe führte außerdem heftige Bombenangriffe gegen den Hafen von Tuapse, hierbei wurde ein größeres Frachtschiff in Brand geworfen und in den Küstengewässern ein weiteres Handelsschiff sowie ein Bewacher beschädigt.

Am Terek wurde in hartem Kampf die Stadt Prischibskaja genommen.

In Stalingrad dauern die erbitterten Häu­erkämpfe an. Bei der Abwehr starker Entlastungs­angriffe von Norden wurden 34 Sowjetpan­zer abgeschossen. Der Nachschub des Feindes auf den Bahnlinien ostwärts und westlich der unteren Wolga sowie Betriebsstofflager bei Saratow wurden von der Luftwaffe erneut schwer bom­bardiert.

Nordwestlich Woronesch scheiterten weitere feindliche Angriffe.

Im mittleren Frontabschnitt verliefen eigene Angriffsunlernehmen erfolgreich. Gegenan­griffe des Feindes bei Rschew wurden abgewiesen.

Im Nordabschnitt der Front gewann ein eigener Angriff südlich des Ladogasees trotz hartnäckigen feindlichen Widerstandes und ver­geblicher Gegenangriffe weiter Boden.

An der 0ft f r ont wurden gestern 6 2 feind­liche Flugzeuge abgeschossen. Zwei eigene Flugzeuge werden vermißt.

Britische Flugzeuge warfen in der vergangenen Nacht Spreng- und Brandbomben auf einige Orte im norddeutschen und dänischen Küstengebiet. Die Bevölkerung hatte Verluste. Zehn der britischen Bomber wurden abgeschossen.

Deutsche Kampfflugzeuge bombardierten in der Nacht zum 24. September kriegswichtige Ziele der Grafschaft Bork in Wittelengland.

Wie durch Soüdermeldung bekanntgegeben, grif­fen deutsche Unterseeboote zwischen Spitzber­gen und Island einen Geleilzug an, der von sowjetischen Häfen nach britischen und amerika­nischen Häfen zurückkehrte und aus mehr Siche­rungsfahrzeugen als Transportschiffen bestand. In harten fagetangen Kämpfen gegen die besonders starke Sicherung versenkten unsere Untersee­boote drei Zerstörer sowie einen Hilfs­kreuzer und fünf Transporter von zu­sammen 50 000 VRT. Weitere zwei Schiffe wurden durch Torpedotreffer schwer beschädigt.

Im Atlantik, vor Afrika und in der Ka- ribischen See versenkten andere Unter feeboote aus Geleitzügen und in Linzeljagd drei­zehn feint»tid)e Handelsschiffe mit zu­sammen 75 000 VRT. sowie eine Korvette imd beschädigten ein weiteres Schiff durch Torpedo­treffer.

Damit Hal die feindliche Schiffahrt in den letzten vier Tagen wiederum 19 Schiffe mit 125 000 BRT., dazu drei Zerstörer und eine Kor­vette verloren.

Annahme von Anzemen für die Mittaasnummer biS 8'/, Uhr desVormittagS

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für die Alliierten zur See noch auf lange Sicht hinaus auf einem Höhepunkt blieben. Trotz der immer größer werdenden Erzeugung der alliierten Schiffswerften würden die Tonnage-Fla­sch e n b ä l f e bestehen bleiben.

Aehnlich schreibtDaily Telegraph", die Kriegs- bedür'fnisse der Sowjets seien nicht nur groß, sondern verlangten auch nach sofortiger Be­friedigung, zumal bei den Kämpfen um Stalingrad gewaltige Munitionsmengen und in. den früheren Schlachten umfangreiche Rohstofflager und In­dustriezentren verloren gingen. Die Verbündeten müßten jetzt den Sowjets mit allen Mitteln zu Hilfe kommen. Es sei aber leider so, daß in allen Teilen der Welt übergroße Anforderungen an die Hilfsquellen Englands und Amerikas gestellt würden. Immer wieder spiele die Schiffsraum- n o t eine gewichtige Rolle. Denn es gebe so gut wie nichts, was auf einem anderen gls dem See­wege an irgendeine der Hauptkampffronten trans­portiert werden könne. Man denke nur einmal an den langen Seeweg, den die Transporte um Süd­afrika zum Roten Meer und dem Persischen Golf zurücklegen müßten. Aus dem Mittleren O st e n kämen immer neue Hilferufe nach größeren Tank-, Geschütz- und Flugzeugmengen. Auch aus China und Australien träfen verzweifelte Rufe üach Unterstützung in Washington ein. Man sei einfach nicht in der Lage, bei dem Mangel an Transportmitteln die Bitten zu erfül­len. Es dürfe nicht übersehen werden, daß jeder Ge­leitzug mit der Gewißheit hinausgeschickt werde, daß er heftigen feindlichen Angriffen ausgesetzt sei, bei denen er schwere Verluste erleide. Selbst die allergrößte Geschicklichkeit der Seeleute könne die Seewege nicht sicherstellen. Schon im Frühjahr habe Roosevelt gesagt, man brauche mehr und mehr Han­delsschiffe, und durch die im Laufe dieses Sommers erlittenen n^uen Verluste sei diese Forderung nur noch dringender geworden.

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Im Schatten der Kongreßwahlen

Von unserem nn.-Berichterstatter.

192. Jahrgang Nr. 226

Ericheim täglich, außer Sonntags und Feiertags

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um Afrika nach Iran, so wird damit katastrophale Aderlaß der englisch-amerikanischen Versorgungsschiffahrt bewiesen. Anderseits treten die Forderungen Stalins auf eine^ nachhaltige Hilfe­leistung immer schärfer hervor, so daß London und Washington gezwungen werden, ihre Frachter rück­sichtslos einzusetzen. Sie gaben diesem Geleit einen in dieser Stärke bis jetzt noch nicht angetroffenen Schutz durch Kriegsschiffe bei. Von den Untersee­booten konnte festgestellt werden, daß einer der von ihnen vernichteten drei Zerstörer derStämme- Klasse" angehörte. Es handelt sich dabei um die ft ä r f ft e n Einheiten der britischen Zerstörer- flottUle, die bei voller Ausrüstung 2400 Tonnen Wasser verdrängen und rund 37 Seemeilen in der Stunde laufen können. Ihre Bewaffnung besteht aus acht 12-cm-Geschützen, zwölf Flak-Geschutzen und MG.s sowie vier Torpedorohren, während die übrigen Zerstörerklassen über eine weniger starke Bewaffnung verfügen. Von diesen für den Geleit­dienst so wichtigen Zerstörern gingen im September bisher 10 verloren. Ebenso nachhaltig wirkt sich die Vernichtung von zwei Korvetten und Bewachern aus.

Die von Tag zu Tag sorgenvoller werdenden Betrachtungen der englischen und amerikanischen Presse zur Schiffahrtslage zeigen, daß man sich über den Ernst der Situation nicht täuschen läßt. Chur­chill mußte ja in seiner Botschaft an die Schiffs­bauer zugeben, daß Englandohne Schiffe nicht leben und nicht siegen kann". Und derDaily Tele-

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Oer Nachwuchs der Partei.

Wenn am 27. September die Ueberweisung der Achtzehnjährigen aus der Hitler-Jugend und dem Bund Deutscher Mädel in die NSDAP, und ihre Erwachsenenformationen und die Aufnahme der Einundzwanzigjährigen in die.Jugendgruppen der NS.-Frauenschaft erfolgt, dann stellt dies einen be­deutsamen Vorgang im Volksleben dar. Die besten jungen Kräfte der Nation werden nach jahrelanger Bewährung in den Reihen der HI. ausgelefen und in die Gemeinschaft der Partei ausgenommen, die als Führerorden der Bewegung darüber wacht, daß ie sich stets aus den lebendigsten und gesündesten Schichten des Volkes verjüngt, so den Auftrag er» üllend, der ihr vom Führer gestellt worden ist.

Diesem feierlichen Akt, bei dem der Hoheitsträger die Parteianwärter auf den Sinn der Verpflichtung hinweist und sie zum bedingungslosen Einsatz für den Führer und für die Bewegung verpflichtet, kommt jetzt, in der gewaltigsten Auseinandersetzung, die das deutsche Volk in seiner Geschichte zu bestehen hat, eine ganz besondere Bedeutung zu, denn die Aufgaben, die der jungen Generation in der Gegen­wart gestellt sind und gestellt werden müssen, sind ungleich größer denn früher. Jetzt, da ihre Väter und älteren Brüder eine schwere Pflicht als Soldat erfüllen, ruht auf den jungen Menschen eine wesent­lich größere Last, denn ihnen obliegt es zum großen Teil, in die Bresche zu springen, die durch das Feh­len der Erwachsenen entstanden ist, und Aufgaben zu übernehmen, die ihnen sonst noch nicht anver­traut worden wären. Niemand und vor allem nicht die Bewegung wird der Jugend das Recht auf Freude und Frohsinn bestreiten wollen, aber ebenso versteht es sich, daß auch für sie das Wort, daß der Mensch mit seinen Zielen wächst, Gültigkeit haben muß. So ist es verständlich, daß die junge Gene­ration, die jetzt heranwächst, ernster und gereifter ist, als es.vor dem Kriege ihre gleichaltrigen Kame­raden gewesen sind, denn sie weiß, daß sie das Ver­trauen, das der Führer in sie setzt, jederzeit in er­höhtem Maße rechtfertigen muß. Und daß die Zeit, in der wir stehen, von selbst überströmenden Froh­sinn verbietet, das machen uns die Opfer klar, die unsere Besten gebracht haben und weiter bringen 'müssen, bis der Sieg errungen ist.

Tausende junger Menschen beiderlei Geschlechts haben schon in jungen Jahren ihren Vater ver­loren, der ihnen Weg und Stütze bedeutete. So sind sie ganz von selbst älter und gereifter geworden und nicht zu den Streichen aufgelegt, die man früher als ihr gutes Recht bezeichnet haben würde. Sie wissen, daß sie durch ihr persönliches Verhalten jederzeit Vorbild sein müssen, daß sie der Mutter, die oft genug noch im Arbeits- und Berufsleben steht, hilfreich an die Seite treten und sich auch ihrer jüngsten Geschwister annehmen müssen.

Und zu den häuslichen Pflichten kommen die­jenigen, die die Gemeinschaft ihnen auferlegt. Ueberaus zahlreich sind die ^riegsaufgaben, die der Jugend des Führers gestellt worden sind, sie be­gannen mit den Sammlungen der verschiedensten Art, erstreckten sich auf die NSV.-Arbeit und auf den Luftschutz. Und es ist nicht einer, sondern es sind vield tausend Fälle bekannt geworden, in denen diese Jugend bei den heimtückischen Ueber- fällen der britischen Luftwaffe auf die Wohnstätten der Zivilbevölkerung unter Einsatz des eigenen Le­bens ihre schwere Pflicht erfüllt und Leben und Gut des Nächsten gerettet hat, eine Tatsache, die Reichs­minister Dr. Goebbels bei einer Besichtigungsfahrt in besonders heimgesuchte Städte des Rheinlandes zu der Erklärung veranlaßte, daß so viele dieser jungen Menschen, Kinder noch, zu Helden geworden seien.

Diese Jugend des Führers tritt nun an, um feier­lich in die Partei ausgenommen zu werden. Nicht geschlossen erfolgt diese Ueberführung, sondern nach den strengen Gesetzen der Partei, daß ihr nur zu­gehören kann und darf, wer auf Grund feiner charakterlichen Haltung und Einsatzbereitschaft die Voraussetzungen mitbringt, politischer Soldat und Kämpfer für des Führers Idee zu sein. Nach vier­jährigem aktiven Dienst hat das einzelne Mitglied

nichtet. Sv fielen in Einzeljagden wiederum drei­zehn feindliche Handelsschiffe den Torpedos un­serer Unterseeboote zum Opfer. In oft tagelanger Verfolgung und unter ungünstigsten Wetterverhält­nissen wird das feindliche Schiff angegangen, bis endlich die vorteilhafteste Schußpositton erreicht ist. Ein Höchstmaß an seemännischem Können und unermüdlicher Einsatzbereitschaft der U-Boot-Be- satzungen gehört dazu, den Feind auf seinem immer wieher wechselnden Schiffskurs aufzufpüren und zu vernichten. Der Feind verfügt längst nicht mehr über feststehende Seewege, sondern seine Schiffe» und Geleitzüge müssen immer größere Ilm« m e g e machen, um vielleicht doch den Untersee­booten zu entgehen. Die großen Seewege, auf denen sich früher der Schiffsverkehr abwickelte, lie­gen heute wie ausgestorben da und nur selten zeigt sich hier ein feindlicher Frachter im Seerohr eines

vrühlsche Uniöerfttäfcb ruderet 8. Lange General-Anzeiger für Oberheff en S<Sti6i$6e*,9S**l»rate 7-9

graph" gestand, die Engländer und Nordamerikaner seieneinfach nicht mehr in der Lage, bei ihrem Mangel an Transportmitteln die an sie gerichteten Bitten (vor allem der Bolschewisten) zu erfüllen. Die bekannte Londoner WirtschaftszeitschriftEco­nomist" rollte bereits am 12. September in einem Flaschenhälse" überschriebenen Artikel mit er­nüchternder Klarheit die Schwierigkeiten der Ton- nagelgge unserer Feinde auf.Welche Pläne auch die Alliierten für die Entfaltung ihrer Kraft für die nächsten kritischen Feldzüge gemacht haben mögen",

Nachdem schon zwei Geleitzüge im Nordmeer mit dem Ziel Murmansk und Archangelsk, vollbeladen mit Kriegsmaterial für die Sowjets, zerschlagen worden waren, galt der dritte Angriff deutscher Unterseeboote eipem von Sowjethäfen nach Eng­land und USA. zurückkehrenden Geleit. Das Kampf­gebiet erstreckte sich auch diesmal wieder über die weiten Räume zwischen Spitzbergen und Island, über etwa 1500 Milometer hinweg: Unter den schwer­sten seemännischen Bedingungen in Nebel und Sturm blieben die Besatzungen der Unterseeboote wiederum tage- und nächtelang am Feind, der dies­mal fünf Transportschiffe, einen Hilfskreuzer, drei Zerstörer verlor. Die Tatsache, daß der Geleitzug mehr Sicherungsfahrzeuge als Han­delsschiffe zählte, wirft ein bezeichnendes Licht auf. die Schiffsraumknappheit des Feindes. Er muß starke Sicherungsstreitkräfte aufbieten, um selbst eine kleine Anzahl von Transportschiffen durch die ge­fährdeten Seegebiete zu geleiten. Der Zwang für den Gegner, immer stärkere Flotteneinheiten zum Schutz seiner bedrohten Versorgungsschiffahrt ein- zusetzen, wird von Woche zu Woche größer. Selbst die stärkste Abwehr und das größte Aufgebot an Sicherungsstreitkräften kann seine Handelsschiffe nicht vor der Vernichtung bewahren, weder im Nordmeer noch vor der amerikanischen Ostküste, im Karibischen Meer ober vor der westafrikanischen

, 521. gewählt und gleichzeitig ein Drittel des Se­ils erneuert. Das Ereignis wirft jetzt bereits feine Schatten voraus Zwar fehlt der aufdringliche Wahl- itnmel der früheren Jahre, aber die Fehden zwi-

t'ier gewaltig aufgeblähten Bürokratie, die, zu- kmmen mit dem Notstandsgesetz, das ursprüngliche sßefüge der die auf der Dreiteilung der Gewalten brühenden Verfassung erschüttert haben. Nach Ar- ti el I dieser Verfassung soll die gesamte gesetzgebe- k.che Gewalt dem Kongreß übertragen sein, wäh- ; ftnb nach Artikel II die Vollzugsgewalt dem Präst­anten obliegt upb nach Artikel III die richterliche ' Gewalt dem Obersten Gerichtshof. Dollzugsgewalt mb richterliche Gewalt sind durch die Besetzung der nichtigsten Posten im Obersten Bundesgericht und Alr der Administration mit Juden der Roosevelt- üque überhaupt nicht mehr klar zu trennen. Sie Md Instrumente jüdischer Großfinanz-Jnteressen 4'cworden, die seit 1933 mit allen Mitteln danach Züchteten, die gesetzgeberische Gewalt ebenfalls ihren Selen dienstbar zu machen. Das ist ihnen weit- ftjchend gelungen. Bestechung, Erpressung ^und Druck i-rcf) Presse und Rundfunk haben dazu beigetragen, kf$ der 77. Kongreß als ein egoistischer Jnter- t'enklüngel in die Geschichte eingehen wird, der ent- cber kleinliche Parteistandpunkte vertrat oder iy in das Schlepptau mächtiger Wirtschaftsgrup-

nehmen ließ, die selbstverständlich ihre Fäden :ch nach dem Weißen Hause spannen. Die Ueber- cneibungen, die hier vor allem durch den über­mächtigen Einfluß des jüdischen Professors Felix Frankfurter stattgefunden haben, dürften ftes der interessantesten Kapitel der jüngsten Ge­richte Nordamerikas bilden. Wie dieser Mann, der 14 zum Professor an der Harvard-Universität er- ^nnt wurde, es verstanden hat, aus der Unter- "ingung seiner Schüler ein System zu machen, das rließUch die gesamte Regierung unb Verwaltung tilgen wenigen großkapitalistischen Gruppen un- e-(teilte, die wiederum maßgebend von Juden be-

äegsnotwendigkeiten egoistische Parteireklame zu achen, während sie gleichzeitig dem Präsidenten ooseoelt den nicht unberechtigten Vorwurf machen, diß er aus dem Kongreß eine Maschine zu machen ninsche, die nur noch Ja und Amen zu seinen Ent- ß'lüssen zu sagen habe. Für die Demokraten war dcs wiederum ein Grund, den Republikanern den Wcmvurf des Landesverrats und des Isolationismus - was in den USA. augenblicklich so ziemlich das- Mbe ist zu machen.

Ernsthaftere Betrachtunaen beschäftigen sich vor jlem mit der auf der Hand liegenden Parallele n 1918. Auch damals stand das Repräfentan- -'ßnhaus und ein Drittel des Senats vor der Er- <»uerung. Wilson war auf der Höhe seiner Macht, dir Messianismus der Vereinigten Staaten feierte h den 14 Punkten Triumphe, es schien, als ob die berufen seien, der Welt ein neues Moral- Ksetz vorzuschreiben. Diese Neigung hatte ja be- »it5 bei den Vätern der Verfassung Pate gestanden, der nun feierte sie wahre Orgien. Das alles hat der nicht die große Ernüchterung, vor allem nicht die wirtschaftlichen Erschütterungen verhindern kön- n.n, die ein Jahr nach Kriegsschluß bereits began- nn. Wilson war nicht mehr derneue Messias", als den er sich geschmackoollerweise hatte feiern las- |m. Seine 14 Punkte waren nicht mehr die Dredigt, «iS deren Text die Menschheit neues Heil schöpfen sollte. Die Vereinigten Staaten besannen sich da- Bals mit einem energischen Ruck auf sich selbst, und br gleiche Kongreß, der 1918 gewählt worden war, rroeigerte nach langen, stürmischen Auseinander- pungen und mehreren Abstimmungen die Ratisi- Ijkrung des Versailler Vertrages.

Es ist sehr bezeichnend, daß gerade jetzt solche' Erinnerungen in den Vereinigten Staaten aufge» ftischt werden. Daß sich Roosevelt in seinem Wahn, |dn erfolgreichererMenschheitsbeglücker" als Wil- Mi zu sein, von diesen Betrachtungen beeinflussen Netze, wäre wohl zu viel behauptet. Im Gegenteil, |« ist sich mehr denn je seiner Macht bewußt und dir Dienstbarkeit des von ihm geschaffenen Jnstru- kSents zahlloser Ausschüsse, ihm direkt unterstell­ter Berater mit weitgehenden Vollmachten und